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Unser Weihnachtswunsch: ein Euro für den Wolf

Liebe Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde,

die Weihnachtszeit hat begonnen und damit eine Zeit der Besinnung und der Konzentration auf das, was wir lieben: unsere Familie. Auch Wölfe leben in Familien. Auch sie haben ein Recht auf eine friedliche Weihnachtszeit. Petitionen und öffentlicher Druck helfen, das Leben von Wölfen zu retten. Mein Dank gilt den vielen Unterstützerinnen und Unterstützern. Doch Petitionen bieten in Zeiten tendenziöser Medien – es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht Angst machende, schlecht recherchierte oder komplett falsche Artikel über Wölfe erscheinen – auch noch die Möglichkeit, Informationen zu vermitteln.

Doch wir müssen auch real etwas tun. Dafür stehen wir von Wolfsschutz Deutschland in Pro Naturschutz Sachsen e. V. (GRÜNE LIGA Sachsen). Wir reden nicht, wir handeln. Im Gegensatz zu den großen Umweltorganisationen, die in diesem Jahr sogar Wolfsabschüssen zugestimmt haben, werden wir nicht staatlich unterstützt. Wir sind auf Spenden angewiesen, damit wir unsere Arbeit weitermachen können. Mir fällt dazu die Geschichte des Schauspielers Karlheinz Böhm ein, der mit den Sissy-Filmen bekannt wurde. Erschüttert von Berichten über die Hungerkatastrophe in der Sahel-Zone lancierte er eine legendäre Wette in der ZDF-Sendung „Wetten, dass…?“ Er wettete, „dass nicht einmal jeder dritte Zuschauer eine Mark, einen Schweizer Franken oder sieben Österreichische Schillinge für Menschen in der Sahelzone“, spenden würde. Das Ergebnis: Er sammelte 1,2 Millionen Mark ein.

Hier in der Pumpak-Petition haben wir über 120.000 Unterzeichner. Mein Weihnachtswunsch für die Wölfe lautet so: Jeder könnte doch einen Euro an uns spenden. Wir wären damit einen entscheidenden Schritt im Kampf um das Leben unserer Wölfe in Deutschland weiter, den Klagen vor Gericht kosten sehr viel Geld!

Wolfsschutz Deutschland in Pro Naturschutz Sachsen e. V. (Grüne Liga)

Bankverbindung:

Erzgebirgssparkasse

IBAN DE78 8705 4000 0725 0179 88

BIC WELADED1STB

In Schweden wird wahllos auf Wölfe geschossen, um angebliche Mischlinge zwischen Wolf und Hund auszusortieren, im Fachjargon zu „entnehmen“, was nichts anderes heißt, als sie zu töten.

Auch hier in Deutschland stand Mischlingswelpen ein ähnliches Schicksal bevor. Doch die öffentliche Aufmerksamkeit durch die Petition einer Studentin sowie unser öffentlicher Protest verhinderte das. Nun sollen die Welpen eingefangen werden und in einem Tierpark unterkommen. Das ist nicht das, was wir uns vorgestellt hatten. Wir wollten, dass die Kleinen sterilisiert werden und nach italienischem Vorbild zurück in die Natur gesetzt werden. Aber immerhin sollen die Welpen am Leben bleiben. Auch hier mussten wir gegen den NABU-Mitarbeiter Tamas vorgehen, der sich für den Abschuss ausgesprochen hatte. Am Anfang des Jahres haben wir gerichtlich verhindert, dass der Schießbefehl auf Pumpak nicht verlängert worden ist. Er ist seither nicht wieder aufgetaucht. Nun sind Bilder erschienen, die einen fülligen Wolf in Österreich zeigen. Ob es sich um Pumpak handelt, ist unklar. Theoretisch könnte er aber direkt nach Süden gewandert sein. Seit Anfang des Jahres ist das komplette Rosenthaler Rudel in Sachsen in Gefahr. Durch die Petition und den öffentlichen Aufschrei, der dadurch ausgelöst wurde, konnten wir bislang den Abschuss, den sich Landrat Harig (CDU) so sehnlichst herbeiwünscht, verhindern. Wir haben Zäune kontrolliert und fotografiert und dabei festgestellt, dass die Nutztiere dort so gut wie keinen Schutz haben. Danach wollte Landrat Harig wahllos einen Wolf aus dem Rosenthaler Rudel erschießen. Unsere Vereinsmitglieder von Wolfsschutz Deutschland in Pro Naturschutz Sachsen e. V. (GRÜNE LIGA Sachsen) hielten Nachtwache im Gebiet und sorgten dafür, dass die Wölfe sich nicht heraus trauten, während unsere Dachorga GRÜNE LIGA Sachsen gerichtlich mit einem Eilantrag gegen die Verfügung vorging. Wir konnten den Schießbefehl vorerst stoppen. Doch der Kampf geht weiter. Aktuell sind die Wölfe in Niedersachsen in großer Gefahr. Der neue Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU sieht „wolfsfreie Deiche“ vor. Welche Auswirkungen dies auf das Cuxlandrudel hat, kann sich jeder vorstellen. Auch dort haben wir Zäune kontrolliert und fotografiert und festgestellt, dass wieder so gut wie kein Schutz vorhanden ist. In Sachsen-Anhalt kreierte der Innenminister einen Erlass, der es Polizisten erlaubt, nach Gutdünken auf Wölfe zu schießen. In Bayern haben wir verhindert, dass ein weiterer ausgebrochener Gehegewolf abgeschossen wurde. Es gibt also viel zu machen. Das neue Jahr wird nicht weniger dramatisch als dieses Jahr für die Wölfe werden. Dennoch haben wir bislang jeden Vorstoß mit gemeinsamen Kräften verhindern können.

Diese Petitionen können Sie unterstützen:

www.change.org/woelfe

www.change.org/cuxlandrudel

www.change.org/wolfswelpen

www.change.org/wolf

www.change.org/sachsenanhaltwoelfe

www.change.org/bayernwoelfe

www.change.org/pumpak

https://www.change.org/p/stop-all-hunt-on-wolves-in-sweden/nftexp/ex35/control/80729174?recruiter=80729174&utm_source=share_petition&utm_medium=facebook&utm_campaign=share_petition&utm_content=ex35%3Acontrol

Sie möchten direkten Kontakt mit uns haben? Hier sind wir in Facebook. Sie können Vereinsmitglieder von uns dort direkt ansprechen:

https://www.facebook.com/groups/630745127109379/

Wir werden oft gefragt, ob wir nicht das gleiche Ziel wie NABU und Co. haben. Nein, haben wir nicht. Diese Orgas stimmen Abschüssen zu, wir nicht.

Auch noch interessant: Vince Eberts Meinung über die großen Organisationen: „Viele der anfangs so idealistischen Öko-Davids haben sich längst zu knallhart operierenden, mächtigen Goliaths entwickelt, die ihre Aktionen mit Hilfe von PR-Profis, Controllern und effizient organisierten Rechtsabteilungen durchführen. Viele Umweltschutzorganisationen richten ihr Augenmerk immer weniger auf die dringendsten Umweltprobleme, sondern verfahren nach dem Gesichtspunkt: Welches Thema generiert die meisten Spendengelder? Es sind also weniger echte Wissenschaftler, die relevante Themen vorgeben, sondern so genannte „Kampagner“, die sich in erster Linie Gedanken machen, wie man möglichst erfolgreiche Hypes inszeniert.“ Hier geht es weiter auf Spektrum: http://www.spektrum.de/kolumne/was-waere-wenn-weltretter-gar-nicht-die-welt-retten-moechten/1520855

Herzlichst

Ihre Brigitte Sommer (auf dem Bild ist kein Wolf, sondern unser TWH Anori)

Öffentlichkeitsarbeit Wolfsschutz Deutschland

 

 

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Ein Gedanke zu „Unser Weihnachtswunsch: ein Euro für den Wolf

  1. als die affen von den bäumen kamen um mensch werden zu wollen erkoren sie zu ihrem verbündeten das tier,auch um schutz zu suchen u. zu finden. geraume zeit weiter hatte sich dies verhältnis völlig verkehrt: kriegselefanten in den alpen. wieder später verkündigte christliches ethos: macht euch die erde untertan. was weiter wirkte als allgemeiner aufruf zur ausbeutung u.die trennung von mensch u. natur antrieb mit einem ziel: gewinn aus der natur ohne scham.
    seit vielen jahren kümmere ich mich um tierische wegwerfartikel dieser gesellschaft,ausgesetzte tiere, orientierungslos,krank,verletzt. schlimme bilder bekomm ich nicht mehr aus dem kopf .. so wie die menschen mittlerweile mit tieren umgehen,gehen sie auch gegeneinander um. nutzen,gewinn,kosten.
    wer sich zur artgerechten wiederansiedlung des wolfs hierzulande informiert kommt recht schnell dahinter,das das bäuerliche bund-u-verbandswesen diese entwicklung mit ihren anforderungen schlicht u.überheblich verpennt haben oder aus ganz anderem kalkül betrachten. dies markiert das positionspapier des bauernbundes(nicht zu verwechseln mit münzers bauernbund) wie die erklärung von bauernverbänden. neben anderem wird unterschlagen das schutzmassnahmen erst in gang gebracht wurden als der wolf bereits im revier stand u.gefallen fand an bequemer futterbeschaffung. u.a. verlangt der bauernbund gezielt die strukturen der wolfsrudel mit abschuss zu zerstören was nun einer perfiden bauernschläue gleichkommt. die tiere werden ihres intelligenten rudelverhaltens beraubt,vereinzelt,weit mehr futterangriffe befördert u. so abschüsse über die massen verlangt. dazu kommt,das weidetierhaltung kern des naturschutzes sein soll. es existieren mehr arten als auf einer weidekoppel versammelt. die verbandsoberen sollten sich der eigenen glaubwürdigkeit wegen wenigstens unvoreingenommen mit den ergebnissen der artenentwicklung im yellowstone nationalpark seit der wiederansiedlung des wolfs beschäftigen bevor sie ihre taschenrechner aufklappen um nutzen,kosten,verlust,gewinn zu extrahieren. wolfsschutz ist artenschutz.

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