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Kalb „to go“ in Niedersachsen

Nicht nur im Kernbereich des Cuxlandrudels in Niedersachsen kam es in im Laufe des Jahres immer wieder zu seltsamen Vorfällen mit Rindern. Angeblich hätten sich die Cuxlandwölfe und Wölfe in den angrenzenden Landkreisen auf das Reißen von Rindern, Kälbern und Kühen spezialisiert. Eine Spekulation, die uns merkwürdig erschien, denn Kühe sind durchaus wehrhaft. Wir waren ja daraufhin bereits im Cuxland unterwegs und haben Zäune kontrolliert. Das Ergebnis: Schutz war so wie wie nicht vorhanden. Zudem stehen die Nutztiere dort auch noch im Sumpf, was eigentlich unserer Meinung nach sogar tierschutzrechtliche Konsequenzen haben müsste. Außerdem vermuteten wir, dass nur dann ein Kalb zum Opfer eines Wolfes werden kann, wenn der Zaun derart desolat gebaut ist, dass es alleine hindurch schlüpfen kann, es in der freien Fläche auf sich gestellt ist, und bei einem Angriff nicht mehr von seiner Herde verteidigt werden kann. Unsere Vermutung hat sich nun bestätigt.

Hintergrund: Am 26.11.2017 wurde nun in Fischerhude bei Bremen ein nachweislich vom Wolf gerissenes Kuhkalb gefunden.  Ein Grund für unser Vereinsmitglied Petra Klages, sich die aktuelle Situation vor Ort mal genauer anzuschauen. Hier ist ihr Bericht:

„Auf einem Spaziergang entdeckte ich heute ein junges Rind (s. Fotos), welches sich auf einer absolut ungesicherten Weide neben der Weide, auf welchem sich seine Herde befand, vergnügte. Eigentlich entdeckte mein Schäferhund das Rind. Ich konnte meinen Hund zurückrufen und es gab keine unangenehme Überraschung für das junge Rind – ein Glück. Dieses Nutztier konnte sich unproblematisch von der eingezäunten Weide entfernen und von der schützenden Herde. Ein Wolf hätte hier – wieder einmal – leichtes Spiel und würde sich nur an den gedeckten Tisch begeben um eine leckere Mahlzeit, die der Nutztierhalter ihm bietet, zu verspeisen. Ich lebe nur ca. 20 KM von Fischerhude – dem Ort des letzten registrierten Wolfsrisses in Niedersachsen – entfernt und habe bislang keinen einzigen Schutzzaun gesehen, der geeignet wäre, Hunde oder Wölfe fernzuhalten.

Auf meine telefonische Anfrage bezüglich der Sicherheit der Zäune erklärte der Wolfsberater Herr Faß (der im kommenden Jahr ein Buch zum Thema herausbringt), dass er selbst zwar nicht vor Ort in Fischerhude war, sondern seine Kollegin, dass er jedoch davon ausgehe, dass auch dort kein entsprechender Schutz bestanden hätte. Erst jetzt – nach dem Wolfsriss – könne der Geschädigte Tierhalter finanzielle Hilfen für einen Wolfszaun beantragen. Lt. Herrn Faß würden häufig erst entsprechende Schutzmaßnahmen ergriffen, wenn der Wolf bereits ein Nutztier gerissen hätte. Präventiven Schutz erfahren also i. d. R. die Nutztiere der Landwirte und Hobbytierhalter nicht. Das ist für die getöteten Tiere tragisch, für die Nutztierhalter allerdings sicherlich keine Überraschung. Ärgerlich ist es, dass die Nutztierhalter unverständlicherweise – trotzdem der Wolf bereits vor vielen Jahren in seine Heimat zurückgekehrt ist – Schutzmaßnahmen außer Acht ließen und lassen. Vielleicht ist ihnen das Leben ihrer Tiere eben nichts – oder zu wenig – wert. Der eine oder andere Nutztierhalter ärgert sich möglicherweise über die eigene Ignoranz gegenüber dem Heimkehrer; den Wolf erfreut es, er hat leichtes Spiel.  Die Nutztierhalter hingegen verhalten sich „wolfsfreundlich“ und platzieren das Vieh so, dass der Wolf weder jagen, noch sich in anderer Weise bemühen muss. Er darf hier einfach ganz gemütlich und unbesorgt am gedeckten Tisch speisen. Die Weiden sind nicht gesichert, oder nicht so, wie es schon seit vielen Jahren empfohlen wird. Tatsächlich muss man hier schon fast vom verbotenen „anfüttern“ der Wölfe sprechen.“ (Petra Klages)

Auf den Bildern ist das Kalb zu sehen, welches durch die Umzäunung hindurch ist und sich nun frei auf einer Wiese bewegt. Bei einem Angriff durch Hunde, Wölfe oder Füchse wäre es alleine auf sich gestellt. Auf den weiteren Bildern wird die Umgebung erkennbar. Von einem zweiten Zaun weit und breit keine Spur. Bevor Nutztierhalter und Politiker populistisch Abschüsse fordern, sollten sie erst einmal ihre Hausaufgaben machen.

 

 

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46 Gedanken zu „Kalb „to go“ in Niedersachsen

  1. Tierhalter, die so verantwortungslos mit ihren Tieren umgehen, sollten die Tiere entzogen werden und zwar ohne jegliche Erstattung! Jeder hat für die Absicherung von seinem Eigentum zu sorgen und dazu gehören schlicht und ergreifend auch Haus, Hof und die eigenen Tiere! Wer dazu geistig nicht in der Lage ist sollte sich selbst eingestehen, daß er unmündig ist und sollte sich eine andere Nebenbeschäftigung suchen, wofür er keine große Verantwortung tragen muß.
    Nach einem Riß, verursacht durch wen auch immer, herumproleten und den Wolf für die eigenen Unzulänglichkeit verantwortlich machen und das möglichst noch mit Hilfe diverser Presse-Schreiberlinge ist halt viel einfacher! Dazu gehört meist noch ein Grünrock oder Politiker in Verwandtschaftsnähe und ein Kindergarten in unmittelbarer Nähe (bis 3 km) dann paßt die Story!
    Wenn man sich dann noch überlegt, daß sog. Nutz-Tierhalter vom Land/Kreis auch noch 80 % für einen Schutzzaun erhalten, den wir (die anderen Bürger) bezahlen, ohne am Gewinn beim Verkauf beteiligt zu sein und der Rest am Ende des Jahres möglichst auch noch steuerlich geltend gemacht wird, muß man sich schon einige Fragen als fast unbeteiligter Bürger stellen. Ein evtl. Wolfsriß wird schlussendlich auch von uns Bürgern bezahlt.
    Eines ist aber sicher, ein Wolfsriß ist in der Regel für das Tier wahrscheinlich schmerzloser, als ein Verkauf und ein anschließender Transport (ohne Futter und Wasser) über tausende von Kilometer in die Türkei oder in den Libanon, wo sie dann auf übelste Art und Weise gequält und irgendwann zu Tode kommen.
    Film hierzu in der Mediathek: „Geheimsache Tiertransport!“
    Aber um dies zu erleben brauchen wir nicht einmal in`s Ausland gehen, das können wir auch jeden Tag hier in unserem so scheinheiligen christlichen Deutschland erleben!
    Wie heißt doch dieser dämliche Spruch bei uns: „Das kann ich nicht mit ansehen!“ Nichts dagegen tun und weiterhin nach dem Motto leben: „Geiz ist geil, wo ist das nächste Billig – Angebot!“

    1. Auf den Punkt gebracht. Diese Art der Tierhaltung lässt darüberhinaus den Verdacht aufkommen, die Besitzer zielen bewusst darauf ab, dass der Wolf ihre Tiere reißt, um dann sofort nach Abschuss der Wölfe zu schreien. Es ist kein Geheimnis, dass Jäger und Landwirte in vielen Orten entweder sehr eng verbandelt sind, oder beides in einer Person. „Anfüttern“ hört sich dann gar nicht mehr so abwegig an.

    2. Genau so sehe ich viele Tier Halter! Ich habe während meiner Kontrollen als Tierschutz Beauftragte des Dt. Tierschutz Bundes einiges erlebt. So.z.B. konnte ich bei Haltern von Schafen, ganz gleich,ob Hobby Haltung oder Schäfer, oftmals beobachten, dass über längere Zeit in der Herde kranke Tiere zu sehen waren. Wurde ich bei den Haltern vorstellig, um diesen Zustand zu monieren, bekam ich Antworten wie z.B., er, der Halter hätte ja schon mal was gemacht, aber es hätte nicht geholfen und einen Tierarzt zu holen, koste mehr, als der für den Verkauf des Tieres bekommt. Also, kein Tierarzt! Und im Übrigen, solle ich doch mal nach Australien „gehen“ und sehen, wie dort die Schafe gehalten werden. Diesen Tier Haltern bedeuten ihre Tiere nicht viel und dem entsprechend verhalten sie sich auch den Tieren gegenüber, lassen sie leiden z.B. Moderhinke. Das deckt sich mit der Beobachtung von mehreren Tier Schützern, die überall zum Leidwesen fest stellen, dass Nutz Tiere ganz schlecht oder gar nicht geschützt wurden/werden. Genau diese Menschen sind es, die nach einem Riss sofort den Weg in Richtung Medien einschlagen und am lautesten schreien und Halb- oder Unwahrheiten verbreiten. Genau so verantwortungslos handeln in meinen Augen Politiker, die sich von solchen Lügnern voll lullen lassen und sofort eine Abschuss Genehmigung für Wölfe beantragen, anstatt solche Vorfälle genau und intensiv von unabhängigen Prüfern überprüfen zu lassen. Es ist schon beschämend, dass es in unserem Land so viele Lügner und Intriganten gibt, denen ein Tier Leben gar nichts bedeutet und ich vermute einmal, dass es genau die Menschen sind, die sich auch anderen Menschen gegenüber intrigant verhalten, ganz gleich, ob der Anders dabei zu Grunde geht, oder nicht! In diesem Falle soll unvernünftiger Weise und verantwortungslos ein ganzes Rudel getötet werden, was auf alle Fälle verhindert werden muss, in dem wir uns alle zusammen schließen und der Landes Regierung zeigen, dass es so nicht gehen kann in Deutschland, sondern dass genau die Regierung Verantwortung übernehmen muss. Bei der Vorgehensweise gegen MT6 hat m.E. nach unsere Landes Regierung vollkommen versagt. Solch eine Aktionen, wie sie mit dem Cuxland Rudel geplant ist, ist nicht vertretbar und verantwortungslos in hohem Maße! Vor allem die Parteien mit dem „C“ vor dem Partei Namen, dass ursprünglich einmal „christlich“ bedeuten sollte, sind die Schlimmsten, denn deren Verhalten ist alles Andere, als christlich! Von mehreren Tier/Umwelt Schützern sind ja nun viele Fotos erstellt worden, die beweisen, wie lapidar der „Schutz“ von Nutz Tieren gehandhabt wird , dadurch Wölfe regelrecht angelockt, danach zum Bösewicht abgestempelt werden und es mit ihrem Leben bezahlen müssen. Eine Schande, denn auch hier versagt unsere Landes Regierung erneut! Meines Wissens ist es verboten, Wölfe durch „anfüttern“ an zu locken. Da fragt man sich, ob solche Nutz Tier Halter nicht angezeigt werden können. Es wäre an der Zeit, dieses sinnlose Töten seitens einiger Landes Regierungen zu stoppen.

    3. Diese Worte sprechen mir aus der Seele. Millionenfache Tiermisshandlungen täglich und kaum ein Politiker oder Verbraucher regt sich auf, aber wenn der Wolf auftaucht, dann überschlagen sich die Reaktionen. Solch eine Scheinheiligkeit und Ignoranz ist für mich schwer auszuhalten

  2. Zäune nicht effektiv bauen, insgesamt nicht so genau hinsehen – bis es passiert. Der böööse Wolf hat zugeschlagen. Dann Riesengeschrei in den Medien.
    Warum? Hat es einen doppelten Nutzen, ist es gar gewollt, dass vor allem männliche Kälber auf diese Weise entsorgt werden? Weil sie sich nicht rechnen? http://bit.ly/1UhfzlJ
    Und damit dann gleich auch den Wolf stigmatisieren und Stimmung machen zum Abschuss?
    Auf dem Land ist oft Vetternwirtschaft, man hält zusammen.
    Wie wertvoll ihnen ihre sogen. „Nutz“tiere sind kann man auch hier beeindruckend sehen: http://bit.ly/1zMKCLR
    Wie kann man die Tiere vor solchen Menschen schützen – außer durch ganz viel Aufklärung?

    1. Lobbyismus überall – bis in die kleinste Kommune?
      Ob Landwirte oder Jäger – – – es gibt überall solche und sonne (grins)!
      Unser Tierschutzgesetz ist überholungsbedürftig, die Politik ist seit langer Zeit entsprechend gefragt. Erst danach kann die Verwaltung entsprechend der Gesetzgebung agieren.
      Haben „ALLE“ Bürger ihren Vorstellungen entsprechend gewählt?

      1. Wer kennt einen Politiker, der sich für Den Schutz der Natur, für Wild – und Nutztiere einsetzt? Der die Jagd generell verbietet? Der nicht zur Kenntnis nimmt, dass die Landwirtschaft bereits durch Gülleüberdüngung und Einsatz von Pestiziden den Boden vergiftet hat und damit alle ehemals vorhandenen Lebewesen? Es geht nur um Macht!

  3. Zitat von chwolf.org
    Vor allem im Kerngebiet des Calandarudels sieht man eindeutig, dass die hervorragend um­gesetzten Herdenschutzmassnahmen funktionieren und Signalwirkung haben. Auf allen von CHWOLF unterstützten Alpen im Einzugsgebiet der Wolfsfamilie gab es seit 2013 keinen nach­gewiesenen Schaden mehr durch Wolfsangriffe, obwohl das Rudel 2016 bereits zum fünften Mal in Folge Welpen gross zog! Dieser grosse Erfolg ist für die Akzeptanz des Wolfes in der Schweiz von grosser Bedeutung und zeigt, dass es bei kompetentem Einsatz der Herden­schutzmassnahmen auch in einem Wolfsgebiet sehr wohl möglich ist, die Schafe erfolgreich gegen Wolfsangriffe zu schützen.
    Zitat Ende

    In dem Sinne sollte man sich auch dort die erfolgreiche Arbeit von anderen zum Vorbild nehmen. Das Problem sehe ich aber mehr darin, dass offensichtlich der Wille einiger Tierzüchter und Halter ein wenig Aufwand zu betreiben zu fehlen scheint. Möglicherweise ist der Knackpunkt aber auch wirklich dass erst nach einem Riss Zuschüsse für Sicherungsmassnahmen beantragt werden können.

    Die Lösung
    Ich würde mir wünschen, dass es in Gebieten in denen der Wolf wieder heimisch ist ein Gesetz zur Verpflichtung zu den nötigsten Herdenschutzmassnahmen gibt und diese regelmässig vom Amtstierarzt kontrolliert und abgenommen werden müssen, sowie dass Amtstierärzte Infoblätter und Informationen weitergeben müssen um die Halter dabei zu unterstützen und anzuleiten. Und vom Staat würde ich mir wünschen, dass er die Tierhalter finanziell bei der ersten Aufrüstung der Sicherheitsmassnahmen unterstützt.

    Ich hoffe das bleibt kein Traum.

    1. Hallo Brigitte, zunächst danke für Deinen Kommentar! Im Bezug auf die Unterstützung des Staates gibt es bereits Geld für die Aufrüstung. Die Nutztierhalter erhalten 80 Prozent der Kosten erstattet. Nur wird das nicht angenommen! Und wer zu faul ist, sich darüber zu informieren, der will seine Tiere einfach nicht schützen!

      1. Wow 80 Prozent werden erstattet das ist ja super ! Dann kann ich das noch weniger verstehen, warum das nicht sofort genutzt wird. Ich denke wirklich wir brauchen daher eine gesetzliche Verpflichtung für vordefinierte Herdenschutzmassnahmen und die Kontrolle dieser, da das offensichtlich freiwillig nicht genug umgesetzt wird. Es sollte natürlich auch Strafen bei Verstössen geben. Ich meine Tierschutz ist doch sonst so wichtig, warum nicht auch in diesem Punkt ? Wäre toll wenn Ihr das politisch fordern könntet. Und ich meine was spräche dagegen wenn Amtstierärzte die sowieso in jedem Tierzuchtbetrieb mal vorbei schauen sollten, dann die Aufklärung übernehmen würden , sehr geeignet für die ganz infofaulen Züchter. Ich finde Prämien für besonders gute Umsetzung wären auch noch ein Anreiz.

      2. Tierhalter, die in einem Wolfsgebiet ihre Weide Tiere nicht ordnungsgemäß schützen, fordern provokativ (wahrscheinlich mit Unterstützung der Jäger Lobby) einen Wolfsriss heraus, um damit militant auftretende Wolfshasser zu unterstützen, die vor nichts zurück schrecken, um ihr Ziel zu erreichen. Ihre Weide Tiere, die sie ja so ins Herz geschlossen haben, sind ihnen kaum etwas wert. Das kann man auch daran erkennen, dass sie zu ignorant und zu faul sind, die ihnen bereits im Vorfeld zustehenden Zuschüsse für den Weide Schutz zu beantragen, obwohl diese Branche ansonsten stets durch Geld Geilheit auffällt. Ohne mit der Wimper zu zucken, oder vielleicht ein schlechtes Gewissen zu haben, opfern sie ihre Tiere. Intriganter und infamer geht es nun wirklich nicht.

  4. Es ist fast immer und fast überall dasselbe: Der Schutz der Herden istgar nicht beabsichtigt, denn dann gäbe es ja keinen Grund mehr, die ungeliebten Wölfe abzuknallen. Darin sind sich Nutztierhalter, ein Teil der Jägerschaft und korrupte Politiker einig. Es werden also bewusst „Köder“ für die Wölfe ausgelegt, und wenn sie dann zuschlagen, dann war es wiedermal der böse Wolf … und wenn diese – bewusse provozierten – Vorfälle dann in den Köpfen der märchengläubigen Bevölkerung oft genug wahrgenommen werden, dann ist es kein Wunder, wenn allles danch schreit, den Wolf zu beseitigen, nach jahrelanger, mühevoller und kostspieliger Wiederansiedlung. Wie blöd sind wir Menschen eigentlich, dass wir nicht begreifen wollen, dass Menschen früher mit dem Wolf leben konnten, hdie Menscheneute aber mit unseren hochtechnisierten Möglichkeiten angeblich nicht mehr.
    Wo kein Wille ist, ist auch kein Weg
    und wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.

  5. Wenn da nicht, wie bereits vermutet, Kalkül dahintersteckt, ist es zumindest mal wieder ein typisches Beispiel für die abscheuliche Tendenz des Menschen, alles an Lebewesen auszurotten, was ihm persönlich gerade lästig erscheint. Wir sollten und über die Rückkehr der Wölfe freuen und uns Gedanken darüber machen, wie sie in dieser völlig vom Menschen annektierten und zugebauten Welt einen Platz finden können, statt schon WIEDER zu versuchen, sie auszurotten! Das gleiche gilt für Insekten und Vögel! Meine Mutter sitzt traurig in ihrem Haus mit Garten am Fluss und wartet, dass auch nur ein Vogel in ihrer Vogelfutteroase landet…
    Es muss endlich ein Umdenken stattfinden! Und bitte acuh bei Euch, liebe Wolfskämpfer: Warum teilt ihr Wesen in NUTZtiere und HOBBYtiere ein?? Ich finde das furchtbar, Lebewesen anhand ihrer Funktion für den Menschen zu klassifizieren…

  6. Ich habe die Petition zur Rettung des Cuxlandrudels unterschrieben. Trotzdem ist Ihr Artikel schon reichlich problematisch. Denn wenn Sie etwa auch Füchse als potentiellen Gefahrenherd für ein junges Rind mit aufzählen, zeigt das eigentlich nur, dass Sie nun wirklich überhaupt keine Ahnung haben. Und wenn, wie Sie schreiben, Ihr eigener Hund zum Glück von Ihnen zurück gerufen werden konnte, dann ist auch das problematisch. Es sollte nämlich keine Frage des Glücks sein, ob frei laufende Hunde nun zu ihrem Frauchen zurück laufen oder aber nicht. Es sollte schlicht selbstverständlich sein. Davon abgesehen dürften viele gerade kleinere Landwirte nicht in der Lage sein, präventiv einen Schutzzaun zu erreichten, dessen Kosten locker in den vierstelligen Euro-Bereich gehen. Fazit: Auch Ihnen scheint Populismus nicht ganz fremd zu sein. Dem Wolf und seiner Sache nützen solche Artikel aus meiner Sicht rein gar nichts, sie sind viel zu leicht auszuhebeln.
    Beste Grüße Ihnen!
    Karsten Leifeld

  7. Nutztierhalter wollen mit den Tieren Geld verdienen, damit müssen die Kosten runter.
    Vor vielen Jahren haben wir mal auf einer Weide beobachtet, wie einige Rabenvögel sich über neugebohrene Lämmer her machten. Bei einem war bereits die Schädeldecke aufgehackt bei einem anderen fehlte die Augen.
    Wir haben den Schäfer informiert. Reaktion….. wegen sowas würde man sich nicht ins Auto setzten, das sei halt Natur.
    Kann sein, daß das ein Einzelfall ist,es Zeigt jedoch die Grundhaltung. Neugeboren ist es halt noch nichts wert. Je dichter man an die Vermarktungsreife kommt, desto heftiger die Beschwerden.

  8. Öfters gehe ich mal mit meiner Hündin in Fischerhude spazieren, das absolute Vorzeigeörtchen des Flecken Ottersberg in den mehr Gelder fließen als in sonstige Orte des Fleckens. Genau dies ist auch meine Beobachtung. UND während der Brut und Setzzeit hängen dort immer mehr selbst ausgedruckte laminierte Zettel, dass jegliche Hunde, die nicht angeleint sind abgeschossen werden. Mir erscheint es so, dass in Fischerhude die Jägerschaft besonders „aufmerksam“ ist und eine große Lobby hat.
    Klar werden dann auch sehr schnell Worte laut, dass der Wolf alles zerstöre und deshalb zum Abschuss frei gegeben werden soll.
    Die Grünröcke haben auch hier nicht die Hege ubd Pflege verinnerlicht.

    1. Ich lese immer wieder: Zucht und Hobbyzucht? Nein – es geht nicht selten um Vermehrung bzw. um Kommerz im Sinne von Nebentätigkeiten, in die möglichst wenig vor investiert werden soll.
      Es soll z.B. auch ein Nebengewerbe dafür angemeldet sein.
      Meinen Vorrednern muss ich leider den Grundsätzen entsprechend zustimmen.

  9. Die Meinung, die hier vorherrscht, ist ja ziemlich eindeutig, und ich schließe mich ihr auf ganzer Linie an. Ich denke, Wolfs- und Nutztierschutz muss sich vereinen lassen – mir kann keiner sagen, dass wir im 21. Jahrhundert imstande sind, über ein virtuelles Netz Datenmassen von einer Ecke der Welt in die andere zu transferieren, aber dem bösen Wolf plötzlich machtlos gegenüberstehen und nur noch die Flinte anlegen können.

    Nichtsdestotrotz finde ich es nicht gut, wenn hier über die Tierhalter pauschalisiert wird. Ich bin mir nicht über die finanziellen Mittel für Zäune ganz im Klaren, meine mich aber zu erinnern, dass es nicht ganz so leicht machbar ist, wie gerne dargestellt wird. Hier müsste i.m.A. die Politik einschreiten, die ausreichenden Schutz in Wolfsgebieten verpflichtend macht und diesen dafür aber auch zu 100% finanziert. Als Steuerzahlerin trage ich das gerne bei.
    Was ich nämlich am Ende noch sagen möchte: Die Rinder und Schafe, die angefallen werden, gehören zu den letzten wenigen, deren Leben noch einigermaßen lebenswert ist. Der Großteil der Tiere sieht sein Leben lang kein Tageslicht. Wirtschaftlich sind Bauern, die auf Weidehaltung setzen, weit weniger konkurrenzfähig als die Massentierhaltungsgiganten – woher sollen sie dann auch noch das teure Geld für Zäune nehmen?
    Wie gesagt, ich bin absolut für den Wolfsschutz und dort liegt auch meine persönliche klare Priorität. Aber ich wünsche mir auch eine Welt, in der mehr Kühe wieder draußen grasen können, nicht weniger. Deswegen müssen wir darauf aufpassen, dass der Wolfsschutz nicht dazu führt, dass die letzten Bauern ihr Vieh in die Ställe zerren.

  10. Irgendwie bekomme ich den Eindruck, dass hier vielleicht sogar mit voller Absicht, hilflose Tiere den Wölfen serviert werden, damit nach tötlichen Angriffen durch Wölfe drastische Maßnahmen gefordert werden können, nämlich Wölfe abzuschießen…

  11. Sagt der Begriff „Nutztier“ nicht schon alles darüber, wie der Mensch diese Tiere betrachtet?
    Wohlgemerkt: WIR ALLE (wenn wir denn nicht vegan leben) – und eben nicht nur die Halter. Das schließe ich mich „Alda“ an; die Halter zu verteufeln, die ihre „Nutztiere“ nicht in Massentierhaltung und ohne Auslauf, oft sogar ohne Tageslicht, ausbeuten, sondern ihnen Weidemöglichkeiten mit viel Freiheit geben, ist irgendwie auch schon wieder grenzwertig. Egal, was ihre Gründe im einzelnen sind… ob Gleichgültigkeit, Ignoranz, Geldnot, Grundsatz (teilweise aus Verpflichtung gegenüber ihrer Bio-Ausrichtung (!) : Bitte nicht verteufeln, sondern auf sie zugehen! Nur der DIalog hilft! Wenn die Halter grundsätzlich Pro-Natur sind, werden sie auch gesprächsbereit sein, wenn es darum geht, mit dem rückkehrenden Wolf zu leben! Spekulationen in Richtung „Anfüttern“, „Entsorgen“ und dergleichen sorgen nur für mehr Unmut und wirken leider eher eskalierend ;-(

  12. Ich frage mich warum Politiker nicht denken. Wenn Ihnen angetragen wird es wurde ein Kalb/Rind sonstwas von Wölfen gerissen dann ist der Wolf auch Schuld, Basta. Schnell wird dann der Abschuss ganzer Rudel angeordnet. Warum wird nicht mal nachgefragt oder sogar nachgeforscht wie es dazu kommen konnte? Einigen Landwirten geht es einfach zu gut. Es kommt nicht darauf an ob mal ein Tier gerissen wird oder nciht, sonst würden sie ihre Tiere ja schützen. Wenn es dann passiert ist kann man ja laut schreien der böse Wolf war es und braucht nur abzuwarten bis dieser geschossen ist und selber nicht aktiv werden.
    Wie war es den früher als die Menschen noch auf jedes einzelne Stück Vieh angewiesen waren? Da haben sie für den Schutz ihrer Tiere gesorgt auch ohne finazielle Unterstützung des Staates weil es die einfach nicht gab.
    Heute gibt es diese Unterstützung und trotzdem unternimmt kaum ein Landwirt etwas um seine Tiere zu schützen. Ganz im Gegenteil die Tiere werden im Schlammgebiet stehen gelassen bis sie Hufkrankheiten haben aber das stört doch diese Leute nicht, bis zur Schlachtung werden sie schon durchhalten.
    Ich habe selber alte Pferde, die wirtschaftlich gesehen nur den Schlachtpreis wert sind. Dazu wohne ich noch in wolfsfreiem Gebiet in der Eifel. ICH habe aber den Zaun wildschwein- und wolfsicher errichtet und zwar auf meine Kosten ohne Unterstützung vom Staat. Ich liebe meine Tiere und möchte sie schützen deshalb sind sie es mir auch Wert.

  13. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft , Küsten- und Naturschutz (NLWKN) führt eine „Übersicht über gemeldete Nutztierrisse in Niedersachsen, bei denen der Wolf als Verursacher geprüft worden ist“. Die Übersicht wird täglich auf dem Laufenden gehalten. Ich würde mir wünschen, dass – wie es anfangs mal war – in dieser Liste auch vermerkt würde, wenn keine wolfssicheren Umzäunungen vorhanden waren.

  14. Ehrlich gesagt verstehe ich die ganze Aufregung nicht. Ein wolf hat ein ‚Nutztier‘ gerissen. Die Bezeichnung Nutztier verdeutlicht bereits, welchen Stellenwert es dort hat, den nämlich zu nutzen. Konkret bedeutet dies, dass ein Tier vollkommen entrechtet wird um im Verlaufe seines Lebens unwürdigsten Bedingungen ausgesetzt zu werden, die schlussendlich in endlos langen barbarischen Tiertransporten gipfeln sowie der anschließenden nicht weniger barbarischen Ermordung. Ergenis: Nutztier ist tot.
    Wolf reißt Tier, Ergebnis: Nutztier ist tot. Mit dem Unterschied, dass der Nutztierausbeutr ab diesem Zeitpunkt jeglichen Aufwand wie Futter, Mastmittel, Medikamente und Tierarzt sowie Tiertransport spart und nur über den entgangenen Gewinn jammert. WAS FÜR EINE HEUCHELEI !

    1. Ich stimme der Aussage von Binie voll zu. Zu Erwähnen wäre ja noch, das Nutz Tier oder Hobby Tier Halter bei einem Riss, verursacht durch einen Wolf, Schaden Ersatz bekommt. Zu verstehen ist das ganze Geschrei so wie so nicht, es sei denn, man verfolgt in Medien gemachte Aussage von Jägern oder der Jägerschaft. Der Wolf war noch gar nicht angekommen, da wurden bereits in Tages Zeitungen nur negative Dinge über das besonders streng geschützte Tier verbreitet und damit Vorurteile in die Welt gesetzt und vielen Menschen Angst gemacht. Seitens der Grünröcke, konnte man zwischen den Zeilen lesen, wurde das Auge auf den Fokus gerichtet, den Wolf ins Jagd Recht zu bekommen. Nun wird ja fleißig weiter daran gearbeitet, denn wenn man permanent die Trommel schlägt und viele Menschen sich davon einlullen lassen, dann ist der Zeitpunkt gekommen. Hinzu kommt, Nutz Tier Halter sind oftmals selbst oder kennen Jäger, Jäger kennen Tier Halter und Tier Halter kennen Jäger , die in Kommunen oder der Landesregierung tätig sind. Muss man betonen, dass es, wie in vielen anderen Bereichen, zu Verflechtungen kommt?(Meine Meinung und Erfahrung) Nur, dass hier hilflose Mitgeschöpfe ihr Leben lassen müssen nur, weil Menschen lügen, betrügen und intrigieren? Nein, dagegen wehren wir uns vehement!

        1. Ist mir bekannt. Trotz allem besteht die Forderung der Jägerschaft und bringt diese insofern weiter in der Sicht der Bevölkerung, weil sie ihre Forderung durch gesetzt haben. Es ist immerhin ein erster Schritt, den wir nicht unterschätzten sollten!

  15. So wie es dort beschrieben ist, ist es vollkommen richtig. Man sollte erst seine Pflichten richtig machen bevor man seine Mund aufmacht und den Wolf alles zuschreibt. Der Wolf wird zum Monster gemacht. Dabei ist der Mensch das schlimmste Raubtier.

  16. Wir müssen aufpassen , dass der Wolf nicht „to go“ für den Jäger und andere Wolfshasser wird . Ganz schlimm „steuern“ CDU – und FDP- Politiker mit der wirtschaftlichen Lobby gegen fast alle Bereiche des Tierschutzes . der Wolf hat es ihnen besonders angetan . Ungeschützte Nutztiere – eine öffentliche Provokation, deren Folgen eingeplant sind . Es können nicht alle so dumm und unwissend sein….

  17. Matthias hat sich ja bereits ähnlich geäußert. Leider haben uns Märchen vom Wolf der Großmutter und Rotkäppchen verschlingt per Märchentradition vom bösen Wolf vorgeprägt. Dazu kommtt der Stellenwert den Tiere in unserer Gesellschaft haben. Auch der Kanarienvogel, der Kuschelhase, der Hund und die Katze dienen in den meisten Fällen weniger der Tierliebe, die sich die ‚Besitzer‘ als Mäntelchen anziehen, sondern der Befriedigung eigener Interessen, was dasselbe wie Nutzen bedeutet. Machtverlängerung, Kuscheltier, ncht alleine sein können, Prestigefaktor…
    Wie sehr es um die wirkliche Tierliebe bstellt ist sieht man an den Kühltheken bei Aldi& Co, wo dieselben tierlieben Menschen nicht einen einzigen Gedanken an die Herkunft des Billigfleisches verschwenden, von der wenig tierlieben Differenzierung Esstier Streicheltier ganz abgesehen, oder wenn man im Winter die tierlieben Hundehalter mit ihren Pelzmäntelchen spazieren gehen sieht. By the wy sei mir eine kleine Anmerkung erlabt: Auch wenn keine Haare (mehr) dran sind, auch Leder ist Pelz und das Tier gibt ihn weder freiwillig ab, noch ‚wurde es ja sowieso fürs Essen geschlachtet‘.
    Letzte Anmerkung: Die meisten Tierhalter beezeichnen sich als Besitzer. ‚MEIN Hund‘, ‚MEINE Katze‘, ‚MEIN Pferd‘, ‚MEIN Papagei‘, ‚MEINE Fische‘ etc. …
    Falsch! NIEMAND kann ein Tier als Eigentum besitzen und bezeichnen!
    Aber darüber zu reflektieren überlasse ich nun den werten Lesern selbst!

    1. Ich stimme Bieni zu, aber schauen wir doch einmal in die deutschen Familien. Vater arbeitet,Mutter arbeitet. Viele Kinder haben einen Haus Schlüssel und kommen nach der Schule ins leere Haus. Machen den Kühlschrank auf und essen, was sie finden. Die Eltern kommen von der Arbeit, sind gestresst, weil es auch zu Hause noch etwas zu tun gibt – und die Kinder ? Für die hat Niemand Zeit, die sind sich erneut selbst überlassen. Gemeinsam Essen? Das kennen viele Familien kaum noch und wenn, werden nach dem stressigen Einkauf schnell ein Fertig Gericht oder Nudeln aufgetischt. Keine Zeit für die Familie! In solch einer umtriebigen Gesellschaft, nimmt sich kaum Jemand die Zeit um zu lesen, welche Inhaltsstoffe in der Nahrung sind, geschweige denn, wo das Fleisch her kommt usw. Die Schnelllebigkeit bezahlen wir damit, dass es ein Familien Leben kaum noch gibt und wir uns schon gar nicht mit irgend welchen Tier Haltungen, Tier Transporten oder gar mit den Qualen beschäftigen, die unsere Nutz Tiere in Schlacht Häusern erdulden müssen. Es ist Gleichgültigkeit und eine Art Ignoranz, die sowohl von Lebensmittel Herstellern, als auch von unseren Politikern ausgenutzt wird. In Sachen Wolfstötungen müsste ganz Deutschland auf der Straße sein , um den Politikern zu zeigen, dass sie so etwas mit den Wählern nicht machen können. Eine Schande für unser Land, wie leichtfertig und verantwortungslos mit dem Spezies Wolf umgegangen wird und gleichzeitig ein Armutszeugnis, dass Landesregierungen nicht in der Lage sind eine Atmosphäre zu schaffen, dass Menschen und Wolf friedlich nebeneinander leben können/dürfen – so, wie es in anderen Ländern längst Alltag ist.

  18. Hallo Johanna und auch alle, die Anderen, die in den bisherigen Kommentaren diverse Fakten und Probleme auf den Tisch gebracht haben, die in der Bevölkerung leider auch vorherrschen und größtenteils nicht berücksichtigt werden. Es geht nicht darum, irgend jemanden ohne Grund zu verteufeln, sei es ein Politiker, Jäger, Herdenhalter oder welche Personen auch immer sondern darum, mit welcher Arroganz manche Personen ein Tier, in diesem Fall den Wolf, verunglimpfen, obwohl er auch ein Recht auf Leben hat, wie die anderen Tiere und wir Menschen auch! Hätten wir Elefanten, Bären oder Tiger im Land, (wie in anderen Ländern auch) müßten wir auch versuchen, mit diesen Tieren klar zu kommen. Ich kann z.B. meinen Nachbarn auch nicht einfach um die Ecke bringen, auch wenn dieser das größte A….. und Taugenichts auf dieser Welt ist und ich mit seinem Gesicht bereits einen Feuermelder – Knopf zum Einschlagen vor mir sehe. Ich muß ihn einfach solange ertragen, bis der Zeitpunkt der biologischen Zersetzung über ihn kommt oder ich muß wegziehen oder ihn akzeptieren!
    Es wäre aber langsam an der Zeit, daß diverse Politiker, Landes-oder Kreisfürsten oder sonstige Personen begreifen würden, daß man dieses „angebliche Problem“ mit dem Wolf nur gemeinsam bewältige kann und jeder der Beteiligten etwas dazu beitragen sollte, um möglichst allen gerecht zu werden, anstatt nur noch Öl in`s Feuer zu gießen! Dazu gehören aber auch Journalisten, die sich einseitig, ohne richtig zu recherchieren, als Handlanger betätigen!
    Vielleicht wäre ja auch der Gedanke einmal wert, darüber nachzudenken, wie viele Menschen jährlich durch ihre eigenen Jägerkollegen oder durch Wildschweine verletzt oder zu Tode kommen, wie viele Menschen durch angeblich ganz liebe Hunde verletzt oder getötet werden? Wie viele Menschen jährlich durch dilettantische Ärzte oder falsche Medikamentenverschreibung schwerbehindert oder getötet werden usw.???
    Beim Wolf liegen wir in den letzten 150 Jahren nicht einmal im Promillebereich!
    Wünsche allen Lesern und Tierfreunden einen schönen Sonntag!

    1. Lieber Herr Stengele, herzlichen Dank für Ihre von Herz und Wissen geprägten Kommentare, auch auch herzlichen Dank für die anderen Kommentierenden. Wir wünschen ebenso ein schönes Wochenende und einen besinnlichen Advendssonntag. LG Brigitte vom Wolfsschutz-Team.

    2. Hallo Otto, natürlich sehe ich das Problem genau so. Presse und sonstige Medien tragen mit ihren Beiträgen sehr viel dazu bei, Ängste unter der Bevölkerung zu schüren und somit den Wolf in einem negativen Licht erscheinen zu lassen. Es gibt leider immer Menschen, die sich solchen Gegebenheiten bedenkenlos anschließen ohne auch nur die Sache einmal zu hinterfragen. Allerdings hat man die Möglichkeit gegen Journalisten an zu gehen, wenn diese einseitig recherchieren. Ein guter Journalist recherchiert nach beiden Seiten und das ist leider nicht immer der Fall, denn Journalisten sind auch „Kopf Zeilen Jäger“ und je mehr Schlag Zeilen einer bringt, um so höher klettert er auf der Leiter. Das ist ja Allen bekannt. Verhält sich ein Journalist unfair und berichtet einseitig, hat man die Möglichkeit, sich beim Presse Rat zu beschweren.Dieser geht der Beschwerde nach und hat mehrere Möglichkeiten, z.B. den Beschuldigten schriftlich zu verwarnen .

  19. Ignoranz und Blödheit der verantwortlichen Vertreter der Exekutive sowie der Nutztierhalter werden auf den Wollf abgewälzt. Sehr bequem aber ebenso erbärmlich.
    Die Verantwortlichen verwechseln Ursache und Wirkung . Wirklich sehr, sehr schade, dass Dummheit nicht wehtut. Aber möglicherweise haben wir es ja auch mit einer unheilvollen Personalunion z. T. oben Genannter und mordgeiler Psychopathen (Jagdpächter) zu tun? Wäre dies so, würde mich der ein oder andere hiermit zusammenhängende Jagdunfall sehr freuen – und dies nicht nur klammheimlich, sondern ganz und gar aufrichtig! Hauptsache, der Betreffende kann seine Waffe nicht mehr gegen Mitgeschöpfe richten.

  20. Und trotzdem ist es ein Gesamtbild, wie unsere Gesellschafft, jeder Einzelne, die Mehrheit dieser Einzelnen, zu Tieren steht und mit ihnen umgeht. Genau da sind wir bei Nutztier – Kuscheltier, Prestigefaktor, Machtverlängerung, Ersatz nicht vorhandener eigener Stärke, Belustigung, Essen, Befriedigung vieler vieler Bedürfnisse, für die das Tier herhalten muss während dessen eigene Bedürfnisse oft auf der Strecke bleiben wenn nicht gar, wie im Falle von Massentierhaltung übelste Folter und Tod der Lohn sind. An dieser Stelle kann jeder Einzelne seinen Beitrag leisten. Veränderung geschieht maßgeblich durch Veränderung des kollektiven Bewußstseins! Und wenn wir Teil davon ist, haben wir an dieser Stelle Einfluss. Solange wir aber nur Teile davon ablehnen andere Teile aber uns bequem sind und von uns weiterhin genutzt werden, sind wir aus reinem Egoismus Teil eines kollektiven Bewußtseins, dessen Preis die Tiere bezahlen oder im Falle von Umwelt, unser Planet. Ich kann nicht auf der einen Seite Pelz ablehnen auf der anderen Seite aber Fleisch essen und glauben, ich leiste einen positiven Beitrag zum kollektiven Bewußtsein im Sinne der Tiere. Ich kann nicht in der Gaststätte in guter Runde von Tierschützern über die Verbesserung der Haltungsbedingungen für Legehennen diskutieren während sich die Runde über Sauerbraten und Jägerschnitzel den Bauch vollschlägt im Glauben, ich verbessere gerade die Welt, NEIN das Gegenteil ist der Fall. Erstens könnte man solche Diskussionen inhaltlich zwar für notwendig halten, jedoch sind sie zum einen darauf ausgerichtet, an der Ausbeutung von Tieren festzuhalten und zum anderen von der Effizienz bei Null und zweitens wird genau das, was mit Nulleffizienz diskutiert wird als Lebensform weitercelebriert.
    Die Ausbeutung und Ausnutzung von Tieren, der Mißbrauch hat sich sehr tief in unserer Gesellschaft verwurzelt, bis hin zur Sprache: Du Affe, Du Schwein, Dumme Kuh, alter Esel etc., klingt vordergründig harmlos, soll hier auch nicht hoch gehängt werden, zeigt aber wie wir uns über die Tiere stellen und wie respektlos wir mit ihnen umgehen nach außen, aber auch in unserem Inneren. Auch der Wolf im Märchen wird verteufelt mit Folge von Verunsicherung, Abwehr und Angst, die wir bei vielen Menschen sehen. An dieser Stelle müssen wir den Besen in die Hand nehmen, JEDER EINZELNE, dann kann man hoffen, dass sich irgendwann etwas ändert und je mehr dies machen, diese Konsequenz in sich aufbringen, ihren Egoismus hintenan stellen umso schneller wird es gehen…

  21. Der Pressefuzzi steht in der Mittagspause auch an der Dönerbude oder Currywurststand.
    Empathie, Mitgefühl, echte Anerkennung der Thematik, Objektivität, kann man da nicht erwarten.

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