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Das muss aufhören: Durch die Jagd im März werden ganze Fuchsfamilien ausgelöscht. Fuchswelpen sterben qualvoll.

Nachwuchs am Fuchsbau: Tier- und Naturschutzorganisationen fordern Ende der erbarmungslosen Jagd auf Jungfüchse und ihre Eltern. Am Ende des Beitrages ist eine Petition für NRW verlinkt. Bitte unterschreiben und großflächig teilen. 

In den nächsten Wochen stellt sich bei Familie Fuchs Nachwuchs ein: In den Monaten März bis Mai bringen Füchsinnen ihre Welpen zur Welt. Nachstellungen durch Jäger sorgen jedoch oft dafür, dass das Familienidyll nicht lange währt. Das Aktionsbündnis Fuchs, eine Initiative von mehr als 50 deutschen Tier- und Naturschutzorganisationen, setzt für das Ende der ebenso grausamen wie sinnlosen Fuchsjagd ein.

März 2018 – Der Anblick spielender Jungfüchse gehört zu den schönsten Bildern, die unsere heimische Tierwelt zu bieten hat. Die wenigsten Menschen wissen jedoch, dass viele Fuchswelpen bereits am elterlichen Bau von Jägern erschossen oder in Fanginstrumenten wie der sogenannten „Eberswalder Jungfuchsfalle“ gefangen und dann getötet werden. Fuchswelpen haben in den meisten Bundesländern keine Schonzeit!

Qualvoller Tod von Fuchswelpen nach dem Tod der Fuchseltern

Elterntieren, die für die Jungenaufzucht notwendig sind, gesteht das Bundesjagdgesetz nach §22 Abs. 4 (Elterntierschutz) eine Jagdruhe zu. Nicht selten umgehen Jäger diesen Schutz, indem sie versuchen, zuerst die Fuchswelpen und dann deren Eltern töten. Reguläre Schonzeiten zumindest für erwachsene Füchse gibt es nur in etwa der Hälfte der Bundesländer. Meist enden die bereits Ende Juni oder Juli. Wo keine Schonzeitregelungen existieren, ist es weitgehend dem Ermessen des Jägers überlassen, wann er die Flinte wieder auf Füchse anlegt. In der Regel wird den Bestimmungen zum Elterntierschutz zum Trotz bereits im Juni wieder das Feuer eröffnet. Forschungsergebnisse sowie Altersbestimmungen in Wildtierauffangstationen zeigen jedoch, dass manche Welpen erst im April oder Mai geboren werden. Da Fuchswelpen erst in einem Alter von etwa fünf Monaten auf sich allein gestellt überleben können, sterben viele Jungfüchse nach dem gewaltsamen Tod ihrer Eltern qualvoll.

Fuchsjagd während der Paarungszeit: Ursache für Leid und Tod neugeborener Welpen

Hinzu kommt, dass gerade in der winterlichen Paarungszeit besonders intensiv Jagd auf Füchse gemacht wird. Dadurch werden nicht nur zahlreiche bereits schwangere Füchsinnen getötet, sondern es wird vielen Welpen bereits vor der Geburt der Vater genommen: Jeder Fuchsrüde, der nach der Paarung getötet wird, steht später nicht mehr für die Versorgung seiner Familie zur Verfügung. Fuchsväter leisten jedoch insbesondere durch die Versorgung von Fähe und Welpen mit Nahrung einen wichtigen Beitrag zur Jungenaufzucht. Studien zeigen, dass die Welpen „alleinerziehender“ Fähen deutlich geringere Überlebenschancen haben und eine schlechtere körperliche Verfassung aufweisen als Jungfüchse, an deren Aufzucht sowohl Vater als auch Mutter beteiligt sind.

Aktionsbündnis Fuchs fordert Ende der Fuchsjagd

All dies zeigt unmissverständlich auf, wie willkürlich und erbarmungslos Füchsen hierzulande nachgestellt wird, und wie dabei selbst grundlegende biologische Fakten ignoriert werden. Wolfsschutz Deutschland macht sich daher gemeinsam mit bundesweit mehr als 50 weiteren Natur- und Tierschutzorganisationen im „Aktionsbündnis Fuchs“ dafür stark, die sinnlose Bejagung des Fuchses einzustellen. „Es ist nicht zu tolerieren, dass Füchse in den meisten Bundesländern ohne reguläre Schonzeit verfolgt werden und nicht einmal ihren Nachwuchs unbehelligt von Flinten und Fallen aufziehen können“, erläutert Lovis Kauertz, einer der Initiatoren des Bündnisses. „Dabei gibt es keinen vernünftigen Grund für die erbarmungslose Hatz auf Meister Reineke“.

Sinnlose Fuchsjagd

Viele Jäger sehen in Füchsen Beutekonkurrenten oder behaupten, man müsse sie „regulieren“, etwa, um der Ausbreitung von Krankheiten Einhalt zu gebieten. Wissenschaftliche Studien zeigen jedoch, dass eine „Regulierung“ des Fuchsbestands mit jagdlichen Mitteln gar nicht möglich ist, weil Verluste durch Zuwanderung und steigende Geburtenraten kompensiert werden. Zudem begünstigt Bejagung die Ausbreitung von Krankheiten tatsächlich sogar, anstatt sie einzudämmen. Von einer wie auch immer gearteten Notwendigkeit, Füchse zu bejagen, kann also keine Rede sein.

 

Eine ausführliche Darstellung des Themas sowie wissenschaftliche Nachweise finden Sie in den Erläuterungen und Quellenangaben des Aktionsbündnisses Fuchs.

Kontakt:http://www.aktionsbuendnis-fuchs.de

Die Petition gegen die Fuchsjagd in NRW benötigt dringend Unterstützer: https://www.openpetition.de/petition/online/gegen-wiedereinfuehrung-der-bau-fallenjagd-fuer-die-schonung-von-fuechsen-bedrohten-arten-in-nrw

 

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16 Gedanken zu „Das muss aufhören: Durch die Jagd im März werden ganze Fuchsfamilien ausgelöscht. Fuchswelpen sterben qualvoll.

  1. Man sollte sich nichts vormachen. Wir haben es mit Kriminellen zu tun, die mit größtmöglicher Härte bestraft werden müssten (Gefängnis). Das Problem: die Kriminellen sitzen auch in den Behörden und der Politik. Ziel ist: Profit und Ausrottung. In diesem Geist waren hier zuletzt die Nazis unterwegs.

  2. Kümmert Euch bitte um die Verbesserung der Lebensräume!
    Biotopvernetzung damit es wieder Unkraut / Blühstreifwn gibt, die den Insekten einen Lebensraum geben und den Bodenbrüter helfen. Nachtigall usw.

  3. Die Fuchs „Jagd“ ist unvorstellbar grausam und hat in einem zivilisierten Land nichts zu suchen. Das kleine Land Luxemburg macht es Deutschland vor, denn dort ist seit Jahren die Fuchs Jagd generell verboten und die Natur hat alles auf wunderbare Weise geregelt, denn es gibt keine Überpopulationen, so wie die Grünröcke es stets behaupten. (Jägerlatein!) Das ist ein Grund für Luxemburg das Jagd Verbot zu verlängern. Die Deutsche Regierung zeigt sich auch hier verantwortungslos, derart Lobby hörig, und ignoriert das unsägliche Tier Leid. Meiner Meinung nach, sollte endlich das „C“ vor einigen Partei Namen gestrichen werden, denn die Bedeutung dieses Buchstabens vermisst man gänzlich. Ich zitiere Detlef Arndt:“ Jagd Fieber, diese Lust, Tiere zu zerfetzen, kann heute nur noch als Krankheit begriffen werden. Moralisch gesehen, kommt die Jagd auf Wild Tiere einem Lust Mord gleich, bei dem die Täter feige und hinterhältig ihren Opfern auf lauern. Ökologisch betrachtet, stellt sie eine massive Faunen Verfälschung dar, da Jäger meist nur Wild Tiere für den Abschuss einseitig hegen, sprich züchten, hingegen andere Tier Arten wie Beute Greifer, als ihre Beute Konkurrenten blutigst verfolgen“. Ich fordere unsere Regierung auf, endlich dieses Blut Vergießen durch massenhafte Fuchs Tötungen zu verbieten. Kein zivilisierten Mensch kann diese Massen Morde an Füchsen verantworten.

  4. Ich fordere die Beendigung jeglicher Jagd! Sie hat bis jetzt nur zum Ungleichgewicht in der Natur geführt. Und nicht zuletzt ist sie ein Übel von Lobbyisten und schießwütigen Idioten. Waffen einsammeln und gut ist.

  5. Wir die Deutschen, stellen uns immer als so sozial, so zivilisiert und so Menschen freundlich dar. Beim Tierschutz fallen wir zurück in die Steinzeit. Hunde und Katzen lieben die meisten von uns, bzw halten wir als Haustiere! Dabei sind Katzen die schlimmsten Feinde der Vögel! Ich habe selbst drei Katzen! Ich habe aber dafür gesorgt, dass die keinem Vogel ect etwas tun können. Ein Fuchs tötet um zu leben- die Katze zum Spaß!! Unsere Wildtiere wurden schon so weit zurückgedrängt! Der Wolf schon einmal ausgerottet. Die Fuchsjagd gehört absolut verboten! Überlassen wir unseren Wildtieren den Wald! Jagen ist kein Sport, es ist eine abartige Angewohnheit, arme Tiere mit Fallen zu quälen und zu ermorden! Oder mit Zielfernrohren auf diese arme Waldbewohner zu schießen! 50000 Füchse wurden letztes Jahr in NRW getötet! Hier wird vor unseren Augen ein Holocaust an Tieren betrieben!! Einzelne gewählte Volksvertreter dürfen nicht weiter über das Leben unserer Wildtiere entscheiden. Wir brauchen Volksabstimmungen insbesondere für unsere Wildtiere! Würden wir unseren Wildtieren eine Chance geben und in 10 Jahren mal nachsehen, wären die Wälder in einem guten Zustand! Am besten gedeiht die Natur in Gegenden die weit ab vom Menschen sind. Diese Gegenden werden dann als die letzten Paradiese auf Erden bezeichnet! Menschen müssen sich organisieren und diese Jäger abhalten!!

  6. Die Begründungen der Jäger- und Freizeitlobby zur Jagt/Fuchsjagt ist doch überholt!
    Der Fuchsbandwurm gilt hier als ausgerottet, oder ist ein echtes Fuchsfell dieses Gemetzel wert?
    Schließlich gibt es doch auch jagende Frauen, so genannte Flintenweiber?
    Jäger und Heger, ihr dürft doch jetzt Schweine schießen, obwohl die Schweinepest hier nicht grassiert.
    Die Massentierhaltung macht alles Unmögliche möglich und verdirbt dazu noch den Charakter.
    Schämt EUCH!

  7. Ich fordere die Beendigung jeglicher Jagt. Die Tiere sind Teil der Natur und sollen auch bleiben. JAGT IST MORD UND JÄGER SIND HOBY MÖRDER. STOPP STOPP STOPP

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