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Wolfsschutz Deutschland protestiert gegen die Jagd auf Fuchswelpen

Neißeaue, 17. April 2018  – Derzeit sind viele Wildtiere damit beschäftigt, ihren Nachwuchs aufzuziehen – darunter auch der Rotfuchs. Fuchs und Füchsin beteiligen sich beide daran; das Spiel der Fuchskinder vor dem Bau ist für Naturfreunde ein wunderschöner Anblick. Doch die Idylle wird allzu oft mit Flinte und Fallen auf grausame Weise zerstört: Jungfüchse werden in Deutschland ganzjährig bejagt. Das Aktionsbündnis Fuchs, ein Zusammenschluss von mehr als 60 deutscher Tier- und Naturschutzorganisationen, dem auch Wolfsschutz Deutschland angehört, fordert ein Verbot der sinnlosen Jagd auf Füchse.

In etwa der Hälfte der deutschen Bundesländer haben Füchse keine festgelegte Schonzeit. Nur Elterntiere, die für die Aufzucht der Jungen erforderlich sind, werden durch §22 Abs. 4 des Bundesjagdgesetzes vor Nachstellungen geschützt. Der von den Jagdbehörden festgelegte Zeitraum richtet sich dabei jedoch nicht nach den tatsächlichen Aufzuchtzeiten – viele Weidmänner schießen daher schon im Juni, spätestens jedoch Anfang Juli wieder auf Füchse, obwohl die meisten Welpen zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht selbständig sind. Die jungen Füchse kommen dann oft qualvoll ums Leben.

Fuchswelpen werden in 12 von 16 Bundesländern ganzjährig getötet

Aber selbst dort, wo Füchse geregelte Schonzeiten haben, sind diese meist sehr kurz – und Fuchskinder sind in aller Regel ganz davon ausgenommen. In 12 von 16 Bundesländern dürfen Fuchswelpen das ganze Jahr über von Jägern getötet werden*!

Und davon wird reger Gebraucht gemacht: Viele Fuchswelpen werden bereits beim Spiel am elterlichen Bau mit Schrot erschossen; spezielle Drahtgitterfallen wie die „Eberswalder Jungfuchsfalle“ werden direkt am Bauausgang montiert, um die Welpen beim Verlassen des Baus einzufangen und sie anschließend zu erschießen oder zu erschlagen.

Kein „vernünftiger Grund“ für die Fuchsjagd

Die Jagdverbände behaupten, derartige Tötungsaktionen seien notwendig, um die Fuchspopulation zu „regulieren“. Wie wissenschaftliche Studien sowie Erfahrungen aus fuchsjagdfreien Gebieten zeigen, ist das vollkommener Unfug: Die Geburtenrate bei Füchsen regelt sich ohne menschliches Zutun durch soziale Mechanismen und Nahrungsangebot; wo die Fuchsjagd eingestellt wurde, nahm die Anzahl der Füchse nicht zu, sondern bliebt konstant.

Deutsche Tier- und Naturschützer fordern Ende der Fuchsjagd

Wolfsschutz Deutschland fordert daher im „Aktionsbündnis Fuchs“ gemeinsam mit bundesweit rund 60 weiteren deutschen Tier- und Naturschutzorganisationen, das grausame Fangen und Töten von Fuchswelpen sofort einzustellen. „Für die Jagd auf den Fuchs gibt es keinen vernünftigen Grund“, erläutert Dag Frommhold, einer der Initiatoren des Bündnisses. „Umso absurder ist es, dass gerade Fuchskinder in fast ganz Deutschland ganzjährig vollkommen legal getötet werden dürfen. Es wird höchste Zeit, dass die Politik sich nicht länger einseitig den Interessen der Jagdlobby beugt.“

*) Schonzeiten für Jungfüchse – wenn auch kurze – gibt es in Baden-Württemberg, Hessen, Berlin und dem Saarland

 Eine ausführliche Darstellung des Themas sowie wissenschaftliche Nachweise finden Sie in den Erläuterungen und Quellenangaben des Aktionsbündnisses Fuchs.

 

Kontakt:

http://www.aktionsbuendnis-fuchs.de

 

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12 Gedanken zu „Wolfsschutz Deutschland protestiert gegen die Jagd auf Fuchswelpen

  1. Schafft endlich die Hobbyjäger und Hobbyjagden ab. Wofür braucht Deutschland 400 000 Jäger? Das hat ja wohl nichts mehr mit Hegen und Pflegen zu tun

  2. Schützt endlich ganzjährig unsere Füchse, vor diesen Tiermördern, sie handeln gegen das Tierschutzgesetz. Grundlos ein Tier quälen, oder töten

  3. Wünsch mir ein Deutschland mit Wölfen und Füchsen aber ohne Jäger. Diese Psychopathen sollen sich von mir aus gegenseitig abschießen. Das wäre Naturschutz in der schönsten Form.

  4. 1. Ich möchte euch bitten die Petitionen etwas zu ändern. Denn unsere Tiere sterben, es ist zwingend notwendig sich an eine große Organisation zu wenden. Greenpeace ist eine riesige Organisation, die in jedem Bundesland, einen Wildtierbeauftragten hat.
    2. Bitte fügt bei den Petitionen, noch eine Forderung an Greenpeace hinzu. Greenpeace wurde so groß, durch ihre Enterungen von Walfängern.
    3. Greenpeace hat das Geld und die Leute um eine richtige Jagdsabotage zu betreiben. Diese würde dann in den Medien erscheinen.
    4. Nicht jeder kennt Change, aber mit so einer Aktion, wie sie nur im großen Stil Greenpeace arrangieren kann, würden viele Menschen davon erfahren.
    5. Greenpeace würde natürlich damit rechnen, neue Mitglieder zu bekommen, dies müssen wir uns zu eigen machen.
    6. Eine richtige Jagdsabotage, funktioniert leider nicht nur wie ein Spaziergang. Es laufen schweigend und filmend Leute hinterher. Es sind im Wald Leute die Lärm veranstalten, damit sich die Tiere verstecken. Wenn die Menschen dann noch die Bilder, von getöteten Tieren sehen, bekommen unsere Wildtiere eine größere Lobby. Denn wer hat das Geld 3 Minuten zur besten Sendezeit, aus purer Lust getötete Tiere und deren Leid zu zeigen?!
    7. Die Sendung von Stern TV hat uns gezeigt, die Dame von Lupus konnte nicht contern. Greenpeace hat sehr wohl Pressesprecher, die den Bürgermeister gekonnt widersprochen hätten.
    8. In den 80ern und 90ern, wurden die Hochsitze angesägt. Wurde ein Hund bei einer Auseinandersetzung mit einem Jäger erschossen. Seit Bruno dem Bären, der noch von Herrn Schnappauf CSU, als auffällig erklärt wurde, dann erschossen wurde, ist eindeutig, wir brauchen große Organisationen. Denn ein einziger Bär, war für Bayern eine Katastrophe?!
    9. Mehr wie Nein sagen kann auch Greenpeace nicht. Aber wir sind es doch gewohnt, Niederlagen hinzunehmen, einen Versuch muss es uns wert sein.
    9. Vor Greenpeace zittern alle, denn wenn die in eine Talkshow gehen, sehen die Gegner meist alt aus. Auch hat Greenpeace eine große Sympathisanten Anhängerschaft, wir brauchen ein Gleichgewicht, gegen den Bauernverband und die Hobbyjäger. Denn diese Hobbyjäger haben einen Boom erlebt, die letzten Jahre.
    10. 280000 Stimmen konnten CHICO nicht retten! Er wurde getötet. Deswegen bitte ich euch inständig, gebt die Petition als Forderung an Greenpeace. Leider bin ich noch gesperrt! Bitte lasst es mich wissen, wenn ihr die Petition weitergeben habt. Damit ich nachhaken kann. Denn wir müssen Gehör finden, sonst hatten wir mal Wölfe und Luchse. Denn was leider außer Acht gelassen wird ist die Wilderei. Diese richtet große Schäden an.

  5. Frechheit des Tages bei Google
    Mysteriöse Kreatur zerfleischt zwei Hunde!!
    Jetzt spinnen se total- die WERWÖLFE sind los!! Bitte schaut euch das an unglaublich

  6. Der Umgang mit Füchsen und die Fuchs Jagd ist so etwas unfassbares an Grausamkeit, dass man sich immer wieder fragt, warum in Deutschland dieses Barbarentum nicht endlich verboten wird. Wie abgestumpft und mitleidslos muss ein Mensch sein, der in der Lage ist, die niedlichen, kleinen Füchslein ein zu fangen, zu töten oder in einer Schlief Anlage zu missbrauchen. Wer einmal das Glück hatte, kleinen Füchslein beim Spielen zuzusehen, wie schön diese Tierchen sind und wie süß sie mit einander umgehen, dem geht das Herz auf. Das ist pure Natur und dann kommen die Grünröcke, die alles zunichte machen, in dem sie das Leben dieser kleinen in Minuten, ohne mit der Wimper zu zucken, auslöschen. Unfassbar! Ich fordere endlich ein Ende dieser grausamen und verantwortungslosen Fuchsjagd. Der Kanton Genf und das Land Luxemburg zeigen uns seit Jahren, wie wunderbar die Natur ohne Jäger funktioniert. Deutsche Jäger dürfen auch weiterhin Tiere quälen und schinden, weil unsere Regierungsparteien ein „C“ vor ihrem Partei Namen haben. (Was ursprünglich einmal „christlich“ bedeuten sollte, jedoch im Laufe der Jahrzehnte seine Bedeutung auf der ganzen Strecke verloren hat. – Leider – !!

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