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Presseinformation -Wolfsschutz-Deutschland setzt 2000 Euro Belohnung aus für Ergreifung des Täters eines erschossenen Wolfs im Neißegebiet

Wolfsschutz-Deutschland setzt 2000 Euro Belohnung aus für Ergreifung des Täters eines erschossenen Wolfs im Neißegebiet
Der erschossene Wolf, der in der Neißeaue von einer polnischen Wolfsforscherin gefunden und an einer Leine aus dem Fluss gezogen wurde.

7. Mai 2018/ Pressemitteilung

Neißeaue – Der Verein Wolfsschutz-Deutschland e.V. i.G. hat zusammen mit einem Fördermitglied und Dolnoslaskie Towarzystwo Ochrony Wilkow eine Belohnung in Höhe von 2000 Euro für die Ergreifung des Täters ausgesetzt, der den auf polnischer Seite aufgefundenen Wolf erschossen hat. Der Wolf ist höchstwahrscheinlich auf deutscher Seite angeschossen worden und konnte sich noch über die Neiße auf polnisches Gebiet schleppen, wo er verstarb. Alexander Januszkiewicz, Zweiter Vorsitzender von Wolfsschutz-Deutschland: „Dieser Mordlust von Wolfsgegnern müssen wir endlich Einhalt gebieten“.

Gefunden wurde der verendete Wolf von Katarzyna Bojarska, einer Wolfsforscherin, die auf polnischer Seite der Lausitz in der Nähe von Ruszow die Wolfsforschung betreibt. Sie hatte am 13. April den Kadaver eines erschossenen Wolfes am Flussrand der Neiße gefunden. Die polnischen und deutschen Kriminalbehörden haben die Fahndung nach dem Täter bzw. der Täterin übernommen.

Wolf hat sich wahrscheinlich auf das polnische Gebiet geschleppt

Katarzyna Bojarska legte dem getöteten Tier eine Leine um den Hals, um es aus der Neiße zu ziehen.
Der Wolf wurde höchstwahrscheinlich Anfang April erschossen, also  in der Osterzeit. Der Fundort war in  Dobrzyn (auf polnischer Seite), das entspricht in etwa auf deutscher Seite der Höhe der Ortschaften Steinbach, Ungunst, Lodenau (Rothenburg OL.). Januszkiewicz: „Der Fundort muss nicht dem Tatort entsprechen.“ Es sei wahrscheinlich, dass der Wolf auf deutschem Gebiet angeschossen, schwer verletzt und sich noch auf das polnische Gebiet geschleppt hat.“

Falls jemand zu diesem Ereignis nähere Hinweise geben kann, z.B. Personen mit Gewehr in Nähe der Neiße beobachtet bzw. einen oder mehrere Schusslaute wahrgenommen hat, sollte er sich die Person bei der Polizei in Görlitz oder Zgorzelec oder bei Alexander Januszkiewicz über unser Kontaktformular auf unserer Webseite www.wolfsschutz-deutschland.de/kontakt melden.
Der Wolf unterliegt internationalen und nationalen Schutzvorschriften, darunter dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen oder der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist er eine streng geschützte Tierart.

Das rechtswidrige Töten eines Wolfes stellt eine Straftat dar, für die das Bundesnaturschutzgesetz eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vorsieht.

Januszkiewicz: „Der Wolf steht im Anhang IV der FFH Richtlinien und ist somit sogar eine besonders streng geschützte Art.“  Laut Bundesnaturschutzgesetz, Paragraph 44 1., sei es verboten, Tiere der besonders geschützten Art zu töten.

Hier die Pressemitteilung als PDF:

PM_Belohnung_zur_Täterergreifung_wegen_des_erschossenen_Wolfs_an_der_Neißeaue

 

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5 Gedanken zu „Presseinformation -Wolfsschutz-Deutschland setzt 2000 Euro Belohnung aus für Ergreifung des Täters eines erschossenen Wolfs im Neißegebiet

  1. Eines muss man sich einfach einmal vor Augen führen nämlich, dass sowohl Förster, als auch Jäger in ihrem Revier sehr genau wissen, was vor sich geht. Man kennt die Gewohnheiten der ansässigen Wölfe im Detail, ob es sich dabei um ihre Ruhe Plätze oder die Stelle ihrer Wurf Höhlen handelt. Man kann in bestimmten Kreisen über solche Dinge sprechen und daraus ergibt sich, dass es für einen Wolfshasser daher gar nicht so schwer ist, ein Tier abzuschießen, in den Koffer Raum zu packen und es andernorts zu entsorgen. Selbst dann, wenn in bestimmten Kreisen über die Tötung gesprochen wird, werden tunlichst alle ihren Mund halten. Verwunderlich ist jedoch, dass bei fast 30 illegalen Tötungen lediglich 3 Täter ermittelt werden konnten. Da liegt bei mir die Vermutung nahe, dass man in Regierungskreisen (und anderen, bestimmten) wahrscheinlich kaum Interesse an den Aufklärungen zeigt und wahrscheinlich auch der notwendige Druck auf die Ermittler und Staatsanwälte fehlt, ob wohl es sich jeweils um Straf Taten handelt! Meiner Meinung nach, ein Armutszeugnis, das Deutschlands Landesregierungen und Gerichtsbarkeiten sich selbst ausstellen.

  2. Gut wenn Polen und Deutschland bei solchen Vorgängen zusammenarbeiten. Ich glaube in Polen geht man auch etwas entspannter mit dem Thema Wolf um , und dort gibt es auch Jäger, Nutztierhalter und Menschen, die was zu verlieren hätten. Und reicher ist dieses Land auch nicht, aber wahrscheinlich erfahrener im Umgang mit Wölfen.

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