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Wolfsschutz-Deutschland setzt 4000 Euro Belohnung aus für Ergreifung des Täters eines erschossenen Wolfs im Kreis Celle

Wolfsschutz-Deutschland setzt 1000 Euro Belohnung aus für Ergreifung des Täters eines erschossenen Wolfs im Kreis Celle
Wieder wurde ein Wolf (unser Foto zeigt als Beispielbild diesen europäischen Wolf) in Niedersachsen getötet.

19. Mai 2018

Der Betrag, den der Verein Wolfsschutz-Deutschland i.G. als Belohnung  für die Ergreifung des Täters aussetzt, der die junge Wölfin erschossen hat, die am 7. März in der Nähe von Bonstorf im Landkreis Celle aufgefunden wurde, hat sich auf 4000 Euro erhöht. Das Tier war mit 18 Schrotkugeln getötet worden. Brigitte Sommer, Vorsitzende des Vereins:  „Dieser Mordlust von Wolfsgegnern müssen wir endlich Einhalt gebieten“.

Zugleich stellte der Verein bei der Staatsanwaltschaft in Celle Anzeige wegen illegaler Tötung gegen Unbekannt und gegen Agrarministerin Barbara Otte-Kinast wegen Aufruf  zu einer Straftat. Bei der Wölfin handelt es sich nach Angaben des Wolfsbüros in Niedersachsen um ein Nachkomme aus dem Wietzendorfer Rudel. Untersuchung des Kadavers im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin sowie eine DNA-Analyse im Senckenberg-Institut in Gelnhausen hatten dies bestätigt.

Hinweise zum Täter bzw. der Täterin auch an Wolfsschutz-Deutschland

Falls jemand zu diesem Ereignis nähere Hinweise geben kann, z.B. Personen mit Gewehr in Nähe des Fundortes beobachtet bzw. einen oder mehrere Schusslaute wahrgenommen hat, sollte sich die Person beim Polizeikommissariat in Bergen, jeder anderen Polizeidienststelle, oder unter www.wolfsschutz-deutschland.de/kontakt  melden.

Es ist bereits der 14.tote Wolf in Niedersachsen im Jahr 2018. Zwölf Wölfe kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben, zwei wurden illegal erschossen.

Tourismus profitiert vom Wolf

Die Äußerung der niedersächsischen Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU)  gegenüber der HAZ  „Wir können dem Wolf nur eine Grenze zeigen, wenn wir auch mal einen entnehmen“ und sie sei gegen die Ausbreitung des Wolfes, weil es die Nutztierhalter einschränke, bestärke nach Meinung von Sommer viele Wolfsgegner in ihrem Vorhaben, auf die Jagd nach Wölfen zu gehen. Zudem schüre die Ministerin Ängste bei Touristen, obwohl gerade der Wolf in letzter Zeit den Tourismus ankurble, da der Tourismusverband „Lüneburger Heide“ sogar mitgeteilt habe,  dass es bisher keine Auswirkungen gebe, im Gegenteil, die Übernachtungszahlen würden sogar weiter ansteigen.

Sommer: „Auch wenn es die Ministerin nicht wahrhaben will, aber mit dem Wolf lässt sich im Tourismus Geld verdienen.“

EU hat den Schutz der Wölfe bestätigt

Sommer erinnerte an die Äußerung von Wendelin Schmücker, Sprecher der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände, der in einem Gespräch mit der „Kreiszeitung“ meinte, „Wolfsmanagement funktioniert nur mit dem Gewehr“.  Kurze Zeit nach Schmückers Statement sei bei Vreschen-Bokel im Landkreis Ammerland ein mit einer Schusswaffe getöteter Wolf in einem Maisfeld gefunden worden. Sommer: „Wenn Politiker, Bauernverbände und Weidetierhalter solche Statements von sich geben, kann man sich schon fragen, ob jemand diese Äußerungen nicht einfach mal in die Tat umsetzt.“

Der Wolf, so Sommer, sei  unter anderem nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen, der Berner Konvention und EU-Richtlinien eine geschützte Tierart. Diesen Schutz der Wölfe habe die EU erst vor einigen Tagen noch einmal bekräftigt.  Die Abkommen seien völkerrechtlich bindend, da sie durch Deutschland ratifiziert wurden. In Deutschland unterliege die Umsetzung dem Bundesnaturschutzgesetz.

Weidetierhalter, so Sommer,  müssten sich eben darauf einstellen, dass der Wolf wieder da sei. Mit Nutztieren Geld verdienen wollen, aber seine Tiere ungeschützt weiden zu lassen, sei einfach nur fahrlässig.  Oftmals seien es auch streunende Hunde, die für Risse verantwortlich seien, aber das ließen Wolfsgegner bewusst außer Acht.

Hier die Pressemitteilung als PFD-Datei:

PM_Belohnung_für_Ergreifung_des_Täters_eines_erschossenen_Wolfs_im_Landkreis_Celle

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14 Gedanken zu „Wolfsschutz-Deutschland setzt 4000 Euro Belohnung aus für Ergreifung des Täters eines erschossenen Wolfs im Kreis Celle

  1. Am liebsten würde ich diesem Mörder selbst mal ein paar Schrotkugeln in sein Bein schiessen, er müsste leiden ohne Ende. Hört sich vielleicht jetzt brutal an, aber etwas anderes hätte er m.M. nach nicht verdient. Er ermordet einen unschuldigesn Wolf und muss dafür hart bestraft werden!!!

  2. Das müssten aber schon ein paar sehr viele Schrotkugeln mehr sein, damit diese auch den oberen Bereich abdecken könnten und er seine Schandtat nie vergisst! Die Schrotpatrone würde ich sogar gerne spendieren! Spendenbescheinigung nicht erforderlich!
    Sollte dieser Meuchelmörder wirklich ermittelt und vor Gericht kommen, dann setzt sich ein ehemaliger Richter und jetziger Landesjagdvorsitzender für diesen Tiermörder ein und lässt seine guten Verbindungen zur Justiz spielen! Der Täter hat dann laut Richter, eine schlechte Kindheit gehabt und irgend ein Trauma, welches kein halbwegs normaler Mensch nachvollziehen kann, zeigt sich äußerst reuevoll vor Gericht, bezahlt 300 Euro für einen guten Zweck und die Angelegenheit ist erledigt!
    Dies zum Thema neutrale und unabhängige Justiz!

    1. So wie Herr Stengele es erwartet, wird es auch passieren. Irgendein höhergestelltes A……..aus der Jägerschaft
      wird dem Täter, wenn überhaupt nötig, eine güstige Sozialprognose stellen und die Sache als einmaligen „Ausrutscher“abtun….und schon ist die Sache vom Tisch! Herr Lindner von der FDP und weitere Größen wollen nun die Verfechter derTierschutzgesetze kriminalisieren, da sie langsam, und das „mit Recht“ Angst vor dem Zurückschlagen der Tierschutzlobby bekommen! So kann es weder bezüglich der Nutztiere noch der geschützten Tierarten ohne entsprechende Retour-Maßnahmen weitergehen !!!

  3. Gleiches mit Gleichem zu vergelten ist keine Option.
    Allein Politik und „Staatsgewalt“ müssen hier zunächst die Grundlagen für ein anderes Umgehen mit unseren Wölfe legen.
    Die genannte Ministerin bewegt sich mit ihren Aussagen in einem Ressort, welches nicht in ihrem Aufgabengebiet liegt. Aber man lässt die gewähren. Sie scheint also das für den Wolfschutz zuständige Ministerium und natürlich den in NDS mächtigen Bauernverband/Nutztierhalter hinter sich.
    Solange die Politik nicht reagiert, habe ich kaum Hoffnung für den langfristigen Verbleib des Wolfes.
    Die Öffentlichkeit nimmt Notiz, ist zum Teil betroffen, wenige versuchen etwas zu Unternehmen. So kommen die Dinge ihren Lauf.
    Ich könnte Kotzen

  4. Leute, wir müssen spenden! Für 1.000 EU geht kein Mensch das Risiko ein, wenn wir uns überlegen, welcher Mensch überhaupt in Frage käme, auch nur ein Wörtchen zu verraten. Wenn jeder Wolfsfreund 20,00 EU spendet, sieht die Welt schon anders aus. Bitte, macht eure Geld Börse auf und spendet. Danke!

  5. Sehr geehrte Frau Sommer,
    die vom Wolfsschutz-Deutschland ausgesetzte Belohnung zur Ergreifung des Täters in Höhe von 2100,- Euro möchte ich um 1000,- Euro erhöhen. Bzgl. der Regelung setzten Sie sich bitte über meine EMail-Adresse mit mir in Verbindung.
    Mit freundlichen Grüssen
    Heiner Wempe

  6. Einfach unerträglich!!!! Und diese wiederlichen Tierquäler kommen mal wieder ungeschoren davon. In was für einer Welt leben wir nur?

  7. Deutsche Politiker haben anscheinend nichts für Tiere oder Gesetze zu deren Schutz übrig. Der Wolf soll entfernt werden, weil er angeblich die Nutztierhaltung stört, obwohl das gegen geltende EU Rechte verstößt. Nutztiere werden von Politikern schlecht so gehalten, dass es gegen deutsches Tierschutzgesetzt verstößt. Nun sollen auch noch die Menschen, die solche Verstöße aufdecken und dagegen angehen zu Kriminellen gemacht werden. Da glaubt wohl jeder dieser vom Volk gewählten Damen und Herren, sie stünden über dem Gesetz. Vielleicht sollte man diesen abgehobenen Herrschaften einmal klarmachen, dass Wähler etwas gegen ihr Verhalten haben und sie mit der Realität konfrontieren, dass sie die Kriminellen sind die Straftaten begehen.

  8. Ich meine sowieso: Die Motive und das Handeln der gesamten Jägerschaft sollten auf den Prüfstand. Ich begreife nicht, wie man Freude daran haben kann, Tiere zu erschießen. Erst werden sie gefüttert, damit es möglichst viele sind – dann wird stolz berichtet, wie man die hohen geforderten Abschussquoten erfüllt hat. Wie soll man das verstehen?

  9. Ich bin mehr als traurig darüber, daß so viele Menschen so gegen Tiere sind. Ohne Wölfe, Vögel, Insekten ,Haie und alle anderen Lebewesen wäre die Welt nicht mehr bunt und aus dem Gleichgewicht. Zudem sollte wir überlegen, das wir ohne ihnen hier nicht leben können.
    Wir brauchen Sie alle!
    Bei einem Puzzle braucht man alle Teile, daß ein ganzes Bild ergibt, auch dieses wunderbare sehr soziale Wesen wie der Wolf. Davon könnten wir Menschen lernen.

  10. Liebe Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde,
    manche von euch werden ja das Schreiben der Staatsanwaltschaft Görlitz, betreffend Abschuss Wolf Zottel bekommen haben. Mir wurde es heute zugestellt. Das Verfahren gegen Landrat Lange und Umweltminister Schmidt wurde eingestellt. Politiker haben in Deutschland wohl doch Narrenfreiheit. Und je mehr ich nachdenke, umso weniger Glauben habe ich noch an Gerechtigkeit.
    Liebe Grüße an Frau Sommer und Herrn Vogel…
    Ulli

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