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Gutachten zeigt auf: Es gibt keine Rechtsgrundlage für wolfsfreie Zonen

Ein Problem, das nicht nur Brandenburg betrifft: Auch Gemeinden in Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Regionen in weiteren Bundesländern erklären sich zu so genannten „wolfsfreien Zonen“.  Sie fordern unter anderem, dass Wölfe in ihren Gebieten getötet werden sollen. Darunter sogar Regionen, in denen sich noch gar keine Wölfe fest niedergelassen haben. Dass diese Praxis gegen geltendes Recht verstoßen würde, war nicht nur Wolfsfreunden von vorn herein klar. Jetzt bestätigt auch ein Gutachten, dass es keine Rechtsgrundlage für „wolfsfreie Zonen“ gibt. Hier ist das Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages.  181025_WD_Scan_Vereinbarkeit_der_Ausweisung_wolfsfreier_Zonen_mit_dem_Na…

Während Politiker der GroKo und der FDP sowie AfD die Forderung nach „wolfsfreien Zonen“ oft dennoch weiter unterstützen, regt sich bei anderen Parteien jedoch der Widerstand. So etwas sei rechtswidrig, warnt jetzt die Bundestagsabgeordnete der Linken Kirsten Tackmann aus Tornow in Brandenburg. „Die Ausweisung einer wolfsfreien Zone auf Gemeindeebene widerspricht schon den Vorgaben der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie und ist damit rechtlich nicht zulässig“, stellt die agrarpolitische Sprecherin der Linksfraktion klar, schreibt die MAZ in einem Artikel vom 14.11.18 http://www.maz-online.de/Lokales/Ostprignitz-Ruppin/Kyritz/Kirsten-Tackmann-Linke-Wolfsfreie-Zonen-rechtswidrig?fbclid=IwAR0plrkUOJs3UM0U8of8GLm8yHJhphOYQgKYJ_0B2AOOiMAaWK8klk14N5I

Kirsten Tackmann wird weiter von der MAZ zitiert: „Das entlarvt die Kampagne des Bauernbundes als das, was sie ist: reiner Populismus auf Kosten der Weidetierhaltungen.“ Der Wolf diene lediglich als Sündenbock für eine verfehlte Agrarpolitik, die die Weidewirtschaft seit Jahren im Stich gelassen habe. „Diese Debatte ist eine Phantomdiskussion, die nur von der dringend notwendigen Debatte ablenkt, dass endlich ein Rechtsanspruch auf Unterstützung bei Herdenschutzmaßnahmen gebraucht wird und eine angemessene Schadensregulierung.“

Die Weidetierhaltung leide ganz generell existenzielle Not und das liege nicht am Wolf.

Diese Ansicht vertreten wir von Wolfsschutz Deutschland schon lange. Wir fordern die Politik auf, endlich dem Wolf den Schutz zu gewähren, den die EU-Verträge vorsehen, die auch Deutschland unterschrieben hat und die den Wolf unter den höchsten Schutzstatus stellen, und sich nicht weiter zu Marionetten der Lobbyvertreter aus Jagdverbänden und Bauernverbänden zu machen.

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2 Gedanken zu „Gutachten zeigt auf: Es gibt keine Rechtsgrundlage für wolfsfreie Zonen

  1. Ich muss den Linken voll zu stimmen. Was da in einigen Bundesländern gegen den Wolf unternommen wird, ist krankhaft und hat den Anschein, dass die politisch Verantwortlichen zusammen schließen und damit mehr Druck und Aufsehen erreichen wollen. Man darf als Steuerzahler gar nicht daran denken, was uns die Zeit kostet, die von Politikern dieser Bundesländer unnötig und verantwortungslos in Sachen „Wolfsproblematik“ gestohlen wird. Wichtige Dinge bleiben liegen und mit Tötungen von Wölfen beschäftigt man sich ohne Ende. Ich schlage vor, dass genau diese Politiker sich endlich einmal zusammen setzen und Nägel mit Köpfen in Sachen Hilfe und Entschädigung für Weide Tierhalter machen, damit die endlich unbürokratisch und schnell entschädigt werden. Mit diesem Populismus soll über das Versagen einiger Landesregierungen in dieser Angelegenheit hinweg getäuscht werden und genau dieses Versagen soll jetzt der Wolf mit einem Leben bezahlen! Ich frage mich :“Wo leben wir denn“, in einer Demokratie oder einem Bananenstaat“?

  2. ja, wir leben schon lange in einer Bananenrepublik. Die Politiker sind von den Lobbyisten abhängig, wollen an der Macht bleiben und indem sie sich nun auf den Wolf eingeschossen haben, lenken sie von ihren Versäumnissen in ihrer politischen Arbeit ab. Gefährlich sind die Jäger, der Bauernverband und einige unverbesserliche dumme Menschen, die an den Wolf aus dem Märchen glauben. Man kann es nicht oft genug sagen, Wölfe meiden die Menschen weil sie überleb en wollen, niemand braucht Angst zu haben. Wir sollten allen Tieren mit Respekt begegnen. Dieser Planet gehört allen.

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