Anfrage der FDP zum Goldenstedter- und zum Cuxlandrudel

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Niedersachsen – Die FDP hatte eine Anfrage an das Umweltministerium gestellt. Anscheinend möchte man zu gerne das Goldenstedter und das Cuxland-Rudel töten. Allerdings bislang ohne wirklichen Erfolg. Dennoch muss der öffentliche Druck beibehalten werden. Bitte an den befreundeten Verein www.w-i-s-z-v.de spenden und unsere Petition www.change.org/cuxlandrudel sowie die  Petition www.change.org/wolf  von w-i-s-z-v unterzeichnen und teilen.

Hier die Pressemitteilung: Entnahme der Wolfsrudel in Barnstorf-Goldenstedt und Cuxhaven

Der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz Olaf Lies hat namens der Landesregierung auf eine mündliche Anfrage der Abgeordneten Horst Kortlang, Hermann Grupe, Dr. Stefan Birkner, Dr. Marco Genthe, Jan-Christoph Oetjen, und Jörg Bode (FDP) geantwortet.

Vorbemerkung der Abgeordneten

In einer Pressemitteilung des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) vom 28. November 2017 wird von einigen Vorfällen berichtet, bei denen Wölfe des Rudels im Raum Barnstorf-Goldenstedt feststehende Zäune überklettert hätten (https://www.nlwkn.niedersachsen.de/aktuelles/pressemitteilungen/wolfsbuero-empfiehlt-verstaerkten-herdenschutz-in-den-landkreisen-diepholz-und-vechta-159793.html, Abrufdatum: 29.11.2017). Weiter heißt es: „Bereits seit Ende 2016 rät das Wolfsbüro den Tierhaltern in der Region, den vom Land Niedersachsen empfohlenen Mindestschutz, einen elektrisch geladenen Nutzgeflecht- oder Litzenzaun in Höhe von mindestens 90 cm, mit sogenannten „Flatterbändern“ auf 120 oder noch besser auf 140 cm zu erhöhen.“

Das Wolfsrudel im Raum Cuxhaven hat einem Bericht der Nordwest Zeitung vom 19. Oktober 2017 zufolge bereits bis zu 60 Nutztiere gerissen. Darunter seien auch Rinder, die durch Zäune geschützt gewesen seien. Seit dem nachweislichen Bestehen des Rudels im Jahr 2015 gab es mehrere dokumentierte Übergriffe auf Rinder (https://www.wolfsmonitoring.com/monitoring/nutztierrisse/, Abrufdatum: 29. November 2017).

Vorbemerkung der Landesregierung

Entgegen der Angaben aus der oben stehenden Vorbemerkung der Abgeordneten sind der Landesregierung aus dem Raum Cuxhaven keine Risse von Rindern bekannt geworden, die durch geeignete Zäune gegen Wolfsangriffe geschützt gewesen wären. Die Eröffnung der Möglichkeit, Fördermittel des Landes für wolfsabweisende Zäune auch für die Haltung von Rindern zu beantragen, hat nur zu marginalen Änderungen beim Herdenschutz geführt.

Die komplette Pressemeldung gibt es hier: http://www.umwelt.niedersachsen.de/aktuelles/pressemitteilungen/entnahme-der-wolfsrudel-in-barnstorf-goldenstedt-und-cuxhaven-160311.html

 

Dazu ein Kommentar unseres Vereinsmitgliedes Petra Klages:

Abschuss frei!

 Das wünscht sich so mancher Landwirt und auch Hobbynutztierhalter in Deutschland. Doch es gibt in Deutschland Gesetze – und strenge Richtlinien der EU. Der Abschuss ist eine Straftat, der Wolf ist streng geschützt – und das bleibt auch so. Eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes.

 Vor vielen Jahren sind die Wölfe heimgekehrt, das ist nicht unbekannt, aber der notwendige Schutz der Nutztiere wurde bislang von den Tierhaltern fast in allen Bereichen schwer vernachlässigt. Statt dessen ist das Geschrei betroffener Hobbytierhalter und Landwirte jetzt groß. Der Wolf hat Hunger und die Nutztierhalter servieren ihm seine Mahlzeiten wie auf dem silbernen Tablett. Denn es gibt kaum angemessene Schutzzäune, nur selten den wolfssicheren Untergrabungsschutz. Warum?

Ist es die Sorglosigkeit und Verantwortungslosigkeit der Nutztierhalter, denken sie, der Wolf wird gerade ihre Tiere verschonen? Nein, das wird er sicher nicht und mit großer Wahrscheinlichkeit wird er immer wieder kommen, denn der natürliche Prädator ist ein kluges Tier und freut sich über die leichte Beute, die die Hobbytierhafter und Landwirte ihm anbieten.

Der Wolf sitzt am gedeckten Tisch

 Zwar reißt der Wolf auch Rehe und anderes Wild – was häufig den Hobbyjägern nicht gefällt und dem Berufsjäger deutlich macht, dass nun ein anderer Jäger im Revier sein Recht in Anspruch nimmt; aber die Wildtiere muss der Wolf jagen und sich abmühen. Die Nutztierhalter hingegen verhalten sich „wolfsfreundlich“ und platzieren das Vieh so, dass der Wolf weder jagen, noch sich in anderer Weise bemühen muss. Er darf hier einfach ganz gemütlich und unbesorgt am gedeckten Tisch speisen. Die Weiden sind nicht gesichert, oder nicht so, wie es schon seit vielen Jahren empfohlen wird. Tatsächlich muss man hier schon fast vom verbotenen „anfüttern“ der Wölfe sprechen.

Ärgerlich ist es, dass die Nutztierhalter unverständlicherweise – trotzdem der Wolf bereits vor vielen Jahren in seine Heimat zurückgekehrt ist – Schutzmaßnahmen außer Acht ließen und lassen. Vielleicht ist ihnen das Leben ihrer Tiere eben nichts – oder zu wenig – wert. Der eine oder andere Nutztierhalter ärgert sich möglicherweise über die eigene Ignoranz gegenüber dem Heimkehrer; den Wolf erfreut es, er hat leichtes Spiel bei den Ignoranten.

Der kriminelle Feind

Ohne es zu wissen, hat sich der Wolf nun Feinde gemacht. Feinde, die nicht über den Schutz ihrer Tiere nachgedacht haben und die Hände schlicht in den Schoss legten – viele Jahre lang. Spiegel Online schrieb beispielsweise bereits im Juli 2016, dass Deutschland ein Wilderei-Problem habe. Es gibt sie, sich strafbar machende Hobbyjäger, die sich nicht an das Jagdgesetz, nicht an deutsche Gesetze halten und illegal Wölfe, Luchse oder auch Greifvögel wildern.

Den erfahrenen Berufsjäger dürfte der Prädator wohl kaum stören, da er lediglich für eine natürliche Ordnung im Wildbestand sorgt. Der Berufsjäger hat mit dem Wolf sogar einen kompetenten Kollegen vor Ort.

Hobbyjäger, Landwirte und Hobbynutztierhalter bemühen sich offensichtlich nur, von eigenem Fehlverhalten abzulenken und beschuldigen den Wolf, ein gefährliches, furchtbares Raubtier zu sein, welches hier – in seiner Heimat – angeblich keinen Platz mehr hat. Das ist natürlich Unsinn und lediglich ein leicht durchschaubares Ablenkungsmanöver von kriminellem oder eigenem ignoranten Fehlverhalten. Das junge Rind, welchem ich heute begegnet bin, wünsche ich, dass es für die Fehler des Halters nicht mit dem Leben bezahlen muss.

Es war einmal

Die Zeit der Märchen sollte für uns als Erwachsene vorbei sein, auch Landwirte und Hobbytierhalter müssen sich verantwortlich für ihre Tiere zeigen, Hobbyjäger müssen sich an geltende Gesetze halten und sich nicht auf die Brüder Grimm berufen. Ein guter erster Schritt, wäre es, Schutzzäune zu errichten, die dem natürlichen Prädator trotzen. Hilfen gibt es mittlerweile genug.

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Kalb „to go“ in Niedersachsen

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Nicht nur im Kernbereich des Cuxlandrudels in Niedersachsen kam es in im Laufe des Jahres immer wieder zu seltsamen Vorfällen mit Rindern. Angeblich hätten sich die Cuxlandwölfe und Wölfe in den angrenzenden Landkreisen auf das Reißen von Rindern, Kälbern und Kühen spezialisiert. Eine Spekulation, die uns merkwürdig erschien, denn Kühe sind durchaus wehrhaft. Wir waren ja daraufhin bereits im Cuxland unterwegs und haben Zäune kontrolliert. Das Ergebnis: Schutz war so wie wie nicht vorhanden. Zudem stehen die Nutztiere dort auch noch im Sumpf, was eigentlich unserer Meinung nach sogar tierschutzrechtliche Konsequenzen haben müsste. Außerdem vermuteten wir, dass nur dann ein Kalb zum Opfer eines Wolfes werden kann, wenn der Zaun derart desolat gebaut ist, dass es alleine hindurch schlüpfen kann, es in der freien Fläche auf sich gestellt ist, und bei einem Angriff nicht mehr von seiner Herde verteidigt werden kann. Unsere Vermutung hat sich nun bestätigt.

Hintergrund: Am 26.11.2017 wurde nun in Fischerhude bei Bremen ein nachweislich vom Wolf gerissenes Kuhkalb gefunden.  Ein Grund für unser Vereinsmitglied Petra Klages, sich die aktuelle Situation vor Ort mal genauer anzuschauen. Hier ist ihr Bericht:

„Auf einem Spaziergang entdeckte ich heute ein junges Rind (s. Fotos), welches sich auf einer absolut ungesicherten Weide neben der Weide, auf welchem sich seine Herde befand, vergnügte. Eigentlich entdeckte mein Schäferhund das Rind. Ich konnte meinen Hund zurückrufen und es gab keine unangenehme Überraschung für das junge Rind – ein Glück. Dieses Nutztier konnte sich unproblematisch von der eingezäunten Weide entfernen und von der schützenden Herde. Ein Wolf hätte hier – wieder einmal – leichtes Spiel und würde sich nur an den gedeckten Tisch begeben um eine leckere Mahlzeit, die der Nutztierhalter ihm bietet, zu verspeisen. Ich lebe nur ca. 20 KM von Fischerhude – dem Ort des letzten registrierten Wolfsrisses in Niedersachsen – entfernt und habe bislang keinen einzigen Schutzzaun gesehen, der geeignet wäre, Hunde oder Wölfe fernzuhalten.

Auf meine telefonische Anfrage bezüglich der Sicherheit der Zäune erklärte der Wolfsberater Herr Faß (der im kommenden Jahr ein Buch zum Thema herausbringt), dass er selbst zwar nicht vor Ort in Fischerhude war, sondern seine Kollegin, dass er jedoch davon ausgehe, dass auch dort kein entsprechender Schutz bestanden hätte. Erst jetzt – nach dem Wolfsriss – könne der Geschädigte Tierhalter finanzielle Hilfen für einen Wolfszaun beantragen. Lt. Herrn Faß würden häufig erst entsprechende Schutzmaßnahmen ergriffen, wenn der Wolf bereits ein Nutztier gerissen hätte. Präventiven Schutz erfahren also i. d. R. die Nutztiere der Landwirte und Hobbytierhalter nicht. Das ist für die getöteten Tiere tragisch, für die Nutztierhalter allerdings sicherlich keine Überraschung. Ärgerlich ist es, dass die Nutztierhalter unverständlicherweise – trotzdem der Wolf bereits vor vielen Jahren in seine Heimat zurückgekehrt ist – Schutzmaßnahmen außer Acht ließen und lassen. Vielleicht ist ihnen das Leben ihrer Tiere eben nichts – oder zu wenig – wert. Der eine oder andere Nutztierhalter ärgert sich möglicherweise über die eigene Ignoranz gegenüber dem Heimkehrer; den Wolf erfreut es, er hat leichtes Spiel.  Die Nutztierhalter hingegen verhalten sich „wolfsfreundlich“ und platzieren das Vieh so, dass der Wolf weder jagen, noch sich in anderer Weise bemühen muss. Er darf hier einfach ganz gemütlich und unbesorgt am gedeckten Tisch speisen. Die Weiden sind nicht gesichert, oder nicht so, wie es schon seit vielen Jahren empfohlen wird. Tatsächlich muss man hier schon fast vom verbotenen „anfüttern“ der Wölfe sprechen.“ (Petra Klages)

Auf den Bildern ist das Kalb zu sehen, welches durch die Umzäunung hindurch ist und sich nun frei auf einer Wiese bewegt. Bei einem Angriff durch Hunde, Wölfe oder Füchse wäre es alleine auf sich gestellt. Auf den weiteren Bildern wird die Umgebung erkennbar. Von einem zweiten Zaun weit und breit keine Spur. Bevor Nutztierhalter und Politiker populistisch Abschüsse fordern, sollten sie erst einmal ihre Hausaufgaben machen.

 

 

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Anrührendes Video von Pumpak als Jährling

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Liebe Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde,

von Pumpak gibt es leider noch immer kein Lebenszeichen. Inzwischen war die Vermutung aufgekommen, dass es bei einem sehr wohlbeleibten Wolf in Österreich um Pumpak gehandelt haben könnte. Der Wolf hatte dort einen Hahn erbeutet und war beim Verspeisen fotografiert worden. Inzwischen gibt es wohl auch eine Gen-Analyse dazu. Es sei ein Wolf aus dem Balkan und somit wohl einer der ausgebrochenen Wölfe aus dem Gehege in Bayern, heißt es. Damit hat dieser Wolf nun gleich zwei Beweise erbracht: Er hat das Jagen nicht verlernt und ausgezehrt ist er ebenfalls nicht, wie die Nationalparkverwaltung von diversen Medien zitiert worden war.

Doch es gibt doch auch eine Neuigkeit zu Pumpak. Heute hat uns Katarzyna Bojarska, die Forscherin aus Polen, die das Ruszow-Rudel betreut, aus dem Pumpak ursprünglich stammt, einen Link zu einem sehr anrührenden Video geschickt. Darin ist Pumpak als Jährling zu sehen. Er kümmert sich darin liebevoll um seine Geschwister, während die Mutter auf Jagd ist. Das Video ist nur in Polnisch untertitelt, doch die Bilder sprechen für sich. Es ist so Herz erwärmend, dass es keine Übersetzung braucht. Für diese Tiere lohnt es sich, tagtäglich neu zu kämpfen. Wir sind ihre Stimme.

https://www.youtube.com/watch?v=suEmyNEhlyA&t=95s

Herzliche Grüße

Brigitte Sommer

 

 

 

 

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Ein Wolf wird Maskottchen bei der nächsten Fußballweltmeisterschaft. Warum uns das ganz besonders freut.

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Tanzen wir mit dem Wolf?

Eine Art Talk-Show diskutiert minutenlang die Frage, ob die Wahl des WM-Maskottchens wirklich eine gute Wahl war, hüpft doch im nächsten Jahr ausgerechnet ein Wolf durch russische Innenstädte und Stadien. Ein Wolf, der zwar freundlich lächelt, aber eben auch für Blutrünstigkeit und Hinterlistigkeit stehe, war am 02.12.17 in einem Bericht vom Deutschlandfunk zu lesen. Hier der Link dazu. Ein Foto des neuen Maskottchens ist auch zu sehen. http://www.deutschlandfunk.de/wm-gruppenauslosung-in-moskau-tanzen-wir-mit-dem-wolf.720.de.html?dram%3Aarticle_id=402150

Dazu ein Kommentar von Petra Klages, Kriminologin, Tierschützerin und Mitglied bei Wolfsschutz Deutschland in Pro Naturschutz Sachsen e. V. (GRÜNE LIGA Sachsen)

 

Der Wolf ist da und die WM wird mit ihm gefeiert

 

 

Das Maskottchen der Fußball WM 2018 ist ein starker Held, ein ausgesprochen ästhetisches und zudem sehr soziales Tier – ein Wolf –  wie sollte es auch anders sein. Er steht für unerschütterliche Tugenden wie Stärke, Treue, Intelligenz, Familie, Ausdauer, Mut und Kraft. Noch weitere Eigenschaften aufzuzählen, wäre müßig und würde wohl eher ermüden, da unzählige Seiten damit gefüllt werden könnten.

 

 

Deutsche Märchen

 

Wie aber stehen die deutschen Landwirte, die deutschen Politiker zum Wolf? In Deutschland wäre der Wolf als Maskottchen derzeit nahezu undenkbar. Wurde doch der Wolf jüngst bedauernswertes Opfer eines sehr unseriös wirkenden Wahlkampfes und schürte in der Bevölkerung pathologisch anmutende Phobien. Einige Jäger machten sich sogar strafbar indem sie das streng geschützte Tier illegal „beseitigten“.

 

Der „böse“ Wolf, der Nutztiere reißt und Menschen bedroht – so wurde und wird „berichtet“. Manch aufmerksamer Mitbürger konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Erben der Gebrüder Grimm die Werbetrommel für eine neuerliche Ausrottung des gerade erst nach Hause zurückgekehrten Wolfes rühr(t)en. Und das, wo Deutschland ohnehin massive Probleme mit dem Artensterben hat. Sind einige Deutsche tatsächlich so unbelehrbar und glauben noch an Gruselmärchen?

 

 

Landwirte

 

Tatsächlich rückten einige Landwirte, die offensichtlich kein Interesse hatten, ihre Nutztiere ausreichend zu schützen in den Fokus der Medien. Unglaublich blutrünstige Geschichten hatten sie zu berichten. Unerwähnt blieb jedoch häufig, dass genau diese Landwirte und Nutztierhalter selbst verantwortlich waren. Kategorisch lehnten sie Schutzzäune und Herdenschutzhunde ab – und selbst mittelgroße Hunde konnten ihrem Jagdinstinkt uneingeschränkt folgen und nahezu ungehindert schutzlose Tiere reißen. Möglicherweise war mit ein Grund für die Weigerung oder Ignoranz dieser Tierhalter, dass sie selbst die Jagd ausüben und unverändert hohe „Abschussquoten“ erzielen woll(t)en. Purer Eigennutz und Verantwortungslosigkeit gingen also wohl teilweise zu Lasten der bedauernswerten, wehrlosen Nutztiere, die so zum Freiwild für wildernde Hunde und natürlich auch für hungrige Wölfe wurden.

 

In der Öffentlichkeit wurde nach mutmaßlichen Wolfsrissen lediglich bekannt, dass der Wolf „schon wieder“ blutrünstig (was er definitiv nicht ist) Nutztiere gerissen hätte. Oft war noch nicht einmal klar, dass es der Wolf war; häufig stellte sich dann später heraus, dass mal wieder ein Nachbarshund der Übeltäter war. Die Aufklärung dieser Risse wurde in den Medien nicht entsprechend klargestellt und die Bevölkerung im Irrglauben des „blutrünstigen Übeltäters Wolf“ gelassen.

 

 

Medien

 

Die Presse bediente die reißerische Sensationslust und eine neutrale oder korrigierende Berichterstattung – wie sie notwendig wäre – fand in der Regel gar nicht erst statt. Politiker nutzten die Ängste und die Gier einiger jagender Mitmenschen und verschworen sich auf der Jagd nach Wählerstimmen gegen den „bösen Wolf“. Gar so viele Menschen haben es denn wohl doch nicht geglaubt – das zeigen die Wahlergebnisse recht deutlich.

 

 

Insgesamt weit gefehlt  und teilweise sehr offensichtliche Phantastereien

 

… Der Wolf ist ein Räuber und die einzige Konkurrenz, die dem  „Raubtier Mensch“ die Beute streitig macht. Er jagt jedoch nur das, was er zum Überleben benötigt. Das kann man vom Jäger Mensch leider nicht behaupten. Der Wolf hält sich in der Regel von Menschen fern – das sagt ihm schon sein Instinkt.  Diesen Instinkt haben jedoch leider nicht alle Menschen, aber vielleicht lernen sie es noch.

 

Aufmerksame Landwirte und Nutztierhafter können ihre Tiere, wenn sie es denn wollen, sehr wohl effektiv gegen den Wolf und wildernde Hunde schützen und einige tun dieses auch. Finanzielle Mittel stehen schon seit Jahren zur Verfügung. Allein – es mangelt so oft am Willen und gruselige Wolfsgeschichten greifen zur Zeit bei manchen Mitmenschen besser, als Logik und Vernunft. Wir dürfen nicht vergessen: Menschen können sich selbst und selbstverständlich ihre Tiere schützen, eine reale Gefahr an sich geht vom streng geschützten Wolf nicht aus, auch wenn gerne anderes behauptet wird.

 

 

Ureinwohner

 

Ein Ureinwohner ist endlich nach Deutschland zurückgekehrt und findet Landschaften vor, in denen er sich erst wieder zurechtfinden muss vor. Er ist ein stolzes Tier, geprägt von Ausdauer, Stärke und unerschütterlicher Treue zu seinem Rudel. Seine Schönheit und seine sehr sozialen Eigenschaften begeistern immer mehr Menschen, die sich zunehmend für ihn einsetzen. Das sollten nun auch in immer stärkerem Maße (nicht nur) die Deutschen tun.

 

 

Freuen auf die WM

 

Verabschieden wir uns endlich von den schaurigen Märchen, die jeglicher Logik entbehren. Freuen wir also gemeinsam auf eine spannende WM und den Wolf, der als Maskottchen für eine Weltmeisterschaft wohl passender nicht sein könnte!

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Auch "Wolfsbotschafter" Anori Pura Goia, ein Tschechoslowakischer Wolfshund ist beim Adventssparziergang am Sonntag, den 10. Dezember, mit von der Partie.

Wolfsschutz-Deutschland lädt zum Adventsspaziergang ein

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01.12.2017 – Zu einem Adventsspaziergang mit Glühwein und Plätzchen lädt die Gruppe Hessen des bundesweit agierenden Vereins  „Wolfsschutz Deutschland“ in Pro Naturschutz Sachsen e.V. /Grüne Liga Sachsen (www.wolfsschutz-deutschland.de ) alle Wolfsfreunde und Interessierte am Sonntag, den 10. Dezember (Zweiter Adventssonntag) in den Lämmerspieler Wald ein. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Parkplatz zum Rabenstein in Hanau-Steinheim neben dem Sportplatz der DJK Steinheim, zwischen Hanau-Steinheim und Lämmerspiel. Die Teilnahme ist kostenlos.

Wie die Sprecherin des Vereins, Brigitte Sommer (Steinheim), mitteilt, ist ein Spaziergang durch den Wald und auf die angrenzenden Streuobstwiesen geplant. Jeder, der sich für Wölfe interessiert oder mehr über die Tiere erfahren will, die vor über 100 Jahren in Deutschland ausgerottet wurden und sich  jetzt wieder in Deutschland angesiedelt haben, sei herzlich willkommen. Nachdem jüngst auch im hessischen Odenwald ein Wolf seine Spuren hinterließ, ist der Wolf auch in Hessen in aller Munde. Brigitte Sommer: „Aufklärung über den Wolf ist uns wichtig. Auf Wunsch unterstützen wir Nutztierhalter auch, um  geeignete Schutzmaßnahmen vorzunehmen.“

Mit verschiedenen Petitionen zum Beispiel gegen den Abschuss des Jungwolfes Pumpak (www.change.org/pumpak) mit über 120 000 Unterzeichnern, gegen den Abschuss weiterer Gehegewölfe, die aus dem Naturpark Bayerischer Wald ausgebrochen sind und mit der erfolgreichen Eilantrag gegen den Abschuss des Rosenthaler Rudels in Sachsen hat die Dachorganisation des Vereins, die Grüne Liga Sachsen, bereits bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Zudem decken die Vereinsmitglieder ständig Falschmeldungen, so genannte „Fake-News“ auf, mit denen Unwahrheiten über Wölfe verbreitet werden.

Mit von der Partie am Sonntag, den 10. Dezember, ist auch „Wolfsbotschafter“ Anori Pura Gioia, ein Tschechoslowakischer Wolfshund, der unter anderem auch in Sterbehospizen sehr kranken Menschen mit seinem Besuch einen letzten Wunsch erwünscht hat.

Weitere Informationen über „Wolfsschutz-Deutschland“ und wie man  Mitglied werden kann, gibt es auf der Webseite des Vereins unter www.wolfsschutz-deutschland.de. Alle Spenden und Mitgliedsbeiträge fließen direkt in Aktionen zum Schutz der Wölfe.

Weitere Informationen gibt es bei Brigitte Sommer, Telefon 06181/966716.

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Unser Weihnachtswunsch: ein Euro für den Wolf

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Liebe Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde,

die Weihnachtszeit hat begonnen und damit eine Zeit der Besinnung und der Konzentration auf das, was wir lieben: unsere Familie. Auch Wölfe leben in Familien. Auch sie haben ein Recht auf eine friedliche Weihnachtszeit. Petitionen und öffentlicher Druck helfen, das Leben von Wölfen zu retten. Mein Dank gilt den vielen Unterstützerinnen und Unterstützern. Doch Petitionen bieten in Zeiten tendenziöser Medien – es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht Angst machende, schlecht recherchierte oder komplett falsche Artikel über Wölfe erscheinen – auch noch die Möglichkeit, Informationen zu vermitteln.

Doch wir müssen auch real etwas tun. Dafür stehen wir von Wolfsschutz Deutschland in Pro Naturschutz Sachsen e. V. (GRÜNE LIGA Sachsen). Wir reden nicht, wir handeln. Im Gegensatz zu den großen Umweltorganisationen, die in diesem Jahr sogar Wolfsabschüssen zugestimmt haben, werden wir nicht staatlich unterstützt. Wir sind auf Spenden angewiesen, damit wir unsere Arbeit weitermachen können. Mir fällt dazu die Geschichte des Schauspielers Karlheinz Böhm ein, der mit den Sissy-Filmen bekannt wurde. Erschüttert von Berichten über die Hungerkatastrophe in der Sahel-Zone lancierte er eine legendäre Wette in der ZDF-Sendung „Wetten, dass…?“ Er wettete, „dass nicht einmal jeder dritte Zuschauer eine Mark, einen Schweizer Franken oder sieben Österreichische Schillinge für Menschen in der Sahelzone“, spenden würde. Das Ergebnis: Er sammelte 1,2 Millionen Mark ein.

Hier in der Pumpak-Petition haben wir über 120.000 Unterzeichner. Mein Weihnachtswunsch für die Wölfe lautet so: Jeder könnte doch einen Euro an uns spenden. Wir wären damit einen entscheidenden Schritt im Kampf um das Leben unserer Wölfe in Deutschland weiter, den Klagen vor Gericht kosten sehr viel Geld!

Wolfsschutz Deutschland in Pro Naturschutz Sachsen e. V. (Grüne Liga)

Bankverbindung:

Erzgebirgssparkasse

IBAN DE78 8705 4000 0725 0179 88

BIC WELADED1STB

In Schweden wird wahllos auf Wölfe geschossen, um angebliche Mischlinge zwischen Wolf und Hund auszusortieren, im Fachjargon zu „entnehmen“, was nichts anderes heißt, als sie zu töten.

Auch hier in Deutschland stand Mischlingswelpen ein ähnliches Schicksal bevor. Doch die öffentliche Aufmerksamkeit durch die Petition einer Studentin sowie unser öffentlicher Protest verhinderte das. Nun sollen die Welpen eingefangen werden und in einem Tierpark unterkommen. Das ist nicht das, was wir uns vorgestellt hatten. Wir wollten, dass die Kleinen sterilisiert werden und nach italienischem Vorbild zurück in die Natur gesetzt werden. Aber immerhin sollen die Welpen am Leben bleiben. Auch hier mussten wir gegen den NABU-Mitarbeiter Tamas vorgehen, der sich für den Abschuss ausgesprochen hatte. Am Anfang des Jahres haben wir gerichtlich verhindert, dass der Schießbefehl auf Pumpak nicht verlängert worden ist. Er ist seither nicht wieder aufgetaucht. Nun sind Bilder erschienen, die einen fülligen Wolf in Österreich zeigen. Ob es sich um Pumpak handelt, ist unklar. Theoretisch könnte er aber direkt nach Süden gewandert sein. Seit Anfang des Jahres ist das komplette Rosenthaler Rudel in Sachsen in Gefahr. Durch die Petition und den öffentlichen Aufschrei, der dadurch ausgelöst wurde, konnten wir bislang den Abschuss, den sich Landrat Harig (CDU) so sehnlichst herbeiwünscht, verhindern. Wir haben Zäune kontrolliert und fotografiert und dabei festgestellt, dass die Nutztiere dort so gut wie keinen Schutz haben. Danach wollte Landrat Harig wahllos einen Wolf aus dem Rosenthaler Rudel erschießen. Unsere Vereinsmitglieder von Wolfsschutz Deutschland in Pro Naturschutz Sachsen e. V. (GRÜNE LIGA Sachsen) hielten Nachtwache im Gebiet und sorgten dafür, dass die Wölfe sich nicht heraus trauten, während unsere Dachorga GRÜNE LIGA Sachsen gerichtlich mit einem Eilantrag gegen die Verfügung vorging. Wir konnten den Schießbefehl vorerst stoppen. Doch der Kampf geht weiter. Aktuell sind die Wölfe in Niedersachsen in großer Gefahr. Der neue Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU sieht „wolfsfreie Deiche“ vor. Welche Auswirkungen dies auf das Cuxlandrudel hat, kann sich jeder vorstellen. Auch dort haben wir Zäune kontrolliert und fotografiert und festgestellt, dass wieder so gut wie kein Schutz vorhanden ist. In Sachsen-Anhalt kreierte der Innenminister einen Erlass, der es Polizisten erlaubt, nach Gutdünken auf Wölfe zu schießen. In Bayern haben wir verhindert, dass ein weiterer ausgebrochener Gehegewolf abgeschossen wurde. Es gibt also viel zu machen. Das neue Jahr wird nicht weniger dramatisch als dieses Jahr für die Wölfe werden. Dennoch haben wir bislang jeden Vorstoß mit gemeinsamen Kräften verhindern können.

Diese Petitionen können Sie unterstützen:

www.change.org/woelfe

www.change.org/cuxlandrudel

www.change.org/wolfswelpen

www.change.org/wolf

www.change.org/sachsenanhaltwoelfe

www.change.org/bayernwoelfe

www.change.org/pumpak

https://www.change.org/p/stop-all-hunt-on-wolves-in-sweden/nftexp/ex35/control/80729174?recruiter=80729174&utm_source=share_petition&utm_medium=facebook&utm_campaign=share_petition&utm_content=ex35%3Acontrol

Sie möchten direkten Kontakt mit uns haben? Hier sind wir in Facebook. Sie können Vereinsmitglieder von uns dort direkt ansprechen:

https://www.facebook.com/groups/630745127109379/

Wir werden oft gefragt, ob wir nicht das gleiche Ziel wie NABU und Co. haben. Nein, haben wir nicht. Diese Orgas stimmen Abschüssen zu, wir nicht.

Auch noch interessant: Vince Eberts Meinung über die großen Organisationen: „Viele der anfangs so idealistischen Öko-Davids haben sich längst zu knallhart operierenden, mächtigen Goliaths entwickelt, die ihre Aktionen mit Hilfe von PR-Profis, Controllern und effizient organisierten Rechtsabteilungen durchführen. Viele Umweltschutzorganisationen richten ihr Augenmerk immer weniger auf die dringendsten Umweltprobleme, sondern verfahren nach dem Gesichtspunkt: Welches Thema generiert die meisten Spendengelder? Es sind also weniger echte Wissenschaftler, die relevante Themen vorgeben, sondern so genannte „Kampagner“, die sich in erster Linie Gedanken machen, wie man möglichst erfolgreiche Hypes inszeniert.“ Hier geht es weiter auf Spektrum: http://www.spektrum.de/kolumne/was-waere-wenn-weltretter-gar-nicht-die-welt-retten-moechten/1520855

Herzlichst

Ihre Brigitte Sommer (auf dem Bild ist kein Wolf, sondern unser TWH Anori)

Öffentlichkeitsarbeit Wolfsschutz Deutschland

 

 

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Wolfshysterie in den Medien – Faktencheck Hessen

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Wir haben einmal den Werdegang einer Polizeimeldung nachrecherchiert. Dies war die Faktenlage: Ein wolfsähnliches Tier soll den Hund eines Mannes in der Dämmerung während eines Spaziergangs angegriffen haben. Ist im Gebiet des hohen Meißners ein Jagdhund wirklich von einem Wolf angefallen worden?

Hier ist die Meldung dazu: https://www.facebook.com/PolizeiNordhessen/photos/a.378817879182530.1073741828.342612972803021/452660435131607/?type=3&theater . Kurze Zeit später erschien in der HNA noch ein recht sachlicher Bericht dazu: https://www.hna.de/lokales/witzenhausen/witzenhausen-ort44473/hund-von-wolfsaehnlichem-tier-am-hohen-meissner-angefallen-9388727.html Gestern dann haben sich die BILD, die BILD Frankfurt http://www.bild.de/regional/frankfurt/wolf/wolf-alarm-in-nordhessen-53954138.bild.html, die Sendung Maintower und die Hessenschau  http://www.hr-fernsehen.de/sendungen-a-z/maintower/sendungen/video-48124.html ebenfalls mit dem Thema befasst.

Was sollen wir sagen? Es ist schlimmer als die stille Post. Plötzlich wurde die junge Mutter dahingehend zitiert, dass ihr Hund schrecklich geschrieen hätte, während sich das „riesige Tier“ auf den Rücken ihres Hundes gestürzt habe und die Familie Todesangst gehabt hätte. Im Bericht für die Sendung Maintower wollte die Familie angeblich auf keinen Fall noch einmal an den Ort des Geschehens. Ganz im Gegensatz zur BILD. Hier war  anscheinend der Mut zurückgekehrt.

Wir von Wolfsschutz Deutschland haben die Geschichte nachgeprüft und mit Herrn Diegel telefoniert. Dabei verwickelte sich der Mann in Widersprüche. Während seine Frau in dem HR-Bericht sagte, das Paar hätte mit der Tochter dem Wolf direkt gegenüber gestanden, sagte er, dass das Ganze sich in 50 Meter Entfernung abgespielt habe. Und zwar so: Ein „husky-schäferhund-ähnliches“ Tier sei von rechts aus dem Gebüsch gesprungen und auf den Rücken ihres Hundes gesprungen. Der Hund hätte keine Verletzungen davon getragen, nur einen Riss in der Kralle.  Er wäre auch gesund und munter wieder aufgetaucht. Hätte der Hund nicht bei einem echten Angriff Verletzungen am Rücken davontragen müssen? Wie es zu diesem Riss gekommen ist, kann sich Herr Diegel nicht erklären. Der „Wolf“ habe eine helle Fellfarbe gehabt und sei größer als ein Schäferhund gewesen und hätte sich sehr elegant bewegt. Der Familienhund Karl wäre daraufhin nicht zur Familie gerannt, wie es ein Hund bei Gefahr ja normalerweise machen würde, sondern in die entgegengesetzte Richtung, also den Weg entlang, weg von der Familie. Daraufhin hätte sich der „Wolf“ kurz auf dem Weg hingesetzt und ihn und seine Frau angesehen. Sekunden später sei er dem Hund hinterher. Man habe keine Zeit gehabt, Fotos zu machen. Herr Diegel fühle sich im BILD-Artikel und dem Beitrag in der Sendung Maintower nicht korrekt wiedergegeben. Da wäre vieles dazu gedichtet worden, wie z. B. die Fackelwanderung, an der die Familie wegen des Vorfalls nun nicht mehr teilnehmen wolle. In dem Gebiet auf dem Hohen Meißner geht die Sonne um diese Jahreszeit bereits um 16.23 Uhr unter. Wie viel kann man unter dieses Bedingungen in 50 Metern Entfernung wirklich noch erkennen? In der Vergangenheit sind immer wieder einmal ähnlich lautende Fake-Geschichten von Jägern in Umlauf gebracht worden. Uns versicherte Herr Diegel, dass er und seine Frau keine Jäger seien. Man halte den Jagdhund lediglich aus Liebhabergründen. Man sei auch nicht mit Jägern verwandt. 

Die Frankfurter Rundschau meldet heute, dass es sich bei dem Tier um einen Luchs gehandelt haben könnte: http://www.fr.de/rhein-main/vorfall-am-hohen-meissner-hund-doch-nicht-von-wolf-angegriffen-a-1394677

Wenn heute der 1. April wäre, könnte man darüber lachen.

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Wir unterstützen diese Petition für Wölfe in Sachsen-Anhalt

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Guten Tag liebe Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde,

der Innenminister von Sachsen-Anhalt hat sich mit einem Erlass in die Belange des Umweltministeriums eingemischt und erlaubt nun seinen Polizisten auf Wölfe zu schießen. Angeblich soll dieses dem hehren Ziel dienen, schwer verunfallte Tiere nicht lange leiden zu lassen, denn bislang durfte nur ein Fachmann nach strengen Auflagen einen Wolf mit schweren Verletzungen einschläfern. Diese Fachleute sind natürlich nicht immer gleich vor Ort. Diese neue Erlaubnis gilt aber auch für so genannte auffällige Wölfe. Hier dürfen Polizisten nach Gutdünken entscheiden und das kann ein echter Naturfreund nicht akzeptieren.

Hier ein Artikel dazu: https://www.mdr.de/…/woelfe-duerfen-von-polizisten-geschoss…

Wir sehen hier eindeutig einen weiteren Versuch, den hohen Schutzstatus des Wolfes in Deutschland aufzuweichen. Mehr als ein Geschmäcke hat es, dass der Innenminister auch Jäger ist.

Bitte unterschreibt und teilt diese Petition unseres Wolfsfreundes Lutz Lambrecht: www.change.org/brandenburgwoelfe

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Liegt es am mangelnden Willen der Hobbytierhalter? Wir haben uns die Rissstatistik des Rosenthaler Rudels mal genauer angesehen

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Viele Hobbytierhalter im Gebiet des Rosenthaler Rudels in Sachsen beschweren sich immer wieder, dass es unmöglich sei, die Tiere richtig vor dem Wolf zu schützen, und dass man einfach das Geld nicht hätte. Dieser Hobbyhalter, dessen Zaun wir hier fotografiert haben, hält seine Schafe inmitten des Kerngebietes des Rosenthaler Rudels. Uns hat er erzählt, dass er noch nie einen Riss gehabt hätte. Er hat seinen Festzaun mit ordentlich Strom verstärkt. Er mäht die Wiese rund um den Zaun, damit das Gras keinen Kurzschluss verursacht und er stellt seine Schafe nachts in den Stall. Es geht also sogar auch ohne Herdenschutzhund und hohe Kosten.

Nun zur Rissstatistik:

Risse 2013-2017:  

Folgendes Fazit: 204 tote Schafe, 58 Fälle

davon

2017:  9 Vorfälle, davon 2x ungeschützt (4 tote Schafe), 7x geschützt, 2 x Herde ausgebrochen (16 tote Schafe)

2016: 11 Vorfälle, davon 2x ungeschützt (10), 1x Herde ausgebrochen (3)

2015: 16 Vorfälle, davon 4 x ungeschützt (7), 3x Herde ausgebrochen (21)

2014: 18 Vorfälle, davon 7x ungeschützt (12), 7x Herde ausgebrochen (17)

2013: 4 Vorfälle, davon 1 x ungeschützt (3), 1x Herde ausgebrochen (1)

In der Aufstellung gibt es 51 Schafe, wo der Wolf als Verursacher nicht auszuschließen ist

Wegen Ausbruch aus dem Zaun sind 58 Schafe (also rund 28 %) dem Wolf wohl ins Maul gelaufen.

36 Schafe (rund 18%) waren ungeschützt.

Die Hauptaktivitätszeit der Wölfe/Schafe liegt zwischen dem 15. August und dem 15. November mit Hauptpräferenz auf die Zeit vom August bis Oktober eines jeden Jahres

           

 

April   Mai Juni   Juli   August  September Oktober November Dezember
2017 2 5 2
2016 1 2 2 5 1
2015 1 11 3 1
2014 3 1 5 4 2 2 1
2013 1 1 1 1
Summe der Vorfälle 3 2 2 20 15 11 4 1

   

Aus dieser Risstabelle kann folgendes abgeleitet werden.

1. Die Hauptgefährdungszeit liegt von August bis Oktober eines jeden Jahres. Hier gilt es also besonders auf die Schafe aufzupassen. Eigentlich müssten dies die Schäfer auch schon längst selbst festgestellt haben. 

2. Die vielen Durchbrüche der Schafe aus ihrer Umzäunung ist nicht dem Wolf anzulasten. Ein Zaun, der von Innen nach Außen von Weidetieren durchbrochen wird, ist nicht ausbruchssicher und somit auch nicht wolfssicher. Ein Ausbruch von Weidetieren kann auch darauf hinweisen, dass zu viele Tiere auf zu geringer Fläche gehalten werden, so dass die Fluchtdistanz unterschritten wird.

Hier noch ein Artikel dazu. Angeblich soll das Rosenthaler Rudel schon wieder vier Tiere gerissen haben. Wir hatten auch diesen angeblich sicheren Zaun kontrolliert. Was soll ein professioneller Aufbau, wenn am Ende kein Strom darauf ist. http://www.sz-online.de/nachrichten/mindestens-16-woelfe-in-der-oberlausitz-geboren-3822181.html

Unsere Dachorganisation, die GRÜNE LIGA Sachsen, hat die Abschussverfügung auf einen Wolf aus dem Rosenthaler Rudel gestoppt. Bitte dennoch weiter die Petition unterzeichnen und weiterleiten: http://www.change.org/woelfe

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TV-Tipp für heute Abend: Geheimsache Tiertransporte in 37°

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Liebe Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde,

es vergeht kaum ein Tag, an dem sich nicht irgendein Nutztierhalter oder Schäfer über die angeblich doch so vielen und grausamen Risse von Wölfen, in einer Tageszeitung auslässt. Aktuell beklagen sich Kuhhalter aus dem Landkreis Cuxhaven (www.change.org/cuxlandrudel) und in Sachsen im Gebiet des Rosenthaler Rudels (www.change.org/woelfe) am heftigsten. Dabei sind die Zahlen der Risse im Vergleich zu anderen Todesursachen verschwindend gering. So schrieb die Bundesregierung im August auf ihrer Facebookseite:  Seit dem Jahr 2000 wurden nur rund 3500 Nutztiere von Wölfen gerissen – also 205 pro Jahr im Schnitt. Damit bleiben die durch Wölfe entstehenden Schäden weit unter den Verlusten, die Nutztierhalter durch andere Einflüsse (Unfälle, Krankheiten, Unwetter und schlechte Haltungsbedingungen) erleiden. Schäfer erhalten für jedes Tier, das durch Wölfe gerissen wurde, obwohl die Herde adäquat geschützt ist, eine finanzielle Entschädigung. Ferner werden Schutzzäune sowie spezielle Herdenschutzhunde staatlich gefördert. Leider werden diese Fördergelder selten abgerufen, da es wesentlich bequemer ist, den Abschuss der Wölfe zu fordern, als sich mit entsprechenden Schutzmaßnahmen zu beschäftigen. Auch wird oft vergessen, dass Schafe und Kühe nicht für einen Streichelzoo bestimmt sind, sondern am Ende ihres Lebens beim Schlachter landen. Dort in den Schlachthöfen geht es weit grausamer zu, als ein Wolf bei einem Riss vorgeht. Auch scheinen die gleichen Leute, die sich über das Verhalten der Wölfe ereifern, keine Skrupel zu haben, ihre Tiere nach Übersee zu verkaufen. Nach einem Transport, der albtraumhafter kaum sein kann, wartet in vielen Ländern der Tod durch Schächten auf die Tiere. Die Kollegen von 37 Grad haben Tiere in ihre Reise in die Hölle begleitet: Zu sehen heute Abend 22.15 im ZDF. https://www.youtube.com/watch?v=6f-Seqa4qys

 

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