Auf Wolfswegen im Spessart

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Ende Juni wurde ein Wolf im bayerischen Teil des Spessarts gesehen. http://www.br.de/nachrichten/unterfranken/wolf-im-spessart-gesichtet-100.html Das Mittelgebirge erstreckt sich zwischen Hessen und Bayern. Vor zwei Jahren wurde bei Bad Soden-Salmünster (im hessischen Teil) ein überfahrener Wolf gefunden. Im gleichen Jahr ein weiteres Tier auf der nördlichen Stadtautobahn bei Frankfurt am Main. Zumindest sind Wölfe hier durchgewandert. Vielleicht leben sie sogar bereits hier? Wir haben uns auf eine Spurensuche gemacht.  Der Spessart bietet auf jeden Fall einen idealen Lebensraum für Wölfe.

Wir haben einen Wanderweg bei Bad Orb im hessischen Teil des Spessarts ausprobiert, der viel Spannung und Abwechslung bietet und sich auch für Familien mit Kindern sehr gut eignet. Der Weg führt nicht nur auf einer breiten Spazierspur, sondern bietet echtes Naturerlebnis. Er führt über einen Holzsteg durch ein Feuchtgebiet, über einen schmalen Trampelpfad stark ab- oder aufwärts je nachdem in welcher Richtung man den Rundweg beginnt. Sogar Kunst gibt es am Wegesrand zu sehen. Der Jossgrunder (Jossgrund ist nur ein paar Kilometer von Bad Orb entfernt und ist ebenfalls Teil des hessischen Spessarts)  Künstler Faxe Müller   hat mitten im Wald Baumbemalungen vorgenommen. Er nennt sein Kunstwerke „WALDverWORTUNG“. Unser Fazit: Schöner Trip mit viel Naturerlebnis. Unsere „Wolfsbotschafter“ Anori  und Sanchia haben die Runde auch genossen.

Daten: Rundweg Nr. 14, zirka sechs Kilometer, gutes Schuhwerk ist nötig und man sollte auch gut zu Fuß sein. Mit kurzer, aber starker Steigung.

Hier weitere Infos und Anfahrtsbeschreibung: http://www.bad-orb.info/Media/Touren/Feuchtbiotop-Eschenkar-Bad-Orb-Rundweg-14

 

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Zu Besuch bei wölfischen Superstars

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Unsere Wölfe sind Filmstars!“

Wir befinden uns inmitten einer Schweizer Bergkulisse. Ein Wolf nähert sich mit leisen Schritten Kindern, die Ziegen hüten. Dann fletscht er bedrohlich die Zähne. Sind die Kinder in Gefahr? Im Film „Schellen Ursli“ schlägt ein kleiner Junge den Wolf mit seiner Stimme in die Flucht. Was in dem Kinofilm spannend und gefährlich wirkt, ist in Wirklichkeit die schauspielerische Glanzleistung der Filmwölfin Lobine. Sie ist ein American Wolfdog; und sie hat Ursprungsahnen wie der Wolf der mit Kevin Costner in dem berühmt gewordenen gleichnamigen Film tanzt.  „Allerdings fletscht Lobine nicht wegen den Kindern die Zähne, sondern weil sie unsere Tschechoslowakische Wolfshündin nicht mag. Wir bringen sie in ihre Nähe, und zeigt Lobine den Ausdruck,“ verrät Miguel (43) den Trick. „In Wahrheit ist Lobine sehr menschenbezogen, und sie mag auch Kinder sehr.“ Damit diese Szene so echt im Film aussieht, ist viel Training notwendig. Zirka 20 Minuten am Tag lernen die Tiere auf Kommando zu rennen, auf Kisten zu springen und auf einem Stein, dem so genannten Target, ruhig stehen zu bleiben.

Daniela im Training mit den Jüngsten. Lopane (ganz links) soll auf dem Stein sitzen bleiben. Belohnt wird mit Leckerli.

„Unsere Tiere erleben das Training allerdings wie ein Spiel und sie werden mit Leckerli belohnt,“ erklärt Daniela weiter. „Für den Kinderfilm lebte unser ganzes Filmtierrudel ein halbes Jahr mit den Schauspielern und den Machern des Films zusammen. Immer mit dabei: Ihr Wolfsmobil, ein Bus, den das Paar so umgebaut hat, dass die Wölfe gefahrlos zu den Filmsets reisen können. Mittlerweile sind sie sogar Europaweit unterwegs. Lobine, Lobeline und Co. spielen in Bibi und Tina, Tatort, Tschick, die dunkle Seite des Mondes und in vielen anderen Streifen mit. Auch für Shootings werden sie gebucht. Lobine stand auch schon mit Veronica Ferres und Maria Furtwängler vor der Kamera.  „Anfangs spielte Lobine in Schellen Ursli ihre Szenen noch an der Leine, später sogar ohne.“ Angst, dass sich Lobine unerlaubt vom Set entfernt, hatte Miguel damals überhaupt nicht. „Lobine ist ein echter Profi und sie hat ein absolut ruhiges und offenes Naturell, von dem auch unsere Nachwuchsstars profitieren.“ In einer anderen Szene macht Lobine einen Satz über die Kinder hinweg. „Das würde ein Wolf nie tun. In Wirklichkeit ist Lobine auf eine Kiste gesprungen, und auf der anderen Seite wieder herunter.

Daniela und Miguel leben mit ihren tierischen Filmstars bei Hannover. Dabei ist alles dem Wohlbefinden der Tiere untergeordnet. Das Gartenareal ist in zwei große Gehege untergliedert in der die Familienmitglieder des Rudels untergebracht sind, wenn Daniela und Miguel nicht zu Hause sind. „Normalerweise dürfen sie aber bei uns freilaufen. So kommt es auch, dass ein Wolf auf dem Sofa Platz nimmt. Was für andere Leute außergewöhnlich ist, erleben wir als ganz normal.“ Daniela arbeitet als Künstlerin und hat sich auf dem Familienanwesen eine Galerie aufgebaut. Viele ihrer Werke haben das Thema Wolf als Schwerpunkt. Für die Haltung seiner Tiere brauchte Miguel eine besondere Genehmigung und auch die Nachbarn mussten einverstanden sein. „Unsere Tiere leben wie Wölfe in einem Familienverband. Mit einem Unterschied. Normalerweise wandern Jungwölfe ab und eine neue Familie zu gründen. Bei uns leben drei Generationen friedlich unter einem Dach.“

Sofawolf Lobine.

 

Der Informatiker und Geologe und seine Frau leben inzwischen von den Filmgagen, die ihre Tiere einbringen. Reich werden sie durch ihren Beruf allerdings nicht. „Wir haben unsere Leidenschaft für die Tiere zum Beruf gemacht. Und sie danken es uns jeden Tag mit ganz viel Liebe.“ Sieben American Wolfdog und ein Tschechoslowakischer Wolfshund bekommen täglich hochwertiges Trockenfutter sowie ein Kilo frisches Fleisch mit Knochen pro Tier. Für Wölfe hatte das Paar schon immer ein Faible. „Es sind faszinierende Beutegreifer, die sich auch einen Platz in unserer Natur mehr als verdient haben. Freilebende Wölfe sind für Menschen nicht gefährlich. Auch in Deutschland nicht. Eher ist es umgekehrt. Naturentfremdung und mangelnder Wille die Tiere zu dulden, führen dazu, dass noch immer Wölfe illegal abgeschossen werden. Obwohl der Wolf europaweit zu denen am strengsten geschützten Tieren gehört. Dabei müsste doch inzwischen jeder wissen, das Rotkäppchen lügt,“ klagt Daniela an. Studien ergeben sogar, dass Wölfe ganze Regionen positiv verändern können. Wie am Beispiel des Yellow Stone National Park. In den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts werden dort mit großem Erfolg Wölfe ausgewildert, um gegen Waldschäden vorzugehen.

Daniela (36) mit Lobine (8)

 

So hoffen Miguel und Daniela mit ihren Tieren auch etwas zum Image von Wölfen beitragen zu können. „Wir können auch in Deutschland mit wilden Wölfen leben, wenn wir es nur wollen.“ Wie kamen die beiden auf die Idee ihre Tiere zu Filmwölfen auszubilden? „Früher wurden oft Schäferhunde oder Tschechoslowakische Wolfshunde für Filmeinsätze genommen. Leider wirkten diese Tiere oft nicht wie echte Wölfe. So kamen wir auf die Idee, mit unseren American Wolfdogs zu arbeiten, genauso wie es die Vorbilder in Hollywood machen. Diese Tiere haben einen Prozentsatz von 75% bis über 95 % Wolfsanteil und sind vom Wolf nur noch schwer zu unterscheiden. Wolfsdogs sind manchmal umgänglicher als normale Wölfe. Sie haben deshalb auch keinen Stress bei den Aufnahmen.“ Daniela und Miguel sorgen auch für einen Ausgleich zur Arbeit am Filmset. „Wenn wir nach dem Job durch sind mit ihnen, gehen wir ganz normal mit ihnen spazieren, dabei wirken unsere Stars (fast) wie ganz normale Hunde.“ Mehr über die Topstars auf vier Pfoten gibt es auf www.filmwoelfe.de

Miguel und Daniela beim Gassigehen,

 

 

 

 

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Zu Besuch im Wolfspark Werner Freund in Merzig

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„Auhuuuuuuu…“ Das Rudel Polarwölfe kommuniziert seine Zusammengehörigkeit. Mitten drin im Rudel sitzt Tatjana Schneider. Die Wölfe heulen mit ihr und sie mit ihnen. Darum herum ist kein weiterer Laut zu hören. Alles befindet sich im Gleichklang, pure Harmonie, echtes Gänsehautgefühl. Dabei polarisiert kaum ein Tier in Deutschland so sehr wie der Wolf. Die einen fürchten, die anderen lieben ihn. Tatjana arbeitet seit mehr als zwanzig Jahren mit und für Wölfe. Im Wolfspark in Merzig, dessen Leitung sie nach dem Tod des bekannten Wolfsforscher Werner Freund  Jahr übernommen hat, leben 24 dieser stolzen Tiere, darunter die weißen Polarwölfe, schwarze Timber- und graue Europäische Wölfe. Sie hat tagtäglich hautengen Kontakt zu den einzelnen Rudeln. Alle Elterntiere sind per Hand aufgezogen, damit sie ihre natürlich Scheu vor dem Menschen verlieren. Mit ihren wilden Vertretern in der Natur sind sie deshalb vom Verhalten her nicht zu vergleichen, auch wenn sie außerhalb ihres Geheges wieder scheu sein würden. Wilde Wölfe sind scheu und weichen dem Menschen aus. Handaufgezogene Wölfe haben diese Scheu nur gegenüber ihren menschlichen Adoptiveltern nicht. „Wölfe sind keine aggressiven Tötungsmaschinen, sondern faszinierende Beutegreifer, deren Sozialleben dem unseren so ähnlich ist. Auch sie leben in Familien, auch sie sorgen für ihre Jungen, auch sie kommunizieren miteinander. Doch im Gegensatz zum Menschen tötet ein Wolf nur, wenn er Hunger hat.“

Tatjana Schneider (48)

 

Neben Reh, Wildschwein und Co. fressen sie auch Schafe, die nicht ausreichend geschützt sind. Genau da treten die größten Probleme auf. Viele Schaf- und Nutztierhalter sind nicht bereit, ihre Gehege wolfssicher zu machen. Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten: Von Herdenschutzhunden bis hin zu speziellen Zäunen. Von vielen Bundesländern gibt es dazu sogar Unterstützungen, bzw. auch Entschädigungen. 70.000 Euro flossen im vergangenen Jahr an Betroffene. Auch ehrenamtliche Helfer engagieren sich im Herdenschutz.

Dabei verursachen Wölfe geringe Schäden. Zum Vergleich. Die Kirschessigfliege verursachte 2015 Schäden von zwei Millionen Euro. Viele Jäger, die den Wolf als Beutekonkurrenten sehen, sind nicht bereit das, Tier hier zu akzeptieren, obwohl Wölfe europaweit den höchsten Schutzstatus haben. Immer wieder kommt es zu illegalen Abschüssen. 20 Fälle sind bekannt. Auch Deutschlands erste Wölfin Einauge wurde gleich mehrmals Opfer von Wilderern. Als man das Tier nach seinem Tod untersuchte, fand man etliche Geschosse im Körper. Schüsse, die Einauge überlebt hatte. So verlor dabei sogar ein Auge, was ihr den Spitznahmen verlieht. Die Täter können so gut wie nie dingfest gemacht werden. Ob sie aus der Jägerschaft kommen ungewiss? Fakt ist aber, dass sich viele Landes- und Ortsgruppen der Jägerschaft gegen den Wolf aussprechen und entsprechende Propaganda betreiben. Sie sind bei vielen Entscheidern der Wirtschaft, bis hin in die Politik vernetzt. Politiker haben das Thema Wolf als Wahlkampfhilfe entdeckt.

EuropŠäische Wöšlfe
Brigitte Sommer bei Tatjana Schneider

Tatjana hat ein anderes Konzept als Parkgründer Werner Freund. Sie mischt sich in die Machtverhältnisse unter den Tieren nicht ein. „Für die Wölfe bin ich eine Art Tante, sie freuen sich wenn ich sie besuche, und nicht nur, wenn ich Futter bringe. Ich mische mich allerdings nicht in ihre Spiele ein. Im Laufe der Jahre ist so ein echtes Vertrauensverhältnis entstanden. Den Respekt vor ihnen verliere ich dennoch nicht. Schließlich sind es Wildtiere.“ Keine Frage, die Niederländerin hat sich mit ihrer Arbeit einen Lebenstraum erfüllt, dabei war ihr Start in den Job eher skurril. „Als ich Werner damals fragte, ob ich bei Handaufzuchten mithelfen durfte, grummelte er ein „ja“, schleppte mich aber sogleich mit in den Schlachthof. Er wollte testen, ob ich nicht nur fürs Kuscheln, sondern auch für den Alltag tauge, denn Wölfe fressen nun mal Fleisch und Mitarbeiter dürfen nicht davor zurückschrecken, kranke Tiere zu erlösen. Eine Zwergziege, die kerngesund als Wolfsfutter gespendet werden sollte, hat Werner Freund allerdings höchstpersönlich weitervermittelt,“ erzählt Tatjana lächelnd von der weichen Seite des raubeinigen Forschers. Genau wie Werner Freund, der ursprünglich Gärtner war, ist auch Tatjana Schneider eine Quereinsteigerin, hat sich ihr Wissen im Laufe der Jahre selbst beigebracht. Heute ist sie eine Koryphäe und gibt ihr Wissen an die nächste Generation weiter. Neben ihrem Engagement als Wolfsforscherin sind vor allem ihre Arbeiten als Malerin bekannt. Sie und ihr Freund Michael (37) kämpfen tagtäglich um das Image des Wolfes. So lässt die beiden auch die Diskussion um die in Deutschland wieder eingewanderten Tiere nicht kalt. „Es wird so viel Unsinn erzählt,“ erbost sich Tatjana. „In jedem Frühjahr wurden viele Wölfe gesehen. Manche Leute setzen diese Sichtungen mit mangelnder Scheu gleich. Das ist totaler Blödsinn. Die Wölfe, die man gesehen hat, waren allesamt Jungwölfe auf der Suche nach einem neuen Revier. Wie sollen sie es denn im dichtbesiedelten Deutschland hinbekommen, auf ihren Wanderungen nicht gesehen zu werden?“

EuropäŠischer Wolf.

Die Folge: Forderungen nach Abschuss wurde einem Jungwolf namens Kurti zum Verhängnis. Der Welpe hatte sich in Niedersachsen, im Gegensatz zur landläufigen Meinung, auch tagsüber sehen lassen, und er wirkte wenig scheu. Ein schwedischer Experte sollte das Tier im Frühjahr vergrämen. Doch es kam nicht dazu, weil der Wolf vor dem Wolfsschützer flüchtete, sich also doch scheu zeigte. Der Experte bescheinigte dem Jungtier daraufhin Ungefährlichkeit. Kurti wurde trotzdem am 28. April des vergangenen Jahres abgeschossen. Politiker, Landwirte und Jäger in Niedersachsen ernteten danach viel Kritik, weil sie die Angst geschürt haben sollten. Angeblich soll Kurti immer wieder Menschen erschreckt, und einen Labrador in den Po gebissen haben. Beweise? Fehlanzeige. Nicht einmal einen Nutztierriss konnte man dem Welpen nachweisen. Der prominente Tierfilmer Andreas Kieling beklagte via Facebook die Tötung von Bruder Wolf und Elli Radinger stelle in einem offenen Brief die Frage „War Kurti ein Bauernopfer? Wahrscheinlich ja.“  Doch auch die Reaktion einiger Naturschutzverbände konnten viele Menschen nicht nachvollziehen: Eine an die Öffentlichkeit gelangte Mail des Nabu an seine Mitglieder erklärte die Zustimmung zum Abschuss so: „Die Frage, ob dieses distanzlose Wolfsverhalten aus biologischer Sicht „normal“ oder „unnormal“ ist, tritt in den Hintergrund.“ Die Ängste der Menschen seien ausschlaggebend. Hunde- und Wolfsexperte Günther Bloch bezeichnete die Deutschen in einem Interview mit dem ZDF als naturentfremdet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Unterwegs in der Laußnitzer Heide

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Unser Mitglied Patrick Grube war mit Tochter und Hund unterwegs um nach einem Platz für unsere Wildkamera zu suchen. Hier ist sein kurzes Feedback:

Am heutigen Tag war ich, mit meiner Tochter und unserem Familienhund Murphy, in der wunderschönen Laußnitzer Heide unterwegs. Den besten Zugang bekommt man über die B97, zwischen Ottendorf-Okrilla und Laußnitz. Es gibt dort einen kleinen Waldparkplatz vom Forstamt  Laußnitz, linksseitig in Richtung Laußnitz. Wegen des starken  Verkehrs muss man gerade mit Kindern und Hunden allerdings bei Überquerung der Straße aufpassen. Doch dann taucht man hinein, in die Natur. Vom Waldparkplatz aus, sind es ca 15 Meter zurück zum Wolfsdenkmal (Jagddenkmal). Dieses wurde für den letzten Wolf errichtet, welcher am 11.11.1740 in der Heide geschossen wurde. Wir von Wolfsschutz setzen uns dafür ein, dass es in Zukunft kein zweites Denkmal dieser Art geben darf. 

Nach einer kleinen Waldwanderung und einer leckeren Brotzeit, haben wir uns auf den Weg gemacht einige wichtige Punkte für ein eventuelles Monitoring zu suchen und auch zu finden.

Es war ein sehr schöner Ausflug trotz der hohen Temperaturen ist es im Wald angenehm kühl,  und es lohnt sich.

Herzlichst Euer Patrick Grube

Bitte helfen Sie uns, damit wir die Wölfe in der Lausitz beschützten können. Dazu brauchen wir eigene Wildkameras.

Spenden: Erzgebirgssparkasse

IBAN DE 78 8705 4000 0725 0179 88

BIC WELADED1STB

 

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Eine Reise auf Pumpaks Spuren nach Polen

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von links: TWH Anori, Brigitte Sommer (Öffentlichkeitsarbeit), Alexander Januszkiewicz (Zoologe) und Katarzyna Bojarka (Biologin) sowie zwei Praktikanten.

 

Alexander Januszkiewicz , Volker Vogel, Fiona und Brigitte Sommer haben Katarzyna Bojarska (www.wilknet.pl) besucht. Die polnische Biologin ist diejenige, in deren Forschungsgebiet Pumpak aufgewachsen ist. Das Gebiet des Ruszow-Rudels, zu dem auch Pumpak gehört, ist riesengroß. Lichte Wälder mit Heidelbeerpflanzen wechseln sich mit Lichtungen ab. Zu vielen Ortschaften in diesem Gebiet führen keine geteerten Straßen. „Wir sind fast eine halbe Stunde auf Waldwegen gefahren, um zu der keinen Ortschaft Polana zu gelangen. Die Häuser stehen verteilt im Wald, der nächste Nachbar ist 500 Meter entfernt. Auch ein Auerhahnprojekt gibt es hier,“ sagt Brigitte Sommer. Die Biologin Katarzyna hat auch keinerlei Spuren mehr von Pumpak gefunden. Auch seine Schwester ist verschwunden. Was allerdings auch normal für zweijährige Wölfe ist. Sie wandern ab. Die Mutter hat einen neuen Partner. In Polen ist das Problem mit Wilderern fast noch schlimmer als in Deutschland, weil dort mit Schlingen gefangen wird.  Die eigentliche Beute sind Rehe und Hirsche der Wolf oft nur „Beifang.“ Katarzyna hat uns Bilder und Videos von Pumpak als Jährling gezeigt. Er kümmerte sich liebevoll um seine vier Geschwister, die alle noch am Leben sind, während seine Mutter auf Jagd ging. Er ist wirklich ein ganz außergewöhnliches Tier. Charakteristisch ist seine Stupsnase und ein heller Sattel auf der Schulter. Katarzyna hat sich einen Teil aus der Akte Pumpak kopiert.  In Polen fürchtet sich niemand vor Wölfen. Man lacht dort über die „German Angst.“ Mitten im Wolfsgebiet werden Kühe und Pferde gehalten.

 

„Wolfsbotschafter“ Anori pura Gioia vor einer Pferdekoppel. Die Tiere sind mitten im Wolfsgebiet so gut wie gar nicht geschützt. Es passiert dennoch nichts.

Es passiert ihnen gar nichts. Die Pferde, die übrigens so gut wie gar nicht gesichert sind, haben wir uns angesehen. Sie sind weder aufgeregt gewesen, noch haben sie scheu gewirkt. Im Gegenteil: „Sie sind neben uns hergelaufen und sie fanden unseren „Wolfsbotschafter“, unseren Tschechoslowakischen Anori, extrem interessant.“ Von Angst keine Spur. Kein Wunder, denn Pferde machen keinen Unterschied zwischen Wölfen und Hunden. Kinder spielen dort unbekümmert auf der Straße. Die Bushaltestellen sind mitten in der Natur. Keiner hat Probleme damit, selbst in der Dunkelheit, auf den Bus zu warten.

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