Beißvorfall in Polen und was deutsche Medien sowie der Jagdverband daraus machen

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Am 29.06.18 sollen in den Bieszczady-Bergen, dem östlichsten Teil der polnischen Karpaten, zwei Kinder im Alter von 8 und 10 Jahren von einem Wolf gebissen worden sein. Dabei sollen die Kinder nur leicht am Bein verletzt worden sein. Sie hätten nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus verlassen können. Der Vorfall soll sich in Südost-Polen in der Nähe zur Grenze zur Slowakei und zur Ukraine ereignet haben. Das Tier soll daraufhin von Jägern erschossen worden sein. Zwei Wochen zuvor soll dieses Tier einer Frau auf einem Campingplatz ins Bein gebissen haben. Auch diese leichte Verletzung wurde ambulant behandelt. Aufgrund dieses Vorfalls soll bereits eine Abschussfreigabe erteilt worden sein. 


Die Naturschutzorganisation „Wilk“ („Wolf“) ist in der Region mit dem Monitoring beauftragt. Zitat: 

„Der Wolf war in der Gegend wegen seiner ungewöhnlichen Vertrautheit mit Menschen bekannt (siehe Video). Aus dem Dorf Wetlina berichteten Einheimische und Urlauber, dass er auf der Suche nach Futter immer wieder Hinterhöfe von kleinen Gaststätten durchstöbert habe und sich für Bratwürste und „fish and chips“ interessierte. Die Naturschutzorganisation „Wolf“ war von Anfang an in den Fall einbezogen und arbeitete mit den Naturschutzbehörden und dem Bieszczady Nationalpark eng zusammen. Derzeit wird der erlegte Wolf veterinärmedizinisch obduziert. Insbesondere wird nach Anzeichen für Tollwut gesucht.

Wir wurden von den Behörden mit genetischen Analysen beauftragt, um die Herkunft des Tieres zu klären. Dabei wird sich auch zeigen, ob wir es womöglich mit einem Wolf-Hund-Mischling aus einer privaten Zucht zu tun hatten. Das Tier war ein vorjähriger Rüde mit etwas zu langen Ohren, die aber auch individuelle Wolfsmerkmale sein können. Er hatte keine älteren Verletzungen und war auch nicht an Räude erkrankt. Das Gebiss entsprach dem Lebensalter, zeigte aber auf der linken Kieferseite zwei stark angebrochene Eckzähne, was Verbeißen von Käfigdraht nahelegt. Seine Krallen waren kurz und beschädigt, ähnlich wie bei Hunden, die in Zwingern mit Betonboden leben.

Aufgrund seines ungewöhnlichen Verhaltens, seiner Krallen und gebrochenen Eckzähne haben wir eine erste Hypothese, dass der Wolf in einem Gehege gehalten wurde und entkommen konnte. In den Bieszczady-Bergen und in anderen Teilen der Karpaten, sowie in der Slowakei und in der Ukraine, wurden in der Vergangenheit illegal Wolfswelpen aus Wurfhöhlen genommen und in Gehege gebracht. Das passiert auch heute noch. Zwei Fälle wurden in den letzten Jahren in Ostpolen bekannt. Beide Tiere konnten aus ihren Käfigen befreit werden, müssen aber wegen ihrer Konditionierung weiterhin in Wildparks leben.“

Wir von Wolfsschutz Deutschland bedauern sehr, dass das Tier nicht betäubt wurde und in ein Gehege eines Wildparks gebracht worden ist. In Deutschland gibt es jährlich 30.000 bis 50.000 Beißvorfälle mit Hunden. Wenn dieser Vorfall von einem Wildschwein oder von einer Kuh verursacht worden wäre, wäre dies den Medien wahrscheinlich nicht einmal eine Meldung Wert gewesen. So aber soll es ein Wolf gewesen sein. Das Rotkäppchensyndrom ließ auch nicht lange auf sich warten. Die Stuttgarter Zeitung betitelte kurzerhand Polens Wölfe allesamt als Problemwölfe, der Autor forderte gar den Abschuss. (Siehe auch unseren offenen Brief). „Tag 24“ mischte den Vorfall in einer Überschrift kurzerhand mit den Wölfen in Sachsen. Die Jägerschaft forderte, Deutschlands Wölfe abzuschießen. Besonders hervor tat sich der niedersächsische Jägermeister Damman-Tamke, der auch schon an der Geschichte um den Jungwolf Kurti mitgewirkt hatte.

Hier das Video, das den mutmaßlichen „Wolf“ zeigt:

 

 

Unsere Meinung: Die Hatz auf den Wolf muss endlich ein Ende haben und die Medien sollten sich endlich ihrer Verantwortung bewusst werden, neutral und sachlich über das Thema Wolf zu berichten. Es kommt einem so vor, als gebe es in vielen Verlagen und Sendeanstalten Redakteure, die sich nur mit dem Wolf beschäftigen und begierig darauf warten, dass wieder ein Wolf irgend etwas gemacht hat, was er ihrer Ansicht nach (und natürlich nach Ansicht der vielen Lobbyisten und Politiker) nicht tun darf. An diesem Vorfall in Polen zeigt sich aber auch, dass es die Menschen oft selber sind, die durch Egoismus und falsches Verhalten selber an solchen Vorfällen Schuld sind. Es gibt keinen Grund, sich einen Wolf als Haustier zu halten, und sich anschließend darüber zu wundern, dass solche Tiere nicht scheu sind. Ein Wildtier einzusperren, ist Tierquälerei. Wieder einmal musste ein Wolf für die Dummheit von Menschen bezahlen: Mit seinem Leben. Recherche ist bei vielen Journalisten ein Fremdwort geworden. Einseitige Berichterstattung hat Vorrang. Das ist eine gefährliche Entwicklung in der Medienlandschaft, der nur mit der ständigen Widerlegung von mutwillig falschen Artikeln und Beiträgen ein Gegengewicht gesetzt werden kann.

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Offener Brief an die Stuttgarter Zeitung – warum verbreiten Sie Horror-Märchen?

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Liebe Frau Dake, Lieber Herr Dorfs. 

wir beziehen uns auf einen Artikel, der gestern in der Online-Ausgabe Ihrer Zeitung erschienen ist. Es geht um einen angeblichen Beißvorfall in Polen. Die Faktenlage ist dürftig. Es ist nur soweit bekannt, dass zwei Kinder mit Verletzungen an den Beinen in ein Krankenhaus eingeliefert worden sein sollen. Dass ein Wolf dafür verantwortlich sein soll, beruht bis dahin nur auf Hörensagen. Dennoch erdreistet sich Ihr Kollege Jens Mattern, einen reißerischen Artikel über den Vorfall zu schreiben. In Deutschland gibt es im Jahr 30.000 bis 50.000 Beißvorfälle mit Hunden, wobei das Schätzungen sind, denn hierüber wird keine genaue Statistik geführt. Selbst wenn sich herausstellen sollte, dass es ein Wolf gewesen ist, ist dies keine Rechtfertigung dafür, praktisch alle Wölfe in Polen zu Problemwölfen zu erklären.

Schon die Headline stellt eine Tatsachenbehauptung dar: „Ein Horrormärchen wird wahr“. Die Subheadline lautet, „In Polen hat ein Wolf Kinder verletzt“. Zu diesem Zeitpunkt ist die Informationslage derart dürftig gewesen, dass diese Behauptungen jeglichen seriösen Journalismus ad absurdum führen. Das kannte man bislang nur von Boulevardzeitungen, aber der Druck, Leser zu gewinnen, scheint nun auch bei Zeitungen wie Ihrer Praxis zu sein. Und im gleichen Stil geht es in Ihrem Artikel weiter: „Kein Märchen der Gebrüder Grimm,“ heißt es. Jeder Volontär im ersten Jahr lernt, dass es Brüder Grimm heißen muss, aber das nur am Rande. Was ist nur los in Ihrer Redaktion?

Ist das der seriöse Journalismus von heute? Ist es mittlerweile so, dass es die Funktion des Kommentars gar nicht mehr gibt, sondern in einem Bericht einfach nur noch geschrieben werden darf, was einem so einfällt und welche Meinung man hat? Wo bleibt die sachliche Recherche? Sie wäre möglich gewesen, aber wahrscheinlich nicht gewollt.

…soll man die Wölfe nicht endlich schießen?“, fragt Kollege Mattern weiter. Dieser Artikel ist nicht als Meinungsartikel gekennzeichnet. Eine sorgfältig recherchierte Geschichte sollte so geschrieben sein, dass sich der Leser selber einen Meinung bilden kann.

Dieses Machwerk ist dagegen schwer tendenziös und enthält dazu noch Falschinformationen. Die Webseite der polnischen Wolfsforscherin Sabina Nowak meldete heute, dass die abgenutzten Krallen des erschossenen Tieres darauf hinweisen, dass  es in Gefangenschaft gehalten worden ist. Zudem seien mehrere Zähne beschädigt, was dem Tier Schmerzen bereitet haben muss. Eine mögliche Erklärung für das außergewöhnliche Verhalten dieses Tieres. Auch ist nicht geklärt, ob es sich um einen gezüchteten Wolfsmischling gehandelt hat, der ausgesetzt wurde. Dies alles ist erst nach der genetischen Untersuchung geklärt. Diese ist erst Mitte nächster Woche zu erwarten.

Wir hoffen, dass Sie ihren Artikel richtigstellen. 

Viele Grüße nach Stuttgart
Verein Wolfsschutz Deutschland
Brigitte Sommer
1. Vorsitzende
Volker Vogel
Schriftführer

Hier geht es zu dem Artikel:

 

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.polens-problemwoelfe-ein-horrormaerchen-wird-wahr.aee52fd2-e5a7-44b8-a58d-7c59786d29d6.html

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Wolfsmischlinge – Schriftstück der DJGT erhebt schwere Vorwürfe gegen das Thüringer Umweltministerium

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Drei Tiere noch immer in Lebensgefahr!

Update zur Lage der Wolfsmischlinge in Thüringen. Stellungnahme der DJGT erhebt schwere Vorwürfe.

Auf unsere Anfrage vom 18.06.18 ob es Neuigkeiten zur Lage der Wolfsmischlingswelpen in Thüringen sowie ihrer Wolfsmutter gibt, erhielten wir lediglich die knappe Auskunft, dass noch drei Hybriden vorhanden sein müssten. Eine Abschussgenehmigung würde weiter vorliegen. Gegenwind bekommt das Thüringische Umweltministerium jedoch noch immer und von immer mehr Seiten. Wir von Wolfsschutz-Deutschland hatten Anzeige gegen Ministerin Siegesmund erstattet.  Siehe auch: http://wolfsschutz-deutschland.de/2018/03/27/drei-wolfswelpen-erschossen-wolfsschutz-deutschland-erstattet-anzeige-gegen-die-thueringer-umweltministerin-siegesmund/

Auch die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht e. V. erhebt mit ihrer Stellungnahme schwere Vorwürfe gegen die Behörde. Auch moniert die Vorsitzende Almuth Hirth, Richterin am BayObLG a.D. , die Vorgehensweise, dass die Welpen von einem eigens engagierten Trapper in Schlingfallen gelockt und anschließend von Jägern erschossen worden sein sollten. In einer Pressemitteilung des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz vom 27.03.2018 wird der Einsatz von Schlingfallen erwähnt, aus einem MDR-Bericht wurde der Passus entfernt. 

Abschuss mit keinem Gesetz vereinbar

Die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. wertet die Tötung und die dabei verwendeten Mittel der drei Hybridwölfe als rechtswidrig und spricht sich gegen den Abschuss der verbliebenen Tiere bei Ohrdruf aus. Es würde kein Ausnahmebestand vorliegen. Ebenso sei kein vernünftiger Grund im Sinne des Tierschutzrechts vorhanden. Nach wissenschaftlichen Aspekten gehörten Hybridwölfe zur Gattung Wolf. Auch aus artenschutzrechtlicher Sicht bestehe kein Grund zur Entnahme. Ausnahmen dürften nur zugelassen werden, wenn zumutbare Alternativen nicht gegeben wären. Weiter argumentiert die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V., dass das Muttertier zwar mutmaßlich 65 Schafe im näheren Umkreis gerissen hätte, in Thüringen aber zirka 120.000 Schafen gehalten werden würden. So käme eine Entnahme zur Abwendung erheblicher wirtschaftlicher Schäden auch nicht in Betracht. Weiterhin entkräftet das Gutachten eine Entnahme im Interesse der Gesundheit des Menschen, im öffentlichen Interesse sowie aus Gründen des Artenschutzes. Zitat: „Die Entnahme von Hybridwölfen aus der Natur wird mit Artenschutzgründen und damit begründet, dass international Einigkeit darüber besteht, dass die Hybridisierung  für die Wolfspopulation unerwünscht ist. Dies kann den Schutzstatus der Hybriden nicht beseitigen und stellt keinen vernünftigen Grund dar. Auch gegenüber reinrassigen Wölfen könnte man argumentieren, das sie unerwünscht sind und so den Artenschutz ad absurdum führen.“

Die Tötung der Wolfshybriden sei unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt gerechtfertigt gewesen. Auch die Verwendung von Schlingfallen verstöße  sowohl gegen Naturschutzrecht als auch gegen das Tierschutzrecht. Dies gelte auch für die verbliebenen Wolfshybriden, heißt es in dem Gutachten zum Abschluss.

Hier geht es zum kompletten Schriftstück: Formatiert RW Abschuss Hybridwolf_Endversion_überarbeitet-1-1

Besenderung der Mutterwölfin überflüssig

Das Ministerium gab uns darüber hinaus Auskunft darüber, dass über die Besenderung der Wolfsmutter im Herbst 2018 neu entschieden werden müsse. Hier müssten beispielsweise erneut Fallen aufgestellt werden. Wir sind der Meinung, dass auch überhaupt kein vernünftiger Grund für die Besenderung der Wolfsmutter vorliegt. Vielmehr sollten Nutztierhalter in der richtigen Handhabe von Zäunen und gegebenenfalls Herdenschutzhunden unterwiesen werden. Wir widersprechen erneut der Tötung der verbliebenen Wolfsmischlinge.

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Rotkäppchen mit Pinocchio-Syndrom in Baden-Württemberg? Ein Gastkommentar von Conny Spineti

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Conny Spineti betreibt selbst einen Gnadenhof, auf dem neben Wolfshunden auch viele Pferde leben.

Faktencheck über schlecht recherchierten Propaganda-Journalismus um das „reißerische“ Thema Wolf und Pferd

Nach einem Infoabend einer Pferdehalterin und selbsternannten Wolfsexpertin in Baden-Württemberg, veröffentlichte diese in einer Wolfsgegner FB Gruppe ihren Bericht über ihr spärlich besuchtes Event Ende Mai. Obwohl sich die Ankündigung zu dieser Veranstaltung in einer nicht unbekannten Zeitung im süddeutschen Raum, eher wie eine  Werbung für das so genannte Wolfs-Expertenteam der Wolfsgegner las, war am Mangel der Zuhörer mal wieder das Wetter Schuld – oder lag es doch an der vorangegangenen journalistischen Berichterstattung, die sich eher wie ein Grimmiges Märchen las? Nun: Charles Perrault hatte schon 1697 mit le petit chaperon rouge (Rotkäppchen) davor warnen wollen, dass Eltern aufpassen sollten, ihre kleinen Mädchen nicht mit dem großen Unbekannten in den dunklen Wald gehen zu lassen – denn beim Lesen der Anti-Wolf-Reportage wird es richtig finster:

Investigativer Journalismus? Fehlanzeige; Wölfe würden Pferde angreifen, Wölfe würden Menschen angreifen, Wölfe würden Jagdhunde umbringen – das gab es vorab zum Einstand in der „neutralen“ Diktion der Zeitung zu lesen. Pikant: der Schreiber soll ein Bekannter der Pferdehalterin gewesen sein.

Nun aber zum „sachlichen“ Bericht der Wolfs-Expertin, dessen Inhalt im Vergleich zum journalistischen Werk des Reporters in Sachen profundem Halbwissen in nichts nachsteht.
Der ebenfalls zu diesem Expertenteam gehörende Jäger soll von sich gegeben haben, dass es die Jäger seien, die ihren Wald und „ihre“ Tiere kennen und keine fremden Crashtrupps in ihrem Revier haben wollen, denn der Jäger lehnt von Naturschützern vorgeschlagene Eingreiftruppen ab. (Naturschützer = Crashtrupps = „sachlich“?)
Das Bundesland BaWü sei noch am Anfang in Sachen Pferd und Wolf, wird weiter konstatiert und dass es offensichtlich von ‚“oberen Stellen“ nicht erwünscht wäre, wenn Übergriffe auf Pferde zu schnell bekannt werden würden. Ferner sei die Presseabteilung eines Pferdezuchtvereins mehrmals erstaunt darüber, was es hierüber zu hören gegeben habe und wie teilweise mit solchen Vorkommnissen verfahren worden sei. Aktuell könne man die Gründe hierzu bestenfalls erahnen aber die Expertin versprach, weiter dran zu bleiben und vor allem, „weiter zu sammeln“.

Nun kann man sich fragen: was will sie denn „weiter“ sammeln? Was – außer Andeutungen und Gerüchten, wurde denn bisher publiziert?
Die Expertin impliziert einen vermeintlich bereits stattgefunden Wolfsübergriff auf ein Pferd in Ba-Wü, ohne jedoch weitere Quellenangaben zu machen; z.B. über das Datum, über den „Tatort“ oder ob es sich um ein ausgewachsenes Pferd oder ein Fohlen gehandelt haben soll oder oder oder – ach ja, ich vergaß, die „oberen Stellen“ wollen ja nicht, dass das bekannt wird.

Es gab keinen einzigen Wolfsangriff auf Pferde in Haltung!

Die Wolfsgegner Gruppe hat Fragen zur Qualifikation der Expertin oder zu den angedeuteten Wolfsübergriffen auf Pferde gelöscht. Dem Admin blieb angesichts offensichtlicher Erklärungsnot wohl auch nichts anderes übrig.
Als kleine Gegendarstellung darf ich mit Erlaubnis von Herrn Dr. Herdtfelder, Wolfsmonitoring Ba-Wü, ausdrücklich die Information (Stand: 13.06.2018, 14 Uhr) veröffentlichen, dass es einen solchen Vorfall (Wolf / Pferd) in Ba-Wü nicht gegeben hat, da dieser, wenn geschehen, auch öffentlich und transparent kommuniziert worden wäre.

Herr Dr. Herdtfelder und ich waren uns auch einig, dass es jeder Logik entbehrt, ausgerechnet über angeblich auf Pferde stattgefundene Übergriffe nicht berichten zu wollen; wer von uns beiden den Begriff „Verschwörungstheorien“ aufgegriffen hatte, ist eigentlich nebensächlich, denn o.g. Berichterstattung des selbst ernannten Expertenteams inklusiv vorangegangener Journalie einer ehemals seriösen Zeitschrift kann man getrost in den Bereich der üblichen Grimmigen Märchen verschieben – oder am besten, ab zum Reiß-Wolf damit!

Hier geht es zum Bericht:

Quelle: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.pferdehalter-treffen-sich-in-denkendorf-der-wolf-und-die-pferde.74b72dac-776a-4f73-845a-bc79ea829aff.html

 

 

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Faktencheck in Sachsen-Anhalt: Kälbchen als Köder für Wölfe?

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Dass auf dem Truppenübungsplatz Klietz Wölfe leben, ist in Sachsen-Anhalt nichts Neues. Eigentlich müssten sich ja auch Nutztierhalter auf die Situation längst eingerichtet haben. Dennoch kommt es in der Umgebung des Truppenübungsplatzes immer wieder zu merkwürdigen Vorfällen. So auch am 2. Juni 2018. „Und dann lag da das angefressene Kälbchen“, schildert Christian Knees, Vorstandsvorsitzender der Schollener Agrargenossenschaft, die Situation in der Volksstimme.

Christian K. befürchte, wird der Leiter der Agrar Genossenschaft in einem Artikel vom vierten Juni in der der Volksstimme zitiert, sich von der Mutterkuhhaltung zu verabschieden, wenn es zu weiteren Übergriffen käme. Deshalb hadern Christian K. und seine Berufskollegen auch mit der Situation, schreibt die Volksstimme. „Einerseits wird erwartet, dass die Tierhaltung möglichst naturnah auf der Weide erfolgt, andererseits aber schützt man den Wolf und lässt ihn gewähren – das passt nicht zusammen!“ Er will auch keinen finanziellen Ausgleich für das gerissene Kalb, sondern fordert eine generelle Lösung zum Umgang mit dem Wolf.,“ zitiert die Volksstimme weiter.

Kein Schutz für die Mutterkühe!

Dass es dem Vorstandsvorsitzenden der Agrargenossenschaft nicht um einen finanziellen Ausgleich geht, können wir nachvollziehen. Selbst wenn ein DNA-Test keine Totgeburt, wie es bei Weidetieren oft der Fall ist, sondern einen Wolf als Verursacher bestätigen wird,  kann der Halter  nicht auf Entschädigung hoffen.  Seine Herde ist nämlich so gut wie gar nicht geschützt. Kälbchen können leicht durch den Zaun nach außen gelangen und sind so ohne Schutz ihrer Mutterkuhherde. Die Situation, die unser Wolfsfreund vor Ort vorfand, glich schon einem Anfütterungsszenario. Dazu passt auch, dass der Landwirt nicht über Schutzmaßnahmen für seine Kühe spricht, sondern eine generelle Lösung zum Umgang mit dem Wolf fordert, was in diesen Kreisen oft nichts anderes als Abschuss bedeutet.

Handelt so ein Tierhalter, dem das Wohl seiner anvertrauten Tiere wirklich etwas bedeutet? Oder sollen hier wieder einmal Fakten für Abschussforderungen geschaffen werden?

Hier der Bericht:

Die Weide liegt in naturnaher Umgebung zwischen Elbe und Havel in einem Naturschutzgebiet zwischen einem See im Norden und dem Truppenübungsplatz im Süden. Auf letzterem ist das beschuldigte Wolfsrudel beheimatet.

Der Zaun besteht aus Robinienpfählen, an denen vier Drähte in Höhenabständen von ca. 30cm, 60cm, 90cm und 120cm ab Boden befestigt sind. Nur der blaue Draht in 60cm Höhe ist der Stromdraht. Die drei anderen Drähte sind stromfreie Stacheldrähte. Soweit der Plan. Nun die kritischen Ausnahmen.

An verschiedenen Stellen verläuft der Stromdraht in deutlich größeren Abständen zu den angrenzenden Stacheldrähten als die sonst 30 Zentimeter. An zwei Stellen sind  50 Zentimeter Abstand. An einer diesen beiden Stellen war der Stromdraht sogar mit dem untersten Stacheldraht in ca. 32 Zentimter Höhe vom Boden fest verhakt (siehe Bilder). Bleiben den Wölfen ab 30 Zentimeter Höhe vom Boden also 50 Zentimeter Platz zum Durchschlüpfen. An diesen Stellen – zum TrÜbPl hingewandt und nahe der Herde – kommen Wölfe sicher gut durch den Zaun.  Der Hammer: Der Stromdraht führte KEINEN Strom (Fingertest mit Überwindung!). Wieder ein Fall von einem Projekt zum Anfüttern von Wölfen, damit dann der Abschuss gefordert werden kann?

 

Quellen:

 https://www.volksstimme.de/lokal/havelberg/weide-bei-schollene-sorge-dass-der-wolf-weitere-kaelber-reist

http://www.maz-online.de/Lokales/Havelland/Drei-Woelfe-leben-auf-dem-Truppenuebungsplatz-Klietz

 

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Der Wolf in Baden-Württemberg – Wir müssen reden…über Zäune, die am Rand von Bächen nicht geschlossen sind

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Brigitte Sommer, Vorsitzende Wolfsschutz-Deutschland

Kommentar – (07.05.15) Die Aufregung war groß, am Morgen des 30.April. Ein Schäfer meldete der zuständigen Forstlichen Versuchsanstalt Baden-Württemberg (FVA) gerissene Schafe.

Insgesamt waren 44 Schafe tot.  Wer der Täter ist, wollen Schäfer und Medien auch gleich festgestellt haben. So ein „Massaker“ kann natürlich nur der Wolf verursacht haben. Schon war die Rede von „Blutrausch“. Die Landwirtschaftsministerin Klöckner forderte gar den Abschuss. Die Landwirtschaftsministerin? Tageszeitungen und Boulevardpresse steigerten sich gegenseitig in Formulierungen hoch. Dabei steht bis zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht fest, ob wirklich ein Wolf am Werk war.

(UPDATE: 09.05.18 – Es wurde der Wolf als Verursacher bestätigt.)

Viele Schafe sind auch nicht direkt durch Bisse getötet worden, sondern sie wurden Opfer der besonderen Situation vor Ort.

Der Zaun war an der Bachseite nicht vorhanden. Für einen Beutegreifer oder einen Hund also eine Einladung zum Fast Food. An den drei weiteren Seiten war der Zaun geschlossen, so dass die Tiere nicht flüchten konnten.  Einige sollen im Fluss ertrunken sein. Von einigen  Schafen wurden Rissabstriche genommen und ans Senckenberg Institut geschickt. Das Ergebnis dauert ein bis zwei Wochen. Zeit genug also, für Weidetierhalter , Jäger und Politiker sich weiter zu entrüsten.

Warum entrüstet sich niemand über den Zaun, bzw. nicht vorhandenen Zaun?

Vor rund 20 Jahren kamen die ersten Wölfe wieder zurück nach Deutschland. Dies dürfte eigentlich auch für Baden-Württemberg Zeit genug gewesen sein, um für Weidetierhalter ein Konzept vorzulegen und Schäfer entsprechend zu schulen und zu informieren. Es kann durchaus ein Wolf gewesen sein, der hier seine Chance genutzt hat. Ein einzelner Wolf kann mehrere Schafe töten. Dieses Verhalten hat aber überhaupt nichts mit einem „Blutrausch“ zu tun. Der Wolf ist ein Beutegreifer. Normalerweise tötet er ein Tier und der Rest flieht. Was in der Natur funktioniert, gerät bei Schafen, die wegen des Zauns nicht fliehen können, aus dem Gleichgewicht. Der Beutereflex wird solange ausgelöst, bis alle Tiere tot sind. Dieses Phänomen ist auch bei Füchsen im Hühnerstall bekannt.

Fakt ist, dass es in der Gegend Wolfssichtungen gab. Es wird vermutet, dass es sich um ein Jungtier aus Schneverdingen (Niedersachsen) handeln könnte, das sich dort in der Gegend nun niedergelassen hat. Schon wird wieder der Ruf nach Abschuss laut. Nichts als Populismus, dies sollte den Verantwortlichen klar gemacht werden. Denn es ist gewünscht, dass der Wolf zurück in seine Heimat kommt. Entsprechende Verträge hat auch Deutschland unterzeichnet. Wer Abschüsse nach dem Vorbild von Schweden fordert, übersieht schlicht die Tatsache, dass gegen Schweden ein EU-Verfahren läuft. Sollten also in Baden-Württemberg Wölfe getötet werden, käme ein solches Verfahren auch auf Deutschland zu.

 

Brigitte Sommer

Erste Vorsitzende Wolfsschutz-Deutschland, Verein in Gründung

Quellen:

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.bad-wildbad-der-wolf-gekommen-um-zu-bleiben.ed446e5b-91cd-4622-a738-ff0d17b88eec.html

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.bad-wildbad-wolfsangriff-experte-gibt-neue-details-bekannt.1c0d0557-709c-4ab8-bbdd-0e4732ea0afa.html

https://www.n-tv.de/politik/Kloeckner-will-Wolfsabschuss-ermoeglichen-article20413551.html

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/genanalyse-wolf-hat-schafe-in-baden-wuerttemberg-getoetet-a-1207094.html

 

 

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Brandenburger Wolfsverordnung – Will die Jägerschaft mit einer Rissprovokation in Kemlitz Fakten kreieren?

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Kemlitz – Der Nordkurier meldet heute, dass in Kemlitz erneut Schafe gerissen worden seien. Diese Schafe standen Monate lang völlig ohne Schutz auf einer Lichtung mitten im Wald. Mehrmals machten wir Bilder von der Lage vor Ort und schalteten auch diverse Behörden ein. Mindestens einmal sind die Schafe auch ausgebrochen. War dieses Verhalten des Halters gewollt? Sollten die Schafe gerissen werden? Vieles weist darauf hin. Und nun lässt sich Herr  Feimann von einem Fotografen des Nordkuriers ablichten und betrauert seine angeblich so wertvollen Tiere? Warum hat er sich dann mutmaßlich Monate lang nicht um seine Tiere gekümmert Er stellt sich in dem Bericht als Weidetierhalter und Schäfer dar, dass er auch Jäger ist, wird nicht sofort deutlich. Ebenso wenig, dass er dort ein privates Jagdgelände hat. Nur in einem Nebensatz informiert das Onlinemedium darüber, dass Herr Feimann Mitglied des Jagdverbandes ist.

Zitat: „Tierhalter Frank Feimann äußerte sich gegenüber dieser Zeitung entsetzt. „Wir haben uns extra auf den Erhalt gefährdeter Nutztierrassen konzentriert“, sagte Feihmann. „Das ist in Brandenburg wohl künftig nicht mehr möglich.“ Die Tiere hätten hinter einem 90 Zentimeter hohen Weidezaun mit vier stromführenden Litzen gestanden und seien trotzdem von Wölfen gerissen worden. „Wir haben Angst, dass wir unsere Tierhaltung an den Wolf verlieren“, sagt Feimannn, der auch Mitglied des Landesjagdverbands ist.“

Mehrmals waren wir vor Ort und wir haben eine gänzlich andere Situation vorgefunden. Die Schafe hatten keinen Wetterschutz, kein frisches Futter, kein Wasser und Strom war auch nicht auf dem Zaun.

Nun meldet sich auch der Präsident des Landesjagdverbandes zu Wort. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Zitat: „Jagdverband fordert Umsetzung der Wolfsverordnung

Dessen Präsident, Dirk-Henner Wellershoff, sprach gegenüber dieser Zeitung von „dramatischen Erlebnissen.“ „Die Menschen in der Region sind geschockt, wenn sie angefressene, traumatisierte Schafe auf dem Acker sehen.“ In der letzten Woche habe der Verband Videos vom wenige hundert Meter vom Forstgut entfernten Wildpark Johannismühle erhalten, die zeigen, wie drei Jungwölfe um die den Wildpark herumstreunten.

In der Nähe, bei Schöbendorf, sei ein weiterer Wolf am hellichten Tag hinter einem Trecker hergelaufen. „Ich finde dieses Verhalten merkwürdig“, sagte Wellershoff.“

Als Präsident des Jagdverbandes müsste Herr Wellershoff doch wissen, dass die Jungwölfe nun wandern, es also ganz normal ist, ein solches Jungtier zu sehen.

Muss in Zukunft befürchtet werde, dass solche Geschichten massenhaft konstruiert werden, nur um die Wölfe loszuwerden? Dies hatten wir bereits mit dem Start der Brandenburger Wolfsverordnung befürchtet. Im Gegensatz zu den großen Orgas stimmen wir dieser Verordnung nicht zu. Wir haben eine Petition unter www.change.org/brandenburgwoelfe gestartet.

Hier unsere Checks der Lage vor Ort: http://wolfsschutz-deutschland.de/2018/01/28/rissprovokation-undoder-der-versuch-einer-illegalen-wolfsbeseitigung-update-zur-lage-der-schafe-in-kemlitz/

Hier der Artikel: https://www.nordkurier.de/brandenburg/wolf-reisst-seltene-bergschafe-1731798304.html

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Update zum Fall in Thüringen: Wurden die Wolfsmischlingswelpen erst eingefangen und dann erschossen?

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Thüringen – Wurden die drei Mischlingswelpen, die von ihrer Wolfsmutter alleine erfolgreich über den Winter gebracht wurden, erst eingefangen und dann erschossen? Stimmt dies, dann wäre der Skandal um die Tötung der Welpen noch ungeheuerlicher, als ohnehin schon. Denn für die Welpen war bereits ein Platz in Alternativen Bärenpark reserviert. In einem Artikel des MDR stand folgendes:

Kurze Zeit später korrigierte der MDR diese Fassung und behauptete, dass dieser Part nicht der Wahrheit entsprochen hätte.

Wir sind der Meinung, dass diese Beschreibung viel zu konkret schildert um daraus einfach auf einen fehlerhaften oder gar tendenziösen Inhalt zu deuten. Wir recherchieren fast täglich tendenziösen und falschen Inhalten nach. Diese sind gänzlich anders aufgebaut. Hat der MDR etwa einen Maulkorb erhalten? Einiges deutet darauf hin, denn dass wirklich ein Experte aus den USA hinzugezogen worden ist, schreibt auch die dpa. Zitat aus der Meldung:

Zitat aus einer DPA-Meldung: Experte aus den USA hilft

Der Experte Jacob Fischer gab Einblicke in die schwierigen Fangversuche. Das Ministerium hatte den US-Amerikaner eigens für die Fangaktionen hinzugezogen, weil Fachleute des sächsischen Wolf-Instituts Lupus zu ausgelastet waren. Fischer erklärte, dass es mit den in Deutschland erlaubten Fallen schwierig sei, so intelligente und scheue Tiere in einem so großen Gebiet wie dem Truppenübungsplatz zu fangen.

Auch in den USA kenne man das Problem der Hybridisierung, sagte Fischer. Nicht nur Hunde, auch Kojoten paarten sich dort mit Wölfen. Präventivmaßnahmen treffe man nicht. «Man lebt mit dem Problem», so Fischer. «Zur Vermischung von Genpools kommt es überall, besonders dort, wo es zu Spannungen zwischen Menschen und Natur kommt.

Laut einer Meldung der Presseagentur dpa soll die Jagd nach den Welpen in Thüringen sogar noch weitergehen. Fast 100.000 Euro soll die ganze Aktion gekostet haben. Mit einer solchen Summe hätte man die Weiden in der ganzen Ohrdrufer Umgebung sicher einzäunen können. Doch die Ministerin hatte anscheinend anderes im Sinne.

O-Ton aus der Presseerklärung, den man durchaus so interpretieren kann, dass die vom MDR gelöschte Fassung bestätigt wird. „Seit einigen Wochen haben wir Stufe 2 der Entnahmebemühungen gezogen, also sowohl Fangen als auch Abschuss. Uns war klar, dass angesichts der kommenden Weidesaison die Zeit drängt. Weil das Umsetzen des Wolfsmanagementplanes in unserer Verantwortung liegt, haben wir die Pflicht zu handeln.“

 

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Drei Wolfswelpen erschossen – Wolfsschutz Deutschland erstattet Anzeige gegen die Thüringer Umweltministerin Siegesmund!

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Thüringen – Laut einer Pressemitteilung des Umweltministeriums Thüringen sind drei der sechs Wolfsmischlingswelpen, die zusammen auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Ohrdruf lebten, erschossen worden.

Anja Siegesmund: „Wir standen seit dem Bekanntwerden der sechs Wolf-Hund-Mischlinge vor der Aufgabe, die Tiere aus der freien Wildbahn zu entfernen. Dafür tragen wir Verantwortung – zum Schutz der bedrohten Art Wolf. Wir haben mit hohem Aufwand intensiv versucht, die Tiere lebend zu fangen, um sie in den alternativen Bärenpark nach Worbis zu bringen. Verabredungsgemäß sind Mittel in den Ausbau entsprechender Gehege in hoher fünfstelliger Höhe geflossen. Bei den Fallen haben wir auf Kasten- und Schwingfallen gesetzt, die in dieser Kombination und Dichte erstmals so in der Bundesrepublik aufgestellt worden sind. Seit einigen Wochen haben wir Stufe 2 der Entnahmebemühungen gezogen, also sowohl Fangen als auch Abschuss. Uns war klar, dass angesichts der kommenden Weidesaison die Zeit drängt. Weil das Umsetzen des Wolfsmanagementplanes in unserer Verantwortung liegt, haben wir die Pflicht zu handeln.“

Wir von Wolfsschutz Deutschland sind entsetzt darüber, dass sich eine Grüne Umweltministerin über jedes Recht und Gesetz hinwegsetzt.

Wir erstatten Anzeige gegen die Ministerin und gegen die oder den unbekannten Schützen. Des weiteren senden wir eine Beschwerde an die EU.  Der Wolf und Mischlinge der ersten Generation sind nach…

– Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA) Anhang II

– EG Verordnung 338/97 Anhang A

– FFH Richtlinie 92/43/EWG Anhang II; prioritäre Art

– FFH Richtlinie 92/43/EWG Anhang IV

– Berner Konvention Anhang II

…streng geschützt. Jeder Art der Nachstellung, Störung und der Tötung sind verboten. Die Kosten für die „Tötung“ der Welpen gehe an die 100.000 Euro zu, heißt es in einem Bericht des MDR. Wir sind erstaunt und enttäuscht über das Ausmaß an Empathielosigkeit, an der immer mehr deutsche Politikerinnen und Politiker zu leiden scheinen. Allerdings kommt hier nicht nur die Herzlosigkeit zum Tragen, sondern auch die Verschwendung von Steuergeldern und völlige Ahnungslosigkeit im Bereich natürliche Abläufe in der Natur.

In einem aktuellen  Fachaufsatz ist erneut aufgeführt, dass sowieso in den Genen der Wolfspopulation auch in geringem Maße Hundegene vorhanden sind. Wie die Hundegene dort hineingelangen ist logisch. Nämlich durch gelegentliche Vermischung.  https://scienmag.com/new-genetic-research-shows-extent-of-cross-breeding-between-wild-wolves-and-domestic-dogs/

Es gibt seit Jahrhunderten immer wieder einmal Mischlinge zwischen Hunden und Wölfen, hatten wir im vergangen Jahr bereits geschrieben. Die schwarze Fellfarbe der amerikanischen Wölfe ist so entstanden. In unserem offenen Brief vom 13. Oktober 2017 http://wolfsschutz-deutschland.de/2017/10/13/frau-ministerin-siegesmund-nehmen-sie-den-schiessbefehl-zurueck/ haben wir bereits aufgeführt, dass die Natur  dies durch „natürliche Rückzüchtung“ alleine löst. In einem zweiten offenen Brief haben wir erneut gewarnt: http://wolfsschutz-deutschland.de/2018/01/22/offener-brief-an-umweltministerin-siegesmund-heben-sie-auch-den-zweiten-schiessbefehl-auf-die-thueringer-wolfswelpen-auf/

 

Brigitte Sommer

Erste Vorsitzende

Alexander Januszkiewicz

Stellvertretender Vorsitzender

 

Wolfsschutz Deutschland, Verein in Gründung

 

Hier geht es zur Pressemeldung des Umweltministeriums

https://www.thueringen.de/th8/tmuen/aktuell/presse/103860/index.aspx

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Drei Wolfswelpen erschossen – Wolfsschutz Deutschland erstattet Anzeige gegen die Thüringer Umweltministerin Siegesmund!

Veröffentlicht 2 KommentareVeröffentlicht in Allgemein, Wir widersprechen

Thüringen – Laut einer Pressemitteilung des Umweltministeriums Thüringen sind drei der sechs Wolfsmischlingswelpen, die zusammen auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Ohrdruf lebten, erschossen worden.

Anja Siegesmund: „Wir standen seit dem Bekanntwerden der sechs Wolf-Hund-Mischlinge vor der Aufgabe, die Tiere aus der freien Wildbahn zu entfernen. Dafür tragen wir Verantwortung – zum Schutz der bedrohten Art Wolf. Wir haben mit hohem Aufwand intensiv versucht, die Tiere lebend zu fangen, um sie in den alternativen Bärenpark nach Worbis zu bringen. Verabredungsgemäß sind Mittel in den Ausbau entsprechender Gehege in hoher fünfstelliger Höhe geflossen. Bei den Fallen haben wir auf Kasten- und Schwingfallen gesetzt, die in dieser Kombination und Dichte erstmals so in der Bundesrepublik aufgestellt worden sind. Seit einigen Wochen haben wir Stufe 2 der Entnahmebemühungen gezogen, also sowohl Fangen als auch Abschuss. Uns war klar, dass angesichts der kommenden Weidesaison die Zeit drängt. Weil das Umsetzen des Wolfsmanagementplanes in unserer Verantwortung liegt, haben wir die Pflicht zu handeln.“

Wir von Wolfsschutz Deutschland sind entsetzt darüber, dass sich eine Grüne Umweltministerin über jedes Recht und Gesetz hinwegsetzt.

Wir erstatten Anzeige gegen die Ministerin und gegen die oder den unbekannten Schützen. Des weiteren senden wir eine Beschwerde an die EU.  Der Wolf und Mischlinge der ersten Generation sind nach…

– Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA) Anhang II

– EG Verordnung 338/97 Anhang A

– FFH Richtlinie 92/43/EWG Anhang II; prioritäre Art

– FFH Richtlinie 92/43/EWG Anhang IV

– Berner Konvention Anhang II

…streng geschützt. Jeder Art der Nachstellung, Störung und der Tötung sind verboten. Die Kosten für die „Tötung“ der Welpen gehe an die 100.000 Euro zu, heißt es in einem Bericht des MDR. Wir sind erstaunt und enttäuscht über das Ausmaß an Empathielosigkeit, an der immer mehr deutsche Politikerinnen und Politiker zu leiden scheinen. Allerdings kommt hier nicht nur die Herzlosigkeit zum Tragen, sondern auch die Verschwendung von Steuergeldern und völlige Ahnungslosigkeit im Bereich natürliche Abläufe in der Natur.

In einem aktuellen  Fachaufsatz ist erneut aufgeführt, dass sowieso in den Genen der Wolfspopulation auch in geringem Maße Hundegene vorhanden sind. Wie die Hundegene dort hineingelangen ist logisch. Nämlich durch gelegentliche Vermischung.  https://scienmag.com/new-genetic-research-shows-extent-of-cross-breeding-between-wild-wolves-and-domestic-dogs/

Es gibt seit Jahrhunderten immer wieder einmal Mischlinge zwischen Hunden und Wölfen, hatten wir im vergangen Jahr bereits geschrieben. Die schwarze Fellfarbe der amerikanischen Wölfe ist so entstanden. In unserem offenen Brief vom 13. Oktober 2017 http://wolfsschutz-deutschland.de/2017/10/13/frau-ministerin-siegesmund-nehmen-sie-den-schiessbefehl-zurueck/ haben wir bereits aufgeführt, dass die Natur löst dies durch „natürliche Rückzüchtung“ alleine löst. In einem zweiten offenen Brief haben wir erneut gewarnt: http://wolfsschutz-deutschland.de/2018/01/22/offener-brief-an-umweltministerin-siegesmund-heben-sie-auch-den-zweiten-schiessbefehl-auf-die-thueringer-wolfswelpen-auf/

 

Brigitte Sommer

Erste Vorsitzende

Alexander Januszkiewicz

Stellvertretender Vorsitzender

 

Wolfsschutz Deutschland, Verein in Gründung

 

Hier geht es zur Pressemeldung des Umweltministeriums

https://www.thueringen.de/th8/tmuen/aktuell/presse/103860/index.aspx

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