Presse

Zahlreiche Anzeigen wegen Wolfsabschuss in Brandenburg

17. August 2017

„Die Resonanz erfreut uns“, kommentiert die Pressesprecherin des Vereins „Wolfsschutz Deutschland“ die vielen Strafanzeigen gegen Unbekannt, die bei der Landespolizei Brandenburg wegen des erschossenen Wolfs im Oder-Spree-Kreis eingegangen sind. Mittlerweile bittet die Polizei auf ihrem Bürgerportal im Internet auf weitere Anzeigen zu diesem Fall zu verzichten, da die Staatsanwaltschaft bereits ermittle. Demnach müssten eine Menge  Anzeigen gestellt worden sein. Eine genaue Anzahl konnte ein  Pressesprecher der Polizei auf Anfrage nicht nennen.

Der illegale Abschuss der Wölfin hatte bei den Wolfsfreunden für Entsetzen gesorgt.  Wie Pressesprecherin Sommer erklärte, sei dies bereits der zehnte dokumentierte illegale Abschuss eines Wolfes in Brandenburg und der 25. bundesweit. Die Dunkelziffer sei wahrscheinlich sogar drei- bis vierfach so hoch. Die zahlreichen Anzeigen kamen nach Einschätzung von Sommer auch durch eine Verknüpfung mit einer Petition zustande, die sich gegen den Abschusses des Wolfes Pumpak richtete. Knapp 100000 Befürworter dieser Petition hatte die Nachricht über die Strafanzeige des Vereins „Wolfsschutz Deutschland“ im Internet erreicht. Wie viele davon tatsächlich über das Bürgerportal der Landespolizei Brandenburg Anzeige erstatteten, lässt sich nur vermuten. Brigitte Sommer ist sich aber sicher: „Mit dieser großen Anzahl von Strafanzeigen wurde ein deutliches Zeichen gesetzt, wir hoffen damit zu belegen, dass ein großes öffentliches Interesse besteht, diese Fälle aufzuklären.“

Sommer betonte in diesem Zusammenhang, dass es eben keine vorgefertigten „Formschreiben“ gewesen seien, die bei der Strafanzeige verwendet wurden, sondern, dass sich die Menschen vorher genau darüber informiert hätten, was sie tun. Die breite Öffentlichkeit und der bundesweit agierende Verein Wolfsschutz Deutschland wollten mit dieser Aktion auch ihren Unmut darüber ausdrücken, dass bislang keine Suche nach einem möglichen Straftäter erfolgreich verlaufen sei.

Hier die Pressemitteilung als PDF-Datei. Einfach auf den Link klicken.

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Wir stellen Anzeige wegen des erschossenen Wolfs in Baden-Württemberg

PRESSEINFORMATION – 09.08.2017 – Der Verein „Wolfsschutz Deutschland“ in Pro Naturschutz Sachsen e. V. hat  gestern Abend Anzeige bei der Polizei in Freiburg gegen Unbekannt gestellt. Grund:

Der tote Wolf, der am 8. Juli aus dem Schluchsee geborgen wurde, wurde erschossen. Zu diesem Ergebnis kommt das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin, das den Wolf im Auftrag des baden-württembergischen Umweltministeriums untersucht hat.

Der tote Wolf weist Verletzungen im Brustbereich auf. Diese stammen von einem Projektil, das in der Leber des Wolfes gefunden wurde.

Umweltminister Franz Untersteller wies darauf hin, dass der aus Schneverdingen (Niedersachsen) stammende Wolf bis zum Schluchsee über 600 Kilometer zurückgelegt hat und mindestens zwei Wochen in Baden-Württemberg unterwegs gewesen ist.

Wie die Pressesprecherin des Vereins, Brigitte Sommer, betonte, sei der Wolf  nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen  sowie nach der Berner Konvention eine geschützte Tierart. Sommer: „Es ist schon der 24. Wolf, der illegal getötet wird, es kann nicht sein, dass so gut wie alle Täter bislang ungestraft davon gekommen sind.“

Der Wolf unterliegt internationalen und nationalen Schutzvorschriften, darunter dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen oder der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist er eine streng geschützte Tierart.

Das rechtswidrige Töten eines Wolfes stellt eine Straftat dar, für die das Bundesnaturschutzgesetz eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vorsieht.

Sommer: „Der Wolf steht im Anhang IV der FFH Richtlinien und ist somit sogar eine besonders streng geschützte Art.“  Laut Bundesnaturschutzgesetz, Paragraph 44 1., sei es verboten, Tiere der besonders geschützten Art zu töten.

Nach Absatz zwei sei es untersagt, Tiere der streng geschützten Art während der Fortpflanzung, Aufzucht (…) erheblich zu stören. 

Hier der Pressetext als PDF-Datei. Einfach auf den Link klicken.

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Wolfsschutz Deutschland erstellt Anzeige wegen Beschuss einer Wölfin

21.07.2017 – Der Verein „Wolfsschutz Deutschland“ in Pro Naturschutz Sachsen e. V. hat  Anzeige bei der Polizei in Bautzen gegen Unbekannt gestellt. Grund ist der  Beschuss mit Schrot auf eine Wölfin.

Am frühen Morgen des 5. Juli 2017 war auf der Bundesstraße 156 zwischen Bluno und Sabrodt eine Jährlingsfähe überfahren worden.

Bei der routinemäßigen Untersuchung des toten Körpers hatten Mitarbeiter des Berliner Leibniz-Instituts festgestellt, dass die Wölfin vor einiger Zeit mit Schrot beschossen worden war, dies aber überlebte. Es sind mehrere Schrotkugeln im Tierkörper sichergestellt worden, die bereits in das Bindegewebe eingekapselt waren.

Wie die Pressesprecherin des Vereins, Brigitte Sommer, betonte, sei der Wolf  nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen  sowie nach der Berner Konvention eine geschützte Tierart. Sommer: „Wir lassen nicht zu, dass Wolfshasser Tiere gezielt abschießen.“

Die Abkommen seien völkerrechtlich bindend, da beide Abkommen durch Deutschland ratifiziert wurden. In Deutschland unterliegt die Umsetzung dem Bundesnaturschutzgesetz BNatSchG. Hier gelte der Paragraph 44,  Absatz.1 und 2.

Sommer: „Der Wolf steht im Anhang IV der FFH Richtlinien und ist somit sogar eine besonders streng geschützte Art.“  Laut Bundesnaturschutzgesetz, Paragraph 44 1., sei es verboten, Tiere der besonders geschützten Art zu töten.

Nach Absatz zwei sei es untersagt, Tiere der streng geschützten Art während der Fortpflanzung, Aufzucht (…) erheblich zu stören. Hinzu komme, dass auch der Beschuss von Wölfen mit Schrot strafbar sei.  

 

Hier die Pressemitteilung als PDF-Datei. Einfach auf den Link klicken.

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Neuer, bundesweit arbeitender Wolfsschutzverein

Von rechts: Wolfgang Riether (Vereinsvorsitzender) Brigitte Sommer (Öffentlichkeitsarbeit)

 

14.06.17 – „Wolfsschutz Deutschland“ nennt sich ein neuer Verein innerhalb der „Grünen Liga Sachsen“, der sich bundesweit für den Schutz der Wölfe einsetzt. Ziel ist es, nicht nur weitere Abschüsse von Wölfen zu verhindern, sondern Aufklärungsarbeit zu leisten und Nutztierhaltern bei geeigneten Schutzmaßnahmen zu helfen.

Vorsitzender ist Wolfgang Riether, ein Naturschützer mit einem großen Herz für Wölfe, fest in seinen Überzeugungen und streitbar gegenüber Institutionen und Ämtern. Er kannte noch Erik Zimen persönlich und er war Vereinsvorsitzender vom BUND in Sachsen. Der Verein ist aus Teilen der Recherchegruppe Wolfsschutz auf Facebook und Unterzeichnern der Petition für den Jungwolf  Pumpak (www.change.org/pumpak) in Pro Naturschutz Sachsen e. V. eingegliedert worden. Gegen den Abschuss des Jungwolfes haben knapp 100 000 Menschen unterzeichnet.

Pressesprecherin Brigitte Sommer erklärte, dass der neue Verein bundesweit arbeite. Damit könne man bereits vorhandene Strukturen langjährig bestehender Vereine nutzen und sofort mit der Arbeit beginnen.“

Die „Grüne Liga“ ist das Netzwerk Ökologischer Bewegungen und der Dachverband für den Verein. Sie hat keinerlei Bezug zu Parteien oder Institutionen. Wolfgang Riether: „Wir verzichten bewusst auf Hochglanzbroschüren, und setzen stattdessen das Geld direkt in unsere aktive Arbeit ein.“ Eines der Ziele des neuen Vereins ist es, ein eigenes Wolfsmonitoring und Rangersystem aufzubauen. Zudem wird der Verein „Wolfsschutz Deutschland“ gerichtlich gegen Beschlüsse für Wolfsabschüsse vorgehen, wie bei Pumpak und Falschmeldungen, so genannte „Fake-News“ entlarven, mit denen Unwahrheiten über Wölfe verbreitet werden. Schäfern und  Nutztierhaltern, die Hilfe beim Schutz ihrer Tiere benötigen, können auf die Unterstützung „Wolfsschutz Deutschland“ setzen. Vorsitzender Wolfgang Riether: „Unsere Ziele sind mehr Herz und Verstand und weniger Hysterie beim Thema Wolf, wir  brauchen auch keine aufgeblasenen Managementpläne, in denen Wölfe nur verwaltet werden. Bei der „Problemwolfkreation“ beteiligen wir uns nicht.“

Die Öffentlichkeitsarbeit und die Mitgliederbetreuung organisiert Brigitte Sommer. Die Journalistin und Fotografin setzt sich seit ihrer Kindheit für den Naturschutz ein. Besonders Wölfe liegen der Mutter einer zwanzigjährigen Tochter am Herzen. Im Jahr 2005 begleitete sie junge Polarwölfe, direkt mit im Gehege dabei,  beim Aufwachsen mit der Kamera. Dabei lernte sie durch etliche Nahkontakte das wirkliche Wesen der Wölfe kennen.  Sommer: „Wölfe sind fantastische Beutegreifer, die ganze Okösysteme heilen und wiederherstellen können, genau wie wir sorgen sich Wölfe um ihre Familienmitglieder. Sie fühlen Liebe und Schmerz. Wir haben Wölfe in Deutschland ausgerottet und verfolgt. Dabei sind sie uns so ähnlich. Es wird Zeit, Bruder Wolf mit ganzem Herzen zurückkehren zu lassen.“

Begebenheiten, wie die völlig unsinnige und unbegründete Erschießung des Jungwolfes „Kurti“ vor einem Jahr in Niedersachsen werde der Verein mit allen rechtlichen Mitteln in Zukunft verhindern, betonte Riether. Zu seinem Tod führte eine unglaubliche Kampagne von Lokalpolitikern, einschlägigen Wolfshasserseiten auf Facebook sowie Lokalzeitungen, die sich ebenfalls daran beteiligten.  Als es im Winter in Sachsen dem Jungwolf „Pumpak“ an den Kragen gehen sollte, hätten die Umweltverbände zwar protestiert und sogar mit einer Klage gedroht, aber nicht weiter gehandelt. Brigitte Sommer: „Nur ein Verein hat reagiert, nämlich die „Die Grüne Liga Sachsen“.

In den kommenden Wochen will der Verein eine erste Mitgliederversammlung abhalten. Aktuell widersprechen wir einem geplanten Abschuss eines Wolfsmischlings, der in Freiheit geboren worden ist. Siehe Pressemitteilung vom 13.06.17.  Wer Mitglied werden will, kann sich auf der Webseite des Vereins unter www.wolfsschutz-deutschland.de ein entsprechendes Formular herunterladen. Auch Spenden seien willkommen, um Aktionen zu finanzieren. Das Geld, so Riether, fließe direkt in Aktionen. Das Spendenkonto lautet:

Wolfsschutz Deutschland in Pro Naturschutz Sachsen e. V. (Grüne Liga)

Bankverbindung:

Erzgebirgssparkasse

IBAN DE78 8705 4000 0725 0179 88

BIC WELADED1STB

 

Weitere Informationen:

Brigitte Sommer

Wolfsschutz Deutschland – Öffentlichkeitsarbeit

Brigitte.K.Sommer@t-online.de

Telefon: 06181-966716

Mobil: 0176-51356514

 

 Die PM als PDF-Datei. Einfach auf den Link klicken.

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