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Wolfsschutz Deutschland übernimmt Patenschaft für die kleine Füchsin Foxi

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Unser Verein ist auch im Aktionsbündnis Fuchs (www.aktionsbuendnis-fuchs.de ) und wir stehen für die Abschaffung der Fuchsjagd und die Abschaffung der Hobbyjagd. Es ist also nicht verwunderlich, dass wir uns gerne für den kleinen Bruder, in diesem Fall für die kleine Schwester der Wölfe, einsetzen wollen.

Uns bewegt auch das Schicksal von Einzeltieren

Deshalb war es für uns schnell klar, dass wir gerne die Patenschaft bis zur Auswilderung für Foxi übernehmen. Da wir auch im Artenschutz für Tierrechte kämpfen freuen wir uns selbstverständlich auch darüber, wenn einem einzelnen Fuchs ein Leben möglich sein wird, wie es alle Füchse leben sollten: nämlich in Freiheit und ohne ständige Bedrohung durch Jäger. Abgesehen davon, dass Füchse äußerst nützlich sind, die Population von Mäusen im Zaum halten und sogar für weniger Zecken sorgen können, ist es auch der Respekt und das Mitgefühl mit einem Mitlebewesen, das genauso ein Anrecht auf seinen Platz hat, wie der Mensch und andere Tiere auch, die uns antreiben. 

Füchse werden grausam getötet

Füchse werden in einigen Bundesländern sogar das ganze Jahr über, ohne Schonzeit verfolgt und niedergemetzelt. Sogar vor Welpen machen die Hobbyjäger nicht Halt. Ein verwaister Fuchswelpe, Foxi getauft, geriet in die Hände einer Jägerin, die das Kleine als lebenden Köder für Jagdhunde in einer so genannten Schliefenanlage einsetzen wollte. Das Aktionsbündnis Fuchs und weitere Tierschützer sowie eine Petition auf Change.org konnten dies verhindern.

Foxi sollte grausam ihr Dasein als Köder zur Jagdhundeausbildung fristen

Foxi wird nun bis zur Auswilderung  einer Pflegestelle von Gnadenhof und Wildtierrettung Notkleintiere e. V. (www.notkleintiere.de) aufgepäppelt. Wir freuen uns riesig, dass wir ihre Patenschaft übernehmen durften. Foxi wird so aufgezogen werden, dass sie wenig Kontakt zu Menschen hat, damit sie nach ihrer Auswilderung scheu bleibt. 

Hier geht es zur Petition, die weiterhin offen ist, um gegen das Trainieren von Jagdhunden an lebenden Füchsen zu protestieren. Im Text dort sind auch die Einzelheiten zu Foxis Geschichte aufgeführt. 

https://www.change.org/p/ministerium-für-ländliche-entwicklung-umwelt-und-landwirtschaft-des-landes-brandenburg-freiheit-für-foxi-gegen-jagdhundeausbildung-an-lebenden-füchsen

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Füchse als Verbündete im Kampf gegen die Borreliose!

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Beginn der Zeckenzeit: Füchse als Verbündete im Kampf gegen die Borreliose!

Neißeaue – 23. Mai 2018  – Mit den warmen Temperaturen der letzten Wochen hat die Zeckenzeit begonnen – und damit auch das Risiko, sich durch den Biss der kleinen Spinnentiere mit ernsten Erkrankungen wie der Lyme-Borreliose zu infizieren. Aktuelle Forschungsarbeiten zeigen jedoch, dass unser wertvollster Verbündeter im Kampf gegen die Borreliose vermutlich der Fuchs ist. Wolfsschutz Deutschland fordert daher als Teil einer bundesweiten Allianz von Natur- und Tierschutzorganisationen dazu auf, die Bejagung von Füchsen zu stoppen.

 

Die Lyme-Borreliose ist in Europa die häufigste durch Zecken übertragene Krankheit; mehr als 200.000 Menschen infizieren sich jedes Jahr damit. Die Erkrankung wird von Bakterien verursacht und äußert sich im Frühstadium nur durch Rötungen um den Zeckenbiss sowie leichte Allgemeinsymptome wie Kopf- und Gliederschmerzen. Breiten sich die Erreger im Körper aus, können sie zu Herzproblemen, bleibenden Organschäden und schweren chronischen Symptomen führen. Bis heute gibt es – anders als etwa bei der ebenfalls von Zecken übertragenen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) – keinen Impfstoff gegen die Lyme-Borreliose.

Mehr Füchse – weniger Borreliose-Erreger

Aktuelle Forschungsarbeiten zeigen, dass unsere wertvollsten Verbündeten bei der Bekämpfung dieser ernsten Infektionskrankheit Beutegreifer sind, die sich von Mäusen ernähren – allen voran der Rotfuchs. Der niederländische Biologe Hofmeester* verglich 20 Waldgebiete mit unterschiedlichen Populationsdichten von Beutegreifern wie Füchsen und Mardern. Seine höchst interessante Erkenntnis: In Gebieten, in denen viele Füchse lebten, trugen weitaus weniger Zecken Erreger der Lyme-Borreliose in sich.

Als Grund dafür identifizierte er den Einfluss der Beutegreifer auf das Verhalten von Mäusen, die als Hauptreservoir des Borreliose-Erregers gelten. Wo es genügend Beutegreifer gibt, halten Mäuse sich häufiger im Verborgenen auf und werden so seltener von Zeckenlarven befallen. Dadurch kann die Borreliose sich schlechter in der Mäusepopulation verbreiten, Zecken nehmen den Erreger seltener auf, und die Übertragungswahrscheinlichkeit auf den Menschen sinkt. Der Schutz von Füchsen trägt also dazu bei, Menschen, aber auch Haus- und andere Wildtiere vor von Zecken übertragenen Krankheiten zu schützen!

Forscher regen Schonung von Füchsen an

Die Autoren der in den renommierten britischen “Proceedings of the Royal Society of Biological Sciences” veröffentlichten Studie regen daher an, unser Verhältnis zu Beutegreifern wie dem Rotfuchs zu überdenken. Gerade Füchse würden in nahezu ganz Europa intensiv bejagt, statt sie als Verbündete im Kampf gegen Krankheiten zu würdigen und zu schützen.

Das Aktionsbündnis Fuchs, eine Initiative von 60 deutschen Tier- und Naturschutzverbänden, zu denen auch Wolfsschutz Deutschland gehört, schließt sich dieser Einschätzung an: „Für die Verfolgung des Rotfuchses gibt es keinen vernünftigen Grund“, so Daniel Peller, einer der Initiatoren des Bündnisses. „im Gegenteil: Wie wir aus fuchsjagdfreien Gebieten wissen, profitiert die Natur vom Schutz dieser sozialen und intelligenten Beutegreifer. Dass sie uns beim Kampf gegen die Borreliose helfen, ist ein weiteres Argument dafür, die oftmals tierquälerische Bejagung des Fuchses zu beenden.“

 

*) Hofmeester, T.R. et al (2017): Cascading effects of predator activity on tick-borne disease risk. Proc. R. Soc. B 284 : 20170453.

Eine ausführliche Darstellung des Themas sowie wissenschaftliche Nachweise finden Sie in den Erläuterungen und Quellenangaben des Aktionsbündnisses Fuchs.

 

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