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Posse im niedersächsischen Steinfeld geht weiter – Polizei rudert von Tatsachenbehauptung zurück und löscht Meldung

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Der Auslöser des wohl verrücktesten Wolfsmärchen des Jahres ist die Meldung der Polizei Rothenburg gewesen. Die Polizei hatte nämlich geschrieben, dass ein Mann von Wölfen gebissen worden ist. Die Meldung war nicht im Konjunktiv, wie üblich, sondern als Tatsache gebracht worden. Daraufhin überschlugen sich die Medien und belagerten das Städtchen Steinfeld und dessen Stadtteile fast eine Woche lang. Ein reißerischer Bericht jagte den nächsten. Nachdem ein DNA-Test den Wolf nun entlastet, und lediglich Reh, Katze und Hund bestätigt wurde, rudert nun endlich auch die Polizei zurück.

„Diese Entwicklung hat die Polizei als amtliche Quelle der Berichterstattung dazu bewogen, die Meldung von vergangener Woche an diesem Mittwochvormittag aus dem offiziellen Internetportal für Polizeimeldungen „Polizeipresse.de“ zu löschen. Dazu sagte der Sprecher der Rotenburger Polizeiinspektion, Heiner van der Werp, auf Nachfrage dieser Zeitung: „Nach Bekanntgabe des DNA-Ergebnisses sahen wir uns aufgefordert, nicht mehr von einem zweifelsfreien Angriff durch einen Wolf zu sprechen,“ schreibt die Kreiszeitung hier: https://www.kreiszeitung.de/lokales/rotenburg/tarmstedt-ort120597/rotenburger-polizei-loescht-meldung-tierbiss-steinfeld-sprecher-bedauert-fehler-krz-10806722.html

Ein bißchen spät, finden wir, denn unser Vereinsmitglied Birgit Schleinitz, Chefin unserer Facebookgruppe, hatte mit Herrn van der Werp bereits am Tag des Erscheinens telefoniert. Dieser wollte aber von einer Verpflichtung, Meldungen im Konjunktiv zu bringen, solange nichts bestätigt ist, nichts wissen:  „Ich habe am selben Tag noch mit der Pressestelle telefoniert und sie auf den Sachverhalt hingewiesen. Leider war der Herr nicht willens ein Änderung der Mitteilung zu veranlassen. Im Gegenteil, er war in dem Gespräch von der Richtigkeit seiner Meldung überzeugt.“

Ein Schelm, der Böses dabei denkt…

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