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Heimkehrer Wolf- Es gibt keinen Grund, sich vor ihm zu fürchten

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Ein Gastbeitrag von Sabine Brauer

Vor über 150 Jahren wurden die letzten Wölfe in Deutschland von Menschenhand ausgerottet. Ablenkend von sozialen Konflikten, stempelte man sie ab als Sinnbild des Bösen, was sich auch heute noch in bekannten Märchen widerspiegelt. Sie erfuhren die gleiche Verfolgung, wie Frauen, die man der Hexerei bezichtigte. Im Jahr 2000 wanderten die ersten Wölfe aus Polen wieder ein und finden seitdem deutschlandweit neue Lebensräume. Auch in Niedersachsen, u. a. im Landkreis Harburg, sind einige Rudel wieder heimisch geworden. Nach europäischem Recht sind Wölfe eine streng geschützte Art, genießen damit auch in Deutschland höchsten Schutzstatus und dürfen weder verletzt noch getötet werden. Trotzdem verschwinden immer wieder Wölfe oder werden illegal erschossen aufgefunden.

Heimkehrer Wolf- Es gibt keinen Grund, sich vor ihm zu fürchten
Sabine Brauer

Wölfe passen sich an die immer stärker besiedelte, von Straßen durchzogene Landschaft an. Dennoch kommen vor allen Dingen abwandernde Jungwölfe im wahrsten Sinne des Wortes leider häufig unter die Räder. Trotzdem finden sie Areale, in denen sich jeweils einzelne Rudel ansiedeln, die sehr wertvolle Regulatoren für das jeweilige Ökosystem darstellen. Ein Rudel besteht aus dem Elternpaar, den Welpen des aktuellen Jahres und Jährlingen, die sich an der Aufzucht der Jungen beteiligen. Es beansprucht eine Größe von 150 – 350 km². Darin wird die Wolfsdichte niemals größer sein, als die eines einzigen Rudels. Als Kulturfolger haben sich Wölfe schon immer auch in unmittelbarer Nähe von menschlichen Siedlungen aufgehalten. Daraus resultieren ihre domestizierten Nachkommen, unsere Haushunde, die alle noch Gene ihrer Vorfahren in sich tragen.

Weidetiere können geschützt werden, man muss es nur wollen

Leider treffen mit der Rückkehr der Wölfe auch unterschiedliche Interessen aufeinander. Der Beutegreifer Wolf benötigt Nahrung in Form von Wildtieren wie Rehen, Hirschen, Wildschweinen und kleineren Säugetieren. Er ist damit genau das Regulativ in Wald und Flur, das durch seine Ausrottung gefehlt hat. In seiner Anwesenheit entsteht eine völlig natürliche Auslese auch schwacher und kranker Tiere, die für einen ausgeglichenen gesunden Bestand sorgt, der nicht mit Überproduktion der Populationen reagiert.

Wenn Wölfen leichter Zugang zu Schafen oder Ziegen geboten wird, werden sie allerdings auch diese leichte Beute nicht verschmähen. Denn als bestens an die Natur angepasstes Lebewesen, verschwenden sie keine unnötige Energie. Unzureichend geschützte, eingepferchte Weidetiere, sind leichte Opfer. Panik innerhalb einer Herde, die bei einem Wolfsangriff nicht entkommen kann, löst bei Wölfen einen starken Beutetrieb aus, der dann leider häufig sogar zu Mehrfachrissen führt. In der Natur kommt genau das nicht vor, weil Wölfe sich auf ein Beuteobjekt konzentrieren und alle anderen Tiere flüchten können. Für nachgewiesene Wolfsrisse erhalten Weidetierhalter eine Entschädigung vom Land.

Der Artenschutz darf nicht aufgeweicht werden

Panikmache durch Medien und Tierhalter, die ihre Tiere immer noch nicht ausreichend schützen (wollen), ist so wenig hilfreich, wie zielführend. Die zunehmende Stimmungsmache von Weidetierhaltern und Jägern gegen die Wölfe darf nicht dazu führen, dass der Artenschutz aufgeweicht wird. Die Übernahme in das Jagdrecht ist absolut keine Option.

Im Besonderen geht es deshalb jetzt also darum, die Akzeptanz für den Wolf zu stärken, Vorurteile abzubauen und Maßnahmen sowohl zum Schutz der Wölfe, als auch zur Absicherung von Weidetieren zu unterstützen. Da der Wolf seit bald zwanzig Jahren wieder in Deutschland heimisch wird, gibt es auch bereits beste Erfahrungen mit vorbildlichen, vielfach erfolgreich angewandten Herdenschutzmaßnahmen, bestehend aus elektrischen Zäunen mit Untergrabungsschutz und Herdenschutzhunden, die auch finanziell von den Ländern gefördert werden.

Die Panik vor dem Wolf ist völlig unbegründet

Für Menschen stellt der Wolf keine Gefahr dar. So sind europaweit in den letzten Jahrzehnten keinerlei Übergriffe auf Menschen bekannt. Auch wenn sich gelegentlich Wölfe durch Siedlungsbereiche bewegen, in der Regel nachts oder in der Dämmerung, sind sie nicht gefährlich für Menschen. Ältere Tiere oder Rudel wird man ohnehin kaum zu sehen bekommen, weil diese sehr scheu sind und den Kontakt zum Menschen meiden. Jüngere Tiere, die im Alter von etwa eineinhalb bis zwei Jahren im Frühjahr ihr Ursprungsrudel verlassen, sind noch neugierig und so kommt es vor, dass man gerade in dieser Jahreszeit – mit ganz viel Glück – vielleicht einmal einem Wolf begegnet. Wir brauchen also keine Angst zu haben vor dem „bösen Wolf“, der in vielen von uns noch Rotkäppchenängste auslösen mag.

Nur weil Wölfe uns heute noch fremd sind, wir den Umgang bisher nicht gewohnt sind oder lernen konnten, heißt es nicht, dass wir sie fürchten müssen. Sie sind nicht unsere Feinde, sondern folgen menschlichen Ansiedlungen schon seit Urzeiten. Sie sind die wilden Vorfahren unserer Haushunde. Was mir fremd ist, muss ich mir vertraut machen, um mir eine eigene ungefärbte Meinung bilden zu können. Im Rahmen meiner Tierrechtsinitiative beschäftige ich mich seit längerer Zeit mit diesem Heimkehrer, sammle Informationen über Wölfe, ihr Verhalten und den Umgang mit ihnen und stelle diese für die Öffentlichkeit und die Politik im Internet zur Verfügung. Informative Beiträge aus allen Medien, von Experten, Wolfsberatern und Behörden, aber auch persönliche Erfahrungen Dritter sollen hier einen Überblick schaffen Werfen Sie einen Blick auf meine Facebookseite: www.facebook.com/LobbyproWolf

Sehr gern unterstütze ich auch den Verein Wolfsschutz Deutschland e. V., dessen engagierte Mitglieder sich uneingeschränkt für den Schutz von Wölfen und anderen Tieren einsetzen.

Ich freue mich, wenn auch ich mit diesem Artikel dazu beitragen kann, Ihnen Informationen an die Hand zu geben, Ängste zu nehmen und vielleicht auch Sie dafür zu gewinnen, den Wolf in Deutschland, Niedersachsen und in unserer Nachbarschaft willkommen zu heißen.

 

Zur Person: Sabine Brauer lebt in Niedersachsen, ist aktiv für die SPD in der Kommunalpolitik tätig und engagiert sich seit Jahren für den Tierschutz. Siehe auch www.lobby-pro-tier.de

 

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Faktencheck in Sachsen-Anhalt: Kälbchen als Köder für Wölfe?

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Dass auf dem Truppenübungsplatz Klietz Wölfe leben, ist in Sachsen-Anhalt nichts Neues. Eigentlich müssten sich ja auch Nutztierhalter auf die Situation längst eingerichtet haben. Dennoch kommt es in der Umgebung des Truppenübungsplatzes immer wieder zu merkwürdigen Vorfällen. So auch am 2. Juni 2018. „Und dann lag da das angefressene Kälbchen“, schildert Christian Knees, Vorstandsvorsitzender der Schollener Agrargenossenschaft, die Situation in der Volksstimme.

Christian K. befürchte, wird der Leiter der Agrar Genossenschaft in einem Artikel vom vierten Juni in der der Volksstimme zitiert, sich von der Mutterkuhhaltung zu verabschieden, wenn es zu weiteren Übergriffen käme. Deshalb hadern Christian K. und seine Berufskollegen auch mit der Situation, schreibt die Volksstimme. „Einerseits wird erwartet, dass die Tierhaltung möglichst naturnah auf der Weide erfolgt, andererseits aber schützt man den Wolf und lässt ihn gewähren – das passt nicht zusammen!“ Er will auch keinen finanziellen Ausgleich für das gerissene Kalb, sondern fordert eine generelle Lösung zum Umgang mit dem Wolf.,“ zitiert die Volksstimme weiter.

Kein Schutz für die Mutterkühe!

Dass es dem Vorstandsvorsitzenden der Agrargenossenschaft nicht um einen finanziellen Ausgleich geht, können wir nachvollziehen. Selbst wenn ein DNA-Test keine Totgeburt, wie es bei Weidetieren oft der Fall ist, sondern einen Wolf als Verursacher bestätigen wird,  kann der Halter  nicht auf Entschädigung hoffen.  Seine Herde ist nämlich so gut wie gar nicht geschützt. Kälbchen können leicht durch den Zaun nach außen gelangen und sind so ohne Schutz ihrer Mutterkuhherde. Die Situation, die unser Wolfsfreund vor Ort vorfand, glich schon einem Anfütterungsszenario. Dazu passt auch, dass der Landwirt nicht über Schutzmaßnahmen für seine Kühe spricht, sondern eine generelle Lösung zum Umgang mit dem Wolf fordert, was in diesen Kreisen oft nichts anderes als Abschuss bedeutet.

Handelt so ein Tierhalter, dem das Wohl seiner anvertrauten Tiere wirklich etwas bedeutet? Oder sollen hier wieder einmal Fakten für Abschussforderungen geschaffen werden?

Hier der Bericht:

Die Weide liegt in naturnaher Umgebung zwischen Elbe und Havel in einem Naturschutzgebiet zwischen einem See im Norden und dem Truppenübungsplatz im Süden. Auf letzterem ist das beschuldigte Wolfsrudel beheimatet.

Der Zaun besteht aus Robinienpfählen, an denen vier Drähte in Höhenabständen von ca. 30cm, 60cm, 90cm und 120cm ab Boden befestigt sind. Nur der blaue Draht in 60cm Höhe ist der Stromdraht. Die drei anderen Drähte sind stromfreie Stacheldrähte. Soweit der Plan. Nun die kritischen Ausnahmen.

An verschiedenen Stellen verläuft der Stromdraht in deutlich größeren Abständen zu den angrenzenden Stacheldrähten als die sonst 30 Zentimeter. An zwei Stellen sind  50 Zentimeter Abstand. An einer diesen beiden Stellen war der Stromdraht sogar mit dem untersten Stacheldraht in ca. 32 Zentimter Höhe vom Boden fest verhakt (siehe Bilder). Bleiben den Wölfen ab 30 Zentimeter Höhe vom Boden also 50 Zentimeter Platz zum Durchschlüpfen. An diesen Stellen – zum TrÜbPl hingewandt und nahe der Herde – kommen Wölfe sicher gut durch den Zaun.  Der Hammer: Der Stromdraht führte KEINEN Strom (Fingertest mit Überwindung!). Wieder ein Fall von einem Projekt zum Anfüttern von Wölfen, damit dann der Abschuss gefordert werden kann?

 

Quellen:

 https://www.volksstimme.de/lokal/havelberg/weide-bei-schollene-sorge-dass-der-wolf-weitere-kaelber-reist

http://www.maz-online.de/Lokales/Havelland/Drei-Woelfe-leben-auf-dem-Truppenuebungsplatz-Klietz

 

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Faktencheck über böse Wölfe und arme Lämmchen in Brandenburg und Südtirol

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Faktencheck über böse Wölfe und arme Lämmchen in Brandenburg und Südtirol.

in der vergangenen Woche pinnte ein Unbekannter einen Zeitungsausriss an den Briefkasten eines unserer Mitglieder in Brandenburg. Auf einen Bild war der angefressene Kadaver eines Schafs zu sehen, im Text klagte ein Hobbyhalter sein Leid. Ob dieser Ausriss nun als ein Vorwurf an uns gedeutet werden sollte, weil wir uns für Wölfe einsetzen, oder als Aufruf zur Recherche wissen wir nicht. Allerdings muss demjenigen klar sein, der uns solche Artikel auf welche Weise auch immer zukommen lässt, dass wir diese auch tatsächlich  nachrecherchieren. In Punkto dieses Artikels ging der Schuss allerdings nach hinten los. Unser Vereinsmitglied war vor Ort und dokumentierte die Zäune des betreffenden Hobbyhalters, der in einem Artikel in der MAZ noch wesentlich mehr geklagt hatte als in dem kurzen Zeitungsausriss. Was für eine Mühe es doch sei, das arme Kind des Schafs nun per Hand aufzuziehen, statt der Weidetiere solle man doch die Wölfe einsperren und so weiter. 20 Jahre sei nichts passiert und nun das? Medienwirksam bestellte der Halter gleich noch den Wolfsberater und die Presse zum gleichen Termin. Reißerische Artikel so gut wie garantiert.

Null Schutz für die Schafe!

Dabei sollte nun wirklich nach zwanzig Jahren auch der letzte Hobbyschäfer wissen, dass der Wolf nach Deutschland zurückgekehrt ist. Besonders tragisch ist in diesem Fall, dass die Seite des Geheges, das an den Bach grenzt, gar nicht gesichert war. Welcher Schafhalter, der wirklich an seinen Tieren hängt, geht ein solches Risiko ein? Ganz gleich ob Hund, Wolf oder ein Tierhasser die Gelegenheit nutze. Es gab leichten Zugang zu den Tieren. Besondern tragisch an diesem Fall ist, dass die Bachseite wohl zu früheren Zeiten einmal gesichert gewesen ist. Das ganze Geheule in der MAZ ist unter diesen Aspekten wenig glaubhaft. Viel wahrscheinlicher ist es, dass hier erneut ein Fall nach Kemlitz für die Brandenburger Wolfsverordnung kreiiert werden soll. Siehe auch unsere Petition unter www.change.org/brandenburgwoelfe .

Hier der Kommentar unseres Vereinsmitgliedes Jürgen H.

„Das Leben ist kein Ponyhof!“

Es war einmal, in der kleinen Gemeinde Ziezow (Teil der Gemeinde Planetal / ca. 250 Einwohner). Über die stille Post kam eine Nachricht: „… sag mal, ist das dein Schaf was dort am Bach auf der Wiese liegt?“. Es war an einem Pfingstmontag, der Feiertagsbraten schmorte in der Röhre und die Kinder spielten mit der Playstation, als diese Botschaft den Kleintierhalter ereilte. Er machte sich sofort auf den Weg und war geschockt von dem Anblick. Trotzdem er jeden Abend vor dem Einschlafen für seine Tiere betet und ihnen die Daumen drückt, ist es geschehen. Einer der Wölfe die täglich heulend ums Dorf laufen hat die Frechheit besessen und sein Mutterschaf verspeist. Der Kleintierhalter schrie „weh und ach“ und rief die Zeitung und den Wolfsbeauftragten umgehend zu sich. „ … aber er hat unserem Schaf doch nie etwas getan, wir hatten ein Schild „Für Wölfe verboten“ aufgestellt und er ist über den Bach gekommen … das ist so unfair!!!“
Ja, das Leben ist leider kein Ponyhof und es trifft immer die Falschen. Der gute Mann hatte doch nun wirklich alles Menschenmögliche getan. Nun muss er die Lämmchen mit der Hand aufziehen und noch mehr beten damit so etwas nicht wieder passiert.
…und wenn er nicht gestorben ist dann betet er noch heute… zum Zaun bauen hat er leider keine Zeit ( Lämmchen füttern, beten, trauern…)

PR-Maschinerie gegen den Wolf – „Die müssen wir geistig umdrehen!“

Dass durch Lügengeschichten seit Jahren von diversen Lobbyverbänden der Wolf in ein schlechtes Licht gerückt werden soll, ist nichts Neues. Während in Deutschland die Lobbyverbände gleichzeitig hetzen und ihre Unschuld beteuern, ist man in Südtirol anscheinend bereits einen Schritt weiter und nimmt schon gar kein Blatt mehr vor den Mund.  Franz Lanschützer von der Landwirtschaftskammer Salzburg und Georg Höllbacher vom österreichischen Bundesverband für Schafe und Ziegen referierten eine Veranstaltung in Südtirol. Eine Gesetzesänderung, die das – zumindest fallweise – Töten von Wölfen erlaubt, führe nach Meinung des Referenten nur über die öffentliche Meinung. „80 Prozent der Bevölkerung sind für den Schutz des Wolfes. Die müssen wir geistig umdrehen.“ Denn erst wenn Wölfe auch für Freizeitsportler, Touristen und Erholungssuchende eine Gefahr werden, könne ein Umdenken einsetzen. „Wir müssen der Bevölkerung ein Problem machen“, meint der Referent Franz Lanschützer aus Salzburg. Dafür sollten Viehhalter und Bauernstand eine PR-Maschinerie in Gang setzen“, wird Lanschützer in der Tiroler Tageszeitung zitiert.

Quellen:

http://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam-Mittelmark/Niemegk/Nach-Wolfsriss-Schwarzes-Schaefchen-kriegt-das-Flaeschchen

http://www.tt.com/panorama/gesellschaft/14418077-91/diskussion-in-lienz-den-wolf-mit-pr-maschinerie-bekämpfen.csp

 

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Wir widersprechen

Der Wolf in Baden-Württemberg – Wir müssen reden…über Zäune, die am Rand von Bächen nicht geschlossen sind

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Brigitte Sommer, Vorsitzende Wolfsschutz-Deutschland

Kommentar – (07.05.15) Die Aufregung war groß, am Morgen des 30.April. Ein Schäfer meldete der zuständigen Forstlichen Versuchsanstalt Baden-Württemberg (FVA) gerissene Schafe.

Insgesamt waren 44 Schafe tot.  Wer der Täter ist, wollen Schäfer und Medien auch gleich festgestellt haben. So ein „Massaker“ kann natürlich nur der Wolf verursacht haben. Schon war die Rede von „Blutrausch“. Die Landwirtschaftsministerin Klöckner forderte gar den Abschuss. Die Landwirtschaftsministerin? Tageszeitungen und Boulevardpresse steigerten sich gegenseitig in Formulierungen hoch. Dabei steht bis zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht fest, ob wirklich ein Wolf am Werk war.

(UPDATE: 09.05.18 – Es wurde der Wolf als Verursacher bestätigt.)

Viele Schafe sind auch nicht direkt durch Bisse getötet worden, sondern sie wurden Opfer der besonderen Situation vor Ort.

Der Zaun war an der Bachseite nicht vorhanden. Für einen Beutegreifer oder einen Hund also eine Einladung zum Fast Food. An den drei weiteren Seiten war der Zaun geschlossen, so dass die Tiere nicht flüchten konnten.  Einige sollen im Fluss ertrunken sein. Von einigen  Schafen wurden Rissabstriche genommen und ans Senckenberg Institut geschickt. Das Ergebnis dauert ein bis zwei Wochen. Zeit genug also, für Weidetierhalter , Jäger und Politiker sich weiter zu entrüsten.

Warum entrüstet sich niemand über den Zaun, bzw. nicht vorhandenen Zaun?

Vor rund 20 Jahren kamen die ersten Wölfe wieder zurück nach Deutschland. Dies dürfte eigentlich auch für Baden-Württemberg Zeit genug gewesen sein, um für Weidetierhalter ein Konzept vorzulegen und Schäfer entsprechend zu schulen und zu informieren. Es kann durchaus ein Wolf gewesen sein, der hier seine Chance genutzt hat. Ein einzelner Wolf kann mehrere Schafe töten. Dieses Verhalten hat aber überhaupt nichts mit einem „Blutrausch“ zu tun. Der Wolf ist ein Beutegreifer. Normalerweise tötet er ein Tier und der Rest flieht. Was in der Natur funktioniert, gerät bei Schafen, die wegen des Zauns nicht fliehen können, aus dem Gleichgewicht. Der Beutereflex wird solange ausgelöst, bis alle Tiere tot sind. Dieses Phänomen ist auch bei Füchsen im Hühnerstall bekannt.

Fakt ist, dass es in der Gegend Wolfssichtungen gab. Es wird vermutet, dass es sich um ein Jungtier aus Schneverdingen (Niedersachsen) handeln könnte, das sich dort in der Gegend nun niedergelassen hat. Schon wird wieder der Ruf nach Abschuss laut. Nichts als Populismus, dies sollte den Verantwortlichen klar gemacht werden. Denn es ist gewünscht, dass der Wolf zurück in seine Heimat kommt. Entsprechende Verträge hat auch Deutschland unterzeichnet. Wer Abschüsse nach dem Vorbild von Schweden fordert, übersieht schlicht die Tatsache, dass gegen Schweden ein EU-Verfahren läuft. Sollten also in Baden-Württemberg Wölfe getötet werden, käme ein solches Verfahren auch auf Deutschland zu.

 

Brigitte Sommer

Erste Vorsitzende Wolfsschutz-Deutschland, Verein in Gründung

Quellen:

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.bad-wildbad-der-wolf-gekommen-um-zu-bleiben.ed446e5b-91cd-4622-a738-ff0d17b88eec.html

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.bad-wildbad-wolfsangriff-experte-gibt-neue-details-bekannt.1c0d0557-709c-4ab8-bbdd-0e4732ea0afa.html

https://www.n-tv.de/politik/Kloeckner-will-Wolfsabschuss-ermoeglichen-article20413551.html

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/genanalyse-wolf-hat-schafe-in-baden-wuerttemberg-getoetet-a-1207094.html

 

 

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Unterwegs

Wolfsschutz Deutschland vor Ort in Brüssel – Resümee und Protokoll zur Veranstaltung des Umweltministeriums Sachsen-Anhalt

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Unser Vereinsmitglied Henrike Lichtenberg ist am 12. April nach Brüssel gereist, um an einer Veranstaltung der  Landesvertretung Sachsen-Anhalts teilzunehmen. 

Eine Dezimierung, wie es der Koalitionsvertrag der GroKo vorsieht, wird es mit Brüssel vorerst nicht geben. Ausnahmegenehmigungen würde es weiter geben. Hierbei hat man vor,  bundesweit operierende Teams zur Entnahme von so genannten Problemwölfen einzusetzen. Seit rund 20 Jahren gibt es wieder Wölfe in Deutschland. Dass es bislang noch keinen einzigen Problemwolf gab, sagen nicht nur wir von Wolfsschutz Deutschland, sondern auch Experten wie Günther Bloch oder Kurt Kotrschal. Die Kosten, die solches „Killerteams“ verursachen würden, mögen wir uns gar nicht vorstellen. Statt Wölfe zu kriminalisieren sollte lieber in eine Wildtierpolizei investiert werden, damit endlich einmal die vielen Fällen von illegaler Wolfstötung aufgeklärt werden könnten.

Der Wolf: Gekommen, um zu bleiben. Wie gelingt die Integration des großen Beutegreifers in unserer modernen Kulturlandschaft?

Referenten: Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert, Krzysztof Główczyński, Direktor des Welski Naturparkes Lidzbark in Ermland-Masuren, Dr. Elsa Nickel, Referatsleiterin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Nicola Notaro, Referatsleiter „Naturschutz“ der Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission und Swen Keller, Schäfer und Ausbilder von Herdenschutzhunden aus Sachsen-Anhalt. Diskutiert wurden verschiedene Ansichten auf die Frage, wie das Ziel einer Akzeptanz des Wolfes im ländlichen Raum erreicht werden kann.

Ministerin Dalbert zog ein positives Resümee: „Ich war beeindruckt, wie groß auf europäischer Ebene das Interesse an unseren Managementmaßnahmen rund um den Wolf ist. In der sehr sachlichen Diskussion bestand große Einigkeit darüber, dass zwei Dinge im Vordergrund stehen:

Dalbert weiter: „Zum einen müssen wir unsere Nutztiere schützen und die Tierhalter bei Rissvorfällen entschädigen, denn die Weidetierhaltung leistet einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft und der Artenvielfalt. Nutztiere dürfen keine leichte Beute für den Wolf sein.“ Der Vertreter der EU-Kommission, Nicola Notaro, stellte klar, dass in Bezug auf den strengen Schutzstatus des Wolfes Änderungen im EU-Rechtsrahmen zeitnah nicht zu erwarten sind. Die europäischen Regierungen sollten die Nutztierhalter dabei unterstützen, die Weidetiere vor dem Wolf zu schützen. 

Man will das Monitoring ausbauen:

Dalbert:“Wir eine gemeinsame Erfassung der länderübergreifenden Wolfspopulation, also ein gemeinsames Monitoring mit Polen, um gesicherte Aussagen über die Populationsgröße machen zu können. Hier sind wir in Brüssel, beim Bundesministerium und bei den polnischen Kollegen auf offene Ohren gestoßen.“

Auch hier plädieren wir von Wolfsschutz Deutschland dafür, doch ganz Deutschland einheitlich zum Wolfsland zu erklären und Schäden zentral und mit wenig bürokratischen Aufwand zu begleichen. Dies wäre allemal günstiger als eine noch intensivere Überwachung der Wolfspopulation. Vieles über Wanderverhalten und Sozialleben weiß man bereits seit den 80-iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

Schützen statt schießen:

„Informieren, schützen, entschädigen – mit diesem Ansatz für mehr Akzeptanz für den Wolf und dem Ziel den unterschiedlichen Interessen Rechnung zu tragen, geht Sachsen-Anhalt einen erfolgreichen Weg, “ so das Resümee von Dalbert. 

Ähnlich ging es auch Henrike Lichtenberg: „Ich bin mit einem erleichterten Gefühl aus der Tagung rausgegangen, da wir mit dem EU-Kommissar Nicola Notaro einen aufrichtigen Naturschützer und Wolfsfreund mit sehr scharfem Verstand und großer Kompetenz in Brüssel haben.“

Zurzeit sieht es also nicht so aus, als würde die EU auf die ständigen Forderungen diverser Deutscher Politiker eingehen wollen, den hohen Schutzstatus des Wolfs herabzusetzen. Dies dürfte auch ein deutliches Signal nach Bayern und Niedersachsen zu deuten sein. Gegen Schweden ist ein Verfahren eingeleitet worden. Auch Finnland steht vor dem EU-Gerichtshof. Auch Frankreich erntete Kritik von Notaro. Dort würden die Schutzmaßnahmen versagen, nicht die Wölfe schlimmer werden. 

Henrike Lichtenberg hat ein Protokoll von der kompletten Veranstaltung erstellt: Hier geht es zur ausführlichen Schilderung:

Tagung_Wolf_Gekommen_um_zu_bleiben[1]

 

 

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Fakenews

Auch in Mecklenburg-Vorpommern keine Hinweise auf rasante Vermehrung des Wolfes

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Das Märchen von der „rasanten“ Vermehrung.

 

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht die Rede von der „rasanten Vermehrung“ der Wölfe in Deutschland ist. Dabei dreschen nicht nur Politiker, Weidetierhalter und Wolfsgegner diese Phrase. Nein, auch so genannte Wolfsexperten und Mitarbeiter der großen Umweltverbände lassen sich dazu hinreißen, von einer rasanten Vermehrung zu reden. Im Koalitionsvertrag von SPD sowie CDU/CSU ist gar von Dezimierung der Wölfe die Rede. Fakt ist jedoch: In der Roten Liste der gefährdeten Tiere Deutschlands (2009) wird der Wolf als eine vom Aussterben bedrohte Art eingestuft. Wenngleich sich der deutsche Wolfsbestand in den vergangenen Jahren positiv entwickelt hat, weist die Art – gemäß dem deutschen FFH-Bericht von 2013 – immer noch eine ungünstige Erhaltungssituation auf, schreibt das Bundesamt für Naturschutz in einer Zusammenfassung Ende 2017.

Wölfe paaren sich nur einmal im Jahr, nämlich jetzt und in den kommenden Wochen. Die Jungtiere vom Vorjahr kümmern sich oft noch mit um den Nachwuchs, der im Frühjahr auf die Welt kommt. Jetzt ist auch die Zeit für die zweijährigen Wölfe, sich ein eigenes Revier zu suchen. Da Wölfe ihre Reviere verteidigen, können sich die Jungtiere nur dort niederlassen, wo noch keine anderen Wölfe ihr Revier eingerichtet haben. Diese Verhaltensweisen sind es, die eine „rasante Vermehrung“ so gut wie unmöglich machen. Die meisten Jungtiere erreichen ihr drittes Lebensjahr nicht. Man ging bisher von einer Vermehrungsrate von 30 % aus. Im Monitoringjahr 2016/17 stagniert diese Rate nicht nur, sie ist sogar zurückgegangen.

In Mecklenburg-Vorpommern hat sich die Anzahl der Welpen von 13 auf 14 leicht erhöht. Die Territorien sind bei 3 allerdings gleich geblieben. Der Verbleib des bisherigen Lübtheener Rudels ist derzeit ungeklärt. Anfang 2017 konnte der seit 2007 in der Lübtheener Heide lebende, mindestens 12-jährige Rüde letztmalig anhand von Fotofallenbildern dokumentiert werden. Die beiden besenderten Jährlingsfähen des Rudels, WF2 Naya und WF3 Emma, sind abgewandert; seit Mai 2017 wurden sie nicht mehr in der Lübtheener Heide nachgewiesen. Zu dem aktuellen Status der Elterntiere des Lübtheener Rudels liegen keine Hinweise vor, schreibt das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt. Mit 12 Jahren hat der Rüde ein stattliches Alter für einen frei lebenden Wolf erreicht. Dennoch ist Wilderei als Ursache nicht auszuschließen. Erst im Dezember 2016 wurde dort der Jungwolf Arno erschossen aufgefunden.

Schaut man sich die Anzahl von Wölfen in Mecklenburg-Vorpommern an und vergleicht sie mit den Schäden, stehen die Forderungen von Weidetierhaltern in einem ganz anderen Licht. Zitat aus der Pressemitteilung der Landesregierung: Im Jahr 2017 leistete das Land MV Kompensationszahlungen an Tierhalter in Höhe von etwa 15.700 Euro. Landesweit waren 28 Übergriffe auf Nutztiere registriert worden, bei denen ein Wolf als Verursacher festgestellt oder nicht ausgeschlossen werden konnte. Dabei wurden 66 Tiere getötet und 22 Tiere verletzt. Seit Jahresbeginn 2018 wurden 4 Übergriffe auf Nutztiere registriert, bei denen ein Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden konnte. Der vorbeugende Herdenschutz wurde im Jahre 2017 mit etwa 138000  Euro und im Jahre 2018 bislang mit etwa 32 000 Euro gefördert.

Quellen:

https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/lm/Service/Presse/Aktuelle-Pressemitteilungen?id=136019&processor=processor.sa.pressemitteilung&sa.pressemitteilung.sperrfrist=alle

https://www.dbb-wolf.de/Wolfsvorkommen/territorien/zusammenfassung?Bundesland=&Jahr=2016

https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/presse/2017/Dokumente/Pressehintergrund_Wolf_2017bf.pdf

https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/lm/Service/Presse/Aktuelle-Pressemitteilungen?id=122660&processor=processor.sa.pressemitteilung&sa.pressemitteilung.sperrfrist=alle

 

 

 

 

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Brandenburger Wolfsverordnung Freibrief zum Wölfe töten?

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Brandenburg – Die Hatz auf den Wolf geht in eine neue Runde. Der Brandenburger Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) hat eine so genannte „Wolfsverordnung“ unterzeichnet. Anfang 2018 soll sie in Kraft treten. Wir von Wolfschutz Deutschland bezweifeln allerdings, dass sich diese Verordnung wirklich konform mit EU-Recht erweisen wird. Von Seiten der EU wurde Ende des vergangenen Jahres erneut der höchste Schutzstatus für den Wolf bestätigt. Ein Vorstoß des Bundeslandwirtschaftsministers, den Schutzstatus zu lockern, wurde damit zurückgewiesen. Will das Land Brandenburg mit seiner Wolfsverordnung (BbgWolfCv) dem mächtigen Bauernverband und dem Jagdverband entgegenkommen? Brandenburg versuche, mit seiner Wolfsverodnung Einzelfallentscheidungen zu auffälligen Wölfen besser abzusichern, heißt es. Weiterhin erklärt der Minister: „Der Wolf steht weiter national und international unter Schutz. Unter diesen Bedingungen brauchen wir neben einem guten Herdenschutz klare rechtliche Regelungen, die Behörden einen Handlungsrahmen vorgibt, wenn Wölfe sich auffällig verhalten oder lernen die anerkannten Schutzeinrichtungen in Nutztierhaltungen zu überwinden.“ Im Klartext heißt dies nach unserer Ansicht: Wolfsabschüsse sollen erleichtert werden.

Dem Spiegel http://www.spiegel.de/…/brandenburg-neue-verordnung-regelt-…

sagt der Minister: „Es wird nur Einzelfallprüfungen geben. Zuständig ist das Landesumweltamt, das zunächst mildere Methoden wie Verscheuchen oder Vergrämen der Tiere versuchen muss. Bleibt dies erfolglos, darf eine „berechtigte Person“ dem Wolf nachstellen und ihn töten. Dies soll in der Regel der Jagdpächter sein.“ Und genau hier liegt eines der Hauptprobleme dieser Verordnung.

Diese Praxis eröffnet der „Problemwolfkreation“ Tür und Tor. Eine Tierfreundin war für uns in einem Gebiet vor Ort, das seit Jahren Schlagzeilen macht. http://www.maz-online.de/…/Verfahren-wegen-moeglicher-Wolfs…

Sabine Schmidt (Name geändert) hat auch Fotos gemacht, die die Lage darstellen. „Seit vielen Jahren leben Wölfe in unserer Nachbarschaft und als Tierhalterin bin ich froh, dass es hier bisher noch nie Probleme mit Wölfen gab. Aufgrund der neuen Brandenburger Wolfsverordnung, nach der zum Beispiel auch Wölfe geschossen werden dürfen, wenn sie zweimal in eine Weide eingebrochen sind, könnte sich das jetzt leider ändern,“ befürchtet die Brandenburgerin, die selbst Weidetiere hält. Denn kaum ist die Verordnung in Kraft, stellt sich die Frage, ob nicht Menschen die nötigen Übergriffe selbst herbeiführen wollen. „Seit Ende Dezember 2017 steht nun eine Schafherde im Bereich eines kommerziellen Jagdgebietes mitten im Wald, an einer Stelle, an der bislang noch nie Weidetiere zu sehen waren.“ Die Weide ist zirka zwei Kilometer von der nächsten Ortschaft, Kemlitz, entfernt. Die aus fünf Schafen bestehende Herde, ist nicht sicher eingezäunt. Eine Batterie, die auf Strom hinweist, ist nicht zu sehen. Keine 500 Meter davon entfernt hat Sabine Schmidt selbst schon Wölfe beobachten können. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Jagdpächter und Tierhalter nicht wissen, dass in dem Gebiet aktuell Wölfe leben. Seit Jahren würde sich der Tierhalter dafür einsetzen, dass Wölfe abgeschossen werden sollen, so Sabine Schmidt. „Am liebsten hätte ich die fünf armen Würstchen da draußen im Wald gleich mitgenommen. Die nächste Nacht kann schon ihre letzte sein und die bisher absolut unauffälligen Wölfe könnten mit dieser mutmaßlichen „Anköderei“ erst auf den Geschmack von Schafen gebracht werden.“

Desweiteren gibt es auch noch tierschutzrechtliche Bedenken: Auf Bildern ist ersichtlich, dass hier wohl ein aufgestellter Miststreuer als eine Art „mobiler Schafstall“ dienen soll. Der Wassereimer für die fünf Schafe ist so gut wie leer. Es stellt sich die Frage, wie tierschutzgerecht es ist, die Tiere im Dezember auf einer feuchten Wiese zu halten. Die fünf Schafe können sich zwar unter dem Miststreuer unterstellen, doch das Futter liegt nicht überdacht im Regen.

Zudem soll die Entscheidung über einen Abschuss von so genannten „Problemwölfen“, deren Verhalten nicht einmal genau definiert wurde, alleine das Landesamt für Umwelt treffen, ohne vorher Experten hinzugezogen zu haben. Das ist für Wolfsschutz Deutschland inakzeptabel. Der NABU sei im Großen und Ganzen mit der Wolfsverordnung zufrieden, erklärte dagegen die Brandenburger Geschäftsführerin Christiane Schröder, obwohl NABU die Verordnung zusammen mit den anderen Verbänden stark kritisiert hatte. Nicht die erste Aussage, die sowohl bei Naturschützern und den Jägern Verwunderung auslöst. Die Brandenburger NABU-Geschäftsführerin wollte auch dem Abschuss von Jungwolf Filou zustimmen http://www.jagdrechtsblog.com/wolfsmanagement-brandenburg-wird-das-nix/ Neben dem NABU hatten auch der BUND Brandenburg, die Grüne Liga Brandenburg sowie die Naturfreunde Brandenburg eine gemeinsame Stellungnahme zur geplanten Wolfsverordnung abgegeben. https://brandenburg.nabu.de/…/171218-nabu-2-stellungnahme-w…

Hier geht es zur Brandenburger Wolfsverordnung

http://www.mlul.brandenburg.de/…/lmb1.a.3310.de/BbgWolfV.pdf

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