Faktencheck in Sachsen-Anhalt: Kälbchen als Köder für Wölfe?

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Dass auf dem Truppenübungsplatz Klietz Wölfe leben, ist in Sachsen-Anhalt nichts Neues. Eigentlich müssten sich ja auch Nutztierhalter auf die Situation längst eingerichtet haben. Dennoch kommt es in der Umgebung des Truppenübungsplatzes immer wieder zu merkwürdigen Vorfällen. So auch am 2. Juni 2018. „Und dann lag da das angefressene Kälbchen“, schildert Christian Knees, Vorstandsvorsitzender der Schollener Agrargenossenschaft, die Situation in der Volksstimme.

Christian K. befürchte, wird der Leiter der Agrar Genossenschaft in einem Artikel vom vierten Juni in der der Volksstimme zitiert, sich von der Mutterkuhhaltung zu verabschieden, wenn es zu weiteren Übergriffen käme. Deshalb hadern Christian K. und seine Berufskollegen auch mit der Situation, schreibt die Volksstimme. „Einerseits wird erwartet, dass die Tierhaltung möglichst naturnah auf der Weide erfolgt, andererseits aber schützt man den Wolf und lässt ihn gewähren – das passt nicht zusammen!“ Er will auch keinen finanziellen Ausgleich für das gerissene Kalb, sondern fordert eine generelle Lösung zum Umgang mit dem Wolf.,“ zitiert die Volksstimme weiter.

Kein Schutz für die Mutterkühe!

Dass es dem Vorstandsvorsitzenden der Agrargenossenschaft nicht um einen finanziellen Ausgleich geht, können wir nachvollziehen. Selbst wenn ein DNA-Test keine Totgeburt, wie es bei Weidetieren oft der Fall ist, sondern einen Wolf als Verursacher bestätigen wird,  kann der Halter  nicht auf Entschädigung hoffen.  Seine Herde ist nämlich so gut wie gar nicht geschützt. Kälbchen können leicht durch den Zaun nach außen gelangen und sind so ohne Schutz ihrer Mutterkuhherde. Die Situation, die unser Wolfsfreund vor Ort vorfand, glich schon einem Anfütterungsszenario. Dazu passt auch, dass der Landwirt nicht über Schutzmaßnahmen für seine Kühe spricht, sondern eine generelle Lösung zum Umgang mit dem Wolf fordert, was in diesen Kreisen oft nichts anderes als Abschuss bedeutet.

Handelt so ein Tierhalter, dem das Wohl seiner anvertrauten Tiere wirklich etwas bedeutet? Oder sollen hier wieder einmal Fakten für Abschussforderungen geschaffen werden?

Hier der Bericht:

Die Weide liegt in naturnaher Umgebung zwischen Elbe und Havel in einem Naturschutzgebiet zwischen einem See im Norden und dem Truppenübungsplatz im Süden. Auf letzterem ist das beschuldigte Wolfsrudel beheimatet.

Der Zaun besteht aus Robinienpfählen, an denen vier Drähte in Höhenabständen von ca. 30cm, 60cm, 90cm und 120cm ab Boden befestigt sind. Nur der blaue Draht in 60cm Höhe ist der Stromdraht. Die drei anderen Drähte sind stromfreie Stacheldrähte. Soweit der Plan. Nun die kritischen Ausnahmen.

An verschiedenen Stellen verläuft der Stromdraht in deutlich größeren Abständen zu den angrenzenden Stacheldrähten als die sonst 30 Zentimeter. An zwei Stellen sind  50 Zentimeter Abstand. An einer diesen beiden Stellen war der Stromdraht sogar mit dem untersten Stacheldraht in ca. 32 Zentimter Höhe vom Boden fest verhakt (siehe Bilder). Bleiben den Wölfen ab 30 Zentimeter Höhe vom Boden also 50 Zentimeter Platz zum Durchschlüpfen. An diesen Stellen – zum TrÜbPl hingewandt und nahe der Herde – kommen Wölfe sicher gut durch den Zaun.  Der Hammer: Der Stromdraht führte KEINEN Strom (Fingertest mit Überwindung!). Wieder ein Fall von einem Projekt zum Anfüttern von Wölfen, damit dann der Abschuss gefordert werden kann?

 

Quellen:

 https://www.volksstimme.de/lokal/havelberg/weide-bei-schollene-sorge-dass-der-wolf-weitere-kaelber-reist

http://www.maz-online.de/Lokales/Havelland/Drei-Woelfe-leben-auf-dem-Truppenuebungsplatz-Klietz

 

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Wolfsschutz-Deutschland informiert auf der Odenwald-Country-Fair

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Brigitte Sommer, Vereinsvorsitzende von Wolfsschutz Deutschland, informiert auf der Odenwald-Country-Fair über Wölfe in Deutschland.

29.05.2018 – Auf dem Stand vom Wolfshundezentrum Marxdorfer Wolfshunde (Stand 95 )  bei der Odenwald-Country-Fair im Englischen Garten in Eulbach ist am Samstag, den 2. und Sonntag, den 3. Juni auch der bundesweit agierende Verein Wolfsschutz-Deutschland zu Gast.

Die Vereinsvorsitzende Brigitte Sommer informiert ab 11 Uhr über die Wölfe in Deutschland und die Arbeit, die der Verein für den Schutz der freilebenden Wölfe leistet.

Jeder, der sich für Wölfe interessiert oder mehr über die Tiere erfahren will, die vor über 100 Jahren in Deutschland ausgerottet wurden und sich jetzt wieder in Deutschland angesiedelt haben, sei  herzlich willkommen, so Brigitte Sommer. Nachdem jüngst auch im hessischen Odenwald ein Wolf seine Spuren hinterließ, ist der Wolf auch in Hessen in aller Munde.

Sommer: „Die Aufklärung über den Wolf ist uns wichtig, wir unterstützen auf Wunsch auch Nutztierhalter, um  geeignete Schutzmaßnahmen vorzunehmen.“

Mit verschiedenen Petitionen zum Beispiel gegen den Abschuss des Jungwolfes Pumpak (www.change.org/pumpak) mit über 131 000 Unterzeichnern, gegen den Abschuss weiterer Gehegewölfe, die aus dem Naturpark Bayerischer Wald ausgebrochen sind und mit dem erfolgreichen Eilantrag gegen den Abschuss des Rosenthaler Rudels in Sachsen hat der Verein bereits bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Erst kürzlich setzte der Verein eine Belohnung von 4000 Euro für die Ergreifung eines Täters aus, der im Landkreis Celle illegal einen Wolf erschossen hatte. Die Vereinsmitglieder decken auch ständig Falschmeldungen, so genannte „Fake-News“ auf, mit denen Unwahrheiten über Wölfe verbreitet werden.

Weitere Informationen über Wolfsschutz-Deutschland gibt es auf der Webseite des Vereins unter www.wolfsschutz-deutschland.de

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Pfingstspaziergang des Vereins Wolfsschutz-Deutschland stieß auf großes Interesse

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Pfingstspaziergang des Vereins Wolfsschutz-Deutschland stieß auf großes Interesse
Der Wolf in Deutschland: Auf einem Pfingstspaziergang informierte der Verein Wolfsschutz-Deutschland über den Stand der Dinge.

 

Über 20 Wolfsinteressierte beteiligten sich an dem Pfingstspaziergang des Vereins Wolfsschutz-Deutschland in Bad König im Odenwald. Treffpunkt war am Bahnhof, von dort ging es entlang am Rande der Stadt in den Wald. Vereinsvorsitzende Brigitte Sommer und weitere Mitglieder des Vorstandes informierten über die Situation der Wölfe in Deutschland und berichteten über die Vereinsarbeit. Volker Vogel informierte über sein persönliches, nicht kommerzielles Filmprojekt „Menschen für Wölfe“.

Trotz der Bemühungen von Lobbyverbänden und der Politik, den Schutzstatus der Wölfe aufzuweichen und damit die Tiere leicht abschießen zu können, habe die EU vergangene Woche erneut bestätigt, dass sie daran festhalten werde, so Brigitte Sommer. Das sei eine beruhigende Nachricht, auch wenn in einigen Bundesländern jetzt versucht werde, mit obskuren Methoden und Argumenten dagegen zu halten. Wie sehr der Wolf trotz aller Schutzrichtlinien und Gesetze dennoch in Gefahr sei, zeige sich unter anderem bei der getöteten  Jungwölfin im Landkreis Celle, die von einem bislang Unbekannten mit 18 Schrotkugeln erschossen worden war. Zur Ergreifung des Täters/der Täterin, der/die das Tier erschossen haben, sei mittlerweile von Wolfsschutz-Deutschland und einigen Mitstreitern eine Belohnung in Höhe von 4000 Euro ausgesetzt worden.

Am Treffpunkt hatte sich auch ein älteres NABU-Mitglied eingefunden, das sich auf einem Zettel gegen die Wölfe in Deutschland aussprach. In einem sachlichen Gespräch tauschten beide Seite ihre Argumente aus.

 

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Auf Unverständnis stieß bei den Teilnehmern der Abschuss von Wolfshybriden in Thüringen. Sommer erklärte, das dies nicht rechtskonform gewesen sei, da auch die Hybriden bis in die vierte Generation hinein unter dem gleichen Schutz stehen würden, wie die Wölfe. Aus diesem Grund habe der Verein Wolfsschutz-Deutschland auch Anzeige erstattet gegen die Thüringische Umweltministerin Siegesmund (Grüne/Bündnis 90).

Volker Vogel berichtete von seinem Dokofilm-Projekt „Menschen für Wölfe“, das er unabhängig vom Verein Wolfsschutz-Deutschland plant. Hierfür habe er ein Fundraising unter https://www.gofundme.com/menschen-fuer-woelfe gestartet habe. Zugleich berichtet er kontinuierlich über den Stand der Dinge auf seinem Blog https://info83107.wixsite.com/menschen-fuer-woelfe. In diesem Dokofilm wolle er prominente und ganze normale Menschen zu Wort kommen lassen über ihre positive Einstellung zum Wolf.

Bei Kaffee und leckerem Kuchen, organisiert von den Vereinsmitgliedern Renate Heß und Gabriele Rohner, informierten sich die Teilnehmer dann über die weiteren Aktivitäten des Vereins.

 

 

 

 

 

 

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„Menschen für Wölfe“ – Filmprojekt des Hanauer Journalisten Volker Vogel

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"Menschen für Wölfe" - Filmprojekt des Hanauer Journalisten Volker Vogel
Der Hanauer Journalist Volker Vogel (im Bild mit seinem Tschechoslowakischen Wolfshund Anori) plant einen Dokufilm unter dem Titel „Menschen für Wölfe“. Ein Projekt, das er über Fundraising finanzieren will.

9. Mai 2018 – Seit seiner Kindheit schon interessiert sich der Hanauer Journalist Volker Vogel  für Wölfe. Sie seien  fantastische Beutegreifer, die ein Recht darauf hätten, wieder in Deutschland eine Heimat zu finden. Darüber will er nun einen nicht kommerziellen Film mit dem Titel „Menschen für Wölfe“ drehen und Menschen zeigen, die eine positive Einstellung zu diesem Tier haben.  Vogel: “ Der Film ist ein persönliches, nicht vom Verein initiiertes Projekt. Interviews mit prominenten Befürwortern sind ebenso vorgesehen, wie Statements von ganz normalen Menschen, denen der Wolf ein Freund ist.“  Wer möchte, kann dabei Teil des Films werden und sein Statement über Wölfe abgeben.  Da dieses Projekt sehr aufwendig ist, hat er hierzu ein Fundraising-Projekt  unter https://www.gofundme.com/Menschen-fuer-woelfe gestartet. 

 Wer im Film sein Statement abgeben will, kann sich melden

Um alle Interessierten auf dem Laufenden zu halten, hat Vogel unter  https://info83107.wixsite.com/menschen-fuer-woelfe einen Blog eingerichtet, auf dem er kontinuierlich über sein Projekt schreiben wird. Jeder, der Teil dieses Films werden will, kann sich über das eingerichtete Kontaktformular bei ihm melden.

Um das Doku-Filmprojekt umsetzen zu können, sind  etwa 15 000 Euro notwendig. „Ohne Spenden ist dieses Projekt nicht umsetzbar, würde ich allein den Zeitaufwand rechnen, müsste ich das Doppelte ansetzen“, so der Hanauer.

Und warum gerade jetzt dieser Film zum Thema Wölfe?  Vogel: „Eine Lobby, bestehend aus dem Bauernverband und der Jägerschaft, versucht seit Jahren, den Wolf in Deutschland in ein schlechtes Licht zu rücken. Deren Ziel scheint die erneute Ausrottung zu sein. Menschen soll Angst eingejagt werden. Mit völlig überzogenen und zum Teil sogar falschen Zahlen von Nutztierrissen soll der Wolf als reißende Bestie dargestellt werden. Dabei beträgt der Anteil der Risse an Nutztieren gerade mal ein Prozent.“ Die Große Koalition wolle  laut Koalitionsvertrag die Wölfe „dezimieren“,  die Jäger würden den Wolf in Deutschland gerne im Jagdrecht haben. “ Dagegen will ich mit meinem Film ein Zeichen setzen“, so Vogel.  Allein die Petitionen gegen den Abschuss des Wolfes Pumpak auf www.change.org/pumpak und die Petition www.change.org/wolfsschutz  sowie neueste Umfragen würden zeigen, das die Menschen in Deutschland  für den Wolf seien.

Sollte sich mit dem Film ein Gewinn erzielen lassen, will Vogel das Geld spenden.  „Wo der Wolf ist, wächst der Wald“… laute ein russisches Sprichwort.  Das habe auch einen wahren Charakter, denn der Wolf sei in der Lage, Schäden in der Natur zu heilen. Anders als menschliche Jäger, sei der Wolf nicht auf Trophäen aus. Er töte, um seinen Hunger zu stillen. Dabei wähle er nicht die stärksten Tiere aus, sondern die Schwachen und Alten. Er trage damit sogar zur Gesunderhaltung anderer Arten, wie Hirsch, Reh und Wildschein bei.  Wo Wölfe leben würden, hätten auch andere, seltene Tiere und Pflanzen wieder eine Chance.  Vogel: „Wir müssen dem Wolf helfen, damit er bleiben kann. Mein Film soll dazu beitragen.“

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In Memoriam Kurti

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IN MEMORIAM

Heute vor zwei Jahren am 27.April 2016 wurde Kurti, oder entpersonifiziert einfach als MT6 bezeichnet, brutal ermordet.

Die Menschen sagten der Jungwolf kam Ihnen zu Nahe – doch war es eher so, das Sie alles erdenklich Böse nutzen, und Ihm und kurz darauf auch seiner Schwester würdelos das Leben nahmen. Das Märchen vom bösen Wolf wurde nach 200 Jahren frisch illustriert und mit Niedertracht und Lügen neu aufgelegt.

Er war nicht nur ein Tier. Er war ein Botschafter der Natur – Gesandter von Mutter Erde.

Hier seine Geschichte und das Versprechen von Wolfsschutz-Deutschland hinter jedem Wolf in Deutschland mit aller Kraft zu stehen. Immer und zu jeder Zeit!

Laßt uns die Geschichte neu schreiben und diese wundervolle Spezies dem Menschen von Heute näher bringen und in die Herzen tragen. Denn er ist gekommen um zu bleiben. Genau hier an unserer Seite als Bruder und Freund.

Kurti ist nicht umsonst gestorben dafür werden wir Sorge tragen.

Auf Bald mein zutraulicher Freund,
auf den ewigen Wiesen.

Näheres zu diesem ungeheuerlichen Fall finden Sie hier: http://wolfsschutz-deutschland.de/fall-kurti/

Korinna Fiel, Mitglied von Wolfsschutz Deutschland, i. G.

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Wolfsschutz Deutschland vor Ort in Brüssel – Resümee und Protokoll zur Veranstaltung des Umweltministeriums Sachsen-Anhalt

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Unser Vereinsmitglied Henrike Lichtenberg ist am 12. April nach Brüssel gereist, um an einer Veranstaltung der  Landesvertretung Sachsen-Anhalts teilzunehmen. 

Eine Dezimierung, wie es der Koalitionsvertrag der GroKo vorsieht, wird es mit Brüssel vorerst nicht geben. Ausnahmegenehmigungen würde es weiter geben. Hierbei hat man vor,  bundesweit operierende Teams zur Entnahme von so genannten Problemwölfen einzusetzen. Seit rund 20 Jahren gibt es wieder Wölfe in Deutschland. Dass es bislang noch keinen einzigen Problemwolf gab, sagen nicht nur wir von Wolfsschutz Deutschland, sondern auch Experten wie Günther Bloch oder Kurt Kotrschal. Die Kosten, die solches „Killerteams“ verursachen würden, mögen wir uns gar nicht vorstellen. Statt Wölfe zu kriminalisieren sollte lieber in eine Wildtierpolizei investiert werden, damit endlich einmal die vielen Fällen von illegaler Wolfstötung aufgeklärt werden könnten.

Der Wolf: Gekommen, um zu bleiben. Wie gelingt die Integration des großen Beutegreifers in unserer modernen Kulturlandschaft?

Referenten: Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert, Krzysztof Główczyński, Direktor des Welski Naturparkes Lidzbark in Ermland-Masuren, Dr. Elsa Nickel, Referatsleiterin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Nicola Notaro, Referatsleiter „Naturschutz“ der Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission und Swen Keller, Schäfer und Ausbilder von Herdenschutzhunden aus Sachsen-Anhalt. Diskutiert wurden verschiedene Ansichten auf die Frage, wie das Ziel einer Akzeptanz des Wolfes im ländlichen Raum erreicht werden kann.

Ministerin Dalbert zog ein positives Resümee: „Ich war beeindruckt, wie groß auf europäischer Ebene das Interesse an unseren Managementmaßnahmen rund um den Wolf ist. In der sehr sachlichen Diskussion bestand große Einigkeit darüber, dass zwei Dinge im Vordergrund stehen:

Dalbert weiter: „Zum einen müssen wir unsere Nutztiere schützen und die Tierhalter bei Rissvorfällen entschädigen, denn die Weidetierhaltung leistet einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft und der Artenvielfalt. Nutztiere dürfen keine leichte Beute für den Wolf sein.“ Der Vertreter der EU-Kommission, Nicola Notaro, stellte klar, dass in Bezug auf den strengen Schutzstatus des Wolfes Änderungen im EU-Rechtsrahmen zeitnah nicht zu erwarten sind. Die europäischen Regierungen sollten die Nutztierhalter dabei unterstützen, die Weidetiere vor dem Wolf zu schützen. 

Man will das Monitoring ausbauen:

Dalbert:“Wir eine gemeinsame Erfassung der länderübergreifenden Wolfspopulation, also ein gemeinsames Monitoring mit Polen, um gesicherte Aussagen über die Populationsgröße machen zu können. Hier sind wir in Brüssel, beim Bundesministerium und bei den polnischen Kollegen auf offene Ohren gestoßen.“

Auch hier plädieren wir von Wolfsschutz Deutschland dafür, doch ganz Deutschland einheitlich zum Wolfsland zu erklären und Schäden zentral und mit wenig bürokratischen Aufwand zu begleichen. Dies wäre allemal günstiger als eine noch intensivere Überwachung der Wolfspopulation. Vieles über Wanderverhalten und Sozialleben weiß man bereits seit den 80-iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

Schützen statt schießen:

„Informieren, schützen, entschädigen – mit diesem Ansatz für mehr Akzeptanz für den Wolf und dem Ziel den unterschiedlichen Interessen Rechnung zu tragen, geht Sachsen-Anhalt einen erfolgreichen Weg, “ so das Resümee von Dalbert. 

Ähnlich ging es auch Henrike Lichtenberg: „Ich bin mit einem erleichterten Gefühl aus der Tagung rausgegangen, da wir mit dem EU-Kommissar Nicola Notaro einen aufrichtigen Naturschützer und Wolfsfreund mit sehr scharfem Verstand und großer Kompetenz in Brüssel haben.“

Zurzeit sieht es also nicht so aus, als würde die EU auf die ständigen Forderungen diverser Deutscher Politiker eingehen wollen, den hohen Schutzstatus des Wolfs herabzusetzen. Dies dürfte auch ein deutliches Signal nach Bayern und Niedersachsen zu deuten sein. Gegen Schweden ist ein Verfahren eingeleitet worden. Auch Finnland steht vor dem EU-Gerichtshof. Auch Frankreich erntete Kritik von Notaro. Dort würden die Schutzmaßnahmen versagen, nicht die Wölfe schlimmer werden. 

Henrike Lichtenberg hat ein Protokoll von der kompletten Veranstaltung erstellt: Hier geht es zur ausführlichen Schilderung:

Tagung_Wolf_Gekommen_um_zu_bleiben[1]

 

 

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„Wir sind die Stimme der Wölfe“ – Ferienprojekt von Ulrike De Heuvel von Wolfsschutz-Deutschland

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Moers.  „Wir sind die Stimme der Wölfe, zuhause sollt ihr sein“ hallt es durch die Räume der Offenen Ganztagsbetreuung an der Annastraße. Als Ferienprojekt haben rund 14 Mädchen und Jungen das Thema „Wolf“ in musikalischer Form aufgegriffen. Unter Aufsicht der Erzieherin Ulrike De Heuvel, Mitglied bei Wolfsschutz-Deutschland und mit Hilfe von Musiker Sebastian Schade haben sie zwei eigene Songs produziert. Die Offene Ganztagsbetreuung der Grundschule Annastraße hat sich mit dem Schulkinderhaus zusammen getan. Vor einigen Tagen präsentierten die Neun- bis Zehnjährigen die Lieder, die sie in den drei Tagen davor selbst geschrieben und eingesungen haben. „Das sind die Wolfsschützer von morgen“, strahlte Ulrike De Heuvel.

Grundsätzliches Interesse an der Natur

Das Engagement der Kinder zeigt, dass grundsätzliches Interesse zu diesem Thema besteht: Schon vor Beginn der Betreuung informierten sich einige selbstständig und brachten Stichworte und Bilder zum Lebensraum und zu Charaktereigenschaften der Tiere mit in die ersten Besprechungen. Dabei ging es in dem Projekt nicht ausschließlich um Wölfe. Vielmehr sollten die Schüler ein Gespür für die Wichtigkeit der Natur und die einzelnen Lebewesen, die zum Gleichgewicht des Ökosystems beitragen, bekommen. „Ich bin mir sicher, dass die Kinder davon was mit nach Hause nehmen, das sind nicht nur leere Worte, die sie hier singen“, so Ulrike De Heuvel. Im Chor geben die Kleinen wieder, was sie gelernt haben: „Wölfe sind wichtig, sie schützen unseren Wald, sie dienen der Natur dabei und geben dem Kreislauf seinen Halt.“

Weitere Projekte zum Thema werden folgen. Ulrike De Heuvel: „Es ist mir wichtig, aufzuzeigen, dass die Natur geschützt werden muss und dass wir zeigen, dass der Wolf kein böses Lebewesen ist, das Menschen frisst.“ Rotkäppchen, so De Heuvel, existiere nur im Märchen und die Angst vor dem „bösen Wolf“ sei völlig unberechtigt.

Wir sind die Stimme der Wölfe
Das Projekt hat den Kindern Spaß gemacht.

 

 

 

Wir sind die Stimme der Wölfe
Getrommelt werden durfte auch.

Und hier der Text des Liedes für alle, die mitsingen, oder das Lied nachsingen wollen!

Wir sind die Stimme der Wölfe

Refr. Wir sind die Stimme der Wölfe,
wir treten für euch ein!
Damit ihr hier gut leben könnt,
zu Hause sollt ihr sein!

1. Wölfe kriegen Welpen,
vier bis sieben Stück.
Weiblich und auch männlich
– sie fühlen dabei Glück!

Mama Wolf und Papa Wolf,
die trennen sich echt nie.
Die Großen helfen den Kleinen,
ein Rudel in Harmonie.

Refr. Wir sind die Stimmme…

2. Werden die Jungs´ dann größer,
ziehen sie alleine los.
Auf der Suche nach der Fähe,
ist die Neugier wirklich groß!

Dann kommen sie uns näher,
auch mal mit Übermut.
Den Menschen macht das Angst,
den Wölfen tut das nicht gut.

Refr. Wir sind die Stimme…

3. Denn all´ die alten Geschichten,
sie sind dann wieder da.
„Der Wolf, der ist doch böse“
– was er aber niemals war!

Der Mensch beginnt zu jagen,
gibt ihn zum Abschuss frei.
Doch wir, wir sind dagegen,
sei auch DU mit NEIN dabei!

Refr. Wir sind die Stimme…

4. Wölfe, die sind wichtig,
sie schützen unsern´ Wald.
Sie dienen der Natur dabei,
geben dem Kreislauf seinen Halt.

Ein jeder hat Respekt verdient,
er war schon vor uns hier.
Und lernst du ihn erst kennen:
ein wunderbares Tier!

Refr. Wir sind die Stimme…

 

 

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Drei Wolfswelpen erschossen – Wolfsschutz Deutschland erstattet Anzeige gegen die Thüringer Umweltministerin Siegesmund!

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Thüringen – Laut einer Pressemitteilung des Umweltministeriums Thüringen sind drei der sechs Wolfsmischlingswelpen, die zusammen auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Ohrdruf lebten, erschossen worden.

Anja Siegesmund: „Wir standen seit dem Bekanntwerden der sechs Wolf-Hund-Mischlinge vor der Aufgabe, die Tiere aus der freien Wildbahn zu entfernen. Dafür tragen wir Verantwortung – zum Schutz der bedrohten Art Wolf. Wir haben mit hohem Aufwand intensiv versucht, die Tiere lebend zu fangen, um sie in den alternativen Bärenpark nach Worbis zu bringen. Verabredungsgemäß sind Mittel in den Ausbau entsprechender Gehege in hoher fünfstelliger Höhe geflossen. Bei den Fallen haben wir auf Kasten- und Schwingfallen gesetzt, die in dieser Kombination und Dichte erstmals so in der Bundesrepublik aufgestellt worden sind. Seit einigen Wochen haben wir Stufe 2 der Entnahmebemühungen gezogen, also sowohl Fangen als auch Abschuss. Uns war klar, dass angesichts der kommenden Weidesaison die Zeit drängt. Weil das Umsetzen des Wolfsmanagementplanes in unserer Verantwortung liegt, haben wir die Pflicht zu handeln.“

Wir von Wolfsschutz Deutschland sind entsetzt darüber, dass sich eine Grüne Umweltministerin über jedes Recht und Gesetz hinwegsetzt.

Wir erstatten Anzeige gegen die Ministerin und gegen die oder den unbekannten Schützen. Des weiteren senden wir eine Beschwerde an die EU.  Der Wolf und Mischlinge der ersten Generation sind nach…

– Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA) Anhang II

– EG Verordnung 338/97 Anhang A

– FFH Richtlinie 92/43/EWG Anhang II; prioritäre Art

– FFH Richtlinie 92/43/EWG Anhang IV

– Berner Konvention Anhang II

…streng geschützt. Jeder Art der Nachstellung, Störung und der Tötung sind verboten. Die Kosten für die „Tötung“ der Welpen gehe an die 100.000 Euro zu, heißt es in einem Bericht des MDR. Wir sind erstaunt und enttäuscht über das Ausmaß an Empathielosigkeit, an der immer mehr deutsche Politikerinnen und Politiker zu leiden scheinen. Allerdings kommt hier nicht nur die Herzlosigkeit zum Tragen, sondern auch die Verschwendung von Steuergeldern und völlige Ahnungslosigkeit im Bereich natürliche Abläufe in der Natur.

In einem aktuellen  Fachaufsatz ist erneut aufgeführt, dass sowieso in den Genen der Wolfspopulation auch in geringem Maße Hundegene vorhanden sind. Wie die Hundegene dort hineingelangen ist logisch. Nämlich durch gelegentliche Vermischung.  https://scienmag.com/new-genetic-research-shows-extent-of-cross-breeding-between-wild-wolves-and-domestic-dogs/

Es gibt seit Jahrhunderten immer wieder einmal Mischlinge zwischen Hunden und Wölfen, hatten wir im vergangen Jahr bereits geschrieben. Die schwarze Fellfarbe der amerikanischen Wölfe ist so entstanden. In unserem offenen Brief vom 13. Oktober 2017 http://wolfsschutz-deutschland.de/2017/10/13/frau-ministerin-siegesmund-nehmen-sie-den-schiessbefehl-zurueck/ haben wir bereits aufgeführt, dass die Natur  dies durch „natürliche Rückzüchtung“ alleine löst. In einem zweiten offenen Brief haben wir erneut gewarnt: http://wolfsschutz-deutschland.de/2018/01/22/offener-brief-an-umweltministerin-siegesmund-heben-sie-auch-den-zweiten-schiessbefehl-auf-die-thueringer-wolfswelpen-auf/

 

Brigitte Sommer

Erste Vorsitzende

Alexander Januszkiewicz

Stellvertretender Vorsitzender

 

Wolfsschutz Deutschland, Verein in Gründung

 

Hier geht es zur Pressemeldung des Umweltministeriums

https://www.thueringen.de/th8/tmuen/aktuell/presse/103860/index.aspx

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Faktencheck: Angeblicher Rehriss in Bad Belzig – Wie Medien wieder falsch berichten

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Wolfsschutz-Deutschland Faktencheck:  Angeblicher Rehriss in Bad Belzig - Wie Medien wieder falsch berichten
Diese Fellreste fanden wir an einem anderen Ort, als dem Auffindeort

Dass Wölfe auch Rehe fressen, dürfte inzwischen bekannt sein, sie sind schließlich keine Vegetarier und werden es auch nie werden. Leider ist auch bekannt, dass jedes tote Reh erst einmal einem Wolfsriss zugeschrieben wird. Das macht sich gut, um den „bösen Wolf“ wieder in die Presse zu bringen. Am 7. März 2018 soll es mal wieder soweit gewesen sein, im beschaulichen Bad Belzig in Brandenburg. „Wolf hinterlässt blutige Spur in Bad Belzig“, titelte die „Märkische Allgemeine“, ohne dass es einen Beweis gegeben hat – und bisher auch nicht gibt -, dass es auch ein Wolf war. Wolfsschutz-Deutschland ging auf Spurensuche vor Ort.

Journalistin war (natürlich) nicht vor Ort

Erschreckend: Die Journalistin, die diesen Bericht erfasst hat, hinterfragte mal wieder nicht das, was  ein „besorgter Bürger“ ihr da erzählt hatte. Wäre sie tatsächlich vor Ort gewesen und sich den Fundort und die Umgebung angesehen, hätte sie einen solchen, völlig unrecherchierten Artikel nicht schreiben dürfen. Das Foto mit dem toten Reh, direkt an einer Kleingartenanlage, suggeriert dann auch, die Wut auf den Wolf, der es gerissen haben soll. Hätte die Journalistin sich die Mühe gemacht, sich vor Ort umzusehen, hätte sie – egal wie intelligent sie ist – feststellen müssen, dass das Reh gebrochene Hinterläufe hatte. Eine „Blutspur“ oder Fellreste sind nach Fotoansicht nicht auszumachen. Doch die Journalistin schrieb aus der Entfernung an ihrem Redaktionstisch: „Fellreste deuten darauf hin, dass das Tier nicht dorthin geschleppt wurde, sondern direkt vor einem Kleingarten starb.“ Der Mann, der das tote Tier fand, wird als alleiniger Informant genannt. Es war kein Jäger, Wolfsbeauftragter oder Förster, der das Reh fand und die Situation hätte einschätzen können, sondern ein ganz normaler Spaziergänger, der da zitiert wurde.  

Wolfsschutz-Deutschland Faktencheck:  Angeblicher Rehriss in Bad Belzig - Wie Medien wieder falsch berichten
In diesem Bereich wurde das tote Tier abgelegt.

Fakt ist, dass sich ein Reh mit gebrochenen Hinterläufen schwer verletzt vor die Pforte eines Kleingartens am Stadionweg geschleppt haben soll, ist weder glaubwürdig, noch vorstellbar.  Wäre doch die Frage, von wem und warum wurde das Tier dort abgelegt? Passanten hatten laut unserer Recherche aus größerer Entfernung drei Leute gesehen, die etwas aus dem Kofferraum eines Autos gehoben haben. Könnte es etwas das tote Reh gewesen sein?

Die Journalistin wartete – wie leider viele andere Kollegen auch – gar nicht auf den Nachweis, dass es ein Wolf war. Sie fühlt sich berufen, boulevardmäßig zu schreiben: “ Damit hat der graue Räuber auch in Bad Belzig auf einem von Spaziergängern, Joggern und Schulkindern gern genutzten Weg eine Blutspur hinterlassen.“ Das schrieb sie, obwohl der Wolfsbeauftragte Torsten Fritz nur davon sprach, dass ein Wolfsriss nicht ausgeschlossen werden könnte,  man aber die abschließenden Untersuchungen abwarten müsse. Natürlich haben auch wir von Wolfsschutz-Deutschland den Wolfsbeauftragten von Brandenburg, Torsten Fritz, kontaktiert. Wer er uns gegenüber äußerte, kenne er zwar ein Foto des verendeten Rehs, war aber nicht vor Ort zur Aufnahme eines Rissgutachtens, weshalb die ihm in den Mund „gelegten Zitate“ böswillige Fälschungen seien und somit strafbewehrt erscheinen. Den Kehlbiss könne auch ein Hund gesetzt haben.

Reh war wahrscheinlich Opfer eines Verkehrsunfalls

Wahrscheinlicher war es so, dass das Reh Opfer eines Verkehrsunfalls geworden war und  zur Vertuschung,  oder um es so hinzustellen, als sei es ein Wolf gewesen, der Kadaver auf dieser Fläche am Stadionweg abgelegt worden ist. Wildtiere könnten so angelockt worden sein und der schnelle Riss der Tod des Rehs gewesen sein.

Unsere Fotos zeigen die Kleingartenzäune, den Stadionweg und die angrenzende Fläche. Diese, etwa in der Größe eines Fußballfeldes, liegt zwei bis drei Meter tiefer als der Stadionweg, von winterlich vertrocknetem Bodengestrüpp bedeckt.

Wolfsschutz-Deutschland Faktencheck:  Angeblicher Rehriss in Bad Belzig - Wie Medien wieder falsch berichten
Entlang dieses Wegs in dem Naherholungsgebiets wurde das tote Reh gefunden.

Bereits Tage zuvor lag dort verendet ein Reh. Zur der Zeit fiel Schnee, die Temperaturen lagen bei -10° bis – 3°. Auf dem Zeitungsfoto sieht das Reh jedoch nicht aus wie in der Nacht zuvor dort verendet. Der Fundort am Gartenzaun kann nicht der Ort gewesen sein, an dem das Reh verendete. Gut 20 Meter weit auf der tiefer liegenden Fläche fanden sich Fellspuren der Bauchdecke und etwa zehn Meter daneben  weitere Fellspuren des ausgerissenen Hinterlaufs.

 

Auch Spuren von Dachs und Fuchs waren zu sehen

Und dort fanden sich auch Spuren vom Dachs und Fuchs. Soweit ein artgerechter Riss unter Wildtieren.

Wolfsschutz-Deutschland Faktencheck:  Angeblicher Rehriss in Bad Belzig - Wie Medien wieder falsch berichten
Angrenzend an den Weg eine große Wiese und Wald.
Wolfsschutz-Deutschland Faktencheck:  Angeblicher Rehriss in Bad Belzig - Wie Medien wieder falsch berichten
Die Fläche, die an den Gehweg grenzt, hat etwa die Größe eines Fußballfeldes und liegt zwei bis drei Meter tiefer als der Stadionweg.

Wie kam das Tier aber dort hin? Auf der Flucht wird ein Reh instinktiv nie den Ausweg über verstrüpptes, gefährliches Gelände suchen, sondern eher den hinter der Fläche einsetzenden Wald. Wie soll es auch mit gebrochenen Hinterläufen dort vorwärts kommen und auch noch den Höhenunterschied zum Weg hinauf bewältigen?

„Warnungen zu besonderer Vorsicht“  – so der zitierte Torsten Fritz – seien „Sache des örtlichen Ordnungsamtes“. Die Amtsleiterin, Petra Tersch, erklärte uns, dass  mit Anwohnern gesprochen, Schulen und  Ausschüsse informiert worden seien. Da es sich um ein verendetes Wildtier handelte, fanden auch  keine weiteren Untersuchungen statt.

Manuel Reichardt und Rainer Schulz

 

Hier geht es zum Artikel http://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam-Mittelmark/Wolf-hinterlaesst-blutige-Spur-am-Stadionteich

 

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Sachsen – Toter Wolf in Pferdestall gefunden – Wie mit kranken Wölfen umgehen? – Einladung zur Diskussion!

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Sachsen – laut einer Pressemitteilung des Kontaktbüros „Wölfe in Sachsen“ ist am 18.03.18 ein toter Wolf in einem Pferdestall entdeckt worden. Wie der Welpe dorthin geriet, ist bislang unklar. Ziemlich sicher dagegen ist, dass das Tier unter Räude litt. Wahrscheinlich habe sich der Welpe ähnlich wie es bei Füchsen bekannt ist, die an Räude leiden, wegen der unter der Hautkrankheit verbundenen Unterkühlung, an einen geschützten, wärmeren Ort zurückziehen wollen und er sei dort gestorben. Lange sei das Tier noch nicht tot gewesen, heißt es in der Pressemitteilung. Alles würde darauf hinweisen, dass es dem Welpen schön länger nicht gut gegangen ist. Der Fundort gehört in das Gebiet des Kollmer-Rudels. Schon im Sommer hätten Aufnahmen im Rahmen des Wolfsmonitorings darauf hingewiesen, dass dort mehrere Wölfe unter Räude litten.

Räude ist behandelbar

Was für uns von Wolfsschutz Deutschland die Frage aufwirft, ob hier nicht ein Eingreifen, das heisst eine Behandlung, durch die Mitarbeiter des sächsischen Wolfsmanagements notwendig gewesen wäre. Zur Behandlung von Räude gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen gibt es ein Mittel, das direkt auf das Fell im Nacken aufgebracht wird und zum anderen gibt es auch zwei Medikamente, die bei Hunden sehr wirksam sind. Wir haben die Tierärztin Katja Lautner dazu befragt: „Diese Mittel sind nicht offiziell für Wölfe zugelassen. Allerdings ist es sehr wahrscheinlich, dass sie auch bei Wölfen wirken. Es ist also möglich, diese beiden Medikamente in Tablettenform in Köder zu verpacken, und den Wölfen so zu verabreichen.“ Eine andere Frage ist der ethische Aspekt. „Es ist die Frage, wie wir hier in Deutschland den Wolf als immer noch in seiner Art gefährdetes Wildtier behandeln wollen? Wollen wir die Natur entscheiden lassen, ob ein erkranktes Tier überleben soll oder kann, oder nehmen wir einen Eingriff in die natürlichen Abläufe vor?“

Abschuss von Zottel verstieß gegen Wolfsmanagementplan

Da der Wolf in Deutschland noch immer jenseits eines günstigen Erhaltungszustandes ist, müsse unserer Ansicht nach hier eingegriffen werden. Denn in Folge des Wolfsmonitorings, also der Überwachung von Wölfen,  haben Menschen auch die Verantwortung dafür zu tragen, wenn es deutliche Anzeichen dafür gibt, dass mehrere Wölfe unter Krankheiten leiden, die behandelbar sind. Bislang sind Daten des Wolfsmonitorings vor allem dann zum Tragen gekommen, wenn es um einen Wolfsabschuss ging, wie im Fall Kurti, der übrigens völlig gesund war und auch im Fall Pumpak. Hier konnte der Schießbefehl nicht ausgeführt werden, weil Pumpak von der Bildfläche verwand und weil Wolfsschutz Deutschland zusammen mit der Grüne Liga gegen den Abschuss vorging. Allerdings kostete Zottel die Krankheit das Leben. Der Abschuss verstieß ganz klar gegen die Punkte 5.4 und 5.6 im sächsischen Wolfsmanagementplan.

Wir von Wolfsschutz Deutschland möchten Sie einladen, mit uns zu diskutieren. Die Mitarbeiter des Wolfsmanagements in Sachsen haben also bereits im Sommer beobachtet, dass es den Welpen des Rudels nicht gut ging. So kann man auch davon ausgehen, dass die Mitarbeiter wussten, wo sich der Rendevouzplatz, also der Treffpunkt des Rudels befunden hatte. Köder mit Tabletten hätten also ausgelegt werden können und mit ziemlicher Sicherheit auch vom richtigen Wolf aufgenommen werden können. Das Gleiche gilt übrigens auch für den Wolf Zottel. Da man seine Wege kannte, wäre es unserer Ansicht nach, ein Leichtes gewesen, ihm die Medikamente zu verabreichen, statt das Tier abzuschießen. Es gibt zwei Mittel, die sich bei Hunden als hochwirksam erwiesen haben. Auch bei empfindlichen Tieren, wie z. B. Hütehunden, hätten diese Mittel schon gewirkt, so Dr. Lautner.

Hier ist die Pressemitteilung des Kontaktbüros Wolf in Sachsen PM_Totfund_eines_Wolfswelpen_in_einem_Pferdestall_im_Landkreis_Goerlitz

Hier ist unsere Petition für den wegen Räude erschossenen Wolf Zottel http://www.change.org/zottel

Bericht des MDR mit Video zum Fall: https://www.mdr.de/mediathek/video-183558_zc-89922dc9_zs-df360c07.html

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