Kalb „to go“ in Niedersachsen

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Nicht nur im Kernbereich des Cuxlandrudels in Niedersachsen kam es in im Laufe des Jahres immer wieder zu seltsamen Vorfällen mit Rindern. Angeblich hätten sich die Cuxlandwölfe und Wölfe in den angrenzenden Landkreisen auf das Reißen von Rindern, Kälbern und Kühen spezialisiert. Eine Spekulation, die uns merkwürdig erschien, denn Kühe sind durchaus wehrhaft. Wir waren ja daraufhin bereits im Cuxland unterwegs und haben Zäune kontrolliert. Das Ergebnis: Schutz war so wie wie nicht vorhanden. Zudem stehen die Nutztiere dort auch noch im Sumpf, was eigentlich unserer Meinung nach sogar tierschutzrechtliche Konsequenzen haben müsste. Außerdem vermuteten wir, dass nur dann ein Kalb zum Opfer eines Wolfes werden kann, wenn der Zaun derart desolat gebaut ist, dass es alleine hindurch schlüpfen kann, es in der freien Fläche auf sich gestellt ist, und bei einem Angriff nicht mehr von seiner Herde verteidigt werden kann. Unsere Vermutung hat sich nun bestätigt.

Hintergrund: Am 26.11.2017 wurde nun in Fischerhude bei Bremen ein nachweislich vom Wolf gerissenes Kuhkalb gefunden.  Ein Grund für unser Vereinsmitglied Petra Klages, sich die aktuelle Situation vor Ort mal genauer anzuschauen. Hier ist ihr Bericht:

„Auf einem Spaziergang entdeckte ich heute ein junges Rind (s. Fotos), welches sich auf einer absolut ungesicherten Weide neben der Weide, auf welchem sich seine Herde befand, vergnügte. Eigentlich entdeckte mein Schäferhund das Rind. Ich konnte meinen Hund zurückrufen und es gab keine unangenehme Überraschung für das junge Rind – ein Glück. Dieses Nutztier konnte sich unproblematisch von der eingezäunten Weide entfernen und von der schützenden Herde. Ein Wolf hätte hier – wieder einmal – leichtes Spiel und würde sich nur an den gedeckten Tisch begeben um eine leckere Mahlzeit, die der Nutztierhalter ihm bietet, zu verspeisen. Ich lebe nur ca. 20 KM von Fischerhude – dem Ort des letzten registrierten Wolfsrisses in Niedersachsen – entfernt und habe bislang keinen einzigen Schutzzaun gesehen, der geeignet wäre, Hunde oder Wölfe fernzuhalten.

Auf meine telefonische Anfrage bezüglich der Sicherheit der Zäune erklärte der Wolfsberater Herr Faß (der im kommenden Jahr ein Buch zum Thema herausbringt), dass er selbst zwar nicht vor Ort in Fischerhude war, sondern seine Kollegin, dass er jedoch davon ausgehe, dass auch dort kein entsprechender Schutz bestanden hätte. Erst jetzt – nach dem Wolfsriss – könne der Geschädigte Tierhalter finanzielle Hilfen für einen Wolfszaun beantragen. Lt. Herrn Faß würden häufig erst entsprechende Schutzmaßnahmen ergriffen, wenn der Wolf bereits ein Nutztier gerissen hätte. Präventiven Schutz erfahren also i. d. R. die Nutztiere der Landwirte und Hobbytierhalter nicht. Das ist für die getöteten Tiere tragisch, für die Nutztierhalter allerdings sicherlich keine Überraschung. Ärgerlich ist es, dass die Nutztierhalter unverständlicherweise – trotzdem der Wolf bereits vor vielen Jahren in seine Heimat zurückgekehrt ist – Schutzmaßnahmen außer Acht ließen und lassen. Vielleicht ist ihnen das Leben ihrer Tiere eben nichts – oder zu wenig – wert. Der eine oder andere Nutztierhalter ärgert sich möglicherweise über die eigene Ignoranz gegenüber dem Heimkehrer; den Wolf erfreut es, er hat leichtes Spiel.  Die Nutztierhalter hingegen verhalten sich „wolfsfreundlich“ und platzieren das Vieh so, dass der Wolf weder jagen, noch sich in anderer Weise bemühen muss. Er darf hier einfach ganz gemütlich und unbesorgt am gedeckten Tisch speisen. Die Weiden sind nicht gesichert, oder nicht so, wie es schon seit vielen Jahren empfohlen wird. Tatsächlich muss man hier schon fast vom verbotenen „anfüttern“ der Wölfe sprechen.“ (Petra Klages)

Auf den Bildern ist das Kalb zu sehen, welches durch die Umzäunung hindurch ist und sich nun frei auf einer Wiese bewegt. Bei einem Angriff durch Hunde, Wölfe oder Füchse wäre es alleine auf sich gestellt. Auf den weiteren Bildern wird die Umgebung erkennbar. Von einem zweiten Zaun weit und breit keine Spur. Bevor Nutztierhalter und Politiker populistisch Abschüsse fordern, sollten sie erst einmal ihre Hausaufgaben machen.

 

 

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Anrührendes Video von Pumpak als Jährling

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Liebe Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde,

von Pumpak gibt es leider noch immer kein Lebenszeichen. Inzwischen war die Vermutung aufgekommen, dass es bei einem sehr wohlbeleibten Wolf in Österreich um Pumpak gehandelt haben könnte. Der Wolf hatte dort einen Hahn erbeutet und war beim Verspeisen fotografiert worden. Inzwischen gibt es wohl auch eine Gen-Analyse dazu. Es sei ein Wolf aus dem Balkan und somit wohl einer der ausgebrochenen Wölfe aus dem Gehege in Bayern, heißt es. Damit hat dieser Wolf nun gleich zwei Beweise erbracht: Er hat das Jagen nicht verlernt und ausgezehrt ist er ebenfalls nicht, wie die Nationalparkverwaltung von diversen Medien zitiert worden war.

Doch es gibt doch auch eine Neuigkeit zu Pumpak. Heute hat uns Katarzyna Bojarska, die Forscherin aus Polen, die das Ruszow-Rudel betreut, aus dem Pumpak ursprünglich stammt, einen Link zu einem sehr anrührenden Video geschickt. Darin ist Pumpak als Jährling zu sehen. Er kümmert sich darin liebevoll um seine Geschwister, während die Mutter auf Jagd ist. Das Video ist nur in Polnisch untertitelt, doch die Bilder sprechen für sich. Es ist so Herz erwärmend, dass es keine Übersetzung braucht. Für diese Tiere lohnt es sich, tagtäglich neu zu kämpfen. Wir sind ihre Stimme.

https://www.youtube.com/watch?v=suEmyNEhlyA&t=95s

Herzliche Grüße

Brigitte Sommer

 

 

 

 

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Ein Wolf wird Maskottchen bei der nächsten Fußballweltmeisterschaft. Warum uns das ganz besonders freut.

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Tanzen wir mit dem Wolf?

Eine Art Talk-Show diskutiert minutenlang die Frage, ob die Wahl des WM-Maskottchens wirklich eine gute Wahl war, hüpft doch im nächsten Jahr ausgerechnet ein Wolf durch russische Innenstädte und Stadien. Ein Wolf, der zwar freundlich lächelt, aber eben auch für Blutrünstigkeit und Hinterlistigkeit stehe, war am 02.12.17 in einem Bericht vom Deutschlandfunk zu lesen. Hier der Link dazu. Ein Foto des neuen Maskottchens ist auch zu sehen. http://www.deutschlandfunk.de/wm-gruppenauslosung-in-moskau-tanzen-wir-mit-dem-wolf.720.de.html?dram%3Aarticle_id=402150

Dazu ein Kommentar von Petra Klages, Kriminologin, Tierschützerin und Mitglied bei Wolfsschutz Deutschland in Pro Naturschutz Sachsen e. V. (GRÜNE LIGA Sachsen)

 

Der Wolf ist da und die WM wird mit ihm gefeiert

 

 

Das Maskottchen der Fußball WM 2018 ist ein starker Held, ein ausgesprochen ästhetisches und zudem sehr soziales Tier – ein Wolf –  wie sollte es auch anders sein. Er steht für unerschütterliche Tugenden wie Stärke, Treue, Intelligenz, Familie, Ausdauer, Mut und Kraft. Noch weitere Eigenschaften aufzuzählen, wäre müßig und würde wohl eher ermüden, da unzählige Seiten damit gefüllt werden könnten.

 

 

Deutsche Märchen

 

Wie aber stehen die deutschen Landwirte, die deutschen Politiker zum Wolf? In Deutschland wäre der Wolf als Maskottchen derzeit nahezu undenkbar. Wurde doch der Wolf jüngst bedauernswertes Opfer eines sehr unseriös wirkenden Wahlkampfes und schürte in der Bevölkerung pathologisch anmutende Phobien. Einige Jäger machten sich sogar strafbar indem sie das streng geschützte Tier illegal „beseitigten“.

 

Der „böse“ Wolf, der Nutztiere reißt und Menschen bedroht – so wurde und wird „berichtet“. Manch aufmerksamer Mitbürger konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Erben der Gebrüder Grimm die Werbetrommel für eine neuerliche Ausrottung des gerade erst nach Hause zurückgekehrten Wolfes rühr(t)en. Und das, wo Deutschland ohnehin massive Probleme mit dem Artensterben hat. Sind einige Deutsche tatsächlich so unbelehrbar und glauben noch an Gruselmärchen?

 

 

Landwirte

 

Tatsächlich rückten einige Landwirte, die offensichtlich kein Interesse hatten, ihre Nutztiere ausreichend zu schützen in den Fokus der Medien. Unglaublich blutrünstige Geschichten hatten sie zu berichten. Unerwähnt blieb jedoch häufig, dass genau diese Landwirte und Nutztierhalter selbst verantwortlich waren. Kategorisch lehnten sie Schutzzäune und Herdenschutzhunde ab – und selbst mittelgroße Hunde konnten ihrem Jagdinstinkt uneingeschränkt folgen und nahezu ungehindert schutzlose Tiere reißen. Möglicherweise war mit ein Grund für die Weigerung oder Ignoranz dieser Tierhalter, dass sie selbst die Jagd ausüben und unverändert hohe „Abschussquoten“ erzielen woll(t)en. Purer Eigennutz und Verantwortungslosigkeit gingen also wohl teilweise zu Lasten der bedauernswerten, wehrlosen Nutztiere, die so zum Freiwild für wildernde Hunde und natürlich auch für hungrige Wölfe wurden.

 

In der Öffentlichkeit wurde nach mutmaßlichen Wolfsrissen lediglich bekannt, dass der Wolf „schon wieder“ blutrünstig (was er definitiv nicht ist) Nutztiere gerissen hätte. Oft war noch nicht einmal klar, dass es der Wolf war; häufig stellte sich dann später heraus, dass mal wieder ein Nachbarshund der Übeltäter war. Die Aufklärung dieser Risse wurde in den Medien nicht entsprechend klargestellt und die Bevölkerung im Irrglauben des „blutrünstigen Übeltäters Wolf“ gelassen.

 

 

Medien

 

Die Presse bediente die reißerische Sensationslust und eine neutrale oder korrigierende Berichterstattung – wie sie notwendig wäre – fand in der Regel gar nicht erst statt. Politiker nutzten die Ängste und die Gier einiger jagender Mitmenschen und verschworen sich auf der Jagd nach Wählerstimmen gegen den „bösen Wolf“. Gar so viele Menschen haben es denn wohl doch nicht geglaubt – das zeigen die Wahlergebnisse recht deutlich.

 

 

Insgesamt weit gefehlt  und teilweise sehr offensichtliche Phantastereien

 

… Der Wolf ist ein Räuber und die einzige Konkurrenz, die dem  „Raubtier Mensch“ die Beute streitig macht. Er jagt jedoch nur das, was er zum Überleben benötigt. Das kann man vom Jäger Mensch leider nicht behaupten. Der Wolf hält sich in der Regel von Menschen fern – das sagt ihm schon sein Instinkt.  Diesen Instinkt haben jedoch leider nicht alle Menschen, aber vielleicht lernen sie es noch.

 

Aufmerksame Landwirte und Nutztierhafter können ihre Tiere, wenn sie es denn wollen, sehr wohl effektiv gegen den Wolf und wildernde Hunde schützen und einige tun dieses auch. Finanzielle Mittel stehen schon seit Jahren zur Verfügung. Allein – es mangelt so oft am Willen und gruselige Wolfsgeschichten greifen zur Zeit bei manchen Mitmenschen besser, als Logik und Vernunft. Wir dürfen nicht vergessen: Menschen können sich selbst und selbstverständlich ihre Tiere schützen, eine reale Gefahr an sich geht vom streng geschützten Wolf nicht aus, auch wenn gerne anderes behauptet wird.

 

 

Ureinwohner

 

Ein Ureinwohner ist endlich nach Deutschland zurückgekehrt und findet Landschaften vor, in denen er sich erst wieder zurechtfinden muss vor. Er ist ein stolzes Tier, geprägt von Ausdauer, Stärke und unerschütterlicher Treue zu seinem Rudel. Seine Schönheit und seine sehr sozialen Eigenschaften begeistern immer mehr Menschen, die sich zunehmend für ihn einsetzen. Das sollten nun auch in immer stärkerem Maße (nicht nur) die Deutschen tun.

 

 

Freuen auf die WM

 

Verabschieden wir uns endlich von den schaurigen Märchen, die jeglicher Logik entbehren. Freuen wir also gemeinsam auf eine spannende WM und den Wolf, der als Maskottchen für eine Weltmeisterschaft wohl passender nicht sein könnte!

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Auch "Wolfsbotschafter" Anori Pura Goia, ein Tschechoslowakischer Wolfshund ist beim Adventssparziergang am Sonntag, den 10. Dezember, mit von der Partie.

Wolfsschutz-Deutschland lädt zum Adventsspaziergang ein

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01.12.2017 – Zu einem Adventsspaziergang mit Glühwein und Plätzchen lädt die Gruppe Hessen des bundesweit agierenden Vereins  „Wolfsschutz Deutschland“ in Pro Naturschutz Sachsen e.V. /Grüne Liga Sachsen (www.wolfsschutz-deutschland.de ) alle Wolfsfreunde und Interessierte am Sonntag, den 10. Dezember (Zweiter Adventssonntag) in den Lämmerspieler Wald ein. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Parkplatz zum Rabenstein in Hanau-Steinheim neben dem Sportplatz der DJK Steinheim, zwischen Hanau-Steinheim und Lämmerspiel. Die Teilnahme ist kostenlos.

Wie die Sprecherin des Vereins, Brigitte Sommer (Steinheim), mitteilt, ist ein Spaziergang durch den Wald und auf die angrenzenden Streuobstwiesen geplant. Jeder, der sich für Wölfe interessiert oder mehr über die Tiere erfahren will, die vor über 100 Jahren in Deutschland ausgerottet wurden und sich  jetzt wieder in Deutschland angesiedelt haben, sei herzlich willkommen. Nachdem jüngst auch im hessischen Odenwald ein Wolf seine Spuren hinterließ, ist der Wolf auch in Hessen in aller Munde. Brigitte Sommer: „Aufklärung über den Wolf ist uns wichtig. Auf Wunsch unterstützen wir Nutztierhalter auch, um  geeignete Schutzmaßnahmen vorzunehmen.“

Mit verschiedenen Petitionen zum Beispiel gegen den Abschuss des Jungwolfes Pumpak (www.change.org/pumpak) mit über 120 000 Unterzeichnern, gegen den Abschuss weiterer Gehegewölfe, die aus dem Naturpark Bayerischer Wald ausgebrochen sind und mit der erfolgreichen Eilantrag gegen den Abschuss des Rosenthaler Rudels in Sachsen hat die Dachorganisation des Vereins, die Grüne Liga Sachsen, bereits bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Zudem decken die Vereinsmitglieder ständig Falschmeldungen, so genannte „Fake-News“ auf, mit denen Unwahrheiten über Wölfe verbreitet werden.

Mit von der Partie am Sonntag, den 10. Dezember, ist auch „Wolfsbotschafter“ Anori Pura Gioia, ein Tschechoslowakischer Wolfshund, der unter anderem auch in Sterbehospizen sehr kranken Menschen mit seinem Besuch einen letzten Wunsch erwünscht hat.

Weitere Informationen über „Wolfsschutz-Deutschland“ und wie man  Mitglied werden kann, gibt es auf der Webseite des Vereins unter www.wolfsschutz-deutschland.de. Alle Spenden und Mitgliedsbeiträge fließen direkt in Aktionen zum Schutz der Wölfe.

Weitere Informationen gibt es bei Brigitte Sommer, Telefon 06181/966716.

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Unser Weihnachtswunsch: ein Euro für den Wolf

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Liebe Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde,

die Weihnachtszeit hat begonnen und damit eine Zeit der Besinnung und der Konzentration auf das, was wir lieben: unsere Familie. Auch Wölfe leben in Familien. Auch sie haben ein Recht auf eine friedliche Weihnachtszeit. Petitionen und öffentlicher Druck helfen, das Leben von Wölfen zu retten. Mein Dank gilt den vielen Unterstützerinnen und Unterstützern. Doch Petitionen bieten in Zeiten tendenziöser Medien – es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht Angst machende, schlecht recherchierte oder komplett falsche Artikel über Wölfe erscheinen – auch noch die Möglichkeit, Informationen zu vermitteln.

Doch wir müssen auch real etwas tun. Dafür stehen wir von Wolfsschutz Deutschland in Pro Naturschutz Sachsen e. V. (GRÜNE LIGA Sachsen). Wir reden nicht, wir handeln. Im Gegensatz zu den großen Umweltorganisationen, die in diesem Jahr sogar Wolfsabschüssen zugestimmt haben, werden wir nicht staatlich unterstützt. Wir sind auf Spenden angewiesen, damit wir unsere Arbeit weitermachen können. Mir fällt dazu die Geschichte des Schauspielers Karlheinz Böhm ein, der mit den Sissy-Filmen bekannt wurde. Erschüttert von Berichten über die Hungerkatastrophe in der Sahel-Zone lancierte er eine legendäre Wette in der ZDF-Sendung „Wetten, dass…?“ Er wettete, „dass nicht einmal jeder dritte Zuschauer eine Mark, einen Schweizer Franken oder sieben Österreichische Schillinge für Menschen in der Sahelzone“, spenden würde. Das Ergebnis: Er sammelte 1,2 Millionen Mark ein.

Hier in der Pumpak-Petition haben wir über 120.000 Unterzeichner. Mein Weihnachtswunsch für die Wölfe lautet so: Jeder könnte doch einen Euro an uns spenden. Wir wären damit einen entscheidenden Schritt im Kampf um das Leben unserer Wölfe in Deutschland weiter, den Klagen vor Gericht kosten sehr viel Geld!

Wolfsschutz Deutschland in Pro Naturschutz Sachsen e. V. (Grüne Liga)

Bankverbindung:

Erzgebirgssparkasse

IBAN DE78 8705 4000 0725 0179 88

BIC WELADED1STB

In Schweden wird wahllos auf Wölfe geschossen, um angebliche Mischlinge zwischen Wolf und Hund auszusortieren, im Fachjargon zu „entnehmen“, was nichts anderes heißt, als sie zu töten.

Auch hier in Deutschland stand Mischlingswelpen ein ähnliches Schicksal bevor. Doch die öffentliche Aufmerksamkeit durch die Petition einer Studentin sowie unser öffentlicher Protest verhinderte das. Nun sollen die Welpen eingefangen werden und in einem Tierpark unterkommen. Das ist nicht das, was wir uns vorgestellt hatten. Wir wollten, dass die Kleinen sterilisiert werden und nach italienischem Vorbild zurück in die Natur gesetzt werden. Aber immerhin sollen die Welpen am Leben bleiben. Auch hier mussten wir gegen den NABU-Mitarbeiter Tamas vorgehen, der sich für den Abschuss ausgesprochen hatte. Am Anfang des Jahres haben wir gerichtlich verhindert, dass der Schießbefehl auf Pumpak nicht verlängert worden ist. Er ist seither nicht wieder aufgetaucht. Nun sind Bilder erschienen, die einen fülligen Wolf in Österreich zeigen. Ob es sich um Pumpak handelt, ist unklar. Theoretisch könnte er aber direkt nach Süden gewandert sein. Seit Anfang des Jahres ist das komplette Rosenthaler Rudel in Sachsen in Gefahr. Durch die Petition und den öffentlichen Aufschrei, der dadurch ausgelöst wurde, konnten wir bislang den Abschuss, den sich Landrat Harig (CDU) so sehnlichst herbeiwünscht, verhindern. Wir haben Zäune kontrolliert und fotografiert und dabei festgestellt, dass die Nutztiere dort so gut wie keinen Schutz haben. Danach wollte Landrat Harig wahllos einen Wolf aus dem Rosenthaler Rudel erschießen. Unsere Vereinsmitglieder von Wolfsschutz Deutschland in Pro Naturschutz Sachsen e. V. (GRÜNE LIGA Sachsen) hielten Nachtwache im Gebiet und sorgten dafür, dass die Wölfe sich nicht heraus trauten, während unsere Dachorga GRÜNE LIGA Sachsen gerichtlich mit einem Eilantrag gegen die Verfügung vorging. Wir konnten den Schießbefehl vorerst stoppen. Doch der Kampf geht weiter. Aktuell sind die Wölfe in Niedersachsen in großer Gefahr. Der neue Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU sieht „wolfsfreie Deiche“ vor. Welche Auswirkungen dies auf das Cuxlandrudel hat, kann sich jeder vorstellen. Auch dort haben wir Zäune kontrolliert und fotografiert und festgestellt, dass wieder so gut wie kein Schutz vorhanden ist. In Sachsen-Anhalt kreierte der Innenminister einen Erlass, der es Polizisten erlaubt, nach Gutdünken auf Wölfe zu schießen. In Bayern haben wir verhindert, dass ein weiterer ausgebrochener Gehegewolf abgeschossen wurde. Es gibt also viel zu machen. Das neue Jahr wird nicht weniger dramatisch als dieses Jahr für die Wölfe werden. Dennoch haben wir bislang jeden Vorstoß mit gemeinsamen Kräften verhindern können.

Diese Petitionen können Sie unterstützen:

www.change.org/woelfe

www.change.org/cuxlandrudel

www.change.org/wolfswelpen

www.change.org/wolf

www.change.org/sachsenanhaltwoelfe

www.change.org/bayernwoelfe

www.change.org/pumpak

https://www.change.org/p/stop-all-hunt-on-wolves-in-sweden/nftexp/ex35/control/80729174?recruiter=80729174&utm_source=share_petition&utm_medium=facebook&utm_campaign=share_petition&utm_content=ex35%3Acontrol

Sie möchten direkten Kontakt mit uns haben? Hier sind wir in Facebook. Sie können Vereinsmitglieder von uns dort direkt ansprechen:

https://www.facebook.com/groups/630745127109379/

Wir werden oft gefragt, ob wir nicht das gleiche Ziel wie NABU und Co. haben. Nein, haben wir nicht. Diese Orgas stimmen Abschüssen zu, wir nicht.

Auch noch interessant: Vince Eberts Meinung über die großen Organisationen: „Viele der anfangs so idealistischen Öko-Davids haben sich längst zu knallhart operierenden, mächtigen Goliaths entwickelt, die ihre Aktionen mit Hilfe von PR-Profis, Controllern und effizient organisierten Rechtsabteilungen durchführen. Viele Umweltschutzorganisationen richten ihr Augenmerk immer weniger auf die dringendsten Umweltprobleme, sondern verfahren nach dem Gesichtspunkt: Welches Thema generiert die meisten Spendengelder? Es sind also weniger echte Wissenschaftler, die relevante Themen vorgeben, sondern so genannte „Kampagner“, die sich in erster Linie Gedanken machen, wie man möglichst erfolgreiche Hypes inszeniert.“ Hier geht es weiter auf Spektrum: http://www.spektrum.de/kolumne/was-waere-wenn-weltretter-gar-nicht-die-welt-retten-moechten/1520855

Herzlichst

Ihre Brigitte Sommer (auf dem Bild ist kein Wolf, sondern unser TWH Anori)

Öffentlichkeitsarbeit Wolfsschutz Deutschland

 

 

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Sofortvollzug zum Wolfsabschuss gestoppt

Posted 2 KommentareVeröffentlicht in Allgemein, Wir widersprechen

Grüne Liga Sachsen /Wolfsschutz-Deutschland erzwingt weitere Schonfrist für das Rosenthaler Wolfsrudel
Jetzt ist es amtlich: Die Wölfe des Rosenthaler Rudels in Sachsen dürfen nicht getötet werden, solange über Widerspruchsverfahren und eine mögliche Klage der Grünen Liga / Wolfsschutz Deutschland nicht abschließend geurteilt wurde. „Für uns ein wichtiges Etappenziel“, so Tobias Mehnert, Vorsitzender der Grünen Liga Sachsen.

Auf einen zusätzlichen Eilantrag an das Verwaltungsgericht Dresden hin, hat das Landratsamt Bautzen am Montag schriftlich gegenüber dem Gericht erklärt , „dass ein Sofortvollzug der Ausnahmegenehmigung bis zum Eintritt der Bestandskraft nicht angeordnet wird“, so die von der Grünen Liga beauftragte Rechtsanwaltskanzlei Baumann & Partner.

„Im Gegensatz zu anderen Naturschutzorganisationen haben wir die Initiative ergriffen und gehen gerichtlich gegen diese irrwitzigen Abschussanordnung vor“, so Mehnert. Die Kanzlei Baumann Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbH  hatte  bereits am 2. November im Auftrag der Grünen Liga Sachsen e.V. hiergegen Widerspruch erhoben.

Wie Rechtsanwältin Franziska Heß (Fachanwältin für Verwaltungsrecht) erklärt, darf  die Wölfe des Rosenthaler Rudels keine Jäger angesetzt werden, solange Widerspruchsverfahren und gegebenenfalls  anschließendes Klageverfahren der Grünen Liga laufen.

Die Einbringung des Eilantrags war geboten, weil das Landratsamt zwei Tage lang trotz mehrfacher Anfragen der Kanzlei keine Auskünfte erteilt hatte und jederzeit mit dem Abschuss eines Wolfs gerechnet werden musste. Dank des Eilverfahrens konnte nicht nur ein Verzicht auf den Sofortvollzug während des Widerspruchs und Klageverfahrens bewirkt werden,  sondern auch die Grüne Liga über das Gericht endlich Einblick in den jagdrechtlichen Bescheid erhalten.

Rechtsanwalt Andreas Lukas: „Wir können unseren Eilantrag nun zurücknehmen und uns auf das Hauptsacheverfahren konzentrieren. Wir kritisieren beispielsweise, dass bei der Prüfung von Alternativen zum Abschuss keine Herdenschutzhunde in Betracht gezogen worden sind, was aus unserer Sicht artenschutzrechtlich zwingend erforderlich gewesen wäre.“

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Schreiben des SMUL zum Abschussentscheid in Sachsen – Wir widersprechen

Posted 3 KommentareVeröffentlicht in Wir widersprechen

Wir wissen nicht, was den Umweltminister geritten hat, dieses Schreiben zu verteilen. Hat er zu lange an mittelalterlich anmutenden Mahnfeuern gesessen und sich Fantasien hingegeben, um ganz ähnlich wie der Sheriff von Nottingham in Robin Hood, eine Politik zu fahren, die das Rechtsempfinden eines jeden rechtschaffenen Bürger ad absurdum führt? Unter anderem wird dort aufgeführt, dass die Wölfe des Rosenthalter Rudels gelernt hätten, ordnungsgemäße Zäune zu überwinden. Märchenhaft vor dem Hintergrund unserer eigenen Recherchen vor Ort. Wir fanden lediglich einen Schäfer vor, der ordnungsgemäß schützt und laut seiner Angabe noch nie einen Riss hatte. Zudem ist nicht begreiflich welche Lösung der Abschuss eines Wolfes aus dem Rudel darstellen soll.

Desweiteren wird angegeben, dass die DBB-Wolf sowie anscheinend auch LUPUS der Abschussentscheidung zugestimmt hätten. Diese Institutionen erhalten ihre Aufträge vom Landkreis, bzw. vom Bund. Sie sind dadurch wohl mutmaßlich nicht in der Lage neutral zu entscheiden.

Doch lesen Sie selbst:

 

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EILMELDUNG – Wolf in Sachsen soll ermordet werden!

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Erneut soll ein Wolf in Sachsen sterben. Ein Bauernopfer für Landrat Harig, der es auf das Rosenthaler Rudel abgesehen hat? Nun will man erneut ein Exempel statuieren und einen Wolf abschießen. Der Schießbefehl auf Pumpak ist nicht einmal neun Monate her und schon geht es wieder los.

Wir widersprechen und behalten uns ausdrücklich rechtliche Schritte vor. Nehmen Sie sofort die Ausnahmegenehmigung zur „Entnahme“ zurück.

Der Wolf ist nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen, sowie nach der Berner Konvention eine geschützte Tierart.

Die Abkommen sind völkerrechtlich bindend, da beide Abkommen durch Deutschland ratifiziert wurden. In Deutschland unterliegt die Umsetzung dem BNatSchG. Es gilt der §44 Abs.1 und 2.

Der Wolf steht im Anhang IV der FFH Richtlinien und ist somit sogar eine besonders streng geschützte Art. Laut BNatSchG §44 1. ist es verboten, Tiere der besonders geschützten Art zu töten.

Nach Abs.2. ist es verboten, Tiere der streng geschützten Art während der Fortpflanzung, Aufzucht (…) erheblich zu stören.

Die letale Entnahme des Wolfes wird laut Ihrer Aussage nach §45 BNatSchG entschieden. Hierbei muss darauf hingewiesen werden, dass eine Ausnahme nur zugelassen werden darf, wenn alle zumutbaren Alternativen ausgeschöpft wurden. Dabei ist der Artikel 16 Absatz 1 92/43 EWG von 1992 zu beachten.

Der aktuelle Handlungsablauf zur Maßnahme „Entfernung des Wolfs, verstößt insbesondere gegen den im Punkt 5.4 „Umgang mit auffälligen Wölfen“ im Managementplan für den Wolf in Sachsen (3. Fassung – Stand Februar 2014), vorgeschriebenen Handlungsablaufs. Der Managementplan für den Wolf in Sachsen basiert auf gültigen internationalen und nationalen Rechtsvorschriften und ist rechtswirksam. Ein Verstoß gegen die im Managementplan für den Wolf in Sachsen implementierten gültigen internationalen und nationalen Rechtsvorschriften, würde schwerwiegende Sanktionen, in Form von finanziellen Belastungen, für Deutschland, insbesondere für das Land Sachsen verursachen.

http://www.sz-online.de/nachrichten/sachsen-gibt-wolf-zum-abschuss-frei-3805459.html

Liebe Wolfsfreunde und Unterstützer,

stellen Sie Anzeige gegen Michael Harig und gegen Staatsminister Thomas Schmidt. Rufen Sie an. Schreiben Sie Protestmails.

Postanschrift:

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Postfach 10 05 10

01076 Dresden

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Archivstraße 1

01097 Dresden

SymbolTelefon: +49 (351) 564-0

Telefax: +49 (351) 564-2099

Telefon (0351)5646814

Landrat Harig

Landratsamt Bautzen, Bahnhofstraße 9, 02625 Bautzen

Besucheradresse: Bautzen, Bahnhofstraße 9

Landrat: Michael Harig

Telefon: 03591 5251-80000

Fax: 03591 5250-80000

E-Mail: landrat@lra-bautzen.de

 

Bitte spenden Sie an uns, wir stellen uns auf einen Prozess ein.

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Wir kämpfen für das CUXLAND-Rudel – www.change.org/cuxlandrudel

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Unser Vereinsmitglied Bettina Wenk hat eine Petition für das CUXLAND-Rudel  http://www.change.org/cuxlandrudel eröffnet. Hier ist ihr Aufruf: 

 

 

Mein Name ist Bettina Wenk, ich lebe in Niedersachsen und empfinde die Berichterstattung über die Wölfe in ganz Deutschland als absolut erbärmlich. Jetzt soll ein ganzes Rudel von Jungwölfen erschossen werden, die mit ihrem allein erziehenden Vater im Cuxland leben. Die Mutter wurde vergangenes Jahr erschossen. Natürlich illegal. Hermann K. sollte als Wolfsberater die Wölfe schützen, doch er fordert stattdessen deren Ermordung.  Einem unter strengem Schutz stehenden Tier jedweden Riss an Nutztieren, ohne jeglichen Beweis, in die Schuhe zu schieben ist einfach nur dreist. Hier wird versucht in nie dagewesener Form auf dem Rücken der Wölfe negative Stimmung und Ängste in der Bevölkerung zu schüren, die völlig unbegründet sind. Angeheizt durch die Jagdlobby, eine tendenziöse Presseberichterstattung und die Politik wird versucht, die Wölfe wieder gänzlich auszuradieren. Dies kann man so nicht stehenlassen. Das „Wolfsmangement“ besteht leider meist aus Menschen, die entgegen der landläufigen Meinung mitnichten FÜR die Wölfe sind, ebenso verdienen einige der „Wolfsberater“ diesen Namen nicht.

 

Seit der Akte „Kurti“, die ich ungläubig in den Medien verfolgte, steht für mich fest, es ist absolut notwendig, dass Menschen sich für diese faszinierenden Tiere zu engagieren. Es kann nicht sein, dass nur aufgrund einiger weniger Schafzüchter, Nutztierhalter oder Landwirte, die nicht willens sind, ihre Bestände adäquat zu schützen, gleich nach einem Abschuss gerufen wird. Zumal jeder Riss und jede Schutzmaßnahme aus Steuermitteln gefördert wird. In deutschen Schlachthöfen sterben wesentlich mehr Tiere, als durch Wölfe und auch ein Blick in die Wildunfallstatistik ist lohnenswert. Ferner sterben rund 2.000.000 Millionen Wildtiere jährlich durch eine gnadenlose Bejagung. Doch damit nicht genug, jetzt will die Jägerschaft, oft mit politischen Amtsträgern besetzt, auch noch Wölfe mit auf die Todeslisten setzten. Dies ist absolut inakzeptabel und nicht nachvollziehbar. 

 

Da die Wölfe keine eigene Stimme haben um sich zu verteidigen, war es mir ein ganz besonderes Anliegen, diese Petition  zu starten. 

 

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Wolfsschutz Deutschland übergibt Petition gegen das Abschießen der im Bayerischen Wald entlaufenen Wölfe an das Bayerische Umweltministerium

Posted 1 KommentarVeröffentlicht in Allgemein, Wir widersprechen

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und  Verbraucherschutz wird am Montag, den 23. Oktober 2017, die Petition entgegennehmen, die der Verein „Wolfsschutz-Deutschland“ gegen den Abschuss der Gehegewölfe gestartet hatte, die im Bayerischen Wald wegen eines offen stehenden Tores entlaufen waren. Die Petition haben innerhalb weniger Tag 29 000 Menschen unterschrieben. Zugleich hatte der Verein ein Gnadengesuch für die Tiere beim Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer eingereicht.

„Wir hoffen auf ein Umdenken der Bayerischen Landesregierung“, so Wolfgang Riether, Vorsitzender des Vereins „Wolfsschutz-Deutschland“ zur  Reaktion des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt auf die Petition .

Eine Abordnung des Vereins wird die Petition am Montag um 14 Uhr übergeben und darstellen, warum die Tötung der Tiere nicht nur herzlos, sondern auch völlig unbegründet sei. Die bereits vollzogene Tötung von zwei dieser Wölfe sei nach Meinung von Riether ein weiterer Akt, der sich gegen die geschützten Tiere und EU-Richtlinien richte und sei aufs Schärfste zu verurteilen.

Riether stellte noch einmal klar, dass die Äußerung in einer Pressemitteilung des Nationalparkzentrums, die Wölfe würden alleine nicht überleben können und müssten abgeschossen werden, völlig absurd sei.

Der Verein Wolfsschutz-Deutschland fordert ein Ende des hysterischen und herzlosen Umgangs mit dem Wolf.  Riether erinnerte daran, dass schon vor 15 Jahren die Wölfin „Bärbel“ aus dem Klingenthaler Tierpark entkommen sei.  Er kämpfte damals um das Leben der Wölfin, die sich selbst aus der Gefangenschaft befreit hatte und durch mehrere Bundesländer wanderte. Riether reichte damals mehrere Gnadengesuche ein. Die Wölfin „Bärbel“ hatte sich, entgegen aller Behauptungen von Funktionären der großen Naturschutzvereine, alleine ernähren können und scheu auf Menschen reagiert,  obwohl sie als Tierparkwolf ebenfalls an Menschen gewöhnt gewesen sei. Als schließlich entschieden war, dass sie frei leben sollte, hatte ein Jäger aus Niedersachsen die Wölfin willkürlich erschossen. Die Geschichte ist hier nachzulesen: http://www.gepardenland.de/Wolf/Baerbel.htm

Riether stellt klar: „Wir fordern, dass die verbliebenen Wölfe, sollten sie nicht eingefangen werden können, in Freiheit leben können.  Wo sonst, wenn nicht im Nationalpark sei genug Platz für diese Beutegreifer.  Selbst wenn Tierparkwölfe an ihre Pfleger gewöhnt seien, würden sie auf fremde Menschen scheu reagieren. „Tierparkfütterung sei  nicht mit Anfütterung gleichzusetzen. Genau wie es Bärbel gelungen ist, würden auch diese Wölfe lernen, sich selbst zu versorgen.“

Schon der bekannte Wolfsforscher Dr. Erik Zimen, der im Nationalpark Bayerischer Wald das Verhalten von Wölfen und das von Wölfen, die mit Königspudeln gepaart wurden, erforschte, habe erklärt, dass Kühe, Schweine, Hunde und Katzen wesentlich gefährlicher seien als Wölfe.

Umfragen würden bestätigen, dass die meisten Menschen in Deutschland, Österreich und in Dänemark nach wie vor den Wolf begrüßen. Wolfgang Riether: „Der Wolf ist offiziell seit der Jahrtausendwende wieder hier in seiner Heimat. Allerdings werden Ängste geschürt von Funktionären der Landwirtschaft und den Jagdverbänden und nun auch von Dr. Leibl, dem Leiter des Nationalparkzentrums Falkenstein, aus dem die Wölfe entweichen konnten. „

Leider würden die Funktionäre der großen Naturschutzverbände nicht ihren Job machen, den Wolf zu schützen, sondern würden sich an derart herz- und sinnlosen Entscheidungen beteiligen. Der Fall der Wölfin „Bärbel“ habe dies eindeutig gezeigt.

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