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Nachwuchs bei den Wölfen des Leuscheider Rudels im Westerwald nachgewiesen

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Beispielbild ©Brigitte Sommer

Neue Wolfsnachweise in den Landkreisen Altenkirchen und Neuwied

Das Senckenberg-Zentrum für Wildtiergenetik hat zwei Nachkommen der Fähe GW1415f und des Rüden GW1159m anhand von DNA-Proben nachgewiesen. Es handelt sich um zwei männliche Jungtiere: GW1934m und GW1935m. Der Kot der beiden Jungwölfe, die aktuell etwa acht Monate alt sind, fand sich im Territorium des Leuscheider Rudels in der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld. Das Territorium erstreckt sich an der Landesgrenze von Rheinland-Pfalz zu Nordrhein-Westfalen – nach Norden mindestens bis an die Sieg.

18 Wolfsindividuen wurden seit 2012 nachgewiesen, weitere Wölfe fotografiert
Mit den zwei neu nachgewiesenen Jungwölfen hat das Senckenberg-Zentrum seit 2012 18 verschiedene Individuen mittels eines DNA-Nachweises bestätigt, davon sind vier nachweislich nicht mehr am Leben: ein 2012 illegal getöteter Wolf sowie drei im Jahr 2020 bei Mainz, in der Eifel und im Westerwald verunfallte Wölfe.

Zudem gibt es zahlreiche Film- und Fotonachweise von Wölfen in Rheinland-Pfalz. Da anhand derer nicht auf ein bestimmtes Individuum geschlossen werden kann, ist eine Rückführung auf ein bestimmtes Tier nicht möglich. Zuletzt wurde im Dezember 2020 in der Verbandsgemeinde Unkel ein Wolf mit einer Wildtierkamera gefilmt.

Mit der Erstellung des Wolfsmanagementplans hat das Umweltministerium vorausschauend gehandelt und auf Prävention gesetzt: Nutztierrisse werden zu 100 Prozent entschädigt, wenn sie von einem Wolf verursacht wurden. Zudem können bei der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (SNU) sogenannte „Notfallzäune“ kostenlos ausgeliehen werden, wenn Weidetiere im Bereich eines Wolfsrisses nur unzureichend geschützt sind.

Bei Verdacht auf einen Wolfsriss können sich die betroffenen Tierhalterinnen und -halter über die Wolfshotline 06306-911199 oder via Mail an wolf(at)snu.rlp.de an die SNU wenden, die auch die Anträge auf Entschädigung entgegennimmt. Eine Liste mit den Wolfsnachweisen in Rheinland-Pfalz ist auf der Internetseite der SNU abrufbar unter: snu.rlp.de/de/projekte/woelfe/verbreitung-recht/wolfsnachweise-rlp/

Hier die Pressemitteilung: https://mueef.rlp.de/de/pressemeldungen/detail/news/News/detail/umweltministerium-informiert-neue-wolfsnachweise-in-den-landkreisen-altenkirchen-und-neuwied/?no_cache=1&cHash=f993150571a2967f2f3fd4801e2346e0&fbclid=IwAR1XJ9AekNIAPGRnESne-jxGO5lPEZNsi8UKE2LTcRqn6q1DdjyDYxOD3zg

10 Gedanken zu „Nachwuchs bei den Wölfen des Leuscheider Rudels im Westerwald nachgewiesen

  1. Es hört sich alles gut an und das UM Rheinland Pfalz hat sehr vorausschauend gehandelt, so dass Betroffene von vorn herein auf Hilfe rechnen können und nicht wie in Niedersachsen, allein auf weiter Flur mit dem Problem stehen. Der Niedersächsische UM kann doch nur große Reden schwingen, jedoch an Taten fehlt es ihm, denn er bläst zwar permanent in das Horn von Jägern bzw. der Landwirtschaftslobby, lässt die „Geschädigten“ jedoch mehr oder weniger mit ihren Problemen sitzen. Anträge lassen eine kleine Ewigkeit auf die Bearbeitung warten, Entschädigung scheint es auch nicht mehr zu geben, denn der Topf sei leer, so kann man lesen. Bisher hat die ungerechtfertigte und von Besessenheit geprägte Jagd auf den Rodewalder Rüden den Staat (also uns Bürger) ein Vermögen gekostet und soll aus dem Topf für Entschädigungen genommen worden sein. So etwas sucht seines gleichen!

  2. Die Wölfe müssen vor diese Verbrecherin Geschützt werden diese Frau muss Hart bestraft werden. ,wenn die Schäfer das Angebot sprich Schutzzäune nicht annehmen wollen sie nur das diese schöne Tiere Vernichtet werden .meine Verachtung für Diese Leute.🤬🤬🤬

  3. Wie schön! Ich hoffe, daß nicht nur diese wunderschönen Tiere ihr eigenes Revier erhalten, sondern daß sie durch entsprechende Weideschutzmaßnahmen am Reißen von Weidetieren gehindert werden! Toi! Toi! Toi!

    1. Das liest sich erst einmal gut.Ich bin ja eh für noch mehr Wölfe.🐺🐺🐺
      Das Negative an der sache ist:Viele Weidetierhalter wollen sich diese Arbeit mit den Schutzzäunen nicht machen.Aber dann ist das Gebrüll gross,wenn ein Tier gerissen wird.Da die grüne Pest (Jäger) die Wölfe,und auch die Füchse als Konkurrenz ansehen.Klingt wirklich dumm,ist aber so.Dies wurde auch im TV schon gezeigt,natürlich pro Wolf und Fuchs.🙂
      Ich freue mich jedenfalls über den Nachwuchs bei den Wölfen.
      Sie sind so wichtig für uns.
      Müssten eben nur noch mehr Menschen verstehen.

      1. Diese Schöne Tiere müssen Geschützt werden ich kann diese Bauern und Schäfer nicht verstehen sie bekommen doch die schutz Einrichtung bezahlt. und was die Jäger an geht sie sind nur an das ermorden von Tieren aus. meine Verachtung dafür.🤬🤬🤬

  4. Die Industrie-und Kulturlandschaft BRD ist für (Wild-)tiere neben einem Horror-Movie-in-Life, am ehesten mit einem denkbar heruntergekommenen Freilandzoo zu vergleichen, wobei die zuständige Zooleitung das Futter (durch Jagd und Größenwahn) für sich selbst beansprucht und wie selbstverständlich belustigt dem Kampf ums Überleben zusieht und noch den ärgsten Hungerleidern die das Naheliegende wagen nachstellt (diesen sogar insbesondere), aber die Bevölkerung für dumm genug hält, zu glauben, dass unter diesen Umständen alles auf dem Weg sei. Fakt ist, dass Verhältnisse, die zu selbsttragenden Populationen einmal ausgerotteter Wildtiere beitrügen, absichtsvoll und konsequent verhindert, ja sogar vehement boykottiert werden: Wie geht es denn dem Lachs oder dem Stör (TROTZ !) alljährlicher zig tausend Nachbesetzungen, wie geht es denn dem Aal der alljährlich zu zehntausenden in Wasserkraftwerken der BRD lebendig geschreddert wird und mit mehrfach gebrochener Wirbelsäule noch bis ins Sargasso-Meer quälen muss ? Verschwunden von der Bühne ! Von Wolf, Luchs und Bär und dutzenden anderen Arten, die durch Menschen dieser Region grausam ausgerottet wurden und die von Hilfsmaßnamen ohnehin nur träumen können, ganz zu schweigen. Wann will den Frau Schulze (BRD-Umweltministerin und Ex-Kohlelobbyistin) in der verbleibenden Legislaturperiode denn von den 0,5% Wildnis-Schutzzonen, die es erbärmlicherweise derzeit im Lande nur noch gibt, auf die 30% Schutzzonen kommen bzw. diese ausweisen, die international längst vereinbart wurden ? Wann möchten man denn ohne dass man es heuchlerisch aussitzt, aktiv werden die -sofern noch vorhandenen- Wildtiere, die einmal hier ihre Heimat hatten aktiv wieder anzusiedeln und ohne Heuchelei, die dafür notwendigen Voraussetzungen schaffen ?

    1. Sehr geehrter Herr Wagner!
      Ihren Ausführungen kann man nur voll und ganz zustimmen: „Denk ich an Deutschland in der Nacht…“.Dieses zu einer Parteiendemokratur und Lobbykratur verwahrloste Land ist nur noch schwer zu ertragen, Worte wie die ihrigen werden da en passant als Nestbeschmutzung und nicht zielführend,weil zu kritisch, diffamiert. Hier liebt man die „Ordnung“ und die Lobhudelei der eigenen Unfähigkeit.

  5. Herr Wagner trifft den Nagel auf den Kopf, wie man so schön sagt. Wo man hinschaut siegt die Geldgeilheit und die Natur mit ihrer Schönheit von Flora und Fauna interessiert unsere Regierung scheinbar nicht. Ganz im Gegenteil, es wird zerstört, wo es nur möglich ist und Artenvielfalt lässt man erst gar nicht aufkommen, von einer Förderung ganz zu schweigen. Das kann man beim Thema „Wolf“ klar erkennen. Politiker/innen haben kein Durchsetzungsvermögen und werfen sich vor Lobbyisten auf die Knie. Medien befleißigen sich, Wölfe permanent negativ darzustellen, damit im Laufe der Zeit das Image dieses schönen und intelligenten Wild Tieres immer negativer beurteilt wird und die Akzeptanz in der Bevölkerung schwindet. In Niedersachsen sind sowohl das Grundwasser, als auch Flüsse, Seen und Äcker mit Pestiziden verschiedenster Arten verseucht. Deutschland wurde mehrfach seitens der EU deshalb gemahnt, kein Landwirtschaftsminister hat bisher etwas dagegen unternommen. Nun soll endlich der Verbrauch dieser Gifte herunter geschraubt werden und was machen die Landwirte? Sie fahren mit ihren Treckern nach Berlin und protestieren, weil, so konnte man im TV hören, sie dann mit weniger Ertrag rechnen müssen!!! Deutschlands Landwirtschaft glänzt an vielen Stellen mit Überproduktionen, Fazit davon, vieles wird billig verscherbelt oder entsorgt. Die Landwirtschaft jedoch richtet ihren Fokus auf Massenerzeugnisse, statt auf die Gesundheit und das Leben von Menschen. Ganz recht, Herr Wagner, denn Heuchelei auf vielen Ebenen seitens unserer Regierung und ihrer „Volksvertreter“ ist immer wieder auf vielen Ebenen fest zu stellen. Kaum ein Volksvertreter hat den Mumm oder den A…. in der Hose, endlich einmal konsequent gegen bestimmte Lobbyisten und deren Zerstörung der Natur vor zu gehen.

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