Illegale Wolfstötung bei Großbreitenbach bestätigt: Wolfsschutz-Deutschland lobt erneut 2.000 Euro Belohnung aus
Vor einigen Wochen entdeckten Spaziergänger im Wald bei Großbreitenbach (Ilm-Kreis) einen toten Wolf. Das Thüringer Umweltministerium und das Kompetenzzentrum Wolf, Biber, Luchs bestätigen nun: Das Tier wurde illegal erschossen. Eine offizielle Pressemitteilung der Behörden fehlte zunächst – die Öffentlichkeit erfährt skandalöserweise das Ergebnis der Untersuchungen erst durch die Berichterstattung in der Presse. Der Fundort liegt im Kerngebiet des Neustädter Rudels (Territorium Neustadt am Rennsteig). Wolfsschutz-Deutschland e. V. reagiert mit einer erneuten Strafanzeige über Anwalt, fordert Akteneinsicht und lobt erneut eine Belohnung von 2000 Euro zur Ergreifung der Täterin/des Täters aus.
Wolfsschutz-Deutschland e. V. handelt konsequent:
Wir werden über einen Anwalt Strafanzeige stellen und wir fordern Akteneinsicht in die laufenden Ermittlungsakten. Nur so lässt sich prüfen, ob alle Spuren lückenlos verfolgt werden. Zusätzlich loben wir erneut eine Belohnung von 2.000 Euro aus – für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des Täters oder der Täterin führen. Bereits wegen des illegalen Abschusses des Leitwolfs 2025 hatten wir diese Belohnung ausgesetzt. Hinweise nehmen wir vertraulich entgegen. Brigitte.Sommer@wolfsschutz-deutschland.de – über unser Kontaktformular oder über unsere Vereinshotline: 0176 48732612.
Wolfsbestand und Nutztierrisse in Thüringen
In Thüringen leben derzeit offiziell etwa 30 standorttreue Wölfe in sieben bestätigten Territorien (u. a. Neustadt am Rennsteig, Ohrdruf, Altenburg, Hainich, Trusetal-Seligenthal, Kalmberg und Ilfeld). Der Bestand gilt als klein und kritisch niedrig im bundesweiten Vergleich. Die Zahl der Nutztierrisse bleibt gering: Bis Ende April 2026 gab es 37 gemeldete Schadensereignisse, davon 24 mit bestätigtem Wolfsverursacher. In früheren Jahren lagen die bestätigten Risse ebenfalls im niedrigen zweistelligen bis mittleren Bereich – bei einer Schaf- und Ziegenpopulation von rund 1,5 Millionen Tieren ein verschwindend geringer Anteil. In vielen Fällen fehlten grundlegende Herdenschutzmaßnahmen wie funktionierende Elektrozäune mit ausreichender Höhe und Untergrabschutz. Früher waren fast keine Weidetiere geschützt – das hat sich nur langsam und unzureichend geändert.
Ende Februar 2026 wurder dieser Fall bekannt. Hier reißen Hunde Schafe hinter einem nachlässigen Zaun.
Thüringens Reaktion auf das Bundesjagdrecht
Wir fordern
- Vollständige, transparente Aufklärung aller illegalen Wolfsabschüsse.
- Konsequente Strafverfolgung statt Bagatellisierung.
- Die Einrichtung einer bundesweiten, regierungsunabhängigen Sondereinheit, die in Fällen von Wildtierkriminalität (einschließlich illegaler Wolfsabschüsse) ermittelt. Nur eine solche unabhängige Stelle kann sicherstellen, dass Straftaten gegen streng geschützte Arten nicht länger im Stillen verschwinden oder halbherzig untersucht werden.
- Die Einrichtung einer unabhängigen Einheit, die bei Herdenschutzverweigerung einschreitet und sicherstellt, dass Fördermittel zweckgebunden eingesetzt und notwendige Schutzmaßnahmen umgesetzt werden.
- Keine weiteren Abschussgenehmigungen.
- Schutz der bestehenden Rudel, statt Störung durch Jagd und Lebensraumeingriffe in Kernzonen.

Quellen:
Hier unsere bisherige Berichterstattung zu Wölfen in Türingen: https://wolfsschutz-deutschland.de/?s=Thüringen
https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/nachrichten108.html
Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:
Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr – und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich.
Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/
Oder:
































































