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Aktionsbündnis Fuchs: Über 40 Organisationen prangern grausame Fuchswochen an

Aktionsbündnis Fuchs fordert Einstellung der Fuchsjagd

Das Aktionsbündnis Fuchs ist ein stetig wachsender Zusammenschluss aus derzeit mehr als 40 Tier- und Naturschutzorganisationen, dem auch Wolfsschutz Deutschland angehört. Es setzt sich dafür ein, dass die Fuchsbejagung bundesweit beendet wird. „Es wird höchste Zeit, dass diesen sinnlosen Grausamkeiten Einhalt geboten und die Gesetzgebung dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand angepasst wird“, erläutert Dag Frommhold, einer der Initiatoren des Bündnisses. „Luxemburg hat dies im Frühjahr 2015 getan, mit ausnehmend positiven Ergebnissen.“

Im Januar und Februar haben Füchse noch mehr als sonst unter Nachstellungen zu leiden: Ausgerechnet zur Paarungszeit werden sie im Rahmen sogenannter Fuchswochen vielerorts besonders rücksichtslos verfolgt. Mehr als vierzig Organisationen und Initiativen aus dem Natur- und Tierschutzbereich fordern, Luxemburgs Vorbild zu folgen und die ebenso grausame wie sinnlose Fuchsjagd einzustellen.

Fuchswochen sind mehrere Jagdreviere übergreifende Veranstaltungen, bei denen mit allen zur Verfügung stehenden Jagdmethoden Hatz auf Füchse gemacht wird. Am Ende einer solchen Tötungsaktion liegen bisweilen mehrere Dutzend Füchse „auf der Strecke“ – viele von ihnen schlimm zugerichtet, mit zerschossenen Kiefern und Läufen oder heraushängenden Eingeweiden.

Qualvoller Tod ganzer Fuchsfamilien

Diese intensive Bejagung erfolgt gerade in einer Zeit, in der Wildtiere eigentlich mit ihrer Energie haushalten müssen. Bei Füchsen spielt darüber hinaus der Fuchsvater eine wichtige Rolle bei der Versorgung von Füchsin und Welpen im Frühjahr – wird dieser nach erfolgter Paarung beispielsweise im Rahmen der Fuchswochen getötet, führt dies nicht selten später zum qualvollen Tod der gesamten Familie.

Fuchsjagd: Grausam und sinnlos

Etwa eine halbe Million Füchse werden in Deutschland Jahr für Jahr von Jägern getötet, wobei auch besonders grausame und in anderen Ländern bereits verbotene Praktiken wie die Baujagd, die Jagd mit Totschlagfallen oder die Abrichtung von Jagdhunden an lebenden Füchsen zum Einsatz kommen. Anders als von Jagdverbänden behauptet, kann von einer „Notwendigkeit“ der Fuchsjagd keine Rede sein: Studien zeigen ebenso wie Erfahrungen aus fuchsjagdfreien Gebieten unmissverständlich, dass Fuchspopulationen sich ohne menschliches Zutun regulieren. Verluste durch die Jagd werden dagegen durch steigende Geburtenraten und Zuwanderung schnell ausgeglichen.

 

 

 

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7 Gedanken zu „Aktionsbündnis Fuchs: Über 40 Organisationen prangern grausame Fuchswochen an

  1. Diese barbarische und primitive Jagd auf den kleinen Kerl sollte endlich der Vergangenheit angehören.
    Fuchsjagd gehört verboten, den deutschen Jägern muss endlich klar werden, dass wir so etwas nicht mehr wollen und es im Übrigen auch völlig überflüssig ist.

  2. Man fragt sich immer wieder, warum in Deutschland die Jagd nicht generell verboten wird. Alles, was mit Jagd zusammen hängt, ist brutal, grausam und verantwortungslos gegenüber hilflosen Mitgeschöpfen. In Deutschland regieren zwei Parteien mit dem „C“ vor dem Partei Namen und keine dieser Parteien verhält sich gegenüber Tieren christlich, was ich als eine große Schande ansehe. In unserer Regierung tummeln sich leider noch zu viele Minister und Abgeordnete mit „antiken“ Ansichten, die sich entweder fachlich nicht im 21.Jahrhundert, sondern im Mittelalter bewegen oder Tier Leid völlig ignorieren. Beides ist untragbar und einem zivilisierten Land in dem Menschen moralischer Gesinnung leben, abträglich. Ich fordere erneut ein Ende dieser sinnlosen Tötung von Wild Tieren, die wir dringend in der Natur benötigen, um die Vielfalt zu gewähren und den hilflosen Geschöpfen ein Leben in Freiheit zu ermöglichen. Wer von uns kann diese Brutalität und Grausamkeit gegenüber Mitgeschöpfen Gottes verantworten? Schluss mit der Jagd, die eigentlich keine ist, sondern als Tötung aus dem Hinterhalt bezeichnet werden muss.

  3. Diese Grausamkeiten MÜSSEN ein Ende haben. Toleriert der Mensch nur sich und kein anderes Lebewesen???? Unser Leben ist nur wertvoll, wenn wir es mit anderen Lebewesen teilen können und dürfen.

  4. Eine seit Jahrzehnten übliche, primitive, hirnlose und barbarische Jagd auf den Fuchs (auch Wald – Polizei genannt), gehört zu den übelsten Bosheiten, die sich die Menschheit, sprich Jäger ausgedacht haben. Das zeigt wieder einmal die geistige Verarmung dieser primatenhaften und dubiosen Menschengruppe. Dazu gehören auch sämtliche Politiker und Behördenmitarbeiter, die diese grausame Hatz unterstützen, ignorieren oder dulden! Auch durch Nichtstun kann man Beihilfe zu einer Straftat (Tierquälerei) leisten oder auch Mittäter sein! Aber um dies zu verstehen sollte man auch die geistige Reife und das Verständnis hierzu mitbringen und nicht nur an das anschließende große Fressen und an das knüpfen von politischen Verbindungen und ausklügeln von Bosheiten gegenüber Mensch und Tier denken!
    Das vergasen von Fuchsbauten, auslegen von Giftködern, abrichten von Jagdhunden, schießen mit Schrot, auslegen von Schlagfallen usw. zeigt eindeutig, daß sich diese Personengruppe aus ihrem primatenhaften denken nicht weiter entwickelt haben. Zu diesem Schwachsinn gehört auch die Wolfshatz! Von vorbildhaftem Verhalten kann man hier nicht mehr sprechen! Ich bezeichne solche Menschen schlicht und ergreifend als Abschaum der Gesellschaft!

  5. Ich kann nur hoffen, dass es viele schlaue Füchslein gibt, die den Jägern entkommen. Die Jagd , welche ihren ursprünglichen Zweck schon lange verloren hat, wächst und wuchert wie ein Furunkel vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert . Der Mensch ist leider so, deshalb wird es ihn irgendwann nicht mehr geben .

  6. Zitat Aktionsbündnis Fuchs:“Fuchswochen sind mehrere Jagdreviere übergreifende Veranstaltungen, bei denen mit allen zur Verfügung stehenden Jagdmethoden Hatz auf Füchse gemacht wird. Am Ende einer solchen Tötungsaktion liegen bisweilen mehrere Dutzend Füchse „auf der Strecke“ – viele von ihnen schlimm zugerichtet, mit zerschossenen Kiefern und Läufen oder heraushängenden Eingeweiden.“

    Welcher Worte bedarf es da noch ? das zeigt das wahre Gesicht und die wahre Gesinnung dieser Jäger, die von sich ja noch behaupten sie seien Tierschützer. Und wenn man sich dann auch noch sieht, wie „lustig und launig“ das ganze Prozedere drumherum abläuft und wer so alles an solchen Fuchsjagden teilnimmt, dann…. ich schlucke besser runter, was ich eigentlich dazu sagen möchte.
    Aber, wenn ich mir das jetzige Gewürge , eine neue Regierung zu bilden, ansehe, dann schwindet meine Hoffnung, dass der Gesetzgeber einschreiten könnte, zusehends.
    Armes Deutschland !

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