Kurznachrichten aus Niedersachsen, NRW, Sachsen, Finnland und Polen

In unseren „Fixen Fakten“ geht es dieses Mal um Fake-News, Stalking von Wölfen, Müllfrevel, das Verhalten der Massenmedien, Politikstrategien und grausame Jagden auf Wölfe.

 

Niedersachsen

Dr.Peter Herold (Biologe, Naturschützer, Biolandwirt und Ziegenbesitzer und Mitglied der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V.) in einem Kommentar unter einem Artikel des Agrar-Blattes „Schafzucht Online“ zum wieder aufgenommen Dialogforum.
Zitat: „Man muss die Frage stellen, wozu ein Dialog führen soll, bei dem seitens des Umweltministeriums von Anfang an ein Kotau vor der Lobby der Landwirtschaft und der Jagd gemacht wird, in dem man davon schwafelt, „… regional differenziertes, europarechtskonformes Bestandsmanagement zu ermöglichen …“ – eine verschwurbelte Formulierung dafür, dass man Wölfe bejagen möchte -, dass es nicht geben kann und das weder notwendig noch sinnvoll ist.“ Hier ist der Kommentar zu finden: https://www.schafzucht-online.de/neuer-dialog-zu-weidetierhaltung-und-wolf-gestartet,QUlEPTc0MzU3MjImTUlEPTQ4MA.html?UID=D3B9041A100514AEDC2526A50816582B722C54147507C6&fbclid=IwAR35l70sMRqiFHO-k1jO3YkqM7RRYVIELk9s-WfVKenS2TA_KMuRywdPkXg

Wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. sind überrascht, aber auch sehr erfreut darüber, dass ein Mitglied der anderen Verbände dies genauso sieht wie wir. Bislang gab es nämlich von Seiten der anderen Verbände gar keine Kritik am Verhalten des neuen Umweltministers in Niedersachsen. Ganz im Gegenteil wurde von Mitgliedern der anderen Vereine und Verbände ja noch Wahlwerbung für Christian Meyer (Grüne) gemacht. Auch wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. sehen durchaus die Gefahr, dass die Jagd auf Wölfe im Grunde längst beschlossene Sache sein könnte und Diskussionen reine Makulatur sein könnten. Siehe hier unsrer Bericht: https://wolfsschutz-deutschland.de/2023/01/14/beginnt-das-grosse-wolfskillen-bald-auch-in-deutschland/

Hier die Presseinformation des Niedersächsischen Umweltministeriums: https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/pi-010-dialogforum-weidetierhaltung-wolf-219323.html

 

 

NRW –

Müllfrevel in Wölfin Glorias Revier

Es wird niemals langweilig im Revier von Wölfin Gloria und ihrem Rudel.
Nicht nur, dass Jäger auf Grund der Winterfuchswochen – Info zu dieser grausamen Jagd hier: https://wolfsschutz-deutschland.de/2019/01/17/wolfsschutz-deutschland-fordert-schluss-mit-grausamen-jagdveranstaltungen-und-der-hatz-auf-fuchsfamilien/ – äußerst aktiv agieren, und dadurch Unruhe bei den Tieren als auch bei Spaziergängern verbreiten.
Wir berichten hier auch von aktuellen News, die alle Naturfreunde sehr verärgern dürften.
Ausnahmsweise prangern wir dieses Mal nicht Zaun-, sondern Naturschutzfrevel an.
In der Nähe der Bunkeranlagen entdeckten wir eine illegale Müllentsorgung vom Allerfeinsten!
Kannister mit Vorreinigerkonzentrat, zumindest so auf dem Etikett deklariert, wurden dort abgeladen.
Zu welchem Zweck entzieht sich unserer Kenntnis. Ebenso werden immer wieder Feuerwerkskörper in diesem Gebiet gefunden.
Rückfragen bei der örtlichen Polizei ergaben, dass dort die Sachlage schon bekannt sei. Strafbare Handlungen seien ausgeschlossen worden und somit gäbe es auch keinen weiteren Handlungsbedarf!
Wir von Wolfsschutz-Deutschland sind entsetzt über derartige Aktivitäten.

 

 

Ein abgewanderter Welpe aus Glorias Rudel wird medial gestalkt

Immer wenn man glaubt, die Talsohle an journalistischer Berichterstattung erreicht zu haben, haut eine Zeitung noch einen drauf, so wie hier die NRZ, die folgende Headline macht: „Schermbecker Wolf wütet im Norden“.

https://www.nrz.de/staedte/wesel-hamminkeln-schermbeck/schermbecker-wolfsruede-reisst-sich-durch-norddeutschland-id237541397.html?fbclid=IwAR1KLspOQv4dhpnKuSsbuv9chnuRhgecn7hgkBJ6FLuE8AVN39mbMDqbzLo

 

Panikmache in Glorias Revier

In manchen Gegenden werden Menschen derart hysterisch gemacht, dass sie Wölfe praktisch rund um die Uhr verfolgen. Neuestes Beispiel aus Glorias Revier:

Dies ist als Information vom Leiter einer selbst ernannten Bürgerwehr, die dort im Gebiet patrouilliert, angegeben: „Eine wichtige Info, die kein Blödsinn ist und keine Panikmache. Bei Mehrhoog wurden heute Nachmittag erst 2 und und kurz darauf 3 Wölfe gesehen, es gibt mehrere Zeugen. Es wäre schön, wenn jemand den Besitzer der auf dem Bild markierten Schafherde warnen könnte. Und nein, es waren keine Hunde, falls dieses Thema wieder aufkommen sollte seitens einiger Personen. Ich habe die erste Sichtung persönlich gemacht, als wir heute 5 Fohlen nach Haldern in Sicherheit gebracht haben, die heute morgen (mal wieder) von Wölfen am Diersforther Wald attackiert wurden. Zum Glück wurden die Wölfe (wie beim ersten Angriff vor genau 14 Tagen) wieder gestört. Spuren der Wölfe konnten teilweise gesichert werden, einen grossen Teil hatten die Fohlen schon zertreten. Leider waren wir schon wieder in Oberhausen, als die zweite Meldung nahe der Schafherde gekommen ist. Sonst wären wir direkt dorthin gefahren, um den Schafhalter zu warnen – so geht es vielleicht schneller. Entsprechende Meldung in der direkt betroffenen Gruppe von Mehrhoog ist ebenfalls raus.“

Es handelt sich hier natürlich um nichts anderes als Panikmache, denn Wölfe patrouillieren eben auch täglich durch ihr Revier. Dass sie hier auch mal an Weiden vorbeikommen, ist ganz normal. Statt ihre Tiere zu schützen, wird den Leuten suggeriert, sie sollten „Wolfsalarme“ auslösen.

Unsere Petition auf www.change.org/wolfsschutz

Wir haben das Problem auch in unserer neuesten Aktualisierung unserer Petition auf www.change.org/wolfsschutz

aufgegriffen. Hier die Aktualisierung: https://www.change.org/p/bundesministerium-für-umwelt-naturschutz-und-nukleare-sicherheit-bundesministerin-svenja-schulze-der-wolf-gehört-zu-deutschland/u/31285349?recently_published=true&fbclid=IwAR34v1GCStD0425Tp7kiZbA_S_qUn_upwJ4REi8olfMkr4SAPztp6WlpifU

 

 

Fake-News aus Sachsen

„Die DNA-Ergebnisse konnten einen Wolf als Verursacher nicht nachweisen. Zudem fehlten die für Wolfsübergriffe typischen Quetschungen und Blutungen im Kehlbereich des getöteten Herdenschutzhundes“, so Karin Bernhardt vom Sächsischen Umweltministerium gegenüber des MDR.

Kompletter Artikel hier: https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/bautzen/goerlitz-weisswasser-zittau/kein-wolf-angriff-dna-herdenschutzhund-100.html?fbclid=IwAR0gHKvJk94W_Mncs6ZIAnQSXZuoiWpEuMGX5qSyy20KyrTloVbmcoyQmaM

Davor wurde vom betroffenen Schäfer und auf den üblichen Wolfshasserseiten ein unten verlinktes Video verbreitet und Wölfe bezichtigt, die Hündin getötet zu haben. O-ton: „Meine beste Hündin. Die ist Schrott.“ Zudem tritt der Mann dem toten Hund noch an den Kopf.

Leider ist die Zeitspanne zwischen Bekanntgabe von Laborergebnissen und Richtigstellen viel zu lange. Das unten gepostete Video nudelte wochenlang durch viele Gruppen und es wurde auch versucht, Panik unter Hundehaltern zu erzeugen. Massenmedien sprangen darauf an. So eine Verleumdungskampagne ist eigentlich mit so einem richtigstellenden Bericht, wie diesen im, nicht wieder gut zu machen. Deshalb unser Appell an Redaktionen: Sind Klicks und Auflage es wirklich Wert, jede nahezu Behauptung von Weidetierhaltenden in reißerischer Manier direkt ins Blatt zu nehmen, oder aber wäre es besser, Ergebnisse erst abzuwarten und dann wirklich seriöse Artikel zu bringen?

 

Fake-News aus Polen

 

Nein, in Polen wurde KEIN Mann von Wölfen getötet.
Hier Texteinstieg übersetzt mit Deepl.
Zitat: Die zivilisationsfeindliche Propaganda der Jäger greift zu den abscheulichsten Argumenten und nutzt menschliche Tragödien aus. Ein gutes Beispiel ist der Fall des Verschwindens eines Mannes – eines Einwohners der Gemeinde Fredropol in der Woiwodschaft Podkarpackie. Er wurde am 19. Dezember 2022 in der Nähe des Dorfes Nowe Sady vermisst, wie die Polizei von Podkarpackie ( https://przemyslonline.pl/…/policja-przemysl… ) mitteilte. Wie das Portal Przemyśl Nasze miasto ( https://przemysl.naszemiasto.pl/czy-wilki…/ar/c1-9186427 ) berichtet, wurde seine Leiche am 5. Januar 2023 gefunden, in einem Zustand der Verwesung, von Aasfressern gefressen. Ein Sachverständiger für Pathomorphologie schloss die Möglichkeit einer Beteiligung Dritter aus. Aus den von der Polizei in Podkarpackie veröffentlichten Informationen über den vermissten Mann geht hervor, dass er relativ leicht bekleidet war (zwei Sweatshirts, eine Jogginghose, eine Weste und Stiefeletten), was für das zu dieser Zeit herrschende kalte Wetter nicht ausreichend war. An dem Morgen, an dem er verschwand, herrschten in der Region Unterkarpaten -15°C. Der regionale Naturschützer in Rzeszow erklärte, es gebe keine Hinweise darauf, dass Wölfe oder andere Raubtiere am Tod des Mannes beteiligt waren und Spuren an den Überresten hinterlassen haben. So viel zu den Fakten.
In der Zwischenzeit haben die Jäger beschlossen, diese Tragödie zu nutzen, um eine Kampagne zur Wolfsjagd zu starten. Leider haben auch die lokalen Medien die „Sensation“ aufgegriffen und veröffentlichten, obwohl die Faktenlage völlig unzureichend ist. Texte, die mit Schlagzeilen beginnen, die das Handeln von Wölfen suggerieren. Die Jäger vermuten, dass die Wölfe den Körper des Vermissten gefressen haben oder sogar die Ursache für seinen Tod waren. Außerdem verbreiten sie ohne jeglichen Respekt vor dem Verstorbenen und seiner Familie Fotos der Leiche des Verstorbenen und veröffentlichen sie in den sozialen Medien. Es sei daran erinnert, dass die Veröffentlichung des Bildes des Opfers die Persönlichkeitsrechte der Familie des Verstorbenen verletzen kann, wie zum Beispiel das Urteil des Berufungsgerichts in Warschau ( http://orzeczenia.waw.sa.gov.pl/…/154500000002503_V_ACa… ) zeigt.
Im Übrigen zeigen die Fotos, dass die Leiche von kleinen Aasfressern gefressen wurde, da das Skelett unversehrt blieb und der Körper nicht zerstückelt war.

 

 

 

Nach Schweden nun auch grausame Jagden in Finnland

https://www.nordisch.info/lettland/wolfsjagd-wegen-steigender-attacken-auf-haus-und-nutztiere-ausgeweitet/?fbclid=IwAR3BbT13enus8Csn3mlA-gYl8SDXYaJQ_CwBNA0mWfDHUXZgYXRDV7tz0yM

 

 

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Unmenschliche Jagd auf den Burgdorfer Vaterwolf geht weiter

Dass die Schießgenehmigung wegen eines bei einem Unfall verstorbenen Wolfsrüden am dritten Januar außer Vollzug war, wurde wieder einmal nicht durch das Niedersächsische Umweltministerium durch eine Pressemitteilung kommuniziert. Auch dass der tote Wolf nicht der Burgdorfer Wolf war, konnten Leserinnen und Leser nur aus der Presse – fast nur über Bezahlartikel – erfahren, oder sich mühsam durch Listen des Ministeriums quälen. Dabei wollte es der neue Umweltminister Meyer (Grüne) doch angeblich vieles besser als sein Vorgänger machen. Er wollte sich laut Wahlversprechen für eine offene Kommunikation einsetzen. Stattdessen scheint nun aber das Gegenteil umgesetzt zu werden. Auch nicht offen kommuniziert wurde, dass die Jagd auf den Wolf nun bis mindestens 31. Januar weiter geht. Viele Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde fühlen sich getäuscht, auch vom offiziellen Wolfsmonitoring. Lesen Sie hier die aktuellen Hintergründe.

 

Der Vaterwolf des Burgdorfer Rudels ist zum Abschuss freigegeben. Foto aus dem Herbst 21 © faszination_wolfsrevier „Die vermeintliche Rechtlosigkeit der Tiere, der Wahn, dass unser Handeln gegen sie ohne moralische Bedeutung sei, dass es gegen die Tiere keine Pflichten gäbe, ist geradezu eine empörende Rohheit und Barbarei. Erst wenn jene einfache und über alle Zweifel erhabene Wahrheit, dass die Tiere in der Hauptsache und im wesentlichen ganz dasselbe sind wie wir, ins Volk gedrungen sein wird, werden die Tiere nicht mehr als rechtlose Wesen dastehen. Es ist an der Zeit, dass das ewige Wesen, welches in uns, auch in allen Tieren lebt, als solches erkannt, geschont und geachtet wird.“ Arthur Schopenhauer – (1788-1860) – Philosoph

 

Am 03.01.23 war es im Bereich Uetze/OT Eltze zu einem Verkehrsunfall gekommen in dessen Folge ein Altwolf ums Leben kam. Da dieser Vorfall weder in lokalen Medien, oder einer Pressemitteilung seites des Umweltministeriums thematisiert wurde, haben eigene Recherchen und Nachfragen eines Wolfsfreundes bei diversen Ämtern ergeben, das es sich um einen männlichen Altwolf gehandelt hätte, der aktuell genetisch untersucht werden würde. Die Abschussgenehmigung für den Burgdorfer Rüden GW950m wäre  bis zur Ermittlung des Genotyps ausgesetzt, hieß es. Ein Informant aus den Kreisen des Leibnitz-Institutes teilte mit, dass ein in Deutschland nicht erfasste Altwolf gewesen sei, der den Gencode GW3060 erhalten habe.

Auch das Ergebnis der genetischen Umtersuchung wurde nicht durch eine Pressemitteilung mitgeteilt, sondern wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. erfuhren das Ergebnis erst durch einen Blick in die Liste der tot aufgefundenen Wölfe. Frei gegeben zum Abschuss hatte den Wolf die Region Hannover, der jedoch das Umweltministerium übergeordnet ist. Also kann sich der neue Umweltminister Meyer auch diesbezüglich nicht heraus reden.

Ausriss von einem Tread in der Gruppe „Schützt die Wölfe“ auf Facebook. Viele sind wohl enttäuscht. Christian Meyer (Grüne) ist Mitglied in dieser Gruppe. Der Gründer dieser Gruppe ist Mitglied in mehreren großen Verbänden und Vereinen. Ob er auch Parteikollege ist, wissen wir nicht. Doch pikant ist es alle Mal, dass Meyer vor der Wahl dort Wahlwerbung für sich betreiben konnte. Wahlwerbung betrieben allerdings auch der Gruppengründer und mehrere weitere Personen, wie z. B. auch in der Gruppe „Der Wolf in Niedersachsen“.

Wahltäuschung von Meyer?

Über den Wechsel im Umweltministerium hatten sich viele noch gefreut. So sehr, dass sie Fotos von sich neben dem neuen Umweltminister Christian Meyer in sozialen Netzwerken posteten. Eine Schauspielerin nannte den neuen Umweltminister sogar eine „Lichtgestalt“. Man betrieb in diversen Gruppen in sozialen Netzwerken sogar massiv Wahlwerbung für die Grünen. Doch fußte die übergroße Freude auf realen Aussagen? Man kann es den Grünen und Meyer nicht mal vorwerfen, dass viele geradezu fanatisch erscheinende Anhängerinnen und Anhänger die Situation in Niedersachsen wohl vollkommen unrealistisch interpretierten. In einem Telefonat mit der Pressestelle der Grünen im Frühjahr 2022  bestätigte man uns bereits, dass man im Prinzip bei den Grünen Niedersachsen nicht generell gegen Wolfsabschüsse sei, sondern nur gegen deren Geheimhaltung. Auch Meyer sagte vor der Wahl auf diversen Veranstaltungen, dass er weiter „Problemwölfe“ abschießen lassen wolle.

Doch eine offene Kommunikation sieht wohl anders aus.

Schießgenehmigung seit Oktober in Kraft

Die Schießgenehmigung auf den Vaterwolf des Burgdorfer Rudels ist seit Oktober 2022 in Kraft. Sie gilt bis Ende Januar 2023. Pikanterweise ist sie bis zum Beginn der Paarungszeit datiert. Will man durch das Töten des Vaterwolfs gleich noch Nachwuchs in diesem Jahr verhindern? Zwar war der Vorgänger Olaf Lies (SPD) für diese Schießgenehmigung verantwortlich, doch der neu gewählte Umweltminister Meyer hätte sie zurücknehmen können, denn bei mindestens der Hälfte der gerissenen Tiere war wohl kein Mindestschutz vorhanden. Auch, dass es seit längerer Zeit keine Risse mehr von GW950m gab, also kein zeitlicher und räumlicher Zusammenhang besteht, scheint kein Grund für Meyer zu sein, der Region Hannover mitzuteilen, die Schießgenehmigung zurück zu nehmen.

Die falschen Freunde der Wölfe

Diejenigen, die die Begeisterung für Christian Meyer vor der Wahl kritisch beäugten, wurden übrigens in sozialen Netzwerken von Gruppenbetreibern und Admins zum Schweigen gebracht, indem man ihnen Hetze gegen die Grünen unterstellte, sie blockierte, sie kalt stellte und ihre Freunde anschrieb, doch künftig deren Beiträge nicht mehr zu liken. Nun geben diese Wendehälse wieder einmal vor, von nichts gewusst zu haben und man hätte diese Entwicklung ja nicht ahnen können. Einer, der sich selbst als „Anwalt der Wölfe“ bezeichnet, schrieb sogar, dass er mit einer neuen Presseinfo des Umweltministeriums ganz zufrieden wäre. Darin stand sogar, dass weiter Problemwölfe abgeschossen werden sollen.

Für echte Freunde der Wölfe

Wir freuen uns sehr, neue Mitglieder in unserem Verein begrüßen zu dürfen, die sich vorstellen können, ebenfalls aktiv zu sein. Dies gilt für alle Bundesländer: https://wolfsschutz-deutschland.de/mitglied-werden/

Unser Vorstand ist in keiner Partei, wir sind nicht am offiziellen Wolfsmonitoring beteiligt, im Vorstand sind keine Jäger, wir sind unabhängig und unbestechlich, wir haben keinerlei Vorteilsnahmen, keine Posten.

 

Blick in das Gebiet des Burgdorfer Rudels. Foto: © faszination_wolfsrevier

 

Wolfsfreunde mit Extremisten verglichen – antidemokratische Vorgehensweise gefordert

Raoul Reding, Wolfsbeauftragter der Landesjägerschaft, zu BILD: „Es werden sehr viele Radikale und Extremisten auf den Plan gerufen. Die werden und wollen den Vollzug der staatlichen Maßnahme, die Tötung des Wolfs, sabotieren und boykottieren. Schon oft wurden beteiligte Personen in sozialen Netzwerken an den Pranger gestellt, beleidigt, verunglimpft, auf Hochsitze wurde geschossen, sie angezündet, Jägern wird nachts nachgestellt – auch bei weniger dramatischen Maßnahmen.“

Im Ernst: wer hat denn die Möglichkeiten, nachts auf Hochsitze zu schießen? Sicherlich die Jäger selber. Schließlich sind sie es, die über Schusswaffen verfügen und nicht die Wolfsfreunde. Und oft hat sich in der Vergangenheit schon herausgestellt, dass es eher der missgünstige Nachbarrevierinhaber war, der tätlich wurde. Im Gegensatz zu solchen wilden Vermutungen, können wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. sogar nachweisen, dass Angriffe von Seiten derer, die Wölfe hassen, auf uns verübt wurden. Am 30. August 2021 versuchte Schäfer T. mit seinem Fahrzeug das Fahrzeug unseres Vereines mit unserer Vorsitzenden Brigitte Sommer Auf der B 6 von der Straße zu drängen und postete Fotos von der Aktion auch noch selbst in sozialen Netzwerden. Es muss hier die Frage erlaubt sein, warum wahre Extremisten nicht ermittelt und bestraft werden.

Dies ist übrigens nicht der erste verbale Ausfall des Chefs des Wolfsmonitorings. Zitat in einem Beitrag des NDR vom September 2020: „Der Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft Niedersachsen, Raoul Reding, sagte, dass auch an anderen Orten bereits Kameras zerstört worden seien. Hinter den Sabotagen vermutet er extremistische Wolfsschützer.“

„Bedauerlicherweise“ lasse das geltende Recht wenig zu, um sowas zu verhindern. Es könne nur durch Schweigen im Vorfeld für eine ruhige Durchführung gesorgt werden.“

Pikant: Gerade gegen solche Geheimhaltungspraktiken hatten die Grünen im vergangenen Jahr noch geklagt. Und ist die Jägerschaft gegenüber dem Umweltministerium in Punkto Monitoring nicht weisungsgebunden? Dazu hat die Bevölkerung doch ein Anrecht auf Information! Dass der Schutz der Wölfe in Deutschland im allgemeinem Interesse ist, daran dürfte eigentlich kein Zweifel bestehen. Insofern ist es auch mehr als merkwürig, dass es vom Umweltministerium keine Pressemitteilungen über verunfallte, tote Wölfe gibt. Auf telefonische Nachfrage wurde uns als Grund genannt es, bestünde kein öffentliches Interesse. Wie schon geschrieben, sieht eine offene Kommunikation anders aus.

 

Jägerschaft zuständig für Überwachung der Wölfe

Raoul Reding ist bei der Niedersächsischen Landesjägerschaft und diese hat seit Jahren das Wolfsmonitoring inne. Hobbyjäger überwachen also die Wolfsbestände in Niedersachsen. Dass der Chef des Monitorings, Raoul Reding bereits 2017 in der NRW mit folgenden Sätzen zitiert wurde, sorgt bis heute nicht für Irritationen. Zitat: „Der Wolf ist enorm anpassungsfähig und mobil. Wir werden es nicht schaffen, die Grenze des Landkreises vollständig dicht zu machen. Mir sind keine Mittel bekannt, wie wir bestimmte Gebiete frei halten können. Eine mögliche Regulierung hängt sehr vom Jagddruck ab. Ich weiß nicht, ob eine Regulierung flächendeckend möglich ist. Mit den heute legalen Mitteln der Jagd ist der Wolf nicht auszurotten.“

Beseitigt die Jägerschaft auch Wölfe?

Ob die Jägerschaft auch längst an der Beseitung von Wölfen beteiligt ist, wissen wir natürlich nicht. Doch im Herbst des vergangenen Jahres berichteten wir bereits über zahlreiche verschollene Rudel in Niedersachsen. Und die einzigen, die es genau wissen müssten, wo sich Wölfe befinden, sind die das Wolfsmonitoring innehabenden Hobbyjäger, von denen viele seit Jahren lautstark fordern, dass auf Wölfe geschossen werden dürfe. Der Präsident der Landesjägerschaft heisst übrigens Helmut Dammann-Tamke. Das Mitglied der CDU war von März 2003 bis November 2022 Mitglied des Niedersächsischen Landtags. Er war sowohl für den Abschuss von Wölfen, als auch für die Aufnahme des Wolfs ins niedersächsische Jagdrecht. Dass ausgerechnet die Menschen, die sich gegen eine weitere Verbreitung der Wölfe einsetzen auch gleichzeitig deren Berstände überwachen dürfen, ist geradezu grotesk.

 

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Quellen: https://www.nlwkn.niedersachsen.de/wolfsburo/tote_wolfe/tote-woelfe-in-niedersachsen-142406.html?fbclid=IwAR2CnZSJ5yWCqSsyw5oNg9-m1VjqJwOR-I9oa6T6IyS856OyoHPndGmbQqs

https://www.bild.de/regional/hannover/hannover-aktuell/gw950m-riss-das-von-der-leyen-pony-und-weitere-40-tiere-bild-hat-die-abschuss-ge-82583060.bild.html

https://www.bild.de/regional/hannover/hannover-aktuell/jaeger-berater-klagt-an-extremisten-wollen-wolf-abschuss-verhindern-82595184.bild.html?t_ref=https%3A%2F%2Fl.facebook.com%2F&fbclid=IwAR0TBDHzRudj5_h4pvzPxj8PNl1HTNjk8HZft7MxJSQ8AfRo6Culjty5MHs

https://www.wolfsmonitoring.com/

https://www.boehme-zeitung.de/nachrichten-blog/2023/1/11/wolf-attackiert-bei-soltau-ausgewachsenes-trakehner-pferd?fbclid=IwAR0SXEu8OksVsZ9l5q9_nq5i_uuO71Y8yXAthiJhc0Wlf3harZnXr2fi5Cc

https://wolfsschutz-deutschland.de/2022/12/10/gw-950m-soll-sterben-wolfsabschuesse-in-niedersachsen-gehen-mit-den-gruenen-weiter/

https://wolfsschutz-deutschland.de/2022/09/05/wolfsmonitoring-zwoelf-rudel-in-niedersachsen-verschollen/

https://www.nwzonline.de/wesermarsch/wirtschaft/wesermarsch-und-wolf-das-passt-nicht_a_31,2,2902652525.html?fbclid=IwAR3YH1aiTkfQ_T97260KhBYkU1YfPuCHJf7C8NKfpAsMeoHLftek64T0ApY

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Wolfskameras-im-Burgdorfer-Holz-gestohlen,wolfskamera100.html?fbclid=IwAR3oX8lsMpjzbCbaX9spMt6-MWo2C83xVTyksTW2QJoDMqzepS1Imd-fNuM

https://wolfsschutz-deutschland.de/2021/09/09/wolfsschutz-deutschland-e-v-klagt-an-niedersaechsische-bauern-provozieren-wolfsrisse/

Herzlosland – Wolf überlebt Unfall und muss trotzdem sterben

Eine Geschichte, wie es sie wohl (fast) nur in Deutschland geben kann.

Ein Wolf wollte am Morgen des 14.01.202 nahe der Ortslage Erxleben in der Altmark die Bundesstraße 189 überqueren. Dabei soll ein Autofahrer das Tier trotz versuchter Bremsung überfahren haben, laut Polizeimeldung.

Der Wolf sei anfang auch in der Nähe der Unfallstelle aufgefunden worden, wäre aber dann  in einen nahegelegenen Wald geflüchet.

Beispielfoto überfahrener Wolf.

Mitarbeiter des Wolfkompetenzzentrums hätten das verletzte Tier aber erneut finden können. Aufgrund der Schwere der Verletzungen sei Wolf durch einen hinzugezogenen Tierarzt von seinen Leiden erlöst worden, heisst es. War der Wolf wirklich unrettbar verletzt? Seltsamerweise gab es in Deutschland im vergangenen Jahr und auch in diesem Jahr keinen einzigen Fall, bei dem auch nur versucht worden wäre, einen Wolf, der einen Verkehrsunfall überlebte, zu retten.

Ganz anders sieht es bei unseren Nachbarländern Italien sowie Tschechien und Polen aus. Seltsamerweise ist es dort in sehr vielen Fällen gelungen, verunfallte Wölfe zu retten, statt zu „erlösen“. Auch Fälle von illegaler Tötung werden in Italien viel erfolgreicher aufgeklärt als in Deutschland. Es scheint, es fehle hier in Deutschland an Herz und Willen.

Hier ein ganz aktuelles Beispiel von Wölfin Eva, die das Glück hat, in Italien zu leben:

Kommentar von Wild Umbria dazu: „Vor ein paar Wochen haben wir Eva befreit, einen jungen Wanderwolf, den wir vor einigen Monaten in offensichtlichen Schwierigkeiten gerettet haben. Die Aufnahme, die sie in dem Moment porträtiert, in dem sie ihr Leben zurück bekommt, ist von Riccardo Mattea – Zoologo & Guida Ambientale Escursionistica und symbolisiert irgendwie die Arbeit und Leidenschaft hinter der Rückkehr eines unserer Tiere in die Wildnis.“

Auch in Brandenburg schon wieder Wolf überfahren

Bei einem Verkehrsunfall auf der Landesstraße 13 in der Prignitz ist heute ein Wolf getötet worden. Ein 38-jähriger Autofahrer sei mit seinem Wagen zwischen den Ortschaften Frehne und Telschow mit dem Wolf zusammengestoßen, berichtete die Polizei.

In Niedersachen keine Pressemittelung zu überfahrenem Wolf?

In Niedersachsen scheint man es sich ganz einfach zu machen und man gibt erst gar keine Pressemeldungen mehr heraus. Am 3. Januar ist ein Altwolf bei Burgdorf überfahren worden. Auch dass damit die Abschussgenehmigung für den Vaterwolf des Burgdorfer Rudels ausgesetzt worden ist, bis das DNA-Ergebnis feststeht, wurde nicht mit der Öffentlichkeit kommuniziert. Diese Nichtkommunikation, begonnen unter dem früheren Umweltminister Lies (SPD), scheint auch unter dem neuen Umweltminister Meyer (Grüne) fortgeführt zu werden.

Ein Mitglied unserer FB-Gruppe hatte sich die Mühe gemacht, beim Umweltministerium nachzufragen. Hier geht es zu unserer Gruppe, in der es einen täglich kommentierten und bewerteten Pressespiegel gibt https://www.facebook.com/groups/630745127109379

Quelle:

https://www.volksstimme.de/blaulicht/salzwedel/verkehrsunfall-wolf-in-der-altmark-angefahren-tier-wird-eingeschlaefert-3524263?utm_term=Autofeed&utm_campaign=echobox&utm_medium=Social&utm_source=Facebook&fbclid=IwAR3HAoxrju0cdjR01CI5GJGZ5Y34lpJe-QMsuK7C6rSW2nA8kpJaEBOMKSg#Echobox=1673780411

https://www.tagesspiegel.de/potsdam/brandenburg/unfall-in-brandenburg-wolf-von-auto-uberfahren-und-getotet-9190011.html?fbclid=IwAR338ODMuHFJ8eZr0CwGYivcBF3uhQCWxtWV-bmGFLUg4oC_-oWqDb8zl8c

http://www.dbb-wolf.de

https://wolfsschutz-deutschland.de/2022/12/10/gw-950m-soll-sterben-wolfsabschuesse-in-niedersachsen-gehen-mit-den-gruenen-weiter/

Kurzmeldungen aus Niedersachsen, Hessen und Baden-Württemberg

Zur Zeit passiert so viel zum Thema Wolf gleichzeitig, dass wir uns entschlossen haben, ein neues Format herauszubringen. In unseren Kurzmeldungen bringen wir das Wichtigste in kompakter Form:

Niedersachsen – eine überraschende Wendung nimmt nun der Fall eines augenscheinlich illegal getöteten Wolfs bei Stubben. Statt Schussverletzungen hätte man nun in Berlin die überraschende Totesursache Bisse festgestellt. https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Stubben-Ursache-von-Tod-von-Wolf-steht-fest,aktuelloldenburg11090.html?fbclid=IwAR27pCy9JP7SA3kOq_QP86seUFr9eJuBUm356Jd-IJ1eBpC8BjgINVSIyLY

Wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. sind äußert überrascht und verwundert, zumal ein Zwischenergebnis „Schüsse“ und zwar sogar sehr genau „drei Schüse aus zwei verschiedenen Waffen“ gelautet hatte. Wir hatten Anzeige gestellt, die nun natürlich obsolet ist. Dies betrifft auch die Belohnung: https://wolfsschutz-deutschland.de/2022/10/18/wolf-im-landkreis-cuxhaven-illegal-erschossen-wolfsschutz-deutschland-e-v-stellt-strafanzeige-und-setzt-belohnung-aus/

Niedersachsen – Umweltminister Meyer  (Grüne) nimmt die Beschwerde, die  sein Vorgänger Lies (SPD) gegen die Entscheidung des Gerichtes eingelegt hattte, zurück. Damit ist die Schießgenehmigung gegen den Friedeburger Wolf endlich vom Tisch. https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Beschluss-rechtskraeftig-Kein-Abschuss-von-Friedeburger-Wolf,wolf4682.html?fbclid=IwAR3QEcLQqucx9gXontt5jlroCVjlXpv9AdcdUv1PJ6uMcJv6lmuj3uadwvA

Hessen – Hessen stellt mehr Geld für Weidetierschutz zur Verfügung, doch nur ein geringer Betrag wurde überhaupt abgerufen. Lieber setzt man wohl auf Risse, damit dann der Abschuss der Wölfe gefordert werden kann? https://www.hna.de/lokales/rotenburg-bebra/verbaende-bemaengeln-foerderrichtlinie-des-umweltministeriums-zum-schutz-vor-woelfen-91932508.html?fbclid=IwAR39LMH1jNoT-9hNCm-kQxEt5CF8gMs4o3jgWZazR0ptv-v6ydzGkFNGfX4

Hessen – Das Stölzinger Rudel wurde bei Waldkappel gefilmt. https://www.facebook.com/watch/?ref=search&v=523160609389379&external_log_id=d1596435-59bf-4b0e-9fc6-84859c6b17a5&q=Waldkappel%20Video%20Wolf

Baden-Württemberg – Eine Aufnahme durch eine Wildtierkamera hat bestätigt, dass sich im Zollernalbkreis ein Wolf aufhält oder aufgehalten hat.

Am 11. November dieses Jahres lieferte eine Wildtierkamera in der Gemeindeebene von Burladingen ein Foto, das die Fachleute der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt FVA in Freiburg als sicheren Wolfsnachweis (sogenannter C1-Nachweis) bewerten.

Sichere Informationen über die Herkunft, das Geschlecht und die Identität des Wolfes können nur über weitere Nachweise und Untersuchungen gewonnen werden, die aber im Moment nicht vorliegen.

Die Frage, ob der Wolf weitergezogen ist, oder sich noch im Zollernalbkreis aufhält, kann nicht beantwortet werden. Im Land leben derzeit drei sesshafte Wolfsrüden. https://um.baden-wuerttemberg.de/de/presse-service/presse/pressemitteilung/pid/sicherer-wolfsnachweis-im-zollernalbkreis-1

 

 

 

Die Qual der Wahl in Niedersachsen

Morgen finden in Niedersachsen die Landtagswahlen statt. Viele Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde sowie umweltbewusste Menschen wünschen sich nach diversen Skandalen, wie den geheimen Wolfsjagden von Umweltminister Lies (SPD) einen Politikwechsel. Doch wie wahrscheinlich ist das? Und wer ist überhaupt noch wählbar? Hier unser Bericht.

Umfragen zeigen an, dass angeblich die SPD weit vorne liegen wird. Entsprechend selbstbewusst machte Ministerpräsident Weil vor Kurzem auch eine Ansage an die Grünen, dem wahrscheinlichsten Koalitionspartner, dass es mit der SPD wohl nur ein weiter so wie mit Umweltminsiter Lies und Schlimmer gäbe. Dazu passt auch der neue Wolfsmanagementplan, über den Umweltminister Lies noch gestern eine Pressemitteilung herausgeben lies.

Aufruf zur Menschenjagd? Das Foto entstand bei einem der zahlreichen Mahnfeuer gegen Wölfe in Niedersachsen. Aufgerufen dazu hatte Wendelin Schmücker, Vorsitzender des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung e. V.. Es gab ja auch bereits Angriffe von Bauern und Schäfer auf Tierschützer. Natürlich sehen die Jagd- und Agrarlobby in den Wolfsschützern ein noch größeres Problem als in den Wölfen selber. Schließlich können die Beutegreifer nicht für sich selber sprechen und erst recht nicht dagegen protestieren, abgeknallt zu werden. Natürlich stören hier Menschen, die immer wieder lautstark als Fürsprecher auftreten und die Amigomachenschaften, Zaunfrevel und Jagdfrevel aufdecken.

Schießen mit der SPD und der CDU

Nach Lektüre dieser Info (unten verlinkt) bleiben eigentlich keine Fragen mehr offen. Mit der SPD wird der Schutz der Wölfe noch weiter ausgehebelt werden. So ungeniert Lobbypolitik zu betreiben, traut sich mitlerweile auch „Laura“ von der CDU, die nach dem Besuch von Mahnfeuern fordert, dass Wölfe wie jedes andere Wild bejagt werden sollten und dass dafür der Bund das Bundesnaturschutzgesetz ändern müsse. Dies fordert sie völlig ungeachtet der Tatsache, dass gegen Deutschland bereits ein Pilotverfahren der EU anhängig ist. Auch wegen Lies´geheimen Wolfsjagden. Erst kürzlich macht der zuständige EU-Kommissar deutlich, dass ein Aufweichen des Schutzes der Wölfe nicht oppurtun sei.

Die Grünen als letzte Hoffung?

Auch die FDP und die AfD wollen lieber schießen statt schützen. Die Grünen als letzte Hoffnung für Tierfreunde? Fakt ist, dass die Grünen in Niedersachsen tatsächlich gegen Wolfsabschüsse geklagt haben. Nicht gegen die Abschüsse an sich, sondern eigentlich nur gegen die Geheimhaltung der Abschüsse. Ein Telefonat mit der Presseabteilung der Grünen Anfang des Jahres machte für uns deutlich, dass auch die Grünen nicht generell gegen Abschüsse sind. Immerhin wollen sie Weidetierhalterinnen und Weidetierhaltern mehr Zuwendungen für Zäune usw. zukommen lassen. Doch was nach der Wahl von Versprechungen übrig bleibt, kann heute natürlich niemand wissen. Gerade wählte eine Koalition aus CDU und Grünen den Wolf in Schleswig-Holstein ins Jagdrecht und in Thüringen lässt eine Umweltministerin der Grünen Jagd auf unschulidge Wolfsmischlingswelpen veranstalten.

Ein irrer Stellvertreterkrieg gegen einen unschuldigen Beutegreifer

Das Schüren von Hass von diversen Politkern gegen Wölfe nimmt immer absurdere Ausmaße an. Es ist auch kaum zu glauben, wie leicht sich Bauern in einen Stellvertreterkieg gegen einen unschuldigen Beutegreifer von ihren eigentlichen Problemen, die genau die Politik verursacht hat, die nun gegen Wölfe aufhetzt, begeben. Ob die ländliche Bevölkerung noch irgendwann begreifen wird, dass die Bedrohung in einer völlig verfehlten Subventionspolitik liegt und es in Wirklichkeit die Wölfe der Wallstreet sind, die die Existenz gefährden, ist fraglich.

Morgen haben die Niedersachsen wirklich die Qual der Wahl.

Ein Meinungsbeitrag von Brigitte Sommer

 

Quelle: https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/pi-150-wolfmanagementplan-216066.html?fbclid=IwAR2o45MSx27xBXTDw8-Zrg_N4_HU2YmPv0Ju3FBi_nsyewHI3GxX0bVIgrc

Verirren tödlich: Lies will Hannover-Wolf abknallen lassen

Niedersachsens Umweltminister Lies  befindet sich mal wieder im Tötungswahn. Einem unerfahrenen Jungwolf, der am Dienstag auf seiner Wanderschaft durch Hannover irrte, droht der Abschuss. Wie eine Sprecherin des Umweltministeriums dem  NDR  bestätigte, werde eine entsprechende Ausnahmegenehmigung vorbereitet. Dies erfolge in Zusammenarbeit mit den Unteren Naturschutzbehörden. Nur weil bei der Sichtung des Wolfs am Dienstag nichts passiert sei, heiße dies nicht, dass das auch bei künftigen Besuchen des Tieres so sein werde. Wir von Wolfsschutz-Deutschland e.V. protestieren erneut aufs Schärfste und werfen Lies Populismus und Scheinlösungen für die Agrarlobby vor. Sollte Lies diesen, oder zufällig wieder einen anderen Wolf erschießen lassen, werden wir erneut Strafanzeige stellen.

Beispielfoto Jungwolf.

Auch hier zeigt sich wieder einmal deutlich, dass Umweltminister Lies wider besseren Wissens handelt. Selbst Menschen, die sich nicht wissenschaftlich mit dem Wolf beschäftigen, wissen, dass Jungwölfe auf ihrer Wanderschaft und Suche nach einem eigenen Revier auch ab und an Dörfer und Städte durchqueren. Sie sind sich der Gefahren, die sie da erwarten, natürlich noch nicht bewusst.

Hier wurde der Wolf in Hannover von Privat gefilmt.

Abgesehen davon wäre es gar nicht möglich, diesen Wolfsrüden, der durch Hannover rannte, aufzuspüren. Ab Spätsommer/Herbst werden Jungwölfe aus dem vergangenen Jahr mobiler und sie lassen sich wegen ihrer Unerfahrenheit auch sehen. Es war wahrscheinlich so ein Jungtier, das sich nach Hannover verirrt hatte. Wandernde Wölfe auf der Suche nach einem eigenen Revier legen auf ihren Wanderschaften pro Tag bis zu 70 Kilometer zurück. Mit Sicherheit wird dieser Wolf auch nicht nach Hannover zurückkommen. Er wird froh sein, dieser Stadt wieder entkommen zu sein. Das bedeutet nichts anderes, als dass Umweltminister Lies diesen verirrten Wolf nur vorschieben will, um nebenbei erneut den einen und anderen Wolf erschießen zu lassen. Im Auftrag von Lies wurden bereits mehrere  Wölfe still und heimlich erschossen. Noch trauriger als das Ermorden dieser Tiere war, dass bislang immer Wölfe erschossen wurden, die eigentlich nicht erschossen werden durften.

Wolfsforscher Promberger zeigte zudem vor fast 30 jahren in einer Dukumentation über die Wöflin Timisch, dass es nicht unüblich ist, dass ein Wolf auch einmal durch die Stadt läuft. Eine Gefahr für Menschen besteht dadurch nicht.

Auch wenn die niedersächsischen Grünen im Februar dieses Jahres vor dem Staatsgerichtshof mit ihrer Klage gegen die geheimen Wolfsabschüsse zum Teil Recht erhielten, bleibt es dem Umweltminister nach wie vor unbenommen, weiterhin Wölfe still und heimlich erschießen zu lassen und einen Abschuss nicht öffentlich zu machen.

Bislang ließ Lies Wölfe wegen angeblicher Nutztierrissen töten, der Fall in Hannover wäre der erste, der einem Wolf gilt, der durch eine Stadt gelaufen ist.

Umweltminister Lies will damit nun auch Bonuspunkte bei seinen Lobbyisten in städtischen Gebieten für die anstehenden Wahlen im Oktober in Niedersachsen sammeln. Seine Agrarlobby ist indes über seinen jetzigen Abschussplan weniger zufrieden. In den Sozialen Medien wird kritisiert, dass an ihre Sorgen wegen des Wolfs viel zu wenig gedacht und reagiert wird, dafür aber jetzt ein Wolf im Fokus stehe, der durch Hannover spazierte und sich dort nicht mehr sehen lasse.

 

Quelle NDR Abschussverfügung:

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Nach-Tour-durch-Hannover-Ministerium-prueft-Wolfsabschuss,wolf4646.html

Sichtung Wolf in Hannover, PM Umweltministerium

https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/pi-110-wolfsichtung-hannover-214263.html

Doku von Forscher Promberger: Natur nah –Herr der Wölfe auf Youtube:

https://www.youtube.com/watch?v=QSUQRv4XufA

 

 

Politisch motivierte Angriffe auf den Schutz von Wölfen in NRW, Bawü, Brandenburg, Niedersachsen und Bayern

In Niedersachsen hat Umweltminister Lies einen Rückzug von einer verschärften Wolfsverordnung gemacht. Stattdessen ist nun darüber abgestimmt worden, den Wolf dort ins Jagdrecht aufzunehmen. NRW, Brandenburg, Bawü und Bayern setzten dagegen auf eine Wolfsverordnung, die den Abschuss erleichtern soll. Wir beschwerten uns bei EU-Kommissar Sinkevicius und wir erhielten darauf auch eine Antwort. Jetzt will Bayern anscheinend im Alleingang den Schutz der Wölfe zurückfahren. Wolfsschutz-Deutschland e. V. protestiert auf das Schärfste und verweist auf die unverändert strengen EU-Richtlinien.

Wolfsfamilien sind in Deutschland akut in Gefahr. In mehreren Bundesländern will man gar die Eltern von Welpen wegschießen.

In seiner Antwort schreibt der EU-Kommisar dass die Tötung von Wölfen unter den strengen Ausnahmenbestimmungen des Artikels 16 der FFH Richtlinie nach wie vor das letzte Mittel darstellen soll. Obwohl sich der Wolfsbestand langsam erholt habe, befände sich die Art in Deutschland noch immer in einem ungünstigen Erhaltungszustand. Zwar könnten Mitgliedsstaaten zwar auch Vorgaben erteilen, diese müssten jedoch im vollen Einklang mit den europäischen artenschutzrichtlichen Bestimmungen stehen. Weiter wird darauf verwiesen, dass Herdenschutzmaßnahmen weiterhin vollständig finanziert werden würden. Den Dienststellen der Kommision seien die Wolfsverordnungen weiterer Bundesländer bekannt und diese würden geprüft werden. Über das Pilotverfahren gegen Deutschland berichteten wir bereits hier: https://wolfsschutz-deutschland.de/2020/05/24/eu-eroeffnet-pilotverfahren-gegen-deutschland-wegen-der-aenderung-des-bundesnaturschutzgesetzes-lex-wolf/

Die Lobbyisten wollen ihren Willen jetzt auch auf EU-Ebene durchsetzen

Bayern will zur Abwehr von Gefahren für seine Alm- und Bergbauern den Schutzstatus des Wolfs zurückfahren. Künftig könnte eine „kontrollierte Entnahme“ möglich sein, also ein gezielter Abschuss einzelner Wölfe. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) sagte am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts, er erwarte, dass es Bewegung in der Sache gebe und der Wolf in der FFH-Richtlinie Natura 2000 der EU nicht mehr als strikt geschützte Tierart aufgelistet werde. Stattdessen könnte der Wolf dort als Art gelistet werden, bei dem eine „kontrollierte Entnahme“ möglich sei, wird Glauber in einem Bericht der Deutschen Presseagentur zitiert.

Tötungskommando für so genannte Problemwölfe

In Baden-Würrtemberg will man sogar mit einem geheimen Tötungskommando Wölfe umbringen. Dabei leben gerade mal drei Tiere in diesem grün-schwarz regierten Bundesland. Mitglieder der großen Verbände, die bei Facebook Gruppen für Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde leiten, signalisierten bereits ihr Einverständnis zu diesem ungeheuerlichen Vorhaben. Bei solchen „Freunden“ brauchen unsere Wölfe wirklich keine Feinde mehr. Admins zahlreicher Wolfsfreundegruppen verbreiten unter neutralem Deckmantel in Wirklichkeit eine für uns nicht zu akzeptierende Kompromissbereitschaft der großen Verbände, die auf jeden Fall in der Vergangenheit bereit waren und es in Zukunft auch sind, Wölfe der Bauern- und Jagdlobby zum Fraß vorzuwerfen. Wir bleiben bei unserem Standpunkt und sagen „Nein“ zu jedem Wolfsabschuss. In Bezug auf die Population in Baden-Württemberg ist dieses Killerkommando, das aus Jägern sowie einem Fährtenleser bestehen soll, geradezu absurd.

Politische Winkelzüge in Niedersachsen

Gegen die Wolfsverordnung in Niedersachsen waren bereits mehrere Klagen anhändig. Deshalb wurde sie wohl zurückgezogen. Umweltminister Lies verkündete es als Erfolg, dass nun der Wolf stattdessen ins Jagdrecht aufgenommen wurde. In Sachsen ist der Wolf auch seit Jahren im Jagdrecht, was aber an seinem Schutzstatus nichts ändert, denn es tritt automatisch eine ganzjährige Schonzeit in Kraft. Unsere Befürchtung ist es allerdings, dass man den „günstigen Erhaltungszustand“ in Niedersachsen ausrufen möchte und danach den Wolf in den Katalog für jagdbares Wild aufnehmen möchte. Das gleiche Schicksal droht übrigens dem Goldschakal, der bislang über gar keinen Schutzstatus verfügt.

Abschließend versicherte uns EU-Kommissar Sinkevicis, dass der  Anwendung der europarechtlichen Bestimmungen zum Artenschutz in den Mitgliedsstaaten, auch im Hinblick mit dem Wolf, von den zuständigen Dienststellen der Kommission weiterhin eine große Bedeutung beigemessen werden würde. Im Hinblick auf die neuesten Entwicklungen in Deutschland wäre es wünschenswert, wenn das Pilotverfahren nun endlich in ein Regelverfahren übergehen würde.

Bitte verbreiten und unterschreiben Sie unsere Petition www.change.org/wolfsschutz

Darin fordern wir auch ein Ende der Hobbyjagd.

 

Hier die Antwort der Europäischen Kommision: https://ec.europa.eu/info/sites/default/files/ares20222668874-petition-wolves_de.pdf

Zum Wolf im Jagdrecht in Niedersachsen: https://www.voris.niedersachsen.de/jportal/?quelle=jlink&query=JagdG+ND&psml=bsvorisprod.psml&max=true&aiz=true

Artikel über den Vorstoß in Bayern: https://www.n-tv.de/regionales/bayern/Bayern-will-den-Schutzstatus-des-Wolfs-lockern-article23413240.html?fbclid=IwAR2R3vxkJvK1dWMP3_KxR27rYPAoMtuzN_e75THz_4PSS7yPQ6Y9bGyhGfI

Artikel über Veränderung in Bawü: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/wolf-schutz-in-bw-abschuss-regeln-100.html#:~:text=Derzeit%20wissen%20die%20Beh%C3%B6rden%20von,alle%20zwei%20Monate%20ein%20Nutztier.

Artikel zum geheimen Abschusskommando in Baden-Würtemberg: https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/faehrtenleser-und-scharfschuetze-geheim-team-zur-toetung-von-woelfen-steht-bereit;art417930,11167472

PM zum Wolf im Jagdrecht: https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/pi-61-niedersachsische-wolfsverordnung-211461.html

Wolfsabschüsse in Niedersachsen von der EU ins Pilotverfahren gegen Deutschland aufgenommen

Die EU-Kommission überprüft den Umgang deutscher Behörden mit Wölfen. Dazu läuft seit vergangenem Jahr ein so genanntes Pilotverfahren, eine Vorstufe zu einem Vertragsverletzungsverfahren. Neuigkeiten gab jetzt EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevičius nach einer Anfrage der Grünen-Abgeordneten Paulus bekannt. Wir freuen uns, dass die zahlreichen Faktenchecks und Beschwerden von Wolfsschutz-Deutschland e. V. jetzt Anklang gefunden haben.

Wolf. Beispielfoto ©Brigitte Sommer

Die Kommision fordert darin, von den deutschen Behörden, zu begründen, warum Abschussgenehmigungen für Wölfe erteilt wurden. Einige Bundesländer hätten ihre Wolfsschutzverordnungen auf der Grundlage der neuen Bestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes geändert, sagte Sinkevičius, daher würden die auf regionaler Ebene geltenden Verordnungen wie die niedersächsische Wolfsverordnung nun ebenfalls in die Untersuchung der Kommission einbezogen. Mit einbezogen werden, dürfte nun aber auch die Wolfsverordnungen von Brandenburg

Bsonders aufgefallen ist Niedersachsen wegen Deutschlands zahlreichsten Abschussgenehmigungen. Im Rahmen des EU-Pilotverfahrens haben die deutschen Behörden aktuelle Zahlen zu den erteilten und in Anspruch genommenen Ausnahmeregelungen für die Wolfsjagd gemeldet. Aus diesen Zahlen geht hervor, dass die meisten Ausnahmen in Niedersachsen gewährt wurden. Die Kommission wird diese Zahlen und die Begründungen für die Ausnahmeregelungen sorgfältig prüfen und je nach Ergebnis dieser Prüfung über geeignete Schritte entscheiden.

Hier der Link zur Antwort: https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/E-9-2021-002333-ASW_DE.html

Hier die schriftliche Anfrage der Grünen-Abgeordneten Jutta Paulus: https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/E-9-2021-002333_DE.html

Wir berichteten auch hier: https://wolfsschutz-deutschland.de/2021/05/02/geheimes-wolfsgemetzel-klatsche-von-der-eu-fuer-niedersachsens-umweltminister-lies-spd/

Wolfsrüde Dani (GW 924m) aus Schleswig-Holstein wurde tot in Niedersachsen aufgefunden

Wölfe, für die wir kämpfen und denen wir Namen gegeben haben, sind uns natürlich noch näher und sie liegen uns besonders am Herzen. Der ursprünglich aus Dänemark stammende und in Schleswig-Holstein ansässige Jungwolf Dani wäre am 06. Janaur in der Nähe von Gifhorn überfahren worden, meldet heute die Süddeutsche Zeitung. DNA-Analysen hätten bestätigt, dass es sich um Dani handele. Er sei bei Gifhorn in Niedersachsen überfahren worden. Jäger hätten den toten Wolf in einem Waldstück aufgefunden.

Beispielbild toter Wolf.

Der Raum um Gifhorn ist in der Tat auch eines der gefährlichsten Gebiete für Wölfe, was illegale Tötungen betrifft. Ob hier nähere Einzelheiten seines Todesumstandes ans Licht kommen, darf bezweifelt werden. Dani ist in diesem Jahr schon der zehnte Wolf, der im Straßenverkehr sein Leben lassen musste. Heute wurde zudem bekannt, dass eine junge Wölfin bei Wiesbaden wohl von einem Zug erfasst worden ist. Dani galt in Schleswig-Hosltein als Problem-Wolf. Wir hatten durch zahlreiche Zaunkontrollen nachgewiesen, dass dem nicht so war. Fast ein Jahr lang hatten wir um das Leben dieses Wolfs gekämpft. Dass er nun überfahren wurde, macht uns fassugslos und traurig. Doch immerhin haben ihn die Häscher in Schleswig-Holstein nicht erschießen können.

Naturschutz-, Tierschutz- und Müllfrevel in Niedersachsen – doch Umweltminister Lies (SPD) will wohl weiter nur Wolf Roddy an den Kragen

Dieses Tier konnte sich nur noch auf Knien fortbewegen und war nicht mehr in der Lage aufzustehen. Links am Bildrand befindet sich sogar ein vollständiges Skelett.

Wie lange kann sich der Niedersächsische Umweltminister Lies noch im Amt halten? Der Niedersächsische SPD-Politiker beharrt nach wie vor darauf, dem Wolf Roddy weiter nach dem Leben zu trachten. Nun will er sogar die Jäger einbeziehen und eine lobbyfreundliche Wolfsverordnung kreieren. Die Kosten für diese sinnlose Jagd dürften sich mittlerweile auf zirka 200.000 Euro summieren. Ein Nachsehen haben die Weidetierhalter, denn nicht mal ein dutzend Anträge auf Zäune sollen bearbeitet worden sein. Geht das Geld für die Weidetierhalter nun weiter für die Jagd auf Roddy drauf? Eine neue kleine Anfrage der Niedersächsischen Grünen dürfte hier weiter Öl ins Feuer gießen, denn Lies könnte sogar einen Wolfsjäger aus Südeuropa für 50.000 Euro engagiert haben.

Im Nachbarkreis Lüneburger Heide haben wir Missstände in einer Heidschnuckenherde des Schäfers K. entdeckt. Das Veterinäramt Celle ist informiert. Weiterhin haben wir bei unseren Müllsammelaktionen Müllfrevel in einem Ausmaß entdeckt, den wir nicht beseitigen konnten. Obwohl die Behörden informiert wurden, liegt der Müll weiterhin im Rodewald und Krähe. Lesen Sie hier unseren neuen Faktencheck für Niedersachsen:

Tierqual in der Lüneburger Heide?

Wir sind hier von der Haltung dieser Tiere auf dem Heidschnuckenhof äußerst betroffen – insbesondere, weil der Halter auf seiner Website damit wirbt, die Tiere „tagein und tagaus“ zu hüten. Die Tiere konnten wir  – am Donnerstag, 02.01.2019, über die Oberoher Heide im hinteren Teil des Anwesens beobachten. Die Heidschnucken und Ziegen sind sich wohl eher selbst überlassen und sterben von alleine und stehen später dem Wolf, wildernden Hunden und anderen Raubtieren zum „Selbstbedienen“ zur Verfügung – da sie völlig ungeschützt in ihrer unzureichend gesicherten Koppel stehen. Auf den Fotos sind die tatsächlichen körperlichen Beschwerden der Ziegen und Heidschnucken nicht im tatsächlich vorhandenen Ausmaß erkennbar. Die knieende Ziege konnte sich auch nur noch auf den Knien der Vorderläufe fortbewegen, von diesem Phänomen war nicht nur die Ziege, sondern  auch eine Heidschnucke betroffen. Mindestens vier Tiere lahmten und liefen nur auf drei Beinen. Skelette und Skelettteile und verteilte Schafswolle sind gut auf den Fotos erkennbar. Ebenso sieht man im hinteren Bereich den niedergedrückten Zaun. Ebenso ist zur Heide hin erkennbar, dass die Herde nur durch ein defektes Holzlattentor geschützt ist, welches hervorragend von Wolf und Co überwunden werden kann. Am Montag, den 06.01.2020,hat unser Mitglied bereits das zuständige Veterinäramt Celle über die Missstände informiert.

Besonders pikant: Der Halter Carl Wilhelm K.,Vorsitzender des Verband Lüneburger Heidschnuckenzüchter e.V., musste 2017 bereits zweimal einen Wolf mit lautem Geschrei und Stock vertreiben, da er sich ein Lamm während des Hütens gegriffen hatte. Am Hof waren in 2017 am helllichten Tag mehrere Böcke gerissen worden, schreibt das Magazin für Schafzucht.  Am 11.08.18 konnte er es angeblich nicht verhindern, dass ein Wolf sich ein Lamm packt und damit verschwindet. Kuhlmann ist über diese Entwicklung sehr in Sorge. https://www.schafzucht-online.de/Wolfsangriff-erreicht-neue-Dimension,QUlEPTU4ODUxMTQmTUlEPTQ4MA.html?fbclid=IwAR1W_ThV66Bc2EaOOTKKOrYx6ZVfIr8A9vtxEoqdXk8OdtzGSeJU0kyuDjo

Wie sehr sich dieser Halter um seine Tiere sorgt, ist hier zu sehen

Diese Weide ist mit Skelett- und Knochenteilen übersät.
Zwischen den Schnucken liegen überall Knochenteile herum.
Zwischen den Schnucken liegen überall Knochenteile herum.
Bei dem zweiten Tier von rechts ist eine offene Wunde am Bein zu sehen.
Überall sind Knochenteile verstreut.Der Zaun im Hintergrund verdient seinen Namen nicht.

 

Müllfrevel im Rodewald und in der Krähe

Auf unserer Patrouille im Waldgebiet Krähe, Lichtenmoor, Steimbke sowie im Rodewald treffen wir immer wieder auf Müllfrevel.
Da uns diese Mengen doch zu groß waren, oder auch mit Babykot verschmiert sind, haben wir hier keine Mitnahme und Entsorgung durchgeführt.
Kleineren Kunststoffmüll nehmen wir gelegentlich auch mit für unsere Wertstofftonne, wenn es nicht zuviel ist. Obwohl die Behörden informiert worden sind, liegt der Müll noch immer herum.

 

Neue kleine Anfrage der Grünen erzeugt noch mehr Druck auf den Minister

Einstieg der kleinen Anfrage der GRÜNEN. Zitat: War ein „südeuropäischer Trapper“ (Welt vom 15.12.2019) der Dienstleister für den erfolglosen Fang des Rodewalder Wolfes? – Welche Schäden an wehrhaften Rindern hat der Rüde tatsächlich verursacht? Anfrage der Abgeordneten Christian Meyer, Imke Byl und Helge Limburg (GRÜNE) an die Landesregierung, eingegangen am 07.01.2020

Am 23.01.2019 erließ der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) erstmalig eine Ausnahmegenehmigung für die letale Entnahme (Tötung) des „Rodewalder Wolfes“ (GW 717m). Die Ausnahmegenehmigung wird mit zwei Rissen an „zum Selbstschutz fähigen Rindern“ (NTS 678, 811) begründet. Zudem werden zwei weitere Rinderrisse herangezogen, die dem Rodewalder Rüden nicht eindeutig zugeordnet werden konnten (NTS 776 und 788). Die Ausnahmegenehmigung geht davon aus, dass der Wolfsrüde auch in Zukunft zum Selbstschutz angeblich befähigte Rinderherden angreifen und seine Angriffe ausweiten wird. Für die vier o. g. Fälle wurde eine Schadenssumme von 3 500 Euro ermittelt, die zwischen April und Oktober 2018 entstand. Zur Begründung des Abschusses zieht das Umweltministerium die folgende Schadensprognose heran: „Die Schäden an – innerhalb des Rodewald-Territoriums verbreitet zumindest zeitweise auf Weiden gehaltenen – zum Selbstschutz befähigten Rinderherden werden damit angesichts der mehrjährigen natürlichen (nicht der durch illegale oder zufällige Tötung verkürzten!) Lebenserwartung des Wolfsrüden Individuum GW717m im Vergleich zu den zwischen April und Oktober 2018 eingetretenen voraussehbar erheblich zunehmen.“ Risse an anderen Tieren als an zum Selbstschutz fähigen Rindern waren nicht Grundlage der Ausnahmegenehmigung und auch nicht Grundlage der Verlängerungsbescheide. Die Ausnahmegenehmigung wurde seither monatlich verlängert, zuletzt mit Bescheid vom 27.12.2019. Sämtliche Verlängerungsbescheide sind damit begründet, dass sich am Sachverhalt der Entscheidung vom 23.01.2019 nichts geändert habe. Das Umweltministerium hat bislang nicht belegt, ob und inwiefern der Rodewalder Rüde nachweislich weitere Angriffe auf ausreichend geschützte Rinder unternommen hat. Aus der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage von Abgeordneten der Grünen (Drs. 18/3968) ergibt sich, dass es in der Zeit vom 24.01.2019 bis 01.06.2019 zu insgesamt vier Rissen an Rindern kam, in zwei der Fälle bestand nach Angaben des MU ein Grundschutz durch Herdenverband. Die genetischen Nachweise befanden sich zum Zeitpunkt der Antwort noch in der Bearbeitung. Die Welt berichtete am 15. Dezember 2019: „Auch deshalb hat Niedersachsens Landesregierung nach Erteilung einer Ausnahmegenehmigung einen erfahrenen Wolfsjäger aus Südeuropa mit der ‚Entnahme‘ des Rodewalder Rüden beauftragt. Um sicherzugehen, dass der hinzugezogene Trapper den richtigen Wolf vor die Flinte bekommt, sollte das Tier zunächst mithilfe von Schlingfallen festgesetzt, einem DNA-Schnelltest unterzogen und erst dann in die ewigen Jagdgründe befördert werden. Das Problem: GW717m machte überhaupt keine Anstalten, sich an den Orten, an denen der erfahrene, aber eben auch ortsfremde Wolfsjäger seine Fallen aufstelle, blicken oder gar fangen zu lassen. Stattdessen attackierte er andernorts erneut Nutztiere. Der Trapper zog samt seiner Schlingfallen und einem leicht lädierten Ruf schließlich unverrichteter Dinge wieder ab, nicht ohne dem Land Niedersachsen eine Rechnung über rund 50 000 Euro für seinen Einsatz zu hinterlassen.“

Hier der Link zur kleinen Anfrage der Abgeordneten Christian Meyer, Imke Byl und Helge Limburg

18-05543

 

Weitere Quellen: https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/genehmigung-zur-totung-des-wolfsruden-gw717m-wird-nochmals-erneuert-183836.html

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Rodewalder-Wolf-Lies-hofft-auf-oertliche-Jaeger,wolf4220.html