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Jäger erschoss Wolf bei Drückjagd: Staatsanwaltschaft legt Berufung gegen frei gesprochenen Jäger ein

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Die Staatsanwaltschaft Potsdam legt Berufung gegen den Freispruch eines Jägers durch das Amtsgericht Potsdam ein (Az: 82 Ds 82/20). Dies teilte ein Gerichtssprecher am Montag dem RBB mit. Der Fall werde jetzt in zweiter Instanz vor dem Landgericht neu verhandelt. Das bedeute unter anderem, dass Beweise neu aufgenommen werden müssten. Wir halten dies für ein wichtiges Signal.

Beispielfoto Wolf ©Brigitte Sommer

 

Die Staatsanwaltschaft Potsdam hatte den Unternehmer wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz angeklagt. Während einer Jagd im Frühjahr 2019 im Fläming südwestlich von Berlin hatte er einen Wolf erschossen. Der Mann hatte angegeben, das Tier habe die Jagdhunde angegriffen.

Wolfsschutz-Deutschland e. V. hatte auch Anzeige erstellt. Wir berichteten hier: https://wolfsschutz-deutschland.de/2019/01/22/wolf-bei-drueckjagd-in-brandenburg-getoetet-wolfsschutz-deutschland-e-v-stellt-strafanzeige/

Hier ein Artikel zum Freispruch des Jägers: https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/wolfsabschuss-101.html

10 Gedanken zu „Jäger erschoss Wolf bei Drückjagd: Staatsanwaltschaft legt Berufung gegen frei gesprochenen Jäger ein

  1. Die können es nicht lassen,
    abdrücken, fertig.
    Mir tut das Herz weh, wenn ich
    vielleicht vermute, dass die
    Wölfin Welpen hatte oder der Wolf ein Leitwolf war?
    Habe neulich einen eindrucks-
    vollen Film über Wölfe mit
    Hannes Jaenicke gesehen.
    Der Wolf als Teil unserer
    Natur.
    Ein Jäger, der sogar Partei
    f. d. Wolf ergriffen hat, sagte,
    der Wolf sorgt jetzt für ein ökologisches Gleichgewicht
    für den Bestand der Rehe,
    Hirsche etc.

    Ich hasse diese
    Leute wie Lies etc.

  2. Es ist doch so:Ihr habt beide Recht!Mir ttu dies in der Seele weh,denn Wölfe wehren sich nicht.Und es ist so hinterlistig und feige einen Wolf oder andere Tiere abzuschiessen.
    Ich stelle mir immer vor: Wenn das die Wölfe täten,sich wehren.
    Sie handeln nach ihrem Instinkt,haben sie hunger fressen sie eben,und wenn die Jäger so dämlich sind und diese tollen Tiere auch noch als Konkurrenten sehen,dann sag ich nur:Lieber Gott,lass Hirn regnen!
    Es ist sooo lachhaft.Man muss nicht jagen..wozu??????
    Den Bericht des Jägers habe ich auch teileweise in den Medien verfolgt und mich sehr aufgeregt.Und ob das mit den Hunden stimmt…(?)Warum sollte ein Wolf Hunde angreifen.Tun sie das? Wenn ja,warum?Einfach nur schlimm..;-((
    Aber der Mensch erfindet immer neue Ausreden,um dem Wolf den Garaus zu machen..fürchterlich.
    Ob es stimmt,werden wir hoffentlich erfahren.

  3. Wartet erst mal ab, was dabei raus kommt. Der Dreckskerl kommt vermutlich trotzdem ungestraft oder mit einer lächerlichen Strafe davon. Man sollte ihm die Jagdlizenz entziehen. Das tut ihm am meisten weh… ein par EURO steckt er doch weg.

  4. Vielleicht war der Amtsrichter auch ein befreundeter Jägerfreund!
    Vermutlich wurde der Wolf vor der geplanten Drückjagd nicht rechtzeitig informiert!
    Es ist auch immer die gleiche blöde Ausage der Jäger, daß der Wolf die Jagdhunde angegriffen habe, was vermutlich keiner gesehen hat und außerdem ohne Belang ist.! Er hätte seine Jagdhunde zurückrufen können, um das Problem zu lösen! Außerdem hat der Wolf nicht nur gesetzl. Schutz, sondern im Wald auch Hausrecht, im Gegensatz zum Jäger und seinen vierbeinigen Vasallen!

  5. Ich habe mal ein Cartoon gesehen, da standen die Jäger versammelt im Wald und haben die Schnapsflasche kreisen lassen. Einer der Gruppe stand auf dem Hochsitz und hielt eine Rede: „…werden wir nicht eher ruhen, bis das letzte Birkhuhn, die letzte Schnepfe den deutschen Wald verlassen hat und unsere Mütter, Frauen und Töchter wieder angstfrei schlafen können.“ Damals war der Wolf noch nicht so akut, sonst würde der auch noch dabei stehen.

  6. Bei Drücker Jagden in Wolfsgebieten sind teilweise Vereinbarungen getroffen worden. U.a. dürfen mit Schellen ausgerüstete Jagdhunde erst ca. 20 Minuten nach Beginn des Treibens „geschnallt“, also von der Leine gelassen werden. Damit soll Wölfen die Möglichkeit gegeben werden, sich auf die Situation einzustellen. In der Lausitz hat man bei Drückerjagden im Wolfsgebiet von Seiten des Bundesforstbetriebes seit einigen Jahren bestimmte Vorsichtsmaßnahmen getroffen. um Jagdhunde auf diesen Weise vor einem Zusammentreffen mit dem Wolf zu schützen und gute Erfahrungen dabei gemacht. Hunde, die auf Großwild Jagden mitgeführt werden, dürfen an der Jagd im Wolfsgebiet nicht teil nehmen. Schweißhunde werden für die Nachsuche erst dann geschnallt, wenn der Hunde Führer das verletzte Tier direkt vor sich hat und auch ausschließen kann, dass Wölfe es bereits in Besitz genommen haben. Zusammen mit noch weiteren Auflagen ist somit die Gefahr der Verletzung von Hunden nicht größer als bei jeder anderen Drückerjagd.
    Und nun zu dem Urteil, was uns, so glaube ich, alle wieder einmal nicht überrascht. Ich frage mich wie so oft, wer mag da seine Hände wieder im Spiel gehabt haben? Aber, das Erfreuliche in diesem Fall ist, dass endlich einmal eine Staatsanwaltschaft Berufung gegen ein Urteil eingelegt hat. Es gibt sie noch, Einige Wenige Gerechte!

  7. Wer hat da wohl seine Hände im Spiel??? Wissen wir doch alle:Die Lobbyisten,denn der Wolf hat,trotz geschützter Art,keine Lobby.Seltsam,nicht wahr. Natürlich helfen Vereine sogut es eben geht.
    Doch was kann man noch tun,ich frage mich dies oft.Ist ja nicht nur der Wolf,es werden Füchse,Dachse..etc..abgeschossen..gequält und..den Rest erspare ich Euch.
    Es gibt viele Jägercartoons..alles überwiegend betrunkene Bestien,die einfach nur Spass haben,Wölfe zu töten.Es geht hier ums Ego.Muss man nicht verstehen.Mein bester Freund,er liebte Wölfe und Füchse so sehr,er befasste sich noch intensiver mit diesen Tieren,und weiss,zuwas diese Jäger noch fähig sind.;-((
    Hoffen wir mal,das diese intelligenten Wesen nciht wieder aussterben,sondern sich hier ansiedeln,denn Platz ist genügend!!
    Ich würde mich sehr freuen.

  8. Jäger sind mit das schlimmste, was ich mir vorstellen kann, eine ungehobelte saufwütige Gesellschaft, ohne jegliche Gefühle für Tiere oder Umwelt. Deshalb muss die Jagd abgeschafft werden. Die Staatsanwalt ist zu belobigen, dass sie gegen dieses Urteil Berufung einlegt und dem Jäger gehört die Jagdlizens entzogen.

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