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Ein Platz für Wölfe: neben Gloria lebt jetzt Senni fest in Nordrhein-Westfalen

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Landesregierung weist in der Senne zweites „Wolfsgebiet“ in Nordrhein-Westfalen aus


https://www.umwelt.nrw.de/presse/detail/news/2018-12-20-landesregierung-weist-in-der-senne-zweites-wolfsgebiet-in-nrw-aus/

Ministerin Ursula Heinen-Esser in einer Pressemitteilung von heute: Ab heute können Maßnahmen zum Herdenschutz auch in Ostwestfalen, in den Kreisen Lippe, Höxter, Paderborn, der Stadt Bielefeld und Teilen des Kreises Gütersloh gefördert werden

Nach dem „Wolfsgebiet Schermbeck“ am Niederrhein weist das Umweltministerium nun ein weiteres Wolfsgebiet in Nordrhein-Westfalen im Bereich der Senne aus. Hier liegen genügend Nachweise und Anhaltspunkte vor, so dass von einem standorttreuen Wolf ausgegangen werden kann. Anhand genetischer Analysen konnte ein weiblicher Wolf mit der Kennung GW1044f seit Ende Juli dieses Jahres mehrfach individuell nachgewiesen werden. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (LANUV) geht davon aus, dass dieses Tier mittlerweile standorttreu geworden ist.

Umweltministerin Heinen-Esser: „Vor diesem Hintergrund weisen wir hier in der Senne auf der Grundlage unserer Förderrichtlinien Wolf mit Wirkung zum 20. Dezember nun auch das zweite Wolfsgebiet in Nordrhein-Westfalen, das „Wolfsgebiet Senne“ aus. Das Wolfsgebiet ist zugleich Förderkulisse, denn hier erhalten Tierhaltungen mit Schafen und Ziegen sowie Wildgehege ab sofort Förderungen für Maßnahmen zum Herdenschutz.“ Das Wolfsgebiet Senne ist 922 km2 groß und umfasst Teile der Kreise Gütersloh, Lippe und Paderborn sowie der Stadt Bielefeld.

Beide Wolfsgebiete, „Schermbeck, wo Wölfin Gloria lebt und „Senne“, das neue Zuhause von „Senni“ würden von einer großzügig dimensionierten Pufferzone umfasst, in der künftig ebenfalls Präventionsmaßnahmen gefördert werden sollen – dazu werden zurzeit die aktuellen Förderrichtlinien angepasst, so das LANUV in der Pressemitteilung.

Wie bereits zum Wolfsgebiet „Schermbeck“ am Niederrhein informiert das Wolfsportal Nordrhein-Westfalen künftig auch zum „Wolfsgebiet Senne“. Das unter www.wolf.nrw öffentlich zugängliche Portal wird vom Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen (LANUV) regelmäßig aktualisiert. Dr. Thomas Delschen, Präsident des LANUV betonte: „Mit unserem Wolfsportal informieren wir die Bürgerinnen und Bürger über Nachweise, Nutztierrisse, sowie über das Verhalten und die Biologie von Wölfen. Mit Hilfe von interaktiven Karten und Listen können alle Ereignisse rund um den Wolf in Nordrhein-Westfalen unmittelbar nachvollzogen werden.“ Darüber hinaus sind für Anfang 2019 im Wolfsgebiet Senne Informationsveranstaltungen vor Ort vorgesehen.

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4 Gedanken zu „Ein Platz für Wölfe: neben Gloria lebt jetzt Senni fest in Nordrhein-Westfalen

  1. Ich freue mich sehr, daß nun auch die zweite Fähe, „Senni“ (wer ist eigentlich für die Namensvergebung zuständig? ?), hier bei uns in NRW bestätigt wurde! Zeigt es doch noch einmal ganz deutlich, daß wir hier durchaus gute Lebensbedingungen für die Wölfe haben, was allerdings so gerne von den Wolfsgegnern in Frage gestellt wird.
    Ein immer wiederkehrendes Argument in Diskussionen :
    „Er kann sich hier in unserem dichtbesiedelten Gebiet doch gar nicht wohlfühlen, das ist doch Quälerei für das arme Tier!“
    Doch…, kann er und tut er auch, wie man sieht!
    Als Kulturfolger hat der Wolf damit keine Probleme – im Gegensatz zu einigen Teilen der Bevölkerung. Bleibt zu hoffen, daß sich irgendwann die Bereitschaft zur Akzeptanz des Wolfes in unserer schönen Region durchsetzen wird. Bis dahin sollte der Herdenschutz mit allen dazugehörigen Maßnahmen oberste Priorität bei den Weidetierhaltern haben!
    Die Ranzzeit steht bald bevor, und vielleicht verschlägt es ja den ein oder anderen Wolfsrüden nach NRW, und wir können uns im nächsten Jahr schon über Welpen und das erste Rudel freuen.

  2. Warum fördern die Länder den Schutz von Nutztieren erst, wenn ein Wolf ansässig wird? Das ist ein großer Fehler! Ganz Deutschland ist potenzielles Wolfsland, daher muss präventiv überall sofort gefördert werden, bevor sich Wölfe ansiedeln. Dann lernen sie rechtzeitig, dass es ein Fehler ist, Nutztiere anzugreifen. Einen besseren Schutz gegen Wolfsangriffe als den eines ansässigen Rudels, das gelernt hat, Nutztiere nicht anzugreifen, gibt es nicht!

    1. Ja Heiner, da bin ich ganz deiner Meinung. Außerdem würde das vielen Gegnern die Argumentation gg den Wolf kaputt machen. Aber es wir lieber Geld für Brücken die ins nichts führen ausgegeben und all diese fehlgeplanten Steuerverschwendungen. Ganz Deutschland ist ein „Wolfserwartungsland“ , das ist doch eine viel hoffnungsvollere Beschreibung.

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