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Wolfsschutz-Deutschland informiert auf dem Sommerfest des Tierschutzvereins Mainz über seine Arbeit und die Wölfe

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von links: Angelika Zipper, Brigitte Sommer, Frank Dreyer.

P R E S S E M I T T E I L U N G

4. Septembear 2019

Alles, was man über den Wolf in Deutschland wissen will, erfahren die Besucher des Sommerfestes des Tierschutzvereins und des Tierheims Mainz auf dem Stand des Vereins Wolfsschutz-Deutschland e.V. am Sonntag, den 8. September. Von 10.30 bis 17 Uhr kann sich jeder am Wolfsschutzpavillon über den Wolf in Deutschland und die Aktivitäten des Verein Wolfsschutz-Deutschland e.V. informieren.

Der Naturschutzverein Wolfsschutz-Deutschland e.V.  ( www.wolfsschutz-deutschland.de) kämpft derzeit in Niedersachsen und Schleswig-Holstein gegen die von den Umweltministern Lies (SPD, Niedersachsen) und Albrecht (Die Grünen, Schleswig-Holstein) verfügten Abschussgenehmingen gegen die Wölfe Roddy und Dani. Trotz der zumeist nicht vorhandenen wolfsabweisenden Zäune haben die beiden Politiker jetzt die Abschussverfügung verlängert. Angelika Zipper, Gudrun Zimmermann und Klaus Giar von Wolfsschutz-Deutschland e.V. informieren die Besucher aber auch über die „Lex Wolf“, eine Verschärfung des Bundesnaturschutzgesetzes, die demnächst vom Bundestag verabschiedet wird. Stimmt der Bundestag dieser Neuregelung zu, kann praktisch jeder Wolf abgeschossen werden, ohne dass es eines Nachweises bedarf, ob er ein Nutztier gerissen hat. Selbst ganze Wolfsrudel könnten getötet werden.

Wie die Vereinsvorsitzende Brigitte Sommer erklärt, sei in Hessen noch kein Wolf sesshaft geworden Es gebe aber viele Wölfe, die Hessen als Transitstrecke durchwandern. Die Aufklärung über den Wolf sei dem Verein Wolfsschutz-Deutschland e.V. sehr wichtig. Auf Wunsch werden Nutztierhalter, die geeignete Schutzmaßnahmen vornehmen wollen, auch unterstützt.

 

 

 

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Faktencheck/Zaunkontrolle: Von Problembauern, Problemministern, Problemmedien und Kniefällen vor der Agrarlobby in Schleswig-Holstein

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Es gab nach unseren letzen Zaunkontrollen in Schleswig-Holstein eine sehr unschöne Korrespondenz mit einem NABU-Verantwortlichen in Schleswig-Holstein. Herr Heydemann meinte, mir eine Mail schicken zu müssen, deren Tenor war, doch künftig den Mund zu halten. Zur Erinnerung: der NABU ist mit dem Schießbefehl auf Wolf Dani einverstanden. Wir von Wolfsschutz Deutschland e. V. nicht, weil wir der Meinung sind, dass Dani keinesfalls ein so genannter Problemwolf ist, sondern dass das Problem an nicht geschützten Weidetieren und täuschenden Weidetierhaltern liegt. In einer Mail an mich warf mir Herr Heydemann vor, wir würden unsere Zaunkontrollen faken, dabei muss er als Mann vor Ort doch ganz genau wissen, wie dort die Zäune aussehen. Ferner bezeichnete mich Herr Heydemann als dämlich und er unterstellte mir eine Nähe zur Pegida, bzw. bezeichnete Wolfsschutz Deutschland e. V. als Pegida. Ich erstattete daraufhin Anzeige wegen Verleumdung und Beleidigung.  Es dürfte inzwischen doch sehr klar sein, dass viele Wolfsberater nicht neutral sind und solange eben andere Vereine und auch die Medien die Zaunrealität in Deutschland nicht darstellen, müssen wir dies weiter tun. Die Öffentlichkeit hat ein Anrecht darauf, gezeigt zu bekommen, wie Weidetierhaltung in Wolfsgebieten wirklich aussieht. Wir beweisen immer wieder, dass eben nicht geschützt, sondern getrickst wird, was das Zeug hält. Warum sollte es unethisch sein, Weidetierhalter zu kontrollieren? Wer nichts zu verbergen hat, kann seine Zäune doch zeigen, oder? Schließlich finden (bzw. sollten stattfinden) auch in Ställen etc. regelmäßige Kontrollen durch Behörden statt. Wenn Behörden hier versagen, müssen hier andere Institutionen eingreifen. Siehe auch Stallkontrollen durch Tierschützer.

Zweiter Wolf im Gebiet unterwegs?

In einem Interview mit KN-Online  https://www.kn-online.de/Nachrichten/Schleswig-Holstein/Problemwolf-ist-noch-in-Schleswig-Holstein-sagt-Minister-Jan-Philipp-Albrecht?fbclid=IwAR0PEmgz-j2k8TL53ys08MOhUszuIOGSjyzNovMySUvKLulFDJGvwUPVLtg   sagte Umweltminister Albrecht von den GRÜNEN, dass „Problemwolf“ Dani noch vor Ort wäre und dass sehr wenig Weidetiere gerissen worden seien. Wir fragen uns, weshalb dieser Schießbefehl nicht endlich eingestellt wird. Zumal es laut Rissliste sein könnte, dass ein weiterer Wolf in diesem Gebiet unterwegs ist. Müsste dies nicht die Aufhebung des Schießbefehls bedeuten?

Schießbefehl auf Dani müsste eingestellt werden

Hier ist der Link zur öffentlich einsehbaren Rissliste. Die gelben Punkte stellen Risse dar, die zwar Wolf ausweisen, aber keinem bestimmten Wolf zugeordnet werden können. Ergo könnte neben Dani auch ein weiterer Wolf in diesem Gebiet unterwegs sein. https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/A/artenschutz/Wolf_Karte.html

Ferner sagte Minister Albrecht der Zeitung, dass in Schleswig-Holstein nur große Betriebe nur in einem bestimmten Umkreis Zaunmaterial bezahlt bekommen würden. Warum wird hier nicht ganz Schleswig-Holstein in die Förderkulisse aufgenommen?  Die Rissliste zeigt auf, dass Weidetierhalter in ganz Schleswig-Holstein betroffen sein können.

 

Zaunrealitäten im Landkreis Pinneberg am 20.08.19

 

Diese Weide hier war Thema eines TV-Berichtes des NDR für die Sendung Panorama. Hier der Link zum Beitrag: https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2019/Maerchenhaft-Der-Wolf-die-Angst-und-der-Wahlkampf,woelfe622.html?fbclid=IwAR1C28IWQjp6it3vwmvpeaCY9ZFCFhr7fK3UYnWCXFw_ibGUxFOkoYLZ3tY Vor Erstellen des Beitrages telefonierte der zuständige Redakteur mehrmals mit mir. Ich wies ihn ausdrücklich darauf hin, dass Weidetierhalter bei Zäunen tricksen und täuschen und gab ihm den Tipp, sich doch mit dem TV-Team   selber mal über die Weidezäune vor Ort einen Eindruck zu beschafften. Dies war aber ganz offensichtlich nicht gewollt, denn stattdessen gab es sehr viel Raum  für ein Interview mit zwei Jungbauern, die einen Wolf nach einem Riss mit dem Traktor verjagt hatten. Wir berichteten: https://wolfsschutz-deutschland.de/2019/06/21/faktencheck-schleswig-holstein-bild-jungbauer-und-schaefer-verschweigen-dass-zaun-zum-wasser-offen-war/

Der betroffene Schäfereibetrieb erhält fast 100.000 Euro im Jahr an EU-Subventionen, kann sich aber keine Zäune leisten? Unglaubwürdig. Mit dieser Höhe an Subventionen dürfte dieser Betrieb zudem zu den größeren Betrieben gehören, die Zäune finanziert bekommen. Skandalös ist es, dass sich an der Zaunsituation nichts geändert hat und wir bei unserer Kontrolle am 20.08.19 erneut Schafe auf der ungesicherten Weide vorgefunden haben. Die Tür zum Deich ist einfach aufzuschieben. Zum Wasser hin ist die Weide noch immer komplett offen. Zudem kam hinzu, dass einige der Tiere einen gesundheitlich sehr schlechten Eindruck machten und eines sogar unter einem sehr schlimm anmutenden Husten litt.

 

Die Türe zur Deichweide lässt sich einfach aufschieben
Nicht einmal einen Meter hoch ist der Wildzaun und zudem auch noch völlig ohne Strom. Auf der anderen Seite zum Wasser hin, ist überhaupt kein Zaun vorhanden.

Auch dieser Schäfer behauptet stets, dass es nicht möglich wäre, Schafe auf den Deichen fachgerecht einzuzäunen. Dass dies sehr wohl möglich ist, zeigt eine Broschüre der Firma http://www.weidezaun.info

Es genügt einfach lesen zu können, um hier zu sehen, welche Möglichkeit es gibt, Zäune auch an Wasserflächen und Deichen einzubauen.

Auch diese Ziegenherde ist lediglich mit Wildzaun ohne Strom eingezäunt.

Kein Strom auf der Litze.
Wie sollte man eine solche Kontrolle bitte faken? Wir geben jedem, der sich selber überzeugen möchte, gerne die GPS-Daten.
Knapp 90 Zentimeter hoch und ohne Strom. Hier werden Wölfe zum Springen erzogen.

Viele Gebiete in Schleswig-Holstein sind ideales Wolfsgebiet. Wölfe brauchen weder dichte Wälder, noch totale Wildnis. In solchen Räumen fühlen sie sich wohl.

 

So sehen in Danis Gebiet so genannte „wolfsabweisende Netze“ aus. Weil Dani angeblich mehrmals ein solches Netz überwunden hatte, stellte Umweltminister Albrecht den Schießbefehl Anfang des Jahres aus. Besonders skandalös: Dieser Schießbefehl gilt nun zeitlich unbegrenzt. Dieses Netz hier ist ohne Strom. Deshalb zweifeln wir auch die Behauptung stark an, dass Dani wirklich jemals tatsächlich wolfsabweisende Zäune „überwunden“ hat. Ich habe mich mit Menschen vor Ort unterhalten und auch auf einem Bauernhof übernachtet. Dort brachte man die üblichen Argument vor. Geld (zu teuer) und Arbeit (keine Lust zu viel zu schuften). Nachdem diese Argumente durch Fakten (Zäune werden bezahlt und es gibt ehrenamtliche Hilfe)  widerlegt worden waren, kam stets der Satz „Wir wollen hier keine Wölfe haben. Sie sind schließlich aus gutem Grund ausgerottet worden.“

Es geht den Bauern dort in dem Gebiet also gar nicht um einen einzelnen so genannten „Problemwolf“. Man will sich hier einfach nicht mit Beutegreifern arrangieren. Dass es in SH auch weitaus mehr Hunderisse als Wolfsrisse gibt – was kein Wunder bei den Zäunen ist – mag man nicht hören. Es würde sich höchstwahrscheinlich nach dem Abschuss von Dani der nächste Wolf in diesem Gebiet ansiedeln und schon würden Bauern dort den nächsten „Problemwolf“ kreieren.

Kein Strom auf dem Netz.
Im Hintergrund ist erkennbar, wie stark der Zaun ins Grün hineingewachsen ist. Auf der Wiede sind sehr junge Lämmer untergebracht.
Ideales Wolfsgebiet.
Kein Strom auf dem Netz.
Kein Strom auf dem Netz. Auf dem Bild ist zu sehen, wie weit das Grün in den Zaun hineinragt. Dadurch kann die Spannung auf Null gehen. Auch die innere Litze war nicht unter Strom.

 

Hier ist das nächste so genannte wolfsabweisende Netz zu sehen. Dieses Netz hier umspannt eine sehr große Weide. Der Vorteil hier ist, dass ein Wolf sich hier evtl. nur ein Tier holen wird und die anderen Schafe könnten flüchten. Dennoch ist auch hier teilweise gar keine Spannung vorhanden, bzw. an manchen Stellen konnten wir 2000 V messen. Viel zu wenig.

Kein Strom.

 

Skandalös: Eine Lücke zum Boden von fast 20 Zentimetern. Ein Hund oder ein Wolf kommt hier problemlos unten durch, da auch keine Spannung zu messen war. Waren es Risse auf ähnlich arrangierten Weiden, die den Schießbefehl nach sich zogen?

Kein Strom.
Auch hier wächst Gras in den Zaun hinein. Er kann dadurch an Spannung verlieren.

Brigitte Sommer, Vorsitzende Wolfsschutz Deutschland e. V.

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Offener Brief an Bürgermeister Andreas Lysk (Weißkeißel) sowie Autor Hermann Tydecks von Tag24

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13.08.2019

Warum verbreiten Sie Fake-News, wenn sie doch angeblich keine Hysterie verbreiten wollen?

Lieber Herr Bürgermeister Lysk und lieber Herr Tydecks,

in Sachsen gibt es große Probleme, die sicherlich wenig bis gar nichts mit Wölfen zu tun haben.  Auch die Wahlen stehen kurz bevor. Viele Bürger Ostsachsens fühlen sich abgehängt. Viele Stadträte fühlen sich von Rechten bedroht. Doch statt sich wirklich mit dem Rechtsruck zu beschäftigen, werfen einige Politiker anscheinend noch einmal alles an Argumenten vors Wahlvolk, was vermeintlich Wählerstimmen einbringen könnte. So dienen wohl Wölfe als willkommene Abwechslung zu den wirklichen Herausforderungen. Zeitungen, die sich an die Politiker anbiederten und nicht neutral schrieben, werden auch Hofberichterstatterpresse genannt. Dass eine solche Berichterstattung leider inzwischen keine Seltenheit mehr darstellt, ist nur noch beschämend. Es ist so auch nicht verwunderlich, warum die Auflagen von Zeitungen oft nur noch einen Abwärtstrend erkennen lassen. Mit reißerischer Berichterstattung und alternativen Fakten ist dieser Trend jedenfalls unserer Meinung nach nicht aufzuhalten. Herr Tydecks, Sie sollten sich schämen, einen Artikel mit einer Tatsachenbehauptung aufzumachen, die so nicht stimmt. Es ist zum jetzigen Zeitpunkt nämlich gar nicht bekannt, wer oder was den Hund getötet hat.

Herr Bürgermeister Lysk, wir möchten Sie daran erinnern, sich doch ebenfalls an die Wahrheit zu halten. Die Zitate, die ihnen in diesem Artikel zugeschrieben werden, entsprechen wohl nicht der Wahrheit.

Zitat: „HÜNDIN GETÖTET: BÜRGERMEISTER FORDERT ABSCHUSS DES KILLER-WOLFS

ANDREAS LYSK WILL IN WEISSKEISSEL KEINE HYSTERIE VERBREITEN“

Von Hermann Tydecks

Weißwasser – Schon wieder fiel in der Oberlausitz in Weißkeißel (Landkreis Görlitz) ein Hund offenbar einem Wolf zum Opfer (TAG24 berichtete). Der entstellte Kadaver der Bernersennen-Schäferhündin „Schila“ (†10) wurde nahe der Siedlung gefunden. Der Bürgermeister der Gemeinde fordert jetzt den Abschuss des Raubtiers. https://www.tag24.de/nachrichten/weisswasser-huendin-getoetet-buergermeister-fordert-abschuss-killer-wolf-andreas-lysk-1166087?fbclid=IwAR32oefWambFf_xh3UgXDfc_IKrHjSCxNKNE-OTcjDP53bx9ODglp4blYiY

Wir waren vor Ort und haben unter anderem  mit einigen  Nachbarn über den Vorfall  gesprochen.  Sie hätten noch nie einen Wolf  in der Region gesehen, sagten sie zu uns. Angeblich hätten aber irgendwelche weiteren Bekannten angeblich schon einmal Wölfe gesehen. Dies sei aber mehr Hörensagen und Ausschmückung von Geschichten á la „stille“ Post, als es Fakten entspräche.  Wir haben das Gelände im Umkreis von zirka zwei Kilometern  nach Wolfsspuren bzw. Losungen  sowie Rissresten abgesucht,  aber nichts dergleichen gefunden. Der getötete Hund soll ein großer schwarzer 45 kg schwerer Hund gewesen  sein und er wäre sonst eigentlich immer auf dem Grundstück in einem Zwinger eingesperrt gewesen. Zwingerhaltung halten wir von Wolfsschutz Deutschland e. V. aus tierschutzrechtlichen Gründen allerdings für sehr bedenklich.

Polizei und Fachstelle Wolf dementieren

Dieser Hund scheint also keineswegs ein geliebtes Familienmitglied gewesen zu sein. Die Auskunft, dass der Hund im Zwinger gehalten worden war, deckt sich auch mit einem Artikel aus TAG 24, in dem die Hundehalterin Madeleine Troll behauptet, dass die Polizei ihr gesagt hätte, es sei ein Wolf gewesen. Polizei und Wolfsexperten hätten ihren eigenen Verdacht sofort bestätigt. Wir fragten vorgestern bei der Polizei nach. Hauptwachtmeister Urban von der Polizei Weißwasser gab uns die Auskunft, dass am 07.08.2019 Beamte vor Ort lediglich einen toten Hund vorgefunden hätten. Irgendwelche Spekulationen hätte die Polizisten bestimmt nicht gemacht und es sei auch nichts im Bericht vermerkt. 

Erhebliche Zweifel an der Darstellung der Hundebesitzerin

Vanessa Ludwig von LUPUS und der Fachstelle Wolf in Nossen gab uns vorgestern die telefonische Auskunft, dass Mitarbeiter der Fachstelle Wolf vor Ort nie angeben würden, dass der Hund mit Sicherheit von einem Wolf gerissen worden sei. Es sei bereits viel von dem Kadaver gefressen worden. Man hätte lediglich den Wolf als Verursacher nicht ausschließen können. Allerdings wäre ein Verschleppen des Hundekopfes normalerweise eher anderen Waldbewohnern, wie zum Beispiel Füchsen zuzuschreiben. Der Kadaver des Hundes sei ins Leibnitz-Institut nach Berlin gebracht worden, wo weitere Untersuchungen stattfinden würden. Dort würde man auch DNA-Proben nehmen, die anschließend im Senckenberg-Institut in Gelnhausen  untersucht werden würden. Erst wenn weitere Ergebnisse vorliegen würden, könne man genauere Auskunft geben. Außerdem habe man dort Wildkameras aufgehängt, um zu schauen, was oder wer sich dort weiter aufhält. 

Auf erneute telefonische Anfrage bekamen wir noch einmal die Auskunft, dass es noch keine neuen Erkenntnisse geben würde.

Selbst wenn es stimmt, dass Frau Troll einen Wolf an ihrem toten Hund gesehen hat, heißt das noch lange nicht, dass ein Wolf auch tatsächlich den Hund gerissen hat. Wölfe fressen nämlich auch Aas. Auch wenn die DNA-Analyse einen Wolf bestätigen sollte,  heißt das nicht, dass der Wolf auch der „Täter“ war.

Unser Team vor Ort hatte das Gefühl, dass die Befragten nicht von einem Wolfsübergriff überzeugt sind und diese Geschichte nicht wirklich glauben. Oder hat ein Jäger den Hund erschossen und den Kopf wegen einer verräterischen Wunde verschwinden lassen? Unklar. Fakt ist, dass Wölfe Hunde als Spielpartner, als Sexualpartner (sofern in der Ranzzeit kein Wolf zur Verfügung steht) oder als Beute wahrnehmen können. Ein Hund, der allein ohne Besitzer unterwegs ist, kann zur Beute werden, da kein Mensch mit seiner Anwesenheit den Wolf schützt. Wölfe sehen uns Menschen ebenfalls als Beutegreifer, deshalb sind Hunde an der Leine in Wolfsgebieten in Sicherheit, unangeleinte Hunde nicht. Selbst wenn es also ein Wolf gewesen ist, ist dies keinesfalls ein unnatürliches Verhalten und ein solcher Wolf ist auch nicht als „Killer-Wolf“ zu bezeichnen.

Mit freundlichen Grüßen

Brigitte Sommer

Vorsitzende Wolfsschutz-Deutschland e. V.

 

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In Schleswig-Holstein gilt weiter Wolfsabschuss statt Herdenschutz

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Mindestens zwei Tage lag das tote Schaf auf der Weide. Auch Krähen machten sich bereits darüber her.

Seit Januar ist Wolf Dani zum Abschuss freigegeben. Wir berichteten und protestierten. Wir haben bislang mit unsere Faktenchecks keinen einzigen wolfsabweisenden Zaun entdecken können. Wir veröffentlichen unsere Zaunkontrollen solange, bis endlich die Herden geschützt werden und der Schießbefehl auf Dani aufgehoben wird. Dass jeder, der Tiere besitzt, laut Tierschutzgesetz für seine Tiere auch die Verantwortung dafür trägt, dass es ihnen gut geht und ihnen nichts passiert, scheint den meisten Schäfern und Bauern noch immer nicht bewusst zu sein. Ständig müssen wir bei unseren Faktenchecks feststellen, dass die Einzäunungen nichts weiter als eine Einladung für Wölfe und Hunde ist, Nutztiere zu reißen. Auch bei unserem jüngsten Faktencheck von Zäunen in Schleswig-Holstein bot sich uns dieses Bild. Unsere Ziele war Westerhorn und Wulfsmoor.

Die Weide an der Dorfstraße in Westerhorn, die Schäfer K. bewirtschaftet,  ist gerade mal mit zwei Drähten eingezäunt. Oben befindet sich Stacheldraht, was eigentlich verboten ist, weil sich Tiere daran schwer verletzen können, unten ein normaler, runder Draht. Der hintere Bereich ist mit einem Hobbitstacheldraht (also einem „Zwergenzaun“, der viel zu niedrig ist) eingezäunt. Der kleine rechte Bereich ist mit 2 Litzen weißem Stromband eingezäunt. An dem Hobbitzaun an der Weide steht ein Stromgerät. Es brummt vor sich hin. Völlig sinnlos, den jeder Hund oder jeder Wolf kann den kleinen Zaun mühelos überspringen, ohne mit dem Strom geführten Draht überhaupt in Berührung zu kommen, falls überhaupt Strom vorhanden war.

Totes Schaf lag zwei Tage auf der Weide

Auf  der Weide entdeckten wir ein totes Schaf, an das sich bereits eine Krähe zu schaffen macht. Ob es noch weitere tote Tiere auf dem Gelände gab, wissen wir nicht, schließlich betreten wir Grundstücke nie. Als wir zwei Tage danach wieder an der Weide entlang liefen, lag das Tier noch immer auf der Wiese. Erst nachdem das über Facebook bekannt gemacht wurde, war der Kadaver weg. Wie konnte es sein, dass dem Schäfer das tote Schaf so lange Zeit gar nicht aufgefallen war? Nennt man so etwas Sorgfalt gegenüber seinen Tieren? War es ein gezielter Fall von Anfütterung?

Im hinteren Teil sieht man die Schafe. Der Bereich dort ist ebenfalls nur durch niedrige Zäune eingegrenzt.

 

 

Am Graben entlang der gleiche Anblick. Der Zaun steht schräg zur Weide.

 

Ein Detailbild vom Zaun am Graben. Darüber springen kein Problem. Da müssen sich Hund und Wolf erst gar nicht unten durch graben.

 

Wieder einmal einer dieser Hobbitzäune. Da braucht es dann auch keinen Strom, denn das Darüberspringen ist kein Problem.

Hier drei Videos, die den Zaunfrevel zeigen. Von Herdenschutz keine Rede.

 

Weide bei Wulfsmoor: Litze gerade mal 30 cm hoch

Auch bei Wulfsmoor (Kerngebiet von Wolf Dani) und Wrist zeigte sich ein ähnliches Bild. Wir sahen eine kleine Gruppe von Schafen , die auf einem kleinen Deich am Stellauer Kirchweg standen. Die Tiere waren eingezäunt mit einem ganz normalen Zaun mit niedrigen Litzen, wie sie auch an anderen Deichen steht. Keinerlei Abschreckung für Hund und Wolf! Eine knapp 30 cm hohe Litze,  das war´s. An einer Stelle kann man einfach mit einem Schritt ins Schilf, um das „Eingangstor/netz“ herum gehen und dann über die Litze, auf die Weidefläche gehen. Für einen Wolf, oder einen Hund also ein Witz! Für ein Schaf scheinbar auch, denn es stand eins dort im Schilf. Das vertrocknete Gras auf dem Deich war wohl nicht schmackhaft genug.
Auf dem Deich direkt an der Bramau, die in die Stör mündet, sahen wir keine Schafe.

Ein Tritt ins Schilf und schon ist man über dem Zaun. Nennt man das wolfsabweisend?
Eingang zur Weide von der Seite aus. Überhaupt kein Problem.

 

Blick von der Straße aus. Das vertrocknete Gras auf dem Deich war wohl nicht schmackhaft genug.

Auf dem Deich oberhalb wurden vor kurzem von Jägern zwei tote Schafe gefunden, eins davon im Wasser liegend. Auf der Wasserseite hätten die Schafe wegen Ebbe und Flut nicht eingzäunt werden können, erklärte Schäferin B. der „Norddeutschen Rundschau“. Dass dies sehr wohl auch möglich ist, darauf hatten wir schon  einmal hingewiesen. Hier noch einmal das Schaubild der Zaunfirma, die solche Zäune liefert:

Es genügt einfach lesen zu können, um hier zu sehen, welche Möglichkeit es gibt, Zäune auch an Wasserflächen und Deichen einzubauen. Hier der Link zur Zaunbaufirma: http://www.weidezaun.info

Und zum Schluss ein weiteres Beispiel einer Weide, die zu überwinden weder für einen Hund , noch einen Wolf schwer ist. Unsere beiden Fotos entstanden am Fieler Damm, in der Nähe der Wildtierhilfe Fiel e.V. Der Weidezaun war gerade mal 53 cm hoch. Zwar war auf der oberen Litze Strom, doch mit 4000 Volt viel zu schwach. Von Untergrabungsschutz keinerlei Spur, wäre auch unsinnig, denn über diesen Zaun kann jeder einfach darüber springen.

Solange wir solche unakzeptablen Zustände vor Ort an den Weiden antreffen, werden wir ständig weitere Faktenchecks machen. Nicht nur die Schäfer, auch die verantwortlichen Politiker müssten eigentlich endlich kapieren, dass es mit solchen Zäunen keinen Schutz vor Rissen geben kann. Und die Medien müssten endlich mal begreifen, dass sie diese Verantwortungslosigkeit vieler Schäfer auch mal hinterfragen müssen.

 

 

Eine Spannung 4000 Volt ist völlig unzureichend, der Zaun gerade einmal 53 cm hoch.

 

Foto von der Straße aus: Ein Schutzzaun, der seinen Namen nicht verdient. Zwei Litzen, über die jedes Tier locker darüber springt.

 

 

 

 

 

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Faktencheck: Angeblicher Hunderiss in Sachsen – Lügt die Besitzerin?

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Hinter dieser Baumgruppe liegt das Anwesen.

 

Weißkeißel liegt inmitten von Wäldern und Feldern. Kein Wunder sind hier viele Wildtiere unterwegs.

 

Im Februar des vergangenes Jahr wurde ein Wolf in der gleichen Gegend erschossen, weil er einen Hund getötet haben sollte. Wolf „Zottel“ litt höchstwahrscheinlich unter Räude. Diese hätte behandelt werden können. Es gibt zwei Medikamente in Tablettenform, die man als Köder damals hätte verabreichen können.  Stattdessen erschoss man das Tier. Wir berichteten: https://wolfsschutz-deutschland.de/2018/02/23/erschiessung-wolf-zottel-veroeffentlichung-ueber-gutachten-wirft-noch-mehr-fragen-auf-petition-weiter-offen/

Nun scheint diese Methode der Abschussforderung von Wölfen ein Comeback zu erleben. Am 7. August wurde erneut ein toter Hund bei Weißkeißel aufgefunden. Schon erscheinen die ersten reißerischen Berichte über den aktuellen  Vorfall.

Tag 24 schreibt:

Weißwasser –Entsetzen in der Oberlausitz! In Weißkeißel (Landkreis Görlitz) fanden Halter ihren geliebten Mischling Schila (10) leblos auf und völlig entstellt, ohne Kopf. Die Bernersennen-Schäferhündin wurde von einem Wolf getötet, das vermutet nicht nur die Polizei.

Hundehalterin Madeleine Troll (43) betrat am Morgen ihre Terrasse.

„Ich sah in rund 200 Metern Entfernung einen Wolf auf der Wiese, wie er an etwas zerrte. Ich dachte, er hätte ein Reh gerissen“, sagt die Bürokauffrau traurig. „Da wusste ich noch nicht, dass er gerade unsere Schila fraß.“ Zitat aus dem Artikel: „Entsetzen in der Oberlausitz! In Weißkeißel (Landkreis Görlitz) fanden Halter ihren geliebten Mischling Schila (10) leblos auf und völlig entstellt, ohne Kopf. Die Bernersennen-Schäferhündin wurde von einem Wolf getötet, das vermutet nicht nur die Polizei. Hundehalterin Madeleine Troll (43) betrat am Morgen ihre Terrasse. „Ich sah in rund 200 Meter Entfernung einen Wolf auf der Wiese, wie er an etwas zerrte. Ich dachte, er hätte ein Reh geriss“, sagt die Bürokauffrau traurig. „Da wusste ich noch nicht, dass er gerade unsere Schila fraß.“ Hier geht es zum Artikel https://www.tag24.de/nachrichten/weisswasser-wolf-beisst-hund-tot-schila-raueber-holt-sogar-ihren-kopf-1163688?fbclid=IwAR019hUvPU-mS-bg3i1UmBPd8W88txYNHkxDGCJdX1LJtOWvg91cFZ-4RXY

Wir waren vor Ort und haben unter anderem  mit einigen  Nachbarn über den Vorfall  gesprochen.  Sie hätten noch nie  einen Wolf  in der Region gesehen, sagten sie zu uns. Angeblich hätten aber irgendwelche weiteren Bekannten angeblich schon einmal Wölfe gesehen. Dies sei aber mehr Hörensagen und Ausschmückung von Geschichten á la „stille“ Post, als es Fakten entspräche.  Wir haben das Gelände im Umkreis von zirka zwei Kilometern  nach Wolfsspuren bzw. Losung  sowie Rissresten abgesucht,  aber nichts dergleichen gefunden. Der getötete Hund soll ein großer schwarzer 45 kg schwerer Hund gewesen  sein und er wäre sonst eigentlich immer auf dem Grundstück in einem Zwinger eingesperrt gewesen. Zwingerhaltung halten wir von Wolfsschutz Deutschland e. V. aus tierschutzrechtlichen Gründen allerdings für sehr bedenklich.

Dieser Hund scheint also keineswegs ein geliebtes Familienmitglied gewesen zu sein. Diese Auskunft deckt sich auch mit einem Artikel aus TAG 24, in dem die Hundehalterin Madeleine Troll behauptet, dass die Polizei ihr gesagt hätte, es sei ein Wolf gewesen. Polizei und Wolfsexperten hätten ihren eigenen Verdacht sofort bestätigt. Wir fragten heute bei der Polizei nach. Hauptwachtmeister Urban von der Polizei Weißwasser gab uns die Auskunft, dass am 07.08.2019 Beamte vor Ort lediglich einen toten Hund vorgefunden hätten. Irgendwelche Spekulationen hätte die Polizisten bestimmt nicht gemacht und es sei auch nichts im Bericht vermerkt. 

Lügt die Hundebesitzerin?

Vanessa Ludwig von LUPUS und der Fachstelle Wolf in Nossen gab uns die telefonische Auskunft, dass Mitarbeiter der Fachstelle Wolf vor Ort nie angeben würden, dass der Hund mit Sicherheit von einem Wolf gerissen worden sei. Es sei bereits viel von dem Kadaver gefressen worden. Man hätte lediglich den Wolf als Verursacher nicht ausschließen können. Allerdings wäre ein Verschleppen des Hundekopfes normalerweise eher anderen Waldbewohnern, wie zum Beispiel Füchsen zuzuschreiben. Der Kadaver des Hundes sei ins Senckenberg-Institut nach Berlin gebracht worden, wo weitere Untersuchungen stattfinden würden. Dort würde man auch DNA-Proben nehmen, die anschließend im Senckenberg-Institut in Gelnhausen  untersucht werden würden. Erst wenn weitere Ergebnisse vorliegen würden, könne man genauere Auskunft geben. Außerdem habe man dort Wildkameras aufgehängt, um zu schauen, was oder wer sich dort weiter aufhält. 

Anmerkung von Wolfsschutzz-Deutschland e.V. : Selbst wenn es stimmt, dass Frau Troll einen Wolf an ihrem toten Hund gesehen hat, heißt das noch lange nicht, dass ein Wolf auch tatsächlich den Hund gerissen hat. Wölfe fressen nämlich auch Aas. Auch wenn die DNA-Analyse einen Wolf bestätigen sollte,  heißt das nicht, dass der Wolf auch der „Täter“ war.

Unser Team vor Ort hatte das Gefühl, dass die Befragten nicht von einem Wolfsübergriff überzeugt sind und diese Geschichte nicht wirklich glauben. Wollten sich die Besitzer am Ende selber ihres ihnen lästig gewordenen Hundes entledigen? Oder hat ein Jäger den Hund erschossen und den Kopf wegen einer verräterischen Wunde verschwinden lassen? Unklar. Fakt ist, dass Wölfe, Hunde als Spielpartner, als Sexualpartner (sofern in der Ranzzeit kein Wolf zur Verfügung steht) oder als Beute wahrnehmen können. Ein Hund, der allein ohne Besitzer unterwegs ist, kann zur Beute werden, da kein Mensch mit seiner Anwesenheit den Wolf schützt. Wölfe sehen uns Menschen ebenfalls als Beutegreifer, deshalb sind Hunde an der Leine in Wolfsgebieten in Sicherheit, unangeleinte Hunde nicht. Selbst wenn es also ein Wolf gewesen ist, ist dies keinesfalls ein unnatürliches Verhalten. 

In der Gegend um Krauschwitz befindet sich das Daubitzer Rudel sowie das Nochtener Rudel. Die Anwohner sollten eigentlich seit Jahren schon auf Wölfe eingestellt sein.

 

 

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„Lex Wolf“ auch Gesprächsthema beim Infostand von Wolfsschutz-Deutschland e.V. in Frankfurt/Main

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Gudrun Zimmermann (links) im Gespräch mit einer der vielen Besucher des Infostandes von Wolfsschutz-Deutschland beim Sommerfest des Tierschutzvereins Frankfurt und Umgebung.

 

Auf großes Interesse stieß der Infostand von Wolfsschutz-Deutschland e.V. auf dem Sommerfest des Tierschutzvereins Frankfurt und Umgebung in Fechenheim. Unsere Mitglieder Gudrun Zimmermann und Klaus Giar informierten dabei nicht nur über den Wolf, der ja auch in Hessen schon fast zuhause ist, sondern auch über die „Lex Wolf“, die Verschärfung des Bundesnaturschutzgesetzes. Sollte dieses Gesetz nach der Sommerpause vom Bundestag verabschiedet werden, ist ohne große Diskussion auch der Abschuss von Wölfen erlaubt, die gar nicht auffällig geworden sind.

Mit dabei war auch Wolfsbotschafterin Alba, eine Podenca aus Spanien. Der Pavillon von Wolfsschutz-Deutschland e.V. war Anlaufstelle für viele Leute,  die sich über ein mögliches Zusammentreffen von Wolf, Mensch und Hund informieren wollten. Gudrun Zimmermann und Klaus Giar konnten dabei so manche Vorbehalte ausräumen.

Gudrun Zimmermann: „Ich  war erstaunt über die gute Sachkenntnis der interessierten Besucher am Stand, die sich vor allem nicht einverstanden zeigten mit dem politischen Umgang mit dem Wolf. “ Auch deswegen war der aktuelle Flyer von Wolfsschutz-Deutschland e.V. zum Thema „Lex Wolf“ sehr gefragt. Viele kannten die Einzelheiten dieser Gesetzesänderung nicht und waren erbost darüber, wie einfach künftig Wölfe abgeschossen werden könnten, sollte diese Gesetzesänderung in Kraft treten.

Klaus Giar freute sich darüber, dass zahlreiche Standbesucher nachfragten, was sie gegen diese Pläne der Politik tun und wie sie die Arbeit des Wolfsschutzes unterstützen könnten.  Und wer zunächst etwas Scheu hatte, sich am Vereinsstand zu informieren, den nahm Podencahündin Alba mit ihrem südländischem Charme rasch die Hemmschwelle.

 

Klaus Giar informierte zusammen mit Gudrun Zimmermann über die Wölfe in Deutschland.

Zu kaufen gab es unter anderem die neuen T-Shirts von Wolfsschutz-Deutschland e.V., Cups und die Buttons. Demnächst gibt es das alles auch über unsere Webseite hier zu bestellen. Fazit: Ein gelungenes Sommerfest mit intensiven Gesprächen mit Menschen, die viel über die Wölfe erfahren haben.

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Wolfsschutz-Deutschland e.V. erhöht Belohnung zur Ergreifung der Wolfsmörder auf 8000 Euro

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Auf mittlerweile 8000 Euro ist die Belohnung gestiegen, die der  Verein Wolfsschutz-Deutschland e.V.  zur Ergreifung der Täter ausgesetzt, die bei Wittingen im niedersächsischen Landkreis Gifhorn eine Jungwölfin und bei Ratzdorf im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg einen Wolf erschossen haben.

Vereinsvorsitzende Brigitte Sommer: „Wir freuen uns über die Resonanz auf unsere zunächst auf 4000 Euro festgesetzte Belohnung. Das zeigt uns, dass die Wut über die Brutalität an den Wölfen sehr groß ist.“   Die Summe der Belohnung konnte dank eines weiteren engagierten Wolfschützers  verdoppelt werden.

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Pressemitteilung – Wolfsschutz Deutschland live erleben am Sonntag, 28. Juli, beim Tierheimfest in Frankfurt-Fechenheim

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Informationen über den Verein Wolfsschutz-Deutschland e.V. und die Wölfe in Deutschland gibt es auf dem Sommerfest des Tierschutzvereins Frankfurt und Umgebung e.V. am Sonntag,  den 28. Juli, in Frankfurt am Main-Fechenheim.

Wolfsschutz-Deutschland e.V. informiert auf dem Sommerfest des Tierschutzvereins Frankfurt/Main und Umgebung e.V.  in Frankfurt-Fechenheim.

Informationen über den Wolf gibt der bundesweit agierende Verein Wolfsschutz-Deutschland e.V. am Sonntag, den 28. Juli, im Rahmen einer Veranstaltung des Tierschutzvereins Frankfurt am Main. Das Fest findet v o r dem Tierheim in der Ferdinand-Porsche-Str. 2-4 in Frankfurt-Fechenheim statt.  Hier erfahren die Besucher am Stand des Vereins alles Wissenswertes zum Thema Wolf.
Mit dabei – stellvertretend für ihre Ahnen- auch Wolfsbotschafterin Alba, eine aus der Tötungsstation gerettete Podenca.

Ab 11 Uhr werden die Vereinsmitglieder Gudrun Zimmermann und Klaus Giar über die Wölfe in Deutschland und die Arbeit, die der Verein Wolfsschutz Deutschland e. V.  für den Schutz der freilebenden Wölfe leistet, informieren.

Jeder, der sich für Wölfe interessiert, mehr über die Tiere erfahren will und einen Einblick in die lange Geschichte zwischen Mensch und Wolf erfahren möchte, ist hier richtig und herzlich willkommen.
In Hessen ist noch kein Wolf sesshaft geworden  Es gibt viele Wölfe, die Hessen als Transitstrecke durchwandern. Die Aufklärung über den Wolf ist dem Verein Wolfsschutz-Deutschland e.V. sehr wichtig. Auf Wunsch werden Nutztierhalter, die geeignete Schutzmaßnahmen vornehmen wollen, auch unterstützt.

„Wo der Wolf ist, wächst der Wald“  (Russ. Sprichwort)

Weitere Informationen über Wolfsschutz-Deutschland e.V. gibt es  laufend hier auf der Webseite des Vereins unter www.wolfsschutz-deutschland.de.

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Großes Interesse an Wolfsschutz-Deutschland e.V. im Schwarzwald

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von links: Belinda Blum und Angelika Zipper sowie Wolfsbotschafterin Neesha (Tschechoslowakische Wolfshündin)

Wolfsschutz-Deutschland e.V. informierte am vergangenen Samstag auf dem „Sommerfest für Straßenhunde“ der Hundeschule Berthold Schmalz in Steinach. Wir danken Berthold Schmalz noch einmal herzlich für die Einladung.

Wir freuten uns sehr über das großen Interesse am Thema Wolf. Unsere beiden Mitglieder Angelika Zipper (rechs) und Belinda Blum hatten kaum eine Atempause, so viele Fragen rund um den Wolf wurden ihnen gestellt. Angelika Zipper hielt noch einen kurzen Vortrag am Mikrophon und erklärte die Situation der Wölfe in Deutschland und was wir als Verein alles tun, damit die Wölfe auch in Deutschland weiter frei leben können.

Belinda Blum. „Wir hatten heute einen sehr erfolgreichen mit viel Spaß verbundenen Tag im Schwarzwald.“  Trotz der großen Hitze kamen viele Besucher . Angelika Zipper: „Wir konnten viel Aufklärungsarbeit leisten und es waren viele interessierte Hundemenschen da.“ Belinda Blum faszinierte dabei vor allem, dass die Kinzigtaler eher pro Wolf sind, als gegen den Wolf. Viele Besucher des Sommerfestes haben sich sehr interessiert am Verein Wolfsschutz-Deutschland e.V. gezeigt und dessen Ziele befürwortet.

 

Wir freuen uns über die Wolfsschützerinnen der nächsten Generation.
Wir kämpfen darum, dass junge Menschen die Chance haben, auch als Erwachsene noch frei lebende Wölfe in Deutschland erleben zu dürfen. Bei uns haben auch die Jüngsten viel mitzureden.
Angelika Zipper und Belinda Blum klärten die Besucher des Sommerfestes über Wölfe auf.
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Unterstützen Sie bitte unser Projekt „Menschen für Wölfe“

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Bei den Dreharbeiten mit Toni Seiler (Mitte): Brigitte Sommer und Volker Vogel

 

Und hier der erste Trailer zum nicht kommerziellen Dokumentarfilm „Menschen für Wölfe“

In ihrem nicht kommerziellen Dokumentarfilm „Menschen für Wölfe“ gehen die Journalistin und Fotografin Brigitte Sommer und der Journalist Volker Vogel auf Spurensuche und besuchen Prominente und „ganz normale“ Menschen, die sich über die Wiederkehr des Beutegreifers freuen. Brigitte Sommer: „Sollten wir mit dem Film einen Gewinn erwirtschaften, spenden wir ihn dem Verein Wolfsschutz-Deutschland e.V.“

 Als vor etwa 150 Jahren der letzte Wolf in Deutschland getötet und die Raubtiere damit ausgerottet waren, kursierte der Wolf nur noch als böse Bestie im Märchen „Rotkäppchen“. Mit der Öffnung der Grenzen zum Osten Europas suchte sich der Wolf vor über 20 Jahren auch bei uns wieder ein Zuhause.

Volker Vogel: „Gerade jetzt, da die Bundesregierung mit der „Lex Wolf“ beschlossen hat, dass künftig praktisch auf jeden Wolf geschossen werden kann, wollen wir versuchen, den Politikern und Lobbyisten Paroli zu bieten.“  Ziel ist es, den Dokumentarfilm auch in die Kinos zu bringen, doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. Volker Vogel: „Wir haben keinen Zeitdruck, denn unser Filmprojekt ist ja nicht kommerziell.“

Volker Vogel führt die Regie und ist zugleich Produzent des Films,  die erfahrene Fotografin Brigitte Sommer führt die Kamera und agiert als Co-Produzentin. Allein die Vorarbeiten zu diesem Dokumentarfilm haben eine lange Zeit beansprucht. Volker Vogel: „Wir haben einige Wolfsgegenden in Deutschland abgefahren und nach passenden Drehorten gesucht und auch ein vorläufiges Treatment, also eine Art Drehbuch, geschrieben.“

In den kommenden Monaten werden Brigitte Sommer und Volker Vogel  mit ihrem Filmbus in ganz Deutschland unterwegs sein, um Interviews zu führen. Der Zeitaufwand dabei sei immens.  „Wenn man ein solches Projekt umsetzen will, dann muss man sich voll und ganz darauf konzentrieren. Ohne Professionalität in allen relevanten Bereichen geht das nicht“, erklärt Volker Vogel. Um das alles zu verwirklichen, benötigen die Beiden noch Spenden und Sponsoren.

Aufgrund der zahlreichen Nachfragen ist aus „Menschen für Wölfe“ inzwischen eine Initiative entstanden. Eines der Projekte daraus ist ein kleiner Comic, der das erste Lebensjahr von Wölfen erklärt und u.a. kostenlos Kindergärten zur Verfügung gestellt werden soll.

Spenden werden dringend benötigt

Da dieses Projekt sehr aufwendig ist und die Filmemacher für ihren Film keine Förderung erhalten, da der Film ja nicht kommerziell ist, gibt es hierzu ein Crowndfunding-Projekt  unter https://www.gofundme.com/Menschen-fur-wolfe über das gespendet werden kann. Gespendet werden kann auch über den Link PayPal.Me/menschenfuerwoelfe. Wer per Banküberweisung spenden will, schickt einfach eine E-Mail an menschenfuerwoelfe@pr-nanny.de

Vogel: “ Menschen für Wölfe“ hat sich somit auch als Initiative entwickelt, die nicht nur den Dokumentarfilm erfasst, sondern alle relevanten Bereiche der Öffentlichkeitsarbeit.“ Wie aufwendig eines solches Filmprojekt ist, kann man hier nachlesen: https://www1.wdr.de/kultur/film/dokmal/ein-film-entsteht/finanzierung-100.html

Um alle Interessierte auf dem Laufenden zu halten, gibt es unter  www.menschen-fuer-woelfe.com einen Blog unter https://www.facebook.com/MenschenfuerWoelfe/ eine Facebookseite. Vogel und Sommer berichten dort kontinuierlich über ihr Projekt. Ein kurzer Trailer (siehe Beginn des Textes) zum Film ist auch auf dem Youtube-Kanal „Menschen für Wölfe“ zu sehen.

Mit „Wolfsblut“ haben Brigitte Sommer und Volker Vogel einen Sponsoren gefunden, der mit seinem Konzept BEAa (Beobachten, Empathie entwickeln und dadurch Ängste abbauen) in der Wolfslandschaft im Nationalpark Hunsrück-Hochwald ihren Vorstellungen von wissenschaftlichem Engagement widerspiegelt.

Jeder, der Teil dieses Films werden will und selbst etwas darüber erzählen will, warum er für und nicht gegen Wölfe ist, kann sich über das eingerichtete Kontaktformular auf www.menschen-fuer-woelfe.com oder per E-Mail an menschenfuerwoelfe@pr-nanny bei den Filmemachern melden.

Ferienzeit ist Lesezeit: Buchverlosung unter allen Spendern

Brigitte Sommer beschäftigt sich schon seit ihrer Kindheit mit dem Wolf.  Im Wildpark „Alte Fasanerie“ in Hanau durfte sie das erste Lebensjahr von Polarwölfen begleiten. Daraus entstanden ist ein kleiner Bildband, den es übrigens als kleines Dankeschön für Wolfsfreunde gibt, die für das Projekt etwas spenden. Weil die Ferienzeit immer auch Lesezeit ist, gibt es aktuell bis Ende Juli 2019 eine Verlosungsaktion von „Menschen für Wölfe“ unter https://www.menschen-fuer-woelfe.com/blog/b%C3%BCcherverlosung-unter-allen-spendern

„Wo der Wolf ist, wächst der Wald“… lautet ein russisches Sprichwort.  Wie Brigitte Sommer erklärt, habe das auch einen wahren Charakter, denn der Wolf sei in der Lage, Schäden in der Natur zu heilen.  Anders als menschliche Jäger, sei der Wolf nicht auf Trophäen aus. Er töte, um seinen Hunger zu stillen. Dabei wähle er nicht die stärksten Tiere aus, sondern die Schwachen und Alten. Wo Wölfe leben würden, hätten auch andere, seltene Tiere und Pflanzen wieder eine Chance.

Als kleines Dankeschön gibt es für Spender und Sponsoren u.a. auch diese T-Shirts.

In ihrem Dokumentarfilm wollen Brigitte Sommer und Volker Vogel  aufklären über den Wolf. „Wölfe sind keine Kuscheltiere, man muss sie als die Beutegreifer, die sie sind, akzeptieren.“ Zugleich sei der Wolf sehr scheu, er meide die Menschen, die überhaupt nicht seinem Beuteschema entsprechen würden. Auch hierüber werden Experten im Film Auskunft geben.

Eines der ersten Interviews führten die beiden Filmemacher mit Toni Seiler. Er war Weggefährte des international bekannten Wolfs-und Hundeforschers Erik Zimen, der leider schon verstorben ist. Seiler zog in einem Gehege im Westerwald unter wissenschaftlicher Begleitung zahlreiche Wölfe auf. Auch Toni Seiler räumte auf mit den Angstszenarien über die Wölfe. Kein Wolf habe in den vergangenen 150 Jahren in Deutschland einen Menschen  angegriffen.  Er selbst hatte in zahlreichen Vorträgen in Schulen und anderen Einrichtungen über den Wolf aufgeklärt. Mit dabei war seine handaufgezogene Wölfin Inge.

Vogel: „Wir müssen dem Wolf helfen, damit er bleiben kann. Unser Film und unsere Initiative sollen dazu beitragen.“