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Exklusiv: Faktencheck, Fotoreportage und Zaunkontrollen aus dem Wolfsgebiet Schermbeck NRW

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Brauchen Wölfe eigentlich Wildnis? Und wie sieht es denn in einem Wolfsrevier überhaupt aus? Diesen und weiteren Fragen sind wir hier in unserer aktuellen Reportage von Ulrike de Heuvel, Jürgen Götz und Brigitte Sommer, nachgegangen. Und wir geben hier auch den Namen für den verirrten Wolfswelpen bekannt.

Nein, Wölfe brauchen keine Wildnis. Sie kommen in unserer Kulturlandschaft wunderbar zurecht, wenn man sie lässt. Wölfe werden auch nicht durch Naturschützer künstlich angesiedelt, sondern sie suchen sich ihr Zuhause selber aus. Die Qualiät eines guten Reviers richtet sich nach der Anzahl von Beutetieren, wie Reh, Hirsch oder Wildschweinen darin aus. Eine Wolfsfamilie braucht mindestens 250 Quadratkilometer für sich. Das besetzte Gebiet wird gegen fremde Wölfe verteidigt. Wölfe, die einmal begriffen haben, dass Weidetiere nicht für ihren Speiseplan geeignet sind, schützen diese Tiere auch vor anderen Wolfsrudeln.

Eines der kleinen, aber sehr feinen Reviere ist das Gebiet um Schermbeck, in das sich zuerst Wölfin Gloria 2018 niedergelassen hatte. Später gesellte sich ihr Partner Ingolf dazu. Beide Wölfe stammen aus Niedersachsen aus dem Rudel Schneverdingen.

 

Ulrike de Heuvel, zweite Vorsitzende und Wolfsteamleitung NRW.

 

Zur Unterstützung des aktiven Teams vor Ort: von vorne: Ulrike de Heuvel, Brigitte Sommer, Jürgen Götz.

 

Blick ins Revier von Wölfin Gloria und ihrer Familie.

Diese Karte zeigt einen Teil des Reviers des Schermbecker Rudels.

 

Ein ideales Gelände für Wölfe mit genug Wasser, Moorbereichen und auch Sandböden.

Blick ins Revier von Wölfin Gloria und ihrer Familie rund um Schermbeck. Pferdehaltung dominiert das Gebiet. Bis auf zwei Berufsschäfer gibt es hier nur wenige Hobbyhalter, die ihre Tiere direkt beim Haus halten. Die Höfe liegen weit auseinander. Man sieht, dass es sich in diesem Gebiet um hauptsächlich wohlhabende Bauern handelt. Abgelegene Weiden sind hier eine Ausnahme. Das mag auch mit ein Grund dafür sein, dass es von Anfang an nur wenige Risse gab. Seltsamerweise fanden diese Risse auch immer bei den gleichen Haltern statt. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Unsere Berichte zu den Rissen und Zaunkontrollen bei Weidetierhalter *innen sind unter dem Suchbegriff Faktencheck NRW zu finden.

 

Weiterer Blick ins Revier des Schermbecker Rudels in NRW. Von den Hauptwegen aus erscheint der Eindruck, dass hier weniger gejagt werden würde. Doch Nebenwege zeigen die Realität.

 

Obst und Gemüsefelder können eingezäunt werden, Weiden nicht?

Ein Argument einiger Weidetierhalter *innen lautet, dass man große Weiden nicht einzäunen könne, weil sich Tiere in den Zäunen verfangen würden. Dem widerspricht die gängige Praxis, große Planzenbereiche komplett im sicheren Stromzäunen abzutrennen.

Dieses Maisfeld, genauso groß wie viele Weiden, kann seltsamerweise komplett eingezäunt werden, ohne dass sich „Tiere“ darin verfangen.
Ein Blick von der anderen Seite auf das Maisfeld. Mehrere Litzen, voll mit Spannung, aber bei Weiden soll dies nicht gehen?

Zaunkontrolle hinter dem Sportflughafen

Solche abgelegenen Weiden gibt nur wenig im Wolfsgebiet Schermbeck. Diese Rinder hier stehen nur hinter Stacheldraht.

 

50 Zentimeter Platz zur unteren Stacheldrahtlitze. Hier können Hunde und auch Wölfe problemlos durch.

 

Hier sind es 48 Zentimeter Luft zwischen Stacheldrahtlitze und Boden.

 

Auf dem Gebiet des Rudels befinden sich auch alte Bunkeranlagen. Abends ein beliebter Treffpunkt für Schermbecks Jugend.

 

Vorstandsmitglieder unterstützen das NRW-Team vor Ort. Von Links: Jürgen Götz, Brigitte Sommer und Ulrike de Heuvel. Zu ihrem Schutz werden unsere aktiven Mitglieder, die vor Ort wohnen, nicht gezeigt. Neuen Mitgliedern und Informanten *innen sichern wie ebenfalls Anonymität zu.

 

Diesen kleinen Molch fanden wir leider überfahren vor.

 

Viele Wanderwege führen durch das abwechslungsreiche Gelände.

 

 

Auch eine Deponie grenzt an das Wolfsrevier.

 

Wölfe graben sich nur für die Geburt ihrer Welpen Höhlen. Die aktuellen Höhlen sind zu dieser Jahreszeit verlassen. Eltern und Welpen treffen sich jetzt auf einem so genannten Rendevouzplatz.

 

An nicht abgemähten Wegerändern finden jetzt zahlreiche Insekten noch genug Nahrung.

 

Diese Wolfslosung ist schon älter. Man kann sie gut von Hundekot unterscheiden. Es befinden sich immer Fell- und Knochenreste darin. Außerdem riecht sie intensiver als Hundekot.

 

Mögliche Wolfsspur.

 

Der Wald gehört allen Bürgern und Bürgerinnen. Aktuell versuchen Hobbyjäger Wandernde aus ihren Revieren zu vertreiben. Doch Drohungen sind nicht gerechtfertigt, solange Wandernde Rücksicht auf die Tiere des Waldes nehmen und keinen Müll herum liegen lassen. Selbst außerhalb von Wegen dürfen sich die Leute aufhalten. Ausgenommen sind Privatwälder.

 

Diese Wolf haben wir nur knapp verpasst. Mit ihrem Kot markieren Wölfe ihr Revier. Gut sicht- und riechbar sollen andere Wölfe darauf hingewiesen werden, dass bereits ein Rudel dieses Gebiet für sich beansprucht. Deshalb ist die Losung auch oft mitten auf Wegen zu finden.

 

An dieser Losung haben bereits die Mistkäfer ganze Arbeit geleistet.

Kirrplätze: diese sollen wohl Spaziergänger nicht finden

 

In der Nähe des Kirchhellen Wesel Weges geht links vor dem Mühlbach ein Trampelpfad in den Busch hinein. Hier fiel uns ein seltsamer Stromdraht auf der in ungefähr Meter Höhe gespannt ist auf. Dann kamen noch zwei Hochsitze und eine Kirrung. Wozu brauchen Jäger dort Strom?

 

Schussfeld in alle Richtungen.

 

In diesen Holzkästen befindet sich Mais zum Anlocken von Wildschweinen.

 

 

Hier noch ein allgemeiner Bericht über Kirrungen und Luderplätze: https://wolfsschutz-deutschland.de/2020/10/07/faktencheck-jaegerlatein-todesterrorzone-statt-wildruhezone/

 

Mitten im Wald wurden in die Jahre gekommene Schutzzäune für ursprunglich mal junge Bäume nicht entfernt. Wildtiere können sich in diesen Ruinenzäunen in der Tat schlimm verfangen.

Die einen wollen, die anderen nicht

Einige Weidetierhalter haben doch dazugelernt und sind jetzt bereit, sich mit dem Wolfsrudel zu arrangieren. Hier z. B. Schäferin R., die Herdenschutzhunde im Einsatz hat.

 

Diese Ponyzäune am Kirchhellen-Wesel-Weg, bieten auch keinen Schutz vor dem Ausbruch der Tiere. Im Gegensatz zu Großpferden können Ponys schon ins Beuteschema von Wölfen passen, sofern sie nicht fit sind.

 

Dieses Pony ist nicht gut geschützt.
Gleiche Weide von einer anderen Blickrichtung.

Seit Monaten stehen diese Schafe so auf ihrer Weide

Seit Monaten unverändert: Drei Schafe mitten im Wald. Baum, der umgekippt über den Zaun hängt. DICKERSTR-OBERLOHBERG, DINSLAKEN.

Ein Name für das verirrte Wolfsbaby ist gefunden; doch lebt es überhaupt noch?

Am 27.06.2020 war ein Wolfswelpe, der hilflos erschien und zudem wohl verkotet gewesen war, von Spaziergängern mitgnommen worden. Nach einigem Hind und Her sei der Welpe wieder an der Fundstelle ausgesetzt worden, heiß es von Seiten des LANUV. Wir berichteten hier: https://wolfsschutz-deutschland.de/2021/07/30/nrw-wolfsbaby-nach-kurzem-ausflug-in-menschenobhut-wieder-zuhause-dennoch-bleiben-fragen-offen/

Am 04. Juli wurde erneut ein Welpe von einer Wildkamera des Monitorings aufgenommen. Dies ist leider nicht unbedingt ein Beleg dafür, dass die kleine Wölfin ihren Ausflug überlebt hat, denn es ist nicht bekannt, wie viele Welpen Gloria und Ingolf in diesem Jahr aufgezogen haben. Ein Insider berichtete uns sogar, dass die kleine Lupia kurz nach dem Aussetzen mit einem Baseballschläger erschlagen worden wäre. Wir können diese Behauptung nicht belegen. Es bleibt also abzuwarten, ob sich weitere genetische Spuren der Kleinen finden lassen. Doch selbst wenn sich keine weiteren Spuren mehr finden, kann die junge Wölfin danach auch auf natürliche Weise zu Tode gekommen sein. Eine sehr seltsame Geschichte, die wohl nie richtig aufgeklärt werden kann. Allerdings ist in der Statistik bislang für dieses Jahr nur ein Welpe aufgeführt. Bleibt also zu hoffen, dass es sich bei der Sichtung am 04. Juli wirklich um Lupia gehandelt hat.

Dennoch hat das Wolfsmädchen nun den Namen Lupia, ausgewählt unter vielen Namensvorschlägen, erhalten. Wir hoffen sehr, dass dieser Name ihr Glück bringen wird. Der Gewinner wurde benachrichtigt.

Lupia war am 27.06.2021 hilflos in Menschenhände geraten.

Und hier noch ein Blick durch eine unserer Forschungswildkameras:

 

Quellen:

https://wolf.nrw/wolf/de/nachweise

https://www.dbb-wolf.de/Wolfsvorkommen/territorien/status-und-reproduktion

https://www.dbb-wolf.de/Wolfsvorkommen/territorien/entwicklung-der-rudel

 

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Hessen: zweites Wolfspaar hat sich gefunden

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In Hessen lebt neben einer Wolfsfamilie im Rheingau-Taunus-Kreis nun auch ein Wolfspaar im Landkreis Hersfeld-Rotenburg: Eine Videoaufnahme zeige, wie zwei Tiere unmittelbar nacheinander mit Urin markieren, gibt des Hessische Umweltministerium heute in einer Pressemitteilung bekannt.

Beispielbild Wolfspaar ©Brigitte Sommer

Nach bundesweit einheitlichen Standards für das Wolfsmonitoring gilt dies als Nachweis für eine Paarbildung. Ob es sich bei den Tieren um die Fähe mit dem Kürzel GW1142f, die in der Region als sesshaft gilt, sowie den mehrfach in der Umgebung nachgewiesenen Rüden GW1939m handelt, kann anhand des Videos nicht geklärt werden.

Unabhängig von dem Nachweis eines Wolfspaares wurde bei Gelnhausen im Main-Kinzig-Kreis ein einzelner Wolf von einer Wildtierkamera fotografiert. In diesem Landkreis kam in den Jahren 2015 und 2019 je ein weibliches Tier im Straßenverkehr ums Leben. Weitere Wolfsnachweise gab es dort bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht, jedoch sei in ganz Hessen mit durchziehenden Wölfen zu rechnen, schreibt das Hessische Umweltministerium heute in einer Pressemitteilung.

Hier die Pressemitteilung: https://www.hlnug.de/presse/pressemitteilung/zweites-wolfspaar-in-hessen-bestaetigt?fbclid=IwAR0UOfJAQrVWkpENUtnoY-JqmUlJelbWXMxaApwins8ykPtH-IBDt8CGPFI

Hier der Link zum Video: https://www.hlnug.de/themen/naturschutz/tiere-und-pflanzen/arten-melden/wolfszentrum/fotonachweise

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Riss-Statistik 2020 der DBB-Wolf: bei 942 Wolfsübergriffen fast immer kein richtiger Schutzzaun

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Die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) hat aktuelle Zahlen zu Schäden die Wölfe in Deutschland verursachten, für das Jahr 2020 veröffentlicht. Laut Bericht der DBB-Wolf wurden im vergangenen Jahr 3.959 Tiere in 942 Übergriffen gerissen. Bei 87 % der gerissenen Tiere handelt es sich um Schafe. Allerdings waren die Tiere in den meisten Fällen nicht geschützt.

Viele Weidetierhalter *innen machten es 2020 den Beutegreifern zu einfach. Beispielbild Wolf.

Die Zahlen haben sich innerhalb von zwei Jahren fast verdoppelt. Allerdings machen es viele Weidetierhalter den Beutegreifern auch sehr einfach. So war laut Angaben einzelner Bundesländer in über 80 % der Übergriffe auf Schafe und Ziegen kein oder lediglich ein eingeschränkter Mindestschutz vorhanden (Niedersachsen, NLWKN 2021; Schleswig-Holstein, MELUND 2021). In anderen Bundesländern war in knapp der Hälfte bis zwei Drittel der Fälle kein ausreichender Mindestschutz installiert (Brandenburg 64 %, LfU 2021; Sachsen-Anhalt 58 %, LAU 2021; Sachsen 47 %, Fachstelle Wolf 2021).

Diese Entwicklung finden wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. beschämend, zumal in vielen Bundesländern der Schutz der Weidetiere zu 100 % gefördert wird. Auch die EU hat einen Extratopf zur Förderung von Zäunen zur Verfügung gestellt.

Über eine Million Schafe und Lämmer fielen übrigens 2020 dem Appetit der Menschen im Schlachhof zum Opfer. Was sind dagegen rund 3.500 tote Schafe durch den Wolf?

Hier der Bericht zum Download: https://www.dbb-wolf.de/mehr/literatur-download/berichte-zu-praevention-und-nutztierschaeden?file=files/publisher/Management/Herdenschutz/Herdenschutzbericht2020/Sch%C3%A4den_Pr%C3%A4vention_Kompensation_DE2020_final_1.2.pdf

Quelle: https://www.nul-online.de/Aktuelles/News/Fast-4-000-gerissene-Nutztiere-Herdenschutz-nicht-immer-vorhanden,QUlEPTY5NDkyMTMmTUlEPTExMTQ.html?fbclid=IwAR3X8xmppXlqV-WcbzD1EmjEp2AoMe3Ph9sPzJZQum7uZR7S2akHSU7wKJM

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/459151/umfrage/schaf-und-lammschlachtungen-in-deutschland/

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Niedersachsen: mindestens 57 Wolfswelpen nachgewiesen – Interessenskonflikte der Jägerschaft?

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Nachwuchs sei in 19 Rudeln nachgewiesen worden, meldete die Landesjägerschaft Niedersachsen. Ein erfreulicher Zahlentrend, der hoffentlich noch weitere Welpen aufzeigen wird, finden wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V.. Allerdings kritisieren wir nach wie vor, dass ausgerechnet der Jägerschaft, aus der viele Mitglieder den großen Beutegreifern alles andere als positiv gegenüber stehen, vor zehn Jahren die Überwachung des Wolfsbestandes übertragen worden ist. Geradezu eskaliert scheint der Groll auf Wölfe bei vielen Jägern zu sein, seit Umweltminister Lies (SPD) sein Amt inne hat. Wir sehen hier durchaus das Potential zu Interessenkonflikten auch seitens der Jägerschaft und des Umweltministeriums und fordern, das Wolfsmonitoring künftig einem Naturschutzverband zu übergeben.

Beispielbild Wolfswelpe.

Wie jedes Jahr, werden Wolfswelpen Ende April bis Anfang Mai geboren worden. In 21 von 38 Rudeln konnte der Territorienstatus bereits bestätigt werden,“ geben die Jäger weiter bekannt.

Für das Monitoringjahr 2021/2022 könnten bereits mehr als die Hälfte der letztjährig nachgewiesenen Territorien bestätigt werden. Durch sichere C1-Nachweise wurden bislang 57 Welpen erfasst – eine Mindestzahl, die nicht die Realität darstelln würde: oftmals sei es nicht möglich die Gesamtheit der Welpen auf einem Foto/in einem Film aufzunehmen. „Die Welpen wachsen schnell, parallel nimmt ihr Aktionsradius zu, so dass die Nachweiswahrscheinlichkeit ansteigt. Die Anzahl an nachgewiesenen Welpen wird also noch ansteigen, gleiches gilt für die bestätigten Territorien. Weiterhin konnten bislang zwei Besonderheiten festgestellt werden.“

Mehr Wölfe in 2020

Im vergangenen Jahr waren es insgesamt mindestens 80 Welpen in 37 Territorien.

Mehr tote Wölfe in 2021

Bis Anfang August sind in Niedersachsen mehr tote Wölfe entdeckt worden als im gesamten Vorjahr. 33 Funde habe es gegeben, sagte ein Sprecher des Niedersächsischen Umweltministeriums dem NDR  Im gesamten Jahr 2020 seien dagegen nur 31 tote Wölfe gefunden worden. Meist wurden die Tiere Opfer bei Verkehrsunfällen auf Straßen und Schienen. Legale Abschüsse habe es nur vereinzelt gegeben. von 2000 bis 2021 betrug die Anzahl: 145 Totfunde:  10 x Illegale Tötung,  5 x Management,  9 x natürlich,  10 x unklar,  111 x Verkehrsunfall.
Gegen die so geannten „legalen Abschüsse“, die durch Umweltminister Lies veranlasst worden sind, haben wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. Strafanzeige erstattet. In den meisten Fällen ist bislang nicht ermittelt, bzw. sind die Verfahren eingestellt worden.
Alleine dass es zehn unklare Fälle gibt, scheint ein Indiz zu sein, dass die Aufklärung von Wolfstötungen nicht Ernst genug genommen worden sein könnte. Wir vermuten hier auch noch eine hohe Dunkelziffer.

Auszug:

  • Im Territorium Wendisch Evern wurden im vergangenen Monitoringjahr drei territoriale Wölfe festgestellt, so dass der Territorienstatus nachträglich von „Wolfspaar“ auf „Wolfsrudel“ hochgestuft wurde. Der Totfund einer trächtigen Fähe Ende April, gilt als Reproduktionsnachweis für das aktuelle Monitoringjahr. Da diese Reproduktion allerdings durch den Tod der Fähe erloschen ist, bleibt nun zu prüfen, ob es andere Hin- und Nachweise für den Fortbestand eines Rudels gibt.
  • Im Territorium Göhrde wurde eine Doppelreproduktion nachgewiesen. Dies bedeutet, dass zwei Fähen aus dem gleichen Rudel sich mit einem Rüden verpaart haben und anschließend gemeinsam mit den restlichen Rudelmitgliedern die Welpen großziehen. 15 Welpen wurden bislang bestätigt.

Quellen: https://www.wolfsmonitoring.com/newsartikel/news/reproduktionsnachweise

https://www.wolfsmonitoring.com/monitoring/wolfsterritorien

https://www.dbb-wolf.de/Wolfsvorkommen/territorien/status-und-reproduktion?Bundesland=&Jahr=2019

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Schon-jetzt-mehr-tote-Woelfe-in-Niedersachsen-als-im-Vorjahr,wolf4562.html

https://www.wolfsmonitoring.com/newsartikel/news/10-jahre-ljn-wolfsmonitoring

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NRW: versuchter Betrug? 17 von 24 in der Rissliste aufgeführten Vorfälle 2021 Falschmeldungen

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In der Rissliste von NRW sind 2021 mehr Falschmeldungen als Verdachtsfälle, für die Wölfe infrage kommen könnten, zu finden. Fakt ist es sogar, dass es in diesem Jahr sogar überhaupt nur einen durch Wölfe bestätigten Riss gab. Dafür reisst aber die Hetze und Panikmache von bestimmten Weidetierhalter *innen nicht ab. Ein besonders dreistes Beispiel stellen wir aus dem Kreis Gütersloh vor. Und wir haben im Raum Schermbeck, dem Zuhause von Wölfin Glorias Familie, wieder einmal Weidetiere völlig ohne Schutz und in einem Fall sogar angeplockt vorgefunden. Hier unser Faktencheck:

Ausriss eines Zeitungsberichts aus der Neuen Westfälischen vom Mai 2021.

Im Mai gab es ein großes Geschrei von Inhabern eines Gestüts in der regionalen und überregionalen Presse. Ein Fohlen sollte grausam zu Tode gekommen sein. Natürlich wurde sofort der Wolf als Verursacher ins Spiel gebracht. Morgens um sechs Uhr wäre das tote Pferdekind gefunden worden. Nun stellte sich heraus, dass das Fohlen schon tot geboren worden war. Aasfresser hatten ledigleich am toten Körper des Fohlens gefressen. Wir fragen uns da natürlich, wie es passieren kann, dass eine angeblich so wertvolle Stute bei der Geburt alleine auf einer Weide gelassen worden war und wie es passieren konnte, dass bereits beträchtliche Teile des toten Tieres gefressen werden konnten, ohne dass irgend jemandem auf dem Gestüt aufgefallen war?

Leider war man mal wieder mit Schuldzuweisungen schneller bei der Hand als mit der Richtigstellung. Uns verwundert es auch, dass angeblich erfahrene Pferdehalter *innen nicht erkannt haben wollen, dass es sich um eine Totgeburt gehandelt hatte. Hier muss die Frage schon erlaubt werden, ob der Fall absichtlich zum Hetzen und zur Panikmache von Gestütsleitung und Zeitung verwendet worden ist?

 

Screenshot aus der Rissliste NRW. Ein Link zur kompletten Liste befindet sich am Ende unserer Reportage.

 

Schutz anscheinend nicht wichtig beim Schermbecker Rudel

 

Ähnlich wichtig, beziehungsweise unwichtig, sehen wohl auch wieder einmal noch mehr Weidetierhalter *innen das Schicksal ihrer ihnen anvertrauten Tiere in NRW. Im Bereich des Schermbecker Rudels fanden wir in den Oberlohberger Weiden am Waldrand wieder desaströse Zaunzustände vor. Hier unser Faktencheck:

 

 

Ein neu geborenes Kälbchen. Die Weide ist lediglich von Stracheldraht umrahmt.
Hier die Situation am Eingang dieser Weide. Unter der ersten Stacheldrahtlitze kommen auch Hunde bequem unten durch.
Mutterkuhhaltung mit Kälbchen auf der Weide ist artgerecht wenn auch die Zäune in Ordnung sind.
In der Pferdehaltung ist in den meisten Bundesländern Stacheldraht inzwischen verboten.
Haltung hinter Stacheldraht ist nicht tierschutzkonform.

 

In der Buschstraße haben wir dieses kleine Pony sogar „angepflockt“ gesehen. Nur an einem Seil angebunden, direkt nahe der Straße ohne jede Einzäunung, könnte es auch leicht einem Pferderipper zum Opfer fallen. Direkt gegenüber einer Weide: ein Hochsitz. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

 

Quellen:

https://www.nw.de/lokal/kreis_guetersloh/versmold/23043373_Wolf-im-Kreis-Guetersloh-Todesursache-fuer-angefressenes-Fohlen-geklaert.html?fbclid=IwAR2QzTa2ihZUWGVBvFIX32e1Ej7YJXY1UxLPK3XW21eT84Kz6HS5S8D40hs

Tränenreicher Schockbericht über die Totgeburt: https://www.nw.de/lokal/kreis_guetersloh/versmold/23020626_Grausamer-Fund-Angefressenes-Fohlen-gibt-Zuechtern-Raetsel-auf.html

Hier der Link zur Rissliste: https://www.wolf.nrw.de/wolf/de/management/nutztierrisse?sortierung=verursacher%3Aa&fbclid=IwAR2LDRZuVvLN7B__K04tew3VECChtbNMuK6lUcBIcjcfuhhj4IFGfz2pMZ0

 

 

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Wolfswelpen im Rheingau: in Hessen lebt jetzt endlich auch eine komplette Wolfsfamilie

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In Hessen gibt es erstmals Wolfsnachwuchs: Eine automatische Wildkamera hat kürzlich zwei Wolfswelpen im südlichen Rheingau-Taunus-Kreis aufgenommen. Das Video, das über die Pressestelle des Umweltamtes angefordert werden kann,  ist der erste Nachweis von Welpen in Hessen, seitdem Wölfe wieder hierher zurückkehren. Elterntiere sind die im Juni 2021 als Paar bestätigten Individuen GW1798f und GW1958m. In Hessen leben damit derzeit vier sesshafte Einzeltiere und ein Rudel, also eine Wolfsfamilie.

Screenshot einer Szene des Videos

 

Wolfswelpen werden in der Regel Ende April / Anfang Mai geboren, zum Zeitpunkt der Aufnahme waren sie also schon knapp drei Monate alt. Ob mehr als die zwei aufgenommenen Welpen in dem Rheingauer Rudel leben, lässt sich anhand des einen Nachweises noch nicht sagen.

Hier eine lustige Zeichnung des Künstlers Michael Apitz über den Nachwuchs im Rheingau. Hier geht es zu seiner FB-Seite: https://www.facebook.com/karlspaetlesereiter

 

Hintergrund

Die Paarungszeit von Wölfen ist Ende Februar / Anfang März. Nach rund neun Wochen Tragzeit werden im Schnitt vier bis sechs Welpen geboren. Die Jungwölfe verlassen meist mit 10 bis 22 Monaten das elterliche Territorium, um in einem eigenen Gebiet sesshaft zu werden und eine Paarungspartnerin bzw. einen -partner zu finden.

Wir suchen einen Namen für die beiden Welpen und die Eltern:

Vorschläge bitte bis zum 13. August an Brigitte.Sommer(at)wolfsschutz-deutschland.de . Menschen für Wölfe hat uns je einen Comic über das Wolfsjahr für die Gewinner zur Verfügung gestellt.

Hier geht es zur Pressemitteilung: https://www.hlnug.de/presse/pressemitteilung/erster-nachwuchs-bei-hessischen-woelfen?fbclid=IwAR1n58UBuZahPXeb14vx3EMlQFFv54DPkY-7N2_OnGUwf3bZsWJJ7kVJH_0In diesem Bericht er Hessenschau ist das Video auch zu sehen: https://www.hessenschau.de/panorama/wolfsnachwuchs-im-rheingau-taunus-kreis,video-156284.html?fbclid=IwAR1-K95hRwGMv5Esh2CStgIlN4EmYhB98-9seuDDZ61YhSW9bHwY7tV1Rnw

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Polizei stellt dreistes Jägerlatein richtig: Hobby-Waidmann nicht von Wolf gebissen

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Hobbyjäger Philipp K. aus Höflein in Niederösterreich berichtete in diversen Medien darüber, dass er in einem Wald bei Klosterneuburg von einem Tier angefallen worden wäre, das nur ein Wolf gewesen sein könnte. In Wirklichkeit sei alles aber ganz anders gewesen, meint die Klosterburger Polizei.

Was? Da schaut sogar der Wolf ungläubig. ©Brigitte Sommer

Das kann nicht stimmen, teilte die Polizei aus Klosterneuburg am Mittwoch auf Nordkurier-Nachfrage mit.

Im Wienerwald gebe es keine Wölfe. „Das ist der Speckgürtel von Wien, da fahren jeden Tag Zigtausende Autos, alles voller Menschen, hier leben keine Wölfe”, hieß es von der Polizei. Anhand der Verletzungen des 33-Jährigen, seinen eigenen Erzählungen und den Aussagen anderer Jäger rekonstruierte die Polizei folgenden Hergang: Der Jäger schoss ein Wildschwein an. „Das war aber noch ziemlich lebendig. Ohne Waffe ging der Jäger zum Wildschwein, das hat ihn gebissen.”

Hier der komplette Bericht des Nordkurier:

https://www.nordkurier.de/aus-aller-welt/jaeger-doch-nicht-von-wolf-angefallen-3044131806.html?fbclid=IwAR1DjaaCKOPEj2KoTupM3pvNXCZ8O9zJ4fjcgS9tmzCtJVpdhrWm5Mt7XY0

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Hessen – erstes Wolfspaar im Rheingau-Taunus-Kreis

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Die Wölfin im Rheingau-Taunus-Kreis hat einen Partner, gab heute das Hessische Umweltministerium in einer Pressemitteilung bekannt.

Beispielfoto ©Brigitte Sommer

Wiesbaden, 22.06.2021 – Durch eine DNA-Probe, die am 3. Juni 2021 im Rheingau-Taunus-Kreis bei Oestrich-Winkel genommenen wurde, ist das erste Wolfspaar in Hessen bestätigt. Bisher galt in dem Gebiet nur die Wölfin GW1798f als sesshaft. Mit der neuen Losungsprobe wurde nun das männliche Tier GW1958m wiederholt über drei Monate in der Region nachgewiesen. Damit zählen die beiden nach bundesweit einheitlichen Kriterien als Wolfspaar – das erste seit der Wiederbesiedlung Hessens durch den Wolf. Ob bereits Reproduktion stattgefunden und die Wölfin Welpen geboren hat, wäre zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt, heisst es in der Meldung

Hier geht es zur PM https://www.hlnug.de/presse/pressemitteilung/erstes-hessisches-wolfspaar-bestaetigt?fbclid=IwAR3533AZFu5g5yvzHR77B7MP60SmvgXIN1QSjrIpTX6-Uavyq7HqyAhggrI

 

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Geheimes Wolfsgemetzel: Klatsche von der EU für Niedersachsens Umweltminister Lies (SPD)

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Der Niedersächsische Umweltminister Lies (SPD) lässt seit Monaten in geheimer Mission auf alle möglichen Wolfsrudel in Niedersachsen schießen. Auf welche Tiere genau er es abgesehen hat sowie die Namen der angeblich „Jagdberechtigten“ will Lies weiter geheim halten. Wegen der Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes und der  Niedersächsischen Wolfsverordnung fühle er sich im Recht, heißt es in diversen Pressemitteilungen zum Thema. Auf unsere Beschwerde vom 5. April gibt es jetzt ein Antwortschreiben von Referatsleiter Paul Speight. Die Antwort der EU ist unserer Meinung nach nur so zu interpretieren, dass Umweltminister Lies mit seinen Schießereien schwer gegen EU-Recht verstößt.

Als wir unsere Beschwerde an die EU absendeten, waren bereits zwei tote Wölfe zu beklagen. Nun sind es schon vier tote Wölfe. Dazu wurden nicht die eigentlich zum Abschuss freigegebenen getroffen, sondern es wurden weibliche Wolfswelpen getötet. Das Antwortschreiben der EU dürfte auch den Schießgesellen langsam doch zum Nachdenken verhelfen. Auch sie befinden sich wohl keinesfalls im Recht, und sie könnten für ihre Taten belangt werden. Für illegale Abschüsse können hohe Geldstrafen und bis zu fünf Jahren Haft verhängt werden.

Wolf noch immer gefährdete Art

Die Kommission stellt in ihrer Antwort fest, dass sich der Wolf noch immer in einem ungünstigen Erhaltungszustand befindet. Im Klartext: das wilde Hineinschießen in die Rudel kann diesen ohnehin schon gefährdeten Beutegreifer noch mehr gefährden, zumal junge Wölfinnen getötet worden sind, die ihr ganzes Leben noch vor sich gehabt hätten. Ihnen wird die Möglichkeit zur Vermehrung geraubt. Auch dass Lies dazu auch noch aktuell beide Elterntiere des Burgdorfer Rudels töten lassen will und die neuen Welpen ihrem Schicksal überlassen will, kann keinesfalls als EU-konform gewertet werden. Bevor Artikel 16 in der FFH-Richtlinie, also eine „Entnahme eines Wolfes infrage käme, müssten drei Voraussetzungen vorliegen: Schutz für Menschen und Weidetiere, keine andere Alternative und keinen negativen Einfluss auf den erstrebten Erhaltungszustand.  Dies dürfte mit der Schießwut des Umweltministers in keinem Einklang stehen.

EU zahlt vollständig Schutz und Entschädigung an Weidetierhalter

In dem Schreiben wird noch einmal bestätigt, dass entstandene Schäden, die von Wölfen verursacht werden und auch Präventionsmaßnahmen vollständig übernommen werden können. Deshalb entfällt hier auch die Behauptung, dass Weidetierhaltern ernste Schäden gedroht hätten. Warum Niedersachsen diese Beihilfe für seine Weidetierhalter nicht beantragt zu haben scheint, ist uns ein Rätsel. Fakt ist, dass viele Weidetierhalter, die schützen wollen, seit Monaten und nun sogar schon seit Jahren wohl keine Beihilfen über das Niedersächsische Umweltministerium erhalten.

Verbände können klagen

Desweiteren heisst es im dem Antwortschreiben, dass weiter gerichtliche Überprüfungen stattfinden können. Er wird daran erinnert, dass auch die Richter an EU-Recht gebunden sind. Nun fragen wir uns, warum NABU und BUND nicht klagen, obwohl sie es wohl könnten? Wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. haben noch keine Klagefähigkeit erreicht, aber wir stellen Anzeigen über Anwälte, um Akteneinsicht zu erhalten.

Hier unsere Beschwerde an die EU: https://wolfsschutz-deutschland.de/2021/04/05/illegale-wolfsabschuesse-in-niedersachsen-und-eu-rechtswidrige-vorgaenge-in-brandenburg-offener-beschwerdebrief-an-die-eu/

Hier das Antwortschreiben der EU: draft_reply_to_ares20211225765_de

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Sachsen – Wolfsschutz-Deutschland e. V. stellt Strafanzeige nach Autojagd auf verängstigten Wolf

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Der Fachstelle Wolf des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) ist heute Mittag durch die Polizeidirektion Dresden gemeldet worden, dass sich ein Wolf in Riesa verirrt hat. Ein Handyvideo zeigt, wie ein PKW-Fahrer den Wolf mit seinem Auto gezielt verfolgt. Das verängstigt wirkende Tier flüchtete in eine Sackgasse und ist durch einen Zaun auf das Betriebsgelände einer Firma gelangt. Wolfsschutz Deutschland e. V. stellt Anzeige gegen den Fahrer.

Beispielbild ängstlicher Wolf ©Brigitte Sommer

Die Fachstelle Wolf steht mit dem Unternehmen in Kontakt, hiesst es in einer aktuellen Pressemitteilung. Es wurden Maßnahmen besprochen, unter anderem, dass die Mitarbeiter informiert werden und dem Tier nicht nachgestellt werden soll. Zudem wurden für den Fall einer Begegnung Verhaltensregeln abgestimmt. Das Betriebsgelände ist großräumig eingezäunt und weist Flächen auf, die Rückzugsmöglichkeiten bieten. Derzeit besteht kein Sichtkontakt zu dem Tier. Die Experten der Fachstelle gehen aktuell davon aus, dass der Wolf im Schutz der Dunkelheit seinen Weg in die Freiheit suchen wird.

Generell kommen Wölfe bei ihren Streifzügen auch immer wieder an Ortschaften vorbei oder durchqueren diese. Selten kommt es vor, dass sich ein Wolf in einen Ort verläuft. Wölfe sind sehr vorsichtige Tiere. Sie nehmen Menschen mit ihren gut ausgebildeten Sinnen meist frühzeitig wahr und weichen meist bereits aus, bevor sie überhaupt bemerkt werden. Wer dennoch einem Wolf begegnet, sollte sich ruhig verhalten und das Tier nicht in die Enge treiben. In der Regel dreht sich der Wolf um und zieht von dannen.

Hier die Pressemitteilungen: https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/248744?fbclid=IwAR2Q-cWFmMKjAgf0FdIjfKnNHZu3ie1sRC9gLYQ3eE2Z4p2A-phSOPZqdbI