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Wolfsschutz Deutschland e. V. wünscht frohe und entspannte Weihnachten

Wir wünschen allen Wolfs-, Natur- und Tierfreunden frohe Festtage mit dieser Fotomontage von SarahRichterArt. Bestimmt werden einige ein solches Bild wieder einmal als hoffnungslos romantisch erachten, dabei könnte das Bild durchaus der Realität entspringen. Einer Realität, wie sie Menschen erlebten, die noch nicht sesshaft waren und die als Jäger und Sammler lebten. Der Wolf ist der Vorfahre unserer Hunde und damals nannten ihn die Menschen „Bruder Wolf“. Dass es tatsächlich enge Bindungen zwischen Wölfen, dem Vorläufer der Hunde gab und Menschen, gilt inzwischen als umumstritten. Es gibt sogar Forscher, die der Ansicht sind, nicht der Wolf habe von den Jagdgeschicken der Menschen profitiert, sondern Menschen hätten das Jagdgeschick von Wölfe erlernt. Dabei gab es schon immer Wölfe, die Menschen mehr zugetan waren, als andere. Sie lebten zunächst noch mehr oder weniger zahm mit in den Gemeinschaften. Bekannt sind sie heute als so genannte Lagerwölfe. Einige Wissenschaftler und Wolfsexperten sind sich heute sogar sicher, dass Kinder und Wolfswelpen wie Geschwister aufgezogen wurden und menschliche Kinder zusammen mit Wolfswelpen ja sogar gesäugt worden sind. Wie sonst hätten Welpen, die entweder durch Unfälle ihrer Eltern zu Waisen wurden oder ganz bewusst von den damaligen Jägern und Sammlern aus den Wolfsbauten gestohlen wurden, überlebt. Ohne Milch hätten solche Welpen nicht überlebt. Also ist es nicht unwahrscheinlich, dass vor vielen tausend Jahren ein Wolf als Beschützer seinen menschlichen Geschwistern zur Seite stand. Vorteile aus solchen Gemeinschaften hatten beide: Mensch und Wolf. Die Verfolgung und das massenhafte Töten von Wölfen begann erst, als der Mensch sesshaft wurde, mit Ackerbau begann und anfing, sich Nutztiere zu halten. So wurde aus „Bruder Wolf“ ein Beutekonkurrent. Der Höhepunkt der Wolfsverfolgung wurde im Mittelalter erreicht. Im Zuge der Hexenverfolgungen massakrierte man Frauen wie Wölfe gleichermaßen. Oft unter Zuhilfenahme von ähnlich hasserfüllten Argumenten, wie sie heute mit Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus erneut aufkommen.

Seit rund zwanzig Jahren haben wir nun in Deutschland die Chance, einen der faszinierendsten Beutegreifer, die je auf unserer Erde lebten, zurück in seiner Heimat zu begrüßen. Wölfe renaturieren ganze Systeme, sie halten Wild und Wald gesund. Kein Märchen, sondern Tatsache. Anhand der Geschichte des Yellowstoneparks in den USA ist dies sogar wissenschaftlich bewiesen. Doch der Wolf steht noch für so vielmehr: Er steht als Symbol dafür, dass die Menschheit das Ruder noch zurückreissen kann. Denn beuten wir weiterhin die Natur und unsere Mitlebewesen zu Gunsten von Profit, Gier und Geld sowie den Interessen einiger weniger weiter aus, wird sich die Menschheit sprichwörtlich den eigenen Ast absägen, auf dem sie sitzt.

Wissenschaftler haben ein neues Zeitalter ausgerufen. Das Zeitalter des Menschen. Das Anthropozän bezeichnet eine geochronologischen Epoche: nämlich des Zeitalters, in dem der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden ist. Waren bisher Naturereignisse für Massensterben von Arten verantwortlich, ist es nun der Mensch. 

Eine indianische Legende soll lauten, wenn dieses Zeitalter gekommen sei und Menschen ihre Mitlebewesen ausrotten würden, würden die Regenbogenkrieger auftauchen und die Erde retten. Können wir es uns erlauben, auf Regenbogenkrieger zu warten, die uns aus der Bredouille helfen? Vielleicht sind die Regenbogenkrieger ja schon längst da. Sie stecken in jedem von uns und jeder von uns hat diese Fähigkeit, das Leid unserer Mitlebewesen zu erkennen, Empathie zu entwickeln und Taten daraus entstehen zu lassen. Wir sind die letzte Generation, die das Ruder noch herumreißen kann. Wir sind es unseren Kindern und Enkeln und auch unseren Mitlebewesen schuldig, einen Planeten zu hinterlassen, auf dem Mensch und Tier eine Zukunft hat.

Kämpfen wir also weiter für die Wölfe. Wir hatten eine gemeinsame Vergangenheit und wir fordern eine gemeinsame Zukunft. Dabei zählt jedes Leben. Kämpfen wir darum, dass unsere Kinder und Enkel die Chance haben, einen frei geborenen und frei lebenden Wolf zu sichten. Er wird uns nicht fressen. Wölfe sehen uns als Mitbeutegreifer an. Wird Rotkäppchen einmal mit Wölfen Schlittschuh laufen, oder wird sie ein Wolf vor bösen Leuten beschützen? Wir wissen es nicht. Aber das wäre vielleicht ein Anfang einer wunderbaren Weihnachtsgeschichte…

Wir danken allen ganz herzlich, die uns in diesem Jahr unterstützt haben. Ganz gleich ob aktiv vor Ort, durch Mitgliedschaft oder durch Spenden.

Wir wünschen eine frohe Weihnacht und besinnliche Tage

Vorstand Wolfsschutz Deutschland e. V.

 

 

 

 

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6 Gedanken zu „Wolfsschutz Deutschland e. V. wünscht frohe und entspannte Weihnachten

  1. Ein ganz wunderbarer Artikel mit einem sehr speziellen und außergewöhnlichen Grußwort, den ihr dort verfasst habt! Die Botschaft geht mir direkt ins Herz und ich bekomme Gänsehaut beim Lesen, und wieder einmal wird mir klar, warum ich mich bei Wolfsschutz Deutschland aktiv engagiere. Ich bin endlich dort angekommen, wo ich hingehöre, froh und dankbar zu unserem „Rudel“ zu gehören. Ja, wir sind „Earth Warrior“(toller Song von OMNIA, übrigens) , und unsere Arbeit ist enorm wichtig für unsere Erde, denn alles muß wieder ins Gleichgewicht gebracht werden!
    Wer den Wolf wirklich schützen will, der kommt an Wolfsschutz Deutschland nicht vorbei, soviel ist sicher!
    In diesem Sinne wünsche ich euch wunderbare Festtage und einen guten Rutsch ins Jahr 2019, mit „verwolften“ Grüßen,
    Ulrike (Rika) De Heuvel ❤️??❤️

  2. Vielen Dank für diese Worte, die ins Herz treffen und zu Nachdenken anregen sollten. Ich bin der festen Meinung, die Regenbogenkrieger sind bereits unter uns. Es sind die Menschen, die sich mit aller Kraft für unsere Natur mit all ihren Geschöpfen einsetzen. Manche finden sich zu kleinen Gruppen, man könnte auch sagen Vereinen, zusammen und gehen gemeinsam in den Kampf gegen Ausbeutung, Profitgier, Vernichtung und Raubbau.
    Der Verein Wolfsschutz-Deutschland e.V. hat in der kurzen Zeit seines Bestehens bereits Unglaubliches geleistet. Ein herzliches Dankeschön an den Vorstand und den ganzes Mitgliedern. Ein frohes und ruhiges Weihnachtsfest, sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht Euch von ❤️ Birgit Schleinitz ?

  3. ich finde das Bild nicht hoffnungslos romantisch sondern liebevoll gestaltet. Es zeigt uns bildlich, welche Freundschaft unter allen Tieren möglich wäre, denn auch wir Menschen gehören ins Tierreich. Der Artikel ist so gut geschrieben, dass ich geweint habe und das auch normal gefunden habe. Ich wünsche auch allen Menschen, die unseren Mitlebewesen mit Empathie begegnen ein besinnliches Weihnachtsfest und viel Kraft für das neue Jahr. Wolfsschutz Deutschland danke ich für die vorbildliche Arbeit und das große Engagement für die wunderbaren Wölfe.

  4. Euch allen ein schönes Weihnachtsfest, lasst uns weiter für die Wölfe kämpfen und ich freue mich sehr, das in NRW jetzt eine 2. Wölfin beheimatet ist. Eine Frage, darf man das schöne Bild als Weihnachtsbotschaft weiterleiten?

  5. Hallo liebe Wolfsfreunde,
    ich wünsche euch auch von ganzem Herzen Frohe Weihnachten…
    Und ich kann mich nur anschließen, lasst uns weiterhin für die Wölfe kämpfen…

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