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DBB-Wolf gibt Schadenstatistik für 2017 heraus – Summen in Vergleich zu anderen Aufwendungen in Deutschland gering

Nutztierhaltung im Wolfsgebiet

Herdenschutz gehört überall dort zur guten fachlichen Praxis der Nutztierhaltung, wo Wölfe dauerhaft vorkommen. Wölfe unterscheiden nicht zwischen wildlebenden und den in Menschenhand lebenden Beutetieren. Sie töten zur Nahrungsaufnahme solche Tiere, die sie leicht überwältigen können. Kleinere Nutztiere wie Schafe und Ziegen sind – verglichen mit wilden Huftieren – eine sehr einfache Beute, sofern sie nicht geschützt sind, schreibt die DBB-Wolf in ihrem Bericht für 2017.

Für Präventionsmaßnahmen wurden insgesamt 1.324.956 Euro aufgewendet. Entschädigungen lagen bundesweit gerade mal bei 187.894 Euro. Wie lächerlich gering diese Zahlen sind,  zeigt beispielsweise dass das Wehrressort von Ursula von der Leyen alleine bis zu 150 Millionen Euro jährlich an Berater laut einem Bericht des Spiegel zahlte. Zudem hat EU-Kommisar Phil Hogan auf der Grünen Woche in Berlin bekannt gegeben, dass künftig statt 80 %  jetzt 100 % erstattet werden sollen. Wir fragen uns, warum die GroKo ihren Verpflichtungen, die auch Deutschland in den EU-Verträgen eingegangen ist, nicht erfüllen mag und stattdessen auf die Dezimierung von Wölfen setzt. Zumal der Wolfsbestand laut EU in Deutschland noch immer nicht gesichert ist. 

Weidetierhalter könnten unserer Ansicht nach ohne Probleme durch die GroKo mit Geldmitteln unterstützt werden.

So schreibt die DBB-Wolf weiter: In vielen europäischen Ländern, in denen Wölfe vorkommen, sind Übergriffe auf Nutztiere die Hauptkonfliktquelle. Dieser Konflikt ist so alt wie die Viehhaltung selbst; ebenso alt sind viele Schutzmaßnahmen. Der Abschuss von einzelnen Wölfen hilft, wenn überhaupt, nur kurzfristig in besonderen Situationen. Um die Probleme dauerhaft möglichst gering zu halten, hilft es nur, Schafe und Ziegen im Wolfsgebiet flächendeckend zu schützen.

Warum hören die Umweltminister Lies und Albrecht nicht auf die Einschätzung sowie Fakten von Fachleuten und geben stattdessen jeweils einen Wolf in Schleswig-Holstein und Niedersachsen zum Abschuss frei? 

Mehr Wölfe, mehr Arbeit – Warum keine Weidetierprämie?

Außerdem hat das LUPUS-Istitut dies herausgefunden: In den Gebieten, wo der Wolf bis heute überlebt hat, werden die Herden wie eh und je von Hirten und Herdenschutzhunden bewacht und während der Dunkelheit in Nachtpferchen gehalten. Anders in Gebieten, in denen Wölfe völlig ausgerottet waren. Hier konnte auf den Herdenschutz weitgehend verzichtet werden – eine erhebliche Arbeitserleichterung für die Halter von Nutztieren. Mit der Rückkehr der Wölfe in ihre ehemaligen Verbreitungsgebiete tauchen die Wolf-Nutztier-Konflikte wieder auf. Die Art und Weise der Nutztierhaltung muss wieder an die Anwesenheit von Wölfen angepasst werden. Dies ist für die Betroffenen zum Teil mit einem Mehraufwand an Arbeit verbunden, wenn etwa verbesserte Zaunsysteme eingesetzt werden, deren Handhabung unter Umständen arbeitsaufwendiger ist. Werden Herdenschutzhunde eingesetzt, müssen auch diese täglich versorgt und kontrolliert werden.

Wir von Wolfsschutz Deutschland e. V. fordern von der Regierung,  endlich eine Weideprämie für Tierhalter sowie Futterzuschüsse für Herdenschutzhunde auszuloben.

In einem Vergleich der Nutztierschäden in verschiedenen europäischen Ländern zeigte sich, dass das Ausmaß der Schäden an Nutztieren weder von der Größe des Wolfsbestandes in einem Land, noch von der Anzahl der Nutztiere abhing (Kaczensky 1996). Entscheidend war, wie gut oder schlecht vor allem Schafe und Ziegen vor Wolfsübergriffen geschützt waren. Diese Analyse wird durch Erfahrungen in Deutschland bestätigt.

Hier die komplette Datei. Schäden_Prävention_Kompensation_DE2017_final

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20 Gedanken zu „DBB-Wolf gibt Schadenstatistik für 2017 heraus – Summen in Vergleich zu anderen Aufwendungen in Deutschland gering

  1. Bei entsprechendem Schutz der Weidetiere durch ausreichend hohe,feste Zäune und Herdenschutzhunden bedarf es keiner besonderen Unterstützung. Die Anschaffung der Herdenschutzhunde und das Errichten der Zäune sind eine einmalige größere Ausgabe. Das Ausbleiben der Verluste durch Wolfsrisse ist dadurch voll und ganz ausgeglichen! Eine finanzielle Unterstützung durch
    den Staat ist m.E. daher nicht erforderlich.

  2. Es gibt ja offizielle Schätzungen, wieviel Schaden der Wolf durch sein Hiersein den Waldbesitzern (und wohl auch Landwirten) erspart … wenn ich das richtig erinnere reden wir da von 15 Millionen … und jetzt ?
    Passt bestimmt Einigen nicht, die sich auf dem gleichen primitiven Niveau bewegen, wie der „grosse Blonde“ von „überm Teich“ !

  3. Herdenschutzhunde kosten viel Geld wenn sie als fertig ausgebildete Tiere erworben werden. Einen unausgebildeten Welpen anzuschaffen hätte erst 3 Jahre später den gewünschten vollen Nutzen. Kosten für Futter, Pflege und den Tierarzt hat der Besitzer, aber bei der Anschaffung eines so wertvollen Tieres sollte der Staat finanzielle Unterstützung gewähren, was im Endeffekt mit Sicherheit günstiger ist, als Entschädigungen für viele Risse zu entschädigen.

  4. ganz richtig ist die Aussage, die Art der “ Nutztierhaltung “ muss an die Anwesenheit der Wölfe angepasst werden, d.h. gute Zäune und Herdenschutzhunde. Die Wölfe gehören hierher und das soll so bleiben.

  5. Ich bin wie Renate Spors der Meinung, Wölfe gehören hier her. Die Nutztierhalter sollten amtlich dazu verpflichtet werden, ihre Nutztiere dementsprechend zu schützen.

  6. Der Mensch muß allmählich sich der Situation anpassen. Die Anwesenheit der Wölfe dient dem Gleichgewicht in der Natur!
    Man denke an die radikale Vernichtung von Füchsen. Das Ergebnis: die Mäuse haben sich danach zu einer großen Plage entwickelt!

  7. Zur Zeit sieht man viele Probleme als neu an, die aber schon länger bestehen. Bildmaterial das ihr geliefert habt, zeigte eindeutig keinen ausreichenden Herdenschutz. Man setzt sich über den Schutzstatus des Wolfs hinweg und schreit Entnahme. Viele Menschen sagen es war so ohne Wolf und so soll es auch bleiben. Keiner erinnert sich daran einst lebten bei uns Wölfe. Aber auch andere Gerichte statuieren ein Exempel. Siehe auch die junge Umweltaktivistin Eule. Die Judikative will nichts aufkommen lassen, spricht Urteile die total überzogen sind. Es weht uns allen ein scharfer Wind derzeit entgegen. Dieses Schwarze Regierung hat nicht einmal mehr einen Rotstich! Auch geht man nicht gegen die Trophäenjagd vor! Ich denke wir sollen mit Absicht entmutigt werden. Denn der Tierschutz steht schlecht da. Beim Tierrecht, ist es noch schlimmer wir werden als Spinner bezeichnet.

  8. ..da werden sich künftig noch einige warm anziehen müssen …
    in der Bevölkerung setzt es sich immer mehr durch, daß Tierschutz ein wichtiger Faktor für unsere Zukunft ist !
    Daran kann kein Politiker vorbei – siehe das Volksbegehren in Bayern…
    Der absolute Super-Gau für einige „Jagdfreunde“ wäre, wenn einmal das statt findet, was ich heute in einem Tierfilm als Kommentar gehört habe
    Zitat sinngemäß: „Es gibt auch in Deutschland ausreichend große Waldflächen, die dem Braunbär eine Lebensgrundlage böten“
    Oh Oh was dann ?!

  9. Wer hier neben den Jägern die Wölfe vorsätzlich anfüttert, sind die Nutztierhalter, die ihrer Verantwortung gegenüber den ihnen anvertrauten Tieren nicht gerecht werden und nicht für einen gehörigen Herdenschutz sorgen. Das wäre der Ansatz für die Umwelt – und die Landwirtschaftsmini-sterinen, dafür Sorge zu tragen, dass es endlich einen wirksamen Herdenschutz gibt.
    Die schlimmste Bestie ist der Mensch, der sich anmaßt zu glauben, dazu bestimmt zu sein, Gott gleich darüber zu entscheiden, welche Kreatur ein Recht hat, in Gottes Welt zu leben und welche nicht.

  10. Bekanntermaßen sind Nutztiere bei entsprechend durchgeführter Maßnahme durchaus geschützt! Sollen die Nutztierhalter doch endlich den Anweisungen der Fachkräfte folgen!

  11. ..sehr erstaunlich, entsteht nun neben den bisherigen Landesumweltämtern der Bauerverbände auch ein Bundes Keul Ministerium?…da haben die Lobbiisten den Bauernverbände nun aber schwer gegraben um den wirtschaftlichen Ausgleich zum Glyphosatverlust zu finden…erstaunlich auch, dass man in Deutschland,immer wieder aus Einfallslosigkeit und purer Dummheit auf,den Weg scheinbares Altbewährtes zurückgreift ohne sich jegliche sonstige Gedanken machen zu müssen…besonders im Bundesumweltministerium, in dem seit knapp 1 1/2 Jahren eh nichts mehr sinnvolles passiert !..Nun, wir fordern ja auch nicht, dass man geistig Minderbemittelte wieder in ein Euthanisiegesetz intergriert,,selbst wenn es sich um Politiker handelt !….Also was soll diese Gier um jeden Fall mal,in der Presse in Erscheinung zu treten?…wird nun endlich Zeit, dass die SPD mit soviel Holzköpfen die Regierung verlässt !

  12. Jetzt kommt es ganz dicke: die ehemalige Kohlelobbyistin Swenja Schulze, heute hauptamtlich als Umweltministerin improvisierend und regelmäßig in so lustigen TV-Unternehmungen wie Blasbergs Warmluftsendung (Hart aber Fair) tingelnd, verkleidet sich jetzt auch noch in der Karnevalssaison mit einem Wolfskostüm und hat dabei (ja tatsächlich…!!!) ein Schild dabei „NICHT SCHIEßEN !“ um den Hals hängen. (Hat sie tatsächlich getan). Wenige Tage später (hoffentlich merkt es niemand…) gibt sie dem allerreaktionärsten deutschen Blatte (ja dem mit den vier Buchstaben..) ein Interview, in dem sie im Brustton der Überzeugung ankündigt, das Abknallen von sogenannten „Problemwölfen“ ab sofort zu radikal zu erleichtern- einfach so. Partei-Sympathisanten wie den umwelttechnokratischen Sprecher vom NABU springen sofort willfährig in den konservativ-liberalen Medien, wie dem DLF (mit absurden Behauptungen, wie z.B. dem Wolf gehe es doch blendent in Deutschland ) bei: Wenn der Wolf in der Kultursteppe Deutschland halt nicht lernt das er zwar wild (ein Wildtier) ist, sich aber in der Kulturlandschaft kultiviert verhalten soll, indem er es auch bleibt, dann soll jetzt gefälligst auch die Höchststrafe erfolgen: Intelligente Wölfe die oportun und zutraulich sind oder Futter vom Menschen annehmen, soll jetzt kräftig eine übergebraten werden. Wo kommen wir sonst hin im Staate ? Zutraulich Wolfswelpen, die nur spielen wollen ?Man muss ja wirtschaftlich denken. Sonst fährt man ja auch nur in den Discounter um sich dort die Waren nur zu betrachten und zu bestaunen und nicht mitzunehmen, nicht wahr ? Und Schäfereibetriebe oder Kuhbauern ( die hierzulande sowieso jeden einzelnen Cent umdrehen müssen) möchten vielleicht auch noch die eine oder andere trächtige Kuh oder kümmernde Lämmchen nach dem nahen Osten oder Asien verkaufen.
    Und diejenigen, die es doch wagen ihrer Natur nachzugben wie es diese so vorgesehen hat und sich ein paar Happen einstecken am freien Büffet der Natur -sprich sich vor lauter Hunger an der degenerierten Nutztierresource vergreifen, die ja der Mensch für sich exklusiv – als Sklaven – (denn er kann ja über deren Leben etscheiden, wie es ihm beliebt) hält, wie es ihm der Appetit also eingibt, die sollen ab sofort konsequent in den Orkus geschickt werden. Zumal deutsche Jäger auch noch in ihrem Drange auf alles was Lebendiges ist (nein, der Mensch gehört natürlich nicht dazu) zu schießen, auch noch zu berücksichtigen sind. Dann schon lieber freie Fahrt für freie Bürger im Land der Kultur (vom Menschen bewirtschaftete Ödnisse). Wildnis soll sein,ja. Ein bisschen Dulldung (vielleicht um das schlechte Gewissen zu beruhigen)- nur wild darf sie nicht sein. Sie muss sich anpassen – Quasie ein Freilandzoo, ein Widerspruch in sich selbst, der selber Schuld ist, wenn ihm seine innere Wildnis zum Widerspruch gerät.

  13. Korrekt !!!
    „Kulturlandschaft schön und gut – derjenige der diese am meisten schädigt, ist …
    der Mensch !!!
    Typen denen es nur um Ausbeutung derselben geht – siehe Massentierhaltung ohne Rücksicht (oder gesetzliche Vorgaben) dass die Verwertung umweltgerecht und nicht grundwasserbelastend zu erfolgen hat – füllen sich ihre Taschen und unterstützen Zeitgenossen, die der Meinung sind, dass man jederzeit täglich ein dickes Steak zum Dumpingpreis „fressen“ können muss – Resultat Übergewicht und sehr hohe Krankenkosten die von der Gemeinschaft der Versicherten getragen werden.
    Es ist aber nicht beliebt, so was zu sagen, weil diese wandelnden Fettschürzen kein Interesse daran haben, über ihr Verhalten nachzudenken.
    Fütterung von Wölfen gehört demnach auch unter schwere Strafe zu stellen, weil sie das Verhalten dieser negativ beeinflusst.
    …und dann gab es ja in den letzten Tagen wieder von politischer Seite Bemerkungen, die den Rotkäppchenfans in die Karten spielen – „wenn in der Nähe des Waldkindergartens Wölfe auftauchen…“ Oh Gott die armen Kindern und deren Helikoptereltern !
    Unterstützt wird das Ganze natürlich von der Fraktion der schießwütigen Jäger – glücklicherweise gibt es auch Jäger, die einen Nutzen im Wolf erkennen können, und das sind keine blöden – sie haben sich tiefer gehend mit der Thematik beschäftigt!
    Hobbyjäger, die sich nur gelegentlich in ihrem Revier sehen lassen – und davon gibt es zu viele – brauchen natürlich einen großen Wildbestand um die einmal stattfindende „Gesellschaftsjagd“ erfolgreich durchzuführen und Gleichgesinnte zu begeistern…
    Kurz und gut – das Thema wird noch lange diskutiert werden und es wird noch viel Einsatz derer, die den Wolf schützen wollen, benötigen um da eine allseits akzeptierte Lösung zu finden !

  14. „Die Folge ist , daß einer vogelfreien Umwelt ein moralisch sich selbst rechtfertigender Triebtäter gegenübersteht, dem es als einziges System in der Entwicklungsgeschichte der Arten bisher gelungen ist, der Bestandsregulierung und Kontrolle durch natürliche Feinde oder Nahrungsangebot zu entkommen. System im gleichen Sinne, wie auf der Stufe der Zellen ein ähnlich virulentes Multitalent am Werke ist, das sich in entsprechender Weise wie das System Mensch hervortut durch Konkupiszenz und Prädomination: die Krebszelle. Auch sie verfügt über Codices- hier immunologischer Art-, die eigenen Klone in Vorteil zu bringen, ihnen notwendige Rückendeckung zu verschaffen, um sich voll auf das eine Ziel konzentrieren zu können. Auch diese Zellhaufen sind der Kontrolle durch natürliche Regulatoren entwichen, ihr malignes Treiben währt solange, bis ihre Umwelt, der betroffene Wirt, zu Grunde gegangen ist.“ (Rigo Baladur)

  15. Zustimmung – keine Art auf dieser Erde geht so rücksichtslos mit seiner Umwelt um !
    Raubtiere würden niemals den kompletten Bestand ihrer Beutetiere ausrotten, weil dann nichts mehr zum Leben über bleibt.
    Nur der Mensch und darunter ganz bestimmte Gestalten belasten mit quälerischer Massentierhaltung und anschliessender Verschmutzung von Böden und Grundwasser
    unsere Umwelt … Ziel maximaler Gewinn !
    Der Wolf stört weil Halter einen höheren Aufwand betreiben müssen und denen das ihre Bequemlichkeit stört !!!
    Schlimm ist vor allem, dass sich Politiker vor deren Karren spannen lassen, ohne rot zu werden!
    In der Massentierhaltung werden Schweinen 0.15 qm mehr Fläche zugestanden – grosszügigerweise dürfen Ferkel noch ein paar Jahre länger ohne Betäubung kastriert werden und alte Sturköpfe, die ihre Art der Jagd als traditionell und unverrückbar betrachten, siehe auch die ewige Fuchsjagd entgegen jeder wissenschaftlicher Erkenntnisse, dollen sich jetzt wieder austoben dürfen….
    Da kann keiner erwarten dass jemand Mitleid
    empfindet, wenn sich einige von denen aufgrund von Sehschwäche etc. gegenseitig erschiessen…
    Sollte das so laufen, wie angekündigt wäre es denkbar dass in Revieren, wo Wölfe geschossen wurden, auf wundersame Art und Weise ständig Hochstände an mangelnder Standsicherheit „leiden“….

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