Der Wolfsmond: Ein Symbol für Stärke, Mysterium, Naturschutz und Freiheit

Am 2. Januar 2026 starten wir frisch und motiviert ins neue Jahr – und was könnte passender sein als ein Thema, das direkt mit unserem Namensgeber verbunden ist: der Wolfsmond. Der erste Vollmond des Jahres, der traditionell als Wolfsmond bezeichnet wird, leuchtet morgen hell am winterlichen Himmel und erinnert uns an die faszinierende Welt der Wölfe. In diesem informativen Artikel tauchen wir in die Geschichte und Bedeutung dieses Phänomens ein, entmystifizieren gängige Mythen und verbinden es mit der aktuellen Situation der Wölfe in Deutschland.

Der Wolfsmond ist der Name für den ersten Vollmond im Januar, eine Bezeichnung, die seit Jahrhunderten in verschiedenen Kulturen verwendet wird. Ursprünglich stammt der Begriff aus europäischen Traditionen, wie keltischen oder altenglischen Quellen, wo der Januar sogar als „Wolf-Monat“ bekannt war. In der kalten, dunklen Winterzeit war Nahrung knapp und Wölfe kamen menschlichen Siedlungen näher auf der Suche nach Beute. Besonders in klaren Vollmondnächten war ihr Heulen weit zu hören – ein unheimliches, unvergessliches Geräusch, das die Menschen mit dem Mond assoziierten. Später wurde der Name von nordamerikanischen indigenen Völkern, wie den Algonkin-Stämmen, übernommen oder unabhängig ähnlich geprägt. Diese Kulturen benannten Vollmonde oft nach natürlichen Ereignissen oder Tieren, die in der jeweiligen Jahreszeit präsent waren – so wie der „Schneemond“ im Februar oder der „Erdbeermond“ im Juni. Im 20. Jahrhundert machten die berühmten Farmer’s Almanacs – traditionelle amerikanische Jahrbücher mit Wettervorhersagen, astronomischen Daten und Folklore – diese Namen weltweit populär. Besonders der „Old Farmer’s Almanac“ (gegründet 1792) und der „Farmers‘ Almanac“ (gegründet 1818) verbreiteten die poetischen Bezeichnungen in den 1930er Jahren systematisch. Heute symbolisiert der Wolfsmond in vielen Kulturen Neuanfang, Intuition, Gemeinschaft und die Überwindung der Winterdunkelheit – eine spirituelle Kraft, die perfekt zum Jahresstart passt.

Wichtig zu wissen: Wölfe heulen nicht den Mond an! Das ist ein Mythos. Ihr Heulen dient der Kommunikation innerhalb des Rudels, zur Markierung von Territorien oder während der Paarungszeit, deren Rituale oft schon im Januar beginnen. Im Winter, wenn die Luft klar und still ist, trägt der Schall besonders weit – daher die Verbindung zum Vollmond.

Basis ist ein echtes Foto, © Brigitte Sommer. Der Hintergrund wurde durch KI zu einem winterlichen Eindruck verändert.

Von Mythos zur Realität: Die Wölfe in Deutschland heute – Ein Skandal aus Lobbyismus, Korruption und falschen Zahlen

Der Wolfsmond ist nicht nur ein schönes Himmelsereignis, sondern eine Gelegenheit, über die realen Wölfe nachzudenken. In Deutschland sind Wölfe nach über 150 Jahren Ausrottung seit den 2000er Jahren erfolgreich zurückgekehrt. Aktuell stagniert der Bestand erstmals, was auf eine massive illegale Beseitigung hinweist, denn in Deutschland ist noch reichlich Platz für Wölfe. Doch statt Schutz zu stärken, wird der Wolf systematisch geopfert: Im Juni 2025 wurde der Schutzstatus des Wolfs in der EU-FFH-Richtlinie von „streng geschützt“ auf „geschützt“ herabgestuft, was Abschüsse unter bestimmten Bedingungen erleichtert. Die Bundesregierung hat kürzlich einen Gesetzentwurf beschlossen, um den Wolf ins Bundesjagdgesetz aufzunehmen und Wölfe künftig zu bejagen.  Bei Wolfsschutz-Deutschland e.V. sehen wir das als Skandal: Wir sind strikt gegen jeden Abschuss! Diese Politik ist geprägt von Lobbyismus der Agrar- und Jägerschaft, die wissenschaftliche Fakten verbiegt und Korruption fördert. Der „günstige Erhaltungszustand“ – Voraussetzung für die Herabstufung – wurde politisch manipuliert: Ein Schreiben aus dem Staatssekretariat von Jochen Flasbarth (SPD) wies an, wissenschaftliche Daten des Bundesamts für Naturschutz zu ignorieren, das Referenzgebiet zu verkleinern und die Mindestpopulationsgröße herunterzustufen. Das sind falsche Zahlen, die eine mögliche Rechtsbeugung darstellen und nur der Lobby dienen. Schadenszahlen wie die 4.300 getöteten Weidetiere 2024 sind gering, werden aber in Medien übertrieben dargestellt, da viele Fälle wegen mangelnden Herdenschutz vermeidbar wären – und Jagd führt wissenschaftlich zu mehr, nicht weniger Rissen, da destabilisierte Rudel leichtere Beute suchen. Politiker wie Landwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) feiern das als „guten Tag für Weidetierhalter“, während es purer Populismus ist, der die Jägerschaft bedient. Die Grünen, die den Abbau als Regierungspartei mittrugen, kritisieren nun heuchlerisch aus der Opposition heraus.

Schon im Januar 2026 soll der nächste Schritt folgen: Der Gesetzentwurf geht in den Bundestag, mit erwarteter Zustimmung im Bundesrat durch unionsgeführte Mehrheit – ein weiterer Schlag gegen den Naturschutz. Statt Jagd fordern wir Koexistenz. Das wirksamste Mittel gegen Risse sind bewährte Schutzmaßnahmen wie Elektrozäune, Herdenschutzhunde und gezielte Beratung – mit 100-prozentiger, unbürokratischer Förderung.

Wir setzen uns ein gegen illegale Tötungen, Datenmanipulation und Lobbyeinfluss – der Wolf ist ein wichtiger Teil unseres Ökosystems, hält Wildbestände gesund und er ist hier genauso zu Hause wie wir Menschen. Lasst uns den Wolfsmond als Symbol für Stärke und Schutz nutzen, um Mythen durch Fakten zu ersetzen und Korruption aufzudecken.

Der leider viel zu früh verstorbene Schriftsteller und Philosoph Gunnar Kaiser fragte sich in einem emotionalen Beitrag ob er genug getan habe.  Ein Zitat daraus: „Am Endes des Lebens geht es nicht darum, wie gut Du die Regeln eingehalten hast und wie viele Gesetze Du befolgt hast, sondern ob Du der geworden bist, der in Dir angelegt ist.“ https://www.youtube.com/watch?v=_P2cc1fH7Jw

Tun wir genug? Es wird kein Retter von außerhalb kommen, die Rettung liegt in uns selbst. https://wolfsschutz-deutschland.de/mitglied-werden/

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:

Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr –  und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich. 

Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

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