Wolf Alster ist frei – aber auf Bewährung

Wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. freuen uns über die Auswilderung des jungen Wolfs „Alster“ aus Hamburg. Nach wochenlanger Ungewissheit durfte das verängstigte Jungtier plötzlich nun doch endlich wieder in die Freiheit. Statt Einschläferung oder lebenslanger Gefangenschaft hat die Umweltbehörde den einzig richtigen Schritt gewählt: Freilassung. ABER – und dieses Aber ist entscheidend – handelt es sich um eine Schein-Freilassung.

Alster trägt jetzt ein GPS-Sendehalsband. Er ist „frei“, aber permanent überwacht. Sein genauer Freilassungsort bleibt geheim. Der vollständige Polizeibericht zum Vorfall in der Einkaufspassage Altona wurde bis heute nicht veröffentlicht. Und die gesammelten Bewegungs- und Verhaltensdaten fließen direkt in Strukturen, die aus Wolfsschutz-Sicht alles andere als neutral sind.
Beispielfoto Jährling. © Brigitte Sommer

Notwehr-Situation statt „gefährlicher Wolf“

Erinnern wir uns: Ein knapp einjähriges, stark verängstigtes Jungtier irrt in eine belebte Passage, läuft panisch gegen gläserne Türen und will nur raus. Eine Frau nähert sich ihm – vermutlich in der gut gemeinten Absicht zu helfen. Dabei kommt es zu einer leichten Verletzung (Riss im Mundwinkelbereich). Zeugenaussagen sprechen von einem Prankenschlag oder panischen Schnappen in höchster Stresslage. Selbst wenn es ein Biss gewesen sein sollte, und das stellten wir von Wolfsschutz-Deutschlande e. V. von vorne herein fest: Es war klassische Notwehr eines Wildtiers, das sich in die Enge getrieben fühlte. Statt dies als einmaligen Ausnahmevorfall einzuordnen, wurde der Wolf wochenlang medial und politisch hochgekocht. Die Frau selbst wurde von beiden Lagern angegriffen – von Wolfsgegnern instrumentalisiert, von manchen „Wolfsfreunden“ moralisch verurteilt. Solche öffentlichen Hinrichtungen haben nur einen Zweck: Hilfsbereite Bürger abzuschrecken. Wer will künftig noch ein verletztes oder verirrtes Wildtier retten, wenn er danach in Presse und Internet zerrissen wird?

Angst-Rhetorik und die falschen Prioritäten

Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) warnte öffentlich: „Er hat das einmal getan, tut er das wieder?“ und sprach von Schulhöfen und Kitas. „Wölfe sind Raubtiere“, sagte sie. Am selben Tag (30. März 2026) wurde in Hamburg-Groß Flottbek ein 13-jähriger Junge vor der Stadtteilschule Flottbek bei einer Auseinandersetzung unter Jugendlichen lebensgefährlich mit einem Messer verletzt. Einer der beiden 15-jährigen Tatverdächtigen ist syrischer Staatsangehörigkeit; beide waren der Polizei bereits wegen früherer Gewaltdelikte bekannt. Die politische und mediale Aufregung darüber blieb so gut wie aus.Viele Wolfsfreunde behaupten immer wieder, wolfsfeindliche oder restriktive Politik käme ausschließlich „von rechts“. Dieser Fall zeigt einmal mehr, dass Politiker aller Parteien mitmachen. Eine grüne Senatorin nutzt Angst-Rhetorik vor dem Wolf, während reale Gewalt an Schulen ruhiger behandelt wird. Wir sind überzeugt: Die Messerthematik könnte aus Angst vor der AfD bewusst zurückhaltend benannt werden. Paradoxerweise könnte genau diese Tabuisierung die AfD eher stärken statt schwächen.

Die wahren Gefahren, von denen abgelenkt werden könnte

Während über einen einzelnen, leichten Wolfs-Vorfall wochenlang debattiert wird, laufen parallel Entwicklungen, die viele Bürger als schleichende Einschränkungen von Freiheit, Frieden  und Transparenz empfinden:
  • Die Einführung der Europäischen Digitalen Identität (EUDI-Wallet) soll bis Ende 2026 flächendeckend kommen.
  • Der digitale Euro (CBDC) befindet sich in der finalen Vorbereitungsphase – eine Entscheidung könnte noch 2026 fallen, die Einführung ab 2028/2029 möglich sein.
  • Seit Januar 2026 müssen Männer zwischen 17 und 45 Jahren Auslandsaufenthalte länger als drei Monate vorab beim Karrierecenter der Bundeswehr genehmigen lassen.
  • Kriegstreiberei und die Kriege im nahen Osten.

Gleichzeitig fließen deutsche Steuergelder (über den EU-Haushalt und niedersächsische Landesmittel) in das EU-Projekt LIFE WILD WOLF, an dem der NLWKN beteiligt ist. Dieser ist zugleich für Wolfsschutz und Abschussgenehmigungen zuständig. Im Projekt sitzt auch die FACE (europäischer Jagd-Dachverband). In Niedersachsen betreibt die Landesjägerschaft das offizielle Monitoring – Jäger liefern die Daten, die nun auch künftig von den Jägern für Verhaltensbewertungen und Abschüsse genutzt werden können. Seit dem 2. April 2026 gilt dort ein erleichtertes Schnellabschuss-Verfahren mit Quoten. Wir berichteten hier: https://wolfsschutz-deutschland.de/2026/04/04/niedersachsen-eroeffnet-die-jagd-auf-woelfe-wolfsschutz-deutschland-e-v-warnt-vor-massivem-interessenkonflikt-der-jaeger/

Ein Influenzer hat die Freilassung mit Sender und die Weitergabe von Daten an das LIFE WILD WOLF-Projekt positiv dargestellt. Auf den ersten Blick pro-Wolf, auf den zweiten Blick unterstützt es die Behördenlinie: Besenderung statt echter Freiheit.

 

Unsere Forderung

Freilassung ja – aber ohne Sender und ohne Weitergabe von Daten an Behörden mit Abschusskompetenz. Echter Wolfsschutz braucht:

-unabhängiges Monitoring (weg von der Jägerschaft)

-konsequenten Herdenschutz statt Abschuss-Quoten

-volle Transparenz (Polizeibericht, Freilassungsort, Datenfluss)

-und keine Finanzierung von Management-Projekten mit Steuergeldern, die letztlich die „Regulierung“ von Wölfen erleichtern

Gleichzeitig fordern wir eine ehrliche und faktenbasierte Debatte  – für Menschen und für Wölfe – ohne Tabus und ohne Scheuklappen. Alster ist frei. Das ist ein kleiner Erfolg. Aber solange er mit einem Halsband markiert ist und seine Daten in ein System fließen, das ihn bei der nächsten „Auffälligkeit“ zum Abschusskandidaten machen kann, bleibt die Freiheit eine Farce. 

 

Die Wolfsfreunde, die mit Petitionen, Veranstaltungen, Artikeln, Reels  und FB-Aufrufen mit dafür gesorgt haben, dass Alster frei kommt, können sich freuen, denn ohne öffentlichen Druck wäre dies sicherlich nicht passiert, aber Wachsamkeit und Wahrnehmung müssen erste Priorität bleiben.

Quellen u.a.: Nach möglichem Angriff in Hamburg: Wolf wieder in freier Wildbahn | ndr.de

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:

Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr –  und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich. 

Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

Ein Gedanke zu „Wolf Alster ist frei – aber auf Bewährung

  1. Ein Leben in Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung sowie im Einklang mit Tier und Natur können nur wir Menschen selbst erreichen. Dieser Kontrollzwang über Mensch, Tier und Natur dieser Politmarionetten und ihrer Auftraggeber im Hintergrund, wird uns allen noch zum Verhängnis werden. Lasst uns aufstehen und uns organisieren für das reale und natürliche Leben. Niemand braucht digitale Überwachung in Echtzeit, digitales Zentralbankengeld, Smart Cities, Drohnen, humanoide Roboter, gentechnisch veränderte Nahrung und und und…

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