Wintersonnenwende 2025: Licht nach der Dunkelheit – für Wölfe und Menschen

Liebe Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde, 

heute, am 21. Dezember 2025, feiern wir die Wintersonnenwende – den kürzesten Tag und die längste Nacht des Jahres. Ab morgen werden die Tage wieder länger, das Licht kehrt zurück. In vielen Kulturen symbolisiert dieser Moment Hoffnung, Wiedergeburt und die unerschütterliche Kraft der Natur, die selbst aus der tiefsten Dunkelheit immer wieder hervorgeht.

Beispielfoto Wolf im Mondlicht. © Brigitte Sommer
Ein wunderschönes Zitat von Victor Hugo aus seinem Roman Les Misérables passt perfekt zu diesem Tag: „Selbst die dunkelste Nacht wird enden und die Sonne wird aufgehen.“
Diese Worte erinnern uns daran, dass keine Finsternis ewig währt – weder in der Natur noch in unserem Einatz für den Schutz der Wölfe. Gerade jetzt, wo politische Entscheidungen wie die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht dunkle Schatten werfen, brauchen wir diese Hoffnung mehr denn je. Doch schaut Euch diesen beeindruckenden Ausschnitt aus einer unserer Wildkameras an: Eine stolze Wolfsfamilie mit neun Mitgliedern – Eltern, Welpen und Jungtiere – zieht harmonisch durch ihr Revier in Deutschland.  Hier ein kleiner Ausschnitt davon. Diese Aufnahme zeigt, was wir schützen: Intakte Rudel, starke Familienbande und die natürliche Schönheit unserer Natur.
Wir haben den Liedtext von „Leise rieselt der Schnee“ etwas wölfisch umgewandelt. Unser kleines Geschenk an Euch könnt Ihr singen. Es müsste mit der Melodie hinkommen.
Leise rieselt der Schnee,
still und starr liegt die Flur.
Weiße Flocken umhüllen
das Revier voller Spur.
Auf den Wölfen da draußen
legt sich sanft das Gewand,
Winter schenkt ihnen Ruhe
in dem schneeigen Land.
Leise rieselt der Schnee,
über Pfoten und Fell.
Deckt die Spuren so sacht,
dass kein Jäger sie schnell
finden kann in der Nacht,
wo das Rudel nun ruht.
Sanft umfängt sie die Kälte,
hält sie liebevoll gut.
Leise rieselt der Schnee,
bringt dem Wald weißen Frieden.
Doch der Mensch plant schon wieder,
will den Wolf nun erlegen.
Steht zusammen, wir alle,
schützt das Leben sogleich
Lasst die Wölfe in Freiheit
weiterziehen frei und wild.
Leise rieselt der Schnee –
lasst uns wachsam nun sein.
Denn die Dunkelheit drohet,
will den Wolf jagdbar sehen.
Helft uns kämpfen mit Herz,

Dieses Video von der Wolfsfamilie symbolisiert für uns die Stärke und das Leben unserer Mitgeschöpfe, das wir mit aller Kraft verteidigen.
An dieser Stelle möchten wir uns von Herzen bei allen Mitgliedern, Unterstützern und besonders unseren Aktiven bedanken. Ob ihr auf Informationsständen steht, Patrouillen lauft, Drückjagden dokumentiert, Wildkameras betreut oder einfach durch Eure Spenden und Shares dabei seid – Ihr macht den Unterschied. Ohne Euch wäre unser Tun nicht möglich. Die kommende Zeit wird herausfordernd: Es droht eine sehr dunkle Phase für Mensch und Wolf gleichermaßen.
Doch genau deshalb brauchen wir Kraft und Erholung. Wolfsschutz-Deutschland e.V. macht eine kleine Pause vom 21. Dezember 2025 bis zum 2. Januar 2026. In dieser Zeit ruhen wir uns aus, tanken neue Energie und bereiten uns vor, um 2026 noch intensiver für den Wolf einzutreten. Wir wünschen euch allen eine besinnliche Weihnachtszeit, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Möge das zurückkehrende Licht uns allen Stärke geben.
In tiefer Verbundenheit mit der Natur und den Wölfen,

Euer Team von Wolfsschutz-Deutschland e.V.

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:

Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr –  und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich. 

Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

Wolfsschutz Deutschland e. V. wünscht frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2021

Liebe Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde,

der Vorstand von Wolfsschutz Deutschland e. V. wünscht allen lieben Wolfs- und Naturfans ein frohes Fest und einen guten Rutsch in das Jahr 2021. Es war ein schweres Jahr voller Herausforderungen und wir hoffen sehr, dass es im nächsten Jahr wieder einfacher für uns alle werden wird.

Die Corona-Krise ging auch an uns nicht spurlos vorüber. Während die Jäger in den meisten Bundesländern als systemrelevant klassifiziert worden sind, hatten es unsere Aktiven und auch unsere Vorsitzende nicht immer einfach. Eine der größten Herausforderungen im nächsten Jahr wird weiterhin der Lobbyismus bleiben. So ist es immens wichtig, dass unser kleiner Verein weiterhin ein beständiges Sprachrohr für die Wölfe und auch für eine Abschaffung der Jagd bleiben muss.

Auch in diesem Jahr haben wir wieder viele Hürden genommen und sind am Ball geblieben. Wir haben sowohl Mauscheleien bei der Agrar- und Jagdlobby aufgedeckt, als auch bei den anderen Verbänden. Auch wir sind von Unterwanderungsversuchen, inklusive Verleumdung und Mobbing, betroffen gewesen.  Auch haben wir uns wieder erfolgreich gewehrt. Wir setzen uns auch weiterhin für erweiterte Debattenräume ein. Der Slogan, „alle müssen mit einer Stimme sprechen“ ist unserer Ansicht in dieser Diskussion nicht zielführend, da die Verbände und Vereine sehr unterschiedliche Ziele und Vorstellungen haben. Wir müssen weiter Vereinen, die zum großen Teil Jäger als Mitglieder haben bzw. bei denen sogar ein Jäger als Präsident sitzt, Paroli bieten können. Wo andere „ja“ zu Abschüssen sagen, bleiben wir ganz klar beim „nein“. Eine lebendige Demokratie braucht Diskussion, Streit und Konsens, wie die Luft zum Atmen.

Wir danken allen sehr für Spenden und Mitgliedschaften und wir freuen uns auch weiter über jede Unterstützung:

Wolfsschutz-Deutschland e.V.

Berliner Sparkasse

IBAN DE79 1005 0000 0190 7118 84

BIC BELADEBEXXX

Auch Paypal ist möglich: https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

Mit herzlichen Grüßen

Wolfsschutz Deutschland e. V.

Brigitte Sommer

Ulrike de Heuvel

Jürgen Götz

Volker Vogel

Wolfsschutz Deutschland e. V. wünscht frohe und entspannte Weihnachten

Wir wünschen allen Wolfs-, Natur- und Tierfreunden frohe Festtage mit dieser Fotomontage von SarahRichterArt. Bestimmt werden einige ein solches Bild wieder einmal als hoffnungslos romantisch erachten, dabei könnte das Bild durchaus der Realität entspringen. Einer Realität, wie sie Menschen erlebten, die noch nicht sesshaft waren und die als Jäger und Sammler lebten. Der Wolf ist der Vorfahre unserer Hunde und damals nannten ihn die Menschen „Bruder Wolf“. Dass es tatsächlich enge Bindungen zwischen Wölfen, dem Vorläufer der Hunde gab und Menschen, gilt inzwischen als umumstritten. Es gibt sogar Forscher, die der Ansicht sind, nicht der Wolf habe von den Jagdgeschicken der Menschen profitiert, sondern Menschen hätten das Jagdgeschick von Wölfe erlernt. Dabei gab es schon immer Wölfe, die Menschen mehr zugetan waren, als andere. Sie lebten zunächst noch mehr oder weniger zahm mit in den Gemeinschaften. Bekannt sind sie heute als so genannte Lagerwölfe. Einige Wissenschaftler und Wolfsexperten sind sich heute sogar sicher, dass Kinder und Wolfswelpen wie Geschwister aufgezogen wurden und menschliche Kinder zusammen mit Wolfswelpen ja sogar gesäugt worden sind. Wie sonst hätten Welpen, die entweder durch Unfälle ihrer Eltern zu Waisen wurden oder ganz bewusst von den damaligen Jägern und Sammlern aus den Wolfsbauten gestohlen wurden, überlebt. Ohne Milch hätten solche Welpen nicht überlebt. Also ist es nicht unwahrscheinlich, dass vor vielen tausend Jahren ein Wolf als Beschützer seinen menschlichen Geschwistern zur Seite stand. Vorteile aus solchen Gemeinschaften hatten beide: Mensch und Wolf. Die Verfolgung und das massenhafte Töten von Wölfen begann erst, als der Mensch sesshaft wurde, mit Ackerbau begann und anfing, sich Nutztiere zu halten. So wurde aus „Bruder Wolf“ ein Beutekonkurrent. Der Höhepunkt der Wolfsverfolgung wurde im Mittelalter erreicht. Im Zuge der Hexenverfolgungen massakrierte man Frauen wie Wölfe gleichermaßen. Oft unter Zuhilfenahme von ähnlich hasserfüllten Argumenten, wie sie heute mit Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus erneut aufkommen.

Seit rund zwanzig Jahren haben wir nun in Deutschland die Chance, einen der faszinierendsten Beutegreifer, die je auf unserer Erde lebten, zurück in seiner Heimat zu begrüßen. Wölfe renaturieren ganze Systeme, sie halten Wild und Wald gesund. Kein Märchen, sondern Tatsache. Anhand der Geschichte des Yellowstoneparks in den USA ist dies sogar wissenschaftlich bewiesen. Doch der Wolf steht noch für so vielmehr: Er steht als Symbol dafür, dass die Menschheit das Ruder noch zurückreissen kann. Denn beuten wir weiterhin die Natur und unsere Mitlebewesen zu Gunsten von Profit, Gier und Geld sowie den Interessen einiger weniger weiter aus, wird sich die Menschheit sprichwörtlich den eigenen Ast absägen, auf dem sie sitzt.

Wissenschaftler haben ein neues Zeitalter ausgerufen. Das Zeitalter des Menschen. Das Anthropozän bezeichnet eine geochronologischen Epoche: nämlich des Zeitalters, in dem der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden ist. Waren bisher Naturereignisse für Massensterben von Arten verantwortlich, ist es nun der Mensch. 

Eine indianische Legende soll lauten, wenn dieses Zeitalter gekommen sei und Menschen ihre Mitlebewesen ausrotten würden, würden die Regenbogenkrieger auftauchen und die Erde retten. Können wir es uns erlauben, auf Regenbogenkrieger zu warten, die uns aus der Bredouille helfen? Vielleicht sind die Regenbogenkrieger ja schon längst da. Sie stecken in jedem von uns und jeder von uns hat diese Fähigkeit, das Leid unserer Mitlebewesen zu erkennen, Empathie zu entwickeln und Taten daraus entstehen zu lassen. Wir sind die letzte Generation, die das Ruder noch herumreißen kann. Wir sind es unseren Kindern und Enkeln und auch unseren Mitlebewesen schuldig, einen Planeten zu hinterlassen, auf dem Mensch und Tier eine Zukunft hat.

Kämpfen wir also weiter für die Wölfe. Wir hatten eine gemeinsame Vergangenheit und wir fordern eine gemeinsame Zukunft. Dabei zählt jedes Leben. Kämpfen wir darum, dass unsere Kinder und Enkel die Chance haben, einen frei geborenen und frei lebenden Wolf zu sichten. Er wird uns nicht fressen. Wölfe sehen uns als Mitbeutegreifer an. Wird Rotkäppchen einmal mit Wölfen Schlittschuh laufen, oder wird sie ein Wolf vor bösen Leuten beschützen? Wir wissen es nicht. Aber das wäre vielleicht ein Anfang einer wunderbaren Weihnachtsgeschichte…

Wir danken allen ganz herzlich, die uns in diesem Jahr unterstützt haben. Ganz gleich ob aktiv vor Ort, durch Mitgliedschaft oder durch Spenden.

Wir wünschen eine frohe Weihnacht und besinnliche Tage

Vorstand Wolfsschutz Deutschland e. V.