Im Hier und Jetzt: Was wir vom Entspannen der Wölfe lernen können
Wölfe verbringen durchschnittlich vier bis zehn Stunden pro Tag mit Schlafen und Ruhen, nach einer erfolgreichen Jagd oder großen Mahlzeit können es sogar bis zu 18 Stunden sein. Während wir Menschen oft verlernt haben, einfach mal „nichts“ zu tun, beherrschen Wölfe die Kunst des kollektiven Nichtstuns in Perfektion. Sie leben im Hier und Jetzt, passen sich flexibel ihrer Umwelt an und zeigen uns, wie wertvoll bewusste Energiesparphasen sind.
Der unsichtbare Wolf: Einblicke aus dem Wildpark

Gestern war ich im Wildpark, um neue Fotos für unsere Vereinsarbeit zu machen. Wer schon einmal ein artgerechtes Wolfsgehege besucht hat, kennt das Phänomen: Es klingt so einfach, dort Bilder zu machen, doch die Realität sieht oft anders aus. Wenn Wölfe sich zurückziehen wollen, tun sie das. Gestern war genau so ein Tag mit wenig bis gar keiner Aktion.
Warum wir auf das Veröffentlichen von Fotos von frei lebenden Wölfen verzichten
- Ortsbestimmung vermeiden: Insider und Kriminelle sind oft in der Lage, spezifische Landschaftsmerkmale auf Bildern exakt zuzuordnen.
- Sicherheit geht vor: Aufnahmen aus freier Wildbahn nutzen wir daher ausschließlich intern für unsere Dokumentation.
- Anpassung im Monitoring: Auch Videos aus unserem internen Wolfsmonitoring teilen wir inzwischen fast nur noch als Nachtaufnahmen, um die genauen Standorte der Rudel effektiv geheim zu halten.
Das Schlafverhalten der Wölfe im Überblick

- Kurze Nickerchen: Statt eines langen, ununterbrochenen Schlafs bevorzugen Wölfe über den Tag verteilte, leichte Nickerchen.
- Ständige Wachsamkeit: Sie schlafen meist sehr flach, um bei potenziellen Gefahren sofort alarmbereit zu sein.
- Dämmerungsaktivität: Da ihre Beutetiere oft morgens und abends aktiv sind, passen sich Wölfe diesem Rhythmus an und verschlafen die heißen Mittagsstunden.
- Verdauungsschlaf: Nach einer großen Mahlzeit sinken sie in einen tiefen, ausgiebigen Schlaf, der viele Stunden anhalten kann.
Der Weckruf: Wenn das Rudel erwacht

Fazit: Gelassenheit als Stärke

Gerade jetzt, wo über unseren frei lebenden Wölfen in Deutschland wieder das Damoklesschwert der Ausrottung schwebt und wir Wolfsschützer uns tiefste Sorgen um ihre Zukunft machen, zeigt sich ihre größte Lektion: Die Wölfe selbst wissen nichts von der politischen Gefahr, sie meiden uns Menschen schlicht aus natürlicher Vorsicht. Während wir für ihr Überleben kämpfen, lehren sie uns im Gegenzug, im Hier und Jetzt zu verweilen und uns niemals von den Ängsten und Sorgen von morgen lähmen zu lassen.
Die Bilder entstanden im Wildpark „Alte Fasenerie“ in Hanau. Dort leben in großen Gehegen nicht nur Wölfe, sondern auch Luchse, Hirsche und weitere Tiere in großen Gehegen. Tipp für Fotografen: Mit Offenblende ist es möglich, durch den Zaun zu fotografieren.
Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:
Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr – und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich.
Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/
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