AllgemeinAntworten der Parteien auf unsere Anfrage zur Bundestagswahl 2017

Klöckner, Lies und Schulze ignorieren EU-Verträge und hetzen gegen Wölfe – dabei ist der Standpunkt der EU mehr als deutlich

Pinocchio-Syndrom bei deutschen Politikern?

Das, was diverse Politiker in den letzten Wochen so fordern, ist im Grunde nichts anderes als das, was bereits nach der Bundestagswahl 2017 in der GroKo im Koalitionsvertrag beschlossen worden ist. Darin steht nämlich, dass Deutschlands Wölfe dezimiert werden sollen. Damit knickte die Koalition genauso wie bei vielen anderen Themen, wie der Verlängerung des Ackergiftes Glyphosat, Ferkelkastration, Feinstaub, Klimawende und nicht ausgewiesenen Naturschutzgebieten vor der Agrar- und Industrie sowie der Jagdlobby ein.

Um Wölfe dezimieren zu können, muss das Bundesnaturschutzgesetz geändert werden und genau das hat Umweltministerin Schulze nun vor. Dabei sind Schulze, Lies, Albrecht, Klöckner und Co. anscheinend keine alternative Wahrheiten zu schräg, um nicht als Fakten heraus posaunt zu werden. So sollen angeblich Naturfreunde Wölfe anfüttern, weil sie sie interessant finden. Die Wölfe würden daher in die Nähe von Gemeinden kommen, wo sie nicht hingehören würden. Dass zur Zeit die Jungwolfwandersaison in vollem Gange ist, scheint Schulze, Klöckner und Co ebenso wenig zu interessieren, wie die Tatsache, dass das Thema Herdenschutz bislang in Deutschland nie wirklich angepackt worden ist. Dabei erhalten Wiedetierhalter nun 100 % Förderung und 100 % Entschädigung.  Also sie erhalten alles bezahlt. Im krassen Gegenzug dazu ist bei vielen Weidetierhaltern einfach kein Wille erkennbar, sich mit den Wölfen zu arrangieren. Ja selbst die Anträge auszufüllen scheint manchen zu mühevoll zu sein. Da ist es leichter, den Abschuss von Wölfen zu fordern.

Eine Antwort von EU-Kommissar Notaro auf eine Eingabe von Landrat Harig aus Sachsen ist dermaßen deutlich, dass wir das Schreiben hier noch mal bringen möchten. Dieses Schreiben erklärt alle populistischen Forderungen die derzeit kursieren ad absurdum und stellt klar, dass Wölfe nicht dezimiert werden müssen, dass endlich der Herdenschutz angegangen werden muss und dass sich Wölfe nicht unkontrolliert vermehren und dass sie nicht gefährlich für Menschen sind. 

Wenn Sie uns bei unserer ehrenamtlichen Arbeit zum Schutz der Wölfe unterstützen wollen, würden wir uns sehr freuen. Hier der Link zur Spendenseite: www.wolfsschutz-deutschland.de/spenden

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44 Gedanken zu „Klöckner, Lies und Schulze ignorieren EU-Verträge und hetzen gegen Wölfe – dabei ist der Standpunkt der EU mehr als deutlich

  1. Heute morgen schwadronierte ein Herr Jan Fleischhauer von Spiegel/online über die Wolf Problematik im Sender SAT1 . Dieser Mann war einfach nur peinlich in seinen Aussagen. Wenn solche Leute die Stimmung in der Bevölkerung anheizen ohne Fachwissen, dann gute Nacht Deutschland.Wir müssen diesen Schmierfinken Paroli bieten.Sie verunsichern nur die Zuschauer mit Nichtwissen.Das gilt auch für die Politik, wie für die Mininsterinnen Klöckner und Schulze.

  2. Solange es keine Volksdemokratie gibt so lange werden Artenschutz- und Klimaschutzgesetze nicht umgesetzt oder mit Füßen getreten. Der zahnlose schwächelnde Papier- Tiger EU macht nichts weil Deutschland der beste Einzahler ist.

  3. Es ist beschämend mit wieviel Unwissenheit Journalisten und Politiker sich über Wölfe äußern und Stimmung gegen diese tollen und für die Natur so wichtigen Tiere machen. Herdenschutz wird so schlampig betrieben, dass man nicht von Schutz reden kann. Offenbar ist das Absicht, um Abschussgenehmigungen zu bekommen. Dass Wölfe, wenn sie ihr Rudel mit 2 Jahren verlassen, auch durch bewohnte Gegenden wandern, ist normal und nicht gefährlich. Woher soll dieses Tier vorher wissen wo Menschen wohnen, wenn es vorher nur im Wald gelebt hat? Es wäre schön, wenn Menschen ihr Hirn benutzen würden.

  4. Manchmal wünschte ich mir echt, einfach nur so´n dusseliges Wahlstimmchen zu sein, völlig desinteressiert an Tatsachen und der Welt insgesamt und „die da oben“ machen zu lassen, wie die sich das so ausbaldovern, denn die werden das schon alles richtig machen, unsere Volksvertreter…wo ist mein Bier und meine Kippe?
    ….Schade, funktioniert nicht…

  5. Ob Klöckner, Schulze, Albrecht, Lies und andere; diese Personen wurden gewählt um rechtliche Zielsetrzungen wie z.B. den Umwelt,- den Natur- und Artenschutz umzusetzen und gültige Rechtsvorgaben der EU zu beachten. Anstatt dem Wählerwillen und ihrem Auftrag auch nur annährnd gerecht zu werden, werden die Interessen der Wolfshasserfraktionen aus Bauern- und Jägerschaft – teils in vorauseilendem Gehorsam – umgesetzt oder zu Leitlinien ihrer Pseudopolitik gemacht. Und unterfüttert wird ihr völlig unangemessenes Vorgehen mit Fake News á la Trump, frei nach dem erlogenen Motto: „die Wolfspopulation nimmt jedes Jahr um 30%“ zu, oder – nachweislich ähnlich falsch – „da haben Wölfe gelernt, perfekt aufgestellte Schutzzäune zu überwinden“… Nichts von diesem hanebüchenen Unsinn ist wahr; wahr ist hingegen, daß sich die Wolfspopulation in Deutschland (so die EU!) in einem schlechten Erhaltungszustand befindet. Interessieren Wahrheit und EU-Recht die von uns gewählten Verantwortlichen ?. Leider „NICHT die Bohne“. Der genannte Personenkreis interessiert sich NICHT für den Wählerauftrag; NICHT für die Beachtung der Faktenlage; NICHT für die Beachtung von EU-Recht; NEIN, man fühlt sich allein dem Lobbyistenpulk verpflichtet und so rufen auch Umweltminister zur (unverantwortlichen) Hatz auf ihre Schutzbefohlenen auf. Was interessieren in diesem Kontext dann noch Fakten wie ungenügend aufgestellte oder fehlende Schutzzäune, wie zurückgehende Zahlen über „Wolfsschäden“ oder nachvollziehbare Berichte von Jungwölfen, die auf der Suche nach einer Partnerin Wohnsiedlungen „gefährlich“ nahe kommen, allerdings ohne, daß von diesen Tieren irgendeine Gefahr ausgeht … Von der Person Klöckner und ihrem Ministerium war sicher keine wahrhaftige Politik i.S. von Nachhaltigkeit, Wählerorientierung und Faktenbeachtung zu erwarten; von den vorgenannten Umweltministern von Bund und Ländern hatte ich eigentlich erwartet, daß sie NICHT als „gewogen und für zu leicht befunden“ klassifiziert werden mußten. Leider habe ich mich diesbezüglich komplett geirrt und so bleibt zu konstatieren, daß der Natur- und Artenschutz in diesem Land ein mehr als erbärmliches Bild abgibt und ein absolutes Schattendasein führt und eindeutig von der Lobbyistenorientierung dominiert wird !.

  6. Dies ist glattweg jur. Willkür der deutschen Politiker die sich nicht oder nur an EU Recht halten wenn ihnen selber in Kram passt. Gleichzeitig berufen sie sich auf die EU als Gemeinschaft.
    Dies erinnert mich auch in anderen Angeleinheiten eher an eine Bananenrepublik denn an eine tatsächlich „funktionierenden“ Rechtsstaat, der sich per. GG verpflichtet hat Verbraucher- Tier und Umweltschutz einzuhalten. Der Rechtsstaatliches Verhalten erkennt man an den Randzonen. Deutschland rutsch immer weiter in eine Diktatur der Lobbylistenwelt ab.
    Die DUH soll die Gemeinnützigkeit entzogen werden usw.
    Wer hätte dies vor 5 Jahren noch gedacht.
    Weg mit den Tier- und Demokratie verachtenden Gesetzes Brechern bei der nächsten Bundestagswahl

  7. lasst die Tiere in Frieden leben, und unterbindet die Jagd/Mord , die Natur regelt sich selbst, wenn man NICHT alles ausrotten, zerstört und vergiftet‼️

  8. In diesem Schreiben, lese ich heraus, dass die geplante Änderung von Umweltministerin Schulze, das Naturschutzgesetz dahingehend zu ändern, dasa sich Wölfe leichter entnehmen lassen, laut EU gesetzeswidrig ist.
    Oder verstehe ich das falsch?
    Muss nun die Änderung des Naturschutzgesetzes, sowie von Schulze geplant, von der EU abgesegnet werden oder nicht?
    Falls ich richtig liege, wäre es doch sicherlich möglich, die EU über die (gesetzeswidrige) Änderung zu informieren, um diese zu verhindern.

  9. Ja damit sind doch unsere Politiker schachmatt gelegt! Wir müssen jeden Wolf verteidigen und haben ja einen starken Befürworter die EU! Frau Schulz soll sich mit Herrn Lies um die 12% ihrer Partei kümmern! Traurig für die einstige größte Volkspartei. Die mir vor der Bayernwahl am SPD Wahlstand, den Schutz des Wolfs zugesichert hat. Herr Albrecht, der ist ein Parteiverräter wie Habeck. Grün sollte die Natur oder was noch vorhanden ist, verteidigen oder für was tritt diese Partei noch ein?! Und die Frau Klöckner sollte eh nach Oldenburg zurücktreten. Ihr Fleischlable ein Betrug. Die ganzen Politiker und Nutztierhalter haben ihre Anweisung von der EU. Jeder Wolf ist unbezahlbar und für das Ökosystem enorm wichtig.
    Wer sich den Gesetzen fügen will, muss die Gegend verlassen in der diese gelten. Goethe.
    Oder zurücktreten, denn wer das Recht bricht oder auslegt wie er denkt, hat in der Politik nichts verloren. Lobbyisten braucht das Land nicht! Wölfe brauchen wir sehr wohl.

  10. den vorhergehenden Kommentaren habe ich fast nichts hinzuzufügen. Ich stimme allen zu. Was bildet sich die Umweltministerin Schulze eigentlich ein, das Naturschutzgesetz ändern zu wollen nur damit Wölfe abgeknallt werden können. Das ist doch korrupt und ich frage mich, wer bezahlt sie dafür? Inzwischen habe ich wirklich den Verdacht, das viele unserer Politiker die Hand offen halten und wer gut schmiert, dem hilft man, sei es nun die Jägerlobby, der Bauernverband oder wer auch immer! Die Journalisten halten sich wohl auch in dieser Ecke auf, sonst würden sie objektiv und fachlich richtig informieren und nicht diese Hetzte betreiben.

  11. Man kann diese unfähigen Politiker und Politikerinnen nicht überzeugen oder ändern. Man kann deren unmögliche Ansichten nur bei den nächsten Wahlen berücksichtigen. Ich werde keine Partei mehr wählen, die gegen Wölfe, in welcher Form auch immer, agitiert.

    1. Derzeit kann man keine der Parteien wählen. Nichtwählen und Generalstreik ist die richtige Option. Aber das klappt mit dem Michel nicht. Ich schäme mich für die Masse dieses Volkes und liebe umso mehr die Tiere..

      1. Doch, lieber Thomas Kristott, man kann und sollte unbedingt wählen gehen. Ich wähle schon seit längerem die Tierschutzpartei. Denn je mehr diese Partei an Stimmen erhält, desto mehr kann sie sich für die Rechte der Tiere, also auch den Schutz der Wölfe, im Bundestag einsetzen. Von den lobyistengesteuerten Politikern der sogenannten Volksparteien brauchen wir diesebezüglich nichts erwarten. Tue ich schon lange nicht mehr. Wir haben es doch als Wähler und Tierschützer selbst in der Hand. Allerdings steht die Tierschutzparttei auf den Wahllisten ziemlich weit unten, man muss schon ein wenig danach suchen, aber sie steht definitiv drauf.

  12. Hier gehts nicht um die Beachtung von Recht oder Tierwohl! Hier gehts um Wählerstimmen und die Befriedigung von potenten Lobbyisten. Deutschland ist nicht demokratisch sondern lobbykratisch.
    Bitte nicht aufgeben und gute Öffentlichkeitsarbeit betreiben, denn ein Großteil der Bevölkerung möchte den Wolf erhalten!

  13. Gibt es den keine Anwälte in unserer Gesellschaft die solche Menschen, und hauptsächlich diese manipulierten Politiker vor Gericht bringen können?

  14. Sonst muss sich jeder an Gesetze halten, nur beim Wolf wird sogar der Europäische Union Übergangen die sonst immer recht hat kann daß mir mal jemand erklären?

  15. Ich Frage mich immer ob die nicht wichtigeres zu tun haben als sich über ein paar harmlose Wölfe aufzuregen. Haben wohl langeweile, es läuft ja auch alles so super hier.

  16. Kann man diese Politiker denn nicht verklagen, wenn sie gegen geltendes EU-Recht verstoßen? Diese Parteien müssen abgestraft werden. Die erste Möglichkeit ist jetzt bei der Europawahl. Hier gibt es keine 5% Hürde. Bitte eine Partei wählen, die die Tiere schützt, Tierschutzpartei oder V-Partei.

  17. Hallo Wolfsfreunde,
    der BUND hat auch ausführliche Infos zum Wolf / Fragen und Antworten zu Wölfen in Deutschland
    https://www.bund.net/tiere-pflanzen/tiere/saeugetiere/wolf/
    Unter anderem schreibt der BUND:
    Aktuell leben in ganz Deutschland mindestens 60 Rudel, 13 Paare und drei sesshafte Einzeltiere, wobei die meisten Wölfe in Sachsen, Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zu finden sind. Aber auch in fast allen anderen Bundesländern siedeln sich mittlerweile wieder einzelne Wölfe an.
    Mit nur rund 160 erwachsenen Tieren ist der günstige Erhaltungszustand des Wolfes hierzulande noch lange nicht erreicht….
    Artenschutz stärken, statt Abschuss von Wölfen zu vereinfachen, schreibt auch der BUND.
    Also Wolfsschutz-Deutschland steht nicht alleine.
    Es wäre gut, wenn sich Verbände hier vernetzen würden, um dem Mainstream der Wolfsgegner entgegenzutreten und zwar mit Sachverstand und Informationen.
    Fakten gegen alternative Wahrheiten!

    1. Manipuliere nicht. Sie gehen mit falschen Zahlen um, Sie beziehen sich auf das Monitoringjahr 2018/19 das noch nicht abgeschlossen ist. Beziehen sie sich auf das jMonitoringjahr 2017/18. 73 Rudel, 31 Paare und 3 Einzelwölfe.

      1. Hallo Manuela5169,
        bevor Sie jemand der Manipulation beschuldigen, sollten Sie die Fakten zur Kenntnis nehmen!
        Ich bezog mich bei den Zahlen auf Angaben des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland – BUND e.V. aus seinem aktuellen Newsletter, geht auch aus meinem Text hervor!
        Wenn Sie es also besserwissen und im Besitz der unmanipolierten richtigen Zahlen sind, dann lassen Sie die doch den BUND zukommen.
        Nochmals, die Zahlen sind nicht auf „meinem Mist” gewachsen!
        Schließlich geht es doch hier um den Schutz der Wölfe, die unter erheblichem Jagddruck stehen.
        Im übrigen, morgens um 4:40 ist man bestimmt noch nicht so wach im Kopf, bzw. schon sehr schläfrig, ausser man ist vielleicht eine Fähe!

  18. da es bei der Europawahl diese 5 % Hürde nicht gibt, werde ich in meinem Umfeld Werbung für die Tierschutzpartei machen und hoffe, dass noch viele Tierschützer das gleiche tun und dies dann auch, wenn bei uns gewählt wird. Unsere Politiker müssen abgestraft werden, denn dieses selbstherrliche Verhalten dieser Personen kann nicht hingenommen werden. Wir kämpfen für die Wölfe, für alle anderen Tiere und für unsere Natur.

  19. Wenn der Staat wie hier durch Fehlentscheidungen versagt werden wohl nur noch massive Mahnwachen in den entsprechenden Gebieten u. Wäldern helfen wo das morden der Wölfe angeordnet wurde. Unsere Regierung glänzt im Moment durch Versagerinnen u. Versager.

  20. Politiker sind von Natur aus Feiglinge. Sie vergreifen sich in ihrem „kultivierten Triebtätertum“ grundsätzlich an denen die sich am wenigsten wehren werden oder können. Man muss sich nur die CDU/CSU ansehen die noch nicht mal davor zurückschreckt sich mit der AfD abzugeben mit dem Ziel auf das Grundgesetz weitere Terroranschläge zu verüben. Ganz nach dem Vorbild „politischen Attentäters“ Horst Seehofer. Es besteht kein Interesse am Bürgerwillen und keine Achtung vor dem Grundgesetz. Am wenigsten durch die gerade wirkende Regierung. Ich für meinen Teil erkenne diese Regierung weder als rechtmäßig noch als demokratisch gewählt an.

  21. Bei allen Wahlen kann man nur noch Parteien wählen die für Volksbegehren und Volksentscheidungen streiten. Unsere Demokratie hat versagt da reiner Lobbyismus diesees Land regieren das ganze setzt sich in der EU fort.

  22. Die EU hat ja hierzu eine deutliche Aussage gemacht, wie dem Schreiben von N. Notaro zu entnehmen ist.
    Also auf Leute- alle die hier so wunderbar fundierte und sachliche Kommentare abgegeben haben, schreibt an diesen Herrn und dem Komm. Vella
    Meine Briefe sind schon unterwegs

  23. Habe heute eine Antwort erhalten auf meine Mails an das Bundesumweltministerium.
    Ist natürlich allgemein, aber detailliert – wen es interessiert, hier der Text:

    Sehr geehrte Frau Zimmermann,
    für Ihre Nachricht vom 4. März 2019 an Frau Bundesumweltministerin Svenja Schulze danken wir Ihnen.
    Frau Bundesministerin Schulze hat uns gebeten, auf Ihren Kommentar zu den Medienberichten über eine geplante Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes zum Abschuss von Wölfen zu antworten und Ihnen zu Ihrem besseren Verständnis ihre Position nochmals deutlich darzustellen.

    Diesem Wunsch kommen wir gerne nach, um Sie über den Stand der aktuellen Debatte sowie die Haltung der Ministerin sowie des Bundesumweltministeriums (BMU) aufzuklären.
    In so einem dicht besiedelten Land wie Deutschland muss das Zusammenleben mit dem Wolf organisiert werden. Künftig soll ein Wolf auch dann abgeschossen werden dürfen, wenn er „ernste landwirtschaftliche Schäden“ verursacht statt wie bisher „erheblichen Schaden“, der von den Gerichten erst bei einer Bedrohung der Existenz gesehen wurde. Damit wird für die Schafshalter Rechtsklarheit geschaffen und deutlich gemacht, dass auch Hobbyschäfer entschädigt werden können. Außerdem soll verboten werden, dass Wölfe gefüttert werden.

    Zu Ihrem besseren Verständnis möchten wir Ihnen noch einige Hintergründe zu dem Thema „Lex Wolf“ erläutern:
    Der Wolf ist in Deutschland eine vom Aussterben bedrohte Art. Deshalb hat die Bundesumweltministerin sehr deutlich gemacht: Der strenge Schutz des Wolfs in Deutschland wird bestehen bleiben. Eine pauschale Bestandsregulierung, sprich eine Welle von Abschussgenehmigungen oder die allgemeine Bejagung von Wölfen, wird es NICHT geben. Abschüsse darf es weiterhin nur in klar definierten Ausnahmefällen geben, z. B. wenn ein Wolf wiederholt Menschen zu nahekommt oder angemessene Herdenschutzzäune überwindet und ernste Schäden für die Landwirtschaft anrichtet. Mit der vorgeschlagenen Gesetzesänderung sorgt die Umweltministerin für mehr Klarheit und Rechtssicherheit für diese Ausnahmefälle. Am strengen Schutz des Wolfs wird dabei nicht gerüttelt.

    Wir haben die Aufgabe, sowohl dem Artenschutz gerecht zu werden (daher der strenge Schutzstatus des Wolfes) als auch die Weidetierhalter zu unterstützen (deren Arbeit für den Naturschutz in Deutschland eine wichtige Rolle spielt). Die wirksamste Methode, um Wolfsrissen vorzubeugen, ist der Herdenschutz, also das Aufstellen wolfssicherer Zäune oder das Anschaffen von Herdenschutzhunden. Deshalb werden die Kosten für die Schutzmaßnahmen staatlich zu 100 Prozent erstattet (allein im letzten Jahr sind dafür rund 1,5 Millionen Euro geflossen). Dafür hat sich Frau Schulze als Bundesumweltministerin auf EU-Ebene erfolgreich eingesetzt. Das ist wichtig, denn: Risse gibt es ja vor allem dort, wo der Wolf erst seit kurzem wieder heimisch ist und die Schafhalter sich noch nicht auf die neue Situation eingestellt haben. Wenn die empfohlenen Schutzmaßnahmen ergriffen werden, also etwa Zäune aufgestellt oder gegebenenfalls Herdenschutzhunde angeschafft werden, verbessert sich die Situation deutlich.

    Wichtig ist außerdem, dass die Arbeit der Weidetierhalter angemessen bezahlt wird. Wie wir diese besser unterstützen können, diskutiert Ministerin Schulze derzeit mit der Landwirtschaftsministerin. In einem Interview Anfang des Jahres hatte die Ministerin betont: „Wir erwarten von afrikanischen Ländern, dass sie Elefanten und Löwen schützen. Ich finde, in einem reichen Land wie Deutschland sollten wir uns die Mühe machen, beides miteinander zu vereinbaren: den Schutz unserer heimischen Artenvielfalt und die Haltung von Nutztieren.“ Und genau darum geht es: Den Konflikt zwischen Wolf und Weidetierhaltung lösen, um die Akzeptanz des Wolfs in Deutschland langfristig zu sichern.

    Sie können versichert sein, dass sich das Bundesumweltministerium seiner Aufgabe bewusst ist und Interessenkonflikte, die im Rahmen der Wiederkehr des Wolfes entstehen, beachtet und um Ausgleich bemüht ist. Weitergehende aktuelle Informationen zur Rückkehr des Wolfes finden Sie auch auf der Seite http://www.bmu.de/WS4811.

    Wir hoffen, Ihnen mit diesen Erläuterungen ein besseres Verständnis für die derzeitige Debatte über den Wolf zu ermöglichen, und möchten Sie ermuntern, sich auch künftig auf unserer Internetseite unter http://www.bmu.de umfassend zu informieren und weiter mit uns im Dialog zu bleiben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Im Auftrag

    Ihre Bürgerkommunikation im BMU
    ______________________________________________________
    Referat P II 3
    Bürgerkommunikation
    Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz
    und nukleare Sicherheit
    Stresemannstraße 128 – 130, 10117 Berlin

    Telefon +49 (0)30 18 305-0
    E-Mail buergerinfo@bmu.bund.de

    1. Für die GroKo wäre es ein leichtes, ganz Deutschland zum Wolfsgebiet zu erklären und Schäden unbürokratisch sogar auf Kulanz zu bezahlen – ohne zwischen Hunde- und Wolfsrissen zu unterscheiden. Im vergangenen Jahr haben Wölfe zirka 1,5 Mio gekostet. Selbst wenn sich dieser Betrag durch Kulanzzahlungen künftig verzehnfachen würde, könnte dies die Regierung immer noch aus der Portokasse zahlen. Mal zum Vergleich: Die Regierung gönnte sich Berater für über eine Milliarde im vergangenen Jahr. Die gleiche Regierung blockiert auch eine Weidetierprämie.

      1. In dieser Regierung sitzen fast außschließlich Vesagerinnen und Versager. Und dazu muß man sich vor Augen führen daß solche Versager Gesetze beschließen. Da fragt man sich ist das ganze System oder Dummheit.

  24. Der Wolfsschutz ist durch das neue durchgepeitschte Bundesartenschutzgestz faktisch außer Kraft gesetzt.
    Ob Klöckner, Schulze, Albrecht, Lies und andere sind naive Laienpolitiker, die sich von Lobbyisten beraten lassen müssen. Keine oder keiner von denen hat je was gelernt oder gehört wie ein Wolfsmanagement in z.B. Italien o. Rumänien ausgestattet ist. Sie sind schlicht lernressistent. Sie allein sind dafür verantwortlich daß der alte Ausrottungsfeldzug des Wolfes von neuem beginnt.

  25. Und nicht nur das…
    Genau die werden dann rabulistisch behaupten wir haben ja alles versucht den Wolf so gut wie es ging zu schützen. Es hat aber leider nicht geklappt. Die Lebensbedingungen waren damals nicht besonders gut.
    Und in 20 Jahren redet keiner mehr drüber. Die heute zum Wolfsmord aufgerufen haben sind dann wenn der WK3 nicht stattfand vielleicht sogar Bundeskanzler / in .
    Aber befürchte (hoffe?) damit diese christliche Lump und Vetternwirtschaft Heuchelei bald vorbei ist, dass nach dem WK3 die Wölfe wieder genug Lebensraum haben genauso wie die Wölfe von Tschernobyl.

  26. Kann man alles nur voll bejaen. Eine Landesmutter kann nun mal keine Armme führen wie ein General, eine politisch naive Rhetorikerin kann nun mal kein Umwelt- , Natrur-, Artenschutzministerium leiten dafür sind Biologen und Artenschutzfachleute zuständig.
    Ich lasse eine Autoreparatur auch nicht beim Schreiner machen.

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