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Faktencheck und Zaunkontrolle NRW – Kein Strom auf dem Zaun von Schäfer O. – Leichtes Spiel für Wolf und Hund

Am 14.7.19 führten Mitglieder von  Wolfsschutz Deutschland e. V. eine Zaunkontrolle bei Weidetierhalter Kurt O.  in der schwarzen Heide in Hünxe durch. Grund: Erneut soll in der Nacht vom 11.7. auf den 12.7. ein Schaf auf einer seiner Weiden gerissen worden sein, trotz einer Zaunhöhe von 1,20 m. Vor Ort konnten wir lediglich einige seiner Schafe auf einer kleinen Weide an seinem Hof ausfindig machen. Über den Verbleib der restlichen Schafe ist uns leider nichts bekannt.

Was wir aber feststellen konnten ist, dass nach unserer Zaunprüfung an der Seite zur Straße hin, keine Stromspannung vorhanden war. Die Zaunhöhe betrug ca. 1,12 m und diese Seite war stark mit Gräsern bewachsen. Der Abstand von der unteren Litze zum Boden hin betrug ca. 30 cm. An dieser Weide können wir also zu diesem Zeitpunkt nicht von einem wolfssicheren Zaun sprechen. Ob dieses jedoch die entsprechende Weide war, auf der sich dieser Riss zugetragen hat, können wir nicht mit Sicherheit sagen.

Fakt ist allerdings, dass die Schafe hier nicht entsprechend geschützt waren, was durchaus Rückschlüsse auf die angeblich gesicherte Weide ziehen lässt.  In einem Zeitungsartikel hatte sich Schäfer O. erneut darüber beschwert, dass Schafe von ihm gerissen worden seien. Kurze Zeit später bestätigte das LANUV den Vorfall auch als Wolfsriss. Bleibt die Frage, ob auf den angeblich sicheren Zäunen auch tatsächlich Spannung gewesen ist. Schon jetzt werden erneut Forderungen nach Abschuss der Wölfin Gloria laut. Dabei hatte der Hobbyhalter O. sogar im vergangenen Jahr rund 7.000 Euro EU-Subventionen erhalten. Wir meinen, dieses Geld müsste doch bei einem Nebenerwerbsbetrieb reichen, um sich entsprechend zu schützen. Hier der Artikel: https://schermbeck-online.de/erneut-hat-der-wolf-bei-kurt-opriel-ein-schaf-gerissen/?fbclid=IwAR1fykXIlDtGhpCSjL3FdsW_kWM15YAjIy40JYuEZ5m6NaWrzGtX9t4cAwY

 

Die Gesamthöhe des Zauns bei Schäfer O. beträgt 112 Zentimeter. Auf keiner der Litzen war Strom. Die Schafe, die sich auf der Weide befanden, sind im Hintergrund zu sehen. Gloria oder ein anderer Wolf müssen hier nicht darüber springen, sondern sie kommen locker zwischendurch.

 

Zaunüberblick.
Zaunansicht zum Weg hin.
Der Zaun ist nicht nur stromlos, sondern auch noch mit Gräsern bewachsen. Dadurch kann ein Stromfluss auf „Null“ reduziert werden.
An dieser Stelle beträgt die Hohe des Zauns 1,10 Meter.
Kein Strom auf der mittleren Litze.
Kein Strom auf der oberen Litze.
Kein Strom auf der unteren Litze.
Die Litzen sind mit Gras zugewuchert. So kann kein Strom fließen.
Durch die großen Litzenabstände, die dazu noch ohne Strom sind, kann ein Beutegreifer, ganz gleich ob Wolf oder Hund, leicht hindurch.
Die erste Litze beginnt erst im Abstand von 30 Zentimetern zum Boden. Ein Wolf oder Hund kann hier einfach unten durch.
Hier ist der Zaun 112 Zentimeter hoch. Ohne Strom aber nutzlos.
Diese Schafe bei Schäfer O. sind völlig ohne Schutz.

 

 

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7 Gedanken zu „Faktencheck und Zaunkontrolle NRW – Kein Strom auf dem Zaun von Schäfer O. – Leichtes Spiel für Wolf und Hund

  1. Es gibt für solches Verhalten der Tierhalter eigentlich nur eine Erklärung.Der Schadensersatz ist leichter zu bekommen,als eine geordnete Tierhaltung einbringt.Für solches Verhalten wäre eine saftige Strafe wirkungsvoller als Schadensersatz.In kurzer Zeit gäbe es plötzlich Schutzzäune ,die ihren Namen auch verdienen.

  2. Am Sonntag gab es ja im ZDF um 18°° wieder
    „Futter“ für die Wolfshasser…
    Abschliessend kann man mal wieder sagen
    .. Wölfe erschiessen …
    …Klimawandel erschiessen ..
    und
    sollten uns mal irgendwann extraterredtrische Wesen beduchen
    … sofort erschiessen…
    dann
    Obduktion und die Feststellung dass man ja mal hätte versuchen können mit demen zi kommunizieren..
    das ist eohl typisch menschlich – alles was nicht passt .. erschiessen !
    Gehn wir mal davon aus, dasd den Behörden garnichts anderes übrig bleibt als die Empfänger der Subventionen zu überprüfen
    und diesen Schäfer O. sollte man anzeigen wegen Erschliuchung dieser !

  3. Zu dem link:
    Woher will denn Opriel wissen,das es ein Wolfsriss gewesen ist? Sieht mir nicht danach aus..Für mich leider eine Ausrede,den Schutzzaun nicht höher zu bauen.Könnte der Wolf ja auch lernen…(sag ich mal nix zu)
    War der Zaun unter Strom? Soll er sich doch gleich äussern,er will keine Wölfe,und nciht um den heissen Brei reden,wie so viele Wolfsgegner. Man sollte wirklich mal einen DNA Test machen,ob es wirklich ein Wolf war. Vielleicht hat sich LANUV auch geirrt…

  4. Auf mich macht der Zaun den Eindruck, dass er eher (nur!) dazu dient die Schafe am Weglaufen zu hindern. Bei einer solch hohem Spannung eine E-Zaunes werden zudem die unteren Litzen durch hohe Pflanzen kurzgeschlossen. Und da kam der Wolf dann halt durch.
    Es ist auch – so meine Meinung, ein ganz schlimmer Folgeschaden entstanden:
    Denn der Wolf / die Wölfe haben keine negative Konditionierung erhalten die sie bei korrekten Zäunen vom dem Eindringen abhalten. Das ist hier mehr als eine Ordnungswidrigkeit, weil dadurch das Vergrämen als solches in der Öffentlichkeit durch diesen Leistungsmissbrauch (scheinbar sicherere Zaunanlage durch vorsätzlichen Leistungsbetrug und / oder Unwille) in Frage gestellt wird.

  5. Guten Morgen! Die Bequemlichkeit der Schafhalter wird legitimiert durch die öffentliche Plattform die sie bereitwillig erhalten und dadurch, dass die Befindlichkeiten der Menschen dem Tier gegenüber immer mehr in’s Gewicht fallen. Eine Lösung wäre die Sicherung der Weidetiere in fachmännische Hände zu geben, Subventionen könnten dies finanzieren. Es ist mühsam Leuten, denen der Wolf und die eigenen Tiere keine Maßnahmen wert sind überzeugen zu wollen. Leidtragende sind der Wolf und die Menschen, denen eine ursprüngliche Natur wichtig ist. Bezahlt werden sollten diese Maßnahmen mit Subventionen.

  6. an diesen Zäunen sieht man, dass den Tierhaltern ihre Tiere gleichgültig sind- sie wollen Geld- entweder durch den Verkauf der Tiere oder durch Erstattungen. Diese Haltung ist verantwortungslos und gehört bestraft. Die Wölfe verhalten sich vollkommen normal, wenn sie Beute reißen, die leicht erreichbar ist. Ich denke, die Tierhalter provozieren, sind zum Teil auch zu faul und wollen nur gegen die Wölfe hetzen. Und unsere Politiker sind beeinflusst durch die Jägerlobby usw. und sind zum Teil auch Wolfshasser und dadurch nicht neutral. Solche Politiker gehören aus dem Amt, denn sie sind unfähig! Wölfe müssen geschützt bleiben.

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