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Niedersachsen: Faktencheck und Zaunkontrolle – Dreiste Wolfsanköderung mit lebenden Kälbchen beim Rodewaldrudel?

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Wollen Niedersachsens Umweltminister, Weidetierhalter und Jägerschaft auch in diesem Jahr bewusst Wölfe, nun sogar durch lebende Köder, zum Abschießen anlocken? Unklar! Fakt ist aber, dass im Kerngebiet des Rodewaldrudels noch immer Weidetiere überhaupt keinen Schutz erfahren. Den absolut unguten Höhepunkt bot hier am 6. September 2020 eine Weide mit Kühen und Kälbern im Lichtenmoor. Diese Weide ist durch Stacheldraht so rudimentär und schlecht gesichert, dass die Kälber unter der Umzäunung hindurch gelangen. Am Tag unserer Kontrolle konnten wir dies nun zum wiederholten Male auch mit einem Foto nachweisen. Auf dem Aufmacherbild ist deutlich zu erkennen, wie sich die Kälber zurück in Richtung Mutterkuhherde bewegen. Sie sind schließlich auf die Kuhweide zu ihren Müttern zurück. Vor unserem Eintreffen standen die Kälbchen aber mitten auf der offenen Weide. Eine Hauptstraße ist hier gerade mal 460 Meter entfernt.

Man mag sich gar nicht vorstellen, was passieren könnte, würden die Kälber auf die Straße rennen.

Seit dem 17. Juli 2020 lässt Umweltminister Lies in Niedersachsen erneut Jagd auf Wolf Roddy (GW 7171m) und auch dieses Mal auf das ganze Rudel machen. Fünf Wochen lang hatte Lies die erneute Schießgenehmigung sogar verheimlicht. Wir berichteten hier über den Fall und unseren Protest: https://wolfsschutz-deutschland.de/2020/08/24/minister-lies-genehmigt-erneut-abschuss-von-woelfen-aus-dem-rodewaldrudel-wir-protestieren-vehement-und-rufen-zum-legalen-widerstand-auf/

Schießgenehmigung sofort stoppen!

Angesichts solcher Dreistigkeiten fordern wir Umweltminister Lies auf, die Schießgenehmigung auf das Rodewaldrudel und den Rüden Roddy (GW 717m) sofort zu stoppen. Statt Wölfe  erschießen zu wollen, sollte sich der Umweltminister und auch die Weidetierhalter endlich um den Schutz von Weidetieren kümmern. Derart fehlerhaft gesicherte Weiden stellen nicht nur eine Einladung für Wölfe und Hunde dar, nein sie gefährden auch Spaziergänger, Radfahrer und Autofahrer.

Diese Kälbchen, siehe Vergrößerung, waren völlig alleine auf einer völlig unumzäunten Nachbarweide.
Die Nachbarweide auf der die Kälber weideten, steht gänzlich offen.
Hier der Blick von der anderen Seite. Die Straße ist nur 460 Meter entfernt.
Offene Weide mit fünf Kühen und drei Kälbern. Nur mit völlig ungenügender Stacheldrahtlitze gesicherte Weide. Die Kälber laufen unter der Litze durch und können so auf eine völlig offen stehende Nachbarweide gelangen. Bei unserer Zaunkontrolle ist dies genau so gewesen. Siehe Aufmacherbild. Dazu ist ein Hochsitz direkt an der Weide angebracht. Soll hier direkt auf die Wölfe geschossen werden?

 

Und am 12. September 2020 stehen die Kälber schon wieder auf der frei zugänglichen Weide. Hier auf dem Bild ist der desolate Zaun sogar noch besser erkennbar.

Am 12. September sind die Kälber schon wieder ausgebüxt. Und das im Kerngebiet des Rodewaldrudels.
Skandalös: Mutterkuhhaltung mitten im Wolfsgebiet, ohne Schutz für die ausgebüxten Kälber.

 

Weitere Weide:

Weide, nur mit Stacheldraht umrahmt, also ungeschützt mit sieben Kühen und vier Kälbern.
Weitere Weide mit ausschließlich zwei Stacheldrahtlitzen.

Ponyweiden

Ponys, völlig ungeschützt bei Sonnenborstel.
Hier wurde hinter einem völlig morschen Stacheldrahzaun zwei Litzen angebracht, die aber viel zu viel Platz zum Boden lassen. Direkt an dieser Weide befindet sich zudem ein Hochsitz.
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Bei Wutbauern in Hessen – Faktencheck und Zaunkontrolle im Vogelsberg bei Wölfin Ulli von Ulrichstein zeigt desolaten Schutz

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Bauern und Jäger machen gegen die beiden in Hessen ansässigen Wölfinnen mobil und schrecken hier auch vor alternativen Fakten und Gruselgeschichten nicht zurück. Es war also wieder einmal an der Zeit, die Lage vor Ort im Vogelsberg zu checken. Wir fanden desolate Zaunzustände sowie Wutbauern, die sich wohl einfach nicht mit der Wölfin arangieren möchten, vor. Dabei ist Wölfin Ulli von Ulrichstein nicht einmal ein Riss nachzuweisen. Deshalb versuchen die Bauern die Wölfin wohl jetzt mit dem Argument der angeblich mangelnden Scheu loszuwerden.

Lobbypolitik für die Bauern von der SPD?

Angeblich soll die im Vogelsberg ansässige Wölfin Ulli von Ulrichstein jedwede Scheu verloren haben und die Bauern, die oft auch zugleich einen Jagdschein haben – also zugleich auch Jäger sind – würden sich in der Dämmerung nicht mehr aus dem Haus trauen. Solche Geschichten schildern sie der Tagespresse  und auch Landräte scheuen sich nicht, mit populistischen Forderungen aufzutreten. Beim einem kürzlichen Vor-Ort-Termin wurde Landrat Manfred Görig (SPD) so zitiert: „Die Menschen, die sich ihre Heimat mit dem Wolf teilen müssen, dürfen mit der Bewältigung dieser Mammutaufgabe nicht alleingelassen werden.“ Auf dem Hof von Familie W. soll sich Görig ein Bild von der Lage und dort auch betroffene Anwohner des Ulrichsteiner Stadtteils gemacht haben. Vom Wolfsmanagement der Hessischen Regierung wären diese nicht überzeugt. „Spricht man mit den Menschen hier, kann man sicher alle zwei bis drei Tage eine Begegnung mit dem Wolf nachvollziehen“, sagt Landwirt Bernd W.  „Niemand hat gefragt, ob wir den Wolf hier haben wollen. Wieso bekommen wir es dann aufgebürdet?“, wird Landwirt W., weiter im Onlinemedium Lokalo 24 zitiert.

Seltsam ist es schon, dass unsere Mitglieder auch vor Ort sind, aber der Wölfin noch nicht begegnet sind. Bei einem anderen Bericht einer Lokalzeitung wurde sogar ein Video, das einen Jungwolf aus einem ganz anderen Bundesland zeigte, eingebunden und es wurde behauptet das Tier sei die Vogelsberger Wölfin.

Jäger wollen wohl beide hessischen Wölfinnen als verhaltensauffällig erklären und abschießen

Der hessische Landesjagdverband fordert sogar schon Kriterien, wie die beiden Wölfinnen zu beseitigen wären. Ein Jäger aus Frankfurt hatte behauptet, einem Wolf in Brandenburg vor die Füße geschossen zu haben, weil dieser angeblich seinen Jagdhund angegriffen habe. Im Internet gab der Jäger seinen Waidgenossen den Ratschlag, dies ebenso zu tun. Er selber würde es auch jederzeit wieder so lösen. Seltsamerweise wurde kurz danach tatsächlich ein Wolf bei einer Drückjagd in Brandenburg erschossen. Angeblich soll er einen Jagdhund angegriffen haben. Für solche merkwürdigen Fälle fordern die Hessischen Jäger nun wohl Rechtssicherheit. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Hessische Jäger wollen Niedersächsischen Umweltminister Lies als Vorbild

„Es ist nun dringend geboten konkret zu regeln, wann ein verhaltensauffälliger Wolf in Hessen entnommen werden kann, so wie es etwa der Niedersächsische Umweltminister Olaf Lies getan hat. Ein klarer Handlungsplan, der genau vorsieht, wie oft ein Wolf eine ordnungsgemäße Einzäunung überwunden haben muss und wie viele Weidetiere einen ernsten wirtschaftlichen Schaden darstellen, ist nun dringend erforderlich“, so Prof. Dr. Jürgen Ellenberger, Präsident des Landesjagdverbandes Hessen in einer Pressemitteilung.

Die kann aber kaum der Wille der Hessischen Landesregierung sein, denn Um Lies hatte in Niedersachsen Steuergelder in Millionenhöhe für die erfolglose Jagd auf Wolf Roddy verbraucht.

Wir haben mit ganz normalen Anwohnern und Wandernden in der Gegend gesprochen. Hier scheinen wirklich nur Bauern und Jäger Angst vor der Wölfin zu haben. Einige gaben sogar an, extra wegen der Wölfin Wandertouren rund um das Gebiet bei Ulrichstein eingeplant zu haben. Leider habe man die Wölfin jedoch nicht gesehen.

Dreiste Lügen um angebliche Risse?

Es scheint der Fall zu sein, dass die Landwirte es mit der Wahrheit jedenfalls nicht so genau nehmen. Dem voraus gegangen  sind zahlreiche Artikel in der Lokalpresse um angeblich gerissene Kälber. Fakt ist aber: „Wolf lässt Schafe in Ruhe“, lautete die Überschrift eines Artikels in der Frankfurter Rundschau. Das HLNUNG wird darin folgendermapen zitiert: „Sie (Wölfe) ernähren sich überwiegend von Schalenwild, Angriffe auf Tierhaltungen seien die Ausnahme, beurteilt das Ministerium. Die Ulrichsteiner Wölfin – interne Kennung 1166f – etwa habe sich bislang schadlos gehalten und sich nur von Schalenwild, wie zum Beispiel Rehen, ernährt. Nutztierrisse seien von ihr nicht angezeigt worden, seitdem sie sesshaft geworden sei, hieß es in der dpa-Meldung, die die Frankfurter Rundschau zum Anlass genommen hatte, am 12.06.20 einen Bericht über die Wölfin imVogelsberg zu verfassen.

Nachfolgend klären unsere Bilder aus dem Kerngebiet der Ulrichsteiner Wölfin darüber auf, dass hier Zäune nur dazu da sind, die Tiere in den Weiden zu halten. Es scheint den Haltern völlig gleichgültig zu sein, ob Hunde oder Beutegreifer zu den Kälbern oder Rindern und Kühen hineingelangen können. Allerdings ist es dennoch total unwahrscheinlich, dass eine einzelne Wölfin Rinder angreifen würde. Allerdings würde sie sicherlich tote Tiere nachsorgen. Wölfe fressen auch Aas. Hier besteht die Gefahr, dass ein betroffener Bauer eine Totgeburt oder an einer Krankheit verstorbenen Tier als Wolfsrisse angeben könnte, um an eine Entschädigungssumme zu gelangen und um gegen die Wölfin zu hetzen.

 

Weide 1: Jungrinder und Kälber

 

Jungrinder und Kälber auf einer Weide. Eine äußere Litze besteht durch Stacheldraht, eine innere durch ein Band. Unter beiden Litzen können Hunde oder Beutegreifer bequem hindurch.
37 Zentimeter beträgt der Abstand der Stacheldrahlitze zum Boden. Hier können Hunde und Beutegreifer einfach unten durch.
Bei der inneren Bandlitze sind es sogar 75 Zentimeter.
Beide inneren Litzen haben keine Spannung.
Hier sind noch einmal die Bewohner dieser Weide zu sehen. Jungrinder und Kälber ohne Mütter.

Weide zwei: erwachsene Rinder

Auch bei dieser Weide wird deutlich, dass die Litze nur dazu dient, die Rinder drinen zu halten. Dem Besitzer scheint gleichgültig zu sein, was von draußen hereinkommen kann.
Rinderweide mit nur einer Litze.
Das Revier der Wölfin ist weitläufig. Wiesen wechseln sich mit Wäldern ab.
Blick in Wölfin Ull von Ulrichsteins Revier im Vogelsberg.

Weide 3: Schafsweide

Diese Schafsweide im Kerngebiet der Wölfin wurde wohl mit Elektrozaun nachgerüstet. Er umschließt innen liegende Litzen aus Draht und Stacheldraht. Im oberen Bereich sind 4.000 bis 6.000 Volt gemessen worden.
Die Tücken dieses nachgerüsteten Netzes liegen am Boden.
In Hessen wurden Stromnetze von 90 Zentimetern Höhe vom HLNUG als ausreichend erklärt.
Kein Untergrabschutz, das Gras wächst in den Zaun hinein. Ganz unten keine Spannung mehr.
In der vorletzen Querstrebe zum Boden sind es nur noch 2.000 Volt.
Keine Spannung am Boden und dazu noch eine Lücke. Dies lädt zum Untergraben ein.
Keine Spannung und zehn Zentimeter Lücke zum Boden.
Normalerweise hätte der Rand des Geheges gemäht werden müssen. Hier ist deutlich zu sehen, wie das Gras in den Zaun hineinwächst, was sie Spannung vermindert.
Die Höhe ist in Hessen ausreichend.
Kein Untergrabschutz, keine Spannung am Boden.

Weide 4: erwachsene Rinder

Diese Weide ist nur von einer Litze umringt.
Auf dieser einen Litze ist nicht einmal Spannung vorhanden.
Die Höhe bis zum Boden beträgt 77 Zentimeter. Hier marschiert alles darunter durch was möchte.

Weide 5: Jungrinder

Jungrinderweide bei Unterseibertenrod.
Eine Lücke von 39 Zentimeter bis zum Boden.
Hier sind es sogar 45 Zentimeter.
45 Zentimeter bis zum Boden. Hier ist es völlig unerheblich, dass der Zaun insgesamt 103 Zentimeter hoch ist. Stirbt hier ein Tier und Wolf oder Fuchs treten als Nachsorger auf, wird behauptet, dass der Zaun übersprungen worden wäre.
Innen befindet sich eine Litze ohne Spannung.
Diese Rinderweide ist totel abgelegen.

Weide 6: Mutterkühe und Kälber

Hier sind Mutterkühe und Käber untergebracht. Hunde, Wölfe und andere Beutegreifer können hier ohne Probleme Totgeburten oder tote Kälber, die nicht mehr verteidigt werden, nachsorgen.
Eine Lücke von 50 Zentimetern bis zum Boden.
Dass hier ausreichend Spannung auf den Zäunen ist, ist unerheblich, denn Hunde oder Beutegreifer können einfach unter dem Zaun durch.
Hier ist die Lücke sogar 83 Zentimeter hoch.
Jungrinder, Muttekühe und Kälber.
Jungrinder, Mutterkühe und Kälber haben hier ein schönes Leben. Geschützt sind sie jedoch nicht.

 

Quellen: https://www.lokalo24.de/lokales/alsfeld/vogelsbergkreis-lernen-wolf-leben-13841546.html?fbclid=IwAR1P5PXGqqHEWHyFJaUE3YC9EBAp4s4t_xbK1UP0TXbe-LgYV0FouvNB4aQ

https://wolfsschutz-deutschland.de/2019/12/17/hessen-2020-wieder-wolfsgebiet-faktencheck-und-zaunkontrolle-bei-ulrichstein-jagdfrevel-und-meist-ungeschuetzte-weidetiere/

https://wolfsschutz-deutschland.de/2020/03/03/hurra-hessen-ist-wieder-wolfsland-woelfin-im-vogelsberg-daheim/

https://wolfsschutz-deutschland.de/2020/01/27/faktencheck-und-zaunkontrolle-hessen-hobbyschaefer-e-keine-spannung-auf-den-zaeunen-aber-wolfsausrottung-auf-wutdemo-fordern/

https://www.fr.de/rhein-main/woelfin-laesst-schafe-ruhe-13796685.html

https://ljv-hessen.de/wolfsmanagement-muss-aktueller-situation-angepasst-werden/

https://wolfsschutz-deutschland.de/2020/02/27/anfrage-der-gruenen-deckt-auf-umweltminister-lies-spd-verrennt-sich-in-wolfsjagd-in-niedersachsen-dabei-geht-es-um-millionen/

https://www.hlnug.de/themen/naturschutz/tiere-und-pflanzen/arten-melden/wolf?fbclid=IwAR3UfPdkHbVUlvqALxcVZ00Ec9guzARE9sxC2VEWsOlhGDWZUHaR5-A_4J8

 

 

 

 

 

 

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Schleswig-Holstein: Faktencheck/Zaunkontrolle – Problemschäfer B. lässt noch immer Weidezaun zum Wasser hin offen

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Es ist noch nicht einmal offiziell ein neuer Wolf im Landkreis Steinburg bestätigt, doch Schäfer B. klagt bereits wieder einmal ausgiebig in der regionalen und überregionalen Presse über den Verlust von Schafen. Es war dieses Mal auch gar nicht nötig, hier mit Zollstock und Zaunprüfgerat nachzumessen, da das Problem hier auf den ersten Blick ersichtlich ist. Die Schafe befinden sich vor dem Deich, umzäunt mit dem üblichen Wildzaun, der an einigen Stellen max. 95-100 cm hoch ist. An mehreren Stellen war der Zaun oben heruntergedrückt. Zum Wasser hin gab es, wie immer, keinen zusätzlichen Schutz. Dabei ist doch wirklich seit langem bekannt, dass Wölfe sehr gute Schwimmer sind. Es könnte sich hier aber auch um den Riss von Hunden handeln. Eine Statistik des Umweltministerium hatte vor drei Jahren ergeben, dass erheblich mehr Hunde als Wölfe Schafe in Schleswig-Holstein reißen. Ist auch kein Wunder, bei solchen Zäunen und augenscheinlich unbelehrbaren Schäfern. Dass sich hier die Presse mit an der Hetze beteiligt, weil sie mit keinem Wort auf die nicht vorhandenden Zäune eingeht, ist einfach nur beschämend. Rückblickend ist hier die Abschussfreigabe von Wolf Dani im vergangen Jahr umso absurder.

Kein Zaun zum Wasser hin.
Kein Zaun zum Wasser hin.

Auch in der Rissliste ist aufgeführt, dass die Tiere nicht geschützt waren, wie übrigens in den allermeisten Fällen in Schleswig-Holstein. Hier der Link zum Selberschauen: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/A/artenschutz/Wolf_Tabelle.html?fbclid=IwAR0li11Gw6f1bm9ORlAJ4MGtqgaIaVW6Y6zSaS44Ce4vxu4MDueXbSFXnok

Hier einer der Hetzberichte mit Tatsachenbehauptung in der Headline: https://www.bild.de/regional/hamburg/hamburg-aktuell/kreis-steinburg-neuer-wolf-in-schleswig-holstein-70281720.bild.html?fbclid=IwAR3A6rIoR8xif79EvyU2v_ZFswy27LqIoBbIEHv1XyNoYBSISd-8t49RKiY

Hier weitere Bilder von unserer Kontrolle am 27.04.2020:

Vorne durch einen einfachen Wildzaun umrandet, zum Wasser hin völlig offen.

 

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Faktencheck: Warum Niedersachsens abgeblasene Jagd auf Wolf Roddy dennoch kein Grund zur puren Freude ist

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Heute Früh vermeldete der NDR, dass der Niedersächsische Umweltminister seine Sinnlosjagd auf den Rodenwalder Wolfsrüden abgeblasen hätte. Dabei hätte Umweltminister Lies eingeräumt, keinen Erfolg gehabt zu haben. Solange das Tier nicht durch erneute Risse auffallen würden, wolle man den Rüden nun in Ruhe lassen.

Keine Entwarung

Ein Sieg, der keiner ist finden wir. Warum? Weil Lies sich in der nachjustitierten Pressemitteilung auf der Webseite des Umweltministeriums auf folgenden Sachverhalt beruft. Zitat: „Mit der Änderung des Bundesnaturschutzgesetz gibt es künftig mehr Handlungsspielraum: „Wo Wölfe einen ausreichenden Schutz überwinden, kann eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden. Beim Abschuss ist jetzt aber keine Individualisierung mehr notwendig. Wenn ein Wolf geschossen wird, wartet man ab, ob die Nutztierrisse nachlassen. Das Risiko der Strafbarkeit für Jäger, die das Land oder die Landkreise bei dieser Aufgabe unterstützen, fällt damit endlich weg. Denn es muss nicht mehr der krampfhafte Versuch unternommen werden, von mehreren Wölfen auf Anhieb den zu entnehmen, der durch DNA Analyse nachgewiesen werden konnte.“

Lies will wohl auf jeden Fall weiter Politik für die Lobby machen

Lies bezieht sich auf die Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes (Lex-Wolf), die unlängst vom Bundespräsidenten unterschrieben worden, und in Kraft getreten ist. Demnach kann tatsächlich nahezu willkürlich in Wolfsrudel hineingeschossen und ganzen Familien könnte der Garaus gemacht werden. Was Lies bislang unter ausreichendem Schutz verstanden hat, hatte sich ja während der 14 Monate andauernden Sinnlosjagd deutlich gezeigt. Was der Umweltminister nicht anmerkt, ist die Tatsache, dass genau diese Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes gegen höher zu bewertendes EU-Recht verstößt. Künftig werden also immer mehr Gerichte mit dem Einhalten von Gesetzen konfrontiert werden müssen. Doch hierzu braucht es nicht nur Richter sondern auch Kläger. Nach unseren Infos liegen bereits weitere Anträge zur Erschießung von Wölfen in Niedersachsen vor.

Dennoch ein Erfolg

Unsere Aktiven sind nach wie vor vor Ort. Die Einstellung der Sinnlosjagd ist auch deren großem Einsatz, unseren zahlreichen Zaunkonrollen und unserer steten Öffentlichkeitsarbeit zu verdanken.

Hier die Pressemittelung des Umweltministeriums Niedersachsen: https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/ausnahmegenehmigung-fur-rodewalder-wolfsruden-lauft-aus-187085.html?fbclid=IwAR0bAOsoZagzK0TZ3U2eNrQEe6-8gby4VeTM-pCbgdncw6mD_DKvdaXOQ8c

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Anfrage der Grünen deckt auf: Umweltminister Lies (SPD) verrennt sich in Wolfsjagd in Niedersachsen – dabei geht es um Millionen!

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Das Umweltministerium hat nun eine kleine Anfrage der Grünen zu den Kosten und zu Formalien auf Wolf Roddy (GW717m) beantwortet. Über 1,25 Millionen Euro wird der Steuerzahler wohl bislang berappen müssen. Der Betrag beeinhalte auch das Bereitstellen von Zaunmaterial. Als Folge des „Rissverhaltens“ wären zahlreiche Anträge von Rinder- und Pferdehaltern gestellt worden, die wahrscheinlich erstattet werden würden. Dabei dürfte Roddys Jagdverhalten durchaus strittig sein,  denn längst nicht alle Risse, die Roddy angelastet worden waren, gingen überhaupt auf das Konto dieses Wolfs. Bei mehreren DNA-Proben wurden dagegen Haushunde sowie unbestimmbare Wölfe ermittelt. Wird hier also ganz offensichtlich mit Kanonen auf Spatzen geschossen?

Roddy hinterlässt nur einen Schaden von 544 Euro und er ist damit gar kein Kuhkiller

Seit November 2018 sei lediglich ein direkter Schaden in Höhe von 544 Euro an Rindern entstanden. Ferner gibt das Ministerium zu, dass es keinerlei wissenschaftliche Grundlagen dafür gebe, dass Rinder im Herdenverband einen Grundschutz genießen würden.  Ebenso kann das Ministerium nicht nachweisen, dass die Risse zugenommen haben. Denn seit Monaten gibt es keinen Riss, der auf das Konto von Roddy geht. Christian Meyer, Fraktionsvize und naturschutzpolitischer Sprecher schreibt in einer Pressmitteilung, dass sich Umweltminister Olaf Lies  bei der Jagd nach dem Rodewalder Wolf verrannt habe. Zitat Meyer: „Er wollte unbedingt einen Wolf erlegen, koste es was es wolle.“

Polizei auf Wolfsjagd

Ohne Ausschreibung wäre im Januar 2019 als Dienstleister ein südeuropäischer Trapper beauftragt worden, Kastenfallen im Rodewalder Revier aufzustellen. Und der Trapper sei weiterhin aktiv. Zusätzlich wären an mindestens 37 Einsatztagen Polizeibeamte aus Nienburg zur Suche nach dem Wolf herangezogen worden.  Damit stelle sich die Frage, ob die Abschussbegründung also sachlich falsch wäre, wird Meyer weiter in der Pressemitteilung zitiert. Neben dem Trapper sind dort wohl auch noch Biologen und Jagdscheininhaber im Einsatz. Die Gesamtkosten des Dienstleisters würden sich für das Jahr 2019 auf 85.452,92 Euro belaufen, steht in der Antwort des Umweltministeriums der Anfrage der Grünen. Eine aktuelle Genehmigung für den Dienstleister wäre am 31. Januar 2020 erteilt worden. Welche Summen hier in diesem Jahr wohl zusammen kommen könnten, ist nicht schwer auszurechnen.

Wer bremst Lies?

Das Klagerecht in Deutschland ist kompliziert. Nur wenige Verbände könnten überhaupt klagen, aber wollen sie dies überhaupt? In sozialen Netzwerken wächst der Unmut. Mitglied Ingo B. wirft dem Freundeskreis frei lebender Wölfe e. V. auf Facebook vor, dass der Verein nicht  – entgegen anderslautenden Behauptungen –  gegen den Schießbefehl auf Roddy geklagt habe. In Wirklichkeit sei der Verein vor Gericht abgewatscht worden, weil er in Niedersachsen überhaupt nicht klageberechtigt wäre. Gleichzeitig wirbt das Vereinsmitglied Tom S.-H. aber aggressiv in FB mit der Argumenation, dass man klagen könne, um neue Mitglieder zu bekommen. Ingo B. wirft den Nabu weiter vor, dass sein Funktionär in Niedersachsen ein Duzfreund des Umweltministers wäre und unterstellt zu viel Nähe zur Politik. Pikant dabei ist, dass der Nabu tatsächlich bislang keinerlei Klagefreudigkeit in Niedersachsen zeigte. Wir von Wolfsschutz Deutschland e. V. können noch nicht klagen, weil wir erst seit zwei Jahren bestehen und die Formalien noch nicht erfüllen können. Wir hoffen dies in den nächsten beiden Jahren schaffen zu können.

Wolfsschutz Deutschland e. V. weiter aktiv vor Ort – neue Mitglieder willkommen

Unsere Mitglieder sind weiter aktiv vor Ort. Wir sammeln Müll, wir gehen spazieren und wir halten die Augen und Ohren offen. Wir arbeiten stets im legalen Rahmen. Unsere Leute sind nicht die, die sich lautstark in Facebook mit ihren Taten brüsten. Unsere Leute bleiben inkognito. Sie arbeiten ruhig und besonnen im Hintergrund. Sie sind von vor Ort und sie wissen, um welche Personen es sich bei „Dienstleister und Co.“  handelt. Weitere Aktive aus dem LK Nienburg sind uns herzlich willkommen. Sollte Roddy, oder ein anderer Wolf erschossen, oder sonstwie illegal getötet werden, stellen wir Anzeige. Anonymität für die Häscher, wie vom Umweltminister Lies vorgegaukelt und von den Jäger gefordert, gibt es nicht. So forderten Hobbyjäger allen Ernstes, dass sie Wölfe künftig abschießen und einfach am Straßenrand ablegen können.

Weitere Geldverschwendung?

Im Rahmen eines „Forschungsprojektes“ beauftragte das Umweltministerium die Technische Hochschule Hannover damit,  acht Wölfe mit Sendern zu versehen. Dabei sollten Kastenfallen und Schlingen zum Einsatz kommen. Das Projekt läuft seit dem 28.08.2018 und soll bis zum 31.12.2020 andauern. Als Grund wird angegeben, dass das Umweltministerium an verlässlichen Informationen zum Wolfsverhalten stark interessiert sei. Kaum ein Tier in Deutschland wird mehr überwacht und ist mehr erforscht als der Wolf. Es gibt zahlreiche Studien und Publikationen zu Verhalten und Wanderverhalten von Wölfen. Schon in den 80-iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts machte Forscher Promberger Wolfsverhalten publik. Einer seiner Filme ist sogar noch heute im Schulfernsehen zu sehen. Hier der Link dazu: https://www.planet-schule.de/sf/filme-online.php?film=2959

350.000 Euro bekam die Hochschule für Forschungen, die an der Schläue der in Niedersachsen lebenden Wölfe scheitert. Kein Tier ging bislang in die bereitgestellten Kastenfallen, oder auch Schlingfallen. Den Steuerzahler kostet dies weitere 20.000 und zusätzlich 92.000 Euro.

Welche Folgen hat diese Politik?

Der englische Schauspieler Patrick Stewart sagt in einem Interview über Lügen in der Politik: „Ich finde es gefährlich, wenn man sich an so etwas gewöhnt. Wir leben in einer Zeit der Lügen. Dass Politiker heute Lügen erzählen, ist Standard geworden. Und 24 Stunden später sagen sie dann: „Ich ziehe zurück, was ich gestern gesagt habe, da war ich schlecht informiert, es war nicht richtig“, oder was auch immer sie dann zu ihrer Rechtfertigung sagen. Was aber am Ende bei den Menschen im Gedächtnis bleibt, ist die Lüge – und zwar unabhängig davon, ob sie korrigiert wurde. Das ist entsetzlich.“ Die Botschaften, die Umweltminister Lies an die Lobby sendet, feuern den Hass immer mehr an und sie ziehen immer mehr Lügen nach sich. Statt wie in Hessen, eine Weideprämie an Bauern auszuzahlen, verspricht Lies Wolfsabschüsse wohl als Lösung der Probleme der Bauern. Weiterhin stapeln sich die Anträge auf Zäune und das Geld wird nur schleppend ausgezahlt. Ebenso fatale Folge hat das Winden der großen Umweltverbände.

Bauernbürgerwehr will einfach Wölfe selber abknallen

Dies geht sogar so weit, dass Bauern eine „Bürgerwehr gegen Wölfe“ gründen wollen. Wegen zwei gerissenen Schafen wollen sie nun allen Ernstes selbst herumschießen. Statt dies zu kritisieren richtet Lies eine weitere Botschaft an die Jäger. Zitat: „Ich möchte klarstellen: Künftig wird es mit entsprechender Ausnahmegenehmigung und Hilfe der Jäger möglich sein, einzelne Problemwölfe zu töten. Dass Jäger dafür bepöbelt, beschimpft und bedroht werden, weil sie dazu beitragen, rechtsstaatliches Handeln umzusetzen, verstehe ich nicht. Das ist absolut inakzeptabel!

Lies will Hobbyjäger mitschießen lassen

Ohne die Unterstützung der Jäger kommen wir mit Problemwölfen nicht weiter, die bisherigen Maßnahmen haben nicht funktioniert. Das Verhalten im Netz zu dieser Frage zeigt mir aber umso mehr, dass die Anonymität der Jäger unter allen Umständen gewahrt werden muss. Darin unterstütze ich nachdrücklich die Spitze der Landesjägerschaft.“ Zitat Ende. Und nein, unsere Mitglieder pöbeln nicht und sie beschimpfen nicht. Stattdessen konnten sich unsere Vorsitzende sowie zwei weitere Frauen nur durch einen Sprung in den Wald vor einem auf einem Weg auf sie zurasenden Jägerfahrzeug retten. Die Strafanzeige wurde übrigens eingestellt. Weiterhin verfolgte uns im Sommer ein Polizist auf einem Motorrad.

Nein, mit seiner Irrsinsjagd auf den Wolf erreicht der Umweltminister unserer Ansicht nach eben keine Rechtssicherheit. Spätestens jetzt wäre der Zeitpunkt für Landesvater Weil (SPD), endlich einzugreifen. Dabei machen die Bürger laut Umfragen immer wieder sehr deutlich, dass  ihnen an mehr Umwelt- und Klimaschutz gelegen ist. Steht so der SPD evtl. sogar die komplette „Entnahme“ aus dem Landtag in Niedersachsen an der Wahlurne bevor, sollte sich der Umweltminister nicht endlich besinnen?

Lobbypolitik statt Umweltpoltik

Die Nitratbelastung im Grundwasser steige bedrohlich an, schreibt das Handelsblatt. In vielen Regionen werde der EU-Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter seit Jahren überschritten. Betroffen seien vor allem Niedersachsen und Teile Nordrhein-Westfalens, Sachsen und Rheinland-Pfalz. Doch nicht nur Gülle wäre eine Herausforderung für Lies. Niedersachsen hat wegen zu wenig Ausweisung von Naturschutzgebieten eine weitere Klage mit Strafzahlungen an die EU zu befürchten. Zahlen müsste dies dann auch wieder der Steuerzahler.

 

Quellen: Hier die komplette Antwort auf die kleine Anfrage der Grünen: https://www.fraktion.gruene-niedersachsen.de/fileadmin/docs/abgeordnete/christian_meyer/Anfragen/Wolf_Antw_zu_5543.pdf?fbclid=IwAR1LosActviq7MTfGvK_vIE4CWyRFwJdLo6aUq7jxy-ma_kdmudV8A_nqCg

 

Weitere Quellen: https://www.fraktion.gruene-niedersachsen.de/presse/pressemeldungen/artikel/christian-meyer-umweltminister-hat-sich-bei-wolfsjagd-verrannt.html

https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/lies-wichtiger-schritt-hin-zu-wolfs-management-185088.html

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Suderburg-Buergerwehr-gegen-Woelfe-,aktuelllueneburg3232.html

https://www.welt.de/kultur/article205899709/Star-Trek-Star-Patrick-Stewart-Wir-leben-in-einer-Zeit-der-Luegen.html?fbclid=IwAR0oYxTkyik3f2Xp2g2jujtyuWSRyPu4TwrELOKgNvZC6JQ7zxjuR-olBrM

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/landwirtschaft-eu-verliert-geduld-mit-deutschland-zweite-klage-wegen-nitratbelastung-steht-bevor/24694204.html?ticket=ST-402328-2b5YfDgUet6fbWmdBwQi-ap4

https://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Naturschutzgebiete-EU-Kommission-ruegt-auch-Niedersachsen-Strafzahlung-von-300-Millionen-Euro-droht

 

 

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Faktencheck und Zaunkontrolle Hessen – Hobbyschäfer E.: keine Spannung auf den Zäunen aber Wolfsausrottung auf Wutdemo fordern!

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Keine Spannung auf dem Standartnetz. Dabei schreibt der hessische Wolfsmanagementplan dies vor.

Viele Hobbyschäfer im Vogelsberg schützen ihre Tiere augenscheinlich nicht, wie unseren erneute Zaunkontrolle ergab, forderten aber auf einer Wutdemo in Wiesbaden weiter Wolfsabschüsse. Wir rufen zum Boykott von Wolfshasserschäferbetrieben auf und fordern das Land Hessen auf, endlich die Ziele von mehr Wildnisgebieten zu realsieren. Der Wolf darf nicht zum Südenbock verfehlter Agrarpoltik werden und Schäfer müssen in ihrem Egoismus Grenzen aufgezeigt bekommen.

„Wir brauchen den Wolf nicht“, betonte Werner Eifert in der Gießener Zeitung. Er wies auch auf die Nachfolgeschäden bei einem Einbruch eines Wolfes in eine Schafherde hin. Neben den getöteten und verletzten Tieren, bestehe die große Gefahr des Ablammens (Fehlgeburten) bei trächtigen Tieren. Mit der ersten öffentlichen Demo hätte der Hobbyschäfer zusammen mit weiteren Schäfer die Politik und die Bevölkerung wachrütteln wollen, wird er in der Gießener Allgemeinen zitiert.

Tatsächlich gab es bei der Schäferdemo tumultartige Zustände vor dem Wiesbadener Landtag wegen genau einer Wölfin im Vogelsberg.  Die Wölfin mit dem Laborkürzel GW1166f – von uns Ulli von Ulrichstein genannt – wurde bei einem Rehriss im Vogelsberg am 27. Oktober erneut genetisch bestätigt. Nur zwei Tage später, am 29. Oktober, hinterließ dasselbe Tier beim Riss eines Angus-Kalbs im Vogelsberg seinen genetischen Fingerabdruck. Erstmals war GW1166f am 12. Juli 2019 anhand einer Losungsprobe (Wolfskot) identifiziert worden, sie hält sich seither im Gebiet um Ulrichstein im Vogelsberg auf. Nach wiederholtem Nachweis dieser „Ulrichsteiner Wölfin“ mittels DNA-Analyse über sechs Monate hinweg, würde GW1166f ab Mitte Januar 2020 als „territorial“ betrachtet werden.

Zäune allesamt ohne Spannung

Wir brauchen solche Schäfer wie Herrn Eifert nicht, sagen wir von Wolfsschutz Deutschland e. V. Denn ganz augenscheinlich hat Herr Eifert keine Lust, seine Schafe zu schützen. Bei einer Zaunkontolle am  19.01.2020 fanden wir diese Schnucken völlig ungesichert vor. Solche Zäune schützen weder vor Hunden, noch vor Ausbruch der Schafe noch vor Wölfen. Dabei hat der Hobbyschäfer über 2.000 Euro an EU-Subventionen erhalten. Hier nachsehbar: https://www.agrar-fischerei-zahlungen.de/Suche

Ein Teil des Geheges für die Schnucken besteht aus Wildtierzaun mit einer Höhe von 110 cm. Der andere Teil ist ein Mobiles Netz mit einer Höhe von 92 Zentimetern. Beide Zäune hatten am Tag der Kontrolle keine Spannung. Es waren rund 30 Tiere zu sehen, der Rest hielt sich wohl im Stall auf, was die Hetzerei dieses Hobbyschäfers gegen Wölfe noch unverständlicher macht, denn er könnte abends seine Tiere sicher im Stall unterbringen. Am Festzaun befand sich zudem kein Untergrabschutz.

Jede/r Unternehmer *in muss in Deutschland in Eigenverantwortung zusehen wo er bleibt. Schäfer *innen und andere Weidetierhalter *innen werden allerdings zu anderen Kleinstunternehmen großzügig von der EU subventioniert. Hier namentlich nachzuschauen. https://www.agrar-fischerei-zahlungen.de/ – Statt sich auf neue Bedingungen einzustellen, lassen sich Weidetierhalter – allen voran in Niedersachsen wohl von der Politik auch noch veräppeln. Dort gibt Umweltminister Lies Geld das für Zäune bestimmt war, für eine sinnlose Wolfsjagd aus. Aber was machen die Bauern dort? Fordern weiter Wolfsabschuss statt Zaungeld. Nicht anders ist es in Hessen. Wer sind denn die Auftraggeber für Beweidung? Doch ganz oft Umweltverbände, die teilweise auch noch so kulant sind, den Schäfern Zäune auch noch aufzustellen. Aber was machen die Schäfer? Statt Dankbarkeit zu zeigen, beißen in die Hände, die sie füttern und rennen auf das nächste Mahnfeuer oder die nächste Demo und fordern weiter Wolfsabschuss und Wolfsausrottung.

Mehr Wildnis statt Kulturlandschaft

Ungeachtet dessen, dass mehr Tiere durch Krankheiten, Vernachlässigung und Hundebisse ums Leben kommen, landen die meisten am Ende ihres Lebens doch beim Schlachter. Dabei wollen hier die Verbraucher weder das Fleisch noch die Wolle. Es ist unfassbar, mit welchem Egoismus und mit welcher Dreistigheit hier Hobbyhalter fordern, dass ihre Interessen und ihr Hobby über denen des Allgemeinwohls steht. Fakt ist, dass die Mehrheit der Deutschen die Wölfe möchte, und eine Minderheit der Jäger- und Bauernlobby alles dafür tut, ihren Willen gegen das Allgemeinwohl durchzusetzen. Nein, wir brauchen auch nicht noch mehr beweidete Grünflächen, was wir brauchen sind Wildnisgebiete, die auch das Klima schützen können. Auch hier hat Deutschland sein Ziel verfehlt. https://www.tagesschau.de/inland/naturwaelder-naturschutz-101.html

Auch in Hessen ist das Ziel nicht erreicht worden. Der Anteil der Tier- und Pflanzenarten, die sich in einem schlechten Erhaltungszustand befinden, hat von 27 Prozent auf 35 Prozent zugenommen.

Aufruf zum Boykott von Wolfshasserschäfern

Wir fordern: solche Schäfer müssen weg! Boykottiert Sie deren Betriebe. Kaufen Sie weder Fleisch noch Wolle
Im Gegensatz zum BUND halten wir von Wolfsschutz Deutschland e. V. es NICHT für hinnehmbar, Wölfe als Kompromiss an die Agrarlobby abzuschießen. Damit wird nicht mehr Akzeptanz, sondern das glatte Gegenteil erreicht. Zumal die Fallzahlen (also andere Sterbeursachen) um ein Vielfaches höher liegen als Wolfsrisse. https://wolfsschutz-deutschland.de/2019/06/15/weidetiere-in-hessen-stehen-zwoelf-wolfsrisse-35-000-anderen-todesursachen-gegenueber-hessen-setzt-auf-herdenschutz-und-weidetierpraemie/
Diese Bauern dort in Wiesbaden haben sich am 15.01.2020 vor dem Landtag in Wiesbaden komplett in einer aufgepeitschten Stimmung und Hysterie verfangen. Szenen dort erinnern an das Mittelalter. Umweltministerin Hinz konnte keinen einzigen Satz vorbringen, ohne ausgebuht zu werden. Diese Schäfer fordern einerseits Hilfe, scheinen aber genau daran überhaupt nicht interessiert zu sein. Sie wollen augenscheinlich den einfachsten Weg: der Wolf soll weg. Wir fordern: solche Schäfer müssen weg! Boykottiert deren Betriebe, kauft weder Fleisch noch Wolle.

Wolf darf nicht zum Sündenbock verfehlter Agrarpolitik werden

Zitat: Der Wolf als Sündenbock?
Umweltschützer forderten, „den Wolf nicht zum Sündenbock zu machen“, wie es der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) ausdrückte. Allerdings hält auch er es für hinnehmbar, einzelne Wölfe nach Angriffen auf Schafe zu töten.
Schäfer bräuchten nach Überzeugung des BUND aber vor allem mehr wirtschaftliche Hilfe für ihre ökologisch sinnvolle Arbeit. Dass es vielen Schäfern wirtschaftlich seit Jahren schlecht gehe, habe mit dem Wolf nichts zu tun. https://www.hessenschau.de/politik/demo-in-wiesbaden-schaefer-fordern-schutz-vor-woelfen-und-buhen-ministerin-aus,demo-schaefer-wiesbaden-100.html
Rinderhalter, Alpaka-Besitzer und vor allem Schäfer: Hunderte von ihnen haben in Wiesbaden aus Angst vor mehr Wolfsattacken auf ihre Herden demonstriert. Agrarministerin Hinz kniff nicht und hatte einen schweren Stand.

Hier die Fotos der Zaunkontrolle:

 

Quellen: https://www.giessener-allgemeine.de/vogelsbergkreis/von-politik-alleingelassen-13449777.html?fbclid=IwAR10E3t7cp4xjrCHspN2yHck43ZSNsM4vUjdu-cbEq9971EddRfrC6NrwXg

https://www.hessenschau.de/politik/demo-in-wiesbaden-schaefer-fordern-schutz-vor-woelfen-und-buhen-ministerin-aus,demo-schaefer-wiesbaden-100.html

https://www.kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2019/KAB2019_236_240_Harthun_Schweiger.pdf

https://www.hlnug.de/presse/pressemitteilung?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=314&cHash=148cef4856bbe1d78c03f7420cbc530b

https://wolfsschutz-deutschland.de/2019/12/17/hessen-2020-wieder-wolfsgebiet-faktencheck-und-zaunkontrolle-bei-ulrichstein-jagdfrevel-und-meist-ungeschuetzte-weidetiere/

https://umwelt.hessen.de/sites/default/files/media/hmuelv/wolfsmanagementfuerhessen.pdf

 

Allgemein

Naturschutz-, Tierschutz- und Müllfrevel in Niedersachsen – doch Umweltminister Lies (SPD) will wohl weiter nur Wolf Roddy an den Kragen

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Dieses Tier konnte sich nur noch auf Knien fortbewegen und war nicht mehr in der Lage aufzustehen. Links am Bildrand befindet sich sogar ein vollständiges Skelett.

Wie lange kann sich der Niedersächsische Umweltminister Lies noch im Amt halten? Der Niedersächsische SPD-Politiker beharrt nach wie vor darauf, dem Wolf Roddy weiter nach dem Leben zu trachten. Nun will er sogar die Jäger einbeziehen und eine lobbyfreundliche Wolfsverordnung kreieren. Die Kosten für diese sinnlose Jagd dürften sich mittlerweile auf zirka 200.000 Euro summieren. Ein Nachsehen haben die Weidetierhalter, denn nicht mal ein dutzend Anträge auf Zäune sollen bearbeitet worden sein. Geht das Geld für die Weidetierhalter nun weiter für die Jagd auf Roddy drauf? Eine neue kleine Anfrage der Niedersächsischen Grünen dürfte hier weiter Öl ins Feuer gießen, denn Lies könnte sogar einen Wolfsjäger aus Südeuropa für 50.000 Euro engagiert haben.

Im Nachbarkreis Lüneburger Heide haben wir Missstände in einer Heidschnuckenherde des Schäfers K. entdeckt. Das Veterinäramt Celle ist informiert. Weiterhin haben wir bei unseren Müllsammelaktionen Müllfrevel in einem Ausmaß entdeckt, den wir nicht beseitigen konnten. Obwohl die Behörden informiert wurden, liegt der Müll weiterhin im Rodewald und Krähe. Lesen Sie hier unseren neuen Faktencheck für Niedersachsen:

Tierqual in der Lüneburger Heide?

Wir sind hier von der Haltung dieser Tiere auf dem Heidschnuckenhof äußerst betroffen – insbesondere, weil der Halter auf seiner Website damit wirbt, die Tiere „tagein und tagaus“ zu hüten. Die Tiere konnten wir  – am Donnerstag, 02.01.2019, über die Oberoher Heide im hinteren Teil des Anwesens beobachten. Die Heidschnucken und Ziegen sind sich wohl eher selbst überlassen und sterben von alleine und stehen später dem Wolf, wildernden Hunden und anderen Raubtieren zum „Selbstbedienen“ zur Verfügung – da sie völlig ungeschützt in ihrer unzureichend gesicherten Koppel stehen. Auf den Fotos sind die tatsächlichen körperlichen Beschwerden der Ziegen und Heidschnucken nicht im tatsächlich vorhandenen Ausmaß erkennbar. Die knieende Ziege konnte sich auch nur noch auf den Knien der Vorderläufe fortbewegen, von diesem Phänomen war nicht nur die Ziege, sondern  auch eine Heidschnucke betroffen. Mindestens vier Tiere lahmten und liefen nur auf drei Beinen. Skelette und Skelettteile und verteilte Schafswolle sind gut auf den Fotos erkennbar. Ebenso sieht man im hinteren Bereich den niedergedrückten Zaun. Ebenso ist zur Heide hin erkennbar, dass die Herde nur durch ein defektes Holzlattentor geschützt ist, welches hervorragend von Wolf und Co überwunden werden kann. Am Montag, den 06.01.2020,hat unser Mitglied bereits das zuständige Veterinäramt Celle über die Missstände informiert.

Besonders pikant: Der Halter Carl Wilhelm K.,Vorsitzender des Verband Lüneburger Heidschnuckenzüchter e.V., musste 2017 bereits zweimal einen Wolf mit lautem Geschrei und Stock vertreiben, da er sich ein Lamm während des Hütens gegriffen hatte. Am Hof waren in 2017 am helllichten Tag mehrere Böcke gerissen worden, schreibt das Magazin für Schafzucht.  Am 11.08.18 konnte er es angeblich nicht verhindern, dass ein Wolf sich ein Lamm packt und damit verschwindet. Kuhlmann ist über diese Entwicklung sehr in Sorge. https://www.schafzucht-online.de/Wolfsangriff-erreicht-neue-Dimension,QUlEPTU4ODUxMTQmTUlEPTQ4MA.html?fbclid=IwAR1W_ThV66Bc2EaOOTKKOrYx6ZVfIr8A9vtxEoqdXk8OdtzGSeJU0kyuDjo

Wie sehr sich dieser Halter um seine Tiere sorgt, ist hier zu sehen

Diese Weide ist mit Skelett- und Knochenteilen übersät.
Zwischen den Schnucken liegen überall Knochenteile herum.
Zwischen den Schnucken liegen überall Knochenteile herum.
Bei dem zweiten Tier von rechts ist eine offene Wunde am Bein zu sehen.
Überall sind Knochenteile verstreut.Der Zaun im Hintergrund verdient seinen Namen nicht.

 

Müllfrevel im Rodewald und in der Krähe

Auf unserer Patrouille im Waldgebiet Krähe, Lichtenmoor, Steimbke sowie im Rodewald treffen wir immer wieder auf Müllfrevel.
Da uns diese Mengen doch zu groß waren, oder auch mit Babykot verschmiert sind, haben wir hier keine Mitnahme und Entsorgung durchgeführt.
Kleineren Kunststoffmüll nehmen wir gelegentlich auch mit für unsere Wertstofftonne, wenn es nicht zuviel ist. Obwohl die Behörden informiert worden sind, liegt der Müll noch immer herum.

 

Neue kleine Anfrage der Grünen erzeugt noch mehr Druck auf den Minister

Einstieg der kleinen Anfrage der GRÜNEN. Zitat: War ein „südeuropäischer Trapper“ (Welt vom 15.12.2019) der Dienstleister für den erfolglosen Fang des Rodewalder Wolfes? – Welche Schäden an wehrhaften Rindern hat der Rüde tatsächlich verursacht? Anfrage der Abgeordneten Christian Meyer, Imke Byl und Helge Limburg (GRÜNE) an die Landesregierung, eingegangen am 07.01.2020

Am 23.01.2019 erließ der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) erstmalig eine Ausnahmegenehmigung für die letale Entnahme (Tötung) des „Rodewalder Wolfes“ (GW 717m). Die Ausnahmegenehmigung wird mit zwei Rissen an „zum Selbstschutz fähigen Rindern“ (NTS 678, 811) begründet. Zudem werden zwei weitere Rinderrisse herangezogen, die dem Rodewalder Rüden nicht eindeutig zugeordnet werden konnten (NTS 776 und 788). Die Ausnahmegenehmigung geht davon aus, dass der Wolfsrüde auch in Zukunft zum Selbstschutz angeblich befähigte Rinderherden angreifen und seine Angriffe ausweiten wird. Für die vier o. g. Fälle wurde eine Schadenssumme von 3 500 Euro ermittelt, die zwischen April und Oktober 2018 entstand. Zur Begründung des Abschusses zieht das Umweltministerium die folgende Schadensprognose heran: „Die Schäden an – innerhalb des Rodewald-Territoriums verbreitet zumindest zeitweise auf Weiden gehaltenen – zum Selbstschutz befähigten Rinderherden werden damit angesichts der mehrjährigen natürlichen (nicht der durch illegale oder zufällige Tötung verkürzten!) Lebenserwartung des Wolfsrüden Individuum GW717m im Vergleich zu den zwischen April und Oktober 2018 eingetretenen voraussehbar erheblich zunehmen.“ Risse an anderen Tieren als an zum Selbstschutz fähigen Rindern waren nicht Grundlage der Ausnahmegenehmigung und auch nicht Grundlage der Verlängerungsbescheide. Die Ausnahmegenehmigung wurde seither monatlich verlängert, zuletzt mit Bescheid vom 27.12.2019. Sämtliche Verlängerungsbescheide sind damit begründet, dass sich am Sachverhalt der Entscheidung vom 23.01.2019 nichts geändert habe. Das Umweltministerium hat bislang nicht belegt, ob und inwiefern der Rodewalder Rüde nachweislich weitere Angriffe auf ausreichend geschützte Rinder unternommen hat. Aus der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage von Abgeordneten der Grünen (Drs. 18/3968) ergibt sich, dass es in der Zeit vom 24.01.2019 bis 01.06.2019 zu insgesamt vier Rissen an Rindern kam, in zwei der Fälle bestand nach Angaben des MU ein Grundschutz durch Herdenverband. Die genetischen Nachweise befanden sich zum Zeitpunkt der Antwort noch in der Bearbeitung. Die Welt berichtete am 15. Dezember 2019: „Auch deshalb hat Niedersachsens Landesregierung nach Erteilung einer Ausnahmegenehmigung einen erfahrenen Wolfsjäger aus Südeuropa mit der ‚Entnahme‘ des Rodewalder Rüden beauftragt. Um sicherzugehen, dass der hinzugezogene Trapper den richtigen Wolf vor die Flinte bekommt, sollte das Tier zunächst mithilfe von Schlingfallen festgesetzt, einem DNA-Schnelltest unterzogen und erst dann in die ewigen Jagdgründe befördert werden. Das Problem: GW717m machte überhaupt keine Anstalten, sich an den Orten, an denen der erfahrene, aber eben auch ortsfremde Wolfsjäger seine Fallen aufstelle, blicken oder gar fangen zu lassen. Stattdessen attackierte er andernorts erneut Nutztiere. Der Trapper zog samt seiner Schlingfallen und einem leicht lädierten Ruf schließlich unverrichteter Dinge wieder ab, nicht ohne dem Land Niedersachsen eine Rechnung über rund 50 000 Euro für seinen Einsatz zu hinterlassen.“

Hier der Link zur kleinen Anfrage der Abgeordneten Christian Meyer, Imke Byl und Helge Limburg

18-05543

 

Weitere Quellen: https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/genehmigung-zur-totung-des-wolfsruden-gw717m-wird-nochmals-erneuert-183836.html

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Rodewalder-Wolf-Lies-hofft-auf-oertliche-Jaeger,wolf4220.html

Allgemein

Hessen 2020 wieder Wolfsgebiet? Faktencheck und Zaunkontrolle bei Ulrichstein – Jagdfrevel und meist ungeschützte Weidetiere

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Zwischen dem 27. Oktober und dem 2. November 2019 seien sowohl im Vogelsberg, als auch in den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, im Schwalm-Eder-Kreis und im Werra-Meißner-Kreis mehrere Tiere, vorwiegend Nutztiere, aber auch Wildtiere, von Wölfen gerissen worden, schreibt das Hessische Landesumweltamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) heute in einer Pressemitteilung. Nun würden auch die Ergebnisse der genommenen Genproben vorliegen. In allen fünf Fällen wäre  die Individualisierung gelungen – es handle sich um die beiden Wölfinnen, die das HLNUG bereits mehrfach genetisch dokumentiert hat.

Weidetierhalter fordern Wolfsabschuss

Wir von Wolfsschutz Deutschland e. V. haben uns die Gegend, in der sich die Wölfin GW1166f – von uns Ulli von Ulrichstein genannt –  wohl ansiedeln wird, am Sonntag, den 15.12.19 mal etwas näher angeschaut. Die Gegend ist hügelig bis bergig, weitläufig, wenig besiedelt und Waldflächen wechseln sich mit Wiesen und Feldern ab. Ein ideales Gebiet für Wölfe, das einen ähnlichen Eindruck macht, wie die Heimat des Rosenthaler Rudels in Sachsen. Wir haben dort insgesamt fünf Weiden kontrolliert – auch im Bereich der nachgewiesenen Risse sowie auch Müll im Wald gesammelt. Hierbei sind wir auch auf Jagdfrevel gestoßen. Die Schafsweide entsprach den Mindestanforderungen in Hessen. Allerdings lag ein Schaf hilflos auf der Seite und es kam nicht mehr von alleine hoch. Wird es nicht gedreht, kann das Tier sterben. Wir haben die Polizei Alsfeld informiert und die freudige Nachricht erhalten, dass sich der Schäfer wie auch schon angekündigt, gleich auf den Weg gemacht hatte und das Schaf wieder hingestellt hatte, das daraufhin kurz danach Zwillinge zur Welt gebracht hatte. Mutter und Lämmchen geht es gut. Sämtliche Rinderweiden hatten keinen Mindestschutz, sondern es war lediglich eine Litze in Höhe von 80 bis 90 Zentimetern gespannt. Dass hier Kälber gerissen werden, ist bei solchen Weiden, die NICHT den Mindestanforderungen entsprechen, alles andere als verwunderlich.

Umso erstaunlicher ist es, dass sich von Rissen betroffene Bauern in der Lokalpresse mit solchen Forderungen präsentieren, wie Schäfer Bernd W. in der Oberhessischen Zeitung: „Die Weidetierhaltung darf nicht länger einer falschen Romantik und der ungehemmten Verbreitung des Wolfes untergeordnet werden, genauso wenig, wie das Sicherheitsgefühl der Menschen in den ländlichen Räumen.“

Zwei Wölfinnen, eine im Vogelsberg, die andere in Nordhessen, werden sesshaft

Zitat aus der Pressemeldung des HLNUG: „Die Wölfin mit dem Laborkürzel GW1166f wurde bei einem Rehriss im Vogelsberg am 27. Oktober erneut genetisch bestätigt. Nur zwei Tage später, am 29. Oktober, hinterließ dasselbe Tier beim Riss eines Angus-Kalbs im Vogelsberg seinen genetischen Fingerabdruck. Erstmals war GW1166f am 12. Juli 2019 anhand einer Losungsprobe (Wolfskot) identifiziert worden, sie hält sich seither im Gebiet um Ulrichstein im Vogelsberg auf. Nach wiederholtem Nachweis dieser „Ulrichsteiner Wölfin“ mittels DNA-Analyse über sechs Monate hinweg, würde GW1166f ab Mitte Januar 2020 als „territorial“ betrachtet (GW= Grauwolf, 1166= Labornummer, f= weiblich).“

Das zweite Tier, das erstmals seit dem Rüden vom Reinhardtswald in Hessen als territorial bezeichnet werden könnte, trägt das Kürzel GW1409f und wurde erstmalig am 1. August 2019 bei Herlefeld im Schwalm-Eder-Kreis an einem Rotwild-Alttier nachgewiesen. Diese Wölfin war laut der jüngsten Analyseergebnisse verantwortlich für drei Rissvorfälle in drei verschiedenen Landkreisen. Sie würde bei weiteren Bestätigungen am 1. Februar 2020 als sesshaft bezeichnet werden.

Die Gennachweise im Einzelnen:

02.11.2019     Sontra/Werra-Meißner-Kreis, Genetik Schafe, Wolf HW01, GW1409f
31.10.2019     Herlefeld/Schwalm-Eder-Kreis, Genetik Schaf, Wolf HW01, GW1409f
29.10.2019     Seifertshausen/Hersfeld-Rotenburg, Genetik Rotwild, Wolf HW01, GW1409f
29.10.2019     Unter-Seibertenrod/Vogelsbergkreis, Genetik Kalb, Wolf HW01, GW1166f
27.10.2019     Lardenbach/Vogelsbergkreis, Genetik Reh, Wolf HW01, GW1166f

Hier unser Faktencheck in Bildern:

Schafweide bei Romrod

Dieses festliegende Schaf fanden wir bei unserer Kontrolle am Sonntag Abend, den 15.12.19. Es kommt immer wieder vor, dass Schafe von alleine nicht wieder hochkommen. So werden sie auch leicht zum Opfer von streunenden Hunden oder Beutegreifern. Wir haben in diesem Fall auch nicht die Weide betreten und das Schaf umgedreht (was nicht legal gewesen wäre), sondern wir haben die Polizei angerufen. Nach einigem Hin und Her hatte die Polizei Alsfeld und auch zugesichert, den Weidetierhalter ausfindig machen zu lassen und darüber zu informieren, dass er sein Schaf umdrehen muss.

UPDATE: 18.12.19 – Die Polizei Alsfeld hat nachgeforscht, was mit dem Schaf weiter passiert ist und nun die freudige Nachricht erteilt, dass sich der Schäfer wie auch schon angekündigt, gleich auf den Weg gemacht hatte und das Schaf wieder hingestellt hatte, das daraufhin kurz danach Zwillinge zur Welt gebracht hatte. Mutter und Lämmchen geht es gut.

Das festgelegene Schaf gehörte zu dieser Schafsherde bei Romrod.
90 Zentimeter hohe Standardnetze gelten in Hessen als ausreichende Umzäunung, während in anderen Bundesländern 1,10 Meter mit zusätzlichem Flatterband üblich ist.
Überall maßen wir. Hier sind es 10.000 Volt – auch auf der Litze am Boden.
Das Gelände, auf dem sich die Wölfin „Ulli von Ulrichstein“ niedergelassen hat, gleicht dem des Rosenthaler Rudels in Sachsen. Hier wechseln sich kleinere Waldflächen mit Wiesen und Äckern ab.

Vier Rinderweiden bei Ulrichstein Unter- und Oberseifertenrod

Rinderweide bei Seibertenrod, direkt mit Hochsitz. Bei Haltung einer kleinen Anzahl von Rindern oder Pferden wird laut Hessischem Wolfsmanagementplan ein Elektrozaun mit 4 Litzen und maximal 20cm Bodenabstand empfohlen. Die Funktionsfähigkeit von Zaun und Elektrogerät muss regelmäßig überwacht werden. Bereits aus Tierschutzgründen muss der Zustand der Tiere einmal pro Tag überprüft werden. Hierbei ist die Kontrolle der Einzäunung auf unversehrte Funktionsfähigkeit wichtig.
Während unserer Kontrolle überquerte eine Wildschweinfamilie (siehe Hintergrund) die Weide. Dadurch gerieten auch die Kühe in Bewegung und rannten hinter den Schweinen her.
Eine einzige Litze, 78 Zentimeter hoch und völlig ohne Spannung.
Die Rinder kamen im hinteren Teil der Weide zum Stehen. Zum Glück muss man sagen, denn auf der einzelnen Litze war keine Spannung. So wundert es nicht, dass ständig ausgebrochene Weidetiere gemeldet werden.
Weide mit Mutterkühen, Bullen und Kälbern bei Seibertenrod, Auch hier wird wie überall in dem Gebiet, die Weide von einer einzigen Litze begrenzt. Für Spaziergänger unter Umständen gefährlich. Bei einem Bullen mit auf der Weide wird sich die Wölfin höchstwahrscheinlich nicht herantrauen, doch kleine Kälber können selber unter der Litze hindurch und finden evtl. den Weg nicht mehr zurück. So können sie eben doch leicht zum Opfer von wildernden Hunden oder Beutegreifern werden.
Kleine Kälber stehen hier auf einer Wiede, die nur von einer Litze umzäunt ist.
Die nächste Weide mit Mutterkühen, Bullen und Kälbern bei Seibertenrod wird von Büschen umrahmt. Innen sind zwei weitere Litzen aus Metall ohne Spannung angebracht. Eine einzige Litze in Höhe von 80 Zentimetern führt 4.000 Volt. Doch hier kommen Beutegreifer mühelos unten durch.
Hier ein Nebeneingang zur Weide.
Die Mutterkühe, Kälber und Bullen leben unter idealen Bedingungen in Weidehaltung. Dennoch werden sie nicht ordentlich geschützt. Eine Litze in Höhe von 80 Zentimetern ist zu wenig.
Eine Litze in Höhe von 83 Zenitmetern mit 10.000 Volt reicht dennoch nicht aus, weil sowohl Kälber, als auch Beutegreifer unten durch gelangen können.
In einem Waldstück südlich von Romrod haben wir diesen Jagdfrevel entdeckt. Jäger ließen ein erschossenes und ausgeweidetes Wildschwein einfach im Wald liegen. Problematisch in Zeiten der ASP. Siehe auch hier: https://umwelt.hessen.de/presse/pressemitteilung/hessen-bereitet-sich-auf-afrikanische-schweinepest-vor
Jagdfrevel in einem Waldstück bei Romrod. Scharen von Raben und einige Bussarde führten uns zu diesem Kadaver. Wir dachten zuerst einen Wolfsriss entdeckt zu haben, doch es stand sehr schnell fest, dass hier zweibeinige Jäger am Werk gewesen sind.
Auf der gegenüberliegenden Seite waren Einweghandschuhe achtlos weggeworfen worden. So wird der Wald von Jägern vermüllt.

 

 

Einweghandschuh neben dem toten Wildschwein.

 

 

 

Quellen: https://www.hlnug.de/presse/pressemitteilung?tx_news_pi1[action]=detail&tx_news_pi1[controller]=News&tx_news_pi1[news]=292&cHash=78fe7f469093cd552c24ba3c78af6f5a&fbclid=IwAR226vHIMwRdr23UtkCV_g0TAuaMIp18z9asELaoUTe-py0f93eEdfPbyc8

https://umwelt.hessen.de/sites/default/files/media/hmuelv/wolfsmanagementfuerhessen.pdf

https://umwelt.hessen.de/presse/pressemitteilung/hessen-bereitet-sich-auf-afrikanische-schweinepest-vor

https://www.hlnug.de/presse/pressemitteilung?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=316&cHash=404d7a82240ebbf5b30b1c2448fe1366

https://www.oberhessische-zeitung.de/lokales/vogelsbergkreis/ulrichstein/wolf-reisst-kalb-bei-ulrichstein_20855248?fbclid=IwAR0edbKXCjG6E1kR2H6vQ09gxV-lq5ZIv4Pwbtdvx-TaFyOr11l5amopdbo

 

 

 

 

Allgemein

SH – Faktencheck zum mutmaßlichen Riss bei Hochdonn: Tricksende, lügende und betrügende Wutbauern?

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Beispielbild © Brigitte Sommer

Es ist nicht einmal erwiesen, ob es überhaupt ein Wolf war, aber es gebe einen neuen „Problemwolf“ in Schleswig-Holstein, der noch viel „böser“ sei als der nach Mecklenburg-Vorpommern abgewanderte und aus Dänemark stammende Wolf Dani (Abwandlung von Dansk – GW924 m), schrieb vorgestern die BILD. Wie kann ein Wildtier böse sein? Ein Wolf reisst Beute, weil er sich ernähren muss. Im Gegensatz zum Menschen empfindet ein Wolf keinerlei „Vergnügen“ daran, zu töten und zu quälen. Eingesperrte Tiere stellen für Beutegreifer wie Wölfe eine unnatürliche Situation dar. Kann die Beute nicht wegrennen, oder wurde das Verhalten weggezüchtet, wird beim Wolf so lange ein Beutegreifreflex ausgelöst, bis sich in seiner Nähe nichts mehr bewegt. Man kennt dieses Phänomen auch von Füchsen im Hühnerstall.  Dieser Reflex ist für Wölfe und Schafe gleichermaßen tragisch, denn ein Wolf reisst so bis zur völligen Erschöpfung. Wie Wolfsberater Matzen dazu kommt, das Tier im BILD-Artikel als im „Jagdrausch“ zu bezeichnen, ist uns schleierhaft. Wenn also jemand wirklich als „böse“ zu betiteln wäre, so ist es der Mensch, die einzige Spezies, die aus Vergnügen tötet und wohl gerade dabei ist, unseren Planeten zu zerstören. Wissenschaftler haben das Zeitalter des Anthroprozän, das Zeitalter des Menschen ausgerufen. Keine Spezies wirkt sich derart zerstörend wie wir aus.

Hochdonn: Zäune nach hinten nur mit 40 Zentimeter hoher Litze

Es gibt keine Problemwölfe in Schleswig-Holstein, sondern augenscheinlich Problembauern und Problemweidetierhalter, die Problemzäune aufstellen, um Schießbefehle auf Wölfe zu erreichen. Warum? Weil sie sich nicht auf neue Bedingungen einstellen möchten und weil sie anscheinend auch faktenresistent und von Gier getrieben sind. Teilweise erhalten diese Bauern EU-Subventionen in hoher sechstelliger Summe. Jahre lang hat sich niemand um die vielen Hunderisse vor Ort geschert, doch kaum gibt es eine Möglichkeit an Geld zu kommen, werden Schafe zur Anfütterung der Wölfe hingestellt. Und damit es nicht so auffällt, werden die Zäune zur Straßenseite und an Wegen ordnungsgemäß angebracht und an der Rückseite geht der Zaun in eine niedrige Litze über. Wer geht denn auch querfeldein und prüft das? Wir von Wolfsschutz Deutschland e. V. machen das. Und hier haben wir wohl wieder einen Betrüger entlarvt. Außerdem stellt sich nun dar, worauf wir monatelang hingewiesen hatten: Es gibt mehrere Wölfe in der Region westlich und nördlich. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hält sich auch mindestens ein weiterer Wolf im LK Pinneberg auf. Wir berichteten hier: https://wolfsschutz-deutschland.de/2019/11/15/schleswig-holstein-wolf-dani-gw-924m-wahrscheinlich-abgewandert-andere-woelfe-im-revier-aber-weiter-schiesswuetige-jaeger-auf-der-lauer-im-lk-pinneberg/ Inzwischen wurde der Schießbefehl auf Wolf Dani aufgehoben.

Vorne hui, hinten pfui!

An der Rückseite nur 40cm Litze. An der Hauptstraße Netzzaun, am Weg auch. Aber zu den Nachbarfeldern nur ein Draht in Höhe von 40 Zentimetern.

Tricksen, täuschen, betrügen: Vorne an der Hauptstraße und am Weg Netz und Spannung, hinten, wo normalerweise niemand schaut, nur eine Litze in 40 Zentimeter Höhe.
Der Übergang vom Standardnetz zur Minilitze. Hier kann jede/r drübersteigen. Im Falle eines Risses heisst es dann: Wolf hat wolfsabweisende Zäune überwunden?

Und hier zwei Zäune in Höllenborn, 5-Finger Linde

 

 

Weide bei Eiderstedt

 

Hier der Link zum Artikel der Bild: https://www.bild.de/regional/hamburg/hamburg-aktuell/neuer-problemwolf-gw924m-abgewandert-aber-er-hat-einen-nachfolger-66318666.bild.html

Hier ein weniger reißerischer Artikel über einen neuen Wolf bei Eiderstedt.

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Neuer-Wolf-an-der-Westkueste-gesichtet,wolf4166.html?fbclid=IwAR1i7mRisMz5Y5lPqdc_oDNfRPUgMkMe_UE6yN4F3a2dw3QwjY3sjUgNio8

Weitere Quellen:

https://www.boyens-medien.de/artikel/dithmarschen/mutmasslicher-wolfsriss-in-hochdonn-307746.html?fbclid=IwAR248s9TA0CqaeL4Xawf7mhTpA3DeNYk6PYCHGT2g2qvpUaxtWCg0e_qo1g

https://www.nationalgeographic.de/geschichte-und-kultur/anthropozaen-das-zeitalter-des-menschen

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Faktencheck Schleswig-Holstein / Moordiek: Alle Jahre wieder…Zaunfrevel bei Schäfer K.

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Der vom Schießbefehl bedrohte Wolf Dani (GW924 m) ist nachweislich nach Mecklenburg-Vorpommern ausgewandert. Wir hoffen, dass er weiter nach Polen gezogen ist, denn in Mecklenburg-Vorpommern geraten Jäger ebenfalls wohl bereits in einen Blutrausch und auch der Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD), würde gerne auch dort einen Schießbefehl auf Dani ausstellen.

Zwergenzäune statt Herdenschutz

In Danis altem Revier in Moordiek Schleswig-Holstein bleibt es derweil bei den alten Problemen. Familie K. beklagte sich in einem Artikel im Februar 2019 darüber, dass ihre Schafe wegen des Wolfs weniger Lämmer gebären würden. Wolfsabweisende Netze oder wenigstens Standartzäune wollte man dennoch nicht aufstellen. An der Einstellung der Familie hat sich anscheinend so gar nichts geändert, denn aktuelle Bilder (27.11.19) weisen nach, dass hier genau wie im vergangenen Jahr auch, Zwergenzäune um die Schafe herum genaut sind. 42 Zentimeter Höhe hält nicht einmal Schafe ab, hier drüber zu springen, da hilft es auch nicht, wenn hier eine Spannung von 4000 Volt zu verzeichnen ist. Nur kann man sich aber die (Hetz)Zeitungsschlagzeile im Fall eines Risses vorstellen: Wolf „überwindet“ Elektrozaun! Solange sich nichts an der Einstellung von Problemweidetierhaltern dort ändern, dauert es mit der nächsten Problemwolfkreation bestimmt nicht lange. Zumal wir vermuten, dass sich ohnehin dort ein zweiter Wolf aufgehalten hat, bzw. noch aufhält.

Familie K. hat im vergangenen Jahr über 40.000 Euro an EU-Subventionen erhalten. Otto-Normalverbraucher wird es immer schwerer verständlich sein, warum hier scheinbar gar nichts in Zäune investiert wird.

 

Same procedere that every Year!

 

Hier der Link zu einem Artikel aus 2018: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Sorgt-der-Wolf-fuer-weniger-Laemmer,laemmer310.html?fbclid=IwAR1s56hI7OM_t32rdPufTzaFCHZTw3uKrsiUBTlwDqe3EZKWuMKlWlRhdho

Und hier ein Foto von der gleichen Weide genau vor einem Jahr: