Schöner, poetisch anmutender Film über Wölfe in den italienischen Abruzzen und dem Apennin.

Etwas Positives zum Start in die WocheIn einer Zeit, in der Nachrichten über Wölfe in Deutschland fast nur noch von Abschussanträgen, Konflikten und Hetze geprägt sind, brauchen wir dringend auch gute und hoffnungsvolle Geschichten. Deshalb möchten wir euch heute einen besonders schönen Film ans Herz legen.

Mit einigen werden diese Bilder in Resonanz gehen. Sie werden spüren, dass es eine Lebensaufgabe sein kann, mit der Natur wieder in Verbindung zu treten. „Ein Wolf zeigt sich dir nicht ohne Grund.“ Vielleicht bringt sie den ein oder die andere sogar dazu, in unserem Verein Wolfsschutz-Deutschland e. V. aktiv zu werden? 
Beispielfoto Wolf im Gebirge.
Genau dieses tiefe Gefühl trägt die 45-minütige ARTE-Dokumentation Abruzzen: Begegnung mit dem Wolf“ von Anfang bis Ende. Der italienische Tierfilmer Marco Andreini erzählt eine sehr persönliche Geschichte: Nach einer unerwarteten Begegnung mit einem Wolfswelpen beginnt er, über viele Jahre hinweg das Leben der Wölfe im Nationalpark Abruzzen zu begleiten.Die Bilder sind von stiller Schönheit und großer Geduld. Man sieht keine reißerischen Szenen, sondern echte, intime Einblicke in das Leben der Rudel – in den rauen, majestätischen Bergen des Apennin. Man spürt die Wildheit, die Würde und die fragile Harmonie, die zwischen den Wölfen und den Menschen dieser Region seit Generationen besteht.
Während wir in Deutschland immer weiter versuchen, unsere Wölfe zu kontrollieren, zu verdrängen und zu terrorisieren, zeigt dieser Film, wie ein respektvolles Miteinander aussehen kann. In Italien haben die Menschen insgesamt besser gelernt, mit dem Wolf zu leben, auch wenn es auch dort immer wieder zu illegalen Tötungen kommt. Vor mehr als zwanzig Jahren sind die Wölfe auch bei uns in Deutschland zurückgekehrt. Vielleicht ist die Botschaft dieses Films genau das, was wir dringend brauchen: Demut und Achtung vor der Wildnis zu entwickeln und wildes Leben ohne Angst und Hysterie willkommen zu heißen. 

Dieser Film ist mehr als eine Tierdokumentation. Er ist eine leise Einladung, innezuhalten und wieder zu fühlen, was viele von uns tief im Inneren vermissen: die echte Verbindung zur wilden Natur.  Sehr berührend und wärmstens empfohlen. Verfügbar in der ARTE Mediathek bis 30. Mai 2026.

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:

Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr –  und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich. 

Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

Oder:

Wolfsschutz-Deutschland e.V.
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Gefährliche Bushaltestellen in Niedersachsen für Kinder und Jugendliche!

Es gibt sie, die gefährlichen Bushaltestellen in Niedersachsen. Allerdings nicht im Zusammenhang mit dem Thema Wolf, wie es so gerne von Politikern oder auch von den Landfrauen in Niedersachsen immer wieder in die Diskussion geworfen wird. Angeblich sollen quasi ständig Wölfe quasi Jugendlichen und Kindern, die an Bushaltestellen in Niedersachsen warten, auflauern, bzw. ihr Reh direkt daneben reißen. Politiker wie Umweltminister Lies und Agrarministerin Otte-Kinast werden nicht müde, immer wieder zu fordern, dass in Punkto Wolf die Sicherheit des Menschen an erster Stelle stehen müsse. Dabei gab es in den fast 20 Jahren, seitdem die Wölfe wieder nach Deutschland zurück gekehrt sind, keinen einzigen Angriff auf Menschen.

Zwei unbedingt sehenswerte Reportagen auf arte, jetzt in der Mediathek

Die Gefahr an niedersächsischen Bushaltestellen lauert ganz woanders. Nämlich bei den Bauern und ihren Ställen selber. Explizit in der Massentierthaltung. Eine der größten Gefahren, die auf die Menschheit zurollt, ist die Resistenz von Bakterien auf Antibiotika. Seit Jahrzehnten werden Antibiotika in der Tiermast eingesetzt. Die Landwirtschaft trägt eine große Mitschuld an Antibiotikaresistenzen von Bakterien. Tatsächlich gelangen bestimmte Bakterien, z. B. durch Massentierhaltung, z. B.  von Geflügel, durch Abluftanlagen in die Umwelt. Jugendliche und Kinder, die an Haltestellen in der Nähe solcher Anlagen auf ihren Bus warten, sind hochgefährdet an multisesistenten Keimen, gegen die keine Medizin mehr helfen kann,  zu erkranken. Ärzte warnen vor dem Aufenthalt in der Nähe von Massentierhaltungsanlangen. In einigen skandinavischen Ländern wurden Bushaltestellen in der Nähe sogar verboten. Schon jetzt gibt es Bakterien, gegen die kein Antibiotika mehr wirkt. Wissenschaftlicher warnen in diesem unbedingt sehenswerten Bericht von arte eindringlich vor den Folgen von Krankheitskeimen, gegen die nichts mehr hilft. Resistance Fighter Die globale Antibiotika-Krise https://www.arte.tv/de/videos/072494-000-A/resistance-fighters/?fbclid=IwAR0UjQ_S1h4H9e2Udu_5RQ5XVAWsoHuL2d8reKXUCr67GIhZCNkN1ScGzHo#

Oft sind Schäfer auch zugleich Halter von Geflügelmastbetrieben, wie Schäfer B., der von einer Antiwolfsveranstltung zur nächsten reist, um den Abschuss von Wölfen zu fordern. Gleichzeitig wird dort auch ein Geflügelmastbetrieb betrieben, der auf den Namen seiner Frau angemeldet ist. Ob von dort auch gefährliche Keime durch Abluftanlagen in die Umwelt geraten, wissen wir nicht. Jedoch ist es erwiesen, dass die Gefahr für Menschen durch solche Anlagen real ist. Eine Gefahr für den Menschen, die vom Wolf ausgeht, ist stattdessen nicht real. Für Weidetierhalter hat die EU nun Mittel auch aus EU-Töpfen bereitgestellt, die 100 Prozent Förderung und 100 Prozent Schadensersatz gewährleisten können. Hier könnte die Politik schnell Abhilfe schaffen, die Umweltzerstörungen durch eine völlig verfehlte Agrarpolitik, die sich rein an Gewinnmaximierung von wenigen orientiert und rein wirtschaftlichen Interessen dient,  wird die Menschen jedoch noch Jahrzehnte wenn nicht Jahrhunderte beschäftigen.

Der Wolf dagegen, kann helfen ganze Gebiete zu gesunden und zu renaturieren. Eine Agrarreform ist nicht nur nötig, sondern unabdingbar, will sich die Menschheit nicht selber ausrotten. Wie eine solche Agrarreform gelingen könnte, zeigt eine weitere Reportage von arte. Wie schaffen wir die Agrarwende?  https://www.arte.tv/de/videos/079393-000-A/wie-schaffen-wir-die-agrarwende/?fbclid=IwAR2ntjOtWWqHTPxqJ-863BJk10VW-jcbc9yXqClkXUSDMB9cdmVOkkq5X8Q