Wölfe sind nicht nur ein wichtiger Teil gesunder Ökosysteme – sie sind auch ein echter Wirtschaftsfaktor. In vielen Regionen der Welt hat die Rückkehr des Wolfs zu einem regelrechten Boom beim sanften Naturtourismus geführt. Besonders eindrucksvoll zeigt sich das im Yellowstone National Park. Aber ginge das nicht auch bei uns? Wir beleuchten noch mal die Situation im Territorium Hornisgrinde und kündigen einen „Wolfswalk“ im Sommer an.
Die Erfolgsgeschichte Yellowstone
Seit der Wiedereinführung der Wölfe 1995 hat sich der Park zu einer internationalen Attraktion für Wolfsbeobachter entwickelt. Studien der University of Montana und des National Park Service kommen zu folgenden Ergebnissen:
- Allein durch wolf-spezifischen Tourismus fließen jährlich ca. 82 Millionen US-Dollar in die umliegenden Gateway-Gemeinden.
- Bereits 2005/2006 lagen die direkten Einnahmen bei über 35 Millionen Dollar – mit stark steigender Tendenz.
- Mehr als 150.000 Besucher pro Jahr kommen gezielt wegen der Wölfe.
- Der gesamte Tourismus rund um Yellowstone generierte 2023 über 828 Millionen Dollar an wirtschaftlichem Nutzen und sicherte Tausende Arbeitsplätze.
Wolfstourismus schafft Einkommen besonders in den ruhigen Nebensaisonen und macht die lokale Wirtschaft unabhängig von der Jagd.
Auch in Europa ein großes Potenzial
In Regionen wie den Abruzzen (Italien), Asturien (Spanien) oder den Karpaten entwickelt sich verantwortungsvoller Wolfstourismus ebenfalls positiv. Er schafft Arbeitsplätze für lokale Guides, Hotels und Gastronomie und fördert gleichzeitig tatsächlich die Akzeptanz gegenüber dem Wolf.

Der absurde Kontrast: Hornisgrinde im Schwarzwald
Hohe Kosten und Nachteile der Wolfsjagd
Fazit: Chance statt Angst
Die Hornisgrinde zeigt exemplarisch, wie verpasste Chancen und ideologische Blockaden der eigenen Bevölkerung schaden. Es ist Zeit, vom amerikanischen und europäischen Erfolgsmodell zu lernen, das würde auch in Thüringen, Sachsen, Mecklenburgvorpommern, Bayern und weiteren Gebieten gut funktionieren können. Wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. werden im Sommer einen Termin zu einem Wolfswalk in der Langen Rhön in Bayern anbieten. Selbstverständlich lauern wir dabei keinem Wolf auf und wir provozieren auch keine Sichtung, sondern wir informieren in lockerer Art und Weise und das Territorium und die Wölfe. Die Teilnahme wird kostenfrei sein.

Quellen:
- Duffield et al., University of Montana (Studien zu Yellowstone)
- National Park Service Yellowstone Economic Impact Reports
- Outside Online & Rewilding Academy
Einige unserer Berichte zum Hornisgrinde-Wolf „Grindi“:
Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:
Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr – und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich.
Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/
Oder:



Ein Gedanke zu „Wolfstourismus: Die große Chance für ländliche Regionen“
Die Region um die B500 im Bereich Hornisgrinde mutiert eh langsam aber sicher zum Stangenspargelwald dank des Mobilfunks und seiner Anwendungen.
Ob sich da künftige Wolfsgenerationen wohl fühlen werden?
Heutzutage gibt es für alles sog. ‚Guides‘ oder ‚Ranger‘ oder was auch immer sonst noch an unseligen Anglizismen gebraucht werden kann.
Warum eigentlich muß man als ausgebildeter Jäger eigentlich die Tiere des Waldes und des Feldes, die Vögel töten? Walfänger, die z. B. umgesattelt haben und heute Naturbeobachter /Touristen mit ihren Schiffen in die Walreviere bringen, haben daraus einen einträglichen Wirtschaftszweig aufgebaut. Wäre das nicht auch ein Angebot in unseren Landen, daß z. B. Jäger kleine Gruppen durch den Wald führen, um ihnen die Tiere des Waldes nahezubringen? Nehmt lichtstarke Teleobjektive mit und schießt Fotos.
Und die unwegsamen Wege im Wald sind KEINE Radrennpisten. Ebensowenig sollten Gleitschirmflieger die Steilhänge in den Alpen meiden. So mancher Steinbock, so manche Gemse ist erschrocken zu Tode gestürzt, da sich diese Zeitgenossen ebenso lautlos von oben nähern, wie ein Adler.