Seit dem Wechsel der Zuständigkeit für den Wolf zum CDU-geführten Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) am 2. April 2026 gibt es auf der offiziellen Seite des Umweltministeriums keine neuen Monitoring-Daten mehr. Die Inhalte werden während der Übergangsphase nicht aktualisiert. Genau in dieser Phase der Unsicherheit ist unsere UIG-Anfrage zur Abschussgenehmigung des Hornisgrinde-Wolfs „Grindi“ (GW2672m) endlich beantwortet worden. Diese Antwort schätzen wir als alarmierend ein. Außerdem waren wir am 24. März 2026 wieder mit einem Team in Grindis Revier. Lesen Sie hier alle Hintergründe in unserer Fotoreportage.
UPDATE 12.10.2026: Landwirtschafts- und Umweltministerium beantworteten uns unsere UIG dahingehend, dass keine weiteren Maßnahmen geplant und auch keine Abschussverfügung geplant sei. Mehr Infos hier: https://wolfsschutz-deutschland.de/wp-admin/post.php?post=20113&action=edit
Was die Behörden-Antwort offenbart
CDU und Peter Hauk

Einige Nachstellungen im Detail
- Am 16.07.2024 trat Grindi in eine Soft-Catch-Fußfalle (die wir seit Langem scharf kritisieren), https://wolfsschutz-deutschland.de/2026/03/17/besenderung-von-woelfen-telemetriedaten-als-grundlage-fuer-kuenftige-abschuesse/ konnte sich aber selbst befreien.
- Am 22.01.2024 ruhte er auf einem nicht benutzten Skihang; als Menschen brüllend auf ihn zurannten, zog er sich ruhig zurück – auf eine Distanz, die für ein Narkosegewehr zu groß war.
- Mehrfach versuchten Personen mit Hunden (u. a. 25.02. und 28.02.2025), Begegnungen zu provozieren – genau das, was Wanderern und Touristen später vorgeworfen wurde.
- Fußfallen, sogar Lockstoffe und die geplante „Hard-Release-Methode“ (die wir bereits im Fall Großhennersdorf scharf kritisiert hatten) kamen zum Einsatz. Eine Expertin von Team Tierschutz bestätigte: Es gibt keinen einzigen wissenschaftlichen Beleg für die Wirksamkeit solcher Vergrämungsmethoden.
Jäger durften Menschen gefährden?




Hoher Personal- und Kostenaufwand auf Steuerzahlerkosten

Die Abschussgenehmigung






Überall werden neue Kamerafallen installiert. Hier im Film
Am 24. März gingen wir noch von neuen Besenderungsversuchen aus. Inzwischen schätzen wir, dass auch eine neue Abschussverfügung ausgestellt werden könnte.








Massive Fällungen im Film









Rückblick und Mobbing gegen Brigitte Sommer
Unsere Forderung
Statt fast einer Viertelmillion Euro für tierquälerische Nachstellungen und ein teures Erschießungskommando brauchen wir endlich echten, präventiven Herdenschutz und eine sachliche, wissenschaftsbasierte Wolfspolitik ohne Panikmache. Im Territorium von Grindi braucht es jetzt tatsächlich echte Freunde des Wolfs. Wer das endlich verstanden hat, ist in unserem Team herzlich willkommen.
Wolfsschutz-Deutschland e. V. – Wir bleiben dran und lassen nicht locker.
Und wir verlosen noch einmal eine Tasse, einfach Blog abbonieren:
Hündin Alba war selbstverständlich auch am Parkplatz an der Leine, sie sah lediglich eine Katze. Im Einsatz ist sie still.
Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:
Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr – und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich.
Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/
Oder:


7 Gedanken zu „Wolf Grindi in akuter Gefahr? Wolfsschutz-Deutschland e. V. befürchtet neue Abschussverfügung unter CDU-Verantwortung“
So langsam ist das alles nicht mehr nachvollziehbar. Was für Menschen sitzen da in der Verantwortung? Der kleine Kerl tut nichts und niemanden etwas. Das ist für mich reiner Sport der Macht und ein zuschustern an die Lobby. Ich hoffe ihr könnt viel erreichen und ich drücke alle Daumen für ein freies Leben für unseren kleinen Wolf
Danke für Eure gründliche Recherche! Von den anderen Orgas erhält man keinerlei Hintergründe. Ihr durchschaut genau, was in der Politik vor sich geht. Nur wer gründlich nachdenkt, kann begreifen, was da vor sich geht und das Grindi keinesfalls sicher ist. Am schlimmsten finde ich die Akteure, die so tun, als seien sie für den Wolfsschutz, in Wirklichkeit aber alle Sichtungen melden und noch dazu den Behörden zuarbeiten. Keine Orga geht den Dingen so auf den Grund, wie Ihr! Vielen Dank dafür!
Ich bedauere, dass nicht auch andere Naturschutzorgas so tief recherchiert und hinterfragt, wie Ihr das tut! Im Prinzip ist Politik leicht durchschaubar, aber keiner außer Ihr bringt die Hintergründe und sagt, was da in Baden-Württemberg so abgeht! Ich selbst wohne dort und verfolge die Berichterstattung, auch in den Medien. Abartig finde ich, dass Ihr von anderen Orgas, die nichts kapieren und sich nicht mit den Hintergründen beschäftigen wollen, so gedisst werdet! Ich glaube mittlerweile, die sind neidisch, dass Ihr den Durchblick habt und die nicht! Macht weiter so.
Am meisten ärgere ich mich über diejenigen, die Eure Arbeit schlecht reden, denn die haben keinerlei Ahnung von dem, was Ihr für den Wolfsschutz leistet! Wer die Politik nicht durchschaut, der ist einfach dumm. Ihr zeigt immer wieder auch die Hintergründe auf und kennt die Zusammenhänge. Andere können nur moppen und diffamieren. Lasst Euch von denen nicht von Eurem Weg abbringen!
Der Mobber ist der Suschi und die Nussol hetzt auch immer weiter. Dabei war sie selbst in der BILD und hat denen Fotos gegeben und Orte genannt.
Das Schlimme an der Situation ist, dass so genannte Wolfsschützer da völlig konform gehen mit den Behörden und Ämtern. Die wollen jetzt verhindern, dass Menschen mit ihren Hunden im Wald spazierengehen, weil Grindi dann auftaucht. Wie irre müssen solche Menschen sein? Der Nordschwarzwald ist ein Touristengebiet. Menschen suchen dort Erholung und manche haben auch Hunde, was ja unglaublich zu sein scheint! Und was ist dabei, mit einem angeleinten Hund im Wald spazieren zu gehen? Wollen wir jetzt alles verbieten, auch das Spazierengehen im Wald?? Unglaublich, was sich diese Irren da zusammen spinnen!
Richtig: Man muss Zusammenhänge erkennen und darf sich nicht nur auf das verlassen, was Politiker und Behörden so von sich geben. Wer nicht in der Lage ist, Zusammenhänge zu erkennen und offizielle Aussagen nicht hinterfragt, der ist schlichtweg blind und taub. Dass Grindi längst nicht aus dem Fokus der Behörden und des Ministeriums verschwunden ist, ist eindeutig und dass jetzt das Landwirtschaftsministerium dafür zuständig ist, sollte doch jeden stutzig machen. Was hat ein Landwirtschaftsministerium mit dem Wolf zu tun? Logisch, schneller abschießen, was sonst?