Jägerpräsident Dammann-Tamke will Rudelabschüsse – Wolfsschutz warnt vor Eskalation

Vor genau drei Wochen hat Niedersachsen mit der Änderung des Bundesjagdgesetzes die Jagd auf Wölfe offiziell eröffnet. In unserem Artikel vom 4. April 2026 haben wir bereits vor den dramatischen Folgen und den massiven Interessenkonflikten gewarnt. Diese Entwicklung, die wir seit Jahren angekündigt und kritisiert haben, nimmt nun immer konkretere und besorgniserregendere Formen an.

Dammann-Tamkes umstrittener O-Ton

Am 15. April 2026 erklärte Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen und des Deutschen Jagdverbands:
„Für uns Jäger sind wildbiologische Faktoren die entscheidenden Kriterien für ein funktionierendes Bestandsmanagement beim Wolf. Selbstverständlich gehört für uns dazu auch der Elterntierschutz. Wir plädieren daher für eine dreimonatige Schonzeit des Wolfes in den Monaten April, Mai und Juni.“

Gleichzeitig forderte er jedoch in „Problemgebieten“ eine Bejagung ganzer Rudel

Diese Kombination aus angeblicher Schonzeit während der Welpenaufzucht und der Forderung nach Rudelabschüssen empfinden wir als besonders zynisch und brutal. Auch der jagdpolitische Sprecher der SPD, Christoph Willeke, nimmt kein Blatt vor den Mund: „Wir werden mit dem Ausschöpfen der Möglichkeiten zur Wolfsbejagung in Niedersachsen nicht hinter das Bundesjagdgesetz zurückfallen“, sagte er dem Jagdblatt Pirsch. Die Berechnungsgrundlage für die geplante Freigabe von 27 adulten, territorialen Wölfen sei ihm aktuell noch nicht bekannt, daher könne er hierzu keinen Standpunkt einnehmen. Es werde jedoch zusätzlich noch einen Abschuss von Jungwölfen geben, wenn die bereits entnommene Zahl nicht den guten Erhaltungszustand gefährdet. Das werde man dann von Jahr zu Jahr sehen.
Christian Meyer (Grüne) im Landtag (nach Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz): „Die Landesregierung wird alle Möglichkeiten, die das Bundesgesetz bietet, vollumfänglich umsetzen.“
Dazu soll ein Rissradius nicht von einem Kilometer, sondern von 20 Kilometern gelten, um die Anonymität der Häscher zu gewährleisten. Ab Juli sollen Jagdpläne stehen. Nicht die Landkreise sollen zuständig sein, es soll vom Land aus bestimnt werden.
Wölfin mit Welpen.

Wir sind gegen jeglichen Wolfsabschuss

Wolfsschutz-Deutschland e. V. lehnt jeden Abschuss von Wölfen grundsätzlich ab. Der Wolf gehört als Teil der Natur in unsere Landschaft. Statt Abschüssen und willkürlichen Quoten brauchen wir endlich wirksamen, präventiven Herdenschutz.

Versagen der Behörden beim Herdenschutz

Statt die Veterinärämter endlich anzuweisen, bei nachweislicher Herdenschutzverweigerung konsequent einzugreifen, wird das Geld lieber in teure Wolfsjagden gesteckt. Diejenigen, die ihre Tiere wirklich schützen wollen, sollten unbürokratisch 100 % Förderung für geeignete Herdenschutzmaßnahmen erhalten – ohne endlose Antragsverfahren und Gutachten.

Teure Wolfsjagden statt günstigem Herdenschutz – ein Blick in die Schweiz

Dass Wolfsabschüsse für den Steuerzahler extrem teuer sind, zeigt ein Blick in die Schweiz besonders deutlich. Dort kostet der Abschuss eines einzelnen Wolfs im Schnitt rund 35.000 Schweizer Franken (ca. 36.500 Euro). In manchen Kantonen (z. B. Wallis) verschlingen die Regulierungsmaßnahmen pro Saison 800.000 bis über 1 Million Franken. Während Hunderttausende Euro in Nachtsichttechnik, automatische Waffen, Munition und Überstunden der Jäger fließen, bleibt der echte, präventive Herdenschutz chronisch unterfinanziert. Nicht nur die Jagdlobby, sondern auch die Waffen- und Optikindustrie profitiert massiv von dieser Entwicklung – finanziert vom Steuerzahler.
Wolfswelpen.

Besorgniserregende gesellschaftliche Dimension

Es drängt sich der Eindruck auf, dass Teile der Politik und der beteiligten Lobby die Bevölkerung durch diese Jagdeskalation bewusst an Gewalt gegen Tiere gewöhnen und damit auch kriegswilliger machen wollen.

Die Monitoring-Problematik

Besonders verwerflich ist das Verhalten einiger Personen, die aus persönlichem Vorteil Monitoringdaten direkt an Jäger oder jagdnahe Strukturen weitergeben. Das ist kein neutrales Monitoring mehr – das ist gezielte Vorbereitung der Jagd. Wir kritisieren dieses Verhalten scharf: Wer aus Egoismus sensible Wolfsdaten an die Jägerschaft meldet, verrät den Wolf und untersützt die Wiederausrottung.

Unsere Forderung

Drei Wochen nach der Jagd-Eröffnung zeigen sich die Folgen deutlich: Statt unabhängigem Monitoring und flächendeckendem Herdenschutz wird der Weg in Richtung Wolfsausrottung geebnet.Wir fordern:
  • Ein unabhängiges, wissenschaftliches Monitoring ohne jegliche Beteiligung der Jägerschaft – http://www.change.org/wolfsmonitoring
  • Konsequentes Einschreiten der Veterinärämter bei Herdenschutzverweigerung, bzw. die Erschaffung unabhäniger Kontrollmechanismen, denn die Staatsanwaltschaft Memmingen ermittelt tatsächlich gegen das Veterinäramt Günzburg wegen möglicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Auslöser waren Recherchen von Tierrechtlern, die im November und Dezember 2025 in zwei Schafbetrieben erhebliche Missstände dokumentiert hatten – nach ihren Angaben litten bis zu 20 Prozent der Tiere unter Schmerzen. Das Veterinäramt selbst fand bei einer Kontrolle 11 auffällige Schafe in einer Herde von etwa 50 Tieren. Den Aktivisten zufolge waren die anschließenden Behördenkontrollen unzureichend und teilweise widersprüchlich zu den Angaben gegenüber der Presse. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob das Amt seiner Aufsichtspflicht nicht ordnungsgemäß nachgekommen ist.
  • Unbürokratische 100-prozentige Förderung für alle, die ihre Tiere wirklich schützen wollen
  • Ein sofortiges Ende aller Wolfsabschüsse

Wer diese gefährliche Entwicklung stoppen will, muss jetzt aktiv werden. Wir haben diese Eskalation seit Jahren angekündigt. Jetzt kämpfen wir weiter. Auch vor Ort direkt in den Wolfsgebieten. 

 

Hier unser oben zitierter Artikel: https://wolfsschutz-deutschland.de/2026/04/04/niedersachsen-eroeffnet-die-jagd-auf-woelfe-wolfsschutz-deutschland-e-v-warnt-vor-massivem-interessenkonflikt-der-jaeger/

Quellen:

https://www.ljn.de/ueber-uns/aktuelles/news-artikel/news/wolfsmanagementplan-fuer-niedersachsen-landesjaegerschaft-fordert-effektives-rissmanagement

https://www.pirsch.de/news/woelfe-rudel-bejagen-niedersachsen-geplant-43121?fbclid=IwY2xjawRZMGVleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZBAyMjIwMzkxNzg4MjAwODkyAAEeGisHnl32AcJXjoVsbuKb-71PHzhiswoOGBzsMBtYBxhTO42AWWO0GETob0g_aem_V2rTwi0PtzZ_GRQcx413AQ

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:

Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr –  und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich. 

Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

Oder:

Wolfsschutz-Deutschland e.V.
Berliner Sparkasse
IBAN DE79 1005 0000 0190 7118 84
BIC BELADEBEXXX

11 Gedanken zu „Jägerpräsident Dammann-Tamke will Rudelabschüsse – Wolfsschutz warnt vor Eskalation

  1. Die Geisteskrankheit der Politik färbt überall ab. Wann wacht der normale Mensch endlich auf und lebt wieder im Einklang mit der Schöpfung und den Naturgesetzen? Ein kleiner Trost: Wer Böses sät, wird Böses ernten, manche nennen es auch Karma.

  2. Es ist immer wieder festzustellen, dass die meisten Jäger nur aufs Töten aus sind. Es geht Ihnen nicht um die Natur, es geht Ihnen schlicht nur um die Lust aufs Töten! Dieser Herr Damman-Tamke ist ja schon bekannt für seine radikalen Ansichten, was den Wolf betrifft. Solche Leute sind einfach nur geil aufs Töten. Und dieser Umweltminister Meyer von den Grünen ist da keinen Deut besser!

  3. Hier zeigt sich wieder, wie die Jägerschaft ihr Hobby liebt. Töten, was immer nur geht. Dieser Jägeroberfuzzi ist ein Beispiel dafür, dass es den meisten Jägern nicht um Naturschutzpflege geht. Sie sind auf Trophäen aus und der Wolf ist der Leidtragende. Wir brauchen diese Jäger nicht, sie schaden der Natur und sorgen dafür, dass die wildlebenden Tiere immer weniger werden.

  4. Was ist von solchen naturfeindlichen Menschen auch anders zu erwarten? Sie haben nur das eine Ziel: Tiere aus Lust zu töten. Und sich dann noch als Naturschützer ausgeben, das ist ein Hohn!

  5. Wir brauchen mehr Wölfe, um den Verbiss in den Wäldern zu reduzieren. Wo es den Wolf gibt, sind der Wald und das Wild gesund.
    Was wir nicht brauchen sind Jäger, besonders solche Kreaturen wie diesen Dammann-Tamke! Die Jagd durch Menschen muss in Deutschland endlich verboten werden!
    Was für miese Charaktere müssen das sein, die auf Wolfswelpen schießen können?!

  6. wie will sich dieser rechtssuspekte jägerverband und sein tamke der artige eigentums mördereien vergüten lassen..???
    grundsätzlich ist die jagd auf freilebende tiere rechtsethisch ein erheblicher lebens und eigentumseingriff.der mit dem tod der freien sich selbst gehörenden tiere endet.
    dieser damme-tamke haben also nicht nur einfache mordabsichten sondern rudelweise..also ganze familien sollen ermordet werden.die tiere gehören ihm und seinem verein aber gar nicht,sondern sind freie lebewesen die sich selbst zu eigen. wie menschen auch.der rechtszustand der freientiere ist politisch u. de jure unterdrückt bzw. absolut unzureichend .die freigabe in keinem bisher vorgekommenen fall wissenschaftlich haltbar und daher strafrechtlich zu verfogen. das sogenannte jagdrecht stellt eine rechtswidrige erlaubnis zur ermordung freilebender tiere dar. so eine kriminelle politische juriterei ist logisch und auch vom angerichteten schaden her ein politisches verbrechen.besonders noch bei wölfen ,luchsen,füchsen,wildkatzen..könnte mensch sagen..weil diese predatoren den wald zum wachstum und die artenvielfalt erhalten.
    das vorsätzliche töten nennt man de jure u. de facto gemeinhin morden.und das nicht nur in bezug auf menschen.
    man will uns also durch allerhand verharmlosung der eigenen kriminellen handlungen zurfür legalhaltung dieser sachverhalte aus niederen motiven,
    populistisch wie politisch nötigen.
    diese sachverhalte wären zur klage zu bringen.das schädigende ausmaß sowie das strafrechtliche zu ermitteln.. wie komt man dazu tiere rechtlich derartig unterrechtlich rechtsethisch widrig herabzuwerten um sie dann ermorden zu können. soetwa machen totalitäre autokratische organisationen mit ihren gegnern..
    diee seiten der menschenrechtsorganisationen sind übervoll von diesen fällen.
    ja richtig tiere sind keine menschen. biologisch nicht.nein.sind sie nicht.sie sind anders. sie sind aber sozial oganisiert und haben intelligenz. ja sie können nicht abstrakt denkenund nicht über recht und unrecht entscheiden..aber deswegen können wir ihnen kein unzureichendes personenrecht aufnötign. tiere sind individuelle wesen,also personen als solche. keine menschlichen aber soziale denkende. die behauptung man bruche eine schriftsprache um denken zu können läßt sich logisch und wissenschaftlich nicht halten.die gegenbeweise sind massenhaft..schon der anarchist und geograph peter kropotkin hatte die höhere sozialität der tiere als beleg und ethik gegen die feudalherrschaft entwickelt und aufgestellt.sein ethisches prinzip der gegenseitigen hilfe die menschen ,menschen
    zu kommen lassen und selbst auch tieren..und tee auch menschen ,wie wir mittlerweile wissen…rechtfertigt nicht mehr von tieren als sache auszugehen ,wenn es dafür überhaupt jemals eine de jure, ohne willkür haltbare rechtlichkeit gegeben haben könnte. geistige beschränkungen haben ja nicht zu recht eine anspruch auf gültigkeit…oder gar noch rechtsgültigkeit.
    in der sache ist jagd also eine rechtswidrige angelegenheit dir nur durch rechtsuterrückung u. korruption ,nicht gegen ökologisch wissenschaftlichkeit u. o.eigentumsrechtlichen ethischen normativen aufrecht gehalten oder überhaupt legalisiert werden kann.mit anderen worten ein jagdrecht ,ist grundsätzlich rechtswidrig.diese herrschaftsbarbarei sogenannter anthropozentrischer
    unterwerfungs.- u. herrschaftsgeilheit….ist also längst entlarvt.
    es liegt nur an der retardierung u. kolaboration,daß diese ethich verwerfliche korruption noch öffentlich u. mit öffentlichengeldern aufrecht erhalten wird.
    für die ökologische wald und landschaftspflege hat es andere kompetenzen und fachbereiche.. und für die touristische hat es ranger und ngos.jäger sind also so entbehrlich wie ozonlöcher..

  7. jagd ist vorsätzlicher durch politische willkür gerchtfertigter tiermord und eigentumsräuberei.
    es ist nichts ehrenwertes daran. auch nicht an den politikern die jagd politisch möglich halten und damit rechtsethisch verwerfliche eingriffsrechte in komplexe tiersozialitäten und populationen..meinen rechtfertigen zu könnebn.
    insbesondere in zeiten der lebensraumveminderung und zrstörungen sowie der menschen und grundrechtswidrig geduldeten klimazerstörungen….sowie gegen das eigentumsrecht jedes leben an sich selbst..hier bei tieren..von denen eine nur
    hysterisch spekulative gefahr ausgeht….wenn das geltendes recht bleiben soll
    kann die hexenjagd u.die duldung rechtsextremer ja nicht verfassungswidrig sein.
    und letzteres wird ja auch als legal gehändelt.. politisch,de facto u. de jure…also nicht die verweigernde abkehr von geltendem prioritären recht ist strafbar..auch nicht sich derartig zu organisieren u. zu verbreiten, etwa bildung einer menschenrechtswidrigen und damit kriminellen vereinigung..
    nein…bei rechtsextremen muß ,wieso,ERST IMMER EINE BÜRGERLICHSTRAFRECHTLICHE ZUSÄTZLICHE TAT ERFOLGEN.
    bei der verfolgung von freilebenden tieren ist das sogar mit einem allgem. propagandisierten u. verbreiteten chick gepaart.jagd zu betreiben gilt als honorig.
    völlig abstruser weise…den das gegenteil ist objektiv rechtlich der fall.

  8. wir sind doch so glücklich, dass der Wolf wieder in unserem Land ist Es ist unerträglich, dass man in schon wieder los sein will und wird.

  9. Es ist unfassbar was da abgeht. Ganze Rudel zu
    Töten ,Welpen zu erschießen und null Bock auf Herdenschutz . Es macht sehr traurig .

  10. Tatsächlich habe ich bereits vor ca. 3 Jahren kommentiert, dass Wolfsschutz nur mit der Abschaffung der Hobbyjagd funktioniert.Zum x-ten mal Nutztierhalter, die keinen Herdenschutz leisten, müssen von den zuständigen Behörden finanziell belangt werden, um auf Wanderschaft befindliche Jungwölfe nicht auf leichte Beute zu trainieren.

  11. Wer Rudelabschüsse auch nur in die Diskussion bringt, wird von krimineller Energie geleitet und zeigt, dass er Wölfe hasst, wahrscheinlich alle Wildtiere, denn diese Person will nur Leben auslöschen. Was für abscheuliche Gedanken! Wölfe sind wunderbare soziale Tiere und gehören in unser Land und wir haben uns über ihre Wiederkehr gefreut und jeder, der Wölfe verfolgt, ist in meinen Augen böse.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert