Wolfsrudel in Thüringen unter Propagandadauerbeschuss

Wir wollten es mit eigenen Augen sehen: Stimmt die Geschichte von den „auffälligen“, „menschengefährdenden“ Wölfen im Ilm-Kreis wirklich? Also sind wir hingefahren – zwei Tage lang, über 40 Kilometer zu Fuß, bewusst ohne Tierabwehrmittel, mitten hinein ins Revier des Neustädter Rudels. Das Ergebnis war ernüchternd – aber nicht wegen der Wölfe, sondern wegen der Panikmache. Keine Sichtung. Keine Annäherung. Keine Angst bei den Menschen vor Ort. Stattdessen fanden wir Blutlachen von Drückjagden, Sprühleuchtfarbe an Bäumen, schwere Harvester, die gesunde Bäume zermalmen und heimliche Spuren eines Rudels, das im Spätsommer seinen Vaterwolf durch eine illegale Kugel verloren hat. Hier unser großer Thüringenbericht. 

Das Thüringer Umweltministerium hatte Ende September eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der von „auffälligem Verhalten“ einzelner Wölfe aus dem Rudel Neustadt am Rennsteig (NAR) berichtet wurde. Laut Mitteilung näherten sich Tiere in den Forstrevieren Morast bei Neustadt und Wildschopfe bei Neuhaus einem Spaziergänger mit Hunden sowie einem Förster, sie hätten sich nicht sofort zurückgezogen und sich „aggressiv annährend“ gegenüber den Hunden verhalten. Als Reaktion würden intensiviertes Monitoring durch Funkfallenkameras und Vergrämungsmaßnahmen mit Gummigeschossen vorbereitet. Das Verhalten werde möglicherweise auf den illegalen Beschuss des Rudel-Leitwolfes (GW3147M) zurückgeführt, der im September 2025 gemeldet wurde. Das Rudel bestehe aus acht Tieren: einer Mutter-Fähe, vier Einjährigen und vier Welpen.
Als Wolfsschutz-Deutschland e.V. begrüßten wir den Hinweis auf den illegalen Abschuss als Ursache – ein Verbrechen, gegen das wir bereits Strafanzeige gestellt und eine Belohnung von 2.000 € ausgesetzt haben. Doch die Darstellung des Verhaltens als „auffällig“ und die geplanten Maßnahmen werfen ernste Fragen auf. Die Thüringer Allgemeine und weitere Medien machten aus der Pressemitteilung „einen Angriff auf Menschen“. Hier unser Bericht: https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/09/27/sensationsgier-statt-fakten-berichterstattung-der-thueringer-allgemeinen-zur-sogenannten-wolfsattacke/
Wir waren genau in diesem Gebiet vor Ort und konnten ein anderes Bild zeichnen.
In Thüringen sollen Mitglieder des Neustädter Rudels angeblich einen Förster und einen Spaziergänger mit Hunden verfolgt haben. Da gucken selbst die Wölfe erstaunt. © Brigitte Sommer

Unsere Beobachtungen vor Ort widersprechen der Alarmstimmung

Am 7. und 8. Oktober 2025 legten wir über 40 Kilometer durch das Morast- und Dreiherrenstein-Gebiet zurück – denselben Bereich, in dem die Sichtungen gemeldet wurden. Trotz bewusster Provokation (Pausen, langsamen Gehen, Hund an der Leine) gab es keinen einzigen Wolfs-Kontakt. Weder Annäherung, noch Verfolgung, noch Aggression. Gespräche mit Wanderern und Waldarbeitern ergaben: Niemand hatte kürzlich Wölfe gesehen, geschweige denn „auffälliges“ Verhalten erlebt. Die einhellige Aussage: „Hier ist alles ruhig.“ Diese Diskrepanz ist kein Zufall. Die Behörden basieren ihre Einschätzung auf subjektiven Meldungen – oft von Forstmitarbeitern, die weisungsgebunden sind. Ein Wolf, der sich „nähert“, ohne anzugreifen, ist natürliches Verhalten in einem gestörten Revier, nicht Aggression. Gerade nach dem Verlust des Leitwolfes ist das Rudel – insbesondere die Jungtiere und die nun allein erziehende Mutter – neugieriger und unsicherer. Das stellt unserer Ansicht  keine „Bedrohung“ dar, sondern ist ein Aufruf, dass Menschen den Tieren mehr Raum lassen, denn hier geht Ungeheuerliches vor sich. 
Am 7. und 8. Oktober 2025 waren wir mit weiteren Aktiven im Kerngebiet des Neustädter Rudels und haben lange Wanderungen quer durch das Gebiet unternommen. Unser Ziel war es, „verfolgt“ zu werden, doch die Wölfe hatten anscheinend anderes zu tun. Wir sprachen mit zahlreichen Touristen und auch Waldarbeitern, die weder verfolgt worden waren, noch Angst hatten.

Unsere Wanderungen am 7. und 8. Oktober 2025

Wir gingen bewusst ohne Tierabwehrmittel los – weil wir von vornherein davon ausgingen, dass die Geschichten von „menschengefährdenden“ oder verfolgenden Wölfen nicht stimmen. Wir konzentrierten uns auf das Gebiet um den Dreiherrenstein und das Morast bei Neustadt am Rennsteig, also das Kerngebiet des Neustädter Rudels. Zwei Tage, weit über 40 Kilometer zu Fuß. Ergebnis: keine Wolfssichtung, kein Anzeichen von Wölfen, die Nähe zu Menschen suchten. Das Gebiet um Neuhaus am Rennweg ließen wir aus, weil dort überhaupt keine Wölfe sind. Dass wir im richtigen Gebiet unterwegs waren, bestätigte uns auch der Fund von Wolfslosung. 

 

Brigitte, Gudrun und Alba gaben sich am 7. und 8. Oktober im Kerngebiet des Neustädter Rudel in Thüringen alle Mühe, um verfolgt zu werden. Brigitte hatte sogar, wenn schon kein rotes Mützchen, wenigstens ein rotes Jäckchen an.

 

Keine Vergrämung mit Gummigeschossen

Eine Vergrämung mit Gummigeschossen ist  tierschutzwidrig und kontraproduktiv und ein Skandal. Diese Munition kann schwere Prellungen, Rippenbrüche, innere Verletzungen und sogar den Tod verursachen – bei scheuen Tieren, die ohnehin leiden. Das widerspricht dem Bundes-Tierschutzgesetz (§ 1 TierSchG) und der EU-Habitatrichtlinie, die den Wolf als streng geschützte Art priorisiert. Statt  verstärkter Aufklärung (z. B. Leinenpflicht für Hunde, die das Ministerium selbst empfiehlt) wollte man zu Gewalt greifen. Aber anscheinend hat man dies selbst eingesehen, denn unser Anruf beim Ministerium am 19. November bestätigt: Es finden keine Vergrämungsmaßnahmen statt, weil kein neuer Vorfall gemeldet wurde. Natürlich nicht. 

 

Je weiter man ins Tal gelangt, desto verheerender wirken die Rodungen. Foto © Brigitte Sommer

 

Thüringen stimmte in Saarbrücken für die Jagd auf Wölfe – ein Verrat an Natur und Vernunft

Thüringens Umweltminister Tilo Kummer (BSW) hat auf der Umweltministerkonferenz in Saarbrücken (12.–14. November 2025) mit allen anderen Ländern dafür gestimmt, den Wolf ins Bundesjagdgesetz aufzunehmen. Einstimmig, ohne Widerspruch, über alle Parteigrenzen hinweg.
Das heißt konkret:
Der streng geschützte Wolf darf künftig ganzjährig bejagt werden – auch präventiv, auch ohne konkreten Schaden, auch ohne dass alle Präventionsmöglichkeiten ausgeschöpft sind.
Und das in einem Bundesland, in dem das Realität ist:

  • Nur höchstens 24 Wölfe in fünf Territorien
  • seit Juli 2025 genau sieben bestätigte Nutztierrisse – alle bei fehlendem oder unzureichendem Herdenschutz
  • kein einziger dokumentierter Angriff auf Menschen
  • dafür aber mehrere illegale Abschüsse (u. a. der Leitwolf des Neustädter Rudels im August 2025) 

Minister Kummer hat also nicht für mehr Schutz, nicht für mehr Fördergelder für Zäune und nicht für konsequente Strafverfolgung von Wilderern gestimmt, sondern dafür, dass der Wolf in Thüringen künftig als „Schädling“ behandelt werden darf. Das ist kein Kompromiss. Das ist Kapitulation vor der Jagd- und Agrarlobby. Das ist ein Freibrief für genau die Leute, die nachts mit Schalldämpfern unterwegs sind.

Mystisch und gesund sieht der Wald nur noch weiter oben auf dem Dreiherrenstein aus. © Brigitte Sommer

 

Schwerwiegender Verdacht: Drückjagd mitten in der Kernzone des Biosphärenreservats

Am 7. und 8. Oktober entdeckten wir von  Wolfsschutz-Deutschland e.V. während unserer zweitägigen Begehung im Kerngebiet des Biosphärenreservats, genau in den Bereichen Dreiherrenstein und Morast bei Neustadt am Rennsteig, also im Territorium des Neustädter Wolfsrudels, Indizien, die auf Drückjagden hinweisen. Dort stießen wir auf deutliche und unmissverständliche Indizien für eine kürzlich stattgefundene Drückjagd – und das mitten in der Kernzone, in der nach UNESCO-Kriterien und Thüringer Naturschutzrecht eigentlich Prozessschutz gelten muss und nur ausnahmsweise behördlich genehmigtes Wildtiermanagement zulässig ist. Konkret fanden wir:

  • Mehrere Bäume mit frischer Sprühleuchtfarbe (leuchtend orange) in typischer Höhe und Anordnung, wie sie Jäger zur Markierung von Hochsitzen und Treibwegen verwenden.
  • Eine Blutlache in einer Pfütze direkt neben einem markierten Baum – eindeutig frisch und in einer Menge, die auf ein erlegtes oder angeschossenes Stück Schwarzwild oder Rotwild hinweist.
  • Gespräch mit Waldarbeitern bestätigten uns die dort durchgeführten Drückjagden.

Drückjagden mit Treibern, Hunden und hohem Störungsgrad sind nach allen geltenden Regelungen in Kernzonen von Biosphärenreservaten unzulässig. Sie widersprechen:

  • dem UNESCO-MAB-Kriterium der „ungestörten natürlichen Entwicklung“ in Kernzonen
  • § 23 Bundesnaturschutzgesetz (Eingriffe nur bei „unabdingbarer Erfordernis“)
  • der Thüringer Biosphärenreservatsverordnung, die in Kernzonen lediglich punktuelles, behördlich genehmigtes Management erlaubt – und das ausschließlich ohne massive Störung.

Eine Drückjagd mit dutzenden Teilnehmern sowie Hunden  stellt eine erhebliche Beeinträchtigung des Prozessschutzes dar. Sie gefährdet nicht nur die natürliche Entwicklung des Waldes, sondern auch das ohnehin stark belastete Neustädter Wolfsrudel – insbesondere nach dem illegalen Beschuss des Rudelvaters GW2671m im August 2025.  Wir fordern das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) sowie die Untere Naturschutzbehörde Ilm-Kreis auf, sofortige Ermittlungen einzuleiten und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die Kernzone ist kein Jagdrevier – sie ist der letzte Rückzugsraum für streng geschützte Arten wie den Wolf. Wer hier mit Drückjagden operiert, handelt nicht nur rechtswidrig, sondern gefährdet aktiv den Erhalt der biologischen Vielfalt.

 

Hinweistafel für Besucher. © Brigitte Sommer

 

In der Kernzone finden Treibjagden statt. Diese Markierungen dienen dazu, dass Gastjäger ihre Hochsitze finden. Über die Grausamkeit von Drückjagden hier ein neuer Bericht: https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/10/27/dokumentation-einer-drueckjagd-im-taunus-so-grausam-hetzen-jaeger-wildtiere-in-den-tod/
Hochsitz mit Markierung. © Brigitte Sommer
Deutliche Blutlache in einer Pfütze am Dreiherrenstein. © Brigitte Sommer

 

Unser vereinsinternes Wolfsmonitoring vor Ort

Ausblick aus einer unserer Wildkameras in ein Wolfsrevier, irgendwo in Deutschland. Ehrenamtliche Aktive, die in den Wolfsgebieten leben, beteiligen sich an unserem vereinsinternen Wolfsmonitoring. Die neusten offiziellen Zahlen machen immer deutlicher, wie wichtig eine Überprüfung dieser offiziellen Daten ist, an denen die Jägerschaft einen großen Anteil hat. Dies ist nicht nur in Niedersachsen so, sondern bundesweit.
Dank unserer Daten können wir widersprechen und richtigstellen. Macht mit. Alles was Ihr braucht, bekommt Ihr von uns gestellt. Allerdings lassen wir mittlerweile auch Schweigevereinbarungen unterschreiben. Wichtigste Voraussetzung: Die Daten müssen absolut vertraulich bleiben, um unsere Wölfe zu schützen. Wir veröffentlichen deshalb auch nur sehr wenige Wolfsfilme, und diese sehr ausgesucht, damit man nicht am Hintergrund erkennen kann, wo sie entstanden sind.

 

 

Alba erschnüffelt Wolfslosung und Geruchspuren von Wölfen in der Umgebung. © Brigitte Sommer
Wir fanden relativ frische Losung. Dies zeigt uns, dass wir auch in der richtigen Ecke des Revieres waren. Foto: Privat.
Wolfslosung, irgendwo im Revier des Neustädter Rudels.  © Brigitte Sommer
Grundprinzip der Pflegezone. Hier soll nachhaltige, landschaftsprägende Nutzung stattfinden, die gleichzeitig die Schutzziele des Reservats unterstützt. Es ist also kein reines Schutzgebiet, sondern ein Raum für „sanfte“ Wirtschaft und Pflege der Kulturlandschaft. Beispiel Thüringen – Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald. Die Pflegezone macht dort ca. 70 % der Fläche aus. Die Thüringer Biosphärenreservatsverordnung und der Rahmenentwicklungsplan erlauben: extensive Waldweide, Plenter- und Femelschlag (keine großen Kahlflächen) normale Jagd (auch Drückjagden), angeblich mit Rücksicht auf streng geschützte Arten (z. B. Wolf, Schwarzstorch)

 

Kerngebiet des Neustädter Rudels, das durch die massiven Rodungen wahrscheinlich auch massiv gestört wird. © Brigitte Sommer

 

Verwunschener Teich. © Brigitte Sommer

 

Illegal getöteter Vaterwolf des Neustädter Rudels

Der Vaterwolf des Neustädter Rudels GW3147m wurde schwer verletzt auf einem Feld bei Ilmenau aufgefunden – wohl nicht bei Pennewitz, wie zunächst durch Insider bekannt gemacht worden war, sondern der Ort war wahrscheinlich bei Oehrenstock. Dieser Fundort liegt tatsächlich deutlich näher am eigentlichen Kerngebiet des Rudels. Vom Dreiherrenstein führt ein Rad- und Wanderweg direkt dorthin. Der Wolf musste laut Angaben der Behörden wegen der Schwere der Verletzungen  eingeschläfert werden. https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/09/07/unsere-pressemitteilung-zum-fall-des-angeschossenen-wolfs-in-thueringen/ 
Wegen des abgemagerten Zustandes gingen die Behörden zuerst davon aus, dass es sich um ein Jungtier gehandelt habe. Das DNA-Ergebnis erbrachte dann die traurige Wahrheit, dass der Vaterwolf des Neustädter Rudels angeschossen worden war. https://umwelt.thueringen.de/aktuelles/anzeigen-medieninformationen/einzeltiere-aus-dem-wolfs-rudel-neustadt-am-rennsteig-nar-auffaellig-mehr-monitoring-und-vergraemung
Bis heute, 19. November 2025, liegt uns kein einziger Hinweis auf den oder die Täter vor. Wolfsschutz-Deutschland e.V. hat eine Belohnung von 2.000 Euro für entscheidende Hinweise ausgesetzt, die zur Überführung des Täters oder der Täter führen. Hotline: 0176-48 73 26 12 oder Brigitte.Sommer@wolfsschutz-deutschland.de . Wir garantieren Quellenschutz. 

 

Radweg, der vom Dreiherrenstein bis nach Oehrenstock führt. © Brigitte Sommer

 

Oehrenstock. © Brigitte Sommer.

 

Der Wolf könne statt bei Jesuborn auch auf einem Feld bei Oehrenstock gefunden worden sein. Behörden mauern und sind nicht bereit, nähere Angaben zu machen. Aber für unsere Leser ist diese Information evtl. von Bedeutung. © Brigitte Sommer

Rodungen

Bei unserer zweitägigen Begehung  rund um den Dreiherrenstein und das Morastgebiet im Thüringer Wald – also im unmittelbaren Lebensraum des Neustädter Wolfsrudels – wurden wir Zeugen einer Waldzerstörung, die weit über das hinausgeht, was als „Borkenkäfermanagement“ gerechtfertigt werden kann. Wir beobachteten und dokumentierten:

  • Großflächige Einschlagflächen direkt im Wolfsrevier, teilweise nur wenige hundert Meter vom Kerngebiet des Biosphärenreservats Vessertal-Thüringer Wald entfernt.
  • Gesunde, vitale Bäume – vor allem alte Fichten und Buchen ohne sichtbaren Käferbefall – wurden planmäßig mitgeerntet und abtransportiert.
  • Schwere Harvester und Rückezüge, die tiefe Spurrinnen in den weichen Waldboden zogen und ganze Hanglagen zerschnitten.
  • Frische Stümpfe von Bäumen mit 70–90 cm Durchmesser, die eindeutig nicht vom Borkenkäfer geschädigt waren.

Die offizielle Begründung lautet stets „Entnahme von Käferholz“. Vor Ort sieht die Realität anders aus: Gesunde Bäume werden systematisch mitgeerntet, weil es wirtschaftlich sinnvoll ist, weil die Maschinen ohnehin stehen oder weil Forstbetriebe ihre Holzquoten erfüllen müssen. Das ist keine Schadensbegrenzung – das ist industrielle Nutzung unter dem Vorwand des Waldschutzes.

 

Die Rodungsareiten zerstören nicht nur Waldwege, sondern auch Waldböden. © Brigitte Sommer
Holzabtransport am Dreiherrenstein.
Auf dem Foto sind riesige gerodete Flächen zu sehen.

 

Hochsitze überall in dem Gebiet.

 

Ist das Wolfsrudel etwa durch eine der vielen Treibjagden aufgeschreckt worden?

 

Zwei Tage lang sind wir riesige Strecken gelaufen und fanden auch Spuren des Rudels. © Brigitte Sommer

 

Die Folgen für das Neustädter Wolfsrudel sind dramatisch:

  • Der Lebensraum wird zerschnitten, Deckung und Ruhezonen gehen verloren.
  • Das Rudel ist ohnehin stark belastet nach dem illegalen Abschuss des Rudelvaters bei Oehrenstock im August 2025.
  • Lärm und Maschinen verdrängen die Tiere in immer kleinere Rückzugsräume – genau in einer Phase, in der sie besonders störungsempfindlich sind.

Forstwirtschaft und Naturschutz müssen nicht unbedingt einen Widerspruch darstellen – aber nur, wenn wirklich nur befallene Bäume einzelstammweise entnommen werden. Was wir gesehen haben, war das Gegenteil: flächiger Einschlag, bei dem alles mitgenommen wird, was wertvoll ist.

Bei Frauenwald werden für Touristen und Fotografen regelmäßig Rothirsche angefüttert. Für die Wölfe kann die Ansammlung von Rothirschen natürlich auch interessant sein. Anwohner in Frauenwald sahen auch bereits den ein oder anderen Wolf am Zaun vorbei schreiten, doch Angst hat dort niemand. © Brigitte Sommer

 

Hier bei Frauenwald haben wir einen Zaun dokumentiert, der in der Liste der Nutztierschäden als „nicht definiert“ bezeichnet wird. Eine Litze in einer Höhe, wo alles darunter hindurch kann.  Bei Ohrdruf werden Wölfe geradezu auf solche Zäune konditioniert: https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/05/03/thueringen-kein-unglaublicher-anstieg-der-wolfsrisse-politiker-und-presse-verbreiten-die-unwahrheit/

 

 

Propaganda und Realität

Anlässlich der Vorstellung der „Wolfsregulierung“-Petition von Bürgermeister Peter Grimm („Wir für Euch“) im Petitionsausschuss des Thüringer Landtags stellt Wolfsschutz-Deutschland e.V. klar: Die Behauptung eines „extremen Anstiegs“ von Nutztierrissen und einer angeblich drohenden Gefahr für die Bevölkerung ist durch die offiziellen Zahlen eindeutig widerlegt. Vorsitzende Brigitte Sommer: „Wir waren am 7. und 8. Oktober 2025 zwei volle Tage vor Ort im Ilm-Kreis – genau dort, wo Herr Grimm die größte ‚Wolfskrise‘ ausruft. Ergebnis: Kein Wolf gesichtet, keine Verfolgung, keine Angst bei Wanderern und Waldarbeitern. Die Menschen vor Ort lachen über die Panikmache.“

Illegale Tötungen statt „Wolfsplage“

Während Bürgermeister Grimm von „Regulierung“ spricht, sterben Wölfe in Thüringen durch illegale Kugeln:
  • August 2025: Vaterwolf des Neustädter Rudel auf einem Feld (Ilm-Kreis) schwer angeschossen aufgefunden und eingeschläfert. Fundort liegt direkt am Radweg vom Dreiherrenstein – also im Kerngebiet des Rudels. Bis heute keine Täterhinweise. Wolfsschutz-Deutschland e.V. hat 2.000 Euro Belohnung ausgesetzt.
  • November 2023 (bestätigt 2025): Wolf im Wartburgkreis illegal getötet – Strafanzeige durch Wolfsschutz-Deutschland e.V.
  • Juni 2025: Wolf bei Ohrdruf offenbar mit Auto gehetzt und getötet – Strafanzeige
    1. November 2025: toter Wolf zwischen Luisenthal und Oberhof gefunden (angeblich Verkehrsunfall, MDR Thüringen 18.11.2025)

Alle behördlichen Abschussanträge 2025 – unter anderem gegen die tächtige Wolfsmutter des Neustädter Rudels – wurden abgelehnt, weil die gesetzlichen Voraussetzungen nicht erfüllt waren. 

 

Beim Daraufklicken wird der Artikel lesbar. Bürgermeister Grimm reichte eine Petition ein, die „Wolfsregulation“ fordert. Besonders fällt dabei auf, dass dies eben nicht nur „rechte Parteien“ fordern, wie einige Vereine behaupten, sondern alle Parteien mitmachen, wie hier auch das BSW. Dabei kommt erschwerend hinzu, dass alle gerissenen Tiere auch seit Juli 25 immer noch nicht geschützt gewesen sind. Die Veterinärämter wären hier längst in der Pflicht einzuschreiten und Schutzverweigerern vorzuschreiben, dass Tiere geschützt werden müssen.

 

Im Freien Wort erschien ein Artikel, in dem der Thüringer Staatskanzleichef Stefan Gruhner (CDU) behauptet, dass in Deutschland 3.300 „erwachsene“ Wölfe leben würden. Das Blatt hat eine Auflage von fast 40.000 Exemplaren.  Hier die Wirklichkeit  https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/11/14/wolfsmonitoring-2024-25-die-offiziellen-zahlen-beweisen-der-guenstige-erhaltungszustand-ist-nicht-erreicht/

 

Wir halten uns an die offiziellen Zahlen des Thüringer Landesamts für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) – Stand 13.11.2025 – und konzentrieren uns ausschließlich auf die Nutztierschäden ab Juli 2025. Nutztierschäden seit dem 1. Juli 2025 (TLUBN-Liste)

  • Gesamt gemeldete Schadensereignisse seit Juli: 31
  • Davon amtlich als „Wolf“ bestätigt: 13
  • Davon als „Hund“ bestätigt: 8
  • Davon noch in Bearbeitung oder unklar: 15

Bei allen sieben bestätigten Wolfsrissen war der Herdenschutz entweder „nein“ oder „nicht definiert“. „Nicht definiert“ bedeutet in der Praxis: Es lagen keine Angaben zu einem funktionsfähigen Schutz vor – also war keiner vorhanden oder er war unzureichend.

Veterinärämter müssten hier bei dieser Herdenschutzverweigerung längst einschreiten

Rolle der Veterinärämter: Sie sind als Ordnungsbehörden zuständig für die Überwachung (§ 16a TierSchG i. V. m. TierSch-NutztV).

Sie können:

  • Kontrollen durchführen: Bei Verdacht auf Verstöße (z. B. ungeschützte Weiden in Wolfsgebieten) unangemeldet prüfen. 
  • Anordnungen erteilen: Z. B. „Sofortiger Einbau eines Elektrozauns“ oder „Einsatz von Herdenschutzhunden“. Das basiert auf § 16a TierSchG: Behörden müssen Verstöße beseitigen und zukünftige verhindern.
  • Sanktionen: Bei Nichteinhaltung: Bußgelder, Schließung des Betriebs oder Strafverfahren. In Niedersachsen plant man mehr Stellen für Kontrollen (2025). Dort gab es auch erste Urteile. 

 

 

 

 

Aktueller Auszug aus der Rissliste. Auch seit Sommer ist immer noch kein einziges Tier geschützt gewesen. Auch „nicht definiert“ ist nicht geschützt. Dazu gibt es etliche Widersprüche, bei Hunderissen lautet das Ergebnis „Todesursache unbestimmt“. Quelle: https://umwelt.thueringen.de/fileadmin/001_TMUEN/Unsere_Themen/Natur_Artenschutz/Wolf_Luchs_Biber/Schadenereignisse/Schadenstabelle_Nutztiere.pdf
So wenige Wölfe leben in Türingen. Quelle: Umweltministerium Thüringen.

Bei uns kann jede/r mitmachen

Wir sind ehrlich: Wolfsschutz-Deutschland e.V. kann und will niemandem die Verantwortung abnehmen. Wir sind kein Dienstleister, der „den Wolf retten“ anstelle von Euch erledigt. Wir sind ein hartnäckiger Verein, der vor Ort dokumentiert, Strafanzeigen stellt, Belohnungen aussetzt und laut wird – aber wir können das nur, weil hinter uns Menschen stehen, die selbst aktiv werden. Die andere Seite ist bestens organisiert: Jagdverbände, Agrarlobby, Forstverwaltungen und Politiker, die den Wolf zum Sündenbock machen, haben Millionenbudgets, hauptamtliche Sprecher und direkten Zugang zu Ministerien. Gegen diese geballte Macht helfen keine noch so guten Pressemitteilungen allein. Veränderung kommt von unten – und genau da brauchen wir Dich:

  • Komm mit auf Begehungen – je mehr Augen im Wald sind, desto schwerer wird es, illegale Abschüsse, Drückjagden und Kahlschläge zu vertuschen.
  • Melde Verdachtsfälle – jede Blutlache, jede Sprühleuchtfarbe, jedes verdächtige Fahrzeug kann der entscheidende Hinweis sein.
  • Spende – unsere Belohnungen (aktuell 2.000 € für den Vaterwolf-Täter) finanzieren sich ausschließlich aus unserer Vereinskasse.
  • Werde Mitglied – je mehr wir sind, desto lauter wird unsere Stimme bei Behörden und in der Öffentlichkeit.
  • Teile, diskutiere, widersprich – in sozialen Medien, im Freundeskreis, beim Stammtisch.

Wir leben in einer Zeit, in der die Anti-Wolf-Lobby immer dreister wird. Sie wissen genau: Wenn genug Angst geschürt wird, lassen Politik und Gesellschaft den streng geschützten Wolf fallen. Deshalb brauchen wir jetzt keine stille Mehrheit – wir brauchen mutige Menschen, die aufstehen und sagen: „Nicht mit uns!“

Der Wolf hat keine Lobby. Er hat nur uns. Und wir haben nur Euch. Macht mit. Jetzt. Jede Stunde zählt.

 

Gudrun mit Alba, die Wolfslosung und Wolfsgeruch in der Umgebung erkennt. © Brigitte Sommer

 

Brigitte mit Liv, die ebenfalls Wolfsanwesenheit anzeigt.

 

Dreiherrenstein am 19.11.25  Der Große Dreiherrenstein (ca. 820 m ü. NN) im Thüringer Wald ist ein zentraler Knotenpunkt des berühmten Rennsteigs und liegt im Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald. Er verbindet historische Grenzsteine mit modernen Wanderwegen und bietet Zugang zu einem dichten Netz aus markierten Pfaden.  Basierend auf offiziellen Wanderportalen und Apps wie AllTrails, GPS Wanderatlas und lokalen Tourismusseiten (Stand November 2025) umfasst das unmittelbare Umfeld  ca. 50–60 km an markierten Wegen, die den Dreiherrenstein als Ausgangspunkt nutzen. Der Großteil davon ist Teil des Rennsteigs (insgesamt 170 km lang), dessen Etappen hier kreuzen. Er gehört zum Kerngebiet des Neustädter Rudels.  Foto: privat

Weitere Quellen:

https://tlubn.thueringen.de/medieninformationen-einzelansicht/woelfe-sollen-scheu-zurueckgewinnen-tlubn-genehmigt-gezielte-vergraemung-auffaelliger-tiere?fbclid=IwY2xjawNggwNleHRuA2FlbQIxMAABHsMRTWXueJCGzp6RIVBiCqsUz01Hsl6plRy4nLw4AqIqncsRDO-deLGGWmdq_aem_bkS6BNIRlO1MsKXMCZwUvg

https://umwelt.thueringen.de/aktuelles/anzeigen-medieninformationen/umweltministerkonferenz-antraege-zum-wolf-gruenen-band-emissionsschutz-in-tierhaltungsanlagen-und-ersatzbaustoffe

https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/west-thueringen/gotha/wolf-tier-tot-luisenthal-100.html?fbclid=IwY2xjawOJE1hleHRuA2FlbQIxMABzcnRjBmFwcF9pZBAyMjIwMzkxNzg4MjAwODkyAAEenaHh0_53SiIMzlKdGSUi1q0AvGkMCVyYR02GVDgVSU0G-vGwQQvgXayQI9w_aem_oJzyevUgiUTWgy4VlxVENg

https://umwelt.thueringen.de/aktuelles/anzeigen-medieninformationen/einzeltiere-aus-dem-wolfs-rudel-neustadt-am-rennsteig-nar-auffaellig-mehr-monitoring-und-vergraemung

https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/09/05/thueringen-illegaler-wolfsbeschuss-bei-ilmenau-strafanzeige-und-2000-euro-belohnung-zur-ergreifung-des-taeters/

https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/08/13/antrag-auf-abschussverfuegung-gegen-wolf-im-ilm-kreis-in-thueringen-abgelehnt/

https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/07/16/thueringen-wolfsschutz-deutschland-e-v-stellt-strafanzeige-wegen-illegalem-wolfsabschuss-im-wartburgkreis/

https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/06/14/wolf-in-thueringen-offenbar-gehetzt-und-getoetet-wolfsschutz-deutschland-e-v-stellt-strafanzeige/

https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/06/03/thueringen-absurder-antrag-auf-wolfsabschuss-auf-mutterwoelfin-des-rudels-neustadt-im-ilmkreis/

https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/05/03/thueringen-kein-unglaublicher-anstieg-der-wolfsrisse-politiker-und-presse-verbreiten-die-unwahrheit/

https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/02/07/thueringen-bsw-minister-mit-stasivergangenheit-will-schutzstatus-senken-und-woelfe-toeten-lassen/

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:

Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr –  und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich. 

Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

 

Sensationsgier statt Fakten: Berichterstattung der „Thüringer Allgemeinen“ zur sogenannten „Wolfsattacke“

Nein, es gab keinen Angriff auf Menschen. Wolfsschutz-Deutschland e. V. verurteilt die einseitige und tendenziöse Berichterstattung der Thüringer Allgemeinen zum Thema „Zwei Wolfsrudel attackieren Menschen“ (Ausgabe 25./26. September 2025) aufs Schärfste. Schon in der Headline ist eine falsche Tatsachenbehauptung, der ganze Artikel ist zudem alarmistisch und verdreht die Realität zugunsten einer Wolfspanikmache, die weder wissenschaftlich noch ethisch haltbar ist. Es ist an der Zeit, die Fakten klarzustellen und die Verantwortung der Medien sowie der Politik in Thüringen zu hinterfragen.

Die Fakten statt Sensationslust

Die Grundlage der Berichterstattung bildet die Pressemitteilung des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten vom 24. September 2025. Darin wird von „auffälligem Verhalten“ einzelner Wölfe aus dem Rudel Neustadt am Rennsteig (NAR) berichtet. Es ist von Annäherungen an einen Spaziergänger und einen Forstbediensteten mit Hunden die Rede, ohne physischen Kontakt zu Menschen. Das Kompetenzzentrum Wolf Biber Luchs (KWBL), im Ministerium angesiedelt, stuft dies als Folge des illegalen Abschusses des Leitwolfs (GW3147m) Anfang September ein, der die Rudelstruktur destabilisiert habe. Wir berichteten hier über den Vorfall und setzten eine Belohnung für Hinweise zur Ergreifung der Täter aus. Damals war noch nicht bekannt, dass es sich um den Vaterwolf handelte: https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/09/05/thueringen-illegaler-wolfsbeschuss-bei-ilmenau-strafanzeige-und-2000-euro-belohnung-zur-ergreifung-des-taeters/
Im Frühjahr gab es einen absurden Antrag auf Abschuss der Mutterwölfin, der jedoch abgelehnt worden war. Siehe Quellenlinks. Kriminelle haben sich anscheinend entschlossen, hier das Gewehr selbst in die Hand zu nehmen. Absolut verwerflich ist es dabei, dass sich der Vaterwolf wohl Tage bis Wochen schwer angeschossen gequält hat, bevor er von den Behörden erlöst werden musste. Insider berichten, dass Wölfe absichtlich schwer angeschossen werden würden, damit sie nicht im Revier des Täters sterben.
Die Mutterwölfin muss nun alleine Welpen von diesem und aus dem vergangenen Jahr versorgen, weil der Vater illegal getötet wurde. Beispielfoto Wolfsrudel © Brigitte Sommer
Das Rudel, bestehend aus einer Mutter-Fähe, vier Einjährigen und vier Welpen, zeige nun untypisches Verhalten, heißt es in der Pressemitteilung des Thüringer Umweltministeriums, insbesondere durch unerfahrene Jungtiere, die länger beobachten, da ihnen die Erfahrung fehlt. Monitoring und Vergrämungsmaßnahmen (z. B. Gummigeschosse) wurden angekündigt. Trotz mehrfacher Anfragen beim Umweltministerium erhielten wir keine weitere Stellungnahme. Ein Sprecher verneinte zudem die Existenz von Videos der Vorfälle, was wir angesichts der Smartphone-Kultur als merkwürdig empfinden. Dies nährt Zweifel an der Dramatik der Berichte. Könnte es sein, dass die Ereignisse übertrieben dargestellt werden, um eine politische Agenda zu stützen? Die gleichzeitige Forderung von leichteren Abschüssen scheint wie orchestriert. 

Tendenziöse Berichterstattung der „Thüringer Allgemeinen“

Ausriss aus der „Thüringer Allgemeinen“.

Die „Thüringer Allgemeine“, Teil der Funke-Mediengruppe, scheint an interne Mails des KWBL an Forstämter gelangt zu sein, die über die Vorfälle informieren. Diese werden jedoch sensationslüsternd ausgelegt, um eine Debatte über Abschüsse zu schüren. Die Funke-Gruppe ist bekannt für ihre Tendenz, die oft konservative und landwirtschaftsnahen Positionen bevorzugt – eine Linie, die hier klar zum Vorschein kommt. Statt sachliche Aufklärung wird Panik geschürt und Jägerstimmen, die für ein „Umdenken“ und erleichterte Abschüsse plädieren, dominieren den Artikel. Dies ignoriert, dass es Angriffe auf Menschen in Deutschland von frei lebenden Wölfen seit Ihrer Rückkehr um das Jahr 2000  nicht gegeben hat.

Politischer Druck aus Thüringen

Noch besorgniserregender ist die Haltung der thüringischen Regierungskoalition aus CDU, BSW und SPD, die laut aktuellen Aussagen Wölfe bejagen möchte. Die aktuelle Regierungskoalition hat in ihrem Regierungsprogramm und im neuen Managementplan für Wölfe explizit Pläne für ein „Bestandsmanagement“ formuliert, was die kontrollierte Jagd auf Wölfe legitimiert, um Populationen zu regulieren und Konflikte zu mindern. Diese Pläne widersprechen dem Naturschutz und den wissenschaftlichen Empfehlungen des Bundeskompetenzzentrums (DBBW), das Monitoring und Prävention befürwortet. Die Instabilität des Neustädter-Rudels durch den Verlust des Leitwolfs ist eine direkte Folge illegaler Jagd – ein Problem, das durch strengere Strafen, nicht durch weitere Abschüsse, gelöst werden sollte.

Unser Standpunkt

Wir zweifeln die Darstellung der Vorfälle stark an, solange keine unabhängigen Beweise (z. B. Videos) vorliegen. Das Verhalten der Jungtiere ist erklärbar und kein Grund für Hysterie. Wölfe sind Teil unserer Ökosysteme und verdienen Schutz, nicht Verfolgung. Die „Thüringer Allgemeine“ trägt mit ihrer Berichterstattung und die Politik mit Lobbytendenz zur Dämonisierung der Wölfe bei, anstatt Lösungen wie Aufklärung und Prävention zu fördern, die gerade in Thüringen dringend notwendig wäre, denn ein Blick auf die Rissliste bestätigt, dass noch immer so gut wie kein gerissenes Weidetier geschützt gewesen ist. 

Das Territorium Neustadt am Rennsteig in dem Waldgebiet zwischen Neustadt am Rennsteig, dem Dreiherrenstein und Gehren existiert laut Umweltministerium seit 2024. Im Jahr 2024 konnte mittels genetischer Untersuchungen ein Rudel mit insgesamt 4 Welpen festgestellt werden. Die beiden Elterntiere sind GW2985f und GW3147m. Der Rüde war bereits aus dem vormaligen Territorium „Neuhaus am Rennweg“ bekannt, welches sich auflöste, nachdem seine Fähe GW2437f „verschwand“. Der Rüde und die neue Fähe verlagerten ihren Aktivitätsschwerpunkt in Richtung Nord-Westen in den Bereich nördlich von Neustadt am Rennsteig. Nun ist der Vaterwolf selbst den Kriminellen zum Opfer gefallen, die nun dem gesamten Rudel noch mehr nachstellen werden. Wir freuen uns über aktive Menschen, die uns dort vor Ort unterstützen: https://wolfsschutz-deutschland.de/mitglied-werden/

Das KWBL geht aktuell im NAR-Territorium von acht Tieren aus (einer Mutter-Fähe, vier Einjährigen, vier Welpen aus diesem Jahr), die nun ohne Vater leben müssen.

Quellen:

https://umwelt.thueringen.de/aktuelles/anzeigen-medieninformationen/einzeltiere-aus-dem-wolfs-rudel-neustadt-am-rennsteig-nar-auffaellig-mehr-monitoring-und-vergraemung

https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/06/03/thueringen-absurder-antrag-auf-wolfsabschuss-auf-mutterwoelfin-des-rudels-neustadt-im-ilmkreis/

https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/08/13/antrag-auf-abschussverfuegung-gegen-wolf-im-ilm-kreis-in-thueringen-abgelehnt/

https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/wolf-abschuss-schutz-brandenburg-bundesrat-100.html

https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/02/07/thueringen-bsw-minister-mit-stasivergangenheit-will-schutzstatus-senken-und-woelfe-toeten-lassen/

https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/05/03/thueringen-kein-unglaublicher-anstieg-der-wolfsrisse-politiker-und-presse-verbreiten-die-unwahrheit/

https://umwelt.thueringen.de/aktuelles/anzeigen-medieninformationen/medieninformation-aktualisierter-wolfsmanagement-plan-thueringen-jetzt-online-verfuegbar

https://umwelt.thueringen.de/themen/natur-artenschutz/kompetenzzentrum/wolf

 

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:

Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr –  und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich. 

Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

Auch durch den Kauf unseres neues Wolfskalenders für 2026 kann unsere Arbeit wirkungsvoll unterstützt werden. Hier geht es zu den Bestellmöglichkeiten: https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/08/19/unser-wolfskalender-2026-ist-da/

 

Thüringen: Absurder Antrag auf Wolfsabschuss auf Mutterwölfin des Rudels Neustadt im Ilmkreis

Im Ilm-Kreis wird erneut Stimmung gegen den Wolf gemacht, wie Presseartikel von lokalen und überregionalen Medien  suggerieren. Bürger machen angeblich mobil, Politiker fordern Maßnahmen, und es wird ein „Problemwolf“ heraufbeschworen. Es liegt sogar ein Antrag auf Abschuss vor. Doch was steckt wirklich hinter dieser Kampagne? Als Wolfsschutz-Deutschland e.V., ein unabhängiger Verein, der sich ohne Einfluss von Lobbygeldern oder Parteipolitik für den Schutz unserer Wölfe einsetzt, klären wir vor Ort auf und entlarven die Propaganda in unserem großen Foto-Artikel.

Dokumentierte Mängel bei den Weiden: Ungeschützte Herden sind das Problem

In diversen Artikeln wird  eine steigende Zahl von Wolfsrissen im Ilm-Kreis erwähnt, verschwiegen wird jedoch die entscheidende Ursache: Laut der offiziellen Rissliste waren keine der betroffenen Herden geschützt. Unsere Untersuchungen vor Ort zeigen durchweg schwere Mängel bei den Weiden: In 82 % der Fälle im Jahr 2024 (47 von 57 Rissen) fehlten grundlegende Herdenschutzmaßnahmen, wie funktionsfähige Elektrozäune oder Herdenschutzhunde. Anstatt die Verantwortung bei den Landwirten zu suchen, die ihre Weiden unzureichend sichern, wird der Wolf zum Sündenbock gemacht. Dies ist nicht nur unfair, sondern verhindert effektive Lösungen: konsequenter Herdenschutz, der nachweislich funktioniert. Hier ein Beispiel aus Brandenburg: Das in Brandenburg die Zahl der Wolfsrisse durch Herdenschutzmaßnahmen gesunken ist, zeigt der Bericht des Landesamtes für Umwelt (LfU) Brandenburg. Zitat: „Im Jahr 2024 wurden 279 Schadensereignisse gemeldet, bei denen der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen wurde, mit 1.047 betroffenen Nutztieren. Die Zahl der Risse bei Schafen und Ziegen sank von 1.281 im Jahr 2023 auf 944, ein Rückgang um über ein Viertel. Fälle ohne Herdenschutz wurden von 626 auf 292 halbiert. Nur 6 % der Übergriffe geschahen trotz empfohlener Schutzmaßnahmen.“

 

Beispielfoto Wolfsfamilie.

Das Territorium Neustadt am Rennsteig in dem Waldgebiet zwischen Neustadt am Rennsteig, dem Dreiherrenstein und Gehren existiert seit 2024. In der Region werden seit einigen Jahren immer wieder Wölfe gesichtet und fotografiert. Im Jahr 2024 konnte mittels genetischer Untersuchungen ein Rudel mit insgesamt 4 Welpen festgestellt werden. Die beiden Elterntiere sind GW2985f und GW3147m. Der Rüde war bereits aus dem vormaligen Territorium „Neuhaus am Rennweg“ bekannt, welches sich auflöste, nachdem die Fähe GW2437f „verschwand“. Der Rüde und die neue Fähe verlagerten ihren Aktivitätsschwerpunkt in Richtung Nord-Westen in den Bereich nördlich von Neustadt am Rennsteig.

Irreführende Narrative: Abschuss als falsche Lösung

Politiker und Medien suggerieren den Bürgern, dass eine Herabsetzung des Schutzstatus des Wolfes automatisch zu Abschüssen führen würde. Diese Darstellung ist irreführend. In Thüringen leben derzeit so wenige Wölfe – laut Monitoring aktuell nur fünf Wolfsterritorien – dass ein Abschuss  nicht infrage kommt. Zudem sind die rechtlichen Bedingungen für einen Abschuss nach EU- und Bundesrecht äußerst streng: Es müssen ernsthafte Schäden nachgewiesen werden und alle anderen Maßnahmen, wie Herdenschutz, müssen ausgeschöpft sein. Unsere Analyse zeigt: Die rechtlichen Voraussetzungen für einen Abschuss im Ilm-Kreis sind nicht erfüllt, da die Mängel bei den Weiden die Hauptursache für Risse darstellen. Wir berichteten auch hier: https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/05/18/der-wolf-und-der-schutz-ein-gerichtsfall-in-europa/
Beispielbild Wolf.

Ausriss aus der Rissstatistik 2025

2025 sehen die Daten sogar noch dramatischer aus. Kein einziges gerissenes Tier war gut geschützt. Anhand der Daten kann es sich bei dem Antrag auf Abschuss nur um das Muttertier des Rudels Neustadt handeln. Wölfe vermehren sich nur ein Mal im Jahr. Ende April/Anfang Mai kommen die Wolfswelpen auf die Welt. Sie sind jetzt auf ihre Mutter angewiesen. Würde dieser Antrag auf Abschuss tatsächlich genehmigt werden, wäre dies ein echter Skandal. Ein Gericht würde einen solchen Antrag mit Sicherheit wieder kippen, dies muss auch der Landrätin Petra Enders bewusst sein. Doch auch bei anderen Wölfen aus dem Rudel sind die Bedingungen genauso wenig gegeben.

Das Bild wir bei Draufklicken besser lesbar.

 

Aufgehetzter und aufgebrachter Mob im Ilmkreis äußert sich auch durch solche Plakate. © Brigitte Sommer

 

Ein Blick in den Ilmkreis und dem benachbarten Kreis Saale-Rudolstadt. © Brigitte Sommer

 

Mitten auf dem Rennsteig. Neustadt verleiht dem betroffenen Rudel seinen Namen. © Brigitte Sommer

 

Wir haben in kurzen Filmen sowie Fotos am 24.05.25 die unzureichende Absicherung einer Weide mit Mutterkühen, Jungbullen und sehr kleinen Kälbern in Großbreitenbach (Ilm-Kreis, Thüringen) dokumentiert. In der E-Mail-Versendung des Artikels an Abonnenten sind die Videos nicht zu sehen. Bitte auf unsere Homepage wechseln. Dort sind sie zu sehen.
Der Film zeigt, dass die Herde lediglich durch einen Elektrozaun mit zwei Litzen geschützt ist, wobei die untere Litze so hoch angebracht ist, dass kleine Kälber problemlos darunter hindurchlaufen können. Diese Konstruktion ermöglicht es auch Wölfen oder Hunden, die Weide zu betreten, was ein erhebliches Risiko für Wolfsrisse darstellt.
Im Kontext der angespannten Wolfsdebatte in Großbreitenbach, angeheizt durch Bürgermeister Peter Grimm, kritisieren wir die mangelnde Umsetzung effektiver Herdenschutzmaßnahmen. Grimm und lokale Tierhalter wie Fredy D. fordern eine Lockerung der Abschussregeln, da sie einen „unglaublichen Anstieg“ der Wolfsrisse beklagen. In unserem Artikel vom 3. Mai 2025 https://wolfsschutz-deutschland.de/…/thueringen-kein…/ widerlegen wir diese Behauptung.
In allen Fällen, einschließlich der dokumentierten Weiden, fehlten ausreichende Schutzmaßnahmen wie Elektrozäune mit ausreichend Volt, Untergrabschutz oder ausreichender Höhe (120 cm). Wir betonen, dass die dokumentierte Situation in Großbreitenbach exemplarisch für das Versagen vieler Tierhalter ist, die trotz bekannter Wolfspräsenz keine geeigneten Zäune installieren. Praktisch alle Kühe und Rinder im Ilmkreis werden genau so gehalten.
Der gezeigte Zaun mit nur zwei Litzen und einer zu hoch angebrachten unteren Litze erfüllt nicht die Standards des Herdenschutzes, die Risse verhindern könnten. Anstatt Abschüsse zu fordern, wie es Grimm in seiner Petition vom 29. April 2025 tut, fordern wir Investitionen in Herdenschutz, wie fachgerechte Zäune und Herdenschutzhunde, sowie ein Ende der populistischen Stimmungsmache gegen Wölfe.
Unsere Filme und Fotos unterstreichen die Dringlichkeit, präventive Maßnahmen zu priorisieren, um Konflikte zwischen Mensch und Wolf zu minimieren. Wir rufen Tierhalter, Behörden und Politiker auf, Verantwortung zu übernehmen und die Koexistenz durch besseren Herdenschutz zu ermöglichen, anstatt die fragile Wolfspopulation durch Abschussanträge zu gefährden und Entschädigungen zu zahlen, obwohl nicht geschützt wurde.

 

Mutterkühe, trächtige Kühe, kleine Kälbchen sowie Jungbullen nur hinter zwei Litzen bei Großbreitenbach. © Brigitte Sommer

Kuhweide im Film

 

Wenn kleine Kälbchen unter der Litze nach draußen gelangen und sie nicht mehr zurück finden, können sie Beute von Hunden oder Wölfen werden. Auch Totgeburten werden nicht von der Herde verteidigt und können von Hunden oder großen oder kleinen Beutegreifern nachgesorgt werden. © Brigitte Sommer

 

Diese braungescheckte Kuh wird bald ihr Kalb gebären. © Brigitte Sommer

 

Sehr kleine Kälbchen in der Herde. © Brigitte Sommer

 

 

Unterwegs mit weiteren Aktiven waren Vorsitzende Brigitte Sommer und Kassenwart Jürgen Götz. Im Hintergrund die Umzäunung, die zu 99 % dort üblich ist. Zwei Litzen, wobei die untere Litze fast 50Zentimeter hoch ist. Hier kann alles darunter durch.

 

Nur zwei Litzen. © Brigitte Sommer

 

 

Zaundokumentation in Thüringen im Ilmkreis bei Wilmersdorf.

Ziegen nur hinter Wilddraht ohne Spannung und ohnr Untergrabschutz. Direkt gegenüber Hirsche, in gleicher Haltungsweise.

 

Zaundokumentation in Thüringen im Ilmkreis bei Wilmersdorf.

 

In Thüringen wird von Politik, Medien, Bauern und Jägern eine Propaganda gegen Wölfe betrieben, die ihresgleichen sucht. Es geht insbesondere um die Rudel Ohrdruf und Neustadt am Rennsteig. So hatten im Februar die Mutter und die Tochter des Rudels fünf Mufflons gerissen. In der Rissliste Thüringen ist angegeben, dass die Mufflons nicht geschützt gewesen sind. https://umwelt.thueringen.de/…/Schadenstabelle… Da sich viele nicht vorstellen können, wie solche Zäune aussehen, zeigen wir hier identische Zäune mit Schottischen Hochlandrindern darin. Die Medien schreiben immer wieder, dass Wölfe Zäune überspringen würden und praktisch keine Zaunhöhe hoch genug wäre. Dabei „überwinden“ Wölfe eben in den meisten Fällen nicht solche Zäune, sondern sie graben sich unten drunter durch, weil ein Untergrabschutz fehlt. Hierzu müsste nur der Zaun in den Boden eingegraben werden und unten eine Stromlitze angebracht werden und die Tiere wären gesichert. Obwohl dort im Gebiet praktisch alle gerissenen Tiere nicht geschützt waren, gibt es einen Antrag auf Abschuss eines Wolfs im Ilmkreis, obwohl immer Ende April/Anfang Mai Welpen geboren werden, die Mutter und Vater versorgen müssen.

 

Bei einem Untergrabschutz wird der Zaun im Boden verankert, bzw. in den Boden hinein gebaut. Zusätzlich kann man unten eine Stromlitze anbringen. Hier ist nichts davon vorhanden. Hunde oder Wölfe kommen unter dem Zaun hindurch, was auch die Behauptung widerlegt, dass Wölfe über hohe Zäune springen würden. © Brigitte Sommer

 

Schottische Hochlandrinder im Film

 

 

Schlachthirsche

 

Gehegehaltung von Hirschen zur Schlachtung: Ein ethisches und ökologisches Problem

Die Gehegehaltung von Hirschen zur Fleischproduktion, die auch im Ilm-Kreis zunehmend praktiziert wird, wirft ernsthafte Fragen auf – sowohl ethisch als auch ökologisch. Als Wolfsschutz-Deutschland e.V. kritisieren wir diese Praxis, die Wildtiere in künstliche Gefangenschaft zwingt, ihre natürlichen Bedürfnisse unterdrückt und die Artenvielfalt gefährdet. Statt nachhaltige Lösungen für das Zusammenleben mit der Natur zu fördern, setzt die Gehegehaltung auf Profit um jeden Preis.

Unnatürliche Lebensbedingungen

Hirsche sind Wildtiere, deren Lebensraum die freien Wälder des Thüringer Waldes, etwa entlang des Rennsteigs, sind. In Gehegen werden sie jedoch auf engem Raum gehalten, oft ohne ausreichende Bewegungsfreiheit oder naturnahe Bedingungen. Diese Einschränkung widerspricht ihrem natürlichen Verhalten – weite Wanderungen, soziale Interaktionen und Nahrungssuche in freier Wildbahn. Studien zeigen, dass solche Haltungsbedingungen Stress, Verhaltensstörungen und gesundheitliche Probleme bei Hirschen verursachen. Die Fleischproduktion wird so zur Qual für Tiere, die für die Freiheit geboren sind.

Ökologische Folgen

Die Gehegehaltung trägt zur Zerstörung von Lebensräumen bei. Wälder und Wiesen, die für Gehege gerodet oder eingezäunt werden, fehlen als Habitat für andere Arten wie Vögel, Insekten oder Biber, die im Ilm-Kreis ohnehin unter Druck stehen. Zudem fördert die Monokultur der Hirschzucht die Ausbreitung von Krankheiten, die auf Wildbestände übergreifen können. Während Wölfe, die im Ilm-Kreis für Nutztierrisse verantwortlich gemacht werden, natürliche Wildbestände regulieren, stören Gehege die ökologische Balance und schwächen die Biodiversität.

Lügen  und Profitgier

Die Befürworter der Gehegehaltung, oft unterstützt von Agrarlobbys, argumentieren mit der Nachfrage nach Wildfleisch als „nachhaltiger“ Alternative. Doch diese Narrative verschleiern die Wahrheit: Die industrielle Haltung von Hirschen ist weder nachhaltig noch artgerecht. Sie dient in erster Linie wirtschaftlichen Interessen, während die Verantwortung für ökologische Schäden und Tierleid ignoriert wird. Medien im Ilm-Kreis, die Konflikte mit Wölfen oder Bibern überdramatisieren, schweigen oft zu den negativen Auswirkungen der Gehegehaltung, was die Öffentlichkeit in die Irre führt.

 

Schlachthirsche nur mit Wilddraht und ohne Untergrabschutz. © Brigitte Sommer

 

Schlachthirsche im Film

 

 

Minishettys hinter Minizäunchen bei Gräfinau-Angstedt

So sehen die Zäune, wie sie in der Riss-Liste aufgeführt sind, in der Realität aus. © Brigitte Sommer

Hetze und Propaganda auch gegen Biber

Im Ilm-Kreis nimmt die Feindseligkeit auch gegenüber Bibern alarmierende Formen an. Der jüngste Vorfall von April 25, bei dem ein Biber nahe Ilmenau mit Rattengift getötet wurde, ist ein trauriger Höhepunkt dieser Entwicklung. In Orten wie Gräfinau-Angstedt verschärfen sich die Konflikte, während Medien und lokale Akteure die Biber als Problem darstellen. Als Wolfsschutz-Deutschland e.V., inspiriert von unserem Engagement für den Schutz von Wildtieren, wollen wir die Hintergründe dieses Hasses beleuchten, Lügen entlarven und Wege für ein friedliches Miteinander von Mensch und Biber aufzeigen.

Ein grausamer Akt: Biber mit Rattengift getötet

Im April entdeckte die Ilmenauerin Tanja S. einen toten Biber neben seiner Biberburg zwischen Ilmenau und Langewiesen. Die Obduktion ergab, dass das Tier durch Rattengift qualvoll verendet war. Dieser Vorfall ist kein Einzelfall: Bereits in Moosach (2014) und Pfersdorf (2013/2015) wurden Biber durch Giftanschläge getötet. Solche Taten zeugen von einem wachsenden Hass, der durch Unwissenheit und einseitige Berichterstattung geschürt wird. Anstatt die ökologischen Vorteile der Biber zu würdigen, werden sie zunehmend als Bedrohung wahrgenommen.

Schäden durch Biber: Missmanagement statt Naturschutz

In Gräfinau-Angstedt verursachen Biber Schäden an den Bärenteichen, fällen Bäume und führen zu Überflutungen, etwa von Straßen. Auch an den Ilmenauer Ratsteichen haben Biber Dämme beschädigt, was Sanierungsarbeiten verteuert und verzögert. Doch die Ursache liegt oft im mangelnden Umgang mit dem geschützten Tier. Anstatt präventive Maßnahmen wie Biberabwehrzäune oder Drainagerohre zu installieren, wird der Biber zum Sündenbock gemacht. Ähnlich wie beim Wolf fehlt es an proaktiven Lösungen, während die Konflikte durch unzureichende Schutzmaßnahmen verschärft werden.

In der Itzaue zwischen Schalkau und Almerswind befürchten Landwirte Landverlust durch Biberaktivitäten, doch bürokratische Hürden und Zurückhaltung der Ämter erschweren konstruktive Lösungen. Statt den Dialog mit Naturschutzbehörden und Biberexperten zu suchen, greifen einige zu drastischen Maßnahmen wie Gift – ein klarer Verstoß gegen den Tier. und Artenschutz.

Teich bei Ilmenau mit frischen Biberspuren. © Brigitte Sommer

 

Biberspuren bei Ilmenau. © Brigitte Sommer

Medienberichte wie die von „Antenne Thüringen“ und „inSüdthüringen“ verstärken das negative Bild, indem sie die Schäden durch Biber überbetonen und ihre ökologischen Vorteile ignorieren. Biber tragen zur Renaturierung von Gewässern bei, fördern die Artenvielfalt und schaffen Feuchtgebiete. Dennoch wird oft nur von „Problemen“ gesprochen, ohne auf Lösungen wie Beratungsangebote hinzuweisen, die Konflikte entschärfen könnten.

Politiker und Jäger tragen zur Eskalation bei, indem sie die Biber als Störfaktor darstellen, wie etwa in Diskussionen mit Anglern in Gräfinau-Angstedt, die sich über die geschützte Art beschweren. Solche Narrative lenken von der Verantwortung ab, präventive Maßnahmen zu fördern und schüren stattdessen Feindseligkeit, die in illegalen Taten wie Giftanschlägen gipfelt.

Lösungen statt Hass: Ein Miteinander ist möglich

Ein harmonisches Zusammenleben mit Bibern ist möglich, wie Beispiele zeigen: Am Stausee in Scheibe-Alsbach lebt ein Biber ohne Konflikte, da sein Bau keine Infrastruktur beeinträchtigt. Spezialisierte Berater können Landwirten und Kommunen helfen, Schäden durch Biber zu minimieren, etwa durch gezielte Abwehrsysteme oder Umsiedlungen in Ausnahmefällen. Der Staat bietet Fördermittel für solche Maßnahmen, doch diese werden oft nicht genutzt. Wir fordern, dass Kommunen und Landwirte mit Naturschutzbehörden zusammenarbeiten, um Konflikte zu lösen, anstatt Hass zu schüren oder zu illegalen Mitteln zu greifen.

Der Biber als Bereicherung

Biber sind keine Bedrohung, sondern ein Gewinn für unsere Ökosysteme. Seit ihrer Rückkehr nach Thüringen im Jahr 2007 haben sie Gewässer wie die Werra und die Ilm bereichert. Ihre Dämme schaffen Lebensräume für zahlreiche Arten und tragen zur Regulierung von Hochwasser bei. Der Hass gegen Biber ist nicht nur ein Angriff auf eine geschützte Art, sondern ein Angriff auf den Naturschutz selbst.

Positives Zaunbeispiel

Schafe zwar hinter Standardnetz aber sie verbringen die Nacht im Stall.

 

 

 

Diese Schafe sind hinter einem Standardnetz in Höhe von 90 Zentimeter in der Nähe von Grafinau-Angstedt untergebracht. Abends werden sie eingestellt, wie im Hintergrund zu sehen. Das Schäferehepaar hatte noch keinen einzigen Riss, wie sie uns in einer Unterhaltung mitteilten. Auch sie mögen die Wölfe überhaupt nicht und man konnte sich nicht auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner mit uns von Wolfsschutz-Deutschland e. V. einigen. Hier stehen sich zwei Meinungen frontal gegenüber. Man kann diese Meinungen auch einfach mal stehen lassen. Es macht keinen Sinn, Menschen überzeugen zu wollen, die nicht offen für Argumente sind. Es herrscht dort die Meinung, dass die Vorfahren schon alles richtig mit der Ausrottung der Wölfe gemacht hätten und alles, was den Menschen stören würde, weg müsse. Solange diese Leute ihre Tiere schützen, sollen sie doch weiter schimpfen. © Brigitte Sommer

Glückliche Kühe in der Nähe von Gehren

 

Auch diese Weide hat nur zwei Litzen. In Sichtweite: Ein Hochsitz. © Brigitte Sommer

 

Weidegang für eine Mutterkuhherde. © Brigitte Sommer

 

Keine Frage, diese Tiere freuen sich sichtbar darüber, dass sie auf die Weide dürfen. Sie haben bis zur Schlachtung ein besseres Leben als ihre Artgenossen in Stallhaltung. Aber rechtfertigt dies, die Tiere nicht zu schützen? © Brigitte Sommer

Blick in das Territorium Neustadt am Rennsteig und in den Ilm-Kreis

Der Ilm-Kreis in Thüringen ist ein Mosaik aus beeindruckenden Landschaften, artenreichen Lebensräumen und einzigartigen Naturschätzen, die sowohl Einheimische als auch Besucher begeistern. Von den ausgedehnten Wäldern des Thüringer Waldes bis zu den malerischen Ilmenauer Teichen bietet der Kreis eine Vielfalt, die es zu schützen und zu fördern gilt. Doch trotz der Bemühungen von Naturschutzorganisationen stehen die Natur und ihre Bewohner – wie Wölfe und Biber – vor Herausforderungen durch menschliche Eingriffe, Lügen und Missmanagement. Als Wolfsschutz-Deutschland e.V. möchten wir die Schönheit der Natur im Ilm-Kreis hervorheben, auf bestehende Konflikte eingehen und Lösungen für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Natur aufzeigen.

Ein Paradies für Artenvielfalt

Der Ilm-Kreis erstreckt sich vom Südrand des Thüringer Beckens bis zu den Höhen des Thüringer Waldes, mit dem Kickelhahn (861 m) als höchstem Berg. Rund 43 % der Fläche sind forstwirtschaftlich genutzt, wobei Waldnaturschutzgebiete eine zentrale Rolle im Biotop- und Artenschutz spielen. Zu den 20 ausgewiesenen Naturschutzgebieten gehören die Ilmenauer Teiche, ein Hotspot für Amphibien und Wasservögel, sowie die blütenreichen Magerrasen im FFH-Gebiet „TÜP Ohrdruf – Jonastal“, die Heimat seltener Schmetterlinge wie Bläulinge sind. Fotos sind hier zu sehen: https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/05/03/thueringen-kein-unglaublicher-anstieg-der-wolfsrisse-politiker-und-presse-verbreiten-die-unwahrheit/
Der Kreis beherbergt 13 von 18 in Thüringen vorkommenden Amphibienarten und Projekte wie die „Wilde Insel“ in Ilmenau fördern Lebensräume für Insekten, Vögel und Igel durch Totholz und Trockenmauern.
Der Rennsteig, Deutschlands ältester und beliebtester Fernwanderweg, zieht sich über 169,3 Kilometer durch den Thüringer Wald, das Thüringer Schiefergebirge und den Frankenwald und ein bedeutender Teil dieses Natur- und Kulturgebietes führt durch den Ilm-Kreis. Von den idyllischen Wäldern rund um Oberhof bis zu den historischen Grenzsteinen bei Neustadt am Rennsteig bietet der Rennsteig im Ilm-Kreis eine einzigartige Mischung aus unberührter Natur, kultureller Geschichte und sportlichen Herausforderungen.

Ein historischer Pfad durch den Ilm-Kreis

Der Rennsteig, erstmals 1330 als „Rynnestig“ erwähnt, ist ein historischer Grenz- und Handelsweg, der von Hörschel an der Werra bis Blankenstein an der Saale führt. Im Ilm-Kreis durchquert er Orte wie Oberhof, Neustadt am Rennsteig und Allzunah, vorbei an Highlights wie dem Rennsteiggarten mit seinen 4.000 Gebirgspflanzen, dem Grenzadler und der LOTTO Thüringen ARENA in Oberhof. Mit etwa 100.000 Wanderern jährlich ist der Rennsteig ein Kultweg, markiert durch das weiße „R“ („Mareile“) und den traditionellen Gruß „Gut Runst!“. Seine etwa 1.300 Grenzsteine, darunter die Dreiherrensteine, zeugen von seiner historischen Rolle als Grenze zwischen Thüringen und Franken.

Im Ilm-Kreis bietet der Rennsteig atemberaubende Ausblicke, etwa vom Großen Beerberg (983 m), dem höchsten Berg Thüringens, oder von der Plänckners Aussicht bei Neustadt. Wanderer erleben Misch- und Nadelwälder, blühende Bergwiesen und die Stille des Waldes, unterbrochen nur vom Summen der Insekten oder dem Rauschen der Fichten. Der Weg ist in acht Etappen unterteilt, wobei die Abschnitte im Ilm-Kreis wie von Oberhof nach Allzunah mittleren Schwierigkeitsgrad haben und für Familien geeignet sind, da sie weniger steile Anstiege bieten.

Blick von Neustadt aus. ©Brigitte Sommer

 

Überall Hochsitze. ©Brigitte Sommer

 

Zahlreiche Wanderwege. ©Brigitte Sommer

 

Der Wald kann sich selbst verjüngen, wenn man ihn lässt. © Brigitte Sommer

 

Geboren werden und vergehen… © Brigitte Sommer

 

Nicht nur die Ilm, sondern auch zahlreiche weitere Bäche versorgen die Natur mit Wasser ©Brigitte Sommer

 

Auch auf Naturlehrpfaden gibt es Vieles zu entdecken © Brigitte Sommer
Mystischer Nebelwald bei Frauenwald. © Brigitte Sommer

 

Wetterstürze sind auf dem Rennsteig an der Tagesordnung. ©Brigitte Sommer

 

Dichter Nebel veranlasste uns zu einer Pause.

 

Überall verschandeln Hochsitze den Naturgenuss. ©Brigitte Sommer

 

Zwischen Böhlen und Großbreitenbach wurde in einem riesigen Waldgebiet abgeholzt. Wurden bei diesen Rodungen die Wölfe gestört? Griffen sie deshalb etwas vermehrt zu so genannten Nutztieren? © Brigitte Sommer

 

 

Abholzungen zischen Böhlen und Friedersdorf. ©Brigitte Sommer

 

Wölfe als Bedrohung? Ein verzerrtes Bild

Die Berichterstattung erweckt den Eindruck, Wölfe seien eine Gefahr für die ländliche Bevölkerung. Doch die Fakten sprechen eine andere Sprache: Wölfe meiden Menschen und greifen Nutztiere nur an, wenn diese ungeschützt sind. Die Zahl der Risse ist minimal – 57 Risse im Jahr 2024 bei etwa 1,5 Millionen Schafen und Ziegen in Thüringen entsprechen einem Anteil von unter 0,004 %. Dennoch wird der Wolf als Bedrohung hochstilisiert, während die Mängel bei den Weiden ignoriert werden.

Lobbyinteressen statt Naturschutz

Hinter der Mobilmachung gegen den Wolf stehen oft mächtige Interessen. Die Agrar- und Jagdlobby, unterstützt von Teilen der Politik, nutzt die Rückkehr des Wolfes, um Ängste zu schüren und den Schutzstatus zu senken. Dies würde Abschüsse erleichtern, ohne die Ursachen der Konflikte anzugehen. Globale Konzerne wie Bayer oder Cargill, die über Lieferketten Einfluss auf die Landwirtschaft nehmen, profitieren indirekt von einer Politik, die Naturschutz ausbremst. Wolfsschutz-Deutschland e.V. steht für eine unabhängige Stimme, die sich allein dem Wohl der Natur und unserer Wölfe verpflichtet fühlt – ohne Kompromisse.

Lösungen statt Panik: Herdenschutz funktioniert

Anstatt den Wolf zu dämonisieren, fordern wir pragmatische Lösungen. Der Staat unterstützt Landwirte mit Fördermitteln für Herdenschutzmaßnahmen wie Elektrozäune oder Herdenschutzhund., ja es wird sogar entschädigt, wenn nicht geschützt wurde, was ein fatales Signal ist. Beispiele aus anderen Regionen zeigen: Wo diese Maßnahmen konsequent umgesetzt werden, sinkt die Zahl der Risse drastisch. Die dokumentierten Mängel bei den Weiden im Ilm-Kreis müssen behoben werden. Wir fordern die Behörden auf, den Abschussantrag im Ilm-Kreis abzulehnen und stattdessen die Umsetzung von Herdenschutzmaßnahmen zu überwachen.

 

Ein Aufruf an die Vernunft

Wir rufen die Bürger im Ilm-Kreis und darüber hinaus auf, sich nicht von Panikmache und einseitiger Berichterstattung blenden zu lassen. Der Wolf ist ein unverzichtbarer Teil unserer Ökosysteme, reguliert Wildbestände und trägt zur Biodiversität bei. Statt ihn zu bekämpfen, sollten wir lernen, mit ihm zu leben – durch Herdenschutz, Aufklärung und Respekt vor der Natur.

 

Quellen:

https://www.antennethueringen.de/p/Burger-machen-mobil-gegen-den-Wolf-im-Ilmkreis-7BuhSa8NKS8PEXOGnDpsOW?fbclid=IwY2xjawKqh09leHRuA2FlbQIxMAABHnj9g1sgJO8vu0cxD-IvepLLwvhBk72RTaDg5Ezp1xqyZvOpYFS7IH_HBNeq_aem_vjU6x8eTD9dfB7-ycy-WLg

https://www.insuedthueringen.de/inhalt.nahe-ilmenau-biber-wurde-mit-rattengift-umgebracht.85edb1e6-34d4-40dc-a9b7-11ce103e57bd.html

https://lfu.brandenburg.de/lfu/de/themen/naturschutz/wolf/nutztierrisse/

https://umwelt.thueringen.de/fileadmin/001_TMUEN/Unsere_Themen/Natur_Artenschutz/Wolf_Luchs_Biber/Schadenereignisse/Schadenstabelle_Nutztiere.pdf

https://umwelt.thueringen.de/themen/natur-artenschutz/kompetenzzentrum/wolf

 

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:

Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr –  und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich. 

Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/