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Minister Lies genehmigt erneut Abschuss von Wölfen aus dem Rodewaldrudel – wir protestieren vehement und rufen zum legalen Widerstand auf!

Heute heisst es in einer Presseinformation auf der Seite des Niedersächsischen Umweltministeriums, dass der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) bereits am 17. Juli 2020 nach Maßgabe des Niedersächsischen Umweltministeriums die erneute Ausnahmegenehmigung zur Tötung des so genannten Rodewalder Rüden GW717m erteilt hätte. Erneut kommt damit der Niedersächsische Umweltminister Olaf Lies der Informationpflicht nicht nach, denn zwischen Schießgenehmigung und Information der Öffentlichkeit liegen sage und schreibe fünf Wochen. Jetzt soll sogar einfach in das Rudel hineingeschossen werden dürfen, bis angebliche Risse aufhören. Von der Verpflichtung der Weidetierhalter, ihre Tiere zu schützen, keine Rede. Wolfsschutz Deutschland e. V. protestiert vehement. Weiterhin werden wir alle rechtlichen und legalen Mittel ausschöpfen, um diese Untat zu verhindern.

DNA an toten Pferden heisst noch lange nicht Verursacher Wolf

Notwendig wäre der erneute Schießbefehl angeblich, weil entgegen der günstigen Prognose im März 2020 weitere Rissvorfälle im Territorium des Rodewalder Rudels eingetreten wären. So sei am 24. Mai 2020 in Altenwahlingen (Landkreis Heidekreis) ein zwölf Monate altes Rind aus einer Herde mit sechs erwachsenen Tieren durch einen oder mehrere Wölfe getötet worden. Normalerweise gehört der Heidekreis nicht einmal zum Revier des Rodewalder Rudels. Der letzte Schadensfall hätte sich sich am 16. Juni 2020 im Landkreis Nienburg ereignet, bei dem angelblich Wölfe des Rodewalder Rudels zwei Pferde töteten und ein weiteres schwer verletzt haben sollten. In den von den Biss- und Fraßstellen genommenen Speichelproben wären jeweils DNA-Spuren mehrerer Tiere des Rudels nachgewiesen worden, von denen zumindest ein Tier männlich war. Das Rissbild würde aufgrund der daraus abzulesenden Jagdtechnik darauf schließen, dass der Leitrüde des Rudels beteiligt gewesen wäre. Wir berichteten über diesen Fall hier: https://wolfsschutz-deutschland.de/2020/06/30/niedersachsen-umweltminister-lies-spd-will-nach-dem-tod-von-zwei-pferden-erneut-jagd-auf-das-rodewaldrudel-machen/

Politiker mit problematischen Lobbyverbindungen

Minister Olaf Lies wird dazu in der Pressemitteilung wie folgt zitert: „Leider hat sich damit die ursprüngliche Befürchtung bestätigt: Der Rodewalder Rüde reißt nicht nur weiter Rinder und Pferde, sondern hat inzwischen diese problematischen Jagdtechniken an sein Rudel weitergegeben. Wenn zumutbarer Herdenschutz von Wölfen überwunden wird, muss rechtzeitig reagiert werden – im Interesse einer artgerechten Weidetierhaltung, aber auch um die Akzeptanz für Wölfe bei uns zu erhalten.“

Die Lobbypolitik ihres Umweltministers kostete die Niedersächsischen Steuerzahler bereits mehrere Millionen Euro. In unserer Reportage aus dem Februar stellten wir bereis die Frage, wer diesen Umweltminister bremsen kann. Hier der Link: https://wolfsschutz-deutschland.de/2020/02/27/anfrage-der-gruenen-deckt-auf-umweltminister-lies-spd-verrennt-sich-in-wolfsjagd-in-niedersachsen-dabei-geht-es-um-millionen/

Die oben aufgeführten Fälle stehen erneut in keinem Verhältnis zu den zu erwartenden weiteren Kosten dieser erneuten Wolfsjagd.

Einfach Wolf abballern, egal welchen, egal von wem?

Weiteres Zitat aus der Pressemittelung: „Die aktuelle Genehmigung ist zunächst befristet bis zum 31. Dezember 2020. Zur Entnahme befugt sind geeignete Personen im gesetzlichen Sinne. Um die mit der Maßnahme betrauten Personen zu schützen, ist es geboten, weder deren Namen noch Details über den genauen Ablauf zu veröffentlichen. Für die Entnahme gelten die Bedingungen des Bundesnaturschutzgesetzes. Solange das Individuum in der Landschaft nicht anhand besonderer, leicht erkennbarer äußerer Merkmale (etwa besondere Fellzeichnung) zu bestimmen ist, kann eine Identifizierung über die Nähe zu bisherigen Rissereignissen erfolgen. Nach jeder Entnahme eines Wolfes muss abgewartet werden, ob im Territorium des Rodewalder Rudels die Nutztierrisse aufhören bzw. soweit möglich mittels genetischer Untersuchung ermittelt werden, ob tatsächlich GW717m entnommen wurde. Ist dies nicht der Fall und treten weitere Übergriffe auf, kann sukzessive jeweils ein weiteres Mitglied des Rudels bis zum Ausbleiben der Schäden bzw. zum Abschuss von GW717m entnommen werden. Die Entnahme einer sichtbar laktierenden Fähe ist auszuschließen.“

Abschuss mit allen legalen und rechtlichen Mitteln verhindern!

Diese Herangehensweise ist einfach ungeheuerlich und so weder mit dem geänderten Bundesnaturschutzgesetz, wegen dem sogar ein Pilotverfahren gegen Deutschland läuft – https://wolfsschutz-deutschland.de/2020/05/24/eu-eroeffnet-pilotverfahren-gegen-deutschland-wegen-der-aenderung-des-bundesnaturschutzgesetzes-lex-wolf/ – noch mit höherrangigem EU-Recht vereinbar. Auch bezweifeln wir sehr, dass Jäger und Polizisten sowie irgendwelche Privatpersonen wirklich Wölfe rechtssicher erschießen dürfen. Wir von Wolfsschutz Deutschland e. V. werden Anzeige erstatten, sollten ein oder mehrere Wölfe aus dem Rodewaldrudel zu Tode kommen.

Wir rufen unsere Vereinsmitglieder und weitere Wolfsfreunde auf, wie bereits im vergangenen Jahr, alle Maßnahmen im legalen Rahmen zu ergreifen. Der Vorstand von Wolfsschutz Deutschland e. V. sichert neuen Mitgliedern aus dem LK Nieburg sowie angrenzenen Kreis zu, inkognito zu bleiben. Wir rufen die anderen,  klagebefugten Verbände, dazu auf, alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen.

 

Pressemittelung des Umweltministeriums: https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/rodewalder-ruede-191768.html

Hier die aktuelle Rissliste für Niedersachsen

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17 Gedanken zu „Minister Lies genehmigt erneut Abschuss von Wölfen aus dem Rodewaldrudel – wir protestieren vehement und rufen zum legalen Widerstand auf!

  1. „Entnehmen“, so nennen wir also das sinnlose Töten unserer Mitgeschöpfe, die das gleiche Recht haben wie wir hier zu sein. Im Gegenteil, wir nehmen Ihnen Ihren Lebensraum und ballern Sie ab sobald Sie dort auftauchen. Hören Sie endlich auf mit diesem Wahnsinn!!! Von den Kosten sollte man gar nicht reden denn es ist Mord. Aber da hier ja auch immer von dem wirtschaftlichen Schaden gesprochen wird, der Tierhaltern durch Risse entstehen soll, wahren Sie doch bitte die Verhältnismäßigkeit wenn schon sonst nicht! Statt einen Wolf zu töten bzw. immer wieder bis keiner mehr da ist und keine Risse mehr vorkommen, setzen Sie unser Steuergelder zum Herden- u n d Wolfschutzein . Das Geld was Sie da rausschmeißen ist u n s e r Geld!!!! Ich wähle keine Partei mehr, die Mitgeschöpfen keine Rechte einräumt sondern nur die entsprechenden Lobbyisten bedient!!! Und wir sind genug. Sie werden das schon bei den jeweiligen Wahlen merken! Nochmal… Hände weg von den Wölfen auf vier Beinen. Ich meine, es gibt zweibeinige genug, bei denen wirklich Handlungsbedarf besteht. Kümmern Sie sich endlich um die wirklichen Probleme dieser Zeit. Da wären Sie auf lange Zeit hinreichend mit beschäftigt.

  2. meine Mail an die Pressestelle des @mu.niedersachen.de …….
    Sehr geehrte Damen und Herren
    Abknallen löst ein Problem nicht. Wenn Bauern ihre sog. Nutztiere nicht selber schützen z. B. mit Hunden oder Elektrozäunen darf man nicht einfach Tiere der Natur töten. Der Mensch nimmt den Lebensraum der Tiere und beseitigt alles und jeden, was ihm im Weg steht. Homo sapiens? An den sollte man eigentlich appellieren können, d. h. vernünftigerweise sollte er seine Nutztüre selbst schützen, indem er Hunde hat oder was auch immer zum Schutz seiner eigenen Tiere benötigt wird.

    Wenn Sie wünschen, dass niemand in Ihren Garten kommt, dann haben Sie einen Zaun etc.

    Ich bin deutsche Staatsbürgerin und erlaube mir – auch wenn ich in der Schweiz wohne – Sie darauf hinzuweisen, dass hier der Wolf geschützt wird und die Schäfer etc.
    verpflichtet sind, ihre eigenen Tiere zu schützen – und das funktioniert perfekt. Viele Schäfer in Deutschland sind nicht bereit, ihre Entschädigungen und Subventionen zum Schutz ihrer Tiere zu investieren. Das geht einfach nicht.

    Leider gibt es keine offiziellen Zahlen über die Tötung von Nutztieren durch den Verkehr. Das wäre zwingend nötig, um die Verhältnismässigkeit einmal aufzuzeigen.

    Ich protestiere gegen den Abschuss von Wölfen ohne verbindlichen Schutz durch die Tierhalter.

    Mit traurigen Grüssen

  3. Mittlerweile steigt der Verdacht, dass hier mit allen Mitteln versucht wird, die Wölfe in Niedersachsen auszurotten. Anders ist dieses Vorgehen nicht zu erklären. Und in Coronazeiten, in denen der Absatz von Schaf- und Ziegenfleisch lahmt, wird auf die Entschädigung durch angebliche Wolfsrisse schon eingeplant. Dafür werden extra die Zäune halbherzig gestellt und immer Möglichkeiten offen gelassen, damit der Wolf auch wirklich leichtes Spiel hat. Gut, all dies kann man nicht richtig beweisen, doch die Fakten sprechen eine deutliche Sprache. Es ist einfach nur noch armselig, wie zu Gunsten einer Lobbygruppe eine streng geschützte Tierart vernichtet werden soll.

  4. Für Minister und deren Claqueure gelten auf wundersame Weise weder Recht noch Gesetz – sie hegen und pflegen ihre eigene Ordnung genüsslich, weil sie sich für unangreifbar halten können, wie nun ein weiteres Beispiel zeigt..

  5. Solange Menschen sich für Geld das Recht zu morden kaufen können, wird es immer kranke Gehirne geben, die im Töten von Tieren eine Befriedigung finden.
    Wer sich die Großwildjagd in Afrika nicht leisten kann, nimmt mit den heimischen Wölfe vorlieb.
    Solange wir nicht die Namen dieser Mörder veröffentlichen, werden wir diesem Spuk nie ein Ende bereiten können.

  6. Wie die Niedersachsen SPD mit MP Weil an der Spitze das UM mit solch einem Menschen besetzen kann, ist unfassbar. Lies taugt absolut gar nichts und ist entweder nicht gewillt oder nicht in der Lage, sein Amt verantwortungsvoll aus zu üben. Als UM hat der Schutz der Natur mit ihren Öko Systemen Flora und Fauna und die Vermehrung der Arten Vielfalt im Fokus zu stehen. Hier hat er bereits versagt, denn er war nicht in der Lage, die von der EU geforderten Naturschutz Flächen aus zu weisen, weil er (m. E. nach) gegenüber den Landbesitzern (Bauern) kein Durchsetzungsvermögen gezeigt hat. Eben so unfähig zeigt er sich beim Schutz von Wölfen. Der Kreis Wesel hat in Absprache mit dem Landesumweltministerium NRW dem Schafzüchter Kurt Opril aus Hünxe, eine klare Abfuhr bezügl. seines Antrags auf Abschuss der Wölfin GW954f , erteilt. Die Behörde teilt dem Schafzüchter knall hart mit, dass sie auf Herden Schutz und Präventiv Maßnahmen setzt und diese im Mittelpunkt stehen müssen. Einfach vorbildlich und lobenswert, denn das ist Natur und Wolfs Schutz, wie es die Verordnungen/Gesetze seitens der EU vorsehen. Davon ist bei Olaf Lies noch nicht einmal ein Ansatz zu erkennen. Dieser Mann hat auch beim Herden Schutz vollkommen versagt und kennt nur eines, und das heißt TÖTEN, was das Zeug hält! Wie armselig doch dieser Minister da steht, denn damit zeigt er nur, wie schwach und kraftlos er ist, denn er setzt sich nicht für den Schutz, sondern die Tötung der Spezies ein und gehorcht der Jäger/Bauern und Weide Tier Halter Lobby wie ein folgsames Hündchen! In meinen Augen ist der UM nicht mehr, als billiger Handlanger dieser Gruppen, total fehl am Platze und zu feige, endlich seinen Hut zu nehmen. Hinzu kommt noch, dass er verantwortungslos mit unseren Steuer Geldern umgeht und diese, anstatt in den Naturschutz zu investieren, verantwortungslos dazu nutzt, die Endlos Jagd auf den Rodewalder Rüden GW717m fort zu setzen. Und – so ganz nebenbei – wenn denn seine Gehilfen, die Schergen von Jäger, den Rüden nicht vor die Flinte bekommen, dann wird eben mal das gesamte Rudel ausgerottet. Meiner Meinung nach, ist der UM krankhaft besessen und hat den Sinn für die Realität und das Recht – wenn er denn überhaupt jemand vorhanden war – völlig verloren. Meines Erachtens nach, ergibt das Ganze nur einen Sinn, nämlich, das gesamte Rudel aus zu rotten und Niedersachsen „wolfsfrei“ zu machen. Vielleicht ist der der Meinung, dass er dann als „starker“ Mann gefeiert wird ??? Oder der Knoten platzt endlich und der EU Gerichtshof macht ihm den Garaus!!!! Wenn ich schon den Namen dieses Unmenschen lese oder höre, geht mir das Messer in der Tasche auf, ( Wie man so sagt, wenn es einen reicht)

  7. Wenn man zuerst die 2-beinigen Wölfe entnehmen würde, wäre das Problem mit den 4-beinigen Wölfen fast gelöst, sofern die tierlieben „Nutztier“ – Halter endlich ihre Tiere mit sinnvollen Maßnahmen schützen würden!

  8. Hier werden keine Wölfe entnommen,oder andere abartige Begriffe dafür verwendet..Leider kann man ja nicht mehr so schreiben,wie man möchte.
    Und der Lies nennt schimpft sich Umweltminister.
    Mich würde interessieren,was solche Menschen am Töten,Quälen so toll finden? Leider kann ich wieder nciht schreiben,was ich denke.Lest zwischen den Zeilen.
    Die ganzen Lobbyisten sollen sich mal vorstellen,wenn es wäre,wenn die Wölfe zurückschlagen würden.Aber nein,sie rennen weg,denn sie sind scheu!Sie tun keinem Menschen etwas zu leide…nur die Bestie Mensch,die hat einen Freibrief..Geht es hier nach Rang und Namen?
    Gibt es eine Prämie pro Wolf? Worin liegt der Sinn der Töterei??
    Erklärt es mir,ich will es verstehen.
    Es sind nicht die Weidetierhalter,die werden doch alle alimentiert,einige wissen auch,wie man die Alimentierung einsetzt,und die Weideschutzzäune Wolfssicher macht.
    Der Rest ist sicher abgesprochen,oder? Ich will es verstehen!
    Ich will wiessen,warum man so eine Abneigung gegen Wölfe hat.(Das Wort mit Ha..darf man ja nicht mehr schreiben)
    Lasst die Wölfe leben und lernt endlich,mit ihnen zu leben.
    Vor vielen vielen Jahren taten das auch die Indianer,warum ging es?
    Es waren Menschen..wie wir,
    Ich freue mich,das die Wölfe zurück kehren.
    Auch wenn Lies nicht der Meinung ist,doch Politiker haben eh nur Macht und Geld im Kopf,sind besessen davon,Ängste zu schüren,Andere Menschen klein zu machen.
    Liebe Frau Rita Siebrecht,
    Sie haben soo recht,wie all die anderen auch.
    Lies und sein Klientel…muss weg.
    Politiker brauchen wir nicht,aber Politiker uns…denkt mal drüber nach!

  9. Es ist empörend, welche Rechte sich viele Politiker herausnehmen und sich als Herren über Leben und Tod aufspielen. Die Landwirte sollen gefälligst ihre Tiere, die sie weiden, auch hüten. Auch wir halten Pferde, die wir aber zu schützen wissen. Der Wolf gehört niemandem, auch nicht Herrn Lies, und er hat das Recht, zu leben. Wenn sich doch die Zeiten des opportunistischen Geklüngels endlich ändern würden.

  10. Herr Lies und auch sein Kollege Albrecht (B90/Die Grünen) erinnerern mich an einen bestimmten Buchtitel: „Das Untier“ (Ulrich Horstmann). In diesem Buch werden genau solche ver-RÜCK-ten der Menschheit wie diese benannt und behandelt. Sie sind der Detritus auf denen die enthemmte Saat der Trumps und Putins aufkeimen kann. Sie sind das personalisierte und versinnbildlichte „No Future“ das man ihnen und ihren Gefolgsleuten zurufen sollte, wenn nicht sogar dem Rest der Menschheit (wie es der Tenor in dem benanntem Buche ist).

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