Offener Brief an Ralf Hentschel, Vorsitzender des Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. – Ihr diffamierender FB-Post vom 08.02.2026 zum Wolf GW2672m („Grindi“) – Widersprüche, Verleumdung und verpasste Chance für echten Wolfsschutz

Sehr geehrter Herr Hentschel,
als Vorsitzende von Wolfsschutz-Deutschland e.V., Brigitte Sommer, wende ich mich öffentlich und mit Nachdruck an Sie. Ihr Post auf der Facebook-Seite Ihres Vereins vom Februar 2026 („Liebe Wolfsfreunde, momentan arbeitet unsere gesamte Rechtsabteilung…“) stellt eine massive, faktenwidrige Diffamierung unseres Vereins dar und trägt aktiv zur Spaltung der Wolfsschutz-Szene bei – in einer Zeit, in der Einheit gegen den Abschuss dringend geboten wäre. Ihr Text nennt uns (als „Verein XYZ“) „blind“, „kurzsichtig“, „plan- und orientierungslos“, „hyperaktiv“ und wirft uns vor, „Wolfstourismus befeuert“ und eine Vergrämungschance verpasst zu haben. Das ist nicht nur falsch – es ist eine gezielte Rufschädigung, die reale Konsequenzen hatte: Hassnachrichten, Morddrohungen, tätliche Angriffe und Stalking gegen mich und unsere Mitglieder.
Beispielfoto Wolf. © Brigitte Sommer

Hier die harten Fakten, die Ihr Post ignoriert oder verdreht:

  1. Leak des Termins: Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wurde unser Treffen mit Einheimischen vor Ort durch ein Mitglied Ihres Vereins (oder enger Kooperationspartner) in einer WhatsApp-Gruppe bekannt gegeben, in der ein Ihnen nahestehender Kooperationspartner Admin ist. Das SWR-Team wartete genau deshalb am Parkplatz – ohne dass wir es eingeladen oder informiert hätten. Die Begegnung mit Grindi war rein zufällig in einem riesigen Gebiet. Statt das anzusprechen, nutzen Sie den Vorfall, um uns zu diffamieren.
  2. Vergrämung: Ich bin aktiv auf Grindi zugegangen und habe ihn verscheucht – Schwanz einklemmen, ruhiger Rückzug bei ca. 30 Metern. Das ist klassische, erfolgreiche Vergrämung. Der SWR hat diese entscheidende Sequenz herausgeschnitten. Wir fordern seit Tagen den Rohschnitt. Ihr Post suggeriert Passivität – das ist irreführend.
  3. Eigentlich müssten Sie aus eigener Erfahrung wissen, wie Reporter und Redakteure in ihren Berichten Tatsachen nach ihrem Gusto verdrehen oder einfach weglassen können. Dies war in diesem Fall besonders der Fall, was wir in unseren Stellungnahmen auch erläutert haben. Das Ganze hat sich eben nicht so zugetragen, wie Sie es dem SWR glauben.
  4. Keine Lebensgefahr in offiziellen Daten: Das Umweltministerium spricht von „auffälligem Verhalten“, „geringer Scheu“, „Nähe zu Hunden in der Ranzzeit“ und „Restrisiko“ – aber nirgends von akuter Lebensgefahr für Menschen. Kein Angriff, keine Aggression. Ihr Post impliziert durch die Formulierung („Lebensgefährdung des Menschen“ als Behauptung des Ministeriums) eine Gefährlichkeit, die die Daten nicht hergeben. Das entlastet Grindi nicht – es nährt genau die Narrative, die den Abschuss rechtfertigen sollen.
  5. Widerspruch in Ihrer Haltung: Einerseits klagt Ihr Verein (zu Recht!) gegen den Abschuss und erreicht einen vorläufigen Stopp bis ca. 16. Februar 2026. Andererseits posten Sie einen Text, der Grindi implizit als Problem darstellt („Lebensgefährdung“, verpasste Vergrämung durch uns). Das kann nur so verstanden werden: Sie argumentieren taktisch für eine Entnahme, während Sie juristisch dagegen klagen. Warum sonst diffamieren Sie einen Verein, der klar Nein zum Abschuss sagt, statt Grindi durch unsere Beobachtungen (scheues Verhalten, korrekte Reaktion) zu entlasten?
  6. Mobbing durch Ihre Reihen: Mitglieder Ihres Vereins (oder naher Kreise) haben öffentlich zum Shitstorm und Austritt bei uns aufgerufen. Das hat zu realen Bedrohungen geführt – aus dem Tierschutz-Lager gegen Tierschützer. Das ist inakzeptabel und schadet dem gesamten Wolfsschutz.
  7. Sie nennen uns absichtlich nicht beim Namen, um einer einstweiligen Verfügung zu entgehen. Ihnen ist es also bewusst, dass das was sie tun, nämlich das Diffamieren eines Vereines, den Sie augenscheinlich als Konkurrenz wahrnehmen, juristisch angreifbar wäre und nicht in Ordnung ist. Es ist aber auch charakterlich verwerflich.
  8. Zudem möchten wir Sie daran erinnern, dass wir Ihrem Verein für eine Klage 1000 Euro als Spende zukommen ließen, dieser Betrag von Ihnen aber nicht gewollt und zurücküberwiesen wurde. Dies zeigt, dass wir durchaus gewollt waren, in gewissen Bereichen zu kooperieren, Ihr Verein jedoch nicht.

Zu Ihrer Klagearbeit: Wir wissen, dass solche Verfahren auch beim Freundeskreis oft Jahre dauern  (z. B. in EuGH- oder langjährigen Verwaltungsverfahren). Wir existieren noch gar nicht so lange und soweit ich es in Erinnerung habe, hat auch Ihr Verein einige Jahre gebraucht, um Klagefähigkeit zu erreichen. Unsere Arbeit vor Ort ist ergänzend und unmittelbar wirksam. Statt uns zu diffamieren, sollten Sie das anerkennen. Zudem haben auch wir beim Bundesumweltamt den Antrag auf Klagerecht eingereicht. 

Meine klare Forderung:

  • Nehmen Sie den Post zurück oder korrigieren Sie ihn öffentlich: Streichen Sie die Diffamierungen und stellen Sie klar, dass unsere Begegnung zufällig war, wir Grindi verscheucht haben und keine Lebensgefahr vorliegt.
  • Erklären Sie den Widerspruch: Klagen Sie ernsthaft gegen den Abschuss, oder nähren Sie Narrative, die ihn begünstigen?
  • Entschuldigen Sie sich für die Folgen des durch Ihren Kreis angeheizten Mobbings.

Wenn Ihr Post so bleibt, wie er ist, trägt er aktiv dazu bei, dass ein unschuldiger Wolf getötet wird, während echte Täter ungeschoren bleiben. 

Quelle:

 

Mit der Hoffnung, dass Vernunft siegt – aber ohne Illusionen
Brigitte Sommer
Vorsitzende Wolfsschutz-Deutschland e.V.

Brigitte.Sommer@wolfsschutz-deutschland.de

8 Gedanken zu „Offener Brief an Ralf Hentschel, Vorsitzender des Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. – Ihr diffamierender FB-Post vom 08.02.2026 zum Wolf GW2672m („Grindi“) – Widersprüche, Verleumdung und verpasste Chance für echten Wolfsschutz

  1. Werte Frau Sommer,

    wenn man von den MSM und/oder dem ÖRR in einer solchen Sache kontaktiert wird, hat man in der Regel bereits verloren. Egal was man auch tut, der dann folgende Beitrag wird sie so oder so definitiv nicht ein einem guten Licht darstellen, im Gegenteil.

    Sorgen Sie dafür, daß Maulwürfe ausgeschaltet werden und bleiben Sie unberechenbar bei Ihren Aktionen. Kommen Sie zu Zeiten, wo niemand mit Ihnen rechnet und kommunizieren Sie das nicht. Nehmen Sie ein, zwei absolut vertrauenswürdige Personen mit und teilen Sie denen erst beim Zusammenkommen Grund und Ziel mit.

  2. Das ist ja unglaublich und war mir garnicht bekannt, Brigitte!
    Ich werde noch heute aus diesem Verein austreten und meine Spenden löschen!!!
    Ich bin absolut entsetzt!!!!

  3. Sehr geehrte Damen und Herren,
    In meinem ganzen Leben sah ich noch niemals einen Wolf. Der Yellow Stone Park beweist, dass erst durch die Rückkehr des Wolfes das Ökosystem sich erholen konnte. Ich habe enorm viel Geld gespendet, dass der Wolf zurückkehrt. Und wir schafften das sogar. Und jetzt ? Jetzt wollen Sie allen Ernstes das ab ballern wofür wir uns so sehr uns abplagten ? Haben Sie überhaupt die geringste Ahnung wie schwer das war ? Wie viel Geld wir spendeten ? Doch nicht damit jetzt alles zerstört wir. Der Wolf ist ein Rudel Wesen. Er braucht seine Familie. Wird ein Tier getötet schwächt das das ganze Rudel bis zum aussterben. Ich will Wölfe sehen, hören und erleben. Ich will Wolf watching ähnlich dem Wale watching. Man greift in meinen freie Entscheidung ein. Wie kann man nur so geizig sein, und dem Wolf nichts gönnen. Andere Länder sagen nichts, wenn von dessen Herde ein Schaf der Wolf nimmt und zeigen Verständnis. Das reiche Land Deutschland kann das nicht. Ich bin sprachlos. Der Wolf atmet die gleiche Luft wie wir alle, hatt 2 Augen, eine Nase, Herz, Blut alles gleich wie der Mensch. Man muss wirklich sehr dumm sein, wenn man nicht die offensichtliche Verwandtschaft sieht. Im Übrigen halte ich Jäger nicht für Jäger, sondern für Mörder oder Schlächter, mit ihren Präzision Gewähren und über das Internet und Joy Stick wird abgeballert Wie entsetzlich. Das hat nichts mit Jagd zu tun und ist ungerecht und unfair.
    Ich will den Wolf in Baden Württemberg zurück haben und niemand darf mir in meinen freien Willen eingreifen.
    Es brauchen nur ein paar Bauern nach Brüssel fahren und schon knickt Ursula von der Leyen ein. Ausgerechnet diese Rinder und Kuh Quäler. Kein Einziges Rind in deren Ställen verfügt über Hörner.
    Bauern ? Was für Tierquälerei. Und Ursula entschied sich falsch.

  4. Grundsätzlich wäre kommunikationsethisch und der Sache wegen eine interne
    Kommunikation,wie eine Anfrage also Möglichkeit zur zureichenden Stellungnahme ein fair play Sachverhalt. Der sich von selbst
    verstehen sollte.
    Schade drum und arg befremdlich..Was nun wiederum
    zu sekbstverursachte n bedenklichkeiten führt.

  5. Ihr Lieben, ich muss Euch wieder mal bewundern wie Ihr auch auf solche unnötigen Anfeindungen so souverän und ausführlich eingeht zum Wohle unserer Mitgeschöpfe, den Wölfen. Wünsche Euch weiterhin viel Kraft und Euren Kritikern mehr gesunden Menschenverstand und weniger emotional gesteuerte Ansagen.

  6. Der Wolf gehört zu unserem Leben! Auch der Grindi. Welche Partei gibt ihm das Recht zu sterben? Ich liebe den Wolf und möchte ein ganzes Rudel bei uns sehen.
    Jäger sind in meinen Augen feindliche Mörder. Sie haben den Abschuss dieser Tiere nicht verdient. Sie müssen den Wölfen dienen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert