Wolfsschutz-Deutschland e. V. mit Infostand beim Tierheimfest Worms

Das Tierheimfest in Worms steht vor der Tür und Wolfsschutz-Deutschland e. V. ist am 9. August mit dabei. An unserem Stand erwartet Euch nicht nur unsere tollen Wolfsshirts, Infomaterial und ein schönes Mitmach-Programm für die jüngsten Wolfsfans, sondern auch geballtes Wissen aus erster Hand. Standleitung Gudrun gibt tiefere Einblicke in unsere bundesweite Arbeit und teilt aktuelle Beobachtungen direkt aus Rheinland-Pfalz mit Euch.

Aktuell wird viel über die vermeintlichen sechs Wolfsrudel im Bundesland diskutiert. Wer hier genauer hinschaut, entdeckt jedoch schnell Ungereimtheiten, über die am Sonntag an unserem Stand gesprochen werden darf. Hier schon mal ein paar Vorabinfos:

 

Auf unseren Ständen verzichten wir ganz bewusst auf Echtfell.

Behörden-Zahlen in der Kritik: Wo sind die sechs Rudel in RLP?

Gerade erst meldeten die Behörden in Rheinland-Pfalz stolz die Existenz von angeblich sechs Wolfsrudeln im Land. Wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. bezweifeln diese Zahlen.
    • Schein-Rudel an den Landesgrenzen: Gleich zwei dieser angeblichen Rudel leben an der Grenze zu Hessen. Haben diese Tiere dort überhaupt noch einen echten, stabilen Rudelstatus? 
    • Beispiel Greifenstein: Das dortige grenzüberschreitende Rudel ist bekannt. Erst kürzlich riss ein Wolf, Milano – Nachkomme von Milan –  bei Rennerodt ungeschützte Schafe. Das zeigt: Funktionierender Herdenschutz fehlt dort weiterhin. Für Hessen wurd eine Abschussverfügung auf das Rudel von Gerichten kassiert. Nun befürchten wie eine neue Abschussverfügung in RLP und haben eine entsprechende UIG-Anfrage gestellt, für deren Beantwortung man bis zu 900 Euro haben möchte. 
    • Beispiel Rüdesheim: Grenzüberschreitend wurde im Rhein-Lahn-Kreis wohl ein Nachkomme des hessischen Rüdesheimer Rudels nachgewiesen. Nur weil ein Einzeltier über die Landesgrenze wandert, bedeutet das noch lange nicht, dass das ganze Rudel dort dauerhaft existiert.
Die jüngsten Entwicklungen im grenzüberschreitenden Wolfsterritorium Leuscheid (zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz) sind extrem dynamisch und von harten Rückschlägen sowie juristischen Kämpfen geprägt.

Kollaps der alten Rudelstruktur

  • Verlust der Leitwölfin: Die langjährige standorttreue Fähe GW1999f wurde im September 2025 auf der rheinland-pfälzischen Seite des Territoriums tot aufgefunden. Zuvor gab es im Revier bereits erhebliche illegale Abschüsse (wie die Jungwölfin GW4599f im Februar 2025).
  • Abwanderung des Leitwolfs: Der erfahrene Rüde GW1896m (Milan) hat nach dem Verlust seiner Partnerin das Leuscheider Revier verlassen. Er wanderte nach Nordosten ab und hat sich inzwischen im Sauerland (Raum Olpe/Wenden in NRW) niedergelassen.

Rechtsstreit um Abschussgenehmigungen (Rüde GW1896m Milan)

  • Klage-Erfolge: Für den abgewanderten Leitwolf wurden aufgrund von Nutztierrissen im Kreis Olpe Abschussverfügungen erlassen. Verbände konnten diese Abschüsse jedoch wiederholt gerichtlich stoppen (zuletzt im Juni 2026 vor dem Verwaltungsgericht Arnsberg sowie zuvor im Dezember 2024 in Koblenz).
  • Gerichtliche Begründung: Die Gerichte rügten mangelhafte Herdenschutzmaßnahmen der Tierhalter. Ein Abschuss sei nicht „erforderlich“, da ungeschützte Schafe gerissen wurden – Zäune bieten dauerhaften Schutz, ein Abschuss eliminiert nur das konkrete Tier. Die Kreisverwaltung Olpe hat dagegen Beschwerde eingelegt. Ohne Erfolg. Die Abschussgenehmigung ist inzwischen abgelaufen. 

Aktueller Nachwuchs & Status (Sommer 2026)

  • Neue Reproduktion: Trotz des Zusammenbruchs der alten Struktur meldeten das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUK) NRW und das KLUWO in RLP im Juli 2026 erneuten Nachwuchs im Leuscheider Territorium. Eine neue, säugende Fähe inzischen als Enkelin GW4620f von Milan identifiziert, wurde per Fotofalle mit Milchleiste nachgewiesen.
  • Welpen-Verlust: Kurz nach den Berichten über die neue Reproduktion wurde im aktuellen Monitoringjahr (seit Mai 2026) ein diesjähriger Welpe des Rudels bei einem Verkehrsunfall getötet.
Aus Sicht von uns zeigt das Territorium Leuscheid beispielhaft, wie ein stabiles Rudel durch Verfolgung und mangelnden Herdenschutz zerschlagen wird und wie Behörden dennoch direkt wieder von einem „etablierten Rudel“ sprechen, sobald Einzeltiere nachrücken. 

Unsere Befürchtung ist klar: Die offiziellen Wolfszahlen könnten künstlich hochgepusht werden, um Abschussverfügungen zur „Regulation“ zu etablieren. 

Gegen Abschüsse und für Transparenz

Durch die Aufnahme ins Bundesjagdrecht und damit auch in die Landesjagdrechte droht dem Wolf die erneute Ausrottung, während Abschüsse oft im Verborgenen vorbereitet werden. Wir fordern Transparenz statt hoher Abschreckgebühren für Informationsanfragen. 

Infostand: Aktionen für Groß und Klein

    • Merchandise: Stöbern und probieren Sie unsere Shirts direkt vor Ort.
    • Für Kinder: Kreativaktion mit handgearbeiteten Wolfsfiguren und Comics. 

 

Auf dem Sommerfest des Tierheim Worms wird einiges geboten. © Tierheim Worms.

Bitte helft uns!

Wir sind gerade mitten in den Abschussgebieten in Niedersachsen, Hessen, RLP und NRW unterwegs und kämpfen vor Ort gegen Wolfstötungen.
Damit wir das auch weiterhin vorausschauend und unabhängig tun können, brauchen wir jetzt eure Unterstützung. 
Mit einem monatlichen Abo von nur 5 Euro helft ihr uns, weiter schnell reagieren zu können, Fakten gegen Hetze zu stellen und den Wolfsschutz dort zu verteidigen, wo er gerade am dringendsten gebraucht wird. 

 

Rechtssieg für Milan, eine neue Wolfsmutter und ein trauriger Welpentotfund im Leuscheider Gebiet

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster hat die Beschwerde des Landkreises Olpe gegen den gerichtlich verhängten Abschuss-Stopp für den Wolf „Milan“ (GW1896m) unanfechtbar zurückgewiesen. Während aktuelle Nutztierrisse im Landkreis Olpe darauf hindeuten, dass der Rüde weiterhin in der Region präsent ist, weisen Aktive von Wolfsschutz-Deutschland e. V. vor Ort gravierende Defizite beim Herdenschutz nach. Parallel dazu belegen ein Welpen-Totfund und der Nachweis einer Fähe mit Milchleiste im alten, grenzüberschreitenden Leuscheider Territorium, dass Teile des Rudels dort noch sind, doch sicher sind sie nicht. 

OVG Münster bestätigt Ermessensfehler des Kreises Olpe

Mit Beschluss vom 13. Juli 2026 wies der 16. Senat des OVG Münster die Beschwerde des Landkreises Olpe gegen die vorherige Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Arnsberg zurück. Damit bleibt der Vollzug der Abschussverfügung im Hauptverfahren weiterhin ausgesetzt. Die Richter rügten ausdrücklich fundamentale Mängel bei der behördlichen Sachverhaltsaufklärung. Die Annahme, der Wolf habe gelernt, Schutzmaßnahmen systematisch zu überwinden, erwies sich juristisch als nicht tragfähig. Von 56 dokumentierten Rissvorfällen in NRW wies lediglich ein einziger Fall einen mängelfreien Grundschutz auf. Zudem versäumte es der Kreis, vor Erlass der Genehmigung konkrete Informationen über den tatsächlichen Zustand der Einzäunungen in den betroffenen Jagdrevieren einzuholen. Unsere Dokumentationen könnten auch zur Entscheidungsfindung beitgetragen haben. Wir zeigten einen Teil der Zäune hier: https://wolfsschutz-deutschland.de/2026/06/19/nrw-eilentscheidung-zu-wolf-milan-abschuss-zunaechst-gestoppt-doch-die-gefahr-bleibt/
Wir sind zuversichtlich, dass das Gericht auch im Hauptverfahren so urteilen wird. Geklagt hatte die NI.
Beispielfoto Wolf.

Risse als Präsenzbeleg: Faktischer Herdenschutz im LK Olpe und Umgebung inexistent

Weitere Nutztierrisse im Landkreis Olpe werten wir als deutliche Belege dafür, dass „Milan“ das Gebiet keineswegs verlassen hat, sondern weiterhin dort aktiv ist. Die Schuldzuweisungen an das Tier entbehren jedoch jeder Grundlage. Aktive unseres Vereins dokumentieren bei Vor-Ort-Dokumentatioen im Landkreis Olpe fortlaufend, dass Weidetiere flächig ungeschützt gehalten werden. Hier unsere zweite Vorsitzende Ulrike De Heuvel am 5. Juli in Wenden.
So sehen Zäune um Weihnachtsbaumplantagen im LK Olpe weiterhin aus. Foto: privat.

 

Überall schießen Hochsitze wie Pilze aus dem Boden. Man hat sich wohl bereits auf eine Wolfsjagd gefreut. © privat
Obwohl das Land Nordrhein-Westfalen über die Förderrichtlinien Wolf eine vollständige, landesweite Finanzierung von Präventionsmaßnahmen anbietet, scheitert die Umsetzung an der offenen Verweigerungshaltung vieler Halter. Exemplarisch steht hierfür die Haltung bestimmter landwirtschaftlicher Betriebe – wie Betreiber von Weihnachtsbaumplantagen, die Schafe zur Unkrautregulierung nutzen. Statt die bereitgestellten staatlichen Gelder abzurufen und wolfsabweisende Zäune zu installieren, wird öffentlich damit gedroht, die Tierhaltung lieber komplett einzustellen, als die Herden zu schützen. Diese bewusste Blockadehaltung provoziert gezielt Übergriffe, um behördliche Abschussgenehmigungen zu erzwingen.

Dynamik im alten Revier: Neues Leben und ein trauriger Totfund

Völlig unabhängig von der Situation im Sauerland zeigt die biologische Erfassung im alten Kerngebiet des Leuscheider Rudels (NRW/RLP) eine fortschreitende Populationsdynamik. Mittels Monitoring wurde im angestammten Territorium eine Fähe mit ausgeprägter Milchleiste (Gesäuge) nachgewiesen, was die Existenz eines diesjährigen Wurfs zweifelsfrei belegt. Allerdings kann es nicht die bisherige Wolfsmutter GW1999f sein. Dieses Tier wurde im September 2025 auf der rheinland-pfälzischen Seite des Territoriums skelettiert aufgefunden. GW1999f war eine Tochter der ersten standorttreuen Fähe im Leuscheider Rudel und hatte das Territorium im Jahr 2022 übernommen, nachdem deren Mutter verschwunden war. In den Folgejahren verpaarte sich GW1999f mehrmals mit dem Rüden GW1896m, also mit Milan. Er wurde im Leuscheider Rudel zuletzt am 30. September 2025 in Windeck nachgewiesen. Danach wanderte der Wolfsrüde in den Oberbergischen Kreis ab. Im Kreis Olpe riss er mehrere absolut ungeschützte Schafe, es kam zur Abschussgenehmigung, die das Gericht letztendlich, wie aktuell, kippte.

Das Leuscheider Rudel zählt zu den meist verfolgten Rudeln in Deutschland. Sogar unser Vorstand wurde dort bei einer Recherche bereits angegriffen: https://wolfsschutz-deutschland.de/?s=Leuscheider+Rudel+

Diese positive Nachricht von der trächtigen Wölfin wird jetzt aber durch eine amtliche Mitteilung der Koordinierungsstelle „Wolf und Luchs RLP“ vom 14. Juli 2026 überschattet: Bereits am Dienstag, dem 07. Juli 2026, wurde in der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld (Landkreis Altenkirchen) ein weiblicher Wolfswelpe aus dem aktuellen Jahrgang tot aufgefunden. Der Fundort liege im Zentrum des Leuscheider Reviers, heißt es. Weitere Informationen gibt es nicht. In der Liste der DBB-Wolf taucht der Fall nicht auf. Wir stellen nun eine UIG-Anfrage, da wir durchaus befürchten, dass das Wolfsbaby illegal beseitigt worden sein könnte.

Wir raten zu Spaziergängen im LK Olpe und im Gebiet des Leuscheider Rudels

Zweite Vorsitzende Ulrike de Heuvel am 5. Juli 2026

Amtliche Intransparenz blockiert Naturschützer

Erschwert wird die Arbeit im Wolfsmanagement durch die mangelhafte Informationspolitik der Behörden. Die offizielle Liste der Nutztierschäden in Nordrhein-Westfalen wurde seit mehreren Wochen nicht aktualisiert. Die Liste von RLP auch nicht. Wolfsschutz-Deutschland e. V. kritisiert diese Intransparenz scharf: Sie entzieht der Öffentlichkeit die datenbasierte Grundlage, schürt unbegründete Ängste und verhindert eine sachliche Debatte. Die aktuellen Risse konnten wir uns lediglich durch Artikel in Zeitungen zusammen reimen. 
Wolfsschutz-Deutschland e. V. fordert:
  • Die unverzügliche Aktualisierung des amtlichen Schadensregisters durch die zuständigen Ämter
Quellen:

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:

Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr –  und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich. 

Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

NRW: Wie tendenziöse Medien und die Zusammenarbeit mit Wolfsgegnern irre Zaunlügen befeuern

Wochenlang gingen zwei Rissgeschehen bei Düren, bei denen angeblich sichere Zäune überwunden worden seien, in Presse und sozialen Netzwerken viral. Befeuert wurden dabei Hasstacken auf Wölfe und Mitleidsbekundungen für den Tierhalter durch einen so genannten Zaunexperten eines Naturschutzverbandes, dessen verhängnisvolle Zusammenarbeit mit Wolfsgegnern den Wölfen in NRW immer größeren Schaden zufügt. Denn nun hat sich herausgestellt, dass der angeblich sichere Zaun des Schäfers nicht einmal einen Grundschutz aufwies, für den Wolf also ein gedeckter Tisch bereit stand. Wer bremst diese Leute, die zum Schaden der Wölfe arbeiten eigentlich endlich? Ein Wolfsrüde aus dem Territorium Ruhreifel und eine neu nach NRW eingewanderte Wölfin aus Thüringen sind nun besonders durch Propaganda und Rissprovokation gefährdet.

Die Ereignisse bei dem betroffenen Hof werfen erneut ein Schlaglicht auf die Herausforderungen im Umgang mit tatsächlichen Fakten zu Wolfsangriffen und deren Darstellung in der Öffentlichkeit. Torsten M., ein selbsternannter Experte und Wolfsgegner, betonte wiederholt, dass am Hof nicht von „Mindestschutz“, sondern von „Grundschutz“ gesprochen werden müsse – und dieser sei dort sogar übertroffen worden. Unterstützt wurde er von seinem Kollegen Detlev W. Mitglied eines Naturschutzverbandes, der Menschen, die berechtigte Zweifel am angeblich sicheren Zaun hegten,  regelmäßig mit der Floskel „Ihr habt keine Ahnung von Zäunen!“ abkanzelte. Über Auswirkungen dieser verhängnisvollen Zusammenarbeit berichteten wir bereits hier: https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/08/29/nrw-illegaler-abschuss-und-verrat-gefaehrden-weiter-woelfe-in-schermbeck/
Beispielfoto Wolf. © Brigitte Sommer
Diese  verhängnisvolle Zusammenarbeit gefährdet nun nicht nur Wölfe im Gebiet Schermbeck, sondern weit darüber hinaus. Laut der aktualisierten Rissliste des LANUK war der Grundschutz am Lohscheidhof nicht gewährleistet. Der zweite Wolfsangriff hätte verhindert werden können, wenn die Schafe rechtzeitig eingestallt worden wären und auch der Wolfsberater C. die Lage korrekt eingeschätzt hätte. Entgegen den Behauptungen von M., W. und Wolfsberater C., die wochenlang – unterstützt von Medien wie WDR, Kölner Stadtanzeiger, Aachener Zeitung und Jägermagazin – einen „perfekten“ Zaun beschworen, stellt sich nun heraus, dass  in Wirklichkeit weder der Zaun noch die Organisation der Abläufe ausreichend waren.
Laut der aktualisierten Rissliste des LANUK war der Grundschutz am Lohscheidhof nicht gewährleistet. Weiterhin sind die vielen Falschmeldungen auffällig. Quelle: https://wolf.nrw/wolf/de/nutztierfaelle

 

Fragwürdige Rolle der Medien

Auch die Berichterstattung verdient eine genauere Betrachtung. Medien wie WDR, Kölner Stadtanzeiger, Aachener Zeitung und Jägermagazin übernahmen weitgehend unreflektiert die Erzählung vom „perfekten Herdenschutz“. Obwohl Zweifel an der Wirksamkeit des Zauns geäußert wurden, dominierte die emotional aufgeladene Geschichte vom „armen Schäfer.“ Des weiteren wurde suggeriert, dass Kinder gefährdet wären, wegen der Nähe eines Spielplatzes.

Rissprovokation und Propaganda

In Wirklichkeit hat man es dem Wolf aus dem Rudel Ruhreifel also einfach leicht gemacht. Man provoziert also, genau wie im Territorium Schermbeck Risse, um danach Anträge auf Abschuss zu stellen? Genauso wie Wölfin Gloria aus Schermbeck könnte es einer Jungwölfin ergehen, die aus Thüringen nach NRW eingewandert ist. Am 17.05.2025 sei laut LANUK auf einer Weide bei Lohmar ein totes Schaf aufgefunden worden. Ein Wolf sei als Verursacher bestätigt worden. Es handele sich um GW4631f, einen weiblichen Wolf aus dem Rudel Neustadt am Rennsteig in Thüringen. Die Wolfsfähe sei am 08.03.2025 in ihrem Herkunftsterritorium letztmalig genetisch nachgewiesen werden. Weitere Nachweise von GW4631f in Nordrhein-Westfalen erfolgten am 20.05.2025 bei Much und am 01.06.2025 bei Euskirchen. Zum aktuellen Verbleib der Wolfsfähe lägen laut LANUK momentan keine weiteren Erkenntnisse vor. Auch bei Rissen der Neustädter Wölfin war kein Grundschutz vorhanden, obwohl in ganz NRW die Weidetierhalter inzwischen unterstützt werden. Über das Rennsteigrudel berichteten wir hier: https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/06/03/thueringen-absurder-antrag-auf-wolfsabschuss-auf-mutterwoelfin-des-rudels-neustadt-im-ilmkreis/

und hier: https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/08/13/antrag-auf-abschussverfuegung-gegen-wolf-im-ilm-kreis-in-thueringen-abgelehnt/

 

Als Wolfsschutz-Deutschland e.V. fordern wir endlich Transparenz, fundierte Maßnahmen und eine ehrliche Kommunikation und Konsequenzen bei Naturschutzverbänden und Zaunaufbauorgas. Nur so können die Wölfe in NRW wirklich endlich geschützt werden und sich Dramen wie im Territorium Schermbeck nicht wiederholen.

Quellen:

https://www.jaegermagazin.de/jagd-aktuell/woelfe-in-deutschland/woelfe-reissen-schafe-in-dueren-herdenschutz-versagt-erneut/

https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/schafe-mehrfach-gerissen-aachen-100.amp

https://www.aachener-zeitung.de/lokales/region-dueren/huertgenwald/wolf-schlaegt-tagsueber-zu-in-der-naehe-eines-spielplatzes/68419070.html

https://www.ksta.de/region/euskirchen-eifel/wolf-reisst-nahe-nationalpark-eifel-schafe-und-ziegen-neun-tiere-tot-1033336

https://wolf.nrw/wolf/de/aktuelles/2025-08-29

 

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:

Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr –  und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich. 

Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

Auch durch den Kauf unseres neues Wolfskalenders für 2026 kann unsere Arbeit wirkungsvoll unterstützt werden. Hier geht es zu den Bestellmöglichkeiten: https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/08/19/unser-wolfskalender-2026-ist-da/