Allgemein

Veranstaltungshinweis für 20. Juli 2019: Wolfsschutz Deutschland e. V. life erleben auf Stand beim Sommerfest für Straßenhunde in Steinach

Veröffentlicht am

PRESSEINFORMATION

Wolfsschutz-Deutschland e.V. informiert auf der Veranstaltung „Sommerfest für Straßenhunde“ der Hundeschule Berthold Schmalz in Steinach. 

11.07.19 – Informationen über den Wolf gibt der bundesweit agierende Verein Wolfsschutz-Deutschland e.V. am Samstag, den 20. Juli im Rahmen einer Veranstaltung der Hundeschule Schmalz auf dem Gelände  Leh 81, 77790 Steinach. Ab zehn Uhr Uhr erfahren die Besucher am Stand des Vereins alles Wissenswertes zum Thema Wolf. Mit dabei auch Wolfsbotschafterin Nesha, eine Tschechoslowakische Wolfshündin.

Angelika Zipper (links) wird mit dabei sein. Statt Wolfshundrüde Anori (vorne) wird Wolfshündin Nesha und ihr Frauchen Belinda Blum als Wolfsbotschafterin mit vor Ort sein.

Die Vereinsmitglieder Angelika Zipper, Renate Heß, Gabriele Rohner und Belinda Blum  informieren über die Wölfe in Deutschland und die Arbeit, die der Verein für den Schutz der freilebenden Wölfe leistet.

Belinda Blum mit ihrer Tschechoslowakischen Wolfshündin Nesha.

Jeder, der sich für Wölfe interessiert oder mehr über die Tiere erfahren will, die vor über 100 Jahren in Deutschland ausgerottet wurden und sich jetzt wieder in Deutschland angesiedelt haben, sei  herzlich willkommen, so Belinda Blum. Nachdem auch in Baden-Württemberg ein Wolf bei Bad Wildbad lebe, habe das Interesse schlagartig zugenommen.

Blum: „Die Aufklärung über den Wolf ist uns wichtig, wir unterstützen auf Wunsch auch Nutztierhalter, um  geeignete Schutzmaßnahmen vorzunehmen.“ Allerdings sichere sich der Verein dahingend ab, dass die unterstützen Weidetierhalter sich anschließend auch öffentlich für Wölfe einsetzen und nicht deren Abschuss fordern. 

Veranstalterplakat.

Mit verschiedenen Petitionen zum Beispiel gegen den Abschuss des Jungwolfes Pumpak mit über 160 000 Unterzeichnern und mit der neuen Petition zum Schutz der Wölfe unter www.change.org/wolfsschutz sowie dem erfolgreichen Eilantrag gegen den Abschuss des Rosenthaler Rudels in Sachsen sowie einer Anzeige gegen die Thüringer Umweltministerin Siegesmund, hat der Verein bereits bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Mitglieder des Vereines arbeiten auch in Schleswig-Holstein und Niedersachsen daran, dass das Leben der von Schießbefehlen betroffenen Wolfsrüden Dani und Roddy gerettet wird. Dabei weisen sie immer wieder mit spektakulären Zaunkontrollfotos nach, dass viele Weidetierhalter ganz augenscheinlich nicht schützen wollen, sondern stattdessen ganz auf Wolfsabschüsse setzen. Ebenso setzte der Verein eine Belohnung von 10 000 Euro für die Ergreifung eines Täters aus, der in Sachsen eine Wölfin erschossen und dann in einem Tagebausee ertränkt hatte. Die Vereinsmitglieder decken auch ständig Falschmeldungen, so genannte „Fake-News“ auf, mit denen Unwahrheiten über Wölfe verbreitet werden.  

Weitere Informationen über Wolfsschutz-Deutschland e.V. gibt es auf der Webseite des Vereins unter www.wolfsschutz-deutschland.de.

Allgemein

Wir stellen Anzeige wegen des erschossenen Wolfs in Baden-Württemberg

Veröffentlicht am

PRESSEINFORMATION – 09.08.2017 – Der Verein „Wolfsschutz Deutschland“ in Pro Naturschutz Sachsen e. V. hat  gestern Abend Anzeige bei der Polizei in Freiburg gegen Unbekannt gestellt. Grund:

Der tote Wolf, der am 8. Juli aus dem Schluchsee geborgen wurde, wurde erschossen. Zu diesem Ergebnis kommt das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin, das den Wolf im Auftrag des baden-württembergischen Umweltministeriums untersucht hat.

Der tote Wolf weist Verletzungen im Brustbereich auf. Diese stammen von einem Projektil, das in der Leber des Wolfes gefunden wurde.

Umweltminister Franz Untersteller wies darauf hin, dass der aus Schneverdingen (Niedersachsen) stammende Wolf bis zum Schluchsee über 600 Kilometer zurückgelegt hat und mindestens zwei Wochen in Baden-Württemberg unterwegs gewesen ist.

Wie die Pressesprecherin des Vereins, Brigitte Sommer, betonte, sei der Wolf  nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen  sowie nach der Berner Konvention eine geschützte Tierart. Sommer: „Es ist schon der 24. Wolf, der illegal getötet wird, es kann nicht sein, dass so gut wie alle Täter bislang ungestraft davon gekommen sind.“

Der Wolf unterliegt internationalen und nationalen Schutzvorschriften, darunter dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen oder der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist er eine streng geschützte Tierart.

Das rechtswidrige Töten eines Wolfes stellt eine Straftat dar, für die das Bundesnaturschutzgesetz eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vorsieht.

Sommer: „Der Wolf steht im Anhang IV der FFH Richtlinien und ist somit sogar eine besonders streng geschützte Art.“  Laut Bundesnaturschutzgesetz, Paragraph 44 1., sei es verboten, Tiere der besonders geschützten Art zu töten.

Nach Absatz zwei sei es untersagt, Tiere der streng geschützten Art während der Fortpflanzung, Aufzucht (…) erheblich zu stören.