In den letzten fünf Jahren haben sich im deutschen Tierschutz und Wildtiermanagement spürbare Verschiebungen ergeben. Während Arten wie Wolf, Biber und Fischotter biologisch erfolgreich zurückkehren, reagiert die Regierung in vielen Fällen mit erleichterten Abschussmöglichkeiten statt mit konsequenter Prävention und Flächenschutz.
Aktuelle Rückschritte im Wildtierschutz
- Aufnahme des Wolfes ins Bundesjagdgesetz (2025/2026) mit erleichterten Abschussverfügungen und eingeschränkten Klagemöglichkeiten für Verbände.
- Erweiterte Abschussgenehmigungen für Biber und Fischotter in mehreren Bundesländern.
- Ausweitung von Jagdzeiten bei Rabenkrähen und anderen Rabenvögeln.
Der Wolf wurde 2025/2026 ins Bundesjagdgesetz aufgenommen, was Abschussverfügungen erleichtert und Klagemöglichkeiten von Verbänden stark einschränkt, wie an den Abschussgenehmigungen bei Nordhorn, im Allgäu, schon Anfang des Jahres im Cuxland, den Anträgen im Territorium bei Olpe und dem heimlichen Abschuss in Sachsen-Anhalt erkennbar ist. Warben klagefähige Verbände noch vor Kurzem damit, dass nur Klagen Wölfe tatsächlich schützen könnten ist nun eine eigenartige Stille aus dieser Richtung zu erkennen. Einzig wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. protestieren bislang laut. Bei Bibern und Fischottern wurden in mehreren Bundesländern Abschussgenehmigungen erweitert. Rabenkrähen und andere Rabenvögel unterliegen erweiterten Jagdzeiten oder sind dem Jagdrecht unterstellt. Naturschutz- und Tierschutzverbände kritisieren diese Entwicklung als Aufweichung des Artenschutzes. Landwirtschaft und Jagdverbände sehen darin hingegen notwendige Maßnahmen zur Konfliktlösung.

Die Debatte um die Zukunft der Jagd
Vor diesem Hintergrund gewinnt die Diskussion an Fahrt, ob und wie die Jagd künftig „verstaatlicht“ und technokratisch gesteuert werden soll. Modelle, die auf datengetriebene Populationssteuerung, KI-Überwachung und professionelle „Wildmanager“ (was auch nichts anderes bedeutet als Jagd aber netter klingt), setzen, werden international und im Kontext von EU-Strategien sowie Initiativen wie dem Great Reset diskutiert. Hobbyjagd könnte in einem solchen System deutlich an Bedeutung verlieren und sogar ganz abgeschafft werden. Diese Position wird den traditionellen Hobbyjägern mit Sicherheit nicht gefallen, gehen ihnen doch Entwicklungen in Bundesländern, in denen „Wald vor Wild“ praktiziert wird, oft selbst zu weit.
Wolfsschutz-Deutschland e. V. positioniert sich hier klar: Statt immer mehr Kontrolle und technokratischem Management plädieren wir dafür, der Natur deutlich mehr Raum zu geben. Wir treten ein für eine echte Koexistenz mit weniger Eingriffen. Dazu gehört aus unserer Sicht die Beendigung sowohl der Hobbyjagd als auch einer staatlich organisierten Jagd. Wildtiere sollten primär durch Habitat-Schutz und Prävention geschützt werden, nicht durch Abschussquoten – egal, ob diese von Freizeitjägern oder staatlichen Kräften umgesetzt werden. Gleichzeitig zeigt die aktuelle politische Entwicklung (Erleichterung von Abschüssen bei Wolf, Biber & Co.), dass auch die bestehende Jagdpraxis unter Druck gerät und sich in Richtung noch stärkerer „Regulierung“ und „Verstaatlichung“ bewegen könnte. Das Wolfsmonitoring beispielsweise, das anfangs zum Schutz der Wölfe diente, wird seit der Aufnahme der Wölfe in Bundesjagdrecht ja tatsächlich auch für Abschüsse zum Auffinden der Wölfe herangenommen. Diesbezüglich sehen wir die Ausweitung des Monitorings bei anderen Tierschutzorgas, die Zuwendungen von Regierungen erhalten, mit Sorge.
Internationaler Kontext
Solche Ansätze passen in breitere Diskussionen um evidenzbasierte Umweltpolitik, Stakeholder-Governance und den Einsatz moderner Technologien im Naturschutz. Befürworter sehen darin die Chance auf effizienteren Artenschutz. Kritiker – darunter auch wir – warnen vor einer weiteren Entfremdung von der Natur und einem Verlust an echter Wildnis zugunsten gesteuerter Ökosystem-Dienstleistungen.
Fazit: Mehr Raum für die Natur statt mehr Kontrolle
Die beobachteten Rückschritte im Tierschutz sind real und werden von vielen Verbänden kritisiert. Die Frage, wie der Umgang mit unserer Natur und Wildtieren im 21. Jahrhundert aussehen soll, muss offen, transparent und demokratisch diskutiert werden. Wolfsschutz-Deutschland steht dabei für einen klaren Kurs: Schluss mit sinnloser Jagd – egal in welcher Form – mehr Raum für natürliche Prozesse und echte Koexistenz mit Wildtieren.
Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:
Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr – und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich.
Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/
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3 Gedanken zu „Tierschutz unter Druck: Zwischen Rückschritten und technokratischem Management“
warum meinen Politiker, Jäger usw. immer, man müsste alles regulieren? Genau dadurch gerät das ganze Ökosystem durcheinander. Wildtiere soll man sich selbst überlassen, dann gibt es auch eine gute Ordnung, die die Menschen nie erreichen.
Die Jagd gehört abgeschafft, in meinen Augen ist die Jagd nichts anderes als das vorsätzliche ermorden von Lebewesen. Was ich auch furchtbar finde, ist, dass viele Menschen naturentfremdet sind und auch sehr wenig über Wildtiere wissen. Auch der Zusammenhang zwischen den Tieren, denn fehlt ein Glied in der Reihe, gibt es schon Probleme. Deshalb den Wildtieren ihren Raum geben, der ihnen zusteht und aufhören zu diskutieren. was man als Politiker noch machen könnte, um ein paar Wählerstimmen zu bekommen.
Jegliche Jagd muss endlich verboten werden. Wir brauchen erheblich mehr Wölfe, die das Wild regulieren, besser, als der Mensch es je könnte. Das würde auch bei uns die Trophische Kaskade „reparieren“.
Was ist die trophische Kaskade?
Eine trophische Kaskade ist ein Begriff aus der Ökologie. Sie beschreibt ein Phänomen, bei dem die Veränderung an der Spitze der Nahrungskette (meist das Hinzufügen oder Entfernen eines Raubtiers) wie ein Dominostein massive, unerwartete Auswirkungen nach unten durch alle Schichten eines Ökosystems auslöst.
Das Wort „trophisch“ kommt vom Griechischen und bedeutet „die Ernährung betreffend“. „Kaskade“ steht für einen Wasserfall – weil die Effekte von oben nach unten stürzen.
Um zu verstehen, wie das funktioniert, hilft das klassische Drei-Stufen-Modell:
Das Prinzip (Der Feind meines Feindes ist mein Freund)
Stell dir ein einfaches Ökosystem vor: Raubtiere (Wölfe) fressen Pflanzenfresser (Hirsche), und die Hirsche fressen Pflanzen (Bäume/Gräser).
Was passiert, wenn der Mensch die Wölfe ausrottet?
Stufe 1 (Top-Prädatoren fallen weg): Die Wölfe sind weg.
Stufe 2 (Explosion der Beute): Weil niemand mehr die Hirsche jagt, vermehren sie sich rasant und unkontrolliert.
Stufe 3 (Zerstörung der Basis): Die riesigen Hirschherden fressen die jungen Bäume und Sträucher komplett kahl. Der Wald kann sich nicht mehr regenerieren, der Boden erodiert, und andere Tierarten (wie Vögel oder Insekten) verlieren ihren Lebensraum.
Das Entfernen des Raubtiers ganz oben führt also über Bande dazu, dass die Pflanzen ganz unten verschwinden.
Das berühmteste Beispiel: Die Wölfe im Yellowstone-Nationalpark
Das faszinierendste und am besten erforschte Beispiel für eine trophische Kaskade passierte Mitte der 1990er Jahre im US-amerikanischen Yellowstone-Park. Dort hatte man die Wölfe in den 1920er Jahren komplett ausgerottet. 1995 wurden sie wieder angesiedelt. Was dann passierte, verblüffte die Wissenschaftler:
Die Wölfe jagten die Wapiti-Hirsche. Dadurch schrumpfte nicht nur deren Zahl, sondern die Hirsche veränderten auch ihr Verhalten: Sie mieden plötzlich offene Täler und Flussufer, weil sie dort leichte Beute waren.
Die Pflanzenwelt erholte sich: In den Tälern wuchsen plötzlich wieder Espen, Weiden und Pappeln. Innerhalb weniger Jahre verdreifachte sich teilweise die Höhe der Bäume.
Die Rückkehr der Baumeister: Weil es wieder junge Bäume an den Flüssen gab, siedelten sich Biber an. Biber brauchen Holz, um Dämme zu bauen.
Die Geografie änderte sich: Die Biberdämme schufen Lebensräume für Fische, Amphibien und Wasservögel. Zudem stabilisierten die neuen Baumwurzeln die Flussufer. Die Flüsse hörten auf zu mäandrieren (zu schlingern), die Erosion ging zurück und das gesamte Landschaftsbild veränderte sich.
Fazit des Beispiels: Die Rückkehr des Wolfes hat am Ende buchstäblich den Verlauf der Flüsse verändert. Das ist eine klassische trophische Kaskade.
Warum ist das wichtig?
Die trophische Kaskade zeigt, dass die Natur ein hochkomplexes Uhrwerk ist. Man kann nicht einfach ein Zahnrad (ein Raubtier) herausnehmen, ohne dass das gesamte System ins Wanken gerät.
Das Prinzip sollte heute im Naturschutz beim sogenannten „Rewilding“ angewandt werden. Man sollte gezielt Schlüsselarten (wie Wölfe, Luxe, Haie im Meer oder Seeotter in Tangwäldern) schützen oder ansiedeln, damit diese die Ökosysteme quasi von oben herab von alleine wieder gesund und stabil regulieren.
Das sollte sich unsere Jägerschaft mal zu Herzen nehmen! Erfordert natürlich ein radikales Umdenken.
das prinzip haftung…ist beim prinzip verantwortung weitenteilig ,auch de jure suspendiert…bzw wird auf nicht zustimmungsmögliche individuen u. gruppen abgewälzt.einfach nicht vorgesehen..VON WEM ???
die tierschutzorganisation peta fordert gerade sich an einer petition zu beteiligen,die das recht der tiere in d. grundrechtssammlung aufnimmt.ja nur zu richtig..es muß kein tier zur ernährung getötet werden.tiere sind sich selbst eigentümlich. nicht kann gelten je skrupelloser umso mehr mann ist der..so handelnde..