Wölfe und Rothirsche: Eine natürliche Symbiose in Deutschlands Landschaften
In Deutschland kehren Wölfe seit dem Jahr 2000 erfolgreich zurück. Im Monitoringjahr 2024/2025 leben hier etwa 1.600 bis 2.000 Wölfe in rund 276 Territorien, mit Schwerpunkten in Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen. Ihre Verbreitung hängt eng mit dem Vorkommen von Rothirschen zusammen – einer ihrer wichtigsten natürlichen Beutearten.
Die enge Verbindung zwischen Wölfen und Rothirschen
Rothirsche als Bewohner offener Landschaften
Natürliche Regulation und gesunde Populationen
Kritik am aktuellen Rothirsch-Management


Quellen:
- Pilotprojekt „Räuber und Beute“ in der Glücksburger Heide (Sachsen-Anhalt):
Berichte und Pressemitteilungen der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), z. B.:
https://idw-online.de/de/news668396 (Erstbesenderung von Wölfen und Rothirschen 2017)
https://www.hnee.de/de/Aktuelles/… (Projektbeschreibung) - Studie zur Habitatmodellierung und potenziellen Wolfsterritorien in Deutschland (inkl. Niedersachsen und Agrarlandschaften):
Kramer-Schadt, S., Wenzler, M., Gras, P., Knauer, F. (2020): Habitatmodellierung und Abschätzung der potenziellen Anzahl von Wolfsterritorien in Deutschland. BfN-Skripten 556. Bundesamt für Naturschutz.
Volltext: https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/service/Dokumente/skripten/Skript556.pdf
(Zeigt u. a., dass Wölfe in beutereichen Agrarlandschaften gedeihen und Territorien von 150–350 km² haben.) - Nahrungsanalyse und Anteil von Rothirschen in der Wolfsnahrung in Deutschland (2001–2019):
Ansorge, H. et al. (Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz) und Landesamt für Umwelt Sachsen: Langzeitstudie zur Nahrungsökologie, z. B. Reh ~50–55 %, Rothirsch ~13–25 % je nach Region und Jahr.
Detaillierte Auswertung: https://www.wolf.sachsen.de/nahrungsanalyse-4446.html
Zusammenfassung auch in DBBW-Berichten und Senckenberg-Publikationen. - Aktuelle Wolfszahlen und Verbreitung in Deutschland (Stand 2024/2025):
Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW):
https://www.dbb-wolf.de/wolfsvorkommen/territorien (276 Territorien im Monitoringjahr 2024/25, mit Karten)
Pressemitteilung zur Stabilisierung: https://www.dbb-wolf.de/mehr/pressemitteilungen/details/ergebnisse-des-wolfsmonitorings-2024-25-veroeffentlicht-bestandsentwicklung-stagniert - Truppenübungsplatz Grafenwöhr (Rothirschhabitate und Wolfbesiedlung):
Meißner, M., Herzog, S., Reinecke, H. (2010/2014): Vom Wald ins Offenland – Der Rothirsch auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr. Institut für Wildbiologie Göttingen und Dresden.
Zusammenfassungen: https://www.anl.bayern.de/fachinformationen/beweidung/7_11_rothirschbeweidung.htm - Europaweite Studie zu Rothirschdichten und Einfluss von Wölfen (inkl. Alpenregionen):
van Beeck Calkoen, S. T. S. et al. (2024): Rothirschbestände stärker durch menschliche Jagd/Landnutzung beeinflusst als durch Wölfe allein (nur bei Wolf + Luchs + Bär sinkt die Dichte signifikant).
Publiziert in Journal of Applied Ecology, Initiiert von Marco Heurich (Uni Freiburg).
Pressemitteilung: https://www.unr.uni-freiburg.de/de/NewsandEvents/rothirschbestaende-in-europa-staerker-vom-menschen-beeinflusst-als-von-woelfen-und-anderen-beutegreifern
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