Artgerechte Aufklärung statt Trophäen: Unser neuer Kompakt-Workshop für junge Wolfsschützer

Wie sieht das echte Familienleben von Wölfen aus? Was fressen sie wirklich und warum gehören abgezogene Felle nicht in Kinderhände? Diese und viele weitere Fragen standen im Mittelpunkt eines neu konzipierten, zwei- bis dreistündigen Kompakt-Workshops von Wolfsschutz-Deutschland e. V..  Die teilnehmenden Kinder aus dem Großraum Duisburg zeigten sich absolut begeistert von der Rückkehr der Wölfe nach Deutschland. Gleichzeitig lernten sie auf Augenhöhe, wie wichtig Respekt vor der Natur ist und welchen aktuellen Bedrohungen die Tiere ausgesetzt sind.

Echte Ethik: Bewusster Verzicht auf Felle und Schädel

Bei der Vermittlung von Wissen geht unser Verein einen konsequenten, ethischen Weg: In den Veranstaltungen wird strikt auf echtes Wolfsfell oder echte Tierschädel verzichtet. Nach der Vereinsphilosophie gilt der Grundsatz „Wir schützen nur, was wir lieben“ – das abgezogene und gegerbte Fell eines toten Tieres halten wir daher für absolut ungeeignet im Unterricht mit Kindern. Um den Tieren stattdessen lebendig und artgerecht zu begegnen, steht bei längeren Kursen oder mehrtägigen Versionen des Workshops stattdessen der Besuch eines Wildparks auf dem Plan. Dort können die Kinder Wölfe in einer geschützten, artgerechten Umgebung direkt beobachten. In Wolfsgebieten können wir auch Wanderungen anbieten. Vielleicht findet sich ja sogar eine Spur oder eine Losung (Wolfskot)? 

Spielerisches Wissen über das Wolfsrudel

Geleitet wurde der Workshop im Duisburger Umkreis von Ulrike de Heuvel, der Zweiten Vorsitzenden des Vereins. Sie bringt als gelernte Erzieherin sowie ausgebildete Ethik- und Tierschutzpädagogin die perfekte Expertise mit, um komplexe biologische Themen kindgerecht zu vermitteln.
Mithilfe verschiedener Arbeitsmaterialien lernten die Kinder kompakt und spannend:
    • Das Wolfsjahr: Was machen Wölfe im Frühling, Sommer, Herbst und Winter?
    • Das Familienleben: Wie ähnlich die Sozialstruktur eines Wolfsrudels unseren eigenen Familien ist.
    • Die Ernährung: Was tatsächlich auf dem Speiseplan der Beutegreifer steht.
    • Der richtige Umgang: Dass man vor Wölfen keine Angst haben muss, sondern ihnen – genau wie anderen Tieren auch – schlicht mit Respekt begegnen sollte.

Zwischen Freude und Sorge: Die Bedrohung durch das Jagdrecht

Die Begeisterung der Kinder aus dem Ruhrgebiet über die Rückkehr des Wolfes schlug während des Workshops auch Brücken zu ernsten Themen. Die Pädagoginnen erklärten den Teilnehmenden kindgerecht, dass den Tieren in Deutschland aktuell wieder große Gefahren drohen. Durch Bestrebungen, den Wolf fest in das Jagdrecht aufzunehmen, droht unseren Wölfen eine erneute Ausrottung. Der Workshop schaffte es so, bei der jungen Generation ein tiefes Bewusstsein für den aktiven Naturschutz zu verankern.

Foto Mitte: Die Zweite Vorsitzende von Wolfsschutz-Deutschland e. V., Ulrike De Heuvel ist Erzieherin sowie Tierschutz- und Ethikpädagogin. Hier in einem Workshop mit Grundschulkindern.
Großes Interesse am Wolf in kleiner Runde draußen. Foto: privat
Auch ein kleiner Comic informiert kindgerecht darüber, was unsere Wölfe das ganze Jahr so machen. Foto: privat.
Ganz bewusst setzen wir bei der Auswahl an Infomaterialien nicht auf Echtfell. Auch unser Wolfsschädel, hinten,  ist eine Replik. Foto: Privat

Jetzt anfragen: Bildungsangebote in NRW und Hessen

Um möglichst viele Kinder zu erreichen, bietet der Verein diese Aufklärungsprojekte gezielt in Nordrhein-Westfalen und Hessen an. Ein ganz besonderes Angebot wartet in Hessen: Dort organisiert die Vorsitzende Brigitte Sommer  kleine, kindgerechte Lesewanderungen in Naturschutz- und Wolfsgebieten. Gelesen wird dabei aus dem eigenen Wolfscomic, dessen lehrreiche Texte noch persönlich von dem bekannten, verstorbenen Wolfsexperten Toni Seiler mit verfasst wurden. Begleitet wird die Tour dort vom Wolfshundemix Liv. 
Interessierte Schulen und Kitas können Termine direkt per E-Mail anfragen: Ulrike.deheuvel@wolfsschutz-deutschland.de

Weitere Informationen:

https://wolfsschutz-deutschland.de/2024/07/17/wolfsschutz-deutschland-e-v-macht-schule/

https://wolfsschutz-deutschland.de/2022/05/25/wolfsschutz-deutschland-e-v-macht-schule-und-menschen-fuer-woelfe-kindergarten/

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:

Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr –  und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich. 

Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

Wolfsschutz macht Schule

„Man schützt nur, was man liebt – man liebt nur, was man kennt,“ hat es Verhaltensforscher Konrad Lorenz treffend formuliert. Mit unserem Angebot für Schulen und Kindergärten wollen wir schon die Kleinsten für unseren fantastischen Beutegreifer Wolf begeistern. Unsere zweite Vorsitzende Ulrike de Heuvel ist sowohl Erzieherin, als auch Tierschutz- und Ethikpädagogin. Heute stellen wir eines ihrer Projekte vor.

„Endlich ist es wieder soweit, unser diesjähriges Wolfsprojekt mit den 4. Klassen steht in den Startlöchern,“ freut sich die zweite Vorsitzende von Wolfsschutz-Deutschland e.V., Ulrike De Heuvel.  Aufgeregt und voller Vorfreude üben die 9 – 10jährigen bereits „ihr“ Wolfslied: „Wir sind die Stimme der Wölfe, zu Hause sollt ihr sein…“, was mittlerweile schon zum Markenzeichen dieses Projektes geworden ist.

Das Brainstorming in der ersten Unterrichtseinheit zeigt, wie groß das Interesse der Kinder am Thema Wolf ist. Fragen über Fragen, aber auch Einiges an Wissen, das sie sich bereits selbst angeeignet haben, bilden die Basis für den weiteren Projektverlauf.

Wolfsschutz heißt gleichzeitig Umweltschutz

Dabei geht es nicht nur um Wölfe und ihre Bedeutung für unser ökologisches System, sondern generell um das Thema Natur. Dieses Gespür für die Wichtigkeit jedes einzelnen Lebewesens ist bei vielen Kindern bereits vorhanden. „Da braucht man gar nicht viel zu erklären, die Kinder wissen, dass jedes Tier leben und seine Jungen beschützen will“, so De Heuvel. Je eher die Schüler diese Zusammenhänge erkennen, desto mehr werden sie sensibilisiert für den Natur- und Wildtierschutz und so in Zukunft die Wolfsschützer von morgen sein. Rotkäppchen und Co. und die Angst vor dem „bösen“ Wolf haben da keine Chance mehr.

Die zweite Vorsitzende ist sich sicher: Nur durch Aufklärung und fundiertes Wissen kann man Ängsten vorbeugen sowie Verständnis und Verantwortlichkeit für die Wichtigkeit unseres Naturkreislaufs hervorrufen.

 

Das Projekt beinhaltet mehrere Bereiche zum Thema „Wolf“; Charaktereigenschaften und Verhalten, körperliche Merkmale, aber auch Jagdverhalten, Kommunikation- und Paarungsverhalten/Rudelstrukturen, sind dabei nur einige Inhalte, die während der Unterrichtseinheiten vermittelt werden. Am liebsten würden die Kinder das ganze Schuljahr lang das Wolfsprojekt durchführen, soviel gibt es noch zu erfahren und  zu fragen.

 

Ulrike de Heuvel, zweite Vorsitzende von Wolfsschutz-Deutschland e.V.

 

Auch haptische Erfahrungen mit Beutetieren gehören dazu.

Dem Wolf auf der Spur

Am Ende des Schulprojektes beobachten die Kinder aufgeregt echte Grauwölfe in einem Natur-Biotopwildpark. Das Interesse und die Faszination für die Wölfe wird bleiben, und das bildet den Grundstein unserer präventiven Arbeit.

Wir wandern zwar mit Schul- und Kindergartenkindern auch durch Wolfsgebiete, doch echte Wolfssichtungen gibt es fast nur im Tierpark. Frei lebende Wölfe sind zu scheu und sie nehmen längst Reißaus.

Kurs- und Vortragsleiterin Ulrike De Heuvel ist verheiratet und Mutter einer erwachsenen Tochter, die sich ebenfalls als aktives Mitglied im Verein Wolfsschutz-Deutschland e. V. einbringt. Sie lebt mit ihrem Mann, einer Hündin und drei Katzen in einem Landschaftsschutzgebiet in NRW. Beruflich ist Ulrike De Heuvel als Erzieherin in einer Grundschule tätig, wo sie auch bereits seit mehreren Jahren Wolfsprojekte durchführt.

Die Tierschutz- und Ethikpädagogin: „Der Respekt vor der Natur und ihren Lebewesen wurde mir bereits in die Wiege gelegt und ist die Basis meiner persönlichen Lebensphilosophie. Gerade dem Wolf fühle ich mich von jeher verbunden, doch erst durch unsere tschechoslowakische Wolfshündin fand ich den Weg in die aktive Wolfsschutzarbeit. Diese faszinierenden Tiere zu schützen und mich für sie einzusetzen ist mir eine Herzensangelegenheit, in die ich gerne meine Energie und Freizeit investiere. Die Aufklärungsarbeit kann in meinen Augen nicht früh genug beginnen, wenn wir auch in Zukunft Nachwuchs-Naturschützer für diesen Planeten haben wollen.“

 

Uns ist es auch ein Anliegen, Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund für unseren heimischen Beutegreifer Wolf zu interessieren.

Anfragen von Schulen können unter Ulrike.deheuvel@wolfsschutz-deutschland.de gestellt werden.

Anfragen von Kindergärten richten Sie an Brigitte.Sommer@wolfsschutz-deutschland.de

Und hier können Sie unsere Schulprojekte durch Spenden unterstützen:

Wolfsschutz-Deutschland e.V.

Berliner Sparkasse

IBAN DE79 1005 0000 0190 7118 84

BIC BELADEBEXXX

Auch per PayPal ist eine Spende möglich. Bitte als Betreff: Unterstützung Schulprojekte angeben: https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/