Warum Wölfe beste Freunde brauchen: Das Leben im Wolfsrudel

Stell dir vor, du lebst in einer großen, engen Familie. Alle helfen sich gegenseitig. Es gibt mal Streit, aber danach versöhnt man sich schnell. Man spielt zusammen, teilt das Essen und passt aufeinander auf. Genau so leben Wölfe. Viele Menschen glauben, Wölfe sind einsame, wilde Tiere oder böse Chefs, die in einem Rudel herrschen. Das ist ein altes Bild aus Filmen und Geschichten. In Wirklichkeit sind Wölfe sehr soziale Tiere. Sie brauchen echte Freundschaften und enge Bindungen, um zu überleben. Ohne das Rudel wäre das Leben für einen Wolf sehr schwer. In diesem Artikel erklären wir alles in leichter Sprache. 

Wir schauen uns an, wie ein Wolfsrudel wirklich funktioniert. Wir erzählen von Freundschaften, Spiel, Streit und Versöhnung. Und wir sehen, was Wissenschaftler herausgefunden haben. Am Ende lernen wir, was wir Menschen von den Wölfen mitnehmen können.

Als würden die Zwei für ein Selfie posieren.

Was ist ein Wolfsrudel wirklich?

So sieht eine Wolfsfamilie aus.
Ein Rudel ist eine Familie. Es gibt ein Mama-Wolf und ein Papa-Wolf. Sie bleiben oft ihr ganzes Leben zusammen. Dazu kommen die Kinder aus den letzten ein oder zwei Jahren. Die Welpen sind noch jung und lernen von den Großen. Die Eltern sind die Leiter des Rudels. Nicht weil sie ständig kämpfen, sondern weil sie die Erwachsenen sind. Die Jungen folgen ihnen ganz natürlich. Früher dachten viele Forscher, es gäbe strenge „Alpha-Wölfe“, die mit Macht regieren. Diese Idee kam aus Beobachtungen im Zoo. Dort lebten fremde Wölfe zusammen, die nicht verwandt waren. Es gab viele Kämpfe. Der amerikanische Forscher L. David Mech hat das später klargestellt. In der freien Natur sind Rudel fast immer Familien. Der „Alpha-Mythos“ passt nicht zu wilden Wölfen. Mech sagt: Die Eltern leiten das Rudel einfach durch Erfahrung und Alter. Ein Rudel hat meist 5 bis 12 Tiere. Manchmal werden es mehr, wenn die Jungen etwas länger bleiben. Wenn die jungen Wölfe zwei Jahre alt sind, gehen viele weg und wandern lange Strecken. Sie suchen einen Partner und gründen ein eigenes Rudel.

Wie zeigen Wölfe Freundschaft?

Auch Wölfe haben beste Freunde.

Wölfe haben echte enge Bindungen. Man kann sie fast „beste Freunde“ nennen.

Erstens: Gegenseitiges Putzen. Die Wölfe lecken sich das Fell und putzen einander. Das hält das Fell sauber und ist gleichzeitig ein Zeichen von Zuneigung. Es ist wie eine Umarmung oder „Ich mag dich“ sagen. Wölfe verbringen viel Zeit damit, besonders mit ihren Lieblings-Rudelmitgliedern.
Zweitens: Zusammen spielen. Auch erwachsene Wölfe spielen gerne. Sie rennen hintereinander her, balgen sanft und springen. Spiel hilft, dass alle sich gut verstehen und Vertrauen aufbauen. Es macht Spaß und löst Spannungen.
Wolfsmutter mit einem Welpen. Alle Welpen kommen Ende April, Anfang Mai auf die Welt.
Drittens: Futter teilen. Wenn ein Wolf auf Jagd war und etwas gefangen hat, bringt er oft Essen für die anderen mit. Besonders für die Welpen und kranke Tiere. Die Wölfe würgen das Fleisch wieder hoch. Das zeigt große Hilfsbereitschaft.
Viertens: Große Begrüßungen. Kommt ein Wolf von der Jagd zurück, freuen sich alle riesig. Sie wedeln mit dem Schwanz, lecken sich die Schnauzen und Gesichter und heulen zusammen. Das ist ein richtiges Willkommensfest. Es zeigt: „Schön, dass du wieder da bist!“
Fünftens: Trost und Hilfe. Ist ein Wolf verletzt oder traurig, kommen andere und spenden Nähe. Sie legen sich neben ihn oder lecken ihn sanft. Wissenschaftler haben beobachtet, dass Wölfe sogar trauern, wenn ein Rudelmitglied stirbt. Sie wirken dann ruhiger und suchen Nähe zu den anderen.
Wölfe haben Lieblingswölfe. Das bedeutet: Manche Wölfe mögen bestimmte andere besonders gern. Mit ihnen verbringen sie mehr Zeit, jagen zusammen oder ruhen nebeneinander. Studien zeigen, dass diese besonderen Freundschaften das Rudel stärker machen.

Streit und Versöhnung

Ein Pechvogel muss sich hier nach einem Streit unterwerfen.
In jedem Rudel gibt es mal Streit. Es geht um Futter, einen guten Schlafplatz oder Aufmerksamkeit. Die Wölfe zeigen mit Körpersprache, wer gerade stärker ist: Einer macht sich groß und stellt die Ohren auf, der andere macht sich klein und legt die Ohren zurück. Meist enden die Kämpfe ohne schwere Verletzungen.
Das Besondere bei Wölfen: Sie versöhnen sich danach oft schnell. Die italienischen Forscherinnen Giada Cordoni und Elisabetta Palagi haben das 2008 genau untersucht. Sie beobachteten Wölfe im Zoo. Nach einem Streit gehen die Tiere oft aufeinander zu. Sie berühren sich mit der Nase, lecken sich oder legen sich nah zusammen. Das nennt man Versöhnung. Es hilft, die Freundschaft wiederherzustellen.Eine weitere Studie von Simona Cafazzo und ihrem Team aus dem Jahr 2018 verglich Wölfe mit Hunden. Wölfe versöhnen sich viel öfter aktiv als Hunde. Bei Wölfen liegt die Versöhnungsrate oft bei 40 bis 50 Prozent aller Streits. Warum? Weil Wölfe viel stärker aufeinander angewiesen sind. Sie jagen zusammen große Beute, verteidigen ein großes Revier und ziehen die Welpen gemeinsam groß. Ohne guten Zusammenhalt würde das Rudel nicht überleben.

Warum sind diese Freundschaften so wichtig?

Das Rudel funktioniert wie ein Team. Eine einzelne Wölfin oder ein einzelner Wolf hat es schwer. Gemeinsam können sie große Hirsche oder Elche jagen. Sie passen auf die Welpen auf, während andere jagen. Sie verteidigen ihr Gebiet gegen andere Rudel oder Bären.Enge Freundschaften machen das alles möglich. Sie schaffen Vertrauen. Sie sorgen dafür, dass Konflikte nicht das ganze Rudel schwächen. Wölfe sind sogar kooperativer als viele andere Tiere. Sie helfen nicht nur Verwandten, sondern auch engen Freunden im Rudel.
Eine Studie von 2013 zeigte: Wölfe heulen besonders viel, wenn ein enger Freund oder ein wichtiges Rudelmitglied weg ist. Das Heulen ist nicht nur wegen Angst, sondern auch wegen der starken Bindung.

Wölfe und Menschen

Das Foto zeigt Wolfsforscher Toni Seiler, der auch Mitglied in unserem Verein Wolfsschutz-Deutschland e.V. war und leider schon verstorben ist,  mit seiner Wölfin Inge. Foto: Privat.
Auch zu Menschen können sozialisierte Wölfe enge Bindungen aufbauen. Wenn Welpen von Menschen aufgezogen werden, suchen sie später Nähe, zeigen Freude und unterscheiden zwischen bekannten und fremden Personen. Sie sind aber nicht so folgsam wie Hunde. Wölfe behalten mehr ihre eigene Meinung. Das zeigt: Die Fähigkeit zu Freundschaften ist bei Wölfen tief verwurzelt.

Was können wir Menschen von Wölfen lernen?

Wölfe lehren uns viel über Zusammenhalt. In unserer schnellen Welt vergessen wir manchmal, wie wichtig echte Freunde und Familie sind. Wölfe zeigen:

  • Streit gehört dazu, aber Versöhnung ist wichtig.
  • Gemeinsam sind wir stärker.
  • Hilfsbereitschaft und Nähe machen das Leben besser.
  • Auch Erwachsene dürfen spielen und Spaß haben.

In Schulen, Teams oder Familien können wir uns fragen: Wie können wir besser aufeinander achten? Wie lösen wir Konflikte friedlich? Wie gehen wir mit Andersdenkenden um? 

Wölfe sind keine einsamen Jäger und keine brutalen Chefs. Sie sind soziale Tiere mit echten Freundschaften, Loyalität und starken Gefühlen. Ihr Leben im Rudel zeigt, wie wichtig enge Bindungen für das Überleben sind.
Wissenschaftler haben uns das klar gezeigt: Wenn wir Wölfe besser verstehen, respektieren wir sie mehr und schützen ihren Lebensraum.

Vielleicht können wir uns ein bisschen wie Wölfe verhalten: treu zu unseren Freunden stehen, nach Streit die Hand reichen und zusammen stark sein, auch wenn wir total unterschiedlich sind. 

 

Quatsch zusammem machen können Wölfe auch.
Quellen für Lehrer, Eltern und weiter Interessierte:

. L. David Mech – Der Alpha-Mythos (1999)

2. Cordoni & Palagi (2008) – Versöhnung nach Streit bei Wölfen. Dies ist eine der ersten Studien, die Versöhnungsverhalten bei Wölfen klar nachgewiesen hat.
Volltext (ResearchGate oder ähnlich): Suche nach „Cordoni Palagi 2008 reconciliation wolves“. Eine direkte Version findest du oft über Universitätsbibliotheken.
3. Cafazzo et al. (2018) – Wölfe versöhnen sich, Hunde vermeiden Konflikte

4. Cordoni et al. (2019) – „Back to the Future: A Glance Over Wolf Social Behavior“

  • Open Access Volltext:
    https://www.mdpi.com/2076-2615/9/11/991
    (Sehr gute Übersicht zu Kooperation, Spiel, Trost und sozialem Verhalten bei Wölfen.)
  • Unser kleiner Comic „Ein Jahr im Leben der Wölfe“ (entstanden zusammen mit Wolfsforscher Toni Seiler) Geschenke

5. Mazzini et al. (2013) – Heulen und Beziehungsqualität

Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung:

Konzerne und Lobbyisten bestimmen immer mehr –  und nicht im Interesse der Bürger und nicht zum Wohle der Natur – mit. Deshalb ist es essentiell, dass es Vereine wie Wolfsschutz-Deutschland e. V. gibt, die völlig unabhängig sind. Kein Vorstandsmitglied sitzt in einer Partei. Parteien mischen auch nicht bei uns mit und wir nehmen keine Lobbygelder an. Wer uns unterstützt, kann sich also sicher sein, dass wir stets im Sinne unserer Wölfe handeln. Wir sind nicht bestechlich. 

Doch wir Helfer brauchen auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende. Auch mit einem Dauerauftrag von 5 Euro im Monat können wir viel Gutes tun und weiter für unsere Wölfe kämpfen. https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

André und Stefan auf Spendenrallye quer durch den Balkan für Wolfsschutz-Deutschland e.V.

André Heruth (Teamchef, rechts) und Stefan Fiedler, ausgerüstet mit den T-Shirts von Wolfsschutz-Deutschland e.V. , machen sich auf den Weg in den Balkan. Sie sammeln Spenden für den Verein Wolfsschutz-Deutschland e.V.

André Heruth (33) und Stefan Fiedler (29) kennen sich seit ihrer Kindheit und haben zusammen schon einige Abenteuer erlebt. Jetzt stürzen sich die beiden Leipziger in ein ganz besonderes Abenteuer: Als Teilnehmer an der „Balkan Express Rallye“ werden sie mit ihrem über 25  Jahre alten Opel Frontera in 13 Tagen (vom 22. August bis 4. September) 14 Länder durchqueren und dabei Werbung für den Schutz der Wölfe machen. Als sie überlegten, für wen sie bei ihrer Teilnahme an der „Balkan Express Rallye“ Spenden sammeln sollten, war ihnen klar: Es sollte ein Verein sein, der sich für den Schutz der Wölfe in Deutschland einsetzt. Und so entschieden sich die beiden, auf ihrer großen Fahrt durch den Balkan, Spenden für den Verein Wolfsschutz-Deutschland e.V.  zu sammeln. Auch der Name des Rallye-Teams spricht für sich: „Leitwölfe Leipzig.“

Die beide Leipziger lieben die Natur und mit ihr den Wolf. André Herguth: „Abgesehen von unserem beruflichen Werdegang als Soldat, verbrachten wir schon als Kinder einen Großteil unserer Zeit in der Natur, sind bis heute im gleichen Sportverein und lernten bei zahlreichen Wettkämpfen und dem damit verbundenen Zelten an Seen, Flüssen und Wäldern die Natur zu schätzen.“ Ein Zuckerschlecken wird diese Rallye nicht, denn so einfach mal auf Autobahnen dahindüsen, das ist nicht erlaubt.

 

Gute Aussicht: André und Stefan auf dem Dach ihres „Fenrir“.

André: „Die besondere Herausforderung dieser Rallye wird es sein, die Balkan-Staaten auf verschlungenen Bergpässen und alten Landstraßen, ohne Zuhilfenahme von GPS- und Navigationsgeräten und abseits der Autobahnen zu durchqueren. 4000 Kilometer ganz nach der alten Schule. Wir müssen uns daher auf Karte, Kompass und unseren Orientierungssinn verlassen.“

Ziel soll dabei sein, diese Rallye möglichst naturnah zu erleben. Auf Motels oder Campingplätzen werden die beiden Abenteurer bewusst verzichten.  Stefan Fiedler: „Unser Nachtlager schlagen wir, wann immer sich uns die Möglichkeit bietet, abseits der Piste, an ursprünglichen Flüssen, natürlichen Seen und schroffen Berglandschaften unter freiem Himmel auf. Mit etwas Glück werden wir hier Wölfe in freier Wildbahn erleben können und diese Momente für euch in tollen Bildern festhalten.“

André, der seit dem Ende seiner Soldatenzeit als Inspektor beim Ordnungsamt (naturschutzrechtliche Aspekte gehören mit zum Aufgabengebiet) arbeitet, ist aus Ausgleich zum Stadtleben schon öfters mit umgebauten Fahrzeugen in Europa unterwegs gewesen. Ziele dabei waren unter anderem die Normandie, Kroatien oder eine ausgiebige Westeuropatour über 10 000 Kilometer. Dass er und Stefan viel Sport treiben und damit körperlich fit sind, ist eine wichtige Voraussetzung. Viel Zeit zum Entspannen bleibt den beiden Naturliebhabern auf der Rallye schließlich nicht.

Und wie kamen die beiden Leipziger dazu, für Wolfsschutz-Deutschland e.V. Spenden zu sammeln?

Wolfsabschüsse bestärkten die beiden für ihre Spendenaktion

André: „Wir wollten ein Projekt wählen, dass nicht alltäglich ist und einem Verein in unserer Heimat zugute kommt. Nach mehreren Gesprächen im Freundeskreis haben wir uns für ein Tierschutzprojekt entschieden. Doch welches? Wie der Zufall es will, taufte ich das Projektauto nach dem Kauf im Herbst 2018 „Fenrir“ (der Name Wolf in der nordischen Mythologie) und erhielt von einer engen Freundin eine Wolfskette als Glücksbringer für die Tour.  Der Wolf ist ein Tier, das sich spielend auch durch abgelegene Regionen und unwegsames Gelände kämpft. Ein Tier, das  allein durch seine Schönheit imponiert.“ Ein gewisser Weg sei damit schon vorgegeben gewesen. Zufällige Gespräche am Arbeitsplatz über Wolfssichtungen in der Lausitz, lange ausgedehnte Hunderunden (beide sind Hundefreunde) haben dann die letztendlich ihre Entscheidung gefestigt, für Wolfsschutz-Deutschland e.V. auf ihrer Fahrt Spenden zu sammeln.

Über Stock und Stein geht es mit dem 25 Jahre alten „Fenrir“ quer durch den Balkan

 

André und Stefan berührt das Schicksal der Wölfe in Deutschland. Der Wolf sei ein anmutiges Tier, welches sich langsam seinen Weg in seinen angestammten Lebensraum zurückerobert und hierbei mit vielen Hindernissen in der Politik und im Naturschutz zu kämpfen habe. Anré: „Der Wolf ist ein Tier, das in der Lage ist, sich immer wieder neuen Gegebenheiten anzupassen und selbst viele Jahre der Verfolgung zu überstehen. Letzte Berichte über Wolfsabschüsse bestärkten uns darin, sich mit der Thematik intensiver zu beschäftigen und schließlich den Verein Wolfsschutz-Deutschland e.V. zu kontaktieren, um ihn als Partner zu gewinnen bzw. zu unterstützen.“

André und Stefan wollen Menschen für das Thema Wolf sensibilisieren

Veranstaltet wird die Rallye von der Superlative Adventure Club GmbH in Hamburg, die jedes Jahr unterschiedliche Charity-Rallyes veranstaltet. André und Stefan haben auf dem Portal auch eine Seite angelegt, auf der sie über ihr Projekt informieren. Der Link dazu: http://www.superlative-adventure.com/teams/leitwoelfe-leipzig.html

André und Stefan haben auch schon im Vorfeld der Rallye durch Gespräche mit Arbeitskollegen und Freunden über Wölfe und ihre Balkan-Tour informiert und wollen auch weiterhin ihren Teil dazu  beitragen, die Mitmenschen auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen.  André: „Wir hoffen dass unser Internetauftritt sowie der kommunizierte Spendenaufruf dazu beiträgt, neben dem Generieren von Geldern, auch die Mitmenschen weiter für das Thema zu sensibilisieren.“ Natürlich werden die Beiden unterwegs auch auf den nicht kommerziellen Dokumentarfilm „Menschen für Wölfe“ aufmerksam machen, den Brigitte Sommer und Volker Vogel derzeit drehen und dessen Einnahmen die beiden Filmemacher ebenfalls dem Verein Wolfsschutz-Deutschland e.V. zugute kommen lassen. Infos hierzu unter www.menschen-fuer-woelfe.com

Am 4. September ist der Zieleinlauf in Salzburg. André und Stefan werden uns auf ihrer Tour am Laufenden halten. Wir wünschen den Beiden gute Fahrt und viel Spaß!

Wer ebenfalls spenden will, hier geht es zu unserer Spendenseite: https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/

 

 

 

Bundestag nutzt Sommerloch für Ohrfeige an Wolfsfreunde und Weidetierhalter zugleich!

Der Bundestag hat am vergangenen Donnerstag, den 28.06.18,  für einen von CDU/CSU und SPD vorgelegten Antrag für ein bundesweit abgestimmtes Wolfsmanagement gegen die Stimmen von AfD und FDP abgestimmt. Die Grünen enthielten sich. Das hört sich erst einmal ganz vernünftig an, hat aber seine Tücken, nämlich  mit Forderungen, wie diesen: Jedes Jahr soll der so genannte „Erhaltungszustand“ von Wölfen neu bestimmt werden dürfen. Dabei sollen Wölfe im Klartext auch dezimiert werden sowie Wölfe, die Zäune überwinden, getötet werden dürfen.  Des weiteren sollen Landwirte und Jäger mehr mitreden dürfen.  

Aus für die Weideprämie!

Doch nicht nur das, in der gleichen Sitzung wurde mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD und AfD die Weideprämie für Schäfer und Ziegenhalter abgelehnt. Ebenso wurden Sofortmaßnahmen für Weidetierhalter abgelehnt und auch der Antrag der GRÜNEN, sich weiter für den Schutz der Wölfe stark zu machen, scheiterte.

Hier die ausführliche Information des Bundestages dazu: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2018/kw26-de-wolf/560344

Freie Fahrt für Jäger?

Ebenso hatte der Bundestag vergangene Woche das Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften beschlossen. In Zukunft soll es damit Grundstückseigentümern erschwert werden, die Jagd auf ihrem Gebiet zu verbieten sowie aus Zwangsjagdgenossenschaften auszutreten. Wir gehen davon aus, dass sich dies viele Jagdgegner und Wolfsschützer nicht gefallen lassen werden.

Dass Fußballweltmeisterschaften und Ferien in vielen Bundesländern gut dazu taugen, unliebsame Gesetzesänderungen durchzupauken, ist ja hinlänglich bekannt. Die Aushebelung des Naturschutzes und das Durchsetzen von Lobbyinteressen hat nun aber eine Dimension erreicht, die nicht mehr hinzunehmen ist. Es ist zu hoffen, dass auch Schäfer und Weidetierhalter nun endlich merken, dass auch sie keine echte Hilfe von der Politik zu erwarten haben, sondern ihnen der Wolf als billiger Sündenbock verkauft werden soll.

 

Wolfsschutz-Deutschland lädt zum Adventsspaziergang ein

Auch "Wolfsbotschafter" Anori Pura Goia, ein Tschechoslowakischer Wolfshund ist beim Adventssparziergang am Sonntag, den 10. Dezember, mit von der Partie.

01.12.2017 – Zu einem Adventsspaziergang mit Glühwein und Plätzchen lädt die Gruppe Hessen des bundesweit agierenden Vereins  „Wolfsschutz Deutschland“ in Pro Naturschutz Sachsen e.V. /Grüne Liga Sachsen (www.wolfsschutz-deutschland.de ) alle Wolfsfreunde und Interessierte am Sonntag, den 10. Dezember (Zweiter Adventssonntag) in den Lämmerspieler Wald ein. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Parkplatz zum Rabenstein in Hanau-Steinheim neben dem Sportplatz der DJK Steinheim, zwischen Hanau-Steinheim und Lämmerspiel. Die Teilnahme ist kostenlos.

Wie die Sprecherin des Vereins, Brigitte Sommer (Steinheim), mitteilt, ist ein Spaziergang durch den Wald und auf die angrenzenden Streuobstwiesen geplant. Jeder, der sich für Wölfe interessiert oder mehr über die Tiere erfahren will, die vor über 100 Jahren in Deutschland ausgerottet wurden und sich  jetzt wieder in Deutschland angesiedelt haben, sei herzlich willkommen. Nachdem jüngst auch im hessischen Odenwald ein Wolf seine Spuren hinterließ, ist der Wolf auch in Hessen in aller Munde. Brigitte Sommer: „Aufklärung über den Wolf ist uns wichtig. Auf Wunsch unterstützen wir Nutztierhalter auch, um  geeignete Schutzmaßnahmen vorzunehmen.“

Mit verschiedenen Petitionen zum Beispiel gegen den Abschuss des Jungwolfes Pumpak (www.change.org/pumpak) mit über 120 000 Unterzeichnern, gegen den Abschuss weiterer Gehegewölfe, die aus dem Naturpark Bayerischer Wald ausgebrochen sind und mit der erfolgreichen Eilantrag gegen den Abschuss des Rosenthaler Rudels in Sachsen hat die Dachorganisation des Vereins, die Grüne Liga Sachsen, bereits bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Zudem decken die Vereinsmitglieder ständig Falschmeldungen, so genannte „Fake-News“ auf, mit denen Unwahrheiten über Wölfe verbreitet werden.

Mit von der Partie am Sonntag, den 10. Dezember, ist auch „Wolfsbotschafter“ Anori Pura Gioia, ein Tschechoslowakischer Wolfshund, der unter anderem auch in Sterbehospizen sehr kranken Menschen mit seinem Besuch einen letzten Wunsch erwünscht hat.

Weitere Informationen über „Wolfsschutz-Deutschland“ und wie man  Mitglied werden kann, gibt es auf der Webseite des Vereins unter www.wolfsschutz-deutschland.de. Alle Spenden und Mitgliedsbeiträge fließen direkt in Aktionen zum Schutz der Wölfe.

Weitere Informationen gibt es bei Brigitte Sommer, Telefon 06181/966716.