Weitere grausam hingerichtete Wölfe in Italien – Jetzt bis zu 21 Tote
Seit unserem Bericht vom 20. April hat sich die schreckliche Bilanz weiter dramatisch verschlechtert. Statt zehn sind inzwischen mindestens 18 bis 21 Wölfe innerhalb weniger Tage im und um den Parco Nazionale d’Abruzzo, Lazio e Molise qualvoll an vergifteten Ködern gestorben. Dazu kommen mehrere Füchse und mindestens ein Mäusebussard. Wieder einmal haben feige ausgelegte Pestizid-Köder ganze Familien ausgelöscht. Aber es wurde auch ein Täter in einem anderen Fall verurteilt. In zwei weiteren Fällen wurden abgetrennte Wolfsköpfe drapiert.
Die Staatsanwaltschaft von Sulmona ermittelt
In Wolfs- und Tierschutzkreisen wird derzeit folgender Text massiv geteilt, der auf eine baldige Wende hoffen lässt: „Wir sind einer Wende bei den vergifteten Wölfen in den Abruzzen nahe. Von Stunde zu Stunde zieht sich die Schlinge um die Kriminellen enger, die 18 Wölfe in den Abruzzen vergiftet haben. Die Ermittlungen, die von den Carabinieri Forestali in Zusammenarbeit mit spezialisierten Einheiten für wissenschaftliche Untersuchungen geführt werden, könnten eine bedeutende Wende genommen haben. Die Ermittler analysieren das, was als mögliche ‚rauchende Pistole‘ bezeichnet wird – also das entscheidende Element, das zu den Verantwortlichen führen könnte. Unter Untersuchung stehen mögliche biologische und umweltbezogene Spuren auf Verpackungen, Plastiktüten und den vergifteten Ködern selbst. Diese Erkenntnisse werden dann mit dem Telefonverkehr und weiteren Umfelddaten abgeglichen und dürften bald zu den Schuldigen führen.“
Ob diese „rauchende Pistole“ wirklich bald zuschlägt, bleibt abzuwarten. Dennoch zeigt allein die Intensität der Ermittlungen einen klaren Unterschied zu Deutschland. Italien gibt sich deutlich mehr Mühe als Deutschland.
Unabhängig von der aktuellen Gift-Serie wurde kürzlich in der Provinz Belluno (Venetien) der Jäger Alessandro Paluselli, ehemaliges Mitglied des Comitato Cacciatori Bellunese, verurteilt.
Geköpfte Wölfe
Fazit
Die vergifteten Wölfe in den Abruzzen und die geköpften Wölfe in der Toskana sind die brutale Konsequenz einer europaweiten Hetze gegen den Wolf, die durch die Rückstufung des Schutzstatus weiter angeheizt wird. Solange Politiker den Wolf zum Abschuss freigeben und Behörden bei illegalen Tötungen beide Augen zudrücken, wird sich die Gewaltspirale weiterdrehen – in Italien, in Deutschland und überall. Die Wölfe brauchen tatsächlich eine Strafverfolgung, die ihren Namen verdient.
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