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Auch in Rheinland-Pfalz werden Wölfe als Verursacher für den Tod von Kälbern ausgeschlossen

Umweltministerium informiert: Wolf nicht für drei tote Kälber im Hunsrück verantwortlich

Wölfe fressen hauptsächlich Reh, Hirsch und Wildschwein. Der Anteil an so genannten Nutztieren in ihrer Nahrung ist verschwindent gering. Beispielbild ©Brigitte Sommer
DNA-Proben schließen Wolf als Verursacher für Tod von drei Kälbern aus / Ein Ergebnis noch ausstehend

Seit Mitte Juni gingen in einem Zeitraum von etwa zehn Tagen bei der Wolfshotline Meldungen zu vier toten Kälbern in der Region Hunsrück ein. Die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz hat die Tiere begutachtet, DNA-Proben entnommen und zur Untersuchung an das Senckenberg Forschungsinstitut in Gelnhausen geschickt. Für drei der vier Fälle liegen abschließende Ergebnisse vor: Der Wolf kann als Verursacher ausgeschlossen werden. Die Tiere wurden nach ihrem Tod durch Sekundärnutzer, zum Beispiel dem Fuchs, genutzt.

In einem Fall steht das Ergebnis noch aus und wird in den nächsten Wochen erwartet.

Hintergrund
Bisher wurden seit 2012 etwa 13 Einzeltiere in ganz Rheinland-Pfalz nachgewiesen. Sobald Wölfe genetisch oder anhand einer Foto- oder Videoaufnahme bestätigt wurden, werden die Nachweise online veröffentlicht unter: https://snu.rlp.de/de/projekte/woelfe/verbreitung-recht/wolfsnachweise-rlp/

Bereits 2012 hat das Ministerium vorausschauend gehandelt und noch vor den ersten Wolfsnachweisen einen Wolfsmanagementplan erstellt. Nutztierrisse werden zu 100 Prozent entschädigt, wenn sie nachweislich von einem Wolf verursacht wurden. Darüber hinaus können bei der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (SNU) sogenannte „Notfallzäune“ kostenlos ausgeliehen werden, wenn Weidetiere im Bereich eines Wolfsrisses nur unzureichend geschützt sind. Ziel ist immer, dass sich Wölfe nicht an das Reißen von Weidetieren gewöhnen. Dies ist am besten durch geeignete Zäune zu erreichen. Informationen zur Zauntechnik und zu den Fördermöglichkeiten gibt es auf der Internetseite unter: snu.rlp.de/de/projekte/woelfe/woelfe-und-nutztierhaltung/

Viele Bauern möchten wohl die Entschädigungssummen kassieren und machen hier im Falle von toten Kälbern Wölfe verantwortlich. Dabei sterben die meisten Nutztiere, die ihren Schlachttermin nicht erreichen, an ganz anderen Ursachen. Darunter Krankheiten und auch oft Vernachlässigung.

Quelle: https://mueef.rlp.de/de/pressemeldungen/detail/news/News/detail/umweltministerium-informiert-wolf-nicht-fuer-drei-tote-kaelber-im-hunsrueck-verantwortlich/?no_cache=1&cHash=ad6f3684fc0ed857ccee282edb44a1ea

7 Gedanken zu „Auch in Rheinland-Pfalz werden Wölfe als Verursacher für den Tod von Kälbern ausgeschlossen

  1. Es ist ja so einfach, für alle Unzulänglichkeiten in der Nutztierhaltung den Wolf verantwortlich zu machen. Wie peinlich, wenn dieses Kalkül nicht mehr aufgeht. Es zeigt deutlich, wie wenig Wertschätzung die Bauern ihren Tieren entgegenbringen- nur Ausbeutung, Verkauf von Rindern und deren Kälber ins Ausland bis nach Übersee, wo sie dann halbtot ankommen und grausamst geschlachtet werden.
    Wie harmlos dagegen der Wolf!!!

  2. Jetzt, wo „Corona“ überall etwas gelockert wird, müssen Wölfe wieder unter den Unzulänglichkeiten und der Ignoranz von Weide Tierhaltern leiden! Schauen wir uns doch einmal die Wirklichkeit an, dann merkt man sehr schnell, dass eigenartiger Weise eine nicht zu unterschätzende Anzahl von Weide Tierhaltern und Hobby Tierhaltern auch „Jäger“ sind. Die Lodenrock Träger hauen in vielen Medien auf die Pauke und werben unermüdlich für Mitglieder. Sie scheinen Erfolg zu haben, denn nie gab es in Deutschland so viel Jäger/innen. Kein Wunder, denn innerhalb 2-3 Wochen kann man über den Lappen verfügen. Damit kann sich Jeder ausmalen,wie viel man in dieser kurzen Zeit über Natur , deren Pflanzen und Tiere lernt. Auf alle Fälle scheint es so viel zu sein, dass man mal im TV auftreten oder seinen „Senf“ in der Zeitung lesen kann. Die Jäger/innen, die ich bisher in den Medien gesehen oder deren Artikel ich in der Zeitung gelesen habe, labern alle den gleichen Unsinn. Da wird das Fleisch als reines „Bio“ Nahrungsmittel bezeichnet, was eine Vegetarierin wieder zur Fleisch Esserin macht, und das Abknallen von Wild Tieren als Naturschutz bezeichnet, der betrieben werden muss, damit die Populationen in Grenzen bleiben. Vom Sauberhalten der Natur ist die Rede. Da kann ich andere Dinge berichten, wenn ich mit unserem Hund in Wald und Flur unterwegs bin. Alte, marode Hochsitze wurden abgerissen und einige Meter weiter im Wald achtlos entsorgt. Oftmals lagen die Bretter sogar mit den Nägeln nach oben im Wald, damit möglichst viele Wild Tiere sich verletzen. Eine Umwelt Verschmutzung, für die man keine Worte findet. Und Eines haben fast alle gemeinsam, sie kämpfen gnadenlos und ungerechter Weise, oftmals mit illegalen Mitteln gegen den Wolf und geben der Vermehrung der Arten Vielfalt im Öko System Fauna nicht die geringste Chance. Wie lange soll es noch dauern, bis unsere Regierung endlich einen Riegel vor den massenhaften Erwerb des Jagd Scheines schiebt? Immerhin besitzen dadurch immer mehr Menschen eine Waffen Schein und dürfen Waffen besitzen und tragen. Wahrscheinlich kommt die Erleuchtung erst dann, wenn es zu spät und die Situation so wie in USA ist.

  3. alles was Sie Frau Schwarzer anführen ist auch meine Meinung und ich kann hier nichts hinzufügen. Allerding gibt es eben auch die Kraft, die gegen diese Meute und für die Wölfe und die Natur kämpft.
    Denn es gibt ja den Spruch- Nicht die Bösen sind die wirkliche Gefahr, sondern die, die nichts dagegen unternehmen. Und das ist bei uns nicht der Fall. Wolfsschutz kämpft und jeder einzelne von uns kann das auch in seinem Umfeld tun. Also nicht verzagen.

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