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NRW: versuchter Betrug? 17 von 24 in der Rissliste aufgeführten Vorfälle 2021 Falschmeldungen

In der Rissliste von NRW sind 2021 mehr Falschmeldungen als Verdachtsfälle, für die Wölfe infrage kommen könnten, zu finden. Fakt ist es sogar, dass es in diesem Jahr sogar überhaupt nur einen durch Wölfe bestätigten Riss gab. Dafür reisst aber die Hetze und Panikmache von bestimmten Weidetierhalter *innen nicht ab. Ein besonders dreistes Beispiel stellen wir aus dem Kreis Gütersloh vor. Und wir haben im Raum Schermbeck, dem Zuhause von Wölfin Glorias Familie, wieder einmal Weidetiere völlig ohne Schutz und in einem Fall sogar angeplockt vorgefunden. Hier unser Faktencheck:

Ausriss eines Zeitungsberichts aus der Neuen Westfälischen vom Mai 2021.

Im Mai gab es ein großes Geschrei von Inhabern eines Gestüts in der regionalen und überregionalen Presse. Ein Fohlen sollte grausam zu Tode gekommen sein. Natürlich wurde sofort der Wolf als Verursacher ins Spiel gebracht. Morgens um sechs Uhr wäre das tote Pferdekind gefunden worden. Nun stellte sich heraus, dass das Fohlen schon tot geboren worden war. Aasfresser hatten ledigleich am toten Körper des Fohlens gefressen. Wir fragen uns da natürlich, wie es passieren kann, dass eine angeblich so wertvolle Stute bei der Geburt alleine auf einer Weide gelassen worden war und wie es passieren konnte, dass bereits beträchtliche Teile des toten Tieres gefressen werden konnten, ohne dass irgend jemandem auf dem Gestüt aufgefallen war?

Leider war man mal wieder mit Schuldzuweisungen schneller bei der Hand als mit der Richtigstellung. Uns verwundert es auch, dass angeblich erfahrene Pferdehalter *innen nicht erkannt haben wollen, dass es sich um eine Totgeburt gehandelt hatte. Hier muss die Frage schon erlaubt werden, ob der Fall absichtlich zum Hetzen und zur Panikmache von Gestütsleitung und Zeitung verwendet worden ist?

 

Screenshot aus der Rissliste NRW. Ein Link zur kompletten Liste befindet sich am Ende unserer Reportage.

 

Schutz anscheinend nicht wichtig beim Schermbecker Rudel

 

Ähnlich wichtig, beziehungsweise unwichtig, sehen wohl auch wieder einmal noch mehr Weidetierhalter *innen das Schicksal ihrer ihnen anvertrauten Tiere in NRW. Im Bereich des Schermbecker Rudels fanden wir in den Oberlohberger Weiden am Waldrand wieder desaströse Zaunzustände vor. Hier unser Faktencheck:

 

 

Ein neu geborenes Kälbchen. Die Weide ist lediglich von Stracheldraht umrahmt.
Hier die Situation am Eingang dieser Weide. Unter der ersten Stacheldrahtlitze kommen auch Hunde bequem unten durch.
Mutterkuhhaltung mit Kälbchen auf der Weide ist artgerecht wenn auch die Zäune in Ordnung sind.
In der Pferdehaltung ist in den meisten Bundesländern Stacheldraht inzwischen verboten.
Haltung hinter Stacheldraht ist nicht tierschutzkonform.

 

In der Buschstraße haben wir dieses kleine Pony sogar „angepflockt“ gesehen. Nur an einem Seil angebunden, direkt nahe der Straße ohne jede Einzäunung, könnte es auch leicht einem Pferderipper zum Opfer fallen. Direkt gegenüber einer Weide: ein Hochsitz. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

 

Quellen:

https://www.nw.de/lokal/kreis_guetersloh/versmold/23043373_Wolf-im-Kreis-Guetersloh-Todesursache-fuer-angefressenes-Fohlen-geklaert.html?fbclid=IwAR2QzTa2ihZUWGVBvFIX32e1Ej7YJXY1UxLPK3XW21eT84Kz6HS5S8D40hs

Tränenreicher Schockbericht über die Totgeburt: https://www.nw.de/lokal/kreis_guetersloh/versmold/23020626_Grausamer-Fund-Angefressenes-Fohlen-gibt-Zuechtern-Raetsel-auf.html

Hier der Link zur Rissliste: https://www.wolf.nrw.de/wolf/de/management/nutztierrisse?sortierung=verursacher%3Aa&fbclid=IwAR2LDRZuVvLN7B__K04tew3VECChtbNMuK6lUcBIcjcfuhhj4IFGfz2pMZ0

 

 

10 Gedanken zu „NRW: versuchter Betrug? 17 von 24 in der Rissliste aufgeführten Vorfälle 2021 Falschmeldungen

  1. Ja, die Wolf-Faschisten versuchen es mit allen Mitteln… Immer wieder… Ich bin jedes Mal fassungslos…
    „Man möchte wirklich sagen: Die Menschen sind der Teufel auf der Erde und die Tiere die geplagten Seelen.“ Arthur Schopenhauer

  2. Da taucht doch die Frage auf, warum wurde und wird von Seiten des UM nichts unternommen und die auffallend vielen „Falschmeldungen“ endlich zur Anzeige gebracht. „Falschmeldung“ ? Für mich fühlt sich das Betrug an und sind nicht hinnehmbare Mafia Methoden!

  3. Bin immer wieder entsetzt darüber, das die Mähr vom Rotkäppchen und dem „bösen Wolf“ einfach nicht tot zu griegen ist. Gerade bei den Weidetierhaltern ist es wahrscheinlich eher eine Investitionsscheu statt einer Wolfsscheu. Aber in Zeiten, wo auf wehrlose, kranke Kühe voll Brutallität eingeschlagen wird, – nein, hat hiermit nicts zu tun, zeigt aber die menschlische Überheblichkeit und angebliche Überlegenheit – nimmt sich die Wolfshetze hier nicht aus. Ist einfacher den Wolf zu dezimieren als das Gelände Wolfssicher zu ümzäunen. Der Wolf wird hier nie Ruhe haben.

  4. Es wäre zu erwägen, ob nicht Landwirte zum Schutz Ihrer Tiere Hunde halten sollten.
    Auch müsste einmal nachgesehen werden, ob nicht die Zahl der durch Menschen getöteten wildtiere erheblich höher liegt (
    etwa durch Unfälle mit automobilen
    Schön sind solche Bilder freilich nicht doch ist die Struktur der Natur nicht idyllisch es ist auch nicht schön anzusehen, was der Mensch mit seinen sogenannten Nutztieren tut.
    Beruhigend zu wissen, dass das Fohlen gar nicht getötet wurde von anderen tieren

  5. diese Falschmeldungen sind eindeutige Betrugsfälle und gehören verfolgt und bestraft. In unserem Land bestimmen auch inzwischen die “ Bösen “ und die Schreiberlinge, was gedacht wird, alle werden manipuliert und wer die Wahrheit sagt und z.B. Wolfsschutz wichtig nimmt wird angefeindet. Den meisten Weidetierhalter sind ihre Tiere egal, die Tiere sind für die Ware und sollen Geld bringen und das Gezeter gegen die Wölfe ist reine Polemik.

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