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Auf über 7000 Kilometern mehr als 2000 Euro für Wolfsschutz-Deutschland e.V. gesammelt

 

 

Am Ziel in Salzburg nach 7000 Kilometern: Stefan Fiedler (links) und André Heruth.

André Heruth (33) und Stefan Fiedler (30) aus Leipzig haben ein einzigartiges Abenteuer hinter sich.  Mit ihrem über 25  Jahre alten Opel Frontera, den sie liebevoll  „Fenrir“ (der Name Wolf in der nordischen Mythologie) tauften, haben sie als Teilnehmer der „Balkan Express Rallye“  in nur  13 Tagen 17 Länder durchquert, dabei über 7000 Kilometer zurückgelegt und „so nebenbei“ auch für unseren Verein Wolfsschutz-Deutschland e.V. über 2000 Euro an Spenden  gesammelt. Ihr Name „Leitwölfe Leipzig“ sagt schon aus, dass sich die Beiden – ebenso wie unser Verein –  in jeder Beziehung stark machen für den Schutz der Wölfe.

Eigentlich hätten sie laut Rallye-Ausschreibung ja „nur“  14 Länder  durchfahren  müssen,  aber André und Stefan kümmerte das Bordbuch wenig, sie legten vor allem großen Wert darauf, die Natur, Landschaften und die Menschen in den östlichen und südlichen Teilen Europas kennenzulernen.  André:  „Jeden Morgen, den wir bei Sonnenaufgang am Meer verbrachten, oder das Erreichen eines Berggipfels mit einem unglaublichen Ausblick, das waren Momente, von denen wir noch immer zehren“. Doch nicht nur das, die beiden Leipziger lernten auf ihrer Reise viele liebenswerte Menschen kennen. Menschen, mit denen Freundschaften entstanden.

Über die Gastfreundlichkeit im Kosovo waren die beiden besonders erfreut. Stefan: „Wir führten mit vielen Menschen lange Gespräche, wurden zum Kaffee eingeladen und schlossen Facebookfreundschaften.“

Drei Zigaretten für eine Melone

Und welches Land faszinierte die Beiden besonders? André Heruth: „Rumänien mit seiner faszinierenden Natur, den endlosen Wäldern, wilden Tieren und sicher auch unserer Wolfssichtung, die wir in einem Gebirgszug hatten. Aber auch Albanien und alle anderen Länder hatten ihren ganz besonderen Reiz. Ganz nach dem Motto, wer sagt es gibt nur dieses eine besondere Land/Ort, hat die anderen nicht gesehen.“

Eine Melone im Tausch gegen drei Zigaretten. Und die ausgehöhlte Melone diente dann noch als Schüssel fürs Müsli.

André und Stefan hatten zahlreiche Erlebnisse, die sie wohl nie mehr vergessen werden. So auch in Rumänien, entlang einer Straße mit vielen Obstständen. Die Beiden verspürten Appetit nach einer Melone. Stefan: „Also fasten wir den Entschluss, eine Melone zu kaufen, um unsere Vitaminbilanz aufzubessern. Dies gestaltete sich zunächst schwieriger als gedacht, da der Verkäufer nur einheimische Währung akzeptierte, machten wir uns mit leeren Händen zurück zum Fahrzeug. Dann folgte uns der Mann mit der Melone und war mit dem Tausch gegen drei Zigaretten einverstanden.“ Die ausgehöhlte Melone nutzten beide dann noch als Müslischale.

Von Krankheiten blieben André und Stefan zum Glück weitgehend verschont. Allerdings zogen sie sich nach dem Verzehr von verunreinigtem Quellwasser in Serbien eine Vergiftung zu und lagen einen Tag lang flach. Ihr Geländewagen „Fenrir“ hat seinem Namen in Ehren gehalten. André: “ Er hat jede Situation gemeistert. Bis auf ein paar abgebrochene Halter, einen gebrochenen Fahrersitz, einen verbogenen und teilweise gebrochenen Bullenfänger, etwas verzogene Aufhängung vorne links und ordentlich abgenutzte Reifen und Lack gab es keine Ausfälle oder Schäden, die nicht behoben werden konnten.“

André und Stefan durchstreiften auch Gegenden, in denen bis vor einigen Jahren Bürgerkrieg herrschte. So auch in Serbien, Kroatien, dem Kosovo. Abseits der normalen Straßen fuhren sie auch durch Landschaften, in denen nach wie vor Landminen verstreut sind.

 

André und Stefan sind als drittes Team durchs Ziel gekommen. Eine Platzierung war den beiden Abenteurern aber völlig egal. Ihre Route lag oft außerhalb des Roadbooks, sie durchfuhren  vier zusätzlichen Länder (Kosovo, Serbien, Griechenland, Italien) und absolvierten viele Aufgaben laut Plan absichtlich nicht. Stefan: „Teilweise wollten wir es auch einfach nicht. Für uns war es egal, welche Platzierung es gewesen wäre, die Reise an sich war ein Gewinn. Sicher ist, in jedem Land wurde mindestens ein Ziel absolviert und aus einzelnen kleinen Offroad-Challenges wurden ganze Länder. Wir und das Auto haben durchgehalten, andere Teams hatten nicht so viel Glück mit ihren Fahrzeugen.“

André bringt es schließlich auf den Punkt: „Wir durften wahnsinnig schöne Ecken Europas entdecken sowie das Leben der Menschen außerhalb der Bilder, die im Fernsehen zu sehen sind und haben sicherlich auch Einiges über uns selbst gelernt.“

Und würden die Beiden so etwas noch mal unternehmen? André: „Definitiv, fraglich ob im Rahmen einer Rallye, das eigenständige Erkunden der Länder hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Wir haben unsere eigenen Ziele deutlich übertroffen“.

Wer die abenteuerliche Fahrt einmal nachvollziehen will, kann sich unter https://findpenguins.com einloggen und dann unter balkan-express-2019 die Erlebnisse, viele Fotos und die genaue Fahrtroute der „Leitwölfe Leipzig“ nachvollziehen.

Wir von Wolfsschutz-Deutschland e.V. danken noch einmal den beiden Wolfsfreunden für ihr Engagement zugunsten des Wolfsschutzes und wünschen ihnen für ihre weiteren Unternehmungen alles Gute!

 

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5 Gedanken zu „Auf über 7000 Kilometern mehr als 2000 Euro für Wolfsschutz-Deutschland e.V. gesammelt

  1. Klasse,wieder von den beiden zu lesen,und vorallem,das sie gesund wieder heim kamen! Noch dazu mit solch einer Spende.Chapeau, vor dieser Leistung.
    Es sind auch wirklich traumhafte Bilder,vorallem das mit der kleinen süssen Samtpfote. Vielleicht wollte sie ja mitfahren..;-)
    Oh..was müssen Andre’und Stefan alles erlebt haben.Das sie noch lange davon zehren werden,das glaube ich aufs Wort.
    „Fenrir“brachte Euch Glück und liess Euch nicht im Stich.
    Danke für Euer grossartiges Engagement.

  2. WOW….endlich wird mal für Tiere gesammelt, und für die Wölfe haben wir es dringendst nötig!

    Ganz grosses: DANKESCHÖN🍀❤️an die beiden Spender💪💪💪💪

    Weiter so😊

    Mit freundlichen Grüßen
    Maria Distelberg

  3. Diese Aktion und die beiden Helden sind unübertroffen wunderbar. Die Bilder gigantisch, faszinierend- man bekommt Lust, auch mal mitzufahren. Ich denke, es war schön aber auch anstrengend. Das Ganze noch für die Wölfe- einfach top ! Herzlichen Dank dafür .

  4. Es ist einfach wunderbar und vorbildlich, was es doch für gute Menschen gibt. Ich wünsche den zwei jungen Männern alles Gute – bleiben Sie so, wie Sie sind – und weiterhin viel Glück und vor allem Gesundheit! Übrigens, wir handhaben Spenden Aktionen ähnlich. Zu jedem Geburtstag bekommt man gut gemeinte und auch schöne Geschenke, kann sie jedoch oftmals einfach nicht gebrauchen. Deshalb gilt bei uns schon seit Jahren :“ Der Gegenwert der Geschenke als Bar Geld im Umschlag“. Der Gesamt Betrag wird geteilt und je zur Hälfte für Menschen (z.b. Deutsche Seenotrettung) und die andere Hälfte für den Tierschutz. Funktioniert wunderbar und zur Nachahmung sehr empfohlen.

  5. Die beiden Jungs sind einfach SPITZE ! Der tiefere Sinn, das intensive Erleben von Land, Leuten und Natur stand im Vordergrund, nicht die Platzierung. Und das alles noch für einen Underdog in Deutschland- für den Wolf. Ich beneide die beiden um ihre Wolfssichtung in freier Wildbahn !

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